Stiftung Sufftest, die II.

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Dilbert, 4 November 2006.

  1. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ich war nicht der einzige, der meinte es hätte sich verändert. Mein damaliger Nachbar und Trinkkumpan war ab demselben Kasten wie ich der Ansicht, es würde anders schmecken. Das ist freilich ungefähr 20 Jahre her.
     
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  3. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Mag sein. Beim "Veltins" trügt mich vielleicht die Erinnerung an den Geschmack von gaaanz früher...
    Sicher in punkto "Geschmacksverschlimmbesserung" bin ich mir bei "Bitburger" und "Jever"
     
  4. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Jedem das Seine! ;)
     
  5. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Sooo, wat haben wir denn da noch...?

    "Karlsberg Urpils" (0,5l Dose, 4,8% Alk)

    Diese Dose sollte man lieber nicht spätabends im Wald verlieren. Mit ihrem seeehr dunklen Grünton findet man das Ding da nie wieder. Das Etikett wirkt mit dem fetten Schriftzug auf weissem Grund irgenwie megawuchtig, als würde man im Wald vonnem LKW überfahren werden. Es verspricht un ausserdem "Frisch, würzig, herb" zu sein, und palavert anner Seite etwas von einer "Magnum-Hopfung", na denn... DLG-prämiert ist der Fusel auch. Und Öko-Test "Sehr gut". Und überhaupt geht mir das ganze Geprolle da so langsam auf´n Zeiger.

    Zosch? In Ordnung, das Knacken beim öffnen der Dose hat aber schon was von Schrottpresse.

    Schnupper... Wenn das Bier so schmeckt wie es riecht haben die mit "herb" und "würzig" nicht zuviel versprochen.

    Beim letzten Test vor über zehn Jahren fand ich es eher Knüppel auf´n Kopp-mässig, mal gucken was meine Geschmacksnerven jetzt dazu sagen... Prost! Lunk lunk lunk... Boah, ist das bitter! Lunk lunk... Wird auch beim zweiten Versuch nicht unbedingt besser. Herb ist ja gut und schön, hier krumpelt sich einem der Magen zusammen, die Wangen ziehen sich nach innen und die Zunge erinnert einen daran, dass man Schweppes "Bitter Lemon" schon immer fürchterlich fand. Gluck gluck gluck... Wenn ich mich recht erinnere servieren die das Zeugs am Betze, kein Wunder dass die Fans da immer so´n gnatziges Gesicht machen, selbst wenn sie gerade 3:0 gewonnen haben. Lunk lunk... Leute, echt, habt ihr schonmal irgendwas von Ausgewogenheit gehört? Wäre toll, denn die versprochene Frische ist eindeutig vorhanden, und wäre das Prickeln im Abgang nicht vom Nachgeschmack ranziger Bundeswehrsocken nach ´nem 50 Kilometer-Marsch mit vollem Gepäck begleitet, könnte man daran Gefallen finden. Gluck gluck... leer.

    Fazit: Dagegen ist Flens die reinste Kinderlimonade, und Holsten Extra Herb ein laues Lüftchen. Vielleicht sollte Pumpkin das mal probieren, der hat ja was übrig für zwölfundvierzigfache Hopfengranaten.

    Note: 5
     
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  6. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Wer behauptet denn sowas!!??:D
     
  7. OstfriesenPöhler

    OstfriesenPöhler Moderator Moderator

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    Anscheinen muss ich das mal probieren?!!
     
  8. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Eins zur Beruhigung, bevor es in 75 Minuten rund geht...

    (Scheisse, Duisburg führt 3:1 gegen Holstein Kiel...)

    "Buchstabensalat" (Russland, 0,5 l Dose, 4,9% Alk)

    In nicht russischer Schrift steht da ungefähr "YEWCKOE bAPHOE" drauf. Ein rudimentär mit dem Russischen vertrauter Arbeitskollege übersetzte das mit "Tchechisches Bier", inwieweit seine Kenntnisse eingerostet sind weiss ich aber nicht genau. Ich hänge unten ein Bild von der Dose an. Auffer Rückseite ist ein Aufkleber mit Pfandzeichen und der Aufschrift "Helles Bier nach tschechischer Art" (Und von mir hinzugefügt dem Reinheitsgebot). Die Büchse kriegt von mir übrigens optisch ´ne gute 2.

    Zosch? Hochklassig!

    Schnupper.... Der Riechkolben freut sich über ein sattes und süffiges Hopfen-Aroma. Das Auge auch über die peinporige Schaumkrone in der Dose.

    Prost! Lunk lunk lunk... lunk lunk... HMPF! Schmeckt nicht so gut, wie es riecht. Der Zosch versprach auch irgendwie mehr Prickelerlebnis. Lunk lunk lunk... Der dritte Ansatz ist schon besser, da geht der anfangs extrem säuerliche Geschmack mehr in süffige Gefilde über. Gluck gluck gluck... So langsam könnte ich mich dran gewöhnen. Tu ich aber nicht, weil der Kram leider nicht aus dem Sonderpostenmarkt, sondern vom Russenladen gegenüber meiner Arbeit kommt und 1,09 Tacken plus Pfand kostet. Das sind drei Dosen Turmbräu. Gluck gluck gluck... leer. Der letzte Schluck war dann wieder eher wie der erste, und der Nachgeschmack lässt etwas zu wünschen übrig.

    Fazit: Kann man mal trinken, aber einen ganzen Abend möchte ich damit dann doch nicht bestreiten. Da gibbet besseres (und billigeres) für.

    Note. 3-

    IMG_20150516_141044.jpg
     
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  9. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Irlbacher Premium (2,0 l Ploppkrug, 4,9% Alk)

    Die "Flasche" ist ein Fussball mit aufgesetztem Plopphals und Fingergriff auffer Rückseite, ich häng da Fotos unten an, sehr geil, das Ding. Viel mehr als den Hinweis "Vollbier hell" bekommt man dann auch nicht.

    Auf Borussia! Auf die Champions League!

    Plopp? Satt bis zum Anschlag!

    Beim Einschenken (gar nicht so einfach mit dem Kübel) bildet sich erstmal schöner, feinporiger Schaum und es steigt einem ein traumhaftes Aroma in den Gesichtserker. Sehr süffig.

    Prost! Gluck gluck gluck, der erste Schluck ist widerlich süss, zum Glück kommt mit dem zweiten Ansatz das wirkliche Aroma zum Vorschein. Das ist (wie gerochen) sehr süffig mit einem schwachen, aber angenehmen Hopfenbeitrag. Gluck gluck gluck... Komisch, jetzt isset wieder sehr süsslich. Lunk lunk... bleibt leider beim zuckrigen Geschmack, wobei der Nachgeschmack dann wieder ins Süffige übergeht. Ich schenk mal nach... Gluck gluck gluck... Bleibt dabei, sehr schade.

    Fazit: Kann man so einer Flasche wegen ihres Inhaltes böse sein? Der Buddel nicht, der Brauerei schon. Wie kann man so eine geile Buddel mit so einem süsslich-pappigen Inhalt füllen? Schämt euch!

    Note: Buddel 1, Bier 4-

    IMG_20150517_153704.jpg IMG_20150517_153718.jpg
     
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  10. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Nicht, dass hier der Eindruck entsteht, ich wäre neuerdings abstinent!!!
    Nein, nein ... zum Pfingstwochenende gibt es wieder brandneue Live-Tests! Prost!

    ( ...hoffentlich darf ich dann auf den Verbleib des FC St. Pauli in Liga 2 anstoßen! )
     
  11. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Sodele, noch so´n Sonderposten...

    "Redlbacher Hefe-Weiße" (0,5 l Flasche, 5,4% Alk)

    Das Zeug kommt wie die geile Flasche mit dem ausbaufähigen Inhalt aus der Irlbacher Brauerei und scheint eigentlich für den Export bestimmt zu sein. Warum? Zwei Dinge: 1, Meine Ma hat es im 20er Karton für 5 Euro erworben, und 2. Warum sollte da sonst auf der Rückseite die Produktbeschreibung in Japanisch (?) draufstehen? Egal,m das Etikett zeigt eine altertümliche Stadtkulisse mit Stadttor und davor liegendem Schutzgraben auf hellblauem Untergrund, golden umrandet und oben mit dem traditionell-bayrischen Altenheim-Kellervorhang- / Tischdeckenmuster versehen, welches man auch in der Mitte des FC Bajuwarien-Wappens wiederfindet. Sieht nett aus, aber auch irgendwie etwas spiessig.

    Zosch? Gekonnt.

    Schnupper... Die übliche süssliche Weissbiernote kraucht einem in die Nase. Ob das gut ist oder nicht, weiss ich nicht. Ich schenk mal ein...

    (Vorweg: Natürlich ist dieser Test bei ´nem Pilstrinker unter Vorbehalt zu sehen, also wenn mir nachher einer annen Kopp wirft "Aber das muss doch so schmecken!", hat er wahrscheinlich recht...)

    Beim Einschenken bildet sich ertmal eine ziemlich stabile Schaumkrone, schlechtes Aussehen kann man dem leicht trüben Gebräu wahrlich nicht vorwerfen. Prost! Lunk lunk lunk... Blärgs. Süsslich, etwas schwer... Lunk lunk lunk... Mich schüttelt´s. Jetzt weiss ich, warum ich ewig kein Weissbier mehr getrunken habe. Gluck gluck gluck... Ich weiss nicht, ich glaub, so oder so ähnlich soll so´n Weissbier wirklich schmecken. Ich finde es etwas sehr süsslich und pappig, die Hefe kommt gut durch und das soll wohl so sein. Mein Fall isset einfach nicht, und deshalb bewerte ich jetzt ganz subjektiv ohne Anspruch auf Richtigkeit.

    Fazit: Ich will ´n Flens!

    Note: 5
     
  12. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Hey ho, let's go! Surfin' USA...

    "Longboard Island Lager" (USA, 0,355 l Flasche, 4,6% Alk)

    Der Fusel kommt aus der Kona-Brauerei in Portland, Oregon. Ist das wichtig? Keine Ahnung. Die Flasche selbst ist schon ein kleines Kunstwerk, mit Inselgruppen- und "Liquid Aloha"-Relief am Flaschenhals und einer Sandstrand-Surferidylle auf dem rot-umrahmten Etikett. Sehr schick. Da der Stoff mich pro Flasche auch nur 29 Cent gekostet hat kann ja eigentlich nicht mehr viel schiefgehen... Es sei denn, der Inhaltsstoff "Hefe" macht aus dem Zeugs einen süsslichen Biersirup.

    Zosch? Eher minderwertig.

    Schnupper... Fast undefinierbar. Irgendwie entfernt nach Bier, aber auch fruchtig, süsslich und noch irgendwas, was ich nicht so recht beschreiben kann. Schmeckt das auch so wirr? Es gibt wie immer nur einen Weg, das herauszufinden.

    Prost! Lunk lunk lunk... UAGH! *schüttel... Gluck gluck gluck... Okay, der erste Schock ist verdaut... Lunk lunk lunk... Blärg! Das ist fast das genaue Gegenteil vom am Sonntag verköstigten Irlbacher. Letzteres war eine süssliche Schlorre, das hier ist irgendwo zwischen megasauer und ranzig bitter angesiedelt. Gluck gluck gluck.. Hat da irgenein Scherzkeks leicht angegammelte Blutorangen in den Braukessel geschmissen? Lunk lunk lunk... Leer. Tu ich mir noch die zweite Testflasche an? Wat solls... (wieder kaum Zosch) Prost! Lunk lunk lunk... Auch nicht besser. Es bleibt wohl dabei, dass ich kein Typ für Bier mit Hefe-Zusatz bin. Gluck gluck gluck... *Schauder läuft über den Rücken*... Gluck gluck... Scheusslich. Es gibt kein anderes Wort dafür. Einfach scheusslich!

    Fazit: Wirklich scheusslich.

    Note: 6

    P.S.: Jetzt brauch ich wirklich ´n Flens...
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 Mai 2015
  13. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Was ist in dem Zeug alles drin?
     
  14. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Wasser, Gerstenmalz, Hopfen und Hefe, also keine Chemiescheisse.
     
  15. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Fantastisch, wie man mit diesen reinen Zutaten ein Bier so versauen kann! :D
     
  16. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ich kann mir vorstellen, dass es Leute gibt denen sowas durchaus schmeckt (es gibt ja auch Leute denen Hasseröder schmeckt :kotzer: ). Wenn ich jetzt nach 20 Minuten den Nachgeschmack im Mund habe finde ich es schade, dass nur der ganz gut ist. ;)

    Jetzt aber wirklich ´n Flens. :prost2:
     
  17. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    By the way: JEDES Bier enthält Hefe, Dille!;)
     
  18. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "Flensburger Pilsener"

    *Fump - *schnupper - *freu - *sauf...

    Aaaaaah... *geniess...

    1 :D

    Dass die alle Hefe als Gärmittel drin haben weiss ich. So ganz vertraut bin ich mit Brauprozessen nicht, aber beim einen schmeckt man es eben viel mehr raus als beim anderen, diese Biere sind irgendwie "schwerer" in der Konsistenz.
     
  19. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Liegt daran, ob die Hefe rausgefiltert ist oder nicht...
     
  20. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Und mein Fall sind eindeutig die gefilterten.
     
  21. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Das Bier hier verköstige ich heute für einen ganz besonderen Menschen, mit dem ich das einst im Jahr 2000 am Strand auf dem Darß getrunken habe. Leider hab ich keine Dosen davon gefunden....

    "Sternburg Export" (0,5 l Flasche, 5,2% Alk)

    Das Etikett macht nicht gerade viel her. Weiss mit roter Umrandung, roter Schrift und einem Wappen, das entweder von Playmobil oder schlechten Kung-Fu-Filmen der 70er Jahre inspiriert wurde. Die grüne "Burg" sieht aus wie ein lieblos hingekrickelter Shaolin-Tempel.

    Zosch? Schnörkellos.

    Schnupper... ziemlich süffig. Export eben.

    Prost! Lunk lunk lunk... Wenig herb, eher süffig mit leichter säuerlicher Tendenz. Lunk lunk lunk... Kann man gut trinken. Auf der Flasche steht "Süffig würzig", und das beschreibt es ganz gut. Gluck gluck gluck... Ich hatte es ziemlich gut in Erinnerung, und sie haben daran zum Glück nichts geändert. Angenehm macht es sich im Mund breit, ein fröhlich süffiger Geschmack kommt auf die Zunge, und im Abgang ist es unaufdringlich mit einem schönen Nachgeschmack. Lunk lunk... leer.

    Fazit: Natürlich keine Hopfengranate vor dem Herrn, aber ein schön süffiger und preiswerter Bierspass, geeignet für das Grillfest wie auch für das Metal-Festival.

    Note: 2
     
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  22. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Ab morgen bin ich auch wieder am Start!
     
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  23. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Die Köstritzer-Brauerei bietet derzeit die Sonderreihe "Meisterwerke" an. Das sind ein Pale Ale, ein sog. "Red Lager" und ein "Witbier" ( also Weißbier ).
    Das Pale Ale und das "Red Lager" gibt es als 4er-Pack ( je 2x 0,5L ) für die Kleinigkeit von 5,49€ zu erwerben. Aber wisst Ihr was: ich sch**** auf den Preis! Wenn Gottes Getränkemarkt auf Erden das Zeug morgen vorrätig hat, schlag ich zu!
    Alle Infos zu den Bieren: http://www.koestritzer.de/produkte/koestritzer-meisterwerke/
     
  24. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Komisch, wie schon wieder auf einen Zug aufgesprungen wird. Becks macht es vor, und der Rest zieht nach. War schon damals beim unsäglichen "abgefüllter Urin" Gold-Pissbier so.
     
  25. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Ist in diesem Fall anders: "Pale Ale" gibt es schon seit dem 18. Jhdt. ...derzeit werden viele alte Sorten wiederbelebt: find ich gut!
     
  26. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Okay, aber dass das aus Zufall fast zeitgleich geschieht, glaube ich irgendwie nicht. ;)

    Ich knöpf mir heute abend noch ´n Ami-Bier vor, schlimmer als das Longboard Lager kann es ja kaum sein.
     
  27. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Ist auch kein Zufall!
    Seit einiger Zeit liegt es halt im Trend, zu experimentieren. Sei es mit alten Rezepten oder den sogenannten "Craft-Bieren" von meist jungen, ambitionierten Brauern, die teilweise zwecks Umgehung des Reinheitsgebots sogar im Ausland brauen.
    Sowas darf man nicht gleichsetzen mit den kranken Ideen irgendwelcher Manager, á la "V+Pfirsich"...

    Solange echte Braukunst und die Liebe zum Bier dahinterstecken, finde ich diesen Trend absolut OK! Nicht zuletzt lebt ja auch unsere "Stiftung" vom Testen neuer Sorten!
     
  28. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Allgäuer Brauhaus: Edelweissbier ( Büble Weizen )
    0,5L, 5,3%


    weiss.png

    Biere des "Allgäuer Brauhauses" in Kempten haben mich bis dato eigentlich noch nie enttäuscht. Dieses Mal muss sich also das Weißbier dem Test stellen. Optisch absolut brauereitypisch bodenständig gibt es nix zu Meckern: dezente Farben, leicht volkstümlich, für ein Bier OK...
    Tja, wenn da nicht das ominöse Wörtchen "Weizen" auf dem Etikett stünde!!! Oh, oh, wer mich kennt, der weiß, dass ich der Meinung bin: wo "Weizen" draufsteht, ist selten ein gutes Weißbier drin!
    Schaun mer mal ...

    Test: in Kürze
     
  29. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Bayreuther Bierbrauerei: Aktien Original 1857
    0,5L, 5,3%


    beer_44444.jpg

    Dem derzeitigen Trend folgend, Retrobiere wiederzubeleben, bietet das Bayreuther Brauhaus hier ein helles Vollbier nach einem Originalrezept aus dem Jahr ...na, erraten? Richtig:1857! an...
    "Kernig, würzig und frisch" soll es laut Etikett sein.
    Optisch kann es auf jeden Fall punkten: sehr dezent und gesetzt mit Retro-Touch: nett!
    Lassen wir uns mal - hoffentlich positiv - überraschen!

    Test: in Kürze
     
  30. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Köstritzer "Meisterwerke": Red Lager
    0,5L, 5,0%


    Koestritzer-Red-Lager_720x600.jpg

    Dass es sich hier um etwas Besonderes handelt, sieht man auf den ersten Blick: die "Meisterwerke" der Köstritzer Brauerei sind limitiert, zeitexklusiv und teuer! Und das sieht man! Optisch ein absoluter Hochgenuss in der edlen Reliefflasche mit dem dunkelroten Etikett: 1 A!
    Jetzt aber zum Innenleben: 3 Malze, 2 Hopfensorten und "Quellwasser aus dem Eleonorental" sollen ein ... Achtung! ... "spannendes Aromenspiel aus Trockenfrüchten, Vanille und dunkler Schokolade" ergeben! Alles klar!? Dann mal los...

    Test: in Kürze
     
  31. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Köstritzer "Meisterwerke": Pale Ale
    0,5L, 6,4%


    500-koestitzer-flasche-paleale_720x600.jpg

    Eins der drei "Meisterwerke" ( streng limitiert, zeitexklusiv und unverschämt teuer ) ist das Pale Ale.
    Wie die zwei anderen besticht es optisch mit absoluter Eleganz und Stil: edle Reliefflasche, apricotfarbenes Etikett, klare Schriftzüge: superb!
    Jetzt kommt das Interieur: das PA verwendet unglaubliche 5(!!!) Hopfensorten sowie 3 Malze und soll eine "intensive Hopfennote" an den Tag legen, die mit "frischen Zitrus-Facetten von tropischen Früchten" harmoniert! Klingt doch vielversprechend.
    Da bin ich mal gespannt, wie dieses Teufelszeug im Vergleich zum meiner Meinung nach sehr guten "Becks Pale Ale" abschneidet!

    Live-Test

    OK, ich werde Buddel #1 mal vorsichtig öffnen und erwarte bei der Schnupperprobe seeehr viel Hopfen! *sniff* ... heilig´s Blechle!!! Das duftet, als wenn man seine Nase in eine Tüte Haribo steckt!!! Die tropischen Früchte waren nicht gelogen! *sniff* ... boah, fast schon ZU heftig! Erinnert an die Energydrinks meines Sohnes! ... jetzt MUSS ich probieren!!!!
    *lunk, lunk* ... man, mann ...das ist VERDAMMT fruchtig-hopfig! Und sehr bitter im Abgang, stelle ich grad fest ... *lunk* ... jau, die "Herbe Zitrusnote", die auf dem Etikett beworben wird, existiert in der Tat. Und zwar heftigst! Wer auf süffig-malzige Kuschelbierchen steht, lässt hiervon alle Finger! Aber auch die Freunde von "Flens" und Konsorten erwarten bitte keine nordische, frische Hopfigkeit, wie sie Pilsener bieten: das hier ist Extremstoff! Sehr tropisch, sehr blumig-fruchtig, sehr bitter! Ich frage mich, wie man sowas gemäß Reinheitsgebot brauen kann!? Ob man es mag, oder nicht: das ist auf jeden Fall Braukunst!
    Mir persönlich ist hier die Fruchtnote ein wenig zu aufdringlich. Das schmeckt wirklich, als ob man da Fruchtsaft reingekippt hätte. Da ist z.B. das "Becks" dezenter. So, Buddel #1 leer, schnell die zweite her ... *zosch, lunk * ... macht da weiter, wo die erste aufgehört hat ..
    Ich sag mal so: in Anbetracht der Tatsache, dass es dieses Bier nur für kurze Zeit gibt, kann ich allen Freunden wahrer Braukunst, die auch gern mal über den Tellerrand gucken, nur empfehlen, sich das einfach mal zu gönnen. Es ist kein Bier für lange Abende oder kistenweisen Konsum. Aber es ist mal was Anderes! Ein Experiment. Oder einfach die Ahnung, wie damals die Biere nach der langen Verschiffung in Indien geschmeckt haben. Wie auch immer: man kann sowas nicht nach den üblichen Maßstäben benoten. Ich benote deshalb den Mut der Brauerei.
    Ach ja: müsste ich wählen, zöge ich das "Becks" vor, weil es nicht ganz so fruchtig rummst!

    Note: 2