Stiftung Sufftest, die II.

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Dilbert, 4 November 2006.

  1. fabsi1977

    fabsi1977 Theoretiker

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    Das Schwarzwaldmädel auf dem Etikett heißt übrigens Birgit Kraft
     
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  3. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Na das geht mir ja runter wie Butter. Bin schließlich seit 40 Jahren Tannenzäpfle-Fan.
    In diesem Sinne: *lunk* :prost:
     
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  4. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Dürfte aber nicht so leicht sein, dass bei Euch da unten zu bekommen, oder?
     
  5. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Es gibt einen Getränkehandel, bei dem man es ab und zu kriegt - der liegt aber im 50 km entfernten Marbella!
    Die Deutschen die hier wohnen sind wohl nicht die richtige Zielgruppe...
     
  6. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Vermutlich auch, weil die Kiste bei Euch geschätzte 30 Euronen veranschlagt, oder!?
     
  7. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Jo, guter Tropfen, das Zaepfle, gab's gestern hier auch.
     
  8. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Jou, so ungefähr.
     
  9. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    ("Test-Aufzeichnung" vom gestrigen Abend...)

    Die letzte Chance für diese Brauerei...

    "Hasseröder Schwarz" (0,5 l Flasche, 5,0% Alk)

    Das Etikett macht zugegebenermassen etwas her. Ein halber Auerhahn thront über einem roten Schriftzug in einer Art weissen Sonnensymbol, und darunter in einem schwarzen Schrägbalken steht weiss eingerahmt "Schwarz". Dazu ist die Flasche mit Hasseröder-Gravur am Hals und nicht alltäglicher Form eh schon ein Hingucker. Würde sie unten wieder etwas schmaler zulaufen, hätte sie was vonnem Bowling-Pin mit flachem Kopf. Daumen hoch!

    Das Etikett verspricht uns "malzig frischen Biergenuss", mal gucken, ob der Zosch auch frisch daherkommt... Ja, nett. Vielleicht isset ja nicht so elendig schal wie das Pils.

    Schnupper.. sehr malzig. Schwarzbier eben.

    Prost! Lunk lunk lunk... Ja, malzig. Für ´nen Pilstrinker ist so´n Schwarzes ja eh immer ´ne ziemliche Umstellung. Gluck gluck gluck... Es ist besser als das Hasseröder Pils, so weit, so gut. Lunk lunk lunk... Leider hinterlässt es einen furchtbar pappigen Nachgeschmack. Lunk lunk lunk... Komisch. Man trinkt ein Bier, und wenn man es heruntergeschluckt hat, fühlt sich die Schnauze so trocken an, als hätte man gerade ein Stück 20 Tage altes Toastbrot heruntergewürgt. Gluck gluck gluck... Oder annem Umzugskarton gelutscht. Geschmacklich isset nicht total daneben, aber auch nichts besonderes, da bleib ich dann wenn es Schwarzbier sein soll viel lieber beim brillianten Krusovice. Gluck gluck.. leer.

    Fazit: Die Hasseröder-Brauerei und ich werden keine grosse Liebe mehr. Im Gegensatz zum widerlichen Pils schmeckt das Schwarz beim Trinkvorgang nicht völlig abgestanden und hat auch nach 15 Minuten noch eine halbwegs brauchbare Restfrische. Der muffig-pappige Nachgeschmack hingegen macht viel wieder zunichte, und dass man dann das Gefühl hat eher Styropor gekaut als ein Bier getrunken zu haben, sorgt auch nicht gerade für Begeisterung. Ich werde es mir nicht wieder kaufen.

    Note: 4

    Heute Abend knöpfe ich mir das Lübzer Pils vor, da ist die letzte Verköstigung schon weit über zehn Jahre her.
     
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  10. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Guter Geschmack, Dilbert! Das "Krusovice Cerne" ist Weltklasse und nicht umsonst in meiner Hall of Fame vertreten!

    Das Gleiche gilt für "Lübzer Pils"! Von den Massenbieren ist es mir eins der Liebsten! Klar, diverse Klein- oder Regions-Brauereien können vielleicht noch Bessere, aber mir schmeckt es immer wieder gut!
     
  11. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Krusovice gehört ja seit 20 Jahren auch zu einer Massenbrauerei :)

    Ich kenne nur deren Dunkles und muss sagen: Dunkles halt; schmeckt gut aber nix besonders Herausragendes aber das ist ja auch bei Dunklen eher schwer.
     
  12. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Hasseröder Pils
    0,5L, 4,9%


    463_HA_Pils_Fl_05l_frt_08_11.jpg

    "Für die Stiftung muss man Opfer bringen!" ... soviel ist mal klar. Und getreu dieses Credos nehme ich mir nun Dilberts Feindbild Nr.1, "Hasseröder Pils", vor. "Widerliche Brühe" ist nur eine von Dilberts harmloseren Betitelungen für dieses Bier.
    An der Optikschraube haben die in Wernigerode im Harz auf jeden Fall gedreht: die Buddel sieht komplett anders aus, als ich sie in Erinnerung hatte und macht nun richtig was her: klare Strukturen in Rot, Weiß und Gold nebst Reliefgravur auf dem Flaschenhals: klasse!

    Live-Test: in Kürze
     
  13. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Aus Pumpkins Bestenliste:

    "Lübzer Pils" (0,5l Dose, 4,9% Alk)

    Die Dose kommt eher gediegen aus dem Regal in den Einkaufswagen gehüpft. Oben und unten mit Goldrand, unten eine Art Landschaftssilouette, darüber grüne Schrift und darüber noch ein Leuchtturm im roten Kreis. Höchst unaufdringlich, vielleicht bin ich deshalb immer wieder daran vorbeigelatscht. Aber immerhin nicht augenfeindlich. Und bei der Beschriftung geradezu angenehm zurückhaltend. Ausser "Premium" gibbet da kein hochtrabendes Gelaber oder falsche Versprechungen drauf.

    Zosch? Satt.

    Schnüffel... Beim ersten Blicktest fällt einem eine schöne Schaumkrone in der Dose auf, der Geruch ist dann wie die Dose: Unaufdringlich, leicht süffig.

    Prost! Lunk lunk lunk... *Kopfzerbrech* Guck gluck... (RÜLPS!) Gluck gluck... Es braucht eine Weile. Die ersten beiden Ansätze kamen noch etwas lasch und fast schön leicht säuerich daher, aber jetzt macht sich ein leichtes Grinsen im Gesicht des Bierfreundes breit. Der Hopfen kommt so langsam durch, nicht wie Knüppel auf´n Kopp, sondern durch die Hintertür geschlichen und ein sehr angenehmes Aroma im Mund verbreitend. Dazu kommt ein süffiger Abgang und ein leicht prickelnder Nachgeschmack (im Gegensatz zum schwarzen Hasseröder gestern trocknet hier nicht nach´m Trinken die Schnauze aus). Gluck gluck gluck... Gut ausgewogen, da weis der Braumeister, was er tut. Lunk lunk... Leer.

    Fazit: Das Bier ist ein wenig wie die Dose. Am Anfang nicht sonderlich auffällig, aber dafür mit Leistung statt grossen Worten. Ein Pils, bei dem es fast nichts zu meckern gibt. Ein sehr kleiner Hauch mehr Kohlensäure hätte es sein dürfen (liegt vielleicht an Dose statt Flasche).

    Note: 2+
     
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  14. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Exakt meine Wertung und exakt mein Empfinden: nimmt sich Zeit, erschlägt einen nicht, will entdeckt werden!
     
  15. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Live-Test

    Sodele, das erste Fläschken steht gut gekühlt parat. Kenner der Stiftung wissen, was nun folgt! Exakt, die Schnupperprobe ... *sniff* ... OK, da gibt es erstma nix zu meckern: schön grasig-aromatisch, nach hopfiger Frische mit leicht süßem Einschlag: das gefällt!
    Aaaber: niemals das Bier vor der zweiten Flasche loben! In diesem Fall steht gar erst der Premierenschluck an!

    *lunk, lunk* ... hm, das könnte man "dezente Zurückhaltung" nennen. Ich kann nach den beiden ersten tiefen Schlucken tatsächlich noch nix sagen, weil sich noch kein Ersteindruck gebildet hat. Das war ziemlich unspektakulär...*lunk, lunk* ... dezent bitter. Eine sehr kraftlose Süffigkeit spielt sich leicht in den Vordergrund, versickert aber schnell wieder. Nach dem muffigen Abgang bleibt irgendwas Bierähnliches im Rachen hängen, was sich nicht klar skizzieren lässt. Jedenfalls fällt der Schaum in Sekunden (!) in sich zusammen ... *lunk* ... also ganz ehrlich: ich trink das jetzt mal schnell aus und hoffe auf Buddel #2 für tiefgründigere Eindrücke *lunk, leer, zosch* ... *lunk* ... dieses angenehm frische, grasige Duftaroma findet sich auf jeden Fall in keiner Weise im Geschmack wieder ... *lunk* ... wenn ich mir dieses geile Flaschendesign angucke, dann ist das, als wenn Anne Hathaway dich anbaggert, mit zu sich nimmt ... und dann ihre Maske abnimmt und sich als Schäfer Heinrich entpuppt: klarer Fall von Mogelpackung! ... *lunk* ... also: es bleibt ein nicht völligst unangenehmer Nachgeschmack hängen ... *lunk* ... ansonsten hat das Zeug die Bezeichnung "Premium Pils" nicht verdient: wässrig, kohlensäurearm, keine hopfige Herbe, keine aromatische Malzigkeit ( bei Pils ja eh nicht so ausgeprägt ): leider bietet das "Hasseröder" rein gar nix an, was den geneigten Bierfreund bei Laune hält. Mich würde interessieren, was Leute so für Argumente haben, die das Zeug bewusst immer wieder kaufen! Ich jedenfalls würde mich auf jeder Party direkt nach der ersten Flasche nach einer Alternative umsehen. Selbst Krombacher oder Veltins haben da wesentlich mehr drauf!
    Ich vergebe aufgrund des Weltklassedesigns nicht die Höchststrafe.

    Note: 5

    (Dilbert hatte vollkommen recht!)
     
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  16. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ich hab dich gewarnt...
     
  17. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    (Testomat von gestern)

    Am heutigen Abend ein inländisches ausländisches Bier...

    "Efes Pilsener" (eigentlich mal Türkei, gebraut in good old Germany, 0,5 l Flasche, 4,9% Alk)

    Es ist lange her, das ich ein Efes getrunken hab. Damals kam der Stoff glaube ich wirklich noch aus der Türkei und enthielt wenn ich mich recht erinnere auch noch Reis. In Deutschland wird es nach dem Reinheitsgebot gebraut und somit sämtliche exotische Zutaten eliminiert.

    Das Etikett ist irgendwo frisch aus dem Star Trek-Universum entsprungen. Blau mit goldener Getreidespirale und weisser Schrift. Willkommen im Wurmloch. Die Flasche dazu ist grün. Laut Flaschenhalsfolie ist es "Die weltweite Nr. 1 unter den Mittelmeerbieren". Angesichts dessen, dass der Stoff in Berlin gebraut wird, hab entweder ich immer den Globus falschrum aufgestellt, oder die haben ´ne ziemlich lange Pipeline gelegt.

    Zosch? Anständig.

    Schnupper... Donnerknispel, das kitzelt in der Nase. Ein herbes Aroma verbreitet sich im Riechkolben und macht pure Lust auf Bier.

    Hoch die Kanne! Prost! Lunk lunk lunk... Grübel... Lunk lunk... Herb isset etwas, irgendwie auch ansatzweise säuerlich. RÜLPS! Kohlensäure stimmt... Lunk lunk lunk... Verdammt, die halbe Buddel ist schon leer, und ich weiss nicht ob ich es gut finden soll... Gluck gluck... Wenn man mehr trinkt tritt das säuerliche in den Hintergrund. Der Abgang bekommt eine gesunde Mischung aus Herbheit und Süffigkeit. Lunk lunk... Lunk.. leer.

    Fazit: Aller Anfag ist schwer, aber wenn man es etwas wirken lässt, bekommt man mit dem Efes ein Bier, das sich von den Becks- / Krombacher-Massenprodukten geschmacklich angenehm abhebt. Frisch, angenehm herb, leicht süffig. Nicht in der Dilbert-Weltklasse angesiedelt, aber locker im grünen Bereich (und nicht nur wegen der Flaschenfarbe).

    Note: 2
     
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  18. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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  19. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Hervorragend :D
     
  20. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    So, aus der Erinnerung heraus...

    Vorweg: Ich habe Freitag glaube ich noch mehr Biermarken durcheinander getrunken als jemals im Leben zuvor. Als da wären: Budweiser, Turmbräu, Becks, Becks Gold, Felskrone, Pöhler Pils, Hansa Pils und:

    "Presidente" (Domenikanische Republik, 0,33l Flasche, Alkgehalt... ?)

    Das Etikett ist nur noch verschwommen in Erinnerung, das (sehr) Kleingedruckte wäre aber auch nüchtern nicht zu lesen gewesen. Ich weiss aber noch dass da neben den üblichen Inhaltsstoffen noch etwas von "Gewürze" stand.

    Egal, der Fusel hatte jedenfalls Charakter. Einem aromatischen Schnuppertest folgte ein satt würziger Ansatz und danach ein megasüffiger Abgang mit ganz viel schmatz schmatz und "Da schmeckt nach mehr". Leider gab mein Geldbeutel nicht mehr so viel her, und Becks war beim "WhiskeyDick"-Konzert ´nen Euro billiger. Das Becks Gold hab ich übrigens NICHT selber bestellt, das hat mein Kumpel mir angeschleppt. Es schmeckt übrigens immer noch zum Kotzen.

    Das Presidente bekommt von mir jedenfalls ´ne glatte 2.

    P.S.: Ich hatte am "Day After" trotz der schrägen Durcheinandersauferei keinen Brummschädel. Entweder spricht das für die Qualität der vertilgten Gebräue, oder ist meine Birne inzwischen schlichtweg abgehärtet...?
     
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  21. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "Felskrone Pilsener" (0,5l Dose, 4,8% Alk)

    Die Dose kommt daher wie das Spiel des HSV in den letzten Wochen: Eher sparsam. Weiss, oben grüner Rand, Eine rote Krone mit der Inschrift "Premium" und Felskrone in schwarzen Buchstaben. Es verspricht "Würzig Frisch", na denn...

    Zosch? Sehr manierlich mit Schaumbildung.

    Schnupper... Würzig wie es auf der Dose steht.

    Prost! Lunk lunk lunk... Hätte etws mehr Kohlensäure vertragen können. Lunk lunk lunk... Aber ansonsten schmeckt es. Angenehm herb, was auch im Angang und Nachgeschmack nicht verloren geht. Lunk lunk lunk... Beim dritten Zug kommt ein Hauch Süffigkeit dazu. Aber nicht viel mehr als ein Hauch...

    So, schnell, der Akku kackt ab.

    Lunk lunk lunk lunk lunk...

    RÜLPS!

    Leer.

    Fazit: für 45 Cent macht man hier nicht viel verkehrt. Wenn das Spiel des HSV auch nur ansatzweise mal eine solche Würze an den Tag legen könnte...

    Note: 3+
     
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  22. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Hellbräu: Pilger-Bier
    0,5L Bügel, 5,0%


    DSC04379_DxOFix.jpg

    Beim regelmäßigen Turmbräu-Auffüll-Einkauf bei REWE grinste mich dieses Zeug heute an .. "Nimm mich mit für die Stifung!", wimmerte es. Also wanderte es für viel Geld in den Einkaufswagen.
    Es handelt sich um ein helles Vollbier, das in sehr fragwürdiger Optik ( Altöttinger Skyline, eingerahmt von kitschigen Engelchen ) daherkommt.
    Lassen wir uns überraschen...

    Live-Test

    So, wie immer ( und obligatorisch ) perfekt runtergekühlt, steht das Weihwasser vor mir. Also dann...
    *Fump* ... die Schnupperprobe ergibt *sniff*: überraschend aromatisch und kräftig für ein helles Bier. Schön süßlich, aber auch mit deutlich erschnupperbarer Hopfennote - wirklich erstklassig!
    Wohlan ... *lunk, lunk* ... hm, kaum zu glauben, dass es sich um exakt das gleiche Bier handelt, was grad so toll geduftet hat ... das hier schmeckt zunächst mal dürr und kraftlos! ... *lunk* ... sehr wässrige Konsistenz, die sowieso nicht grad spektakuläre Schaumkrone fällt in der Flasche in Sekunden in sich zusammen ... *lunk* ... ganz merkwürdig süßlicher Beigeschmack, fast wie Radler ... *lunk* ... also, als kurzes Zwischenfazit ( vor Buddel 2 ): sehr labbrig, wässrig, kaum eine erkennbare Note ( welcher Couleur auch immer ). Scheiße, das Zeug hat mich fast 4€ für drei Einzelflaschen gekostet! Das wären, ähhh, 11 (!!!) "Turmbräu" gewesen!!! Grmpf!!!
    OK, Pumpkin, gaaaanz ruhig! Denk an Deine Prämisse: nicht vor Buddel 2 benoten!
    *Fump* ... boah, schmeckt noch widerlicher!
    Gaaanz weit hinten ist eine gewisse Süffigkeit erahnbar, am Hopfen ist das Zeug wahrscheinlich komplett vorbeigeflogen ( oder der Braumeister ist mit ein paar Fässern von dem Zeug einmal durch die Holledau gefahren ): so gut wie keine schmeckbare Herbe. Dabei angedeutet fruchtig, aber auch das bleibt im Ansatz stecken.
    Gut, ich will natürlich nicht ausschließen, dass das "Pilger-Bier" transport- und temperaturempfindlich ist und auf dem Weg von Altötting ins Ruhrgebiet an Qualität eingebüßt hat. Aber das kann ich ja bei der Benotung nicht voraussetzen...
    *lunk* ... nee, das wird heute nix mehr: labbrige, charakterlose Brühe, die die Bezeichnung "Bier" in den Schmutz zieht. Den Braumeister sofort entlassen!
    Und ich muss von dem Unfall jetzt auch noch eine dritte Flasche trinken!!! Hilfeeeee!!!!!

    Note: 6
     
    Zuletzt bearbeitet: 21 April 2015
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  23. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    (Yesterday....)

    Wenn die Bayern nach 40 Minuten mit 5:0 führen kann man ja auch mal ´n Bier trinken...

    "Schloss Premium Pils" (0,5l Dose, 4,9% Alk)

    Das Billigbier vom Netto. Eine goldene Dose mit ovalem weissen Etikett und goldener Schrift, das sieht ganz ehrlich genau nach den 35 Cent aus die der Stoff kostet. "Fein Herb" soll es sein, und zudem der genaue Hinweis auf die Herkunft... "Gebraut und abgefüllt in Deutschland". Ich mach dann um unsere ulkige Republik mal ´nen Kringel im Bieratlas...

    Zoscht es denn auch premium-verdächtig? Jau, das hatte ´nen guten Klang.

    Schnupper... Das Aroma ist leicht plörrig.

    Prost! Lunk lunk lunk... Schmeckt wie es riecht. leicht plörrig. Es ist wirklich eine leicht herbe Note vorhanden, Süffigkeit dafür komplett aus der Dose verbannt. Gluck gluck gluck... Beim zweiten Ansatz kommt die Herbheit etwas mehr durch, ohne wirklich prägnant zu werden. Gluck gluck... Es bleibt das Plörrige im Vordergurnd. Das ist bei dem Preis nun kein Beinbruch.... Lunk lunk lunk... Aber es gibt eben Turmbräu, und damit was besseres. Lunk lunk lunk... Gegen Ende wird es etwas schal, ohne da Hasseröder-Würgdimensionen zu erreichen. Oder wird mir kotterig weil ich den grössenwahnsinnigen Blödmann Weselsky in den Nachrichten sehe, und Samstag nach Hamburg fahren will? Gluck gluck... Leer.

    Fazit: Schloss Premium Pils ist so "Premium" wie die Rückrunde vom FC Kölle. Man hält sich mit seinen bescheidenen Mitteln gerade noch halbwegs anständig über Wasser und tut auch keinem wirklich weh, aber gegen Felskrone und Turmbräu in der oberen Tabellenhälfte kann man einfach nicht anstinken.

    Note: Klassenerhalt geschafft, 3-
     
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  24. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ich geh nachher auf´m Rückweg vonner Auszubildendenversammlung mal bei EDEKA vorbei, die haben da glaube ich einen ganz feinen Test-Tropfen für mich... und ich hab morgen frei. :)
     
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  25. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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  26. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich schreibe Euch nachher mal rein, wie meine Erfahrungen mit dem Bier auf dem Münchner Frühlingsfest waren - wenn's allerdings Augustiner ist, dann spar ich's mir :)
    Zosch, Etikett und Flaschenform kann ich aber nicht miteinfliessen lassen, weil es den üblichen Maßkrug geben wird; Preis lasse ich auch außen vor, denn dass es sauteuer ist, weiß ich jetzt schon.
     
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  27. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Turmbräu gibbet hat heute abend auch noch, aber vorher Asgaard und Kilkenny. Testresultate dann morgen.
     
  28. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Sodele,

    ich hocke hier gerade in meinem alten Wacken-Campingstuhl auf dem Rasenstück hinter meiner Bruchbude im Sonnenuntergang und habe ein gut temperiertes (wie Pump sich ausdrückt) Bier im Anschlag... Es gibt schlimmere Tage zum Leben.

    "Kilkenny Irish Beer" (Irland, 0,5 l Flasche, 4,2% Alk)

    Das Etikett verspricht uns "Refreshing Red Ale". Importiert wurde der Stoff von der Radeberger Gruppe, wobei ich Radeberger eher mit ´nem Brummschädel als mit gutem Bier in Verbindung bringe. Da mein letztes Radeberger aber auch schon etliche Jahre zurückliegt... egal. Das Etikett ist in bräunlichem Rot gehalten mit ´ner Kloster(?)-Silouette drauf, und weist ausserdem darauf hin dass die Schütte von Guinness gebraut wird. Sieht ganz nett aus.

    Ich hab es ewig nicht mehr getrunken und lasse mich einfach mal überraschen.

    Zosch? Halbgar.

    Schnupper... aus der Flasche dringt ein extrem malziges Aroma in den Riechkolben. Fast schon penetrant malzig.

    Prost! Lunk lunk lunk... Es schüttelt mich gerade ein wenig. Aber okay, man kann ein Ale auch nicht mit ´nem Pils vergleichen. Lunk lunk lunk... Der zweite Antrunk ist schon besser, nicht mehr so ""Knüppel auf´n Kopp"-malzig. Gluck (RÜLPS!) gluck gluck... Hmm... also ganz ehrlich: Je mehr ich davon trinke, desto geschmackloser wird es. Gluck lunk schlürf... Ich hatte das irgendwie besser in Erinnerung. Lunk lunk.. lunk... leer.

    Fazit: Erst obermalzig im Ansatz, dann fad beim Abtrunk und nichtssagend im Nachgeschmack. Das Kilkenny war das Geld irgendwie nicht wirklich wert.

    Note: 4-

    Kommen wir nun zu etwas ganz anderem....

    "Asgaard Premium Pils" (0,33 l Flasche, 4,8% Alk)

    Es gibt leider nicht mehr viele Brauereien in meinem geliebten Bundesland, deren Bier man auch halbwegs gut verteilt in den Geschäften findet. Das Asgaard wird in Schleswig ca. 30 Kilometer nördlich von meiner Heimatstadt gebraut und ist mit 16 Euro pro Kasten (24 x 0,33 l) leider ein sehr teures Vergnügen. Das blau-rot-silberne Etikett wird leider durch ein Gewinnspiel verschandelt, dafür bekommt der Kronkorken mit dem Wikingerschiff drauf Sonderpunkte. Genau wie für den Seitenaufdruck "Wichtig: Saufen gefährdet die Gesundheit!" Ist doch cooler als dieser blöde "Bier bewusst geniessen"-Slogan, den einige auf ihren Buddeln stehen haben.

    Zosch? Zurückhaltend. Dafür gibbet schönen, stabilen Schaum.

    Schnupper... Riecht auch zurückhaltend.

    Prost! Lunk lunk lunk... Jo, das ist doch mal ´ne ganz andere Hausnummer als der Irensöff von gerade eben. Leicht Herb im Angang und megasüffig im Abgang. Lunk lunk... Njam! Lunk... Nach einer Weile kommt eine leicht fruchtige Note durch, die das Gesamtbild angenehm abrundet. Der Nachgeschmack ist wie er sein soll. Nicht zu penetrant, mit einem angenehmen Kribbeln auf der Zunge. Lunk... Ich trau mich gar nicht das so schnell zu trinken... Ich hab wegen des Preises ja leider nur eine Buddel. Mit jeden Schluck kommt jetzt der Hopfen besser zur Geltung. Lunk lunk... Jammer, gleich leer! Lunk lunk... schnief...

    Fazit: Die wissen was sie tun an der Schlei. Würde ich in Schleswig wohnen, hätte ich mir schon ´ne Pipeline zur Brauerei legen lassen.

    Note: 1​
     
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  29. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    "Asgaard" hab ich hier bislang nirgends gesehen.
    Und "Kilkenny" haut mich auch nicht so vom Hocker. Ich kenne das allerdings nur vom Fass und da ist es zumindest OK, wenn mich die Erinnerung nicht trügt.
     
  30. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Asgaard ist auch sehr regional, ich weiss gar nicht ob es das in Hamburg noch gibt.
     
  31. derblondeengel

    derblondeengel master of desaster

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    Der @Dilbert hats gut, der muss kein Mühlenkölsch trinken wie ich...

    Werde wohl doch gleich die letzten drei Flaschen Budvar erledigen bevor ich wieder auf Mühlenkölsch umsteige. :zahnluec::prost2: