Stadien

Dieses Thema im Forum "Fussball Stammtisch" wurde erstellt von Detti04, 13 Juli 2015.

  1. Detti04

    Detti04 The Count

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    Hi,

    John Oliver hat kuerzlich Stadien und ihre Finanzierung behandelt. Ich stelle das hier mal unkommentiert rein:



    Vielleicht kann das ja als Anstoss fuer Diskussionen hier im Forum dienen. Spannend finde ich insbesondere den erwaehnten Report, der besagt, dass Wirtschaftswissenschaftler keine Belege dafuer gefunden haben, dass neue Stadien mehr Jobs oder hoehere Steuereinnahmen bringen. Da fragt man sich dann schon, wieso Kommunen bei der Stadionfinanzierung helfen.
     
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  3. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Naja, wenn ich mir die Situation in Italien angucke... da heißt es immer, die Leute kommen auch deshalb nicht mehr ins Stadion, weil die Dinger alle veraltet sind. Juve dagegen hat seit dem Stadionneubau die Hütte immer voll, was früher absolut nicht der Fall war.
     
  4. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Na weil sie dann ne höhere Miete (oder überhaupt eine Miete) verlangen können. Manche Vereine gehen daran ja schier pleite.
    Und es ist ne Image-Sache. Oder bei der Stadt kennt jemand denjenigen, der solche Stadien plant und baut.
     
  5. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Wundert mich nicht wirklich; das ist ja auch eine Behauptung, die von den Sportfirmen und Stadionbefürwortern einfach aufgestellt und danach nie überprüft wird.

    http://econjwatch.org/articles/do-e...or-sports-franchises-stadiums-and-mega-events

    Da ist übrigens das Papier aus Dettis Video.
     
  6. fabsi1977

    fabsi1977 Theoretiker

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    Hm, betrachtet man sich mal den Zuschauerschnitt um die Jahrtausendwende und vergleicht ihn mit dem heutigen kommen ca. 13.000 Zuschauer mehr pro Spiel ins Stadion. Kaum eines der Stadien der heutigen Bundesligisten ist noch in dem Zustand des Jahres 2000. Insofern könnte man durchaus die These aufstellen, dass moderne Stadien zu mehr Besuchern führen und dadurch natürlich auch zu mehr Einnahmen und im Endeffekt mehr Steuern abgeführt werden.
    Inwieweit diese Mehreinnahmen durch anderweitige Mehrausgaben aufgefressen werden und ob es sich dabei um deutliche spürbare Mehreinahmen handelt steht dabei auf einem anderen Blatt.
     
  7. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Vielleicht spricht der ja gar nicht über die Situation in Deutschland.
     
  8. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Denke ich auch. Vergleicht man mal das alte Volksparkstadion (da kamen Mitte der 90er zu Spielen oftmals weniger als 20000 Zuschauer, bei 35000 war es schon verhältnismässig gute gefüllt, Eintrittspreise von ca. 10 Mark für ´nen Steher) und die Sitaution seit dem Umbau (Zuschauerschnitt um die 48000 oder höher, trotz oftmals überzogener Eintrittspreise, oder den Bökelberg mit seinen 27000 Stehplatzen im Vergleich zum Borussia-Park - das sind Welten (auch wenn die alte Klitsche viel charmanter war, auf´m Berg wären wir jetzt wahrscheinlich im Mittelfeld der zweiten Liga zuhause).

    Früher bestand der sogenannte Fan-Shop aus ´nem umfunktionierten Wohnwagen mit Verkaufstheke und vielleicht zwei Leuten drin, heute rennen da allein in den Hauptshops im Stadion acht bis zwölf Leute rum, dazu gibbet noch viele kleinere Stände, für die ja auch Personal da sein muss. Vor dem Stadion wachsen gerade in Hamburg die Bierstände reihenweise wie Pilze aus´m Boden, wo es früher gerade mal Knappis Wurstkarre gab.

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das für die Städte keine Mehreinnahmen und mehr geschaffene Arbeitsplätze bedeutet. Die ganze Logistik ist doch um ein paar hundert Prozent gewachsen.

    Ich bin nur froh, dass man in Mönchengladbach damals den Rüssmann-Plan einer Multifunktionsarena mit Laufbahn nicht umgesetzt hat. Das Ding hätte niemand gebraucht, wahrscheinlich wäre man jetzt damit beschäftigt, den Schuppen in ein reines Fussballstadion umzuschustern.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 Juli 2015
  9. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Deshalb hab ich ja das Beispiel Italien gebracht. Und in Spanien ist es teilweise auch so, dass Vereine mit neuen Stadien ihre Einnahmen massiv erhöhen konnten. Es sei denn, man hat sich mit dem Stadionbau so verspekuliert wie in Valencia...
     
  10. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    ""Wir standen als Spielort im Wettbewerb mit Bremen, haben dann von der Stadt Hannover das Niedersachsenstadion übernommen, um die WM-Arena zu bauen. Damals konnten wir somit eine Investition umsetzen, die nur zur WM möglich war. Ansonsten hätten wir heute hier keine wettbewerbsfähige Bundesliga-Arena." Für die Entwicklung seines Vereins sei der Bau entsprechend "unglaublich wichtig" gewesen. "Das Stadion ist neben der Mannschaft der maßgebliche Faktor."
    http://www.kicker.de/news/fussball/...l_wm-2006-als-segen-fuer-hannover-und-96.html
    Und davon profitiert auch eine Stadt als Standort. Jedenfalls indirekt.
     
  11. Peter Herter

    Peter Herter Erfahrener Benutzer

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    Aber Rüssmann war ein Anstoß zum Bau einer neuen Arena,er hatte ja Jahrelang schon geplant was leider alles auf Kosten des sportlichen Erfolgs ging,er hatte damals leider zuwenig unterstützer.