Sonntagsfrage zur Bundestagswahl am 22.09.2013

Dieses Thema im Forum "Powertalkez" wurde erstellt von Nestor BSC, 30 Juli 2013.

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Ich wähle bzw. würde wählen...

Diese Umfrage wurde geschlossen: 21 Oktober 2013
  1. *

    CDU/CSU

    4 Stimme(n)
    12,9%
  2. SPD

    3 Stimme(n)
    9,7%
  3. *

    FDP

    2 Stimme(n)
    6,5%
  4. *

    Die Linke

    11 Stimme(n)
    35,5%
  5. *

    B´90/Grüne

    3 Stimme(n)
    9,7%
  6. *

    Piratenpartei

    3 Stimme(n)
    9,7%
  7. *

    NPD

    1 Stimme(n)
    3,2%
  8. *

    Freie Wähler

    2 Stimme(n)
    6,5%
  9. *

    AfD

    3 Stimme(n)
    9,7%
  10. ÖDP

    0 Stimme(n)
    0,0%
  11. *

    pro Deutschland

    1 Stimme(n)
    3,2%
  12. *

    Republikaner

    1 Stimme(n)
    3,2%
  13. MLPD

    0 Stimme(n)
    0,0%
  14. Tierschutzpartei

    2 Stimme(n)
    6,5%
  15. Die PARTEI

    2 Stimme(n)
    6,5%
  16. *

    Partei der Vernunft - PdV

    1 Stimme(n)
    3,2%
  17. PBC

    0 Stimme(n)
    0,0%
  18. BüSo

    0 Stimme(n)
    0,0%
  19. sonstige Partei

    1 Stimme(n)
    3,2%
  20. gehe nicht wählen

    1 Stimme(n)
    3,2%
  1. fabsi1977

    fabsi1977 Theoretiker

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    nicht ganz

    (1) Wahlberechtigt sind alle Bürger im Sinne des Artikels 3 Abs. 1 Satz 1 der Verfassung des Landes Brandenburg, die am Wahltag
    1. das 16. Lebensjahr vollendet haben,
    2. seit mindestens einem Monat im Land ihren ständigen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben sowie
      ....
    bei uns im Ländle sind es sogar 3 Monate, und meines Wissens wollen die Grün-Roten das auch nicht ändern
     
  2. Anzeige für Gäste


    um diese Anzeige auszublenden!.
  3. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Darum geht es hier doch längst nicht mehr.

    Das kommunale Wahlrecht gilt doch meines Wissens nach (mit zunehmender Tendenz in den jeweiligen Landesverfassungen) für Jugendliche ab 16 und auch für EU-Ausländer.

    Es geht um das uneingeschränkte Wahlrecht auf Bundesebene.
     
  4. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Gar kein beispiel, ich erwähnte das nur, weil man in schland eben nur da wählen kann (wenn man es denn grundsätzlich darf), wo man gemeldet ist.
     
  5. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Nicht für Deine, sondern für meine Argumentation.
     
  6. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    ok, dann ist die Wahl eben einem monat, nachdem ich umgezogen bin.

    Selbst lesen ist für das ausüben des Wahlrechts völlig irrelevant: http://www.wahlrecht.de/lexikon/ausschluss.html

    Das ist für eine Wahl aber alles irrelevant. Da es nur darum geht, das ich darüber mitbestimmen kann, was mir passiert bzw. wer meine Interessen vertritt. Und dafür brauch man sich nicht jahrelang aklimatisieren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 September 2013
  7. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Für mich ist es Wesentlich, zu wissen, wer meine Interessen vertritt, und dass ich mich darüber informieren kann. Da Du und ich und viele andere hier offenbar wenigstens leidlich interessiert an solchen Dingen sind, unterstelle ich auch, dass jeder von uns das so als Ausländer in einem anderen Land machen würde und höchstwahrscheinlich auch nach einem Jahr rudimentäre Kenntnisse in Sachen "Wahl" in unserem Gastland hätte.

    Ich hätte aber Verständnis dafür, dass mein Gastland von mir (und allen anderen Gästen) stillschweigend durch eine zeitliche Mindestgrenze verlangt, dass ich mich erst einmal zurechtfinden soll und auch, wie lange ich denn beabsichtige, zu logieren, genauer gesagt prüfen will, ob ich nicht nach 1 1/2 Jahren wieder fott bin, bis ich darüber befinden kann, wer mein Gastland über eine Legislaturperiode regieren soll.

    Das hat nichts mit "kein Recht im Unrecht" zu tun, sinngemäß also: weil es die anderen - wenn überhaupt - so handhaben, müssen wir es hier ja nicht genauso (schlecht) handhaben; es hat damit zu tun, dass ich Verständnis dafür aufbringe, als Gast nicht sofort alle Privilegien zu erhalten.

    Man mag das anders sehen, aber vom "anders" überzeugen wirst Du mich nicht.
     
  8. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Wenn es danach geht, dürfte ich überhaupt nicht wählen, nicht wegen der Unwissenheit über den Inhalt der Wahlprogramme , sondern gerade weil mir bekannt ist, was drinne steht und das es letzendlich eh nur Werbung um meine Stimme ist.

    Evtl. sollte man allen das Wahlrecht entziehen, die die 4 jahre der amtierenden Regierung ignorieren und nur auf Wahlversprechen hereinfallen. Das würde ic als unmündig bezeichnen. (Und das ist nicht auf die aktuelle Wahl bezogen, sondern auf alle Wahlen allgemein)
     
  9. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Es ist völlig egal wie lang man denn gedenkt zu bleiben, denn wer weiß denn schon, wie lange einer tatsächlich bleibt? In die Zukunft kann keiner blicken. Und wenn einer 82jähriger wählt und nach einem Jahr stirbt, oh je, dann hat er für 3 jahre mitbestimmt, wer regiert, obwohl er selbst gar nicht mehr dabei ist! Konsequenz: Wählen ab 65 verbieten, da Mortalitätsrisiko viel zu hoch.

    Ich bin auch kein Gast, wenn ich irgendwo hinziehe. Auch dann nicht, wenn ich eventuell nicht ewig bleibe. Gäste arbeiten nicht und verlegen auch ihren Lebensmittelpunkt nicht, sondern schauen nur mal auf einen Besuch vorbei. Daher wie gesagt: Touristen sind hier nicht gemeint. Alle anderen sind keine Gäste.

    Ich selbst und wohl auch die meisten anderen wüssten wohl bereits jetzt, welche Partei sie in welchem EU-land, europäischen Land, USA und letztlich die meisten Demokratien wählen würden, obwohl ich in einigen noch nie gewesen bin. Dafür brauch ich keine "Aklimatisierung".

    Aber am interessantesten ist mal wieder der letzte Satz: Meine Überzeugungen sind resitent gegen rationale Überlegungen. Das solche Leute überhaupt wählen dürfen! :confused:
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 September 2013
  10. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Wenn Du alle nicht politisch interessierten das Wahlrecht entziehen willst dürften wohl nur noch 40% der jetzigen Wahlberechtigten nicht mehr wählen und 10% der unter 25 jährigen.

    Bestes Argument für die Wahl einer Partei: "Die SPD hat mein Vater auch immer gewählt"


    Ich weiß was Du meinst, kann man aber so nu wirklich nicht durchführen. MMn sollte man auch Ausländern das Wahlrecht einräumen.
    Voraussetzung für aktives Wahlrecht
    - 2 Jahre ständiger Wohnsitz innerhalb der BRD
    - Rudimentäre Kenntnisse der deutschen Sprache
    - keine Straftaten



    Ausnahme bilden für mich, die hier geborenen die müssen ganz normales Wahlrecht haben, wie Deutsche auch.
     
  11. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Nach diesen Kriterien müsstest Du nicht wenigen Deutschen das Wahlrecht entziehen.
     
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  12. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Wer bewegt sich denn kein Iota und will mir seine Meinung schmackhaft machen? Ich habe mich bewegt und da gibt es eine Grenze, die ich eingehalten wissen will. Wo ist da das Problem?

    Gehst Du überall so in Diskussionen? Mit dem Anspruch, die Ratio verinnerlicht zu haben? Stelle ich mir recht schwierig vor.

    Meine nahezu tägliche Berufserfahrung sagt mir, dass grundlegende Kenntnisse über z.B. einfachste Behördenangelegenheiten nach zich Jahren und teilweise wiederholt nicht verstanden werden, (für die Existenz nicht ganz unwichtige) Schreiben nach ebenso langer Zeit nicht verstanden oder beachtet, ggf. sogar weggeschmissen werden, kein Verständnis gegenüber einem Teil der Gewaltenteilung gezeigt wird und ich könnte noch unendlich weitermachen. Ich weigere mich daher, nach gerade einmal einem Jahr hierzulande zuzubilligen, dass ein Wahlrecht auf Bundesebene zuwächst. Ich weiß auch nicht, mit wem Du Dich unterhältst, wer überhaupt ein Wahlrecht fordert, wie es von Dir auf Basis der Rationalität gewünscht wird (also HÖCHSTENS ein Jahr im Bundesgebiet wohnhaft).

    Ich weiß nur eins: irrational oder wider der Ratio ist es, Extremziele - denn das ist es in meinen Augen - zu formulieren und diejenigen, die ein ganzes Stück entgegenkommen und nur die Extremziele nicht wünschen, dem Versuch zu unterziehen, sie der Lächerlichkeit preis zu geben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 September 2013
  13. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Das Problem ist da: Deine Grenze ist völlig willkürlich gewählt, deine Argumente nicht überzeugend, widersprüchlich, usw. Aber ist ja auch egal, Deine Meinung, wie Du ja selbst sagst, steht ja sowieso felsenfest, ganz unabhängig von rationalen Überlegungen, da frage ich mich eher, warum Du überhaubst "Argumente" aufführst. Wo ist denn Dein Problem, wenn man das nur nochmal feststellt?

    Was Du als nächstes aus deiner langjährigen Berufserfahrung berichtest: Das trifft auf tausende oder Millionen "Deutsche" zu. Allen das Wahlrecht abzusprechen, wäre eine rationale Schlussfolgerung aus deinen bauchlichen Überzeugungen. Ist aber offensichtlich Unsinn. Zudem ist das, was Du als Beispiele anführst, für das Wahlrecht irrelevant.

    Rational wäre es, allen, die in einem abgegrenzten politischen-geografischen Raum leben (Touristen sind ausgeschlossen), zum Beispiel den politisch-geografischen Raum Deutschland, das Wahlrecht zuzugesthen, denn schließlich bedeutet Demokratie (u. a.), dass man darüber mitbestimmen darf, was in diesem politisch-geografischen Raum mit einem geschieht. Das hier jedoch einige ausgeschlossen werden, ist zu kritisieren (verstößt u.a. gegen den Gleichheitsgrundsatz, menschenrechte, usw.) und nicht nachvollziehbar.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 September 2013
  14. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Wem das Wahlrecht eingeräumt (oder auch nicht) wird, verstößt nicht gegen Menschenrechte, oder gegen das Gleichbehandlungsgesetz. Sehe ich zumindest nicht so. Es wird ja keiner gezwungen hier zu leben. Das jemandem der langfristig hier leben möchte das Wahlrecht eingeräumt wird, halte ich für legitim.
    Das es dafür aber auch Voraussetzungen geben muß aber auch. Und mMn ist wohl so, das wenn ich länger in einem Land lebe ich die Sprache einigermaßen beherrschen sollte. Auch muß ich doch wohl langfristig in diesem Land leben wollen. Wenn ich das nicht will, kann ich auch nicht verlangen, das ich wählen darf.
     
  15. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Willkürlich?

    Ich zitiere Dich: "Von mir aus ein Jahr um es von touristen abzugrenzen, einfach aus pragmatischen Gründen." Darf ich das so verstehen: Ausser Touristen sollten alle vom ersten Tag an wählen dürfen? Könnteste ja auch fordern. Schließlich werden Touristen nicht wohnhaft gemeldet. Wo ist denn dann der pragmatische Grund? Wo das "Ausscheiden" derer, die nur kurz hier wohnhaft gemeldet werden, bzw., wo soll deren Anspruch herrühren, die Politik einer gesamten Legislaturperiode zu bestimmen? Wo fehlt da die Willkür und wo ist die Ratio?

    Das ist im Übrigen auch ein Widerspruch in Deiner Argumentation, den Du bei mir sicher auch finden magst.

    Das alles ist im Übrigen kein Problem, Du kannst es gerne immer wiederholen, je nach Thema magst Du dafür auch Beifall bekommen. Wie die Wirkung auf Deine Mitschreiber ist, kannst nur Du selbst beurteilen.
     
  16. fabsi1977

    fabsi1977 Theoretiker

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    Es ging mir um Holgys Hinweis, wenn er morgen nach Brandenburg zöge könner er bei einer Wahl am Sonntag dort gleich mitwählen. Dem ist nicht so. In den meisten Bundesländern gilt sogar eine 3-Monats Frist.

    Gilt leider auch für viele Deutsche. Viel schlimmer finde ich wenn bei mir Leute auftauchen, die 30 Jahre in Deutschland leben und kaum einen Satz deutsch sprechen. Solchen Leuten möchte ich kein Wahlrecht zusprechen.
     
  17. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Das ist aber nach Holgys hier vertretenen Ansicht nicht richtig, weil Sprachkenntnisse nichts mit Wahlrecht zu tun haben.
     
  18. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    ? Mit Sicherheit nicht wegen des Wahlprogramms. Um zu wissen was sich hinter dem Kürzel CSU oder SPD verbirgt, braucht man doch kein Wahlprogramm lesen.
     
  19. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Definiere "man".
     
  20. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Man = Du, ich, der Mensch da draussen, etc.
     
  21. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Also ich wüsste jetzt nicht, was ich - sagenwamma in Spanien - wählen müßte, wenn mir da jetzt jemand so'n Zettel hinlegt.

    Morgen? Vielleicht. Ist aber eher fruchtlos in den Raum gefragt, weil mir da niemand einen Zettel hinlegen wird.
     
  22. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    ja sicher.

    Ich versuch Dein Kuddelmuddel mal zu ordenen und zu antworten.

    Der pragmatische Grund ist da: jeder sollte da wählen, wo er wohnt (aus genannten Gründen). Das ist die Theorie. In der Praxis muss natürlich festgestellt werden, wo einer wohnt, eine Wahlbenachrichtigung verschickt werden usw. Also ist eine pragmtische Regelung notwendig, die die Zeit berücksichtigt, die diese Verwaltungsverfahren benötigt. Ein Jahr ist da sicher etwas großzügig bemessen. Die 3 Monats-Regelung wie sie in den meisten BuLä gilt (danke an fabsi für die info) scheint da die angemessene Frist zu sein. Das wäre die pragmtische Einschränkung des Rechts sofort da wählen zu dürfen, wo man wohnt.

    Zu dem "Ausscheiden". Das ist gar nichts mit Willkür, dafür aber auch gar nix mit Ratio (und so könnte man vielleicht als völlige Willkür bezeichnen). Wie gesagt, das ist eine so absurde ("irrationale") Idee, dass ich kaum glauben kann, dass Du die wirklich ernsthaft als Argument meinst, denn wie gesagt: Was machst Du denn mit denjenigen, die nach der Wahl ausscheiden, weil sie gestorben sind? Wo ist denn Dein Problem mit den Bayern, die ein Jahr nach der Bayernwahl nach Niedersdachsen ziehen? Wo nehmen die Gestorbenen und die Umzieher denn den Anspruch her, über eine ganze Legislaturperiode zu bestimmen? Obwohl sie gar nicht so lange anwesend sind? (Ich denke, damit hat niemand ein Problem, eben weil es eben völlig offentsichtlich ist, das da keins zu sehen ist.)

    Ich bin übrigens weder auf Beifall noch auf Zustimmung aus, ich lege einfach nur rationelle Argumente dar. In diesem Fall zu einem Wahlrecht: kann man ja nachlesen, warum es aus gründen von Gleichheit, Menschenrechten und dem intrinsischen Anspruch von Demokratie richtig ist, dass jeder in einem politisch-geografischen Raum wählen sollte.

    Wer das doof findet, kann das ja gerne tun. Ist mir auch wumpe. Ich antworte lediglich, wenn mir Argumente widersprüchlich oder falsch erscheinen mit gegenargumenten: Ich dachte immer so gehen Diskussionen. Und dass das so der Sinn von sonem Forum ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 September 2013
  23. Schröder

    Schröder Problembär

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    Interessant, das du 40 % der Wähler über 25 unterstellst, kein politsches Interesse zu haben, aber nur 10 % der "Unter-25"jährigen. :D

    Ich würd mir da keinen Kopp drum machen, diese "wer findet den größten Dummbeutel"-Umfragen, die ab und zu mal im TV auftauchen, bilden mitnichten den Querschnitt der Bevölkerung. Die fragen 10.000 Leute und dann antwortet mal 1 Jungwähler, das er Merkel für die Frau hält, die früher immer für Persil Werbung gemacht hat. Natürlich wird dann nur der gezeigt, damit die Leute was zu lachen haben oder sich aufregen können. Der Großteil der heutigen Jugend kann die Parteien zumindest grob ihrem politischen Spektrum zuordnen.

    Außerdem will ich keinem das Wahlrecht entziehen (die Befugnis hab ich Gottseidank nicht und halte das auch für praktisch undurchführbar, wie ich schon geschrieben hab).
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 September 2013
  24. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Falsch ist vielleicht die Einbürgerungspolitik. Denn während die Änderung des Wahlrecht im Bund nur über eine Verfassungsänderung möglich wäre, könnte beispielsweise eine vereinfachte Einbürgerung zum Wahlrecht verhelfen.

    Dann habe ich die Hürde genommen, dass die um ihr Wahlrecht Kämpfenden ein in irgendeiner Form abzugebendes Bekenntnis - an dieser Stelle nicht zeitlich wirkendes sondern intrinsisch - abgegeben haben und Du wärest mutmaßlich auch nicht ganz unzufrieden.

    p.s.: Jemand anderes Geschreibsel als "Kuddelmuddel" darzustellen, nur weil man sich nicht die Mühe macht, es mal sacken zu lassen und zu versuchen, es zu verstehen, bzw. es nachher als seine Errungenschaft darzustellen, "Licht ins beleuchtete Dunkel" gebracht zu haben, ist kaum erträglich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 September 2013
  25. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Sorry hab mich da verschreibselt:
    40% der Wahlberechtigten dürften nicht politisch interessiert oder vorgebildet sein. und für 90% der unter 25 Jährigen dürfte das zutreffen. So sollte das heissen.

    Um es vorweg zu sagen, jeder sollte den wählen den er will, aus welchem Grund auch immer.
    Ich wollte damit nur auf deinen Post "doofe Wähler" eingehen. Leider finde ich den Artikel nicht mehr in dem es darum ging warum jemand diese oder jene Partei wählt.
    Da waren unter anderem folgende Antworten dabei:
    1. Die wähle ich immer
    2. Herr XY hat so eine sympathische Stimme
    3. Hat mein Vater auch schon gewählt
    4. Grün ist meine Lieblingsfarbe.
    usw.

    Nach deiner Interpretation dürften die doch alle gar nicht wählen, oder hab ich dich da falsch verstanden?
     
  26. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Absurd ist es, dieses zeitlich nicht vorhersehbare Ereignis zu wählen. Dann gerät nämlich die erörterte Frage eher zu einer mathematischen Gleichung oder Funktion oder so, in der nichts ausgeschieden werden darf, was nicht klar ist ist. Wir haben es aber vorliegend mit einer Sachfrage zu tun, die nicht mathematisch beantwortet werden muss und die selbst im Parteienspektrum differenziert betrachtet wird. Die Betonung liegt auf SPEKTRUM.

    Die dürfen im Bund nicht noch einmal wählen.
     
  27. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Hier versteh ich gar nix von.
     
  28. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Ich versuche zu erklären:

    Der Tod ist im Moment der Wahl nicht klar. Der Verbleib im Land bei dem von Dir gewählten Gleichnis auch nicht. Wenn Du mich danach fragst, was ich mit den im Laufe einer Legislaturperiode mit den Verstorbenen "mache", dann lautet meine Antwort: nichts. Denn keiner weiß, wann jemand gehen muss. Da Du es aber - so verstehe ich es - als Begründung dafür nahmst, dass auch Versterbende in einer Legislaturperiode in der ex-post-Betrachtung nicht für deren gesamte Länge wählen durften und das wohl dementsprechend jedem freizügigen Menschen, der nur einen Bruchteil der LP im Lande lebt, nicht verwehren willst, vertrete ich die Auffassung, dass dieser Vergleich nicht weiterhilft. Denn das eine ist gezwungenes Gehen, das andere freiwilliges Gehen.

    Die hinter allem stehende Sachfrage, wie man zum Wahlrecht für Ausländer gelangt, wie es ausgeformt werden, wird selbst, ggf. sogar ausschließlich, in den Parteien jenseits der Union unterschiedlich betrachtet.
     
  29. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Das war ja auch nicht die Frage. Die wirkliche Frage war ja, warum Du (oder die CDU?) das nicht Verbleiben während der Legislaturperiode bei der einen Gruppe als problemtisch siehst und bei allen anderen nicht.

    Sicher bin ich unzufrieden, denn wie schrob ich doch: Der Sinn der Demokratie ist es, in dem politisch-geografischen Raum mitzubestimmen, in dem ich lebe (und nicht Tourist bin), denn die Gewählten bestimmen ja, was mich und meine Mitmenschen betrifft. Daher sollten alle Mitmenschen auch wählen, völlig unabhängig von Geschlecht, Religion, Augenfarbe, Beruf, IQ, Lieblingsverein und Hygieneverhalten sowie sonstigen Bekenntnissen und natürlich auch von Staatsbürgerschaft, denn schließlich betrifft mich der erhöhte Spitzensteuersatz auch ganz unabhängig davon, ob ich nun deutscher oder spanischer Staatsbürger bin oder ob ich Deutschland toll oder scheiße finde.

    Als Deutscher (Staatsbürger) kann ich Deutschland auch total scheiße finden und darf trotzdem wählen. Ich muss da vorher kein Bekenntnis zu Deutschland abgeben. Warum sollen das dann die einen machen und die anderen nicht?

    Eine Verfassungsänderung ist kein Hindernis, sondern völlig easy, schleßlich braucht es nur eine Zweidrittel Mehrheit und da keine rechtsradikale oder sonstwie xenophobe Partei im Parlament ist, sollte das kein Problem sein.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 September 2013
  30. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Dann versuche mal, Art. 1 und 20 GG nach Deinem Gusto zu formulieren, so dass es überall passt.

    Bitte nicht einwenden: "Die juristische Umsetzung ist mir Schnuppe, weil sie mich nicht interessiert."
     
  31. Schröder

    Schröder Problembär

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    Die Prozentzahlen bezweifel ich ich stark, aber wer will da was nachweisen können.
    Bei den Antworten lasse ich Nr. 1 noch gelten, denn irgendetwas muss ja mal dazu geführt haben, das man sich so auf diese Partei festlegt.
    Nr. 3 is tricky, weil tatsächlich auch die Erziehung sich auf die spätere politische Einstellung auswirken kann (guck dir mal die Wahlergebnisse in Bayern an).

    Der Rest sollte dann lieber nicht wählen, das ist richtig. Halte ich aber für die absolute Minderheit. Und nicht selten sind solche Antworten auch eine Ausrede, um nicht irgendwelche langen Erklärungen geben zu müssen.