Sonntagsfrage zur Bundestagswahl am 22.09.2013

Dieses Thema im Forum "Powertalkez" wurde erstellt von Nestor BSC, 30 Juli 2013.

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Ich wähle bzw. würde wählen...

Diese Umfrage wurde geschlossen: 21 Oktober 2013
  1. *

    CDU/CSU

    4 Stimme(n)
    12,9%
  2. SPD

    3 Stimme(n)
    9,7%
  3. *

    FDP

    2 Stimme(n)
    6,5%
  4. *

    Die Linke

    11 Stimme(n)
    35,5%
  5. *

    B´90/Grüne

    3 Stimme(n)
    9,7%
  6. *

    Piratenpartei

    3 Stimme(n)
    9,7%
  7. *

    NPD

    1 Stimme(n)
    3,2%
  8. *

    Freie Wähler

    2 Stimme(n)
    6,5%
  9. *

    AfD

    3 Stimme(n)
    9,7%
  10. ÖDP

    0 Stimme(n)
    0,0%
  11. *

    pro Deutschland

    1 Stimme(n)
    3,2%
  12. *

    Republikaner

    1 Stimme(n)
    3,2%
  13. MLPD

    0 Stimme(n)
    0,0%
  14. Tierschutzpartei

    2 Stimme(n)
    6,5%
  15. Die PARTEI

    2 Stimme(n)
    6,5%
  16. *

    Partei der Vernunft - PdV

    1 Stimme(n)
    3,2%
  17. PBC

    0 Stimme(n)
    0,0%
  18. BüSo

    0 Stimme(n)
    0,0%
  19. sonstige Partei

    1 Stimme(n)
    3,2%
  20. gehe nicht wählen

    1 Stimme(n)
    3,2%
  1. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Kannst Du versuchen, mir Deine Meinung zu erklären, bitte?

    Wie geht wählen?

    Wenn ich (vermeintlich, denn der Beweis, dass es klappt, ist ja nicht erbracht) fürs Gemeinwohl die eigenen Interessen hinten anstelle?
     
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  3. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Oh man was für hanebüchene Rechenspielereien...

    Immer schön nach dem Moto alle CDU Wähler sind Großgrundbesitzer und Millionäre.

    Uns geht´s ganz gut im verglich zu Anderen, --- aber ist alles scheiße hier in Merkelland.
    Wir haben Demokratie --- aber die steht ja nur auf dem Papier da ja die stärkste Partei nur 25 % der Stimmen aller Deutschen bekommen hat.
    CDU ist aus der Zentrumspartei hervorgegangen --- also alles Nazis
    Linke ist aus der PDS (SED) hervorgegangen also alles Diktatorische Kommunisten.

    Man Man überlegt mal, was Ihr schreibt.....
     
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  4. Catweezle

    Catweezle Geißbock

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    na schau mich an ich bin frustiert
    ok .. klicke mich mal aus ...

    für mich ist das ein sehr guter beitrag ...

    gruß
     
  5. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Kann gut sein.

    Wahrscheinlich liegt's auch daran, dass jeder andere Antriebsfedern hat, was ihm wichtig und damit wählenswert erscheint.
    Für mich war es noch nie die Aussicht, dass ich danach mehr Geld in der Hosentasche haben könnte; genau genommen habe ich diesbezüglich hier noch nie Hoffnungen auf die Politik gesetzt.
    Sozialer Friede war's auch noch nie, denn ich glaube nicht, dass der so maßgeblich von der Politik beeinflußt wird. Für mich standen und stehen immer Fragen zu gesellschaftlichen Gesamtthemen wie Menschenbild, Umwelt, Energie, etc. im Vordergrund.
     
  6. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Ich glaube, dass das größte Verständnis- oder sogar Verständigungsproblem darin zu suchen ist, dass eine Partei - wie beim Wahl-O-Mat ja erkennbar, die größten Schnittmengen mit der eigenen Auffassung aufweisen könnte. Blind sind wir alle nicht und wissen also, dass nirgendwo alles Gold ist.

    Wenn ich wählen gehe, habe ich die WAHL. Wenn (vermeintlich) die "Großgrundbesitzer" so in Reih und Glied stehen (was sie selbstverständlich nicht tun), dann bleibt anderen die Möglichkeit, dagegen etwas zu tun. Jede Partei hat relativ intelligente Menschen als Vorturner. Wenn es also ungerecht und gemeinschädlich wäre, die größten gemeinsamen Teiler zu wählen, dann sollen die, die diese Schädlichkeit sehen, erläutern, warum das so ist und wie man es ändern kann.

    Ich bin da offen.
     
  7. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Die von Holgy genannte Angst ist eine Triebfeder.

    Ich verstehe bisher bloss noch nicht, warum meine Angst weniger wert ist als die Angst anderer.
     
  8. Schröder

    Schröder Problembär

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    @ ISM: Na, wer kauft sich denn bitteschön heute auch ´ne Wohnung?
    In Zeiten von Leiharbeit und befristeten Arbeitsverträgen...

    `n Haus, sofern genug Geld vorhanden, könnt ich mir auch vorstellen. Da biste dann aber auch dein eigener Herr. Da ist auch der Wert halbwegs gesichert. In einem Mehrfamilienhaus zieht dann nebenan ´ne Familie ein, bei denen es eher laut zugeht, weil jedes Wochenende Party ist. Oder man bekommt sich wegen anderer Sachen in die Haare. Dann muss man neben den Zinsen und der Tilgung noch jeden Monat Geld in eine Eigentümerkasse einzahlen, falls mal was am Haus gemacht werden muss, über dessen Durchführung man sich dann wieder mit den anderen Eigentümern einigen muss usw. Oder man bekommt selbst Kinder, und die Wohnung wird dann zu klein.

    Deswegen: Haus ja, Wohnung kaufen nie!
     
  9. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ist zumindest nicht meine Behauptung - ganz und gar nicht.
     
  10. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Lieber Schröder, ich verstehe eigentlich immer, was Du sagen willst, dieses Mal bleibt mir die Botschaft verborgen.

    Vielleicht kannste nochma nachlegen, damit ich verstehe.

    Wohnung kaufen? WEG? Niemals.
     
  11. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Deswegen warte ich noch auf die Milliardärin der langweilig ist :D
     
  12. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Das ist mir klar, das hat Holgy auch nicht behauptet.

    Es war eine öffentliche Frage.
     
  13. Detti04

    Detti04 The Count

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    Ein oder vielleicht der Grund dafuer, dass das Wahlrecht fuer Auslaender kein Thema ist, duerfte die Tatsache sein, dass eben diese Auslaender keine (einheitliche) Stimme haben. Es gibt eben keine Interessenvertretung fuer Auslaender in Deutschland, somit werden diese nicht gehoert. Hier und da hoert man moeglicherweise mal was von "den Tuerken", aber von den - nur als Beispiel - 100.000 Amis? Guck mal hier:

    http://de.statista.com/statistik/da...auslaender-in-deutschland-nach-herkunftsland/

    (Wo ist denn da NZ? Ich kenne naemlich einen Kiwi, der in Deutschland wohnt.)
    Dazu kommt natuerlich, dass auch nicht unbedingt jeder Auslaender fuer immer im Lande bleiben will, daher auch die Frage: Wieso soll ein Auslaender gleich seine Staatsbuergerschaft abgeben muessen, nur um waehlen zu koennen? (Doppelte Staatsbuergerschaft ist ja nur in Ausnahmefaellen erlaubt, wenn ich mich richtig erinnere.) Muss der Auslaender sich quasi erst zu "lebenslang Deutschland" verpflichten, bevor er waehlen darf? Wieso? Andersrum gefragt: Wann darf denn ein Deutscher, welcher heute gewaehlt hat, aus Deutschland wegziehen oder auswandern? Ueber das Wahlverhalten von EU-Auslaendern duerften die Parteien uebrigens Bescheid wissen, denn die waehlen ja bei Europawahlen und Kommunalwahlen mit (bei letzteren zumindest meistens, glaube ich).

    Aktives Wahlrecht muss uebrigens nicht auch passives Wahlrecht mit sich bringen, denn das weiss ich aus eigener Erfahrung: Ich darf hier waehlen, kann aber nicht gewaehlt werden. Ob das so okay ist, weiss ich nicht - vielleicht schon. Es darf ja auch nicht jeder Wahlberechtigte zum Bundespraesidenten gewaehlt werden.

    PS: Ich hab gerade noch etwas Interessantes zum Wahlrecht in NZ gefunden:

    "You cannot enrol (and vote) if:
    - you are a New Zealand citizen but outside New Zealand and have not been in New Zealand within the last three years; or
    - you are a permanent resident of New Zealand but outside New Zealand and have not been in New Zealand within the last 12 months."

    Kuck, das klingt doch vernuenftig: Um waehlen zu koennen, braucht man aktuellen Bezug zum Land. Als Deutscher im Ausland darf man den Bundestag waehlen, wenn man "nach dem 14. Lebensjahr mindestens 3 Monate ununterbrochen in Deutschland gelebt hat und dieser Aufenthalt nicht laenger als 25 (!) Jahre zurueckliegt". Selbst wenn ich mich nicht aus NZ wegbewege, so koennte ich selbst im Jahr 2032 noch den Bundestag waehlen, aber ein seit 30 Jahren in Deutschland wohnender Auslaender duerfte das nicht.
     
  14. Catweezle

    Catweezle Geißbock

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    sorry da muß ich noch mal nachhacken ....
    ja der eurpa darf aber nicht wenn er in deustschland lebt und zahlt ... aber nicht mit wählen weil er ja nicht Deutscher ist also unser bundesregiegrung ...
    und das wer für mich schon punkt um jemanden mit wählen zu lassen ... meinstens wissen die leute mehr als unsere dümmsten deutschen ...

    gruß
     
  15. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Es ist unhöflich, mit einer Gegenfrage zu antworten, aber inwiefern verpflichtet sich der Eingebürgerte für "lebenslang Deutschland"?

    Kann er etwa als deutscher Staatsbürger Jahren nicht zurück in seine Heimat?

    Was hindert Dich daran, die NZ-SB anzunehmen? Das würde mich wirklich interessieren.
     
  16. Schröder

    Schröder Problembär

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    In dem Link geht´s doch darum, das es in Deutschland weniger Wohneigentum gibt als im europäischen Durchschnitt. Ich hab geschrieben, warum mich das nicht wundert: Der Preis bei Eigentumswohnungen steht in der Regel in keinem Verhältnis zum dadurch erreichten Nutzen. Und Häuser sind den meisten wohl zu teuer.

    Wenn es dir natürlich nur darum ging, das diese 42 % exakt der CDU-Wählerschaft entsprechen, hab ich da was falsch verstanden. ;)
     
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  17. Catweezle

    Catweezle Geißbock

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    was hat das mit denn deutscher Staadtsbürger zu tun ... die meinstes fühlt sich zu demokratie hingezogen ...
    und wenn man jemanden aufnimmt zeigt er meisten sowas wie ne dankbarkeit schau nur über denn teich ...für mich würde es mal intressieren wie du dich fühlst wenn du dich mit so ne frage anzunehmen hast würde mich auch intressieren... und wie schon geschrieben meisten besser informiert wie der durschnitt von deuschen die auslander ...


    gruß
     
    Zuletzt bearbeitet: 23 September 2013
  18. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Was für Polemik?

    Angst vor sozialem Abstieg ist nun wirklich ein Allgemienplatz. Das gehört zu einer Marktwirtschaft wie die Banken. Das man die auch ordentlich anfachen und schüren muss, ist ebenso Allgemeinplatz. Daher gibt es auch Hartz 4 und keine Mindeslöhne. Sonst lässt die Angst nach. Und das ist schlecht für's Geschäft.

    http://igtfy.com/?q=angst+vor+sozialem+abstieg

    Mich stört daran nur die Heuchelei, dass man natürlich gerne Sozialgerechtigkeit hätte, aber das geht ja nun mal nicht, weil dann hab ich ja weniger. Dann soll man die doch auch bitteschön nicht herbeisehen. Und das gilt auch für alles andere. Wie immer. Wer es doof findet, dass 19 Stundenschichten gefahren werden und dafür 2 euro 40 gezahlt werden, der soll bitteschön nicht bei Lidl kaufen. Wer Gammelfleisch doof findet, der soll bitteschön kein Billigfleisch kaufen. usw. usf. Ist doch immer wieder dasselbe. Und wer CDU wählt, der soll bitteschön nix von sozialer Gerechtigkeit u.ä. erzählen.

    Und damit das niemand falsch versteht: Wenn man CDU wählt hat man weder Charakteraids noch ist man böse, sondern man wählt als Mittelschichtler aus Interesse: das es so bleibt wie es ist, das man Mittelschichtler bleibt und die unter einem unten bleiben und man nicht selbst runter muss. Und so ist das auch gut. Denn alles andere ist Märchenland. Und wer sich nur genug anstrengt, der braucht auch nicht da unten sein. Und wer runter muss, der hat dann schon auch irgendwas falsch gemacht. Und das ist die soziale Gerechtigkeit, die ich als CDUler meine.
     
  19. Detti04

    Detti04 The Count

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    Ich wuerde dann die deutsche Staatsbuergerschaft verlieren, bzw. es braeuchte einen Antrag mit (ich vermute) Einzelfallpruefung, um zu entscheiden, ob ich zwei Staatsbuergerschaften besitzen darf. Ich kenne Leute, die (ganz legal) zwei Staatsbuergerschaften besitzen (deutsch + nochwas), aber auch Faelle, in denen den deutschen Behoerden einfach nicht gesagt wurde, dass man in der Zwischenzeit auch neuseelaendischer Staatsbuerger geworden ist. Wieso sollte ich den Aufwand und das Risiko eingehen wollen? Mal ganz davon abgesehen, dass es ja sein koennte, dass ich irgendwann mal wieder in Deutschland (oder der EU) wohnen will.

    Du darfst bei all dem nicht vergessen, dass es nicht so einfach ist, als Auslaender in einem Land eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. Du kannst also nicht einfach hingehen und sagen "Och, ich zieh jetzt mal in die USA und wohne und arbeite dort." Diese Art von Freizuegigkeit gibt es nur innerhalb der EU, und dort (oftmals) wohl auch nur auf dem Papier, wie ich von einem Italiener weiss, welcher in Schweden gewohnt hat und bei dem u.a. der Erhalt einer Sozialversicherungsnummer eine grosse Huerde darstellte.

    PS No. 1: Als praktische Huerde kommt dazu, dass man mindestens 5 Jahre im Besitz der permanenten Aufenthaltsgenehmigung sein muss, bevor man Staatsbuerger Neuseelands werden kann.

    PS No.2 : Aus praktischer Hinsicht bestehen kaum Unterschiede zwischen dem, was ein Staatsbuerger NZs und ein Auslaender mit permanenter Aufenthaltsgenehmigung hier machen koennen: Man kann nicht gewaehlt werden sowie gewisse Aemter in Regierung und Verwaltung sowie dem Militaer nicht annehmen, aber das war es dann auch fast schon. Allerdings gibt es einen echten Nachteil, denn Kiwis duerfen freizuegig in Australien leben und arbeiten; fuer viele Leute von den diversen pazifischen Inseln ist NZ daher die Hintertuer, durch die man ins reiche Australien gelangen kann.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23 September 2013
  20. Schröder

    Schröder Problembär

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    In der Tat ist es eine Schande, das Leute die hier arbeiten und brav ihre Steuern zahlen, nicht wählen dürfen, weil ihnen die Staatsbürgerschaft fehlt. Und andere wie Herr Hoeneß, der den Staat betrügt, per Wahl über die Verwendung der Steuergelder dieser Personen mitbestimmen darf.

    Ich würde also Ausländern die eine bestimmte Zeit in Deutschland leben automatisch das Wahlrecht (zumindest aktiv) zuerkennen und stattdessen bei Steuerhinterziehung dieses aberkennen.
     
  21. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Ach, manchmal macht es keinen Spass mit Dir.

    Meine Angst ist Allgemeinplatz. Andere Ängste sind existenziell und begründet. Ich frage mich, woher Du das Selbstverständnis nimmst, so etwas zu diagnostizieren. Wo bleibt denn da die Beurteilung des Individuums? Denn es geht ja immer noch um die Frage, was jemand wählt, nicht um die Frage, wie man Gerechtigkeit steuern kann, um allen Ängste zu nehmen.

    Ich gebe offenbar zu viel preis, wir sind insofern nicht auf Augenhöhe und da ich nicht von "u.ä." erzählen soll, will ich das unterlassen.

    Und, nein, ich bin nicht sauer und böse sowieso nicht.
     
  22. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Nein, so war das nicht gemeint! Es ist ein Allgemeinplatz, das "Angst vor Sozialabstieg" eine große Rolle spielt. Dies aber keine geniale oder spinnerte Idee von mir persönlich ist, sondern ein seit jahrzehntentes bekanntes und diskutiertes Phänomen und deshalb auch keine Polemik, wie sie mir rupert vorwarf. So war das gemeint.
     
  23. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    @Detti04

    Könnte es ein für das Fehlen des aktiven Wahlrechts für Ausländer hierzulande sein, dass man den rechten Rand fürchtet? Ich könnte mir vorstellen, dass konstruktive Bestrebungen für Rumoren sorgen würde.

    Ansonsten - was soll ich anderes sagen: plausibel ist es nicht, allen zumindest mittelfristig hier Lebenden das Wahlrecht zu verwehren. Und ich weiß auch, dass "meine Partei" an dieser Stelle bremst. Daher frage ich mich: habe ich die oben geäußerte Grundeinstellung in mir oder bin ich fremd beeinflusst?

    Im Ergebnis meine ich: es muss jedenfalls eine Schranke, eine zeitliche Hürde gemessen an der Aufenthaltsdauer geben.
     
  24. Detti04

    Detti04 The Count

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    Die Huerde ist hier in NZ, also auch in meinem Fall, ja per se schon durch die permanente Aufenthaltsgenehmigung gegeben, denn diese ist ja nicht das Erste, was man bekommt. Da ich annehme, dass sich das in Deutschland aehnlich verhaelt, solange man kein Fluechtling o.Ae. ist, kann ich ja mal schildern, wie das bei mir gelaufen ist.

    Ich bin auf einem Arbeitsvisum nach NZ gekommen. Dieses Visum war zeitlich begrenzt (in meinem Fall auf 3 Jahre, weil auch die Stelle auf diesen Zeitraum begrenzt war) und nur in Verbindung mit dieser Stelle gueltig: Haette ich die Stelle verloren, dann haette ich mein Visum verloren und auch wieder ausreisen muessen. Damit ich das Visum erhalten konnte, musste ich nicht nur im Vorfeld schon die Zusage fuer die Stelle bekommen haben, sondern mein Arbeitgeber musste auch erleautern, wieso diese Stelle denn nicht mit einem Kiwi besetzt werden kann oder konnte. Ich selber musste in meinem Visumsantrag belegen, dass ich auch die noetigen Qualifikationen fuer die Stelle mitbringe und dass es auch sonst keinerlei Hindernisse z.B. medizinischer Natur gibt; ist man z.B. erblich krank und stellt somit ein finanzielles Risiko fuer das Land dar, dann muss man womoeglich draussen bleiben. (Es gab hier einen Fall, in welchem einer Krankenschwester das Visum verweigert wurde, weil sie zu uebergewichtig war.) Mit diesem Visum haette ich auch nicht den Arbeitsplatz wechseln koennen, weil das Visum eben an diese eine Stelle gebunden war und ich fuer eine andere Stelle ein neues Visum haette beantragen muessen, natuerlich wieder mit ungewissen Ausgang des Antrags.

    Nach etwa 2 Jahren in NZ stand fuer mich die Frage an, ob ich nun in NZ bleibe oder zurueckgehe. Im Falle des Bleibens ergab sich dann die weitere Frage, ob ich nun ein weiteres Arbeitsvisum beantrage oder eben gleich die permanente Aufenthaltsgenehmigung, wobei ich mich dann fuer letztere entschieden haben. Ein solcher Antrag ist nochmal deutlich komplizierter als der fuer ein Arbeitsvisum, und auch die Anforderungen sind viel hoeher. Dabei gibt es ein Punktesystem, in welchem man Punkte fuer Ausbildung, Alter, Berufserfahrung usw. erhaelt; da dieses Punktesystem recht gut nachvollziehbar ist, kann man seine Chancen im Vorhinein schon gut abschaetzen. Dieser ganze Prozess ist uebrigens zweistufig: Man reicht zunaechst eine "expression of interest" ein, und wird dann, wenn man ausgewaehlt wird, dazu eingeladen, den eigentlichen Antrag zu stellen. In meinem Fall ging das alles recht schnell und dauerte von der expression of interest bis zum Kleber im Pass nicht ganz 6 Monate; der Kostenpunkt lag, wenn ich mich recht entsinne, mit allem Drum und Dran bei etwa 2500$, also grob 1500 Euro. Meine permanente Aufenthaltsgenehmigung bekam ich also, nachdem ich schon 2,5 Jahre in NZ gelebt hatte.

    Was ich damit sagen will: Den fuer den Erhalt einer permanenten Aufenthaltsgenehmigung noetigen Aufwand nimmt nur der auf sich, der es mit dem Verbleib im Land ernst meint.

    PS: In NZ muss man uebrigens sogar noch in den ersten 2 Jahren nach dem Erhalt der permanenten Aufenthaltsgenehmigung sein commitment nachweisen, also zeigen, dass man es mit dem In-Neuseeland-leben-wollen auch ernst meint. Erst danach erhaelt man auch ein zeitlich unbefristestes Einreisevisum, denn vorher ist nur die Aufenthaltsgenehmigung unbefristet.
     
  25. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich hab mal nachgeschaut: 5 Jahre ununterbrochener, rechtmäßiger Aufenthalt in der BRD ist mal die Grundvoraussetzung für einen Daueraufenthalt in 'schland: http://www.bamf.de/DE/DasBAMF/Aufgaben/Daueraufenthalt/daueraufenthalt-node.html
     
  26. kleinehexe

    kleinehexe SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16

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  27. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    when will those clouds all disappear?
    Angie, Angie, where will it lead us from here?
    With no loving in our souls and no money in our coats
    You can't say were satisfied
    But Angie, Angie, you can't say we never tried
    Angie, you're beautiful, but ain't it time we said goodbye?

    :D
     
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  28. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    spricht doch dafür, dass die wählerin zumindest politisch einfach dumm ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23 September 2013
  29. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Hab mir mal den Spaß gemacht und die Stimmen aus dem vorläöufige amtlichen Endergebnis ins Verhältnis zu den Wahlberechtigten zu setzen. Das kam dabei heraus:
     

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  30. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    welche lebenserfahrung?
    man muss nicht immer leerworte als argumente verkaufen.
    wenn einer 50 jahre lang vor sich hin vegetiert hat, muss der nicht unbedingt lebenserfahung haben.
     
  31. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    das ist die angst, die die fdp und die cdu schüren:
    dir geht es doch nicht im mindesten an den kragen, wenn die superreichen ein paar pünktchen abgeben von dem, was sie sowieso nicht ausgeben können.
    und selbst, wenn du gutverdiener bist, kaufste dir dein häuschen mit pool eben ein jahr später.