Stiftung Sufftest, die II.

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Dilbert, 4 November 2006.

  1. Verdandi

    Verdandi Männerversteherin

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    Bei mir ist es umgekehrt. Die paar Weizen, die ich mag, heißen auch (Hefe-)Weizen.
     
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  3. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Live-Test

    Es ist endlich soweit! *schmatz* ... ich öffne Buddel #1 und schenke den Inhalt ins Weißbierglas ( aus der Flasche geht Weißbier mal gar nicht! ). Gleich mal schnuppern ... *sniff, sniff* ... prima! Schön fruchtig, mit kräftiger Hefenote. Duftet toll! Auch die Optik lässt kaum Wünsche offen: fester, sahniger Schaum und eine Farbe irgendwo zwischen Bernstein und Honig - wunderbar!
    Aber wir kennen sie ja: die schönen Menschen, deren Anmut just in dem Moment endet, in dem sie den Mund aufmachen. Deshalb lassen wir nun den Geschmack sprechen!
    *lunk, lunk* ... im Antrunk erst mal lecker. Die Fruchtnote ist nicht so prägnant, wie der Duft vermuten lies. Das Brauwasser ist schön weich und samtig. Ich vermisse aber gleich von Beginn an ein wenig Spritzigkeit. OK, Weißbiere perlen nicht so extrem - aber verglichen mit beispielsweise einem "Augustiner" oder "Schneider" ist dies hier etwas lebloser. Nicht tot, aber eben weniger prickelnd. *lunk* ... das Volumen stimmt. Weder die Getreidenote, noch Hefe oder Banane spielen sich hier in den Vordergrund. Kompositorisch ist es gelungen. Und ich merke, dass es recht lang im Gaumen angenehm hängen bleibt ... *lunk* ... Mist, schon leer! Hiervon mache ich Buddel #2 gern auf *zosch, kipp, kipp, kipp* ...
    Irgendwie kommt es mir vor, als hätte Buddel #2 mehr Kohlensäure ... hmmm ... *kipp* ... also der Schaum ist wirklich klasse: fest, sahnig, stabil! ... *kipp* ... boah, endlich fertig ... *lunk* ... ich mag das Zeug! Könnte insgesamt einen Hauch kräftiger und prickelnder sein, aber das Gesamtaroma ist absolut in Ordnung. So schmeckt ein Weißbier, mit dem man an einem warmen Sommerabend an der Uferpromenade sitzt und aufs Meer schaut. Es ist nicht so geil, dass es vom Panorama ablenkt, aber so wohlschmeckend, dass man den Moment genießt...*lunk* ... ichsachma: prinzipiell alles richtig gemacht, ihr Zirndorfer.

    Note: 2
     
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  4. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Live-Bericht

    Dummerweise fuhren heute wegen des Sturms keine Schiffe nach Helgoland und ich sitze für einen Tag und eine Nacht in Cuxhaven fest.
    Derzeit diniere ich in einem kleinen Fischrestaurant am Hafen und trinke "Duckstein" vom Fass: sehr süffig und malzig- süß mit einem Touch von Rauch und Holz. Schmeckt urig, gediegen und charaktervoll. So aus der Flasche muss ich das aber nicht unbedingt haben, ist auch extrem teuer. Ich geb für meins heute Abend eine 2+
     
  5. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Duckstein ist schon ein Bier mit ´nem besonderen Aroma, so richtig warm bin ich damit aber nie geworden. Ich weiss auch nicht was mich daran stört, sämtliche Experten loben es in den Himmel, und bei mir will es einfach nicht gut runtergehen. Weder aus der Flasche noch vom Fass. Vielleicht isses mir schon wieder zu süss, ich hab es auch lange nicht mehr getrunken.
     
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  6. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Lange angedroht, nun geit das los. Scheiss auf die Hitze, ein grossartiger Sommerbiertrinker war ich eh nie.

    Vor mir stehen zwei gut gekühlte Flaschen

    "Warsteiner Herb" (0,33l Flasche, 4,8% Alk)

    Im Gegensatz zur normalen Warsteiner Pieschplörrenpulle ist die Buddel hier grün, und das Etikett hat grüne Hopfendolden druff statt des schöden Braunton des sogenannten Premium Vernum. Sieht auf jeden Fall besser aus. Nach dem vorzüglichen Holsten Extraherb nun also der zweite Vertreter einer Doppelhopfung.

    Zosch? Anständig.

    Donnerwetter, das Bier steht noch fast ´nen halben Meter von mir weg, und es herbt schon in der Nase herum... *Schnüffel... Ja, vielversprechend und angenehm in der Gummel kitzelnd.

    Prost! Lunk lunk lunk... JO! Dat ist doch mal ´ne Ansage. Nach der Becks-Lullenlorkenlabberlichkeit auf´m Wacken schmeckt das Warsteiner Herb wie eine Bieroffenbarung. Eben wirklich nach anständigem Bier. Lunk lunk lunk... Njammi! Schlork... leer, die nächste bitte... *Zosch - (Na toll, ich hab in dem Kronenkorken ´nen Gutschein für ´ne Bild, falls mal das Klopapier oder der Grillanzünder ausgehen...) - Prost! Gluck gluck gluck...
    Immer noch lecker. Ich hab jetzt leider nicht mehr den Geschmack vom Holsten in der Erinnerung, und deshalb sieht es mit den Vergleichsmöglichkeiten schlecht aus. Hier kommt so mit der Zeit eine gaaanz leicht angedeutete Süffigkeit hinzu, die das ganze gut abrundet. Der Nachgeschmack bleibt noch ´ne ganze Weile haften, und ich glaube, wenn man am nächsten Tag Frühdienst hat, sollte man der Fahne wegen lieber etwas anderes trinken. Lunk lunk lunk... (im zweiten Kronenkorken war übrigens ein Lottotipp als Gewinn... Vielleicht nehme ich die Rückennummern meiner Lieblingskicker bei Gladbach) ... sehr schön, könnte ich glatt mehr von trinken, wenn ich nur mehr hätte. Lunk lunk.. leer (Mist!).

    Fazit: Doppelt gehopft hält besser!

    Note: 1
     
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  7. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    In unserem Seniorenheim gibt es ja "Krombacher". Vor allem das alkoholfreie wird gern und regelmäßig getrunken. Seit Frühsommer lief wieder diese Kronkorken-Gewinnaktion, d.h. es gab diverse Gewinne bis hin zu einem Audi, verborgen eben unter den Kronkorken. Ich habe mitgezählt: insgesamt 17 Kisten diverse "Krombacher"-Sorten haben wir innerhalb der Aktion hier leergemacht - ohne einen einzigen Gewinn!!! Nicht mal einen läppischen Euro oder ein Probeabo - NICHTS!
     
  8. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Krombacher ist laut wikipedia das meist verkaufte Pilsner Deutschlands mit 4,4 Millionen Hektolitern; selbst wenn da nur 1 Million Hektoliter in 0,33 Flaschen daherkommt, dann sind das 33 Millionen Flaschen und bei 17 Kästen sind wieviel Flaschen drin? 20x17 also 340?
    Da siehst ja selbst, wie wenig das ist.
     
  9. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Die Rechnung stimmt. Aber: "Veltins" hat auch regelmäßig diese Aktion, die heißt da "Brausparen". Obwohl ich nur extrem sporadisch mal "Veltins" trinke ( lass es insg. 2 Kisten gewesen sein ), komme ich IMMER auf mehrere Euro Bargewinn, diverse Probeabos und Gutscheine für Onlineshops.
     
  10. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Sodele, dann soll ich mal wieder. Der heutige Kandidat hat eine ziemlich doofen Namen, nämlich:

    "Steinhuder Hecht Premium Ur-Pilsener" (0,33 l Flasche, 4,9% Alk)

    Der Stoff ist wohl sowas wie eine Eigenmarke der COOP-Gruppe, also Plaza, Sky usw.. Gebraut wird die Schlorre von der Schaumburger Privat-Brauerei GmbH in Kiel, also fast hier umme Ecke. Da mir die einheimische Gebräue fast durchweg sehr gut schmecken, bin ich eigentlich guter Dinge, dass das Steinhuder da keine Ausnahme macht. Das sollte es auch nicht, denn für das schnarchige Etikett gewinnt es keine Bonuspunkte.Weiss, Goldrand, goldene Schrift und ´n kleines rotes Wappen obendrin, da schlafen einem schon beim Angucken die Füsse ein.

    Zosch? Ja, Zosch.

    Schnupper... Es riecht schon nach Bier, etwas süffig, leicht muffig.

    Na denn: Prost! Lunk lunk lunk...Wenn ich jetzt auf die schnelle einen Vergleich rauskramen sollte, wäre es ein Zwischending aus unserem Dittmarscher Friedhofsbier (die Brauerei liegt meine ich neben einem Friedhof) und Flens. Was ja an sich gar nicht übel ist. Gluck gluck gluck... Ja, dat ist doch mal ´ne ordentliche Schütte. Lunk lunk... Mit dem dritten Antrunk geht der herbe Geschmack ein wenig verloren, bleibt aber noch in anständiger Manier im Hintergrund. Und irgendwie ist die erste Buddel auch schon leer... Auf ein neues! (Zosch...) Prost! Lunk lunk lunk... Also, wer ein Bier mit einem eher kräftigen Geschmack mag, ist mit dem Steinhuder gut beraten. Freunde eher süsslicher Gebräue dürften sich allerdings angewidert abwenden ob des klar hopfigen Geschmacks. Mit ausufernder Süffigkeit ist hier ebenfalls nicht zu kalkulieren, allenfalls ein leichter Anflug macht sich im Abgang bemerkbar. Gluck gluck... Lecker, Kohlensäuregehalt stimmt auch... Guck gluck gluck... leer.

    Fazit: Schmeckt nach Heimat. Wie die Menschen hier: Eine etwas herbe, ehrliche Rüpeligkeit kann man ihm nicht absprechen, hat aber ein gutes Herz und nicht oberflächlich verwässert.

    Note: 1- (weil Flens eben doch noch ein bisschen besser ist)
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 August 2015
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  11. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Oettinger Pils
    0,5L, 4,7%


    beer_9992.jpg

    Test

    Das Büdchen hatte nach dem "Walking-Dead-Abend" noch auf und im stets vorbildlichen Einsatz für die Stiftung erstand ich drei "Oettinger Pils" als Absacker. Mir schwante zwar nix Gutes aber für die Stiftung muss man auch mal leiden...

    Die Schnupperprobe war gar nicht mal sooo übel: eine Melange aus bitteren Hopfen- und etwas merkwürdig süßlichen Malzaromen. Ein Pils eben.
    Mit den ersten Schlucken war es dann aber auch schon vorbei mit der Pracht: im Antrunk macht sich die bereits erwähnte sehr merkwürdige Süße breit. Malzig ja, aber irgendwie künstlich, sirupartig. Kann man schlecht beschreiben. Bei leckeren malzigen Bieren benutze ich ja gern das Attribut "sonnig". Das ist "Oettinger" leider so gar nicht. Die Süße schmeckt unaromatisch. Das Brauwasser dagegen ist schön weich und krisp. Auch hält sich in der Flasche ein ansehnlicher Schaum. Der Kohlensäuregehalt ist dagegen bei meinen Testkandidaten deutlich zu niedrig. Recht schnell perlt es nicht mehr.
    Nach einiger Zeit macht sich auch der Hopfen am Gaumen bemerkbar. Aber auch diese Note ist unrund, unangenehm bitter. Die Gesamtkomposition schmeckt leider so, wie es der Preis erahnen lässt: billig. Dass sich für wenig Geld allerdings schmackhafte Biere kredenzen lassen, beweist ja z.B. "Turmbräu". "Oettinger" schafft das nicht und ist bemerkenswerterweise anhand des Absatzes eins der meistgetrunkenen Biere im Land. Na, dann: Prost, Deutschland!
    By the way: meine Testbiere kamen aus Oettingen.

    Note: 4-
     
  12. fabsi1977

    fabsi1977 Theoretiker

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    Zum Thema Oettinger fällt mir noch was ein. Wir waren kürzlich im Urlaub im Sauerland und sind dabei an der Brauerei in Krombach vorbeigefahren. Da standen mehrere Paletten Oettinger auf den Hof.


    In unserer Unterkunft gab es dann Veltins Pilsener, hat mir überhaupt nicht geschmeckt. Zu labberig, irgendwie fad. Ebenso dort getrunken ein Pott Landbier aus Münster, war ebenfalls nicht genießbar weil es mir zu bitter war. Das einzig trinkbare war Meissels Weiße.
     
  13. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    "Pott´s Landbier" war Dir zu bitter!!??
    Fass NIEMALS "Flensburger" oder "Warsteiner Herb" an!!!
     
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  14. fabsi1977

    fabsi1977 Theoretiker

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    Flens hab ich schon ewig nicht mehr getrunken, soweit ich mich erinnern kann kein Favorit meinerseits aber durchaus ok. Mit bitter hab ich nicht so das Problem, aber beim Pott's hab ich nix Andres rausgeschmeckt.
     
  15. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Und Du hattest sicher das Landbier? Zufälligerweise hatte ich das gestern Abend noch und empfinde es eigentlich als das exakte Gegenteil zu "bitter"...
     
  16. OstfriesenPöhler

    OstfriesenPöhler Moderator Moderator

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    Hey,

    als gebürtiger Münsteraner muss ich nun doch mal eingreifen!!!
    Das Pott`s Landbier ist alles, aber nicht bitter. Entweder hast du Pott`s Pils erwischt oder etwas war nicht in Ordnung mit dem Bier. Egal ob Bügelflasche oder Fass (direkt in der Brauerei) malzig ist`s.....

    Bin gerade irgendwie im "Tschechien - Fieber", nachdem ich mit dem Staropramen überhaupt nich klar gekommen bin (Bericht war hier auch schon irgendwo...) und der Kürbis mir geraten hat das nochmal zu testen tat ich dies. Diesmal sogar zwei Flaschen direkt hintereinander (auch dies hat mir der Kürbis geraten), aber mein Fazit bleibt: Meins ist das nicht.

    So, Pöhler dachte ich mir, dass kann es doch nicht gewesen sein mit Dir und Tschechien. Sprachs und verschwand im Getränkemarkt. Kam heraus mit Budweiser.... Bericht folgt, allerdings habe ich bereits eine Flasche gekostet und die war gut.
    Nun denn, beflügelt vom tollen Geschmack, weiter ging`s: Im zweiten Getränkemarkt entdeckte ich Carlsberg, ist zwar dänisch und nicht tschechisch aber auch hier hatte ich den Kürbis im Kopf der sagte, diese Bier sei sowohl herb als auch malzig. Nun denn eingepackt und heimgefahren. Auch hier folgt ein Test....

    Bis denne
     
  17. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Bin mal gespannt!
    "Budvar" ist bekannterweise mein Lieblingsbier, "Carlsberg" empfand ich als sehr schwachbrüstig ( siehe Test )...
     
  18. fabsi1977

    fabsi1977 Theoretiker

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    Es war definitiv das Landbier und ich fand es bitter.
     
  19. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Also "Flens" war damals OK, aber "Potts Landbier" ist zu bitter.
    Falls Du zufällig Nutella salzig findest, solltest Du mal den Geschmacksarzt konsultieren ;)
     
  20. fabsi1977

    fabsi1977 Theoretiker

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    Vielleicht war ja was mit dem Bier, kann ja sein. Es war nämlich echt so dass man kaum Biergeschmack hatte. Oder meine Geschmacksnerven ändern sich. Das mit dem Flens ist über 20 Jahre her, da hat man noch gesoffen was man in die Finger bekam.
     
  21. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Potts Landbier... Dunkle Erinnerungen wabern durch die Rübe...

    An den Geschmack kann ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern, aber ich habe dem meine ich ´ne ganz gute Note gegeben.
     
  22. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Ist lecker ... schön süffig, sonnig, dezent gehopft. Guter Stoff!
     
  23. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    So!

    Ich hab hier ein Bier, von dem ich keine Ahnung habe wie es schmeckt (oder wie man es ausspricht), welches aber von mir jetzt schon zur Kult-Flasche des Jahres gekürt wird. Daran kommt einfach nix vorbei!

    IMG_20150821_203621.jpg

    "TPEXCOCEHCKOE" (Russland, 0,5 l Fass-Flasche, 4,5 % Alk)

    Eine Flasche in Fässchenform mit eingearbeitetem Holzfass-Relief. wer will dagegen noch anstinken? Da ist mir dann sogar das blöde Silberpapier um den Flaschenhals wurscht, und das silber-grüne Etikett, dass wegen der erzwungenen Breite an eine auf einen zurasende Dampflok erinnert. Das Ding ist einfach Weltklasse.

    Zosch? Ups, hab ich wegen des blöden Alufolienhalses gar nicht gesehen, das Ding hat ´nen Schraubkronkorken. Der Zosch war jedenfalls eher minimal.

    Schnupper... riecht ganz gut, würzig, etwas herb, im Gegensatz zu anderen Kandidaten aus Osteuropa wenig schnapsig.

    Prost! Gluck gluck gluck... Dafür schmeckt es leicht schnapsig. Was machen die Russen denn immer mit ihrem Stoff? Lunk lunk lunk... Och Menno, so toll die Flasche ist, so hundsmiserabel ist der Inhalt. Unausgewogen wie Oettinger krampft es sich über die Zunge durch den Rachen die Speiseröhre hinunter, hinterlässt einen bitter-gammeligen Nachgeschmack und liefert einem wirklich keinerlei Argumente das Bier noch weiterzutrinken. Da es aber ziemlich teuer war und ich immer noch auf Besserung hoffe... Lunk lunk lunk... Nicht wesentlich besser. Gluck gluck... Mit ein bisschen Gewöhnung gelangt es knapp über die Untrinkbarkeitsgrenze. So wirklich funzen will es aber einfach nicht. Man trinkt, irgendwelche undefinierbaren Geschmacksrichtungen breiten sich im Mund aus, findet aber weder mit dem Hopfen noch der Würze oder der Süffigkeit irgendwo so rechten Anklang, Frische sucht man auch irgendwo im Nirgendwo, dann schlurrt der ganze Kram dir Kehle runter und eine Minute später fragt man sich was man da gerade eigentlich getrunken hat. Lunk lunk lunk... leer.

    Fazit: Die Flasche kommt auf´s Regal. Das Bier selber nie wieder in meinen Einkaufswagen.

    Note: Wegen der Buddel... 4
     
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  24. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Geile Buddel!!!
     
  25. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Auf dem Bild sieht sie noch etwas schmaler aus, als sie eigentlich ist (wenn das bei Fotos von mir doch auch funktionieren würde...). Das Format ist bestimmt noch 20% bauchiger.
     
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  26. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Lidl macht´s möglich...

    "Excelsior Lager" (Frankreich, 0,5 l Dose, 3,9% Alk)

    Ich hab gerade keine Lust diese Dose zu knipsen, so dolle isse auch nicht. Blauer Rand, weisse Mitte mit silbernem Ritter der sein Schwert schwingt wie ein fusskranker Hüftschadenpatient, blauer Balken mit dem Schriftzug und unten wieder blauer Rand... Nun ja. Zudem droht uns die Zutatenliste neben Wasser, Hopfenextrakt, Weizen und Gerstenmalz als Farbstoff noch Ammoniak-Zuckerkulör an... Der erste Eindruck könnte wahrlich besser sein. Zumindest hat die schwachbrüstige Sosse nur 39 Cent pro Dose gekostet.

    Zosch? Ganz nett, und die Schaumkrone guckt auch schon raus...

    Schnupper... wie abgestandenes Hansa-Pils.

    Prost! Lunk lunk lunk... Schwer. Eine schon fast cremige Konsistenz paart sich mit dem üblichen Weizen-Gewicht, dazu ziemlich mild gehopft und leicht süsslich mit etwas bitterem Nachgeschmack. Gluck gluck gluck... Nicht so wirklich meins, zum Glück hab ich nur zwei Dosen davon gekauft. Na ja, was will man von Franzosen auch erwarten? Wer Schnecken und Frösche als Delikatesse serviert, und so übertrieben schauspielert dass man selbst die grobmotorischen Darsteller der Sat.1-Nachmittagsserien dagegen für geniale Charakterdarsteller halten kann, wird mit guter Braukunst ungefähr soviel am Hut haben wie ich mit Rosamunde Pilcher. Lunk lunk lunk... Gen Dosenende schmeckt es einfach nur wie leicht abgestandenes, eingedicktes Wasser. Wüsste ich es nicht besser, ich würde bei der Zutatenliste jetzt nach Gelatine suchen. Lunk lunk lunk... leer.

    Fazit: Hätte ich doch lieber zwei Dosen Perlenbacher gekauft...

    Note: 4-
     
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  27. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Pumpkin's kleine Bierkunde: Zuckercouleur wird von vielen namhaften Herstellern verwendet, um Bier dunkel zu färben. Ist auch erlaubt, da das Zeug anschließend wieder rausgefiltert wird und im Endprodukt nix davon übrig bleibt...
     
  28. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Das Zeugs schmeckt auch bei der zweiten Dose trotzdem zum weggiessen...
     
  29. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Traugott Simon Pilsener
    0,5L, 4,8%


    TGS_Pils_0_5_fresh.png

    Seit Jahren begegnen mir Biere dieser Marke immer wieder beim Shopping im Getränkemarkt meines Vertrauens. "Traugott Simon" ist eine Handelsketteneigenmarke, die es bei EDEKA und im "trinkgut" gibt ( womöglich noch woanders, ist mir aber nicht bekannt ). Bedient wird das untere Preissegment. Mit 7,99€ pro Kiste ( Pils ) ist es günstig, aber teurer als z.B. "Oettinger", "Paderborner" oder "Hansa".
    Heute hab ich mir mal den Spaß erlaubt und alle Sorten von dem Zeuch im "trinkgut" gesichtet. Achtung, festhalten: Pils, Alk-frei, Export, Gold ( würg! ), Kölsch ( fällt nur ansatzweise unter den Oberbegriff "Bier" ), Schwarzbier, Radler, Cola-Mix, Weizen hell, Weizen dunkel, Weizen alk-frei ... ja, da wird selbst die "Störtebeker"-Brauerei blass!
    Unter normalen Umständen kann Sowas nix taugen ... aber warten wir mal ab.

    Test: in Kürze
     
  30. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Grübel... Das hab ich vor etlichen Jahren mal getrunken, weil es mir im Gerümpelmarkt in die Hände rümpelte. Wie das geschmeckt hat weiss ich nicht mehr (die Note war meine ich eher durchschnittlich), aber 2008 hatten wir im Wacken-Camp einen Typen, der uns aus der Nachbarschaft zugelaufen ist, und den wir der Optik wegen einfach "Jesus" genannt haben. Der brachte passenderweise am nächsten Tag ein 5 l-Fäcchen Traugott mit (mehr unfreiwilliges Wortspiel geht nicht). Ich weiss nicht mehr genau, wieviel er davon dann getrunken hat, jedenfalls konnte ich nach einer oder zwei Stunden losrennen und die Sanis rufen, weil der Typ neben unserem Sofa lag und nur noch "Helft mir!" jammerte.

    Als der Krankentransport dann vor Ort war wollte die Pfeife dann gar nicht mehr mit, da hätte ich dem ein paar... Aber weil es zumindest etwas Gerechtigkeit auf Erden gibt, isser im Wagen dann vonner Pritsche gefallen. ;)

    Langes Gesabbel, kurzer Sinn: Pass lieber auf mit dem Zeug. ;) Wobei Jesus aber auch nicht gerade rüberkam als würde er desöfteren grössere Mengen Bier vertilgen.

    Mein heutiger Ausflug zum Gerümpelmarkt war leider ein Griff ins Klo. Eine gammelige kleine Flasche Haake Beck landete im Einkaufswagen, den Rest des Sortiments hatte ich schon durch.
     
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  31. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Das ist lustigerweise schon die zweite gutgemeinte Warnung vorm Traugott heute :D
    Meine Vorfreude steigt...;)