Sonntagsfrage zur Bundestagswahl am 22.09.2013

Dieses Thema im Forum "Powertalkez" wurde erstellt von Nestor BSC, 30 Juli 2013.

?

Ich wähle bzw. würde wählen...

Diese Umfrage wurde geschlossen: 21 Oktober 2013
  1. *

    CDU/CSU

    4 Stimme(n)
    12,9%
  2. SPD

    3 Stimme(n)
    9,7%
  3. *

    FDP

    2 Stimme(n)
    6,5%
  4. *

    Die Linke

    11 Stimme(n)
    35,5%
  5. *

    B´90/Grüne

    3 Stimme(n)
    9,7%
  6. *

    Piratenpartei

    3 Stimme(n)
    9,7%
  7. *

    NPD

    1 Stimme(n)
    3,2%
  8. *

    Freie Wähler

    2 Stimme(n)
    6,5%
  9. *

    AfD

    3 Stimme(n)
    9,7%
  10. ÖDP

    0 Stimme(n)
    0,0%
  11. *

    pro Deutschland

    1 Stimme(n)
    3,2%
  12. *

    Republikaner

    1 Stimme(n)
    3,2%
  13. MLPD

    0 Stimme(n)
    0,0%
  14. Tierschutzpartei

    2 Stimme(n)
    6,5%
  15. Die PARTEI

    2 Stimme(n)
    6,5%
  16. *

    Partei der Vernunft - PdV

    1 Stimme(n)
    3,2%
  17. PBC

    0 Stimme(n)
    0,0%
  18. BüSo

    0 Stimme(n)
    0,0%
  19. sonstige Partei

    1 Stimme(n)
    3,2%
  20. gehe nicht wählen

    1 Stimme(n)
    3,2%
  1. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.737
    Likes:
    2.754
    Zum Glück sind all die anderen komplizierten Gesetze zu Stande gekommen, obwohl ich kein einziges vormuliert habe. Ist zwar kaum zu glauben, aber tatsächlich wahr! :eek:

    In ein Gesetzt reinzuschreiben, dass jeder wählen darf, der seit 3 Monaten (oder 12 oder 9 oder 7) einen festen Wohnsitz in Schland hat, stelle ich mir nicht besonders schwierig vor. Und das so ein Gesetz nicht existiert, weil es niemand formulieren kann, das glaube ich nun auch nicht.

    Ist halt ein Missstand (von vielen) in Deutschland, dass nicht jeder wählen darf, der von den Entscheidungen der Politik betroffen ist. Und das dies diversen Rechts- und anderen Werten und Normen widerspricht, auf die doch sonst so viel Wert gelegt wird.
     
  2. Anzeige für Gäste


    um diese Anzeige auszublenden!.
  3. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.886
    Likes:
    971
    Und was machste dann mit den "Au pair" oder meinetwegen Werksstudenten, die für 1 Jahr hier sind? Sollen die auch wählen dürfen, obwohl anschließend berufsbedingt nur noch 3 Monate im Lande?
     
  4. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.737
    Likes:
    2.754
    Warum nicht? Klar, man könnte natürlich Angst davor haben, dass die CDU kurz vor der Wahl tausende Au-pair Mädchen und Werkstudenten ins Land holt, nur um die absolute Mehrheit zu holen, aber ich persönlich glaube, dass eine solche Angst unbegründet ist.
     
  5. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.886
    Likes:
    971
    Auf Bundesdeutscher Ebene dürfte das keine Auswirkungen haben, richtig. Auf kommunaler Ebene mit nur ´n paar Tausend Wahlberechtigten kann ein größerer Konzern schon eher einer ihm genehmen Partei helfen. ;)
     
  6. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.737
    Likes:
    2.754
    Der größere Konzern macht seine Mitarbeiter aber sowieso darauf aufmerksam, welche Partei seine Mitarbeiter zu wählen haben. Und ob das nun die CDU nun selber macht oder ein befreundeter Großkonzern ist auch egal.

    Gab übrigens erst neulich eine interessante Doku im TV (edit: ging um Möbelkraft und Kiel), wie Großkonzerne die Kommunalpolitik vor Ort steuern. Da ist es dann sowieso völlig egal, wer gewählt wird, die sagen schon, was gemacht werden muss und das wird auch gemacht.
     
  7. Detti04

    Detti04 The Count

    Beiträge:
    11.633
    Likes:
    1.390
    Ich wuerde mal ganz stark vermuten, dass es in Spanien aehnliche Parteien gibt wie in Deutschland: Konservative, Sozialdemokraten/Sozialisten, Liberale, Gruene und dann noch diversen Kleinkram. Welche Abkeurzung da nun fuer ws steht, das kanst Du sicher innerhalb von 10 Minuten rausfinden. Schliesslich wirst Du - nur als Beispiel - nicht ploetzlich die Sozialisten waehlen wollen, wenn Du in Deutschland immer Konservativ gewaehlt hast. Kleine Anekdote am Rande: Bei meiner ersten Kommunalwal hier in NZ hab ich mir tatsaechlich die "Programme" aller Kandidaten durchgelesen, d.h. ihre eigenen Zusammenfassungen ihrer jeweiligen Ziele; weil es sich um eine Kommunalwahl handelte, gab es reichlich Kandidaten, u.a. diverse Unabhaengige oder von Interessensgruppen, die nur auf lokaler Ebene existieren. Gelandet bin ich dann schlussendlich bei dem Vertreter einer der beiden Parteien, welche nach obiger Klassifizierung (also Konservative, Sozialisten usw.) fuer mich zur Auswahl gestanden haetten. Soll heissen: Das Lesen haette ich mir auch sparen koennen, weil es unwahrscheinlich ist, dass ich mit einem Kandidaten uebereinstimme, der nicht zumindest grob dieselbe politische Ueberzeugung hat wie ich.

    EDIT: Wuerdest Du hier eine Partei fuer Dich finden?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Parteien_Neuseelands#Parteien_im_Repr.C3.A4sentantenhaus
     
    Zuletzt bearbeitet: 1 Oktober 2013
  8. GilbertBrown

    GilbertBrown Green Bay Packers Owner

    Beiträge:
    6.249
    Likes:
    810
    Und mit welcher der Ein-Sitz-Parteien koaliert die National Party? :floet:
     
  9. Detti04

    Detti04 The Count

    Beiträge:
    11.633
    Likes:
    1.390
    Das ist ziemlich wirr, denn National bildete seine Regierungskoalition mit gleich drei Juniorpartnern, naemlich mit ACT sowie United Future (was beides ziemlich naheliegend ist) und der Maori Party, was (meiner Meinung nach) eigentlich nicht passt. Ich nehme an, dass man ueber die Maori Party den Einfluss der beiden Einmann-Parteien blockieren moechte. Die Maori Party, welche eigentlich viel besser zu Labour passt, war wohl nur eine Notloesung, allerdings hat sie, wie auch ACT, schon nach der vorherigen Wahl mit National koaliert bzw. deren Minderheitesregierung unterstuetzt.

    Insgesamt ist das bei den kleinen Parteien ein grosses Gewirre, denn die wichtigen Figuren dieser Parteien waren oft vorher praegende Gestalten oder gar Minister von National oder Labour. Ich vermute, dass sich das darin begruendet, dass es erst seit 1996 ein Wahlsytem nach deutschem Vorbild gibt (also mit Direkt- und Listenkandidaten), waehrend man es vorher mit dem klassischen Direktsitzen nach britischem Vorbild zu tun hatte. Wer damals also politisch etwas werden wollte, musste entweder bei National oder Labour sein, waehrend sich ihm danach (also in den Anfaengen des neuen Sytems) die Chance bot (und noch bietet), ueber Neugruendungen genau das zu vertreten oder zu erreichen, was man erreichen moechte.
     
  10. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

    Beiträge:
    17.892
    Likes:
    2.978
    Ich bleibe sowas von sicher im Inland, da beschäftige ich mich mit so etwas nicht. Ausserdem habe ich nicht jeden Tag die Musse, hier dialektische Besinnungsaufsätze zu schreiben.

    Sorry.
     
  11. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.737
    Likes:
    2.754
    Die CDU hat nun auch die Grünen zu Sondierungsgesprächen eingeladen, die haben auch angenommen, aber gleichzeitig warf ein Parteiratsmitglied der Grünen (Rasmus Andresen? kenn ich nicht.) der CDU eine "infame Doppelstrategie" vor.

    Hä? Die Grünen! :vogel: Ist doch völlig normal mit möglichen Koalitionspartnern zu sprechen. Was ist daran infam?

    Aus dem Duden:

    infam
    1. bösartig und jemandem auf durchtriebene, schändliche Weise schadend
      1. (umgangssprachlich) in beeinträchtigender, schädigender Weise stark
      2. (umgangssprachlich) in beeinträchtigend, schädigend hohem Maß; sehr

    Die Linke freut sich schon auf die GroKo und will dann je menge SPDler abwerben.

    "Wenn die SPD noch einmal in eine große Koalition geht, dann wird es unweigerlich Brüche in der Partei geben", sagte Parteichef Bernd Riexinger der Mitteldeutschen Zeitung. "Wir werden gezielt um unzufriedene Sozialdemokraten werben."

    http://www.fr-online.de/politik/moe...ndiert-auch-mit-gruenen,1472596,24497056.html

    Unzufriedene wird es wohl einige geben, aber ob die zur Linken überwechseln? ist ja auch unklar, ob da perteimitglieder oder nur Wähler gemeint sind, wobei sich das für mich nach ersterem anhört. Aber da dürfte die hemmschwelle im Westen wohl recht hoch liegen.
     
  12. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

    Beiträge:
    17.892
    Likes:
    2.978
    Ob diese Wahl tatsächlich "historisch" für das zukünftige Kräfteverhältnis werden kann? In dem Sinne, dass sich SPD und Linke prozentual angleichen mit der weiteren Option, dass tatsächlich zukünftig auch noch mehr Stimmen zusammen eingefahren werden können?

    Ich hielte das schon für spannend, weil ich Zeiten, als die SPD noch wirklich SPD war, also mit Wehner, Brandt und Schmidt, mithin bis in die 70er Jahre, "live" politisch-inhaltlich wegen Jugend nicht so recht verfolgt habe. Spannend wäre es daher, wenn ein richtiger "linker Flügel" mit annähernd gleichen oder höheren Stimmverhältnisses auf einen konservativen Flügel, ggf. ohne FDP, trifft. In Zeiten des langsam auslaufenden Wirtschaftswunders dürften die tatsächlich spürbaren Unterschiede der Flügel nicht so gravierend gewesen sein - in heutigen Zeiten wäre das aber spannend.
     
  13. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.737
    Likes:
    2.754
    Wieso historisch? Was ist denn neues passiert?

    Rein inhaltlich ist die Linke tatsächlich kaum was anderes als die SPD und man könnte sie tatsächlich als so eine Art linker Flügel der SPD bezeichnen. Allerdings trifft dies dann doch nicht ganz zu, denn man darf wohl nicht vergessen, was 1989 passiert ist. Es ist ja nicht so, dass "linke Sozialdemokraten" die Linke und "rechte Sozialdemokraten" die SPD wählen würden, sondern eher so, das die LINKE vorallem in den neuen Ländern gewählt wird, die SPD dagegen mehr im Westen, im Osten allerdings häufiger als die Linke im Westen. Vergleiche mit den 70er-Jahren der BRD sind daher wohl eher hinkend.

    Sieht man die SPD und Linke als einen "sozialdemokratischen Block" brauch man ja nur die Stimmen zusammenzuzählen. Die einzige Frage ist ja: wie groß ist die sozialdemokratische Stammwählerschaft oder wer ist die sozialdemokratische Wählerschaft. Wird sie größer oder kleiner? Wer sollte darüber hinaus warum sozialdemokratisch wählen?

    Wahlergebnisse seit 1949: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9b/German_parliamentary_elections_diagram_de.svg

    Sozialdemokratie immer zwischen 30% und 40% mir eine Hochzeit zwischen Ende der 60er bis Ende 70er. Jetzt sind sie mit 26% + 9% also im normalen Bereich, haben halt Pech, dass sie in 2 verschieden Parteien organisiert sind und der Westflügel nicht mit dem Ostflügen koalieren will. Aber das muss ja auch nicht für immer sein.
     
  14. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

    Beiträge:
    17.892
    Likes:
    2.978
    NOCH nichts.

    Schön, dass Du meine aufgeworfen Fragen

    noch einmal anders formulierst. Dann werden sie in der Tat gleich viel interessanter.
     
    pauli09 gefällt das.
  15. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.737
    Likes:
    2.754
    Noch nichts? Was soll denn historisches passieren? Eine SPD-Linke-Koalition? reicht ja nicht zur Mehrheit. Historisch ist wohl eher die Entwicklung, dass es zwei sozialdemokratische Parteien gleichzeitig gibt (aber selbst das hatten wir schon: SPD und USPD).
    Aber das ja auch nicht erst seit jetzt, sondern seit - je nachdem wie man es sieht - 2007 oder 1991.

    Historisch wäre es auch nicht, wenn die SPD mal die größte Fraktion würde, das gab es - wie oben verlinkt - auch schon. Sieht man sich die verlinkte Grafik an, geht der Trend eher dahin, dass die großen sogenannten Volksparteien kleiner werden, wobei das jetzige Ergebnis der CDU dem Trend wiederspricht. Mal sehen, ob die Absorbtion der fdp-wähler von Dauer ist oder nur eine einmalige Episode. Das ist wohl eher ein (kleines) historisches Ereignis. Eine SPD-geführte Regierung ist wohl weniger ein historisches Ergebnis, das gab es ja nun wirklich schon öfters.

    Wer historisches erwartet - was auch immer das nun sein sollte - sollte ja wenigstens eine These dazu haben, wie dieses zu Stande kommen könnte und sollte das historische tatsächlich die Annahme sein, es könnte irgendwann mal eine SPD geführten Regierung geben, dann wären die von mir gestellten Fragen thesenhaft zu beantworten. Denn ich sehe nicht, warum die Stammwählerschaft der Sozialdemokratie größer werden sollte. Ein Ergebnis von Zusammen 35% ist ebenfalls nicht historisch, sonder im üblichen Bereich seit 1949. 2009: 23 + 12 = 35% genauso wie 2013. Oder war das auch schon historisch?

    Historisch wäre am ehesten eine schwarz-grüne Koalition, die gab es nämlich noch nicht, jedebfalls nicht auf Bundesebene.
     
  16. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

    Beiträge:
    17.892
    Likes:
    2.978
    Frage ist, was historisch ist.

    Ich fände es historisch, wenn eine der beiden großen Volksparteien - hier die SPD - bei nächsten Wahlen, wegen der von Dir angesprochenen denkbaren Ströme der Wählerschaft zu den Linken, auf Bundesebene sich der Stimmanzahl der Linken von aktuell 25 : 9 Prozent auf beispielsweise etwa 17 : 17 annähern würde oder gar nur noch dritte Kraft hinter den Linken würde. Wenn Linke dann wieder richtig links sind, mobilisiert Links vielleicht auch schlummerndes Wählerpotential, so dass es nicht 17:17 sondern vielleicht 20:20 oder gar mehr heißen könnte.

    Das war gemeint und ich fände das historisch, weil man dann im Rückblick die gerade stattgefunden Wahl als Initial ansehen wird.

    Und frage mich nicht nach Thesen, Du bist selbst in der Lage, 1 und 1 zusammenzuzählen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1 Oktober 2013
  17. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.737
    Likes:
    2.754
    Antwort ist, was Bemerkenswertes in der Historie noch nicht vorkam.

    Ja, das wäre halt ein historischer Tiefstand der SPD und als These nicht ganz so von der Hand zu weisen, schließlich hat die Beteiligung an einer GroKo der SPD schon mal 10% gekostet. Oder auch nicht, denn das ist ja auch nur eine These. Aber denkbar.

    Ob sich der Stimmenanteil der sozialdemokratischen Wähler so oder so oder ganz anders auf 2 Parteien verteilt, finde ich dagegen gar nicht historisch, solange da in der Summe irgendwas um die 35% rauskommt.

    Dass die Linke dann aber so viel Stimmen hinzugewinnt, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Die liegen ja im Westen deutlich unter 5%. Wo sollen da auf einmal so viele Stimmen herkommen? Die Linke ist im Westen ja scheinbar für die Wähler nicht wählbar und selbst Lafontaine hat mit seiner Popularität nur im Saarland was reißen können. So gesehen wäre das dann doch historisch, wenn die Linke im Westen auf 17% käme.
     
  18. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

    Beiträge:
    17.892
    Likes:
    2.978
    Deswegen stellte ich es auch als Frage in den Raum.

    Mit nackten Zahlen - auch historisch - betrachtet, scheint das Szenario, Stimmenausgeglichenheit, derzeit nicht denkbar. Dennoch: Landtagswahlen im Osten sind doch schon recht knapp und ausgeglichen ausgegangen, wenn ich mich nicht irre.

    Wenn Stegner und andere Ypsilantis nur lange genug trommeln, wird sich die SPD schon zusammenraufen, zusammenzuarbeiten. Und wenn dann nicht Stegner und andere Ypsilantis das SPD-Zepter schwingen, sondern die gemäßigten Roten im Kanzleroutfit, wer weiss, was im Westen dann geht...
     
  19. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.737
    Likes:
    2.754
    Alles nur eine Frage der Zeit und eine Frage wie lange die Zeit im Westen dauert. Spätestens nach der ersten westdeutschen Koalition mit der Linken auf Länderebene werden die Wessi merken, dass die Linken auch nur eine Partei wie jede andere sind. Das es den Osten gibt und die Linke da alle Nase lang in den Ländern mitregiert, haben die ja noch nicht gemerkt. Aber für den westedeutschen Provinzler ist das ja auch immer noch Ausland. Insofern sind die entschuldigt.

    Nachtrag: Vielleicht wäre es aber auch schlau, wenn die SPD im Osten geschlossen in die Linke eintritt und die Linke im Westen nicht mehr antritt. Also nach dem CDU/CSU-Modell zu verfahren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1 Oktober 2013
  20. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

    Beiträge:
    17.892
    Likes:
    2.978
    Ich glaube nicht, dass den Provinzlern entgangen ist, dass die Linke in Ost-Landtagen mitregiert. Den Provinzlern sind nur die konkreten Stimmanteile im Verhältnis zur SPD nicht geläufig. Ich für meinen Teil bin mir nicht sicher, in welchem Bundesland (außer Berlin) die SPD noch vor der Linken liegt. Ich meine, dass sei nämlich nur noch in einem der Länder der Fall.

    Übrigens ist mir auch recht bildlich vor Augen, dass die Linke in mindestens 2 Bundesländern vor der Union liegt.

    Muss ich es noch genauer wissen?
     
  21. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.737
    Likes:
    2.754
    Bis Du westdeutscher Provinzler?

    Die Stimmanteile sind ja wurscht, es sind ja irrationale Ängste die im Westen dafür verantwortlich sind, dass eine Koalition mit der Linken tabu sind und dito wohl erst recht, diese zu wählen. Daher wird noch einige Zeit vergehen bis irgendwelche nennenswerten Anteile von Wählerstimmen im Westen von der SPD zur Linken übergehen. Oder es eine Koalition in einem westdeutschen Bundesland mit Linken Beteiligung geben wird.
     
  22. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.886
    Likes:
    971
    Ich glaub nicht, das es im Westen tabu ist, die Linken zu wählen. Es war bei der letzten Wahl und allen vorherigen Wahlen eher so, das Parteien, die von vorneherein bei keinem der beiden Lager für eine Koaltion in Frage kamen, immer Stimmen verloren haben. Weil halt selbst jemand, der gern Linke wählen würde, aus taktischen Gründen doch eher auf die SPD setzt, die seinen Vorstellungen von einer Regierungspartei noch eher entsprechen als eine CDU-Regierung. Wer wählt denn schon Opposition ohne Aussicht?

    Sollte die Linke im Westen oder auf Bundesebene irgendwann für eine Koalition mit der SPD / Grünen in Frage kommen, dürften sie auch hier zumindest die 10 % erreichen können.
     
  23. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.737
    Likes:
    2.754
    Nach der Logik also nie, da sie kaum über 5% kommen, kommen sie für eine Koalition nicht in Frage, kommen deshalb kaum über 5%, kommen deshalb usw.

    (gemeint sind westdeutsche BuLä)

    handgetappert by Holgy
     
  24. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.886
    Likes:
    971
    Falsch. Wenn sie nicht vor der Wahl schon als Koalitionspartner ausgeschlossen würden, kämen sie automatisch höher, weil dann einige Wähler der möglichen Koalitionsparteien ihnen über die 5 % - Hürde helfen wollten. Sie kommen ja teilweise nicht wegen zu geringer %-Anteile nicht für eine Koalition in Frage, sondern wegen inhaltlicher Differenzen. Bei der Wahl in Hessen hätten sie das Zünglein an der Waage sein können mit ihren 5,2 % (Und sind es gewissermaßen, weil nur dadurch reicht´s nicht für Schwarz-Gelb, und hätte auch nicht für Rot-Grün gereicht, wenn die FDP an der 5 %-Hürde gescheitert wär).
     
  25. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.737
    Likes:
    2.754
    Das ist ja auch nicht besser. Schließlich schloss die SPD eine Koalition bisher aus und ich sehe nicht, warum sich das ändern sollte. (Inhaltliche Begründungen der SPD dazu sind für mich auf Länderebene allerdings bisher nicht schlüssig.)

    Bleibt also alles wie es ist. Nix historisches zu erwarten.

    handgetappert by Holgy
     
  26. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

    Beiträge:
    14.238
    Likes:
    1.901
    der ost-löwenthal hat da wohl mit freundlicher unterstützung der hiesigen öffentlich-rechtlichen nach maßgabe der cdu/csu in den ddr-zeiten ganze arbeit geleistet, was die propaganda betrifft.
    an den hungermärschen der kpd kann es doch wohl nicht liegen, dass hier diese phobie so verbreitet ist.

    die spd kann ich jedenfalls nicht wählen, solange ihr die merkel lieber ist, als eine weiter sozial-orientierte regierung wie es die rot-rot-grüne wäre.
     
  27. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

    Beiträge:
    7.368
    Likes:
    436
    Die Partei die Linke ist wohl eher ein Sammelsurium aus dem Bereich linker Sozialdemokraten bis DKP-nahen Ansichten. Außerdem hatte das rote Lager zu den Wahlen 1998 und 2002 schon einmal deutlich mehr Stimmen als heute, nämlich deutlich über 40 Prozent. Es ist also so, dass da ein bemerkenswerter Anteil keine der beiden roten Parteien 2009 und 2013 wählte. Im Westen ist das Ansehen der SPD geschichtlich mitbedingt deutlich besser als das der PDL.
     
  28. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

    Beiträge:
    7.368
    Likes:
    436
    Ich mutmaße, im Westen ist der Anteil derjenigen, die die PDL aufgrund der DDR-Geschichte nie wählen würden oder das behaupten, deutlich größer als im Osten. Auf dem Land wird das Gefälle wahrscheinlich noch größer sein als in den Städten.
     
  29. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.886
    Likes:
    971
    Das ist sicher richtig. Er ist aber nicht so groß, das die Linke im Westen allein deswegen dauerhaft unter 10 % bleiben müsste.
     
  30. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

    Beiträge:
    7.141
    Likes:
    801
    Übrigens, kam gestern in den Nachrichten, das die Linke fordert die Zeit bis zur neuen Regierung zu nutzen und mit den Stimmen der Linken, Grünen und SPD flott den Mindestlohn einzuführen und das Betreuungsgeld zu kippen.....

    Das die CDU mit SPD und Grünen spricht ist doch legitim und hat nix mit infam zu tun. Manche Leute haben Ansichten.... Kaum zu glauben.

    Der SPD haben das erscheinen der Grünen in den 80ern und der Linken in den 90ern der den Status der Volkspartei gekostet. Da die SPD mehr potenzielle Wähler an die beiden verloren hat als die CDU. Die CDU hat also nur Glück gehabt, das keine neue Partei im konservativen Lager sich etablieren konnte.
     
  31. Monti479

    Monti479 Annemie ich kann nit mih

    Beiträge:
    2.345
    Likes:
    84
    Ich habe sie nicht gewählt, weil ich sie für Dampfplauderer halte.

    Man sollte aber beachten, dass nicht mal 1/4 der Bevölkerung mit rot-rot-grün einverstanden wäre und an letzter Stelle der möglichen Bündnisse steht. Das scheint man gerne zu verdrängen.
     
    KGBRUS gefällt das.