Stiftung Sufftest, die II.

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Dilbert, 4 November 2006.

  1. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    So, gleich kann es los gehen! Ich weise darauf hin, dass ich wegen mehrerer Warnungen in Richtung "Schädelbier" morgen Vormittag meinen Zustand hier editieren werde. Sollte dieser besorgniserregend sein ( ich bin im Besitz zahlreicher Flaschen "Traugott" ), könnte das die Note noch einmal drücken.

    Aber nun erst mal ans Werk, oder genauer gesagt: die obligatorische Schnupperprobe: *zosch, sniff, sniff* ...yop, das duftet exakt so, wie ein Bier Pilsener Brauart duften sollte: hopfig-würzig. Da gibt es jetzt zunächst mal rein gar nix zu meckern: schön aromatisch und kräftig.
    Also, ich hoffe, es bekommt mir, Leute! Prosit ... *lunk* .... herb und würzig im Antrunk ... allerdings wirkt es noch nicht harmonisch. Bei den ersten Schlucken kommt es mir zunächst etwas unrund, wenn auch nicht unlecker vor ... *lunk* ... die Konsistenz ist ganz OK, aber mehr auch nicht: die Kohlensäure perlt nur für einen kurzen Moment, das Brauwasser wirkt wenig samtig, eher tendenziell wässrig, die Schaumkrone in der Buddel ist flach, hält sich aber ... *lunk* ... was man dem Zeug nicht absprechen kann, ist der Geschmack nach Pils: herb mit dezent süffigem Touch ist es ... ups: wer hat aus meinem Fläschchen getrunken!!?? Buddel 1 hats bereits geschafft ( ich war wohl doch leicht unterhopft ). *Zosch, lunk* ... macht da weiter, wo es zuvor aufgehört hat. Ich müsste lügen, wenn ich sagte, dass TSP nicht schmeckt. Es lässt sich gut trinken, wirkt aber stets wie in der Retorte nach irgendeinem Massengeschmack zusammenkonstruiert. Ich schmecke keine Braukunst, keinen Charakter. Es schmeckt nach künstlich produzierter Massenware, die günstig ihren Zweck erfüllen soll. Das tut sie auch. Aber wenn ich TSP mit meinem "Turmbräu" vergleiche, liegen da Welten dazwischen. Obwohl es noch günstiger ist, habe ich beim "Turmbräu" immer das Gefühl, dass da ein Braumeister mit Herzblut ans Werk geht. Das mag ganz großer Quatsch sein, ich fühle das aber so ...
    *lunk* ... ich bleibe dabei: das hier ist ein ganz gut gelungener Versuch, ein Pils nach Massengeschmack zu brauen. Trinkbar aber charakterlos. Um es zu präzisieren: recht hopfig, dezent würzig, eine leichte Süße im Hintergrund schmeckbar. Insgesamt unrund und wenig harmonisch. Dennoch den ganz üblen Bieren ( "Hasseröder", "Krombacher Hell", "Oettinger" ) deutlich vorzuziehen.
    Ich vergebe unter Vorbehalt ( wegen Schädel und so ) die...

    Note: 3-

    EDIT: absolut kein Schädel ... Note bleibt!
     
    Zuletzt bearbeitet: 29 August 2015
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  3. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Puh, ich hatte schon Angst, ich lese hier gleich: "Helft mir, hilfe!"
     
  4. Verdandi

    Verdandi Männerversteherin

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    Also in meiner Erinnerung lag es eher an seltsamen Rauchwaren oder ähnlichem dass er intus hatte, bzw der rumgehenden Flasche Jägermeister, dass Jesus flach lag.
    Immerhin hatten die Sanis ihn bis zum nächsten morgen behalten, das hatte vermutlich seine Gründe...

    Das Traugott-Simon gab es früher als Standard bei den Feiern in einer befreundeten WG. Ich hab es als ziemlich geschmacksarm in Erinnerung. Halt massenkompatibel .
     
    Zuletzt bearbeitet: 28 August 2015
  5. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das riecht eindeutig dann nach zu vielen Kräutern, flüssig wie rauchförmig.
     
  6. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Nee, der kam ein paar Stunden später wieder angeschissen, weil die Sanis von ihm irgendwann so genervt waren, dass sie ihn nach ´ner Infusion rausgeschmissen haben. (Das waren seine Worte...)
     
  7. Verdandi

    Verdandi Männerversteherin

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    Hä? Entweder meine ich einen anderen oder du verwechselst was oder er musste nochmal los.
    Der kam am nächsten Tag und hatte das Behelfszudeck der Sanis als Umhang umgebunden. Deswegen hat Rich ihn Batman getauft.
    Die Sanis waren genervt und haben ihn deswegen zur Polizei in die Ausnüchterungszelle gesteckt und die waren dann wieder genervt und haben ihn zurück ins Sani-Zelt gebracht.
     
  8. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    5,0 Original: Pils
    0,5L, 5,0%


    323672_5-0-Original-Pils_xxl.jpg

    Namensgebend für dieses Pils ist der Alkgehalt von 5,0%. Sinniger- und lustigerweise heißen die beiden Mischbiere von denen ( Radler & Cola-Mix ) dementsprechend auch 2,5!
    Gebraut wird es von der Feldschlößchen-Brauerei in Braunschweig, welche seit einigen Jahren zur ... Tadaaaa!!!! .... Oettinger-Gruppe gehört. Das lässt schomma Böses erahnen.
    Günstig ist es, weil u.a. komplett auf Werbung verzichtet wird. Die diversen Sorten ( Pils, Ex, Weizen, Radler, Cola-Mix ) sind allesamt unschwer am Design mit wechselnden knalligen Farben zu erkennen. Kann man mögen. Mir ist es jedenfalls lieber als ein röhrender Hirsch oder ein grinsender, übergewichtiger Bergbauer. Außerdem greift man da im Suff garantiert nicht daneben...

    Live-Test: in Kürze
     
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  9. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    5,0 Original ist zum Glück zwei Klassen besser als Oettinger. ;)

    Viel Spass damit!
     
  10. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Grübel...

    Ich glaub, da meinen wir wirklich jemand anders. Oder ich vertüddel was...

    Der Jesus den ich meine war mit seinem Kumpel da, der die Ruhe beim Wacken genutzt hat um für sein Studium zu lernen. :aua:

    Und ich bin mir ziemlich sicher, dass der Knallkopp am Abend wieder da war.
     
  11. Verdandi

    Verdandi Männerversteherin

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    Yep, wir meinen den Gleichen. Ich glaube das war die Nacht als ich bei Renesen Wache gehalten hab :D
    Da war Jesus Zelt verwaist.
    Der Kumpel war ja nur von Freitag auf Samstag da und lernte durchgängig für Informatik auf englisch :D
    Die hätten beide bei Big Bang Theory mitspielen können.
     
  12. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Also, sooo günstig ist es mit 49 Cent pro Einzeldose jetzt auch nicht ( "Turmbräu" kostet 35 ). Allerdings soll angeblich eine Komplettkiste deutlich günstiger sein. Ich habs jedoch noch nie irgendwo in Flaschen gesehen...
     
  13. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Kauf Turmbräu im Penny, da kostet es seit ein paar Wochen 29 Cent. ;)

    Und 5,0 kriegt man mit Glück mal für 39 Cent geschossen (ist bei Edeka glaube ich auch Dauerpreis). Da mir Turmbräu besser schmeckt, stellt sich mir die Frage aber eh nicht.

    Kistenweise kriste 5,0 Original meine ich bei real, kostet um die 7,50 € pro 20er Kasten, und dann auch nur das Pils. Edeka könnte es auch haben. In dem Preissegment warte ich dann aber lieber, bis ich mal ´nen Kasten Nörten Hardenberger für 6 - 7 Euro bekomme, gerade wenn grössere Trinkgelage anstehen und Dosenbier wegen des Pfands in der Anschaffung ausfällt.
     
  14. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Danke für die Tipps, Dilbert. Aber das 5,0er hab ich nur für den Test gekauft, anschließend steig ich, wenns günstig sein soll, eh wieder auf "Turmbräu" um...
     
  15. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Live-Test

    Bevor es zur obligatorischen Schnupperprobe an Dose #1 geht, hab ich mir noch den ganzen Selbstbeweihräucherungsschmonzes auf ihr durchgelesen. "5,0" ist wohl sowas wie das Dacia unter den Bieren: man prügelt den Kunden quasi ein, dass man bodenständig, solide und das Gegenteil eines Statussymbols ist. Naja, wenn es denn schmeckt...
    Jetzt aber an der selbstredend perfekt runtergekühlten Dose auf zur Schnupperprobe: *ratsch, zosch, sniff* ... jooo, duftet schön herb und würzig-aromatisch. So sollte ein Pils duften. Aber wir wissen ja: lobe nicht das Bier allein am Dufte...
    Also Prost, Gemeinde ... *lunk, lunk* ... im Antrunk schön hopfig und süffiger, als vermutet. Das Aroma breitet sich angenehm rasch und anhaltend im Gaumen aus... *lunk* ... es wirkt von der Konsistenz her frisch und perlend, an der krispen Samtigkeit des Brauwassers gibt es auch wenig auszusetzen ... *lunk* ... das Beste ist, dass man schon nach zwei Schlucken mit Bestimmtheit feststellen kann, dass es "Oettinger" weit hinter sich lässt. Sollte dem Mutterkonzern mal zu denken geben ... *lunk* ... tendiert in der Gesamtkomposition in Richtung meines "Turmbräu"s, weist aber minimal weniger malzige Süffigkeit auf. "5,0" ist in dieser Hinsicht etwas dezenter, was aber nicht als Kritik zu werten ist. *lunk* ... schmeckt mir! *lunk* ... ja, ein wohliger Pilsgeschmack hängt noch laaaange im Gaumen fest: schön! ... *lunk* ... ich charakterisiere mal: würzig-aromatisches Pils mit feiner hopfiger Herbe, die nicht unangenehm bitter rüberkommt. Malz ist schmeckbar, spielt sich hier aber nicht in den Vordergrund, sondern sorgt für eine dezente, ausgewogene Süffigkeit.
    Ein Pilsbier, welches für seinen günstigen Preis absolut nix falsch macht. Der Oettinger-Konzern wird nach dem Motto "Never change a winning taste" natürlich kaum an der Rezeptur seiner Stammbiere schrauben, sollte aber zur Kenntnis nehmen, dass "5,0 Original Pils" mit denen den Boden aufwischt. Um Universen besser!
    Eine absolute Höchstwertung kann es natürlich nicht geben, dazu ist das Bier einfach zu beliebig und bietet kaum Wiedererkennungswert. Es steht meinem "Turmbräu" aber objektiv betrachtet in nichts nach, von daher vergebe ich eine verdiente...

    Note: 2
     
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  16. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Heute Abend gibbet hier den Urgrossvater aller Billigschütten:

    "Pilsator"! (Was das für ein Bier ist darf jeder selbst raten ;) )

    24 Cent pro Halbliter-Dose im Gerümpelmarkt, da wanderten gleich mal sechs Blechbrötchen in den Einkaufswagen.

    Das 5,0 hab ich früher sehr viel getrunken, inzwischen isset vom Geschmack her irgendwie etwas abgefallen, fragt mich nicht warum. ´ne 3+ springt aber trotzdem noch dabei raus... Ach, ich besorg mir bei Gelegenheit mal wieder ´ne Dose zum Nachtest. Turmbräu schmeckt mir aber besser.
     
  17. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Drohungen soll man wahrmachen, auch wenn sie an sich selbst gerichtet waren...

    "Pilsator Pilsener" (0,5 l Dose, 5,0 % Alk)

    Ich kann mir diese Dose kaum angucken ohne mich darüber kaputtzulachen. Leicht verbeultes, silbriges Weissblech mit goldfarbenem Halbkreisbogen, darin in einem blauen Kreis ein Löwenkopp und darunter in rotem Rechteck der goldfarbene "Pilsator"-Schriftzug... Das ganze Ding sieht dermassen megabillig aus, als wäre es vom Recyclingwagen eines unterklassigen Wanderzirkus gekullert. Gebraut wird die Sosse in Frankfurt / Oder, ich wusste gar nicht, dass es da ´ne Brauerei gibt.

    Zosch? Nicht feststellbar, die Dose knackte beim Öffnen dafür so laut als wäre man auf ´ne Blechkakerlake gelatscht...

    Schnupper... Ähm... nix.

    Prost! Gluck gluck gluck... Ähm... fast nix. Gluck gluck gluck... "Hallo?! Hallo Geschmahaaack?!" (Zitat Homer Simpson beim "Genuss" einer Reiswaffel). Lunk lunk lunk... Da da, irgendwo gaaanz weit weg hält der Hopfen ein kaum lesbares Schild "Hier bin ich!" hoch, und wenn man sehr genau sucht findet man im Angang sowas ähnliches wie ´ne Spur von Süffigkeit. Fast wie das Fass-Becks in Wacken. Zumindest isset nicht schal oder modrig wie´n Hasseröder oder schimmelig-abgestanden wie´n Schultenbräu. Lunk lunk lunk... Leer...

    Fazit: Hat was von Festival-Bier. Worüber sich Becks vielleicht mal Gedanken machen sollte. Leicht aromatisiertes, aber frisches Büchsenwasser.

    Note: Bei dem Preis, und weil es immerhin nicht unangenehm auffiel: 3-
     
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  18. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Wicküler Pilsener
    0,5L, 4,9%


    wickueler.jpg

    *sing* "1000mal berührt, 1000mal is nix passiert...." Ja, das "Wicküler" aus Dortmund. Kenne ich gefühlt noch aus Laufstall-Tagen. Und in den 70ern flog regelmäßig ein Zeppelin mit "Wicküler"-Schriftzug über das Ruhrgebit. Schon als kleiner Junge gefielen mir die drei Musketiere auf dem Etikett. Aber: getrunken hab ich es nie. Das wird sich heute ändern...
    Die Optik der Buddel entzieht sich irdischen Bewertungsmaßstäben: da hängt zuviel Nostalgie dran *seufz*.
    Mit 9,80€ pro Kiste ( Normalpreis ) spielt es in der mittleren Preisliga.

    Live-Test: in Kürze
     
    Zuletzt bearbeitet: 4 September 2015
  19. derblondeengel

    derblondeengel master of desaster

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    Staun - ich war immer der Meinung das kommt aus Wuppertal, aber ein Blick in Wikipedia hat mich gehelft. Hatte total verdrängt das die Plörre Zeitweise auch noch bei der größten Kölsch-Plörre gebraut worden ist.
     
  20. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    So, einen Nostalgie-Bonus bekommt das Zeug nicht - jetzt heißt es: it´s livetesttime! Wie immer seit Menschengedenken beginnt es mit der Schnupperprobe: *zosch, sniff* ... uiuiui, seeehr hopfig! Aber auf angenehme Weise. Der Duft tendiert in Richtung "Pilsner Urquell" / "Becks". Aber ich mag Pilsener ja gern gut gehopft. Also zum Wohlsein, Leute ...*lunk, lunk* ...
    Der Antrunk bestätigt zunächst die Schnupperprobe: im Vordergrund steht hier klar der Hopfen. Eine nicht unschöne Bitterkeit breitet sich erstmal im Gaumen aus ... die Konsistenz ist in Ordnung: es perlt recht munter, eine kleine Schaumkrone hält sich in der Flasche und das Wasser ist Ok, wenn auch nicht umwerfend samtig.
    *lunk, lunk* ... ja, neben der hopfigen Note kommt im Mittelteil nun auch sowas wie Süffigkeit durch ... allerdings verabschiedet sich das Hopfenaroma gerade, um einer ziemlich aufdringlichen Bitterkeit Platz zu machen. Eine dezente Süße im Hintergrund, bitterer Hopfen im Vordergrund ... *lunk* ... ein schwieriges Bier. Ich brauche wahrscheinlich noch Buddel #2, um hier zu einem Ergebnis zu kommen. Jetzt aber erst mal zum Abgang: *lunk* ... ja, jetzt wird es malziger und irgendwie runder. Hm, ... *grübel* ... meine Zwickmühle ist, dass mir das jetzt nicht soo übel schmeckt, es aber wirklich schwierig ist, da eine Charakteristik herauszulunken ... egal, ich verschiebe das auf Buddel #2! *zosch, lunk* ... ich weiß nicht, ich weiß nicht. Bei der Vorstellung, mit einer Kiste "Wicküler" eine "Herr der Ringe"-Nacht durchziehen zu müssen, geht es mir nicht so richtig gut. Man kann es trinken - es wirkt aber irgendwie aufdringlich und in der Gesamtkomposition nicht harmonisch. ...*lunk* ... die gar nicht mal so üble hopfige Bitterkeit nervt irgendwann, weil sie sich bei jedem Schluck immer wieder blitzartig in die Geschmacksnerven krallt. Das große Gesamtvolumen fehlt einfach. Malz ist da, harmoniert aber nicht mit den Bitteraromen. Am ehesten würde ich dieses Bier mit "Becks" vergleichen.
    Aufgrund der Spritzigkeit und der Tatsache, dass es im Grunde gut trinkbar ist, vergebe ich eine...

    Note: 3-
     
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  21. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Das Bier hab ich ja schon getestet, aber Leute... diese DOSE... Hach... *schnief...

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  22. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Ratskrone Pilsener
    0,5L-Dose, 4,7%


    RATSKRONE--Pils--0-5l--DPG.png

    Heute bei EDEKA entdeckt! Mit 29 Cent als regulärem Normalpreis kann man hier - ohne abwertend zu sein - von dem Prototyp einer Billigschütte sprechen.
    Gebraut wird es von einer mir unbekannten GmbH in Hamburg. Die Optik ist jetzt nicht soooo hundsmiserabel, erweckt aber auch nicht den Eindruck, es hier mit einem Qualitätsprodukt zu tun zu haben. Das ist mir generell ein Rätsel: ein edles Flaschen- oder Dosendesign wäre doch für den jeweiligen Hersteller mit NULL Zusatzkosten verbunden, schließlich ist es ja Wumpe, wie man das Behältnis bedruckt. Und trotzdem sehen Billigbiere auch immer billig aus... vermutlich ist es marketingtechnisch wichtig, gleich mit dem Design die Zielgruppe anzusprechen, die eine edle Dose von vornherein links liegen ließe, weil sie im Irrglaube wäre, es handele sich um einen teueren Gerstensaft.

    Live-Test

    So, Gemeinde, ich fühle mich stark unterhopft und krame mal die "Ratskrone" aus dem Kühlfach ... jo, fühlt sich gut temperiert an. Also auf zur Schnupperprobe ... *ratsch, zosch, sniff* ... mal ernsthaft: ich möchte den sehen, der da mit verbundenen Augen den Unterschied zu "Turmbräu" oder "5,0" rausschnuppert ... duftet schön hopfig-herb und würzig: so soll es sein - und so war es bei den beiden anderen auch. Also ich erschnuppere da keinen Unterschied.
    Jetzt aber, mir ist schon ganz flau um die Leber ... Prosit! *lunk, lunk* ... hält im Antrunk, was der Duft verspricht: schön herb, süffig, aromatisch. *lunk* ... die Süffigkeit scheint mir noch prägnanter als bei der Billigkonkurrenz ... dabei kommt es mir frisch und spritzig vor ... *lunk* ... das Brauwasser ist ebenfalls schön weich und samtig ... *lunk* ... also für 29 Cent macht das Zeug so gar nix falsch, ganz im Gegenteil ... ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und sage: "Oettinger", "Hasseröder", "Krombacher Hell" und Konsorten können gegen die "Ratskrone" mal ganz schnell ihre Köfferchen packen! *lunk, lunk* ...
    Also, den ganz großen Charakter und das Volumen beispielsweise eines "Weltenburger" oder "Budvar" bietet das Zeug natürlich nicht. Aber es ist für seinen Preis ein grundsolides Pils: angenehm herb, schön süffig, aromatisch. Die Gesamtkomposition ist einfach OK. Deshalb gibt es angesichts des sehr günstigen Preises eine runde...

    Note: 2
     
    Zuletzt bearbeitet: 9 September 2015
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  23. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Göller Original ( Pilsener )
    0,5L-Bügel, 4,9%


    5044_original_400.jpg

    Bislang haben mich Göller-Biere stets überzeugt; das "Kellerbier" von denen zählt gar zu meinen Top 10. Umso erfreuter war ich, heute im GmV das "Original" zu entdecken, ein nach Pilsener Brauart hergestelltes Bier, natürlich nach einem ( laut Rücketikett ) "...uraltem, überliefertem Rezept..." blablabla...
    Pils aus Bügelbuddeln hat ja generell auch was ... ma guck'n!

    Live-Test

    So, ich spare mir heute mal meine Ausschweifungen in punkto "perfekt gekühlt" usw. und schreite gleich mal zur Schnupperprobe: *fump* ... boah, der "Fump" war geil: schön brachial und feucht!!! *sniff, sniff*... ja, herb, sehr würzig und deutlich markanter und erdiger als unsere ( guten! ) Dosenbilligschütten ... bin sehr gespannt auf den ersten Eindruck! Wohl bekomm's, Gemeinde ...
    *lunk, lunk* ... oh ja ... extrem gediegen und würzig-erdig. Aromatische Hopfennote ...... *lunk* ... am runden, weichen Brauwasser gibt es nix zu mäkeln ... eine muntere Schaumkrone hält sich lange in der Buddel und die Spritzigkeit ist auch OK, wenn es auch einen Hauch mehr perlen dürfte ... *lunk* ... also, mir sagt diese süffige Würzigkeit zu. Reine Pilstrinker der Sorte "Flens & Co" könnten eine für Pilsverhältnisse etwas zu lasche Hopfigkeit bemängeln: das "Göller" ist null bitter. Man schmeckt ganz klar den Hopfen, aber er beißt nicht ... *lunk... im Abgang wird es schön malzig und wohlig ... das Aroma hält sich lang im Gaumen: klasse! So, Buddel #1 hat es geschafft ... *fump* ... scheiße, ich liebe diesen männlichen Fump!!! ... *lunk* ... hm, im Antrunk von Buddel #2 kommt der Hopfen dann wieder stärker durch ... *lunk* ... ichsachjetz mal so: Freunde der nordischen Pilsener liegen hier falsch. Das "Göller" weist zwar Pilsattribute auf, tendiert in seiner Gesamtkomposition aber eher Richtung Märzen: sehr aromatisch, süffig, würzig, erdig. Eine angenehm dezente Hopfennnote hält sich im Hintergrund, bleibt aber präsent. Ich finde, der Braumeister hat hier gute Arbeit geleistet, obwohl die Bezeichnung "nach Pilsener Brauart" hier nicht jeden Pilstrinker zufrieden stellen dürfte. Mir schmeckt es gut und deshalb bekommt es die ...

    Note: 2+
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 September 2015
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  24. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Weil es nichts besseres gab:

    "Astra Urtyp" (0,5 l Dose, 4,9% Alk)

    Die goldfarbene Dose dürfte so ziemlich jedem bekannt sein. Rotes Etikett, Herzchenanker drüber. Bonuspunkte gibbet für den Aufdruck "Astra Taschenfässchen" am oberen Rand.

    Zosch? Knackig!

    Schnupper (Scheisse, gleich ist Anpfiff, wat muss mein Netbook auch immer abschmieren..)... eher labbrig, leicht süffig kaum Schaum.

    Egal: Prost! Gluck gluck gluck... Zumindest schonmal nicht geschmacksneutral. Der Hopfen tut seinen Dienst, auch wenn es im ersten Moment noch etwas unausgewogen daherkommt... Lunk lunk lunk... Delikat ist was anderes. Hauptsächlich schmeckt es ziemlich bitter, aber nicht lecker bitter wie Flens, sondern eher in die bitter-brackige Ecke wie z.B. Jever. Ebenso wie beim letztgenannten geht der Suppe hier jegliche Frische ab. Der Kohlensäuregehalt ist zu niedrig, es schmeckt leicht nach abgestandenem Aschenbecherbier. Gluck gluck gluck... leer (musste schnell gehen, sonst völlig schal).

    Fazit: War´n Versuch wert, bei einem bleibt es aber auch. Turmbräu her!

    Note: 4
     
  25. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    What the fuck?!

    Jetzt sag nicht, dass Du mal Bier aus'm Ascher verköstigt hast? :D
     
  26. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    @Dilbert

    Ich weiß ja nicht, was mit Deiner Dose "Astra" nicht OK war, aber bitter und abgestanden schneckt das definitiv nicht!
    Ich mag das Zeug ...ist auch mein Helgoland-Bier...
     
  27. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ich weiss es auch nicht, ist vielleicht das Dosen-Flaschen-Phänomen. Oder die Sache mit der Abfüllmenge (siehe Nörten Hardenberger, im 0.33l Behältnis genial, inner 0,5er-Pulle bäh). Aus der Buddel trinke ich das auf Partys auch desöfteren, da kommt es mir auch nicht so schal vor. Aber ich bin halt ein Dosenfreund.
     
  28. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Nein, aber wenn auf einer Party ein betrunkener Gast deine Dose mit ´nem Aschenbecher verwechselt... Oder der Geruch am Day After, wenn man die Kippen aus den Büchsen kippen (wat´n Wortspiel) darf und einem das Aroma in die Nase steigt...
     
  29. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ups, den Test hatte ich noch gar nicht gelesen... Das trinke ich gerade, und es schmeckt mir komischerweise richtig gut. Ich weiss nicht, ob die da was anner Rezeptur verändert haben, früher mochte ich das nicht so gern, auch wenn es trinkbar war. So aus´m Kühlschrank gibbet jedenfalls nix zu meckern.
     
  30. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Yop, eine echte Turmbräu-Alternative!
     
  31. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Nur für´n Notfall... Die Edeka-Schlorre ist hier sechs Cent teurer als Turmbräu beim Penny.