Siegprämie für Nationalspieler 300.000 €

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von arche, 8 Juni 2012.

  1. arche

    arche Member

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    Geht es euch auch so, dass ihr die Information über die Höhe der ausgelobten Siegprämie für die deutschen Nationalspieler (und nicht nur die deutschen) bei der EM verdrängen müsst, um Spaß und Genuss bei der EM zu empfinden?

    EM: Die Siegprämien der deutschen Nationalmannschaften - Dienstleister - Unternehmen - Wirtschaftswoche

    Neidkomplex sagen die einen, notwendige Absicherung der Spieler für die Zeit nach ca. 15 Jahren Fußballprofiarbeit sagen die anderen.

    Ich sage, die Prämie (nach Steuern) ist so hoch wie etwa 4-5 Jahresgehälter der Zuschauer, die die Stadien füllen und an den Bildschirmen sitzen. Das ist unverhältnismäßig. Über Ablösesummen schweige ich hier lieber ...X(
     
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  3. Rezo

    Rezo Weeaboo

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    Das Geld für Gehälter, Ablösesummen, Handgelder & Prämien kommt woher?

    Klubeinnahmen via Fernsehgelder, Eintrittskarten, Merchandise usw.

    Wenn die Spieler durch ihre Arbeit derartige Summen einbringen können, dann verdienen sie auch was sie verdienen.
     
  4. arche

    arche Member

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    Ja, das ist die gängige Meinung. Und, so wie es läuft, ist es ja auch richtig beschrieben, denn Verdienen heißt ja nicht verdienen im Sinne von angemessener Vergütung, sondern schlicht nur, was herauskommt bei dem Versuch, Geld zu verdienen - nämlich extrem Unterschiedliches.

    Das man das nicht mögen muss, ist aber doch auch klar, oder nicht?
     
  5. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich muss Dir ganz ehrlich sagen: Ich denk' da nicht immer dran.

    Der Fußball folgt da dem Weg, der auch in vielen anderen Arbeits- und Gesellschaftsbereichen vorgelebt wird: Die Schere geht immer weiter auseinander.
    Jeder sieht's, jeder nimmt's wahr, keinen interessiert's, weil es systemimmanent ist und weil auch kein Mensch mit immens viel von sich aus sagen wird "Das ist zuviel, will ich nicht."
     
  6. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Also für mich sind das 2 unterschiedliche Dinge. Im Verein, da finde ich das ok. Wie schon gesagt sie bringen das Geld ja auch wieder rein, und wenn es einer zahlt dann nimmt man es auch, ist ja freie Marktwirtschaft.

    Bei der Nationalmannschaft finde ich es nicht so gut, zumindest nicht dass die Summen immer krasser werden, glaube Deutschland liegt da mit den 300.000 noch recht niedrig im internationalen Vergleich.

    1. Es sollte eine Ehre sein für sein Land zu spielen
    2. Eine EM /WM erhöht den Marktwert des Spielers und somit indirekt auch sein Gehalt (also bekommt er es eh gedankt)
    3. Klar auch der DFB macht viel Kohle. Aber da würde ich mir wünschen dass man die einfach in die Infrastruktur steckt statt 25 Millionäre noch reicher zu machen. Also zum Beispiel: 10.000 neue Bolzplätze in Deutschland, Jugendtrainer-Ausbildungen oder was weiß ich.
     
  7. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich seh nur die Summen, völlig wurscht, ob Verein oder Nationalmannschaft, das tut ja auch nix zur Sache des Prinzips, das ich oben für mich erwähnte. Für meinen Geschmack eben: Zuviel.
     
  8. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Wenn du das in "kein schlechter Mensch" änderst, stimme ich dir zu. ;)

    Soll heißen: Ausnahmen gibt es da immer. Auch wenn es nicht ins allgemeine Geschwafel von Marktwirtschaft passt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 Juni 2012
  9. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Von mir aus; nur kümmere ich mich eben weniger um die wenigen Ausnahmen.
     
  10. Rezo

    Rezo Weeaboo

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    Auf was beziehst du denn bitteschön 'Angemessene' Vergütung, wenn nicht auf den generierten Profit?

    Und wohin soll die generierte Kohle stattessen gehen? An die Funktionäre?

    Das lustige ist ja das die Spieler im Fussballgeschäft äquivalent zum Zimmermann im Baugeschäft sind - da kriegen also die Arbeiter zur Abwechslung mal mehr Kohle als der Chef, aber das ist dann plötzlich auch wieder falsch.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 Juni 2012
  11. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Frag das später mal deine Altenpflegerin.
     
  12. arche

    arche Member

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    Ja, so kann man das sehen.
    Vielleicht hätte ich als Gelegenheitsschreiber hier im Forum das Thema gar nicht anschneiden sollen, aber es interessierte mich, wie ihr darüber denkt.
    *Im System* ist es so, wie du schreibst. Auch die Kritik am Kritiker (in diesem Fall an mir) ist *im System* richtig.
    Nur, muss man immer *im System* denken?
    Klar, man gerät bei Kritik an den Geldsummen, die da im Spiel sind, schnell in die Position des Träumers oder des Moralisierenden, aber ein Hinweis darauf, dass junge Männer mit riesigen Geldsummen "im Hinterkopf" und dem Bewusstsein, sich auf einer Art Messe für Fußballer (EM, WM) zu befinden, möglicherweise anders Fußball spielen als in dem Fall, in dem keine riesigen Geldsummen "erarbeitet" werden können, ist doch wohl bedenkenswert, oder?
     
  13. Rezo

    Rezo Weeaboo

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    Nö, muss man nicht. Aber wenn man es nicht tut sollte man die eigenen Alternativen zumindestens anschneiden. Schon allein fairnesshalber, damit man sie miteinander vergleichen kann.