Stiftung Sufftest, die II.

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Dilbert, 4 November 2006.

  1. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Bei uns ist es genau umgekehrt ;)
     
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  3. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ich habe bei meinem letzten Besuch im Gerümpelmarkt tatsächlich zwei kleine Dosen "Karlsquell"-Bier auftreiben können (waren auch die beiden letzten Dosen, die davon noh da waren). Allerdings nicht die kultige "King Kalle"-Koppwehbrühe vom Aldi, sondern ein belgisches Gebräu inner roten Dose. Test folgt demnächst.
     
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  4. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Oscar Maxxum Pils
    0,5L, 4,8%


    OscarMaxxum_Pils_0_5l.png

    Mit 6,39€ pro Kiste spielt das Zeug in der Oettinger/Paderborner-Liga und muss sich an Größen dieses Segments, wie z.B. "Turmbräu" oder "5,0" messen.
    Begegnet ist es mir wiederum beim Trinkgut und gebraut wird es in der gleichen Brauerei, die auch das mäßige "Traugott Simon" zu verantworten hat. Ein Schelm, wer jetzt mutmaßt, dass da einfach Überschussmengen in andere Pullen abgefüllt werden...
    Für die Optik hätte ich als Verantwortlicher den Designer verklagt, aber da sind die Geschmäcker ja verschieden. Ich finde dieses farblose Etikett mit dem Schnauzbartträger jedenfalls grausam...

    Live-Test: in Kürze
     
  5. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    So denn:

    "Karlsquell" (Belgien, 0,33l Dose, 5% Alk)

    Kein weiterer Namenszusatz, keine Inhaltsangabe (bis auf "Gerstenmalz", ein schwarzer fliegender Greifvogel im Jagdanflug auf roter Dose mit Stichcode einmal aussenrum... Informativ und dekorativ geht anders.

    Nun ja, zoscht die Handgranate? Knacken ja, ´nen Zosch zu hören ist eher schwierig.

    Schnupper... Neben einem gewissen Hauch von Blech krabbelt einem ein feinherbes Aroma in die Nase, die Schaumkrone purzelte innerhalb von 20 Sekunden in sich zusammen.

    Prost! Gluck gluck gluck... Okay... süss, pappig, trotzdem halbwegs prickelnd mit einer seltsamen Konsistenz. Gluck gluck... Komisches Gebräu. Gluck gluck... Nä, nicht meins. Eigentlich hat es so gut wie gar keinen Geschmack, abgesehen von irgendeinem undefinierbarem leicht würzigen Aroma im Hintergrund, welches nach dem Abgang auftaucht und einen "Wat iss´n dat?" fragend zurücklässt. Lunk lunk... Zum Ende der Dose sagt der Hopfen noch kurz "Huhu".

    Fazit: Ich hab keinen Schimmer, was der Stoff in Belgien kostet, aber das können die Belgier glaube ich besser.

    Note: 4
     
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  6. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Live-Test

    Sodele, die Testkandidaten stehen parat und harren des Unausweichlichen: Live-Test-Time, Ladies and Gentlemen...
    Also, das Flaschendesign ... tztz ... ich habe das Gefühl, eine Spraydose zur Kreißsaaldesinfizierung in der Hand zu halten: wenn das nicht später Abzüge in der B-Note gibt...
    Egal, jetzt wird es endlich Zeit für den traditionellen Testeinstieg: die Schnupperprobe!
    *zosch, sniff, sniff* ... durchaus hopfig und würzig im Duft. Jedoch wirkt das Ersniffte irgendwie, na, sagen wir mal: dem Preis angemessen. Gut und günstig ... oder so ...
    Na, dann: wohl bekomms ... *lunk, lunk* ... der Antrunk ist labbrig-süßlich, mit wenig Volumen und Gehalt ... *lunk* ... etwas herbe Hopfigkeit kommt irgendwo ganz hinten auch durch ... hmmm ... erstmal zur Konsistenz: Dittsche würde hier wohl eher nicht "Das perlt!" sagen: Kohlensäure könnte etwas mehr sein, die Schaumkrone in der Buddel ist ebenfalls sehr flach und kurzlebig. Das Brauwasser ist eher hart und recht wässrig ... also bis dato kann der Oscar noch nicht voll abräumen ... *lunk* ... im Mittelteil wird es nicht besser: billige Süße, unausgewogene Gesamtkomposition, weil Malzig- und Hopfigkeit nicht harmonisch einen schönen Körper ergeben: die herben Noten kommen hier viel zu kurz und erzeugen kaum Aroma. *lunk* ... der Abgang ist dann so unspektakulär wie das ganze Bier. Tja, da hält sich die Vorfreude auf Buddel #2 in Grenzen ... aber da muss ich jetzt durch! *zosch, lunk* ... nee, wirklich leckersaufen kann man sich das Zeug auch nicht ... *lunk* ... ichsachmalso: mit "Oscar Maxxum" bekommt man für 6,39€ ein Bier, welches auch nach 6,39€ schmeckt, aber eben auch nicht widerlich oder ungenießbar ist: mit seiner unrunden Süße und der wenig aromatischen Gesamtnote erinnert es ein wenig an "Oettinger Pils" - das ist nicht gut, ich habe aber schon schlimmere Gebräue kosten müssen. Mein Tipp: wenn Ihr sparen müsst, kauft Euch lieber eine Palette "Turmbräu" oder "5,0" ...

    Note: 4-
     
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  7. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Irgendeiner kam auf die grandiose Idee, dass der mieseste Redner von allen morgen Abend auf unserer Examensfeier eine selbstverfasste Eröffnungsansprache halten soll... also ich. Nun hab ich von sowas überhaupt keine Anung und auch noch keinerlei Idee was ich da sagen soll, aber vielleicht bringt ja folgendes die Erleuchtung:

    "Grenzquell Pilsner" (0,33 l Flasche, 4,9% Alk)

    Der Stoff kommt aus der Bavaria Brauerei in Hamburg, die unter anderem auch Astra in allen möglichen und unmöglichen Variationen auf die Menschheit loslässt. Die Flasche ist grün mit goldfarbenem Etikett, schlichtem Wappen und grüner Schrift. Wahrlich nichts, was einem vom Hocker haut. Meine letzte Erinnerung daran das Bier als preisgünstige Alternative zu anderem Gesöff heruntergegossen zu haben, ist schon weit über eineinhalb Jahrzehnte her, ich wusste gar nicht mehr dass das noch auf´m Markt ist. Dementsprechend ist auch die Erinnerung an den Geschmack sehr vage bis kaum vorhanden, diente der Stoff doch damals auch hauptsächlich dazu sich die Samstagkonferenzen auf Premiere halbwegs preiswert erträglich zu trinken. (Schon damals waren die Zeiten für HSV- und Gladbachfans nur bedingt rosig.)

    Zosch? Nett...

    Schnupper... Hopfig. Süffig. Gar nicht übel.

    Prost! Lunk lunk lunk... Och ja. Dat kann man sich mal so hinter die Binde giessen. Angenehm herb ohne einem vor Bitterkeit die Visage zu verkrumpeln, guter Kohlensäuregehalt und im Abgang mit dezenter Süffigkeit. Lunk lunk lunk... Ups! Leer... Eine hab ich noch... (Zosch) - Lunk lunk lunk.. bleibt dabei, könnte etwas kühler sein (nach der Flaschenbeschreibung klingelte das Telefon, der Test erfolgte 50 Minuten später), ansonsten macht sich ein angenehmer Geschmack im Mund breit, der einen daran erinnert, warum man sich die Lorke früher kistenweise durch den oberen Verdauungstrakt gebechert hat. Mit acht bis neun Euro pro Kasten ist das Bier zudem noch relativ erschwinglich. Gluck gluck... Zu doof, dass man dafür immer zu SKY fahren muss, ein anderer Laden führt das glaube ich nicht mehr. Lunk lunk.. leer.

    Fazit: Erreicht keine Oberklasse wie Flens, aber das erwarte ich zu dem Preis auch gar nicht. Insgesamt passt der Stoff sich den Finanzen an, und zu meckern gibbet nix.

    Note: 2

    P.S.: Die Mädels wollten für die Feier morgen Krombacher haben... Ich habe pflichtbewusst dafür gesorgt, dass auch ein paar Kisten Flens für die angeschafft werden, die ein gutes Bier mit individuellem Geschmack noch zu schätzen wissen. ;)
     
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  8. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Stauder Ruhrtyp Hell
    0,5L, 5,4%


    STAUDER_Flasche_Ruhrtyp_05L_m_Spiegelung.jpg
    Oh, da hat sich die Essener Privatbrauerei Stauder ja mal ein grandioses Wortspiel einfallen lassen! Frei nach dem Motto: "Wenn sich das Export nicht verkauft, nennen wir das einfach mal ultracool und trendy Ruhrtyp", in Anspielung auf die Genrebezeichnung "Urtyp". Gibt schon mal Abzüge in der Originalitätswertung...
    Zumindest weiß ich, spätestens nach dem Blick auf das Rücketikett, dass es sich um ein helles Vollbier ( im Pott kurz "Ex" genannt ) handelt.
    Ma guck'n...

    Test: in Kürze
     
  9. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Test-Bericht

    Die Schnupperprobe bestand der Proband vorbildlich: würzig und aromatisch krochen die Duftnoten in mein Näschen - das ließ hoffen.
    Die ersten Schlucke waren dann auch alle sehr passabel: sehr süffig, mit einer recht angenehmen bitteren Hopfennote. Vor allem: kräftig und vollmundig!
    An der Konsistenz gibt es wenig auszusetzen: es kommt frisch und spritzig daher, in der Buddel hält sich die Schaumkrone lang. Das Wasser könnte ein wenig samtiger sein...
    Nach einer gewissen Genussdauer fällt mir auf, dass die Nachhaltigkeit nicht so superb ist: spätestens eine halbe Minute nach dem Schluckvorgang, haben die Geschmackszäpfchen vergessen, jemals Bier getrunken zu haben. Überhaupt ist das "Ruhrtyp" insgesamt sehr beliebig: so oder so ähnlich schmecken viele Vollbiere - was aber nicht schlecht sein muss!
    Ich empfinde es abschließend als sehr kräftig und vollmundig. Die Gesamtkomposition ist in meinen Augen gelungen, aber nicht spektakulär. Vor allem macht mich dieses Bier sehr satt: nach den beiden Testbuddeln war ich voll und träge ... kein Bier für einen langen, feuchten Abend.
    Insgesamt macht Stauder hier nix falsch, aber erschafft auch keine Legende. Deshalb vergebe ich eine solide...

    Note: 3+
     
  10. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Prost Pils
    0,5L, 5,0%


    prost_pils.jpg

    Endlich konnte ich beim "Kaufland" zwei Exemplare ergattern! Erfreut sich offensichtlich größter Beliebtheit, das Zeug. OK, bei einem regulärem Kampfpreis von 29 Cent ist es ja auch finanztechnisch ideal für längere Saufgelage, Abende mit Freunden, die einem kein "Weltenburger" wert sind oder Wackäääännn!!!!
    Die Optik der Dose bestätigt mal wieder meine These, dass eine enge Korrelation zwischen Preis und Design besteht...
    Doch das soll uns jetzt nicht jucken. Vielmehr ist zu testen, ob "Prost" den direkten Konkurrenten "Turmbräu" und "5,0" den Schneid abkaufen kann oder zumindest ebenbürtig ist.

    Live-Test: in Kürze
     
  11. Verdandi

    Verdandi Männerversteherin

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    Zum Thema Billigdesign habe ich eine Theorie: vermutlich haben die meisten Hersteller mehrere Biere verschiedener Preissegmente im Repartoire. Da der Preis ja reine Geschmacksache ist, ist es wohl wichtig, dass die verschiedenen Biere sich irgendwie voneinander distanzieren und da macht das Sinn das entsprechende Design zum gewollten Image zu verwenden.
    Ist in anderen Sparten (Elektrogeräte z.B.) ja auch nicht anders.
     
  12. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Live-Test

    Also, Prost mit 'nem "Prost", Gemeinde ( doofes Wortspiel ) ... erst die Schnupperprobe: "ratsch, zosch, sniff* ... empfinde ich vom Duft ein wenig flachbrüstiger als die Genrekonkurrenz. Ich erschnuppere zwar pilsige Bitteraromen, allerdings recht unkräftig. Ach, wenn's schmeckt!
    *lunk, lunk* ... öhm, nö, also das will mir im Antrunk aber mal so gar nicht munden: unrund, kaum Aroma ... ich kann weder hopfige Pilsnoten, noch eine Art Süffigkeit im Ansatz erkennen ... *lunk* ... Brauwasserkonsistenz ist OK, jedoch "perlt" es so gut wie gar nicht. Die Spritzigkeit fehlt...*lunk* ... es verbleibt ein bitterer Nachgeschmack auf der Zunge, das ist aber das Einzige, was mich an ein Bier Pilsener Brauart erinnert ... ich trinke jetzt Dose #1 mal ganz schnell aus und hoffe, dass es sich hier einfach um eine "schlechte" handelt - hat man ja bei manchen Flaschenbieren auch hin und wieder mal: falsche Lagerung, Temperaturschwankungen, kurzes MHD ... Moment ... September 2016, also daran liegts nicht ... *lunk*, leer! So, jetzt muss datt aber!
    *ratsch, zosch, lunk* ... nee, sorry, aber das Zeug kann mal gar nix! Ich empfehle allen "Prost"-Jüngern DRINGENDST einen Abstecher zu Rewe oder Penny zwecks Kauf einer Dose "Turmbräu" zum gleichen Preis: dazwischen liegen Universen!
    *lunk* ... "Prost" Pils ist ein unaromatisches, charakterloses Bier mit wenig Körper, Nachhaltigkeit und, ja, ich sage es: null Geschmack, bis auf irgendeine undefinierbare bittere Note, die im Hintergrund rumwabert. Merkt man in Wacken nach 20 Stück nicht mehr, es geht zum gleichen günstigen Preis aber deutlich besser, wie "Turmbräu", "Ratskrone" oder "5,0" bewiesen haben.

    Note: 5-
     
  13. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Mach Dich auf das Schlimmste gefasst...

    Oh, hast du schon.

    Von der Plörre schaffste in Wacken niemals 20 Stück, einfach weil einem schon nach einer halben Dose das Gefühl ereilt ein Bier zu trinken, dass offen drei Tage inner Sonne stand und von einem Scherzbold als Urinablage genutzt wurde.

    Einfach nur widerlich!
     
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  14. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, ich bin hier mal wieder über ein Band-Marketing-Bier gestolpert. Zumindest spricht das Pint-Mass der Dose dafür. Egal, 55 Cent vom Gerümpelmarkt...

    "HellYeah Lager Beer" (0,568 l-Dose, 4,9% Alk)

    Eine schwarze Dose mit einem weissen Totenkopp drauf, der ´ne Baseball-Kappe mit der Aufschrift "Hell Yeah" trägt, dazu der Name nochmal in weisser Schreibschrift darunter, sieht schon cool aus (und ist auch gut gekühlt). Gebraut wird die Juhuu-Sosse von der Karlsberg-Brauerei, und ich hoffe inständig, dass der Inhalt der schönen Büchse nichts mit dem ekelhaften Ur-Pils gemeinsam hat.

    Zosch? Satt.

    Schnupper... Sehr süffig, leicht säuerlich.

    Prooost! Lunk lunk lunk... Für´n Lager erstaunlich hopfig im Antrunk. Danach flacht der Hopfen etwas ab und... hmmm gluck gluck gluck... tritt aber nicht sehr weit in den Hintergrund. Lunk lunk lunk... Der Abgang bleibt hopfig, wenig süffig, mit einem leichten malzigen Beigeschmack. Lunk lunk lunk... Tja, mehr tut sich da nicht. Macht ja auch nichts. Das Bier weiss zu überzeugen. Es stösst nicht in die absolute Oberklasse vor, ist aber grundsolide in Geschmack und Abgang, für ein Lager sogar recht aromatisch und macht eigentlich nichts verkehrt.

    Fazit: Für ´ne gepflegte Metal-Party als optischer Gag mit guten Geschmackseigenschaften sorgt das "Hell Yeah" bestimmt für gute Laune. Für die Herren nicht zu lasch und für die Mädels nicht zu herb.

    Note: 2
     
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  15. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Sodele, Oktoberfest ist vorbei, aber ich hab hier noch ein:

    "Paulaner Münchner Hell" (0,5l Flasche, 4,9% Alk)

    Das Etikett blendet beinahe. Gelb, wirklich sattes Gelb. Dazu das Paulaner-Wappen und ´ne gräuliche Münchener Stadtsilouette. Nicht komplett hässlich, aber irgendwie vonner Farbgebung her mit ´nem gewissen Gruselfaktor.

    Zosch? Leise, aber vorhanden.

    Schnüffel.. Sehr süffig, etwas süsslich, Schaumkrone nicht vorhanden.

    Prost! Lunk lunk lunk... Schmeckt im Prinzip wie es riecht. Der Hopfen hält sich extrem dezent zurück wie die Offensive eines Abstiegskandidaten unter Otto Rehagel. Süffig bis zum Anschlag mit der schon im Geruch bemerkten süsslichen Note. Gluck gluck gluck... Könnte echt ´nen Happen frischer sein, beim zweiten Ansatz schmeckte es schon etwas abgestanden, was bei einem Hellen doch enttäuscht. Lunk lunk lunk... Mit der Zeit macht sich der Hopfen dann doch etwas stärker bemerkbar, ohne wirklich in den Vordergrund zu treten. Lunk lunk.. Es geht leicht ins Säuerliche über. Irgendwie ein Bier, das selbst nicht weiss wo es hinwill. Gluck gluck gluck.. Komischer Nachgeschmack, der ist inzwischen herber als das Bier es beim trinken war. Egal, nu isset leer.

    Fazit: Schwierig. Jeder Antrunk schmeckte irgendwie anders, das süssliche Aroma vom Beginn verschwand zunehmend von den Geschmacksnerven, der Hopfen wusste selber nicht ob er nun mitspielen sollte oder nicht, de Frische liess zu wünschen übrig, und der süffige Abgang verwandelte sich mehr und mehr in ein fast undefinierbares Gemisch aus bitter und sauer.

    Note: 3- ... oder 4? 4+
     
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  16. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Ein typisches Helles eben ...exakt so, wie von Dir beschrieben, erlebe ich die meisten auch.
     
  17. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Da hast so ein ziemlich ödes Bier aus München erwischt; gilt meinem Geschmack nach auch für Spaten, Hacker Pschorr und Hofbräu; die gehen alle in die beschriebene Richtung.
    Ich mag die auch nicht wirklich, obwohl ich Helles sehr gerne trinke.
     
  18. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Wo wir grad beim "Hellen" sind: "Kloster Andechs Vollbier Hell" steht zum nächsten Live-Test parat. Bin mal gespannt, was das Zeug für 1,30€ pro Einzelflasche so kann...
     
  19. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das Andechser habe ich besser in Erinnerung als Paulaner & Co. - auch wenn vom "heiligen Berg" der Doppelbock das bekannteste Bier ist.
     
  20. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Kloster Andechs: Vollbier Hell
    0,5L, 4,8%


    beer_6279.jpg

    Hach, was hat mir dieses Kloster schon Genüsse bereitet. Wenn ich an die Weißbiere denke ... und der "Doppelbock Dunkel" zählt zu meinen All-Time-Favourites.
    Vor mir steht nun das "Vollbier Hell", ein schlichtes bayerisches Helles also. Bei diesem Typus ist es nicht so einfach, einen eigenständigen Charakter oder eine auffallende Besonderheit zu erbrauen. Ich bin sehr gespannt, habe aber bei 1,30€ für die Einzelbuddel ( 18,99€ schlagen im Ruhrgebiet zu Buche, wenn es eine Kiste sein soll ) eine gewisse Erwartungshaltung.
    Das Design ist Andechs-typisch schlicht und bodenständig...

    Live-Test: Samstag
     
  21. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    4 Euro mehr als hier; hab glatt vorher in meinem Getränkemarkt ums Eck geschaut: 15,-

    Also die Flasche für 75 Cent.
     
  22. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Bei uns gibts Andechser ab und an im Angebot für 15€. Regulär aber wie gesagt 19...das ist schon eine Ansage, obgleich es das wert ist.
     
  23. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Wie kommst Du eigentlich auf 1,30 die Flasche? Ist das kein 20er Kasten?
     
  24. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Wenn man einzelne Flaschen kauft ( so wie ich 2 für den Test ), kosten die 1,30 pro Stück.
     
  25. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ahsoooo - hab ich noch nie bemerkt, dass der Preisunterschied da so krass ist.
     
  26. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ich muss nächste Woche unbedingt mal wieder in den Gerümpelmarkt, hier hab ich inzwischen wirklich jedes für mich erschwingliche Bier durch, inklusive denen aus dem Russenladen.

    Okay, bis auf die Weizen- / Starkbiersorten, aber die schmecken mir eh nicht, weshalb eine faire Bewertung unmöglich wäre.
     
  27. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Live-Test

    Okaaay, ich gebe zu, es ist noch etwas früh am Tage ... aber was solls, ich läute jetzt den gemütlichen Abend ein *Rama Lama ding dong* ... auf zur obligatorischen Schnupperprobe: *zosch, sniff, sniff* ... hm, könnte auch ein Pils sein: schön hopfig-bitter, sehr kräftig und würzig kriecht es in mein Riechorgan. Macht definitiv Lust auf den ersten Schluck!
    Cheers, Volx *lunk, lunk* ... ja, doch ganz klar ein Helles! Schon im Antrunk schreit die malzige Süffigkeit: Platz da! ...*lunk* ... das Brauwasser gibt wie immer beim Andechs keinen Anlass zum Meckern, ist schön samtig und weich. Und typisch für ein bayerisches Helles perlt es auch nicht auf Deibel komm raus, sondern kommt ruhig und gesetzt daher. Die Schaumkrone ist auch eher eine flüchtige Idee, als tatsächlich vorhanden ... *lunk* ... ist aber alles genrebedingt völlig OK ... *lunk* ... im Mittelteil meldet sich dann auch der Hopfen, bleibt aber dezent im Hintergrund und rundet von dort die Gesamtkomposition ab.. ...ich kann schon jetzt sagen, dass mir dieses Bier deutlich besser und runder schmeckt, als die allermeisten Typuskollegen. Hier schmeckt nix säuerlich, laff oder fad: das Andechser ist malzig, würzig und - ich liebe dieses Attribut - sonnig! Ein schönes, mildes, leckeres Feierabendbier mit allem, was ein gutes "Helles" auszeichnet.
    Natürlich fährt es keine Geschütze auf, die den Livetester in Superlative abdriften lassen - das soll ein Bier dieses Genres auch gar nicht. Es stellt sich dann auch die Frage, ob einem so ein Tropfen knapp 19€ pro Kiste wert ist. Das mag jeder für sich entscheiden ( ich persönlich würde für den Kurs eher das "Klosterbrauerei Weltenburg Barock Hell" präferieren, wenn es denn ein helles Vollbier sein muss ). Diese Luxusprobleme können aber der Benotung nix anhaben. Ein gutes Bier erhält eine gerechte ...

    Note: 2+
     
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  28. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Probier mal Flensburger Helles. Ja, ich weiss, mein Lokalpatriotismus bezüglich der Qualität des Flensburger Bieres ist bekannt. Mich würde da einfach mal eine zweite Meinung interessieren.
     
  29. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Mach ich!;)
     
  30. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Grad mal gecheckt: "Flensburger Edles Helles" gibt es als 6-Pack bei mir im Trinkgut. Wenn nix dazwischenkommt, wird es Samstag live getestet.
     
  31. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ist aber nicht ganz billig, hier kostet ein 6er schonmal 4 Euro oder mehr. Ich hab dem damals ´ne 3 gegeben, weil ich bei der Brauerei ein bisschen mit härteren Masstäben messe, eben weil ich das Pils so liebe. Unter anderen Bedingungen wäre es wahrscheinlich ´ne 2- geworden.