Springer Post goes Politik

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Princewind, 4 Dezember 2007.

  1. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    @ BU

    wo liest du das denn?

    bisher haben alle nur gefordert, dass mit dem eigentum sozialverpflichtet umgegangen werden muss. wem das nicht passt, darf halt keine leute beschäftigen.

    ich würde sogar so weit gehen, dass jede unterbezahlung hart bestraft wird.
     
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  3. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Es wird sich beschwert darüber, dass Springer mit seinen Entlassungen Druck contra Mindestlohn ausübt.

    Es wird sich beschwert darüber, dass Springer Arbeitsplätze abbaut, wenn der Mindestlohn kommt.

    Daraus lese ich das.
     
  4. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    PIN eiert rum - das ist das, was ich so schwach finde:
    Zuerst plärren gegen jeden Mindestlohn, dann Entlassungen ankündigen, dann vor'm Kartellamt klagen wollen, dann Mindestlohn in Stufen vorschlagen,...

    Wenn Du mich fragst, dann geht da gerade ganz mächtig ein Geschäftsmodell nicht auf, bzw. muß mal ganz mächtig umgestaltet werden, und das finde ich nicht gerade sehr bedauerlich.
     
  5. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    beschwert wird sich nur darüber, dass springer druck ausübt und/indem er mit massenentlassungen droht.

    ansonsten ist man über jede tätigkeit, die er nicht ausübt, dankbar.
     
  6. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Das sind die beiden Aussagen:

    1. Jede Einflussnahme auf die Politik, die daruf abzielt, Mindestlöhne nicht durchzusetzen, wird kritisiert.

    2. Entlassungen auf die Einführung von Mindestlöhnen sollen mit Nichtberücksichtigung bei öffentlichen Aufträgen beantwortet werden. Si sollen damit gebrandmarkt bzw. missbilligt werden.
     
  7. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    das ist ja auch richtig.

    und wo hast du dies herausgelesen?
     
  8. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Das Springer Post-Kapitel hat sich anscheinend eh erledigt. Springer zieht angeblich die Reißleine und bereitet die Insolvenz von PIN vor.

    Diese wäre meiner Meinung irgendwann auch so, ohne Mindestlöhne gekommen.
    Wenn ich mir hier im Stuttgarter Raum die Austräger von PIN und TNT Post anschaue, dann muss ich sagen, dass die im Vergleich zur Deutschen Post kaum Post mitführen.
     
  9. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Aus der zweiten Ausasage: Warum sonst sollte man Unternehmen von öffentlichen Aufträgen ausschliessen, als mit dem Grund, dass man die Entlassung an sich missbilligt?
     
  10. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Wer keinen Lohn zahlt, der einem Mindeststandard genügt, hat nichts da zu suchen wo aus Geldern der Allgemeinheit etwas finanziert wird. Wo ist denn da das Problem?
     
  11. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Ich sehe DARIN kein Problem. Nur diesen dann zusätzlich zu seinem konsequenten Rückzug noch zu bestrafen, darin sehe ich ein Problem.
     
  12. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Nun, vielleicht mißbilligt ja der Verfasser dieser Zeilen Unternehmen an sich, die keine Mindestlöhne zahlen wollen und deswegen mißbilligt er dann selbstverständlich auch die Reaktion der Entlassung von Angestellten auf die Einführung eines solchen Standards.

    Kann ich schon nachvollziehen.
     
  13. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Aha, man bereitet also seine Insolvenz vor...

    Auch traurig, daß sowas funktioniert. Entszanden Gewinne kann man an die Mutter abführen, die ihrerseits aber entstandene Verluste nicht ausgleichen muß. Das ist dann wieder Sache der Allgemeinheit.

    Tolles Signal: Wollt Ihr uns zwingen, anständige Löhne zu zahlen, machen wir den Laden zu.

    Die Dummen sind natürlich wieder einzig und alleine die Arbeitnehmer. Und gerade hier gehören die Verantwortlichen bestraft, eigentlich sollte denen zum Schutze der Allgemeinheit die Genehmigung erzogen werden, überhaupt Geschäfte zu führen.
     
  14. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Siehste, und ich kann es auch nachvollziehen, es ist aber trotzdem einseitig, weil man eben nicht beides haben kann, wenn nicht von allen mitgespielt wird.

    Zumindest wird diese Haltung meines Erachtens nicht konsequent zu Ende gedacht. Denn die Forderung, die sich hierauf gründet, ist eben, dass man trotz des Mindestlohns und seiner Abneigung dagegen entgegen der angekündigten Konsequenz die Stellen beibehält und in den sauren Apfel beisst. Das ist sicher bedingt sogar begründ- und machbar. Aber eben nicht grenzenlos.

    Im übrigen hat die Firma ihre Konsequenz sogar angekündigt, was vielfach als Drohnung verstanden wurde und möglicherweise sogar so verstanden werden sollte.

    Viel schlimmer fände ich es jedoch, nix anzukündigen und entsprechend zu entlassen oder aber sogar am Vertrag mitzuwirken bzw. ihn zu billigen und trotzdem Personal abzubauen.
     
  15. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    nö, BU, du hast es nicht verstanden!

    die entlassungen werden nicht missbilligt.
    das dreiste vorhaben, hungerlöhne zu zahlen, wird durch ausschluss vom öffentlichen bietverfahren abgestraft.
    aber leider nur, indem man solche praktiken untersagt.
    mir wäre lieber, wenn der versuch bereits strafrechtlich verfolgt werden würde.
    bei mir säßen die herren pin und co längst im knast.
    aber ich will mich nicht beschränken: viele andere sozialtäter auch.
     
  16. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Korrekt, schließlich sind wir immer noch ein Sozialstaat. Wenn der Staat jedoch diese (Vorbild)Funktion nicht mehr erfüllt, dann wäre es eine Bankrotterklärung des Staates.

    Und wenn der Staat eh den größten Teil der Lohnkosten seiner Auftragnehmer übernimmt,dann kann er die Leistung auch selbst durchführen. Achne, hat Brüssel ja was dagegen. So von wegen Liberalisierung und so.

    Und btw, es gibt auch Unternehmen für die ihre soziale Verpflichtung eine Selbstverständlichkeit ist, nicht das hier nun alle über einen Kamm geschoren werden.
     
  17. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Das finde ich gut: Die Post will die gekündigten PIN mitarbeiter übernehmen! :top:

    Derweil stellt sich ja nun herraus, dass der Mindestlohn gar nix mit den Entlassungen bei PIN zu tun hat, sondern das die Firma schon länger so gut wie pleite ist. Springer hat das Ding voll gegen die Wand gefahren.
    Titelt BILD demnächst: Wir entlassen tausende Zusteller ?

    quelle u.a.: Privater Postdienst: Springer bereitet sich auf Pin-Pleite vor - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
     
  18. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Klaaaaaaaaaaar, wenn der Dicke aus Rheinland Pfalz das so sagt, dann wird das schon so sein.

    Unglaublicher Mist!
     
  19. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    wichtig war, dass pin eh scho pleite ist, bevor sie mindestlöhne zahlen mussten.
     
  20. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Meinetwegen, dann sind wir uns ja einig.
     
  21. Schröder

    Schröder Problembär

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    @ BU: Ich seh dein Problem nicht: Ein Unternehmen, das sich aus einem Geschäftsgebiet zurückzieht, braucht sich doch um weitere Auftragsangebote seitens des Staates nicht zu kümmern, weil sowieso inexistent.
     
  22. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Ja das dachte ich eigentlich auch. Um so verwunderter war ich, den Satz da zu lesen, den ich zitiert habe, und der kam komischerweise von dir.

    Kläre mich mal auf, wie du das konkret gemeint hast!