Spielabbruch in der 8.Liga, Bezirksklasse

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Lok Leipzig & FC Bayern, 26 Oktober 2009.

  1. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich kenne nur die Definition.
     
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  3. Schröder

    Schröder Problembär

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    Sieht die Gesetzgebung denn diese Abgrenzungen vor (von den Vorstrafen mal abgesehen)?

    Das wäre ja fast schon Rechtsbeugung. Soweit ich weiß, sollten vor dem Gesetz alle gleich sein, unabhängig von ihrer Herkunft.

    Und nix ist so schnell dahingeheuchelt wie eine einfache Entschuldigung.

    Man kann doch das Strafmaß nicht an der Person des Täters festmachen, sollte in 1. Linie die Tat beurteilen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 März 2010
  4. aze1963

    aze1963 Member

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    Das ist wie letzte Woche, ich kam völlig nüchtern aus ner Kneipe, da tritt mir doch so ein Idiot auf die Hände! :D

    Bei aller juristischen Fachsimpelei, der Kerl wie jeder Andere der die Gesundheit und die Unversehrtheit eines anderen Menschen vorsätzlich in misachtet gehört aus meiner Sicht hinter Gitter oder ins Erziehungscamp von Annegret Nobel. :)
     
  5. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Nee, Schröder, genau das ist die Frage.

    Denn NACH dem Feststellen, welcher Tatbestand denn nun tatsächlich vorliegt, und ob sogenannte "Rechtfertigungsgründe" vorliegen (Stichwort Notwehr und Nothilfe), kommt die Beurteilung der "Schuld". Und in diese fliesst seit jeher all dies ein. Das war schon immer so.

    Eben deswegen wird ein durch sein Umfeld "fehlgeleiteter" Täter anders bestraft als einer, bei dem eine solche Fehlleitung nicht erkennbar ist.

    Jede erkannte Tat wird demnach entsprechend des Schuldgrades des Täters bestraft. Und eben weil es in fast jeder Straftat eine Spanne des Strafmaßes gibt, gibt es auch auf der Schuldebene einen entsprechenden Beurteilungsspielraum.

    Sicher spielen da auch Beurteilungen über die Tatsituation, der evtl. besonderen Verwerflichkeit der Tat, dem Vorsatzgrad und dergleichen mit eine Rolle, aber m.E. nur eine untergeordnete. Viel wesentlicher ist der Einsichtsgrad des Täters, seine gezeigte, glaubhafte Reue, sein Umfeld, seine soziale Herkunft etcpp.

    Die Gesetzgebung selbst sieht diese Abstufungen nicht direkt vor, wohl aber die ständige Rechtsprechung.

    Und da sind wir wieder dabei: Das "Recht" besteht eben bei uns nicht nur aus dem Gesetz, da gibt es noch mehr. Das hatten wir ja schon irgendwo mal bei der Diskussion über Verwaltungshandeln, ich glaube, im Rahmen des CD-Kaufs aus der Schweiz. Die handelt ja auch nicht "nur" nach Gesetz, sondern von Verfassungs wegen nach "Recht und Gesetz". Diese Formulierung ist ja kein Zufall.

    Und genauso und insbesondere sieht es bei der Judikative aus.

    Klar, man kann sich entschuldigen und eine Einsicht über sein Fehlverhalten formulieren. Inwieweit dies glaubhaft ist, muss dann das Gericht beurteilen. Aber auch da gilt, im Zweifel pro Angeklagter.

    Und zum letzten Satz: Doch, das kann man. Und das macht man auch, wie du ja ständig mitbekommst.
     
  6. Schröder

    Schröder Problembär

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    1. Was schon immer so war, muss ja nicht immer so bleiben. Soweit ich weiß, gibt es keine gesetzliche Begründung dafür, die Person des Täters höher in das Strafmaß einfließen zu lassen, als die Tat selbst. Daher braucht es auch keine gesetzliche Änderung, um diese "Praxis" zu ändern. Nur bei den Richtern müsste ein Umdenken stattfinden. Ich verweise hier mal auf den Schill in HH.

    2. Natürlich sollte berücksichtigt werden, ob der Täter aus seinem Umfeld heraus zu dieser Tat angestiftet wurde. Aber nicht jeder aus sozial schwierigen Verhältnissen sollte damit seine Tat entschuldigen dürfen. Gibt auch genug Leute, die trotzdem ohne Gewaltexesse durchs Leben kommen.

    3. Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz. Eine dahingemurmelte Entschuldigung kann noch so unglaubhaft sein, mehr als in Zweifel ziehen (also beweisen, das es gelogen war), wird kein Richter können. Und da im Zweifel für den Angeklagten gilt, kommt dieser damit immer durch und gilt als reuig.

    4. Kann man, muss man aber nicht. Und so oft bin ich nicht in Gerichtssäälen anwesend. Für Richterin Salem und Richter Unhold hab ich erst Recht keine Zeit. ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 März 2010
  7. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Zu eins gehe ich mal nicht ein, weil das in der Tat ein Ansatz "wäre". Nur eben schwierig durchzusetzen. Weil da ganze Instanzenzüge hinter der gängigen Praxis stehen und zudem die Staatsanwaltschaft wohl mehrheitlich auch.

    Zu 2. Kann ja nicht "jeder". Es findet da aber immer eine Gesamtwürdigung statt. Und manche werden so und andere anders gewürdigt. Dass sich jeder auf seine schwere und gewaltvolle Kindheit in Halle-Silberhöhe berufen kann, ist ja nicht so. Und auch wenn, dann hiesse das natürlich nicht generell was. Denn auch in "guten" Sozialgegenden gibt es vernachlässigten Nachwuchs, exzessive verhaltensauffälligkeiten, die ganze Pallette eben. Deswegen ja: Gesamtwürdigung aller Umstände.

    Zu 3. Nein, dem ist nicht so. Durchaus wird ein Richter zur Auffassung gelangen können, die gezeigte Reue sei nicht (und zwar gar nicht) glaubwürdig. Das haste ja im übrigen auch in anderen Verfahren, diese Glaubwürdigkeitsbeurteilung des Deliquenten.
     
  8. Schröder

    Schröder Problembär

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    Natürlich kann er zu dieser Auffassung kommen, er darf sie (weil er es nicht beweisen kann) aber nicht in sein Urteil einfließen lassen.
    Was ich zumindest teilweise mitbekomme, wie da Anwälte und der Angeklagte selbst versuchen, andere Schuldige auszumachen, diese im Gerichtsaal angehen und die Schuld vom ihm selbst bestritten wird, so sieht keine Reue aus. Wer wirklich bereut, steht auch zu seiner Tat und nimmt die Strafe an. Eine Entschuldigung erst dann, wenn die Schuld bereits bewiesen ist, ist für mich immer gelogen und dient nur der eigenen Strafmilderung.

    Das einzige, was ihm/ihr dann leid tut, ist, dass sie ihn/sie erwischt haben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 März 2010
  9. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Logisch darf er das. Muss er sogar.
     
  10. A-Team MB

    A-Team MB Verrückter

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    also wenn ich die definitionen höre, wunder ich mich über diverse anzeigen...
     
  11. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Die da wären welche?
     
  12. Lok Leipzig & FC Bayern

    Lok Leipzig & FC Bayern Active Member

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    muss man doch mal ehrlich sein, der Staat sollte mal das Gesetz im Strafmaß überdenken. Ein Beispiel, jemand hat seine Freundin mit der Axt erschlagen und danach schüttet er sich ne Bulle Braun rein und was bekommt er??? 4,5 Jahre und nach 3,5 Jahren kommt er wieder raus!!! ( Vermiendert Schuldfähig wegen der Idee eine Bulle Braun danach zu saufen )!
     
  13. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Haste dafür ein Beispiel? Denn so, wie du das schilderst kann ich mir das nicht vorstellen. Und das gibt auch der Schuldminderungsparagraph nicht her.
     
  14. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Dolles Stammtisch"beispiel" rausgehauen, Donnerwetter, und anhand dessen, dann gleich härtere Strafen forderen, weil die aktuellen für den Stammtisch zu lasch sind. Das ist mal ganz großes Kino :rolleyes:
     
  15. Lok Leipzig & FC Bayern

    Lok Leipzig & FC Bayern Active Member

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    dieses Beispiel ist Wahr und passiert 1995 in Brandis. :warn:
     
  16. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Ich hätte trotzdem gerne einen Link dazu.

    Kannst mir natürlich auch gerne eine Urteilsbegründun zukommen lassen.

    Denn - im Ernst - ich glaube es einfach so wie du es geschildert hast nicht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass in der Urteilsbegründung andere Gründe für die Schuldminderung aufgeführt werden, als ein Besäufnis nach Beendigung bzw. Vollendung der Tat.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 März 2010
  17. Lok Leipzig & FC Bayern

    Lok Leipzig & FC Bayern Active Member

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    Für den 7. April ruft der Red Star Supporters Club (RSSC) zur Teilnahme an einer antifaschistischen Demonstration in Brandis auf! Die nach zwei Verhandlungen vom Sportgericht verfügte Neuansetzung der am 24. Oktober 2009 nach dem Überfall von rund 50 Neonazis auf Spieler, Fans und Vereinsvertreter_innen nach 2 Minuten abgebrochene Partie zwischen dem FSV Brandis und RSL wurde vom Fußballverband auf Mittwoch 7. April um 18.30 Uhr festgelegt. Nach langen Diskussionen haben Mannschaft und Verein beschlossen am 7.4. wieder in Brandis anzutreten – den Nazis wird das Spielfeld nicht überlassen!

    Aber dabei wollen wir es nicht belassen! Schon um 17 Uhr werden wir uns am Bahnhof in Brandis zu einer antifaschistischen Demo einfinden und von dort gemeinsam zum Sportplatz laufen.

    Da kann man nur hoffen, dass die Demo ordentlich abgesichert wird!!!
     
  18. Lok Leipzig & FC Bayern

    Lok Leipzig & FC Bayern Active Member

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    Heute 16.30 Uhr ist eine Demo angesagt und dann um 18.30 Uhr beginnt das Nachholespiel zwischen Roter Stern gegen Brandis in Beucha Langestücken.;) Da sollen die Sicherheitsbedenken besser sein.:suspekt:
    Zur Demo haben sich auch die Rechten angemeldet. :hammer2:Ich hoffe mal auf starken Polizeiauflauf!!!!:motz:
     
  19. A-Team MB

    A-Team MB Verrückter

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    und wie war die demo?