Solidaritätszuschlag & Wiedervereinigung - Fluch oder Segen?

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von aze1963, 3 März 2010.

  1. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Hab ich auch nicht behauptet.

    Das ist nun aber eher eine gewagte These...
     
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  3. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Die Wiedervereinigung war (Gott sein Dank) unumgänglich.
    Ich war damals 12 und habe ich wahnsinnig gefreut.
    Ich war auch noch vor der Wiedervereinigung in Ostdeutschland, obwohl wir keine Verwandten oder Freunde drüben hatten. Aber meine Großeltern lebten unweit der innerdeutschen Grenze. Jedenfalls war es ein echter Schock (die Straßen, Häuser, das Essen in der Gaststätte, sogar die Luft). Ich war froh, als ich dann zurück in Bayern war. Das werde ich nie vergessen.

    Der Aufbau Ost ist infrastrukturmäßig super voran gekommen. Vielfach ist diese Infrastruktur den westdeutschen Pendants inzwischen überlegen.
    In der Tat müsste der Soli zumindest wir einen gewissen "Aufbau West" ebenfalls genutzt werden .

    An eine Abschaffung des Solis glaube ich nicht, weil diese Steuer nach dem Aufbau sicher zum Abbau der Staatsschulden genutzt werden wird.
     
  4. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Auch wenn es noch 20 Leute hier so oder ähnlich schreiben, wiederhole ich es immer wieder.

    Genausowenig wie der Soli für den Aufbau Ost genutzt wird, kann er auch für den Aufbau West genutzt werden. Eine solche Forderung (oder ein solcher Wunsch) ist unsinnig, um nicht zu sagen populistisch.

    Der soli ist eine Steuererhöhung, die mit dem politischen Argument, man wolle "damit" die Kosten der Einheit finanzieren, durchgesetzt wurde. Und offenbar hat es ja auch die Mehrheit so verstanden, sonst würde hier nicht immer die Mär rumgehen, dass der Soli nach Osten fliesst.

    Im übrigen, um das auch mal faktisch zu widerlegen und nicht nur rechtlich: Der Aubau der A9 in Bayern wird bzw. wurde zum wesentlichen Teil aus dem Investitionsprogramm "Deutsche Einheit" finanziert, welcher auch nahezu alle größeren Infrastrukturmaßnahmen in den neuen Ländern zumindest mitfinanzierte.
     
  5. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Ist doch einerlei. Dann streicht man halt den Soli und erhöht die ESt entsprechend.


    Richtig der Ausbau der A9 (ab Nürnberg) ist ein Projekt der "Deutschen Einheit". Diese Nord-Süd-Verbindung musste allerdings auch so ausgebaut werden, wg. der EU (damals noch EG). Heute läuft dort der ganze Verkehr zwischen Skandinavien/Baltikum und Süddeutschland/Italien.
    ABER: der Ausbau der A8 (Karlsruhe-Salzburg) war und ist nach wie vor viel dringender, weil der Zustand schon damals schlechter war, als der Zustand der A9 zwischen Nürnberg und Hof. Und dies finde ich einen echten SKANDAL X( :motz: .
     
  6. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Das wäre mir - rückblickend - auch viel lieber gewesen. Dann würde es nämlich eine solche idiotische Diskussion nicht geben.

    Aber durchsetzen hat man die Steuererhöhung eben nur über so einen Begriff. Weil, solidarisch wollten alle sein, naja, die alle, die repräsentativ die Mehrheit ergeben. Eine einfache Verrechnung in den Steuertarif hätte hingegen keine solche Unterstützung erhalten, meine ich.
     
  7. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Die Unterstützung bei der Erhöhung der Mehrwertsteuer war auch nur äusserst mässig und die Menschen leben trotzdem damit.
    Der Soli ist einfach mittlerweile im falschen Gewand.
     
  8. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Und wieso hast du dich gefreut? Du fandst es doch voll scheisse da.

    Aber dass du dich gefeut hast ist natürlich ein Argument. Dann war es natürlich unumgänglich.
     
  9. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Au ja, das ist ein echtes Stauloch. Zwischen Stuttgart und Karlsruhe bin ich sogar mal um Mitternacht im Stau gestanden!