Schundfilme

Dieses Thema im Forum "Multimedia" wurde erstellt von Dilbert, 7 September 2008.

  1. Detti04

    Detti04 The Count

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    Probier mal den hier:

    http://www.tubeplus.is/player/122701/Daniel_the_Wizard/
     
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    um diese Anzeige auszublenden!.
  3. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Der Trailer geht, Detti, den Schrottstreifen krieg ich nicht zum laufen.
     
  4. Detti04

    Detti04 The Count

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    Probier doch mal, ob das youtube-Video ueber einen Proxydienst laeuft, z.B. den hier:

    http://www.youtubeunblocker.org/

    Einfach ins Feld unten die Adresse des youtube-Videos einfuegen, und der Film sollte laufen. Falls der Dienst temporaer ueberladen ist, such Dir im Netz einfach einen anderen.
     
  5. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Danke, aber hat sich vorerst erledigt, gab ja auch ´nen Münsteraner Tatort gestern. :)
     
  6. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Sharknado 3

    Hier der Trailer:

     
    Zuletzt bearbeitet: 27 Juli 2015
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  7. Detti04

    Detti04 The Count

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    Wenn schon absichtlich als Trash angelegte Filme mit Haien, dann doch den hier:



    Jawoll, Haie, die im Sand schwimmen. Gibt es in voller Laenge auf youtube.
     
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  8. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Kenne ich (natürlich), mit "Parker Lewis" Corin Nemec als durchgesemmelten, chronisch bankrotten Strandfestivalveranstalter und jeder Menge blöder Ideen. Der Stuss ist und bleibt Stuss, macht aber trotzdem Spass und hat auch die eine oder andere nette Splatterszene zu bieten.
     
  9. Detti04

    Detti04 The Count

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  10. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "Supersonic Man"

    Jawollski, wat liebe ich meinen Festplattenrekorder. So kann man doch beruhigt in Wacken einen draufmachen und verpasst trotzdem keine SchleFaZ-Folge auf Tele5.

    Den Humbug hier hab ich mir gestern dann zur Erholung reingezogen.

    Supersonic Man kommt aus´m Weltraum und ist so eine Art intergalaktischer Held für alle Fälle. Nun haben seine Chefs irgendwie im Urin (falls Ausserirdische pinkeln müssen), dass auf der Erde demnächst eine mittelschwere Katastrophe im Anmarsch ist, wecken Supersonic Man in seinem Raumschiff auf (das Ding ist eine ziemlich grosse Gondel dafür dass da nur ein Typ drin liegt und der auch noch die ganze Zeit nur schnarcht), zimmern ihm wie auch immer alles was er wissen muss innerhalb von zwei Sekunden in die Melone und er startet im billigen Superman-Flugmodus den gesamten Vorspann durch zur Erde. Dort hat er praktischerweise auch schon eine komplett eingerichtete Wohnung (woher weiss man nicht genau) und eine Geheimidentitat als Privatdetektiv Paul irgendwas.

    So ungefähr zur glechen Zeit bricht eine Gruppe Bösewichte mit Calimero-Helmen und grünem Abzeichen auf den Klamotten in eine Art Geheimlabor ein, wo erstmal die gesamte Wachmannschaft mit Laserpistolen vom Star-Wars-Sperrmüll abgemurkst wird. Dann kommt der langsamste Schurkenroboter der Welt (erinnert an einen aus Ausschuss-Ersatzteilen zusammengebastelten Kollegen von "Robby" aus "Alarm im Weltall" mit zwei lächerlichen Raketen auf der Rübe) zum Einsatz und braucht eine gefühlte halbe Stunde um über eine Rampe zu latschen und mit ´nem Flammenwerfer die Labortür aufzudübeln. Darin ist Professor Watweissichdennwiederheisst, der sich durch den Lärm draussen nicht veranlasst sah irgendwie misstrauisch zu werden. Roboflop eiert also steifbeinig auf den Professor zu und will ihn entführen. Sämtliche Meerschweinchen oder Schildkröten mit Holzbein und Magen-Darm-Grippe hätten da noch im Halbschlaf entkommen können, der Doc hingegen guckt nur blöd, läuft im Scharchschritt ein paar Meter an dem Klapperkasten vorbei und wartet dann mit panischem Gesichtsausdruck bis der Blechheini ihn eingeholt hat und per Gasnebel betäuben kann.

    Zur Abkürzung: Der Oberfiesling versucht dann, um den Doc zur Mitarbeit zu zwingen, mehrfach dessen Tochter zu entführen, was aber durch das Eingreifen von Supersonic Heinz immer verhindert wird. Der entwickelt dabei die unglaublichsten Superkräfte, wie z.B. geradeaus fliegen, Dampfwalzen hochheben (die Walze ist ganz offensichtlich eine gelb angepinselte Presspappattrappe), Autos durch angucken verschwinden zu lassen, Wände durchsichtig zu machen oder als Krönung der Kasperade Schusswaffen in Bananen zu verwandeln. Um sich in seine Heldenform zu verwandeln, muss er allerdings immer irgendeinen Zauberspruch in seine Armbanduhr labern, als normaler Mensch hingegen isser eine ziemliche Wurst die sofort ausgeknockt wird sobald er eins auf den Deckel bekommt. Der Oberfiesling labert die ganze Zeit dem Doc in seiner von "James Bond - Man lebt nur zweimal" geklauten Basis (inklusive Eingang über einen getürkten See) mit irgendwelchen philosofischen Macht-Mist die Ohren pelzig. Letztendlich gelingt es Sonic Mimonic allerdings in die Basis einzudringen (welche daraufhin natürlich komplett sinnlos in die Luft fliegt) und dann den Chefschurken in dessen Raumschiff auszuschalten. Da er sich inzwischen in die Tochter vom Prof verschossen hat, schmeisst er anschliessend seinen Uhrenautomaten weg, und führt danach wohl ein normales Leben auf der Erde weiter.

    Was immerhin halbwegs garantiert, dass dieser Quatschgurke von 1979 keine Fortsetzung vergönnt sein wird. Besser ist das. Die Tricks sind unendlich schlecht, das Gelaber vom Oberschurken mit "grenzenlos besemmelt" noch schonend beschrieben. Bei einer "Verfolgungsjagd" (hüstel) gelingt es seinem Team nicht die Tochter des Profs einzuholen... Das Fluchtfahrzeug: Ein VW Käfer! Die Gangsterkarre geht dann noch in die Luft, weil sie von der Strasse abkommt und auf einem Grashang weiterfahren muss... Kein Überschlag, keine Kollision mit einer anderen Vierradmöhre, einfach nur mit 60 Sachen auf ein abschüssiges Rasenstück gegurkt und Kawumms. Zudem kam man auf die total beknackte Idee, für die Heldenfigur zwei unterschiedliche Schauspieler zu nehmen. Als Detektiv-Paul ein zu gut geföhnter Gebrauchtwagenhändler mit Schnauzbart (der nur einen Anzug zu haben scheint), als Sonicman ein leicht muskelbepackter Typ ohne Suppensieb auf der Oberlippe. Der Blechroboter mit der explosiven Kopfbestückung bewegt sich so langsam, dass jede Weinbergschnecke wahrscheinlich "Aus dem Weg, Lahmarsch!!!" brüllt, wenn er vor ihr herläuft, da hätten die dem armen Kerl der da drin gesteckt haben muss ruhig mal ein paar bessere Scharniere einbauen können. Und um mit meinem Gesülze mal fertig zu werden: Die Flugszenen von Supersonic Man haben schon fast legendäres "Roboter der Sterne"-Niveau.

    Insgesamt ein grandioser Trash-Spass für die Freunde der unfreiwilligen Komik.

     
    Zuletzt bearbeitet: 4 August 2015
  11. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Nee, die fehlen mir noch inner Sammlung irrsinniger Haifilme. Ich warte noch sehnsüchtig auf "Sharknado 3" in der SchleFaZ-Variante (kommt Mitte September). Gesehen hab ich den schon, bin aber eben gespannt was Kalkofe und Rütten aus dem Mumpitz rausholen. Mir war das Ende selber dann schon wieder zu behämmert, aber ich fürchte, wir werden von einem vierten Film im nächsten Jahr nicht verschont bleiben.
     
  12. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "Shockwave"

    Der Streifen beginnt mit einem Kampf in irgendeiner Wüstenlandschaft zwischen ein paar Menschen und einem seltsamen Roboter, der irgendwie aussieht wie eine Mischung aus Kakerlake, Doc Octavius von Spiderman und einem von diesen Stelzenviechern aus "Die Dreibeinigen Herrscher". Die Menschen ballern gegen das Ding zwar um ihr Leben und versuchen auch abzuhauen, wirklich erfolgreich sind sie damit aber nicht. Stattdessen werden sie wahlweise geköpft, zerfetzt und pulverisiert.

    Szenenwechsel: Eine Boeing 747 klötert durch einen heftigen Gewittersturm, wobei sich die Halterung von einer Kiste im Frachraum löst. Kurz danach wird einem Typen, der auf dem Klo kotzen geht von einem Maschinenarm die Rübe vergriesgnaddelt. Viel besser ergeht es kurz darauf weder dem Rest der Insassen noch den Piloten.

    Nochmal Szenenwechsel. Auf einem Kreuzfahrtschiff, das fast als Titanic-Kopie durchgehen könnte, sind drei wenig talentierte Gestalten gerade dabei den Safe des Casinos zu plündern. Da der eine Depp so doof ist seinen eh schon mies gelaunten Kollegen (der rüberkommt wie eine Mischung aus David Hasselhoff mit Darmverschluss und dem Halbbruder von Snake Plissken) mit Namen anzusprechen, knallt letzterer kurzerhand den Casinosteward über den Haufen. Worüber die Frau im Bunde (welche verdammt an eine Klischeefriseuse aus einem schlechten Mantawitz erinnert.. Lange blonde Haare mit Pony, lange Beine, beachtliche Oberweite, dicker Lippenstift und ein ständig aufgesetzter Gesichtsausdruck der "Ich bin doof" schreit) wenig begeistert ist, aber die jammert und nölt ja eh die ganze Zeit nur nervig herum. (Die Schauspielerin ist, wenn sie nicht so doof zurechtgemacht ist, eigentlich recht hübsch - einigen dürfte Hudson Leick als blonde Freundin von Xena ein Begriff sein.)

    Die Deppen gurken zu einem von ihnen gecharterten Hubschrauber, dessen Pilot die Nachrichten gehört hat und nun wenig begeistert ist mit einem Raubmord in Verbindung gebracht zu werden. Zudem ist das Wetter ausgesprochen mistig. Auf Drängen vom Kanonenkopp fliegt er mit seiner für diese Bedingungen eher ungeeigneten Möhre trotzdem los, und es ist ja klar, dass das schiefgehen muss. Was folgt ist eine Notlandung auf einer Insel, bei der die Antriebswelle zu Bruch geht. Kurz darauf klebt dann ein blutverschmiertes Gesicht anner Seitenscheibe, das irgendwas von "seht zu dass ihr wegkommt" faselt.

    Das Militär ist inzwischen not amused, fehlt doch von dem Jumbo mit den durchgeknallten Blechkameraden (fast) jede Spur. Irgendwelche Signale deuten aber auf den Absturz auf eine Insel hin, und so wird ein Spezialkommando mit Unterstützung einer der Entwicklerinnen der Robos ausgesandt um den beiden künstlich-intelligenten Kanisterköppen vorläufig den Saft abzudrehen. Selbige haben inzwischen einen von den Räubern inner Mitte durchgebrochen und den defekten Hubschrauber geklaut...

    Das klingt jetzt alles etwas behämmert, oder? Isses auch. Macht aber gar nichts. Denn für so eine Ramschproduktion kann die Robosause mit durchaus akzeptablen Tricks und ein paar bekannten Nasen im Cast aufwarten. Als Pilot der Boeing begrüssen wir z.B. George Takei, besser bekannt als Mr. Sulu aus der Urbesatzung vom Raumschiff Enterprise. Ebenfalls dabei ist Michael Dorn, der in der Nachfolgeserie die Ehre hatte den Klingonen Worf zu verkörpern. Hudson Leick hab ich ja schon erwähnt, Mr. "Ich mach bei jedem Humbug mit" Tim Thomerson darf selbstverständlich nicht fehlen und schlusssendlich darf auch Alexandra Paul (an der Seite von Pierce Brosnan in "Die Rembrandt Connection" und "Death Train" zu sehen, ausserdem in Baywatch) vor der Kamera rumhampeln. Die Charaktere sind natürlich nicht gerade tiefschichtig, einzig dem Hubschrauberpiloten versucht man so etwas wie einen Sinneswandel und eine Vergangenheit anzudichten, führt das aber nie zuende. Ansonsten bleibt die übliche "Gute Absicht + Militär + Zeitdruck = Scheiss Ergebnis"-Geschichte, und was aus dem Killerbot in der Wüste geworden ist, bleibt bis zum Ende unerwähnt. Ebenso wie die Roboter mit dem Hubschrauber von der Insel flitzen wollen, schliesslich sind sie selber so gross und schwer, dass sie die Klapperkiste zu zweit mal locker wegtragen können. Da hilft ihnen auch die Idee mit dem selbstgebastelten Cyborg als Piloten nicht weiter. Immerhin erspart man uns nach der atomaren Schrottung der Insel tatsächlich das "Etwas hat überlebt"-"Überraschungsende" (Hüstel), wobei ich es doch etwas merkwürdig finde dass der Hubschrauber mit den Überlebenden a) durchkommt obwohl er erst 10 Sekunden vor der Explosion abgehoben hat (ist ja schliesslich nur ´ne schnarchige 08/15-Gurke und nicht Airwolf), und b) die Survivor den Angriff nicht noch per Funk abbrechen liessen, schliesslich waren beide Robos zu dem Zeitpunkt geschrottet und sie sassen schon eine ganze Weile im Luftquirl herum, weil da der Dramatik wegen noch irgendwas geklemmt hat.

    Den Quatsch muss man sicher nicht gesehen haben. Aber im Gegensatz zu anderen Produktionen dieser Preisklasse neigt man nicht dazu durchgehend mit dem Kopp auf die Tischplatte zu hauen oder ob der Trickaufnahmen entsetzt die Fernbedienung in die Glotze zu schmeissen. Und trotzdem bleiben noch genug dämliche Ideen und Logiklöcher übrig um als Trash-Fan auf seine Kosten zu kommen.

    Unterhaltsamer Unsinn.
     
  13. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "Thor - Der Allmächtige"

    Die Beschreibung wird wahrscheinlich ziemlich lückenhaft. Einmal hab ich beim ansehen dieses ääh "Films" oftmals Tränen gelacht, zweitens ging nach spätestens fünf Minuten das Gehirn in Frührente, drittens war der ganze Stuss so verworren und sinnlos, dass man überhaupt nicht mehr folgen konnte wer da nun was und wann und wohin und warum und überhaupt und so.

    Kalk und Rütten haben den Kram im Rahmen der SchleFaZ-Reihe gezeigt. Sie wissen, warum.

    Aaalso: Wir beginnen damit, dass der Dämon Loki in einer unglaublich gammeligen Tricksequenz Walhalla angreift. Unterdessen latscht Odin in irgendeine Höhle, in der er ("Diesel" Kevin Nash macht nach seinem Abgang vom Wrestling wirklich jeden Scheiss, bei der völlig vermurksten "Monster Brawl"-Filmidee spielte er ja auch schon mit) von irgendwelchen Weibern vollgesülzt wird, ohne das diese die Lippen bewegen. Er solle doch dem Grusel-Dämon Lokus-Loki bitte seinen Hammer aushändigen, das wäre so langsam mal Zeit für einen Machtwechsel. Odin hält von der Idee der Nornen eher wenig und versucht mit seinen Söhnen Baldur dem Glatzkopp und Thor dem... ja, was eigentlich? Der eigentlich mächtige Thor ist ein halbes Hähnchen im Blechmantel und ungefähr so furchterregend wie eine Horde zahmer Goldhamster im Tiefschlaf. Loki hingegen verfügt über ein paar drachenähnliche Wesen (optisch in etwa der grottige Emmerich-Godzilla nach zwölf Jahren Hungerstreik wegen Einsatzes in schlechten Filmen), die im weiteren Filmverlauf ausser sinnlos herumbrüllen, schnüffeln, doof gucken und ab und zu mal etwas kaputtmachen aber keinerlei Aufgabe haben. So weit, so dämlich.

    Nachdem im Hintergrund das Modellbau-Walhalla vor mies gepinselter Landschaftstapete per noch mieser gemachtem Computerbrand demoliert wird, kloppt sich Odin mit dem Schurken Loki, der aber auch zu Sinnestäuschungen fähig und hinter dem Hammer der Unbesiegbarkeit her ist. Dabei murkst Odin aus Versehen Baldir ab, bevor er selber von Loki umgenietet wird (und nicht einmal die Schwerter und Speere sehen echt aus). Fuchsig wie er ist hat er den Hammer aber vorher sonstwo versteckt, nur zu blöd dass jetzt nur noch Dummdödel Thor übrigbleibt um die Welt zu retten. Der stellt sich ebenso mutig wie unfähig dem Kampf gegen Loki und kriegt dabei entsprechend den Arsch versohlt, nur killen darf Loki ihn nicht, muss er ihn doch zum Hammer führen. Thor bekommt zudem Hilfe von Jamaxa, einer Kämpferin für watweissichnichtwas, die ihn durch diverse Dimensionslöcher hindurch erstmal rettet, bis man im L.A. der heutigen Zeit landet. Warum? Ja weil... also... äääh... Weil den Produzenten die Computerlava ausging.

    Jamaxa versucht nun verzweifelt Thor 1. einen Hauch von Intelligenz einzutrichtern (sehr fruchtlos), 2. das Kämpfen beizubringen (klappt irgendwie auch nicht) und 3. den Hammer der Unbesiegbarkeit einzusacken. Dazu rennen sie durch eine Höhle, an deren anderen Ende hinter einem neuen Dimensionsloch ein Ritter steht, der mit dem Schwert als Sparringspartner...

    ICH KANN DOCH NICHTS DAFÜR, DAS IST SO HOHL!!!!

    Thor gewinnt den Kampf gegen den Ritter (Applaus!!!), latscht durch einen "Platoon"-Restpflanzen-Wald mit grüner Schimmerbeleuchtung und holt sich den Hammer vom Baum des Lebens ab. Nebenbei entwickelt sich immer mehr zum dummbräsigen Mistblag, das aber auch überhaupt nicht auf seine Beschützerin hören kann und wirklich alles falsch macht. Inzwischen rennt Loki planlos suchend durch L.A. und macht erstmal soviel wie seine Drachen - gar nichts. Thor und Jamaxa (wat für ein beknackter Name...), die übrigens in L.A. eine Wohnung hat (welche an den Lagerraum eines Second-Hand-Shops erinnert und wahrscheinlich auch genau das ist), wollen sowas wie trainieren, Loki kommt hinzu, verarscht Thor nach Strich und Faden (Keine Kunst bei dem Deppen), kommt an den Hammer (tolle Leistung, Thor, du HELD!) und ruft das Reich Ragnarök aus, in dem es wohl ziemlich düster zugeht. Dann murkst er Jamsaxa und Thor vermeintlich ab, wobei aber Thor den Sturz ins Erdinnere im Gegensatz zu seiner Lehrmeisterin (die ihm im ganzen Film wirklich nichts beigebracht hat) überlebt. Aus dem Erdmagma oder was auch immer dengelt er sich mit blossen Händen einen neuen Hammer zusammen, und nebenbei gelingt es ihm innerhalb von 23 Sekunden zum Superkämpfer zu mutieren (was bei dem laufenden Unterhemd auch sehr glaubwürdig ist) und Loki zu besiegen. Dann erweckt er den von Loki vorher kaputtgekloppten Baum des Lebens wieder zu selbigem, und kehrt in seine Dimension zurück, wo er dem von den Zimtzicken in mühevoller Kleinarbeit seit gefühlten 5000000 Jahren zusammengeklöppelten "Loki muss gewinnen"-Schicksalsteppich ein paar zwischen die Maschen hämmert. So, ihr blöden Nornen, das habt ihr jetzt davon!

    Moviekus Beknacktus! Die ganze Story ist so dermassen weit hergeholt, das selbst der durchgeknallteste Insasse einer geschlossenen Nervenheilanstalt sie noch als totalen Blödsinn bezeichnen würde. Thor ist der mieseste Held aller Zeiten, kann eigentlich gar nichts ausser auf´s Maul kriegen, rumnerven, nicht auf seine Ausbilderin hören und Loki mit seiner grenzenlosen Dummheit in die Karten spielen. Loki ist als böser Dämon auch nicht gerade die Intelligenz in Tüten, so lässt er sich einmal von einem "Hammer" in die Irre führen der in Wirklichkeit eine Doppelaxt ist. Ansonsten ist er eh meist damit beschäftigt wie ein zugekiffter Mad Max durch die Stadt zu latschen. Zauberkräfte kommen und gehen wie sie gerade gebraucht werden, ebenso wie die Dimensionslöcher. Die genaue Aufgabe des Trainingsritters (dessen "Kampf" mit Thor dauert gefühlt sechs Stunden und findet weil beide so scheisse sind durchgehend in Zeitlupe statt... Von Loki wird der geniale Wächter später einfach mit seinem Zauberknochen über den Haufen geballert) werden wir bei seiner Unfähigkeit (wer gegen Thor verliert muss ´ne totale Niete sein) wohl nie erfahren, ich bestehe auch nicht gerade darauf. Durch den ganzen Zirkus brechen in L.A. zwei mittlere Brände aus und drei bis fünf Gebäude gehen in der Millionenstadt zu Bruch, aber irgendein Hirnakrobat fragt ernsthaft ob es denn noch etwas gäbe für das es sich zu kämpfen lohnt... Na ja, so ungefähr 99.9% der Einwohner leben anscheinend noch...

    Bei dem Drehbuch ist im Vergleich ein durchschnittlicher Helge Schneider-Film ein inszenatorisches Meisterwerk.

    Hier wirklich alles aufzuführen was einfach nur ganz grosser Mist ist, würde länger dauern als der Film. Also bleibt mir nur abschliessend festzustellen, dass "Thor der Allmächtige" wirklich das dümmste, verworrenste, sinnloseste, grottigste, am miesesten getrickste und am schlechtesten geschauspielerte Filmprojekt der letzten 200 Jahre ist. Ed Wood hätte sich für sowas in Grund und Boden geschämt!

    Und genau deshalb sollte man sich diesen verfilmten Hirnriss unbedingt einmal angucken!
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 August 2015
    Pumpkin gefällt das.
  14. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ich hau an dieser Stelle mal eine obersuperdupermegawichtigen Programmtipp raus:

    Freitag, 28.8., 22.05 Uhr: SchleFaZ - Roboter der Sterne

    Von der gesamten Facebook-SchleFaZ-Gemeinschaft bei Kalk und Rütten massiv eingefordert, haben sich unsere beiden Schrottfilmhelden einen der wirklich grossartigsten Mumpitzfilme des Universums zur Brust genommen.

    http://www.soccer-fans.de/forum/threads/schundfilme.23069/#post-288427

    Seid dabei und lacht euch kaputt!

    http://www.tele5.de/a-z/schlefaz/staffel-3/roboter-der-sterne.html
     
  15. Schröder

    Schröder Problembär

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    JAAAA... Wird sofort einprogrammiert. Die Woche drauf bin ich allein zuhause.:beifall:Der Käse ist so Kult...
    Endlich werden die Bösen wieder fettig gemacht. :fress:
     
  16. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Wie krass. Den hatte ich als Kind auf Video. :zahnluec:
     
  17. Schröder

    Schröder Problembär

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    Mein Receiver lässt sich nicht soweit im Voraus programmieren. :(
     
  18. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Tele5 hat die SchleFaz-Dinger in der Regel nach der Ausstrahlung eine Woche in der Mediathek. :) Da sparste auch ´nen Haufen Werbung. ;)
     
  19. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    SchleFaZ-Time!

    "Double Trouble - Warte bis mein Bruder kommt"

    Man nehme:

    - zwei muskelbepackte Bodybuilding-Zwillingsbrüder mit erschütternden Mantafahrer-Klischeefrisuren
    - ein paar selten dämliche Sprüche
    - eine zwar an den Haaren herbeigezogene, aber im Metier der Action-Komödie noch halbwegs passable Rahmenstory
    - keinerlei Schauspieltalent
    - jede Menge sehr beknackte Ideen
    - einen von "Beverly Hills Cop" inspirierten Synthiesoundtrack
    - viele schlechte Gags
    - noch schlimmere Klamotten
    - eine ziemlich gruselige Synchronisation

    Das ganze scheucht man dann gute eineinhalb Stunden gepflegt durch den Mixer, und heraus kommt: "Double Trouble"

    Es beginnt alles mit einem Chauffeur (Bob, der Mann für alle Fälle), der seinen Fahrgast statt zum Flughafen in irgendein Baugebiet gurkt und dort abknallt. Seine Komplizen warten da schon mit einer Flex (dass man ´ne Flex auf´m Bau findet ist ja logisch, aber wo zum Deibel hatten die mitten auf der Strasse den Strom für das Ding her? 100 Meter Verlängerungskabel?), und schneiden damit den Koffer auf, den der Fahrgast an seine Hand gekettet hat. (Wäre es nicht einfacher gewesen die Kette der Handschellen durchzuschneiden und den Koffer dann gemütlich später zu knacken?)

    Wir machen weiter mit dem Einbruch eines breitschultrigen Grinseberts in das Büro der als Diamantenhändler getarnten Gangsterfirma. Dort klaut er neben ein paar Diamanten unwissend auch den wichtigsten Inhalt des Koffers: Eine Schlüsselkarte. Weil er nicht nur kackdreist sondern auch ´nen Happen doof ist, ruft er noch vor Ort die Polente an und informiert sie über seinen eigenen Einbruch. Dann nimmt der durchtrainierte, dummdreiste Dösbaddel sich die Zeit seine "Signatur" (?) an die Wand zu sprühen: Einen Katzenkopp, den selbst mein Schwiegervater (der bei allem Respekt vor seinen sonstigen handwerklichen Talenten der wohl schlechteste Zeichner des Universums ist) nicht so grottig da hingekrakelt hätte.

    Die Polizei rückt an: In einem alten Camaro, dessen Karosserie zu 3/4 aus Ersatzblech und Spachtelmasse besteht. Aus dieser Rostlaube hüppen dann ein breitschultriger Grinsebert mit erschütternder "Charlie Sheen in Hotshots 2"-Gedächtnisfrisur, von Mama viel zu heiss gewaschenem "Raiders"-Sweatshirt und zerrissener Jeans, sowie seine Partnerin im (Verzeihung) Nuttenoutfit mit Plateaulatschen (deren Hand- bzw. Fusshabung sie nicht im geringsten beherrscht, weshalb sie ständig droht auf die Fresse zu fliegen). Dementsprechend müssen die beiden den leicht dämlichen Wachmann auch erstmal mit Waffengewalt davon überzeugen, dass zwei Gestalten, die aus so einer Klapperkarosse steigen und aussehen als wären sie gerade wahlweise von der Müllkippe oder dem Strassenstrich gekraucht gekommen, wirklich zu den Gesetzeshütern gehören.

    Am Tatort angekommen staunt Polenten-David dann auch nicht schlecht, als sich der Einbrecher als sein Zwillingsbruder Peter entpuppt, den er noch im Knast vermutet hat. Missmutig ballert er selbigem dann auch erstmal ´nen Streifschuss an den Arm, bevor er sein ganzes Magazin leerballert ohne auf acht Metern Entfernung auch nur einen weiteren Treffer zu landen. Peter geht dann erstmal stiften. So, die Hauptpersonen sind eingeführt, und eigentlich hat man grosse Lust sie möglichst schnell wieder loszuwerden...

    Den Rest in Kurzform (soweit möglich): Die Partnerin im Dirnenoutfit wird bei einem Treffen mit einem Informanten erschossen, worüber David doch etwas stinksauer ist. Dafür kann er seinen Bruder doch noch einbuchten, nachdem der sich megadämlich mit seiner eigenen Falle gefangen hat. Weil er einem Polizei-Kasper bei der Spurensuche am Tatort nach einem blöden Spruch die Fresse zerdengelt hat, bekommt er zur Strafe seinen Bruder als Partner zugeteilt (die Dengelfresse sollte das eigentlich werden, liegt aber nun im Krankenhaus). Ausserdem bekommen sie noch eine ziemlich gruselige und unfähige Fönfrisur an die Seite gestellt, die dann später aber wegen akutem Koppautsch den halben Film über bewusstlos in Davids Wohnung herumliegt. Gemeinsam kommen sie nach und nach den Bösewichten auf die Spur, die mit Unterstützung eines Baulöwen und eines korrupten Stadtrates vorhaben den Tresor einer Juwelenausstellung zu plündern. Aber dazu brauchen sie - genau - die Schlüsselkarte, die Peter zu Beginn gemopst hat...

    Ein Film, der einen etwas ratlos macht. Natürlich ist das alles ziemlich schlecht. Angefangen bei den völlig talentfreien Hauptdarstellern, die den Charme einer schiefen Ikea-Anbauwand mit etlichen lockeren Schrauben und fehlenden Holzdübeln haben (was auch in etwa dem Kopfinhalt der von ihnen gespielten Figuren entspricht). Etliche Szenen hat man in anderen Filmen schon lustiger gesehen (z.B. als Peter versucht durch das Toilettenfenster zu flitzen und unten dann von David schon erwartet wird, ist das fast ´ne 1 zu 1-Kopie von "Bud der Ganovenschreck"), oder besser gemacht (einige "Lethal Weapon"-Zitate meine ich ebenfalls gesichtet zu haben). Ein paar Gags, die auf dem gleichen Aussehen der beiden Krampenkasper basieren, sind an Unlustigkeit kaum zu unterbieten (an einer Rezeption: "Bin ich hier gerade vorbeigekommen?"), und die Trainingssequenz am Anfang mit dem Gestöhne von David (klingt wie´n Nilpferd bei der Geschlechtsumwandlung ohne Betäubung) hätte ich wirklich nicht gebraucht.

    Trotzdem hat der Blödsinn schon seinen Charme. Die Vokuhila-Frisuren aus dem Gruselkabinett, Roddy McDowell als wirklich böser Oberbösewicht, James Doohan (Beam me up, Scotty!) als Polizeichef, der sich bei einer Ansprache für seine Stimme entschuldigt ("Ich musste gerade stundenlang herumbrüllen..." - Slege Hammer lässt grüssen!), die hilflos mit ihrer Schauspielerei überforderten Gebrüder Paul im Versuch eines coolen Buddy-Movies, die teilweise hahnebüchene Dummheit der handelnden Personen (der Gangster Tito wird im Auto von David mit einer Sattelitenschüssel beworfen, steigt aus, schiebt die Schüssel, die auf der Motorhaube liegt ohne grosse Mühe zwanzig Zentimeter weiter ohne sie da runterzukriegen, steigt wieder ein und fährt los), der Fiesling Bob, der Leute nur abmurksen kann wenn sie genau neben ihm stehen (knapp zehn Meter Entfernung und zehn Sekunden Zeit zum zielen... für einen Profikiller völlig unmöglich!) oder er sie mit dem Auto plattfahren darf und diverse "While E. Coyote"-Huldigungen... das alles hat durchaus einen gewissen Unterhaltungswert.

    Fazit: "Double Trouble - Warte bis mein Bruder kommt" ist in vieler Hinsicht zwar ganz grosser Käse, wegen seiner mal freiwilligen, mal unfreiwilligen Komik, der besemmelten Optik und der für so einen Quatschstreifen nicht zu bekackten Story aber durchaus einen Durchlauf wert. Schade, dass die deutsche Synchro den beiden Brüdern einen leicht (Entschuldigung) tuckigen Touch gegeben hat, was dann in Verbindung mit dem penetranten Gegrinse der beiden doch auf Dauer etwas nervt.
     
  20. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "Vampirella" (nehmt euch Zeit, das Ding ist etwas lang geworden...)

    Schon nach nicht einmal fünfzehn Minuten nähere ich mich der totalen Hirnschmelze...

    Vor 3000 Jahren lebten auf dem Planeten Drakulon Vampire (Drakulon?! Wer zum Deibel kam auf diese völlig verblödete Idee, den Ur-Planeten der Vampire Drakulon zu nennen?! Und warum kommen die auf einmal aus dem Weltraum, und nicht aus Transylvanien?!) mehr oder weniger in friedlicher Eintracht zusammen. Die barbarische Sitte, sich gegenseitig das Blut auszusaugen wurde schon lange abgeschafft (auf Drakulon fliessen Flüsse aus Blut... ja ja , logisch...). Die Tatsache dass es auf Drakulon schon vor 3000 Jahren Rolltreppen gab, und der Herrscherpalast aussah wie eine Mischung aus Grossraumdisco und Einkaufszentrum Bambek-Süd, macht den Humbug aber nicht unbedingt glaubwürdiger.

    Nur der olle Vlad mag sich nicht an die Spielregeln halten, und hockt deshalb im Knast. Er wird also vor den Vampirchef geführt (der so´n bisschen aussieht wie der bärtige Wildecker Herzbube nach ´ner viermonatigen Wasser + Brot-Diät), der gleichzeitig auch der Stiefvater von Ella ist. Mit Hilfe von zwei Kumpels und seiner Geliebten gelingt es Vlad dann die nicht vorhandenen Sicherheitsmassnahmen zu übertölpeln, den ganzen Vampirrat umzunieten und per Raumschiff (Optisch ein Zylonen-Jäger nach der Schrottpresse) auf die Erde abzuhauen. Ella kommt gefühlte zwei Sekunden nach der Bluttat rein und findet ihren sterbenden Vater, der ihr einrichtert nicht nach Rache zu dürsten... Was die dumme Göre natürlich eine Sekunde nach seinem Ableben nicht mehr die Bohne interessiert, weil der Film ja sonst schon vorbei wäre (warum hat sie nicht auf ihn gehört, uns wäre soooo viel Leid erspart geblieben, aber nee....)

    Zeitsprung in die Gegenwart...

    Die Erde, Vampirjäger-Hauptquartier in einem Keller unter einem leicht heruntergekommenen Klamottenladen. Van Helsing und sein Kollege unterhalten sich über die gemeldeten Vampirtätigkeiten. Ganz besonderen Anlass zum allgemeinen "Nanu?" gibt ein Video von der Landung eines Space-Shuttles nach einer Mars-Mission (und ich sage denen jetzt lieber nicht, dass man mit der gezeigten handelsüblichen NASA-Shuttlegurke zum Mars und zurück wohl locker 15 bis 20 Jahre gebraucht hätte... aber vielleicht besteht in dem Film ja der Mond auch aus Käse, wer weiss das schon...). Da flattert nach dem öffnen der Tür nämlich der Schatten einer ziemlich grossen Fledermaus heraus. (Wo die sich während des jahrelangen Flugs in der engen Kiste versteckt hat interessiert vorerst ebenfalls keinen...)

    Kurz darauf in einer Seitengasse: Ein Nerd schlurft mit seinem wohl etwas veralteten Computer durch die Gegend und wird von ein paar Deppen angegriffen, die wohl irgendwas bei ihm bestellt haben und mit der Leistung nicht unbedingt zufrieden waren. Zum Glück taucht Ella in einem etwas seeehr bescheuert aussehenden roten Latex(?)-Reizwäscheoutfit mit Fledermauszeichen vom Kindergartenfest vorn auf´m Schlüpper auf, und möbelt die Stinkstiefel ein bisschen ver. Der Nerd ist ebenso dankbar wie anscheinend sofort verliebt in die leicht bekleidete Dame mit dem übertrieben aufgepinseltem Lippenstift, und nimmt die gleich mal mit in seine Nerd-Bude, wo er sich dann auch bereitwillig von ihr mit irgendwelchen kryptischen Mumpitz volllabern lässt...

    Und nu guck ich mal weiter...

    Also.. also irgenwie.. also wirklich.. also... nee!

    Jetzt ist fast ´ne Stunde rum, und die Story wird immer bekloppter. Der Nerd heisst rein zufällig so wie der Erfinder der Vampirella-Comics - kann sich die gute Soto-Tante aber unmöglich als Körpervorlage für seine Werke genommen haben, denn die Comic-Vampirella hat im Gegensatz zu der Schauspielerin hier ´ne Oberweite die in jedem Russ Meyer-Film bestens aufgehoben gewesen wäre, während die Film-Vampirella in der Hinsicht doch eher an Marcy D'arcy aus "Eine Schrecklich Nette Familie" erinnert. ("Du du... du bist ein Huhn!" - Zitat: Al Bundy). Das wäre aber noch nicht das schlimmste.

    Den absoluten Vogel der bescheuerten Schauspielerei schiesst der Vlad-Heini ab. Der spielt den Oberbösewicht dermassen beschissen... ähm, später. Also: Vampirella (wurde so vom Nerd getauft, wegen "Vampir" und "Ella", wer eine solche Kreativität an den Tag legt, paust auch alte Micky-Maus-Comics auf Butterbrotpapier durch) erfährt von dem Nerd, dass sich einer der Mörder ihres Stiefvaters als Uni-Professor ausgibt ("Vorlesungen nur abends", hahaha...), und geht / fliegt den besuchen. Wie man an dem durch die Fenster scheinenden Licht mehr als deutlich sieht am hellichten Tag... Nach einer kurzen Hauerei fliegt dann der Prof allerdings nachts (?!) durchs Fenster und wird unten auf einem Zaunpfahl aufgespiesst... was nun absolut keinen Sinn macht, können sich die Vampire doch innerhalb von Hundertstel-Sekunden in Fledermäuse verwandeln und dann einfach wegflattern. Selbiges macht Vampirella auch kurz darauf (der Effekt sieht im Standbild so aus als hätte da einer ´n halbes Hähnchen anner Kamera vorbeigeschmissen...). Ein paar von Vlads Kumpels wollen unterdessen dem etwas aufmümpfigen Vampir Carlos ans Leder (was er verbrochen hat darf aber keiner wissen), schmeissen sich dazu in schwarze Overalls aus dem Angler- / SM-Bedarf mit lächerlichen "Ick gloob ick bin inne Matrix"-Sonnenbrillen und gehen so vor der Sonne geschützt eben jenen Carlos besuchen. Warum die bis auf die Brillen trotz der Ganzkörperanzüge ungeschützten Gesichter dabei nicht verschmoren, verschweigt man uns lieber. Carlos wird also umgedreht annem Kreuz aufgebaumelt und ääh, gefoltert, indem einer das Oberlicht zerschiesst weshalb jetzt die Sonne genau auf seinen Schritt scheint. Carlos tut zwar halbherzig so als wenn das irgendwie irgendwas ausmachen würde und einer der blöden Bösewichte meint vermelden zu müssen dass es irgendwie verschmort riechen würde, aber letztendlich passiert gar nichts. (Trägt Carlos unter seiner Leinenbuchse Sonnenschutz-Unterwäsche? Wer weiss...?)

    Die Vampirpolizei greift ein und und nimmt Vlads Gefolgschaft gefangen, während selbiger als vermeintlicher Rockmusiker Billy (ich wollte jetzt gerade ernsthaft "Blöd" schreiben) Blood in Las Vegas auftritt, wo er von Vampirella und den Vampirjägern gleichzeitig aufgetrieben wird. Durch ein Missverständnis nimmt die van Helsing-Truppe beide fest. Allerdings kann Vlad den Fahrer seines Gefangenentransports per Gedankenbeeinflussung dazu bringen die Kiste in die Grütze zu fahren und sich so befreien. Vampirella rettet dann van Helsing den Hintern, und weil Vlad so selten blöde ist trotz eindeutiger Überlegenheit den beiden nicht den Saft abzudrehen, sondern lieber die Flatter macht, musste ich noch die Geschichte von Vampirellas Reise zur Erde ertragen, die den Film dann nochmal bescheuerter macht.

    Dat war nämlich so. Vampirella bat ihre Mutter (die der Oberweite wegen in ein paar Jahre jünger als Hauptdarstellerin vielleicht besser gepasst hätte) mehr oder weniger um das Okay für ihren Racheplan, bekam selbiges und flog mit ihrem Raumschiff in Richtung Erde. So ungefähr beim Mars gleich neben dem Aussenposten-Weltraumscheisshaus geriet ihre Gammelgurke aber in eine böse böse Ionenwolke und blieb mit Motorschaden liegen (wahrscheinlich hat die blöde Kuh einfach unterwegs vergessen zu tanken...). Da weder ein brauchbarer Abschleppdienst noch Scotty oder MacGyver aufzutreiben waren, schoss sie sich dann lieber per Rettungsglassarg auf den Mars, wo sie dann vor einer Woche....

    So, Leute, jetzt reichts! Nicht nur dass die Raumanzüge der beiden Astronauten aussehen wie Malerkittel mit ein paar Aufnähern vom Kinderfasching, die wollen uns ernsthaft verkaufen, dass die Reise mit der Endeavour vom Mars zur Erde nur sechs Tage gedauert hat! Und warum sieht Vampirella in ihrer von der Nostromo (Alien) geklauten Schlafkapsel aus wie Schneewittchen im Glassarg, die schnarchend auf den Kuss vom Prinzen wartet? Wer denkt sich so ´nen Schwachsinn aus?! Und musste die nicht auch vielleicht mal pullern in den letzten paar tausend Jahren seit ihrer Abreise von Drakulon? Und wie kommt es, dass die Astronauten genau da auf dem Mars rumgelatscht sind, wo sie in einer Höhle rumlag. Sooo klein ist der rote Planet ja nu auch nicht...

    Ich guck mal weiter... wie schlimm kann das schon noch werden...?

    Okay, so schlimm... Dialog der beiden Shuttle-Piloten als Ella ihren Sarg aufmacht... "Hast du was gehört?" - "Nein." - "Du hast also nichts gehört?" - "Nein."

    Diese Schmerzen...

    Letzte Werbepause... Da es für Bier eindeutig zu früh ist, kille ich um das alles zu ertragen meine letzten "Nappo"-Vorräte...

    Van Helsing hat Vampirella mit in die streng geheime Basis der Vampirjäger genommen, wo er ihr (gegen den Willen seines zweifelnden Kumpels) die neueste Waffe der Menscheit gegen den Vampirismus vorstellt: Ein Gewehr, das künstliches Sonnenlicht schiesst. Okay, eigentlich isset ´ne Space-Knarre aus dem Spielzeugladen mit eingebauter Halogen-Taschenlampe und ein paar Leuchtdioden im Lampenschirm. Vampirella will unterdessen auf Demos, einen gefangenen Draculon-Vampir losgehen, der aber hinter einer gepanzerten Tür sitzt. Warum man sie den Deppen nicht umnieten lässt, nachdem er vorher unter Androhung einer Weihwasser-Injektion eh schon alles ausgeplaudert hatte was er wusste, versteh ich zwar beim besten Willen nicht, aber na gut... Nachdem Adam (Van Helsing) Vampirella in ihr Hotel (wann hat die sich da eingemietet? Und womit bezahlt die?) gefahren hat, will die mit ihm "kamüfeln" (Ausdruck von Oberst Klinck für nicht jugendfreie Aktivitäten), was der Dödel aber ablehnt. Er fährt lieber nach Hause, und kommt nicht darauf irgendwie besonders aufmerksam zu sein, als eine Blondine mit blanken Aufblashupen und etwas zu langen Eckzähnen auf seinem Sofa liegt, sondern lässt sich einfach von hinten eins überbraten.

    Die Vampire bieten also Adam zum Austausch gegen Demos an, und Vampirella soll die Überbringerin sein. Der Austausch findet auf irgendeinem abgewrackten Jahrmarksgelände statt (soll wohl einen Teil von Las Vegas darstellen...), wo sich einige Vampirjäger auch megaschlau genau neben den Lichtreklamen "verstecken" damit man sie nicht übersehen kann... was die Vampire natürlich trotzdem tun. Dummerweise schicken sie nicht Adam zum Austausch, sondern einen der ihren, der nur kurz seine Gestalt geändert hat (und wenn die das Können, dann frag ich mich ernsthaft warum Vlad in seiner Rolle als Rockstar ein lächerliches angeklemmtes Haarteil zur Tarnung brauchte...). Adam bleibt also verschwunden, immerhin können die Jäger aber zwei oder drei Vampire abknallen (mit Holzgeschossen mit Silberspitze... war das mit der Silberkugel nicht eigentlich die Story mit den Werwölfen, oder bin ich da nun auf dem falschen Dampfer?).

    Vampir-Headquater am Arsch der Welt auf irgendeiner verlassenen Casino-Ranch irgendwo in Nevada. Vlad erörtert dem Rat der Zwölf (äääh, das war aber im Pilotfilm von Kampfstern Galactica...) seinen teuflichen Plan: Er hat Satteliten ins Weltall schiessen lassen (und die sind natürlich bisher keinem Überwachungsgerät der Menschen aufgefallen, sicher...), welche in seiner Vorführung aussehen als hätte da einer ein rotes Kinderpflaster ins Bild geklebt. Autsch autsch autsch... Damit kann er irgendwelche Strahlen abschiessen, die wie bei einem Atomkrieg eine jahrelange Verdunklung der Erdatmosphäre zur Folge hätten, womit der Hauptgegner "Sonne" für eine geraume Zeit ausgeschaltet wäre. Das ganze Ding nennt er bescheiden "Unternehmen Weltuntergang"... Lieber Vlad, nicht nur dass dein Name sich anhört wie eine schlimme Blähung, Vorhaben von Leuten die nach der Weltherrschaft streben und mit "Unternehmen" anfangen, gehen meistens schwer nach hinten los. Das musste schon ein wirrköpfiger Schnauzbart samt seiner leider zahlreichen Gefolgschaft vor 70 Jahren feststellen, als er solche dämlichen Ideen wie "Unternehmen Rheinübung" und "Unternehmen Barbarossa" aus seinem gestörten Scheisshirn leierte.

    Vampirella ist den geflüchteten Vampiren natürlich hinterhergeflogen, und hat sich gerade mit der Verprügelung zweier bräsiger Wachkasper Zutritt verschafft, als die Werbung dazwischenfunkte.

    Letzte Runde, ich hoffe, ich überlebe das ohne Folgeschäden....

    Geschafft! Juhuuu!

    Aaaalso... Vampirella entert die lustige Versammlung... und kriegt was auf die Fresse. Die fiese Möp Vlad hat eine grandiose Idee... Er sperrt sie zu Adam und klaut ihr ihr Armband mit den Blutpatronen, in dem Wissen dass sie ohne die Dinger bald ziemlichen Durst kriegen wird. Vampirella hämmert danach wie ein Kleinkind jammernd gegen die Tür ("Vlaaaad, lass mich hier raus..." - So doof isser dann doch nicht...) und fesselt sich anschliessend selbst mit Armketten annem Holzpfahl. Der inzwischen erwachte Adam findet das anscheinend ziemlich einladend und es kommt trotz Vampirellas Warnung ("Ich kann das Blut durch deine Adern rauschen hören, das ist sehr gefährlich" - "Du bist jede Gefahr wert!" - *Ableck) erstmal zu einer gewaltigen Knutscherei.

    Unterdessen erhält der Kumpel von Adam eine Nachricht von Vampirella, in der steht wo sie ist... Da stellen sich mir zwei Fragen: 1. Wie kommt die Nachricht da hin? 2. Wann und womit hat sie die geschrieben?! Egal, das Anti-Vamp-Einsatzkommando rückt aus...

    Vlad unterhält sich per Bildtelefon erstmal mit seinem Betriebsleiter in Japan (Himmel, ist das dämlich!!!), und stimmt danach sein Fussvolk auf den bevorstehenden Endkampf ein (ungefähr 15 Leute in schwarzgefärbten Mönchskutten vom Harry-Potter-Resterampenverkauf). Vampirella befreit sich unterdessen nach Blut geifernd von ihren Handfesseln (dauert eine Sekunde, die Aktion hätte sich sich auch gleich sparen können) und will sich auf Adam stürzen, stoppt aber vom schlechten Gewissen geritten ungefähr ´nen Zentimeter vor seinem Hals ab. Der von Liebe übermannte Adam hält ihr dann seinen Arm hin, mit dem Hinweis "Trink nur soviel wie du unbedingt brauchst...". Und so wie er bei ihrer Trinkaktion da rumstöhnt, scheint ihm ganz schön einer abzugehen.

    Vlad ist zwar nicht so doof Vampirella selber rauszulassen, schickt aber seine inkompetentesten Wachleute um sie abzuholen. Die kriegen was auf die Nuschel, was dann Adam ermöglicht sich inkognito mitten unter das Vampirvolk zu mischen (genau genommen isser doch jetzt eh selber einer...?). Vampirella geht zum Schein auf das Angebot Vlads auf einen Platz an seiner Seite ein, um ihm dann das Knie in die Klöten zu hauen (und ich dachte, für Tiefschläge wäre derzeit der Undertaker zuständig...). Die grandiose Satteliten-Steuerungsmaschine wird mit einer Kugel ausser Betrieb gesetzt, woraufhin sich die Satteliten im Weltall nicht etwa ausschalten, sondern gleich mal komplett auflösen (HÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ?). Als dann auch noch das Aufräumkommando anrückt und Vlads Tussi abgeknallt wird, sieht er das Signal zur Flucht gekommen. Natürlich verfolgt Vampirella ihn, und es kommt auf einem Staudamm bei Gewitter in einer sternenklaren Nacht (AUA AUA AUA!) zum Showdown, wobei Vampirella Vlad eine Metallstange durch den Brustkorb treibt. Da Vampire ja aber über Metall nur müde lächeln können, zieht Vlad sich das Ding kurzerhand wieder raus. Bevor er damit auf Vampirella losgehen kann, wird er allerdings vom Blitz getroffen, hampelt noch ein bisschen herumkokelnd durch die Gegend (und hat jetzt komischerweise eine Kaputze auf der Rübe, die vorher nicht da war), bevor er den Staudamm hinabstürzt.

    Vampirella findet eine Kette aus ihren Familienerbstücken wieder (wo die vorher war... dat wees ick ooch nich...), und schwafelt darüber doch auf der Erde bleiben zu wollen um ein friedliches Zusammenleben von Menschen und Vampiren voranzubringen...(und vielleicht ein bisschen Spass mit Adam zu haben, aber das ist nur so ´ne Vermutung).

    ENDE!!!

    Die Restbewertung fällt jetzt mal kürzer aus, ich hab über den Film und siene eingebauten Doofheiten selber ja schon lange genug gesülzt. Ich will nur mal kurz auf die schauspielerischen Leistungen zurückkommen. Talisa Soto macht ihre Sache soweit sie kann ganz gut, dass sie nicht den Vorbau hat um der Comicvorlage gerecht zu werden, ist ja nicht ihre Schuld. Ansonsten sieht sie doch ganz gut aus, und für das dämlichste "Heldenkostüm" der Filmgeschichte kann sie genausowenig wie für das hundsmiserable Drehbuch und die Sesamstrassen-Fledermaustricks. Roger Daltrey, eigentlich Frontmann von The Who, ist als Bösewicht Vlad allerdings eine dermassene Graupe, dass man ihm allein für seinen Nervfaktor schon zum Zahnarzt schicken möchte, und dann bitte Wurzelbehandlung ohne Betäubung mit stumpfen, leicht rostigen Instumenten.

    Insgeamt ist das alles durchaus SchleFaZ-würdiger Stuss mit einem für Trash-Fans halbwegs annehmbaren Unterhaltungswert und teilweise wirklich erbärmlichen Tricks. Zum Glück kam man aber endlich mal ohne Computer-Explosionen aus.
     
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  21. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Soldier Boyz

    Ja, auch Michael Dudikoff hat neben der "American Fighter"-Reihe und zwei Filmen als Spezialagent dessen Namen ich schon wieder vergessen habe, die aber meine ich beide in U-Booten spielten, noch den einen oder anderen Streifen abgekurbelt.

    Also: Toliver ist im Knast. Ich weiss nicht warum und in welcher Funktion, aber er ist der einzige, der da keine grauen Klamotten tragen muss, also wohl kein normaler Gefangener. Er hat es da mit diversen Rassenkonflikten und sonstigen sturen Rummsköppen zu tun, wobei er stets als Schlichter und Verbindungsglied zwischen Insassen und Aufsehern fungiert.

    Dummerweise wird genau zu der Zeit ein Flugzeug mit medizinischen Hilfsgütern von einer Bande selten dämlicher Rebellen über Vietnam abgeschossen. Der Anführer der Schwachmaten hatte darauf gehofft in dem Flieger einen Haufen Waffen zu finden (ein Flugzeug voller explosiver Klamotten abzuballern und darauf zu hoffen dass der ganze Kram dann nicht in die Luft fliegt, nenne ich mal Optimismus), und sind natürlich etwas enttäuscht als ihnen statt der erhofften Kawummsmaterialien ein Haufen Verbandsmull, Heftpflaster und Infusionsbesteck in die Hände fällt. Anstatt das beste draus zu machen (z.B. sich gegenseitig als Mumie zu verkleiden und Leute im Dschungel zu erschrecken) knallen die wutentbrannt die Flugzeugbesatzung ab und nehmen eine an Bord befindliche Milliardärstochter als Geisel, um die erhoffte Waffenlieferung dann eben aus deren Vater rauszupressen.

    Der hat darauf keinen Bock, und beauftragt stattdessen den Ex-Soldaten Toliver im Knast eine schlagfertige Befreiungsarmee zusammenzubasteln. Selbstverständlich treten in diese alle Leute ein, die sich noch vorher gegenseitig abgestochen oder zusammengehauen haben. Wo soll man denn sonst die lustigen Sinneswandlungen in bester MacGyver-Moralmanier und Konflikte herkriegen?

    Der Haufen Klüterköppe wird von einem Hubschrauber also im Dschungel abgeladen und bekommt drei Tage Zeit um die Tochter zu finden und zu diesem Punkt zurückzukommen, ansonsten ist der Hubschrauber weg und kommmt auch gar nicht wieder.

    Was macht man also, wenn man nur drei Tage Zeit hat und keine Ahnung hat wo man die Geisel suchen muss? Genau, man ruht sich erstmal aus, streitet sich ausgiebig und haut sich dann auf´s Ohr...

    Dann wird am zweiten Tag für den Kampf trainiert und sich noch etwas gezofft und über´s Essen beschwert, man hat es ja schliesslich nicht eilig.

    Quizfrage: Ihr seid auf einer streng geheimen Mission um eine Geisel zu befreien, habt wenig Zeit und wollt auf keinen Fall, dass jemand etwas von eurer Anwesenheit erfährt, was macht ihr?

    a) durch den Dschungel schleichen, die Absturzstelle suchen, versuchen einen von den Rebellen zu schnappen und aus ihm rauskloppen wo die Geisel ist

    b) man hat sich klugerweise vorher Luftaufnahmen von der Gegend besorgt (schon damals gab es Spionagesatteliten oder Aufklärungsflieger), weiss ungefähr wo das Lager ist und schleicht sich möglichst unauffällig heran

    c) man geht schwer bewaffnet in die nächstbeste Stadt inne Nuttenspelunke, giesst sich den ganzen Abend und die halbe Nacht gepflegt die Rübe zu, versucht ´ne Frau zu vergewaltigen, haut sich gegenseitig die Fresse ein und macht auch ansonsten einen Riesenradau, wobei einer der Kollegen auch noch durchbrennt.

    Wir wissen ja inzwischen was das hier für ein Film ist, also ist die Antwort nur logisch...

    Der Ausreisser wird natürlich von den Rebellen geschnappt, und es beginnt eine Ballerei zwischen dem Befreiungstrupp, der nun auch noch den eigenen Mann befreien will und den Rebellen. Dabei gehen zwei der eigenen Leute drauf, und irgendwie wäre es doch rationeller gewesen dann eben das eine Arschloch abknallen zu lassen welches eh die ganze Zeit nix als Ärger gemacht hat.

    Egal, Dudikoffs Resterampe findet wie auch immer das Lager der Entführer, befreit die Geisel und zerlegt den Schuppen in einer nächtlichen Aktion in bester Rambo-Manier, und natürlich opfert sich der vorher gerettete Spinner dabei heldenhaft für seine Kameraden um seine Schuld zu begleichen. Und obwohl die ganze Aktion wohl insgesamt fast ´ne Woche gedauert hat, ist der Hubschrauber zum Abholen selbstverständlich trotzdem da...

    Fazit: Was für ein Schwachsinn! Das sehenswerteste an dem Filmfurz von 1995 ist noch Jaqueline Obradors als Knastamazone im Armeelook (und wer vorher noch nie etwas von ihr gehört hat, dem geht es so wie mir). Das war es dann aber auch schon. Die Beteiligten verhalten sich allesamt so strunzdämlich das es schmerzt, die Story ist hilflos zusammengeschusterter Rambo 2 und 3-Drehbuchabfall (und wer die beiden Filme kennt, der weiss, dass etwas was da weggeschmissen wurde, eigentlich komplett undrehbar sein muss ohne sich zu übergeben). Die Klischees triefen übelst sumpfig vor sich hin und ansonsten wirkt wirklich nichts hier so, als hätte sich jemand auch nur eine halbe Stunde mal hingesetzt um dem ganzen Dünnschiss zumindest einen Hauch von Qualität oder Glaubwürdigkeit einzuhusten.

    Wisst ihr was: Lustig isses schon... soll es nicht sein, isses aber trotzdem.
     
  22. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "Arachnoquake"

    Es gab vor einigen Stunden ein durch Fracking ausgbelöstes Erdbeben in und um New Orleans, welches uns aus Kostengründen erspart bleibt...

    Paul ist ein Nichtsnutz und Herumtreiber erster Kajüte. Als er nach einer Sauftour das Väterliche Touristenboot in die Botanik gurkt um am nächsten Morgen mit Filmriss bei einer nächtlichen Bekanntschaft aufzuwachen, hat sein Vater und Arbeitgeber die Schnauze voll, und degradiert ihn zum Busfahrer für die Sightseeing-Tour in New Qrleans.

    Unterdessen platzt einem Hinterwäldler auf einer Eierfarm wortwörtlich der Kragen. Eine Spinne hat in seinem Nacken ihren Nachwuchs eingepflanzt, und selbiger explodiert dort nun heraus.

    Eine Familie will an der von Paul gegurkten Touristentour teilnehmen, aber der Vater (Edward Furlong) fällt aus, weil die Fahrerin des Busses der Cheerleader.Truppe mit seltsamen Geschwulsten im Bett liegt und nicht gerade berufstauglich ist. Also übernimmt er den Job. Paul fährt mit seinen Fahrgästen und einem ziemlichen Kater los, muss allerdings stoppen als er an einer Strasse von einer natürlich nach etlichen Stunden immer noch ungesicherten Erdbebenspalte anhalten muss. Aus dieser krabbelt eine kleine, ziemlich albern aussehende rosa Spinne. Da die Mutter der Familie Biologielehrerin ist und von dieser Art noch nie etwas gehört oder gesehen hat, fängt sie das kleine Vieh mit einem Plastikbecher ein, welcher dann in der Kanalisation landet weil einer der Fahrgäste das Tierchen alles andere als niedlich findet. Kurz darauf muss die Busbesatzung feststellen, dass die Spinnen ziemlich zahlreich sind, Feuer spucken können und auch nicht gerade klein bleiben...

    Kurz vorweg: Dieser Film will nicht ernst genommen werden. Das ist alles quietschbunt wie ein Cartoon, bedient sich teilweise sogar solchen Soundeffekten, und auch die Charaktere könnten geradewegs aus der Muppet-Show entsprungen sein. Der ganze Quark ist blöd, irrsinnig bescheuert und völlig überdreht. Wirkliche Horroreffekte gibt es kaum, allenfalls wenn die Spinnen aus ihren menschlichen Wirten herausplatzen fliesst ein wenig Blut und Schleim. Das macht aber an sich gar nichts, weil der Film eben eher völlig behämmert als wirklich gruselig sein will.

    Aaaaber... Auch ein Billigstreifen hat eine bessere Synchro verdient. Ich weiss nicht wer hier die Synchronregie verbockt hat, aber er hat die Leute dazu wahrscheinlich irgendwo inner Fussgängerzone von Bitterfeld in einen Hinterhalt gelockt, betäubt und sie dann dazu gezwungen diesen Film zuzutexten. Das ist sowas von lahmarschig, uninspiriert und absolut unpassend zu dem was da auf dem Bildschirm passiert, dass man sich wirklich drüber aufregen kann. Es verdirbt einem nämlich viel von dem Spass, den dieser Quatsch eigentlich machen könnte. Der Film hat kaum mal Phasen, in denen nichts passiert, die erste Spinne taucht schon in Minute zwei oder drei auf, die Figuren sind (wie schon erwähnt) herrlich überdreht und die Schauspieler (bis auf den völligf abgewrackt aussehenden, aufgedunsenen Edward Furlong kenne ich keinen davon) haben sichtlich Spass am Schwachsinn. Die Spinnen sehen natürlich völlig unecht aus, und die Rauchwolken über der Stadt könnte meine dreijährige Tochter wahrscheinlich besser hinkrickeln, aber das ist völlig schnuppe weil man eben weiss dass man hier Mumpitz mit absolut minimalem Budget zu sehen bekommt.

    Wenn nur die verkackte Synchro nicht wäre... Schade drum.
     
  23. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "Monster X gegen den G 8-Gipfel"

    Ja, diesen Film gibt es wirklich! Irgendein völlig durchgeknallter Japaner mit Namen Minoru Kawasaki hatte wohl ein paar Sake mehr in der Rübe und wat weiss ich nicht was sonst noch dazu, und kam auf die selten schräge Idee, eine Parodie auf die hochrangigen Politiker der Grossmächte mit einer Parodie auf das Japanische Kaiju-Eiga-Kino zu vermixen. Das Ergebnis ist dann.. ääh...

    Als Monster muss Guilala herhalten, der vor etlichen Jahrzehnten in Zuge des Godzilla-Erfolgs der ersten Reihe auf Japan losgelassen wurde. Ich muss dazu anmerken, dass ich den ersten Film mit dem Vieh nicht gesehen habe, aus gutem Grund: Das Monster sieht einfach mal... ach, später.

    Also: Wir schreiben das Jahr 2008. Während in Tokio der G8-Gipfel tagt und sich die Regierungschefs gegenseitig mit Vorwürfen in Sachen Umweltschutz usw. überhäufen, kommt aus dem Weltall ein Asteroid geflogen und kracht nahe Tokio in die Botanik. Aus dem Krater entsteigt Guilala, was die Staatsoberhäupter dann doch mal von ihren kleingeistigen Streitereien ablenkt und (da man keine Lust hat plattgelatscht zu werden) zusammenbringt. Der japanische Versuch dem Vieh mit einer Rakete den Garaus zu machen endet mit einer verschluckten Rakete und einem kräftigen Rülpser, die brilliante Idee ein Monster umzubringen welches gerade eine Rakete runtergegurgelt hat, indem man es einfach in eine Grube stürzen lässt (so´n Schwachsinn kann ja eigentlich nur vonnem Italiener stammen) ist so erfolgreich wie der deutsche Beitrag normalerweise beim Eurovision-Song-Contest. Nachdem russisches Gift und deutsches Giftgas (sehr zum Unmut von Putschin und Angelika Merkel) dem Unhold nicht mehr als ´n paar Stunden Schlaf und einen bekifften Lachkranpf eingebracht haben, ist Japan (und der Rest der Welt) in Not. Zudem hat sich noch der Oberboss von Nordkorea als ehemaliger japanischer Staatschef getarnt in die Runde geschmuggelt und löst fröhlich gackernd einen Atomangriff aus. Die Rettung der Welt hängt nun an einem kleinen Walddorf und seinem heiligen Schutzpatron...

    Das (ich weiss, ich verwende den Satz ziemlich häufig, aber was soll man denn sonst schreiben bei dem Stuss, den ich mir so reinziehe?!) klingt jetzt alles ziemlich bescheuert, oder? Isses auch. Und am Anfang sogar ziemlich lustig. Die Staatschefs sind mal mehr (Sorkozy, Merkel), mal weniger (Putschin, US-Präsident) gut getroffen, es gibt etliche Anspielungen auf alte Monsterstreifen (einen Wissenschaftler der komplett hirnverbrannte "logische" Theorien über die Entstehung des Ungeheuers aufstellt, ein doofes nerviges Kind welches natürlich mitten im G 8-Gipfel auftaucht und über das Monster klugscheisst - im Gegensatz zu den alten Gamera-Filmen wird das Balg aber hier glücklicherweise auf Nimmerwiedersehen entfernt) und zu Beginn auch einiges an Kleinholz. Aber dann...

    Guilala sieht einfach nur lächerlich aus. Rote Glühbirnenaugen, zwei Antennen vom Kinderfasching auf der Rübe, dazu ein Schädel in plattgehauener Salino-Form mit Schnabel und Arme in Popeye-Form. Um zu fliegen verwandelt sich Guilala in einen roten Golfball mit Innenbeleuchtung. Der Witz mit den Staatschefs hat sich nach der Hälfte des Films ziemlich totgelaufen, die Waldbewohner und ihr Endlos-Tanz sind einfach nur lächerlich, und das Ende in dem sich Guilala sehr unbeholfen mit dem Gott der Naturburschen prügelt ist von einem vernünftigen Showdown weiter entfernt als ich von meinem Idealgewicht. Man hätte den Kampf für ein bisschen coolere Rampage zumindest in eine Stadt verlegen können, wenn man schon auf vernünftige Effekte ansonsten verzichtet und die Hauerei auf Power-Rangers-Niveau herunterstümpert.

    Irgendwie sehr schade. Die Idee an sich war geil, die Umsetzung schmiert leider von gelungener Parodie immer mehr in Haudrauf-Klamauk der unlustigsten Sorte ab. Einzig Sorkozy weiss den ganzen Film über in seiner Rolle als Weiberheld zu unterhalten.
     
  24. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "Hentai Kamen"

    Der Film beginnt mit einem Polizeieinsatz in einem Sadomaso-Studio. Statt die peitschenschwingende Hausdame zu verhaften, findet der Inspektor allerdings Gefallen daran, nachdem sie ihn mit ihrer Peitsche und diversen Fesselutensilien schachmatt gesetzt hat. Beide heiraten, und das Ergebnis ist Kyosuke. Sein Vater stirbt allerdings früh in der Kindheit, und aus Kyosuke wird der durchschnittliche Highschool-Loser.

    Das ändert sich, als Aiko in seine Klasse kommt, in die er sich ratzfatz bis über beide Ohren verknallt.

    Als Aiko nun bei einer Geiselnahme in Gefangenschaft gerät, versucht Kyosuke irgendwie eine Befreiungsaktion zu starten. Auf der Suche nach brauchbaren Waffen fällt ihm dabei warum auch immer ein gebrauchter Frauenschlüpper auf die Rübe. Wegen der perversen Veranlagung seiner Eltern gibt ihm diese für normalsterbliche (also die ganze Welt ausser den Japanern, die für sowas ja sogar Automaten aufstellen) eher würgreizverursachende Aktion Superkräfte, er bekommt eine langgezogene Fresse mit Insektenaugen und seine Klöten (eingeklemmt in einen Borat-mässig über die Schultern hochgezogenen Schlüpper) werden zur ultimativen Koma-Keule. Er mutiert zum Superhelden "Hentai Kamen".

    Als solcher begeht er verschiedene Heldentaten, bis eine Gangstertruppe versucht seine Schule zu übernehmen weil sie darunter einen Schatz vermutet, und die Drahtzieher der Geilselnahme vom Filmbeginn auch nach Rache dürsten. Als sich dann letztenlich die von seinem Doppelleben nichts ahnende Aiko auch noch in ihren Mathelehrer verliebt und ein Trittbrettfahrer in seinem Namen anfängt Frauen zu belästigen, spitzt sich die Situation erheblich zu...

    Also ganz ehrlich: Selten ging mir ein Film so dermassen auf die Nerven. Wäre der nicht im Rahmen der SchleFaZ-Reihe mit Kalkofe und Rütten auf Tele5 gelaufen, was einen ja immer veranlasst sich in der entsprechenden Facebook-Gruppe mit den anderen gemeinsam darüber kaputtzulachen, hätte ich diesen grandiosen Güllegammel nach 15 Minuten ausgeschaltet. Ich weiss ja selbst, dass japanische Mangas inklusiver der darauf basierenden Filme oftmals jenseits von Gut und Böse angesiedelt sind. Mann kann es aber auch übertreiben!

    Die Figuren sind alle der letzte Schrott, der ständige Anblick von irgendwelchen Arschritzen halbnackter Vollidioten ist genauso widerlich wie die finale Aktion Leute mit seinem Eierschweiss zugrunde zu richten. Die komischen "Gegner", mit denen sich Hentai zwischendurch rumschlagen muss haben spätestens nach einer Minute immer den "ich will euch jetzt ein paar Ohrfeigen geben"-Status erreicht wenn nicht überschritten, und die ganze Story um den Endkampf zwischen Hentai und Fake-Hentai, die darauf basiert "wer ist der schlimmere Perversling hier" setzt dem Stuss fast die Krone auf. Leider geht es in der ganz finalen Schlacht wirklich noch bescheuerter... Die Power-Rangers lassen grüssen.

    Fazit: Ich hasse diesen kranken Kackstreifen!
     
  25. derblondeengel

    derblondeengel master of desaster

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    Geschieht dir recht, wat guckst du auch so einen Scheiß :p
     
  26. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Heute Nacht gibbet "Planet der Dinosaurier" vom letzten Freitag (konnte ich wegen Nachtschicht ja nicht sehen). Mal gucken was da für´n Mumpitz bei rauskommt. :D
     
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  27. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "Planet der Dinosaurier"

    Wir befinden uns im Jahr 1977. Japanische Gummimonster machen seit über 20 Jahren mehr oder weniger gelungen / lächerlich die Kinos unsicher, und Star Wars schickt sich an der Welt in Sachen Special-Effects ordentlich den Marsch zu blasen.

    Da kommt gleichzeitig irgendein hirnverödeter Filmfuzzi auf den grandiosen Trichter eine Mischung aus "Planet der Affen", "Godzilla" und der Sesamstrasse zu drehen. Er heuert dafür Schauspieler an von denen noch nie jemand was gehört hat oder je (Ausnahme Max Thayer) wieder hören wird (was an diesem Film liegen könnte), kauft sich im Spielzeugladen umme Ecke ein paar Second-Hand-Dinos die er dann in einem dermassen unflüssig Stop-Motion-Murks in Szene setzt dass selbst der allerallerallererste King Kong dagegen geradezu ruckelfrei rüberkommt, kreiert die dämlichsten Dialoge der Monsterfilmgeschichte (und hey, ich habe wirklich alle Godzilla-Filme gesehen!!!) und versieht den Schwachfug mit dem grässlichsten Synthie-Sound aller Zeiten (selbst bei "Amputiert - Der Henker der Apokalypse" war es nicht so schlimm).

    Die Story: Warum auch immer legt ein Raumschiff, das warum auch immer von seinem Mutterschiff getrennt wurde, auf einem erdähnlichen Planeten (und nein, es ist nicht die Erde wie in "Planet der Affen") eine Notlandung im Baggersee hin. Zum Glück kann man die Atmosphäre atmen, und so hüppt die Mannschaft aus der Notluke wohl einige Meter tief ins Wasser (ohne jedes Platschgeräusch) und schwimmt mit einer Notausrüstung... ääh ausgerüstet an Land. Dummerweise hat die gutgebaute Schiffsblondine unterwegs das Funkgerät verloren, welches aber ganz bestimmt noch auf dem See herumtreibt weil es ja wasserdicht ist. Als ein Dussel und die Schnitte sich grösstenteils entblättern um das Ding wieder zurückzuholen kommt erst- (und letztmals) halbwegs Freude auf. Leider wird der einzige Grund sich als Kerl diesen Dummfug weiter anzugucken nach nichtmal fünf Minuten Filmzeit von einem Pappreptil gefressen (und klar, vorher krampfen sieben oder acht Leute mit sperrigen Koffern anner Hacke unbeschadet hunderte Meter vom Raumschiff ans Ufer, und kaum paddeln Blondi und der Typ in der langen Unterhose mal allein 20 Meter aufs Wasser raus, wird sie verhapstückelt...). Vielleicht war sie die teuerste Schauspielerin am Set, wer weiss das schon?

    Nun ja, komischerweise sieht Mr. "Lange Doppelripp-Elli" sich nicht genötigt seine Uniform wieder anzuziehen, und firert sich im weiteren Verlauf des Streifens lieber gepflegt den Arsch ab. Nachdem die Gruppe angeführt von Kapitän Nulpenkopp (der irgendwie nie wirklich was zu sagen hat, und wenn sind seine Ideen absolut idiotisch) und genervt vom Chef und Organisator der eigentlichen Expedition einen Saurier erblickt, beschliesst sie es sich lieber oben auf ´nem Berg gemütlich zu machen, weil man da ja sicher sei. Dass der Deppenkäpt´n das immer noch glaubt, nachdem er festgestellt haben muss dass da oben noch viel mehr gefrässiges Viehzeugs als unten rumläuft, ist nur einer der absoluten Idiotenfehler dieses Krampenmachwerks. Noch blöder erscheint einem der Chef, der es schafft mit einem Lasergewehr aus fünf Metern über einen angreifenden Triceratops (oder ein ähnliches Getier von ziemlicher Grösse) zu ballern um anschliessend von selbigem aufgespiesst zu werden. Und was nimmt man, wenn Lasergewehre die Monster nicht ansatzweise jucken? Genau, man baut Palisaden aus dünnen Holzstäbchen, Äxte aus stumpfen Steinen und besäuft sich danach erstmal anständig mit selbstgebranntem Schnappes...

    Ich will dazu eigentlich nicht mehr so ganz viel schreiben, die meisten haben sich ja nach den bisherigen Schilderungen wahrscheinlich im Wandschrank versteckt, damit sie diesen Film nie sehen müssen. Er ist aber auch einfach zu blöd. Deshalb war er auch perfekt für die SchleFaZ-Reihe von Kalki und Rütten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 Dezember 2015
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  28. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Die einen gucken "Star Wars" ich gucke

    "Robocroc"

    Soo, DamunHerrn, ich hab morgen frei, drei silbrig glänzende Belustigungshülsen stehen parat, die Festplatte ist auf "Filmanfang" gespult, der Film heisst "Robocroc", was soll da schon passieren ausser komplettem Wahnsinn?

    Abgesehen vom nach "Parker Lewis" chronisch erfolglosen Trashstreifendauergast Corin Nemec könnte man mich statt nach der Riege der Darsteller ebensogut nach dem Verkehrsminister von Uganda fragen...

    Möge der Unsinn beginnen. Prost!

    Also die erste Raketenstartsequenz könnte man mit jedem Playmobil-Baukasten und ´nem defekten Windows 3.1-PC wahrscheinlich besser hinkriegen... Sie dauert zum Glück nicht lange, dann macht die Rakete "KAWUMMS" und die Fracht segelt am Fallschirm anscheinend innen Tierpark. Aus der verbeulten Büchse kommen kleine Viechers rausgeschwirrt, die einem Krokodil in den Rachen segeln... Na ja, warum auch nicht? Okay, weil es totaler Quatsch ist...

    Ein fusselbärtiger, dauerpfeifender Wärter will die Tiere gerade füttern, und ich hab das blöde Gefühl, dass es zur Hauptmahlzeit wird.... Die kleinen Wasauchimmer haben nämlich grade am Gehirn der Krokodame "Stella" angedockt, welche jetzt im Gehirn geschriebene Befehle sieht (äääh.... ich brauch ´nen Schluck Bier...) und sofort auf ihn losgeht, weshalb er Fersengeld gibt. Die Verfolgung sieht dann gleich mal ziemlich bescheuert aus. Und das Tier scheint mir auch etwas gewachsen zu sein.

    Immerhin kann der Typ durch einen Abwasserkanal entwischen. Der Cheftierpfleger Jim (Nemec) kommt genervt zur Arbeit und erfährt von Unregelmässigkeiten mit dem Krokofanten. Nebenbei lernt er auch die gar nicht hässliche neue Biologin des Zoos kennen. Ausserdem rücken irgendwelche unfreundlichen Regierungs-Fuzzis an die ihre Weltraumkapsel suchen, und das Krokodil bekommt allmählich einen metallenen Glanz auf der Haut.. Da zudem im Mega-Freibad nebenan auch noch der Sohn vom Tierpfleger rumhampelt und von irgendwelchen Ar***geigen schikaniert wird, haben wir jetzt so ziemlich alle Klischeefiguren und Standardopfer beisammen für ein gepflegtes Blutbad.

    AuaAuaAua... Robo-Stella hat sich anscheinend gerade durch das Badeparadies gemampft (Fressbilder wurden uns nicht gegönnt, aber überall sind Blutflecken), und jetzt kommt der Oberarmeedödel auf die Idee alles abriegeln zu lassen. "Wir wollen eine Panik vermeiden..." Ähm..., ausser denen, die auf dem Klo waren, sind eh schon alle entweder geflohen oder im Kroko-Verdauungstrakt befindlich. Vollidiot!

    Wo wir gerade beim mampfen sind, wenn die nervig-arrogante Regierungsschreckschraube da den Film überlebt, zerkaue ich ´nen Handfeger (Besen hab ich nicht).

    Zweite Werbepause. Irgendwie ist mir für ´nen Robocroc-Film da zu wenig Robocroc. Die meiste Zeit wird dummes Zeug gelabert, dass einem das Bier in der Dose vor Idiotie wegschimmelt. Und das ist sehr schade um das Bier. Immerhin hat Corin Nemec in diesem Streifen mal eine (soweit möglich) ernste Rolle bekommen, und nicht wie in z.B. Sand-Sharks die eines überdrehten Suppenkaspers... Ich spul mal vor...

    So langsam dämmert einem, dass die Regierungsschranze das Biest mit ihrem 20-Dollar-Flohmarktstablet steuert, jedenfalls tippt sie hämisch grinsend darauf rum und beim Blechreptil fangen die Augen an zu leuchten.

    Nach einer Militäraktion (mit einer weiteren nicht sichtbaren Fressszene.. gähn) scheint das Monster besiegt (wer´s glaubt), und Jim und die Bioschnalle raspeln erstmal herrlich gestelzt wie in einer Sat.1-Nachmittagsproduktion Süssholz...

    Jetzt sticht der eine Volldepp mit ´nem Messer auf ein (natürlich noch nicht besiegtes) Kroko im Blechmantel ein, warum versucht er es nicht gleich zu Tode zu kitzeln. Gegen den Streifen erscheint einem inzwischen "Sharknado" fast logisch. Brilliant auch die Idee, die Kids, die sich gerade auf einer gut 15 Meter hohen Wasserrutsche halbwegs in Sicherheit gebracht haben, dazu anzustiften über die Rutsche zu fliehen... ins Wasser... Weil ein Krokodil da ja bekanntlich am langsamsten ist... *hüstel*. Guten Appetit.

    Dritte Werbepause... der Plan war nun Stella mit einer Art Fallout-Kanone lahmzulegen. Also schiesst man erstmal ein grosses Loch in die Strasse, damit sie in der Kanalisation verschwinden kann. Wenn man jemals einen Orden für den unfähigsten Drehbuchkasper der Welt vergeben sollte, dieser Streifen müsste eindeutig nominiert werden.

    Und für die schlechteste Catfight-Szene...

    "Ich will das ihr euch hier unten einen sicheren Platz sucht..." Da läuft ein fast unverwundbares neun Meter langes auf´s Töten programmiertes Monster rum, wo bitte soll es da in der Kanalisation von der Grösse dass da auch ein Panzer durchgurken (und wenden) könnte einen sicheren Platz geben?!

    BÄNG! *schmor*

    Lasst mich raten... ich seh da ´nen Haufen Elektroschrott... aber... etwas hat überlebt?

    Nein, tatsächlich nicht! Wahrscheinlich fehlte dazu ebenso das Budget wie für vernünftige Effekte, passable Fressszenen, einen Drehbuchautor der bis zehn zählen kann, talentierte Darsteller oder eben alles andere, was einen brauchbaren Monsterquatsch ausmacht. Dagegen ist sogar die Asylum-Mumpitzgurke Mega-Python vs. Gatoroid mit Debbie Gibson und Tiffany beim Zickenkrieg der reinste Hollywood-Kracher. Der Film war auch saublöd, aber er machte Spass und die Schauspieler hatten sichtlich Spass. Corin Nemec spielt hier hingegen wie ´ne kaputte Aufziehpuppe sein Programm runter, und der Rest leider noch lebloser. Nichtmal der Oberlöwe im Zoo liess sich zu sowas wie einem wütenden Gebrüll hinreissen, obwohl Kroko quer durch sein Gehege latscht.

    Fazit: Für das Jahr 2013 in allen Bereichen eine absolute Kackstulle, nichtmal für zwei Bier gut. Aber mein Handfeger und mein Gebiss dürfen weiterleben. Immerhin etwas.
     
  29. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "Gameras Kampf gegen Frankensteins Monster"

    So, liebe Japaner, jetzt reicht´s!

    Ich verzeihe euch wirklich viel, sogar dass aus dem bedrohlichen Gamera mehr und mehr ein Suppenkaspermonster wurde, dass sich ständig mit irgendwelchen Kindern anfreundete und gegen immer lächerlicher wirkende Gegner antreten durfte. Auch dass die Tricks zum Ende der ersten Serie noch lächerlicher wurden als in den schlechtesten aller schlechten Godzilla-Streifen. Vergeben und vergessen (na ja, fast).

    Unsereinem dann aber einen "neuen" Film anzutun, der aus einer tatsächlich noch beschissener zusammengekloppten Story als sonst besteht, garniert mit 0 % neuen Monsterfights weil man alles aus den alten Streifen rausgeklaut hat und einem mehr als offensichtlich geringfügig modifizierten Bausatz eines Imperium-Strenenzerstörers als ausserirdisches Kommandoschiff, das geht echt zuweit.

    Also... Eben jener Bausatz steuert auf die Erde zu und schickt eine in menschlicher Gestalt befindliche Agentin auf unseren Planeten, welche in Zukunft die Monster beeinflussen soll die dazu auserkoren sind die blaue Murmel zu verwüsten. Doof nur für die Invasoren, dass es schon drei andere halbwegs gut aussehende Alien-Schicksen bei uns gibt, die das verhindern wollen. Die gehen zur Tarnung ganz normalen Jobs nach wie z.B. Klavierlehrerin, Zoohändlerin usw.. Droht Gefahr, müssen sie eine völlig bekloppte Bewegungsfolge durchführen und verwandeln sich in drei silbrig bekleidete Supergirl-Adaptionen, die (damit sie auch ja nicht auffallen) in einem Kleinbus leben der anfängt zu glühen und dann fliegt, am hellichten Tag zur Hauptverkehrszeit. Nur nicht auffallen... *Kopp an die Wand dengel

    Nicht fehlen bei so einem Film darf natürlich das obernervige "Gamera ist der Beste"-Kreischkind, dem man spätestens nach zwei Minuten ob seiner grässlichen Schmierigkeit mehr Ohrfeigen verpassen will als Obelix einer durschschnittlichen Legion Römer sonst zukommen lässt.

    Nun ja, die Ausserirdischen schicken also ihre Monster los, eins nach dem anderen (alle zusammen ging nicht, weil man dafür ja neues Material hätte drehen müssen). Da isset dann auch vollkommen schnuppe ob das eine Vieh sich vielleicht in seinem Urfilm durchweg auf einem Planeten in einem komplett anderen Sonnensystem aufgehalten hat, das wird einfach mit einer Ansage "Währenddessen auf dem Monsterplaneten" erklärt, wenn auch nicht wie Gamera es geschafft hat innerhalb von nur fünf Sekunden da hinzukommen. Wenn jemand das Gehirn vom Drehbuchschreiber gefunden hat, bitte Bescheid sagen...

    Da sich Gameras erste Filmreihe über etliche Jahre hinzog und sich das Design der mutierten Schildkröte auch mal änderte, sieht Gamera bei so ziemlich jedem Kampf anders aus als in dem vorher. Welche Kraft die drei Beschützerinnen nun genau auf ihn ausüben wird übrigens nie geklärt, der Beschützer der Menschheit war Gamera schon vorher, und die drei Silberschnitten machen da eigentlich die ganze Zeit nichts als dummes Zeug reden, sich ständig von ihrer Tarnidendität in den Kampfanzug und zurück verwandeln und ab und zu mal schrumpfen damit sie alle in ihren Schlafkoffer passen, der ihre Heldenwohnung in dem Kleinbus darstellen soll. Ob die nun bei den Monsterfights anwesend sind oder Käpt´n Iglo ein Fischstäbchen futtert, ist also völlig wurscht (ausser in einer Szene, aber die hat nichts mit ´nem Monsterkampf zu tun). Warum der Sternenzerstörer aus der Billigkopistenkiste Gamera bei dessen Angriffsflug über hunderte von Kilometern nicht auch nur einmal mit seinem Laserstrahl beschiesst wird ebenfalls ein ewiges Geheimnis des Schöpfers dieser grenzdebilen Publikumsverarsche bleiben.

    Zum Glück gab es den Stuss bei Youtube. Hätte ich dafür wirklich mehr als nur die Stromrechnung bezahlt, ich hätte es mir nie verziehen. Macht ´nen Bogen um den Schrott! Einen grossen!
     
  30. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "Gamera vs. Viras - Frankensteins Weltraummonster greift an"

    Erstmal begegenen uns vor einer schlechten Weltall-Fototapete fünf kreisende Hummelärsche, die ein Raumschiff darstellen sollen, mit dem die Viras versuchen die Erde zu erobern. Das sieht selbst Gamera zu albern aus, weshalb er die Dinger schrottet, allerdings können die Viras vorher noch einen Hilferuf absetzen und das zweite Schiff über die Gegebenheiten informieren, damit dieses mehr Erfolg hat. Es folgt die übliche, von einem kehlkopfkranken Kinderchor mit Wäscheklammen an den Genitalien "gesungene" Gamera-Hymne.

    Japan, 1968, Man hat gerade vor einem Jahr mit Gameras Hilfe den Angriff des Bügeleisenschädels Gaos hinter sich gebracht, da sind die Pfadfinder am Strand unterwegs und wollen sich gerade zum Essen aufmachen. Allerdings fehlen zwei dusselige Nervbratzen, Masao und Jim (die uns leider in der Fortsetzung "Gamera vs. Guiron" wiederbegegnen werden, anstatt hier den verdienten "Ich bin ein dämliches, klugscheissendes Kind das nichts als völlig idiotische Ideen hat, die nie im Leben ansatzweise funktionieren und normalerweise unweigerlich zu meinem Tod oder ´ner Tracht Prügel führen würden" Gang über den Jordan anzutreten). Die haben sich in ein benachbartes Forschungszentrum eingeschlichen und begutachten dort ein Mini-U-Boot von innen, und kommen dasbei auf die grandiose Idee doch einfach mal die Batteriekabel zu vertauschen. Dieser "Scherz" (der ja im schlimmsten Fall nur ein paar Menschenleben und ein paar Millionen Yen Forschungsgelder kosten könnte) führt bei der anschliessenden Präsentation nicht zur normalerweise erwarteten tollen Jungfernfahrt, sondern dazu dass das Boot immer genau das Gegenteil von dem macht, was es soll (AUA AUA AUA!), und seinen Erfinder und dessen Kollegen doch eher ratlos und mit einigen Kopfschmerzen wieder zurückkehren lässt.

    Wie es nunmal in Japan so läuft, dürfen anschliessend die beiden wohl 8 - 10-jährigen allein (!) ohne vorherige Untersuchung auf Schäden oder den Fehler mit dem nicht reparierten Boot losgurken, weil die sich ganz sicher sind das Ding steuern zu können. (AUA AUUAA AUUUAAA!!!).

    Während Lolek und Bolek da also fröhlich rumschippern und mit Gamera um die Wette tauchen, kommt ein neues Hummelarschraumschiff auf die Erde zugekreiselt. Weil man ja erstmal seinen Gegner auf Schwachstellen untersuchen muss, und es ja auch Kohle spart, werden gut zehn Minuten Szenen aus "Gamera vs.Barugon" und "Gamera vs. Gaos" reingeschnitten, womit die Viras-Schergen auf den Trichter kommen, dass Gameras Schwachstelle wohl Kinder sind. So wird Gamera erstmal mit einem Fangstrahl festgesetzt (es bildet sich über ihm eine Art Strahlenkuppel), wodurch unfreiwilligerweise auch das U-Boot mit eingefangen wird. Als die beiden Hosenscheisser in Panik geraten, hebt Gamera die Strahlenkuppel (die sich hierbei als Gummihülle erweist) an einer Kante hoch (wäre vielleicht ´ne Idee für die Opfer von Stephen Kings "Under the Dome" gewesen?), und lässt das U-Boot frei (DIESE SCHMERZEN!!!).

    Nun ja, um es etwas kürzer zu machen: DIe Viras kidnappen später die beiden Nervensägen, die in dem Raumschiff erst in einem Käfig eine seltsame Kreatur entdecken, die aussieht wie ein am Kopf dreifach gespaltener Oktopus und dämosisch dämlich immer von links nach rechts guckt, und danach mit der ollen "wir vertauschen einfach ein paar Kontakte"-Methode die Aliens sabotieren (und natürlich hilft das Raumschiff ihnen sogar dabei), die inzwischen Gamera unter ihre Kontrollen gebracht haben. Dieser verwüstet jetzt Japan... und weil man wieder sparen konnte hat man kackdreist Szenen aus den ersten drei Filmen reingeschnitten, und es war dabei auch völlig schnuppe dass der erste noch in schwarz-weiss gedreht wurde (zumindest Nachcoloration - Ach, wozu denn?!). Nachdem die Kinder sich selbst befreit haben (mit einem Lasso aus Stahlklammern, was das Lasso dabei geholfen hat weiss ich aber nicht...) und Gamera nicht mehr unter der Kontrolle der Aliens steht, haut dieser das Raumschiff zu klump. In ihrer Not wenden sich die Alien-Schergen an ihren Anführer (den Tentakelheini, warum der Chef dann im Käfig gehalten wurde, erschliesst sich mir allerdings nicht so wirklich), der sie kurzerhand köpft und so mit ihrer Energie zu einem Riesenspaddelheini wächst, der jetzt der Endgegner von Gamera ist...

    Was für ein himmelschreiender Scheiss!!! Der Endgegner kann nichts ausser seine Tentakel rumwickeln und seine dreigespaltene Birne in eine Spitze zu verwandeln, und sieht aus wie ein graues Gummischlauchbündel mit Augen und Schnabel. Hochentwickelte Ausserirdische lassen sich von zwei dummdreisten Knirpsen mit Lasso und einem YPS-Kompass am Arm als Kommunikator austricksen, und merken gar nicht, dass ihr Raumschiff sabotiert wird und die Blagen voher aus ihrer Gefangenschaft geflohen sind. Die Sabotage findet übrigens durch Austausch von jeweils zwei grossen Toblerone-Riegeln statt, und natürlich wissen die beiden Rotzlöffel auch genau, welche zwei von den ungefähr zwanzig sie jeweils austauschen müssen. Gut 1/4 des Films besteht aus Material der Vorgängerstreifen, die neueren Tricks sehen oftmals eher nach Jahrmarktslosbuden-Trostpreis aus als nach halbwegs akzeptablem Monsterstreifen. Okay, es war 1968, da musste man sich eben mit mechanischen Dingern, Handpuppen, Gummianzügen und Projektionen behelfen. Aber die ersten beiden Filme haben bewiesen, dass auch das Studio in dem Gamera entstand sowas kann (sieht man ja auch in den zusammengeklauten Szenen). Und die Godzilla-Filme aus der Zeit waren ebenfalls tricktechnisch Lichtjahre vorraus.

    Fazit: Nervig, dämlich, mies gemacht - Gute Nacht.
     
  31. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "American Warships"

    The Asylum schlägt mal wieder zu. In der leisen Hoffnung im Fahrwasser des Multi-Millionen-Dollar-Projekts "Battleship" die eine oder andere Kopeke für die Billigklitsche rauszuschlagen, bastelte man sich mal wieder einen beinahe identischen Streifen zusammen, nur eben mit weniger Budget, abgewrackten Schauspielern jenseits ihrer erfolgreichen Tage und dementsprechend teilweise eher albernen Tricks.

    Die Story (oder was es auch immer sein soll): Die "USS Iowa" befindet sich auf ihrer letzten Reise, soll sie doch zu einem Museumsschiff umfunktioniert werden. Die Arbeiten dazu sind schon während der Fahrt durch eine Gruppe fleissiger Restauratoren in Gange, die das Schiff in seinen Ursprungszustand der Zeit des zweiten Weltkriegs zurückversetzen sollen. Mitten in die Fahrt platzt die Meldung über einen drohenden Krieg zwischen Nord- und Südkorea, der sich zum 3. Weltkrieg ausweiten könnte. Eine unbekannte Macht hat nämlich mal eben eine komplette Flotte Ami-Kriegsschiffe versenkt und beballert nun fröhlich eine von Südkorea beherrschte Insel nahe der Grenze zum Norden. Ausgesendete Flugzeuge werden per EMP-Waffe ausser Betrieb gesetzt und dann abgeschossen.

    Als die "Iowa" am Ort des Geschehens eintrifft wird auch sie elektrisch abgemurkst. Da die Restauratoren bei der Rückversetzung aber schon den einen oder anderen Fortschritt gemacht haben, läuft der ganze mechanische Kram noch. So macht man sich also dran den übermächtigen Gegner mit eher veralteten Methoden zu bekämpfen, und zwar am besten bevor die Menschheit sich selbst Atombomben auf´n Deckel schmeisst..

    Das ist nicht schön, und auch nicht schlau, und macht oftmals mal gar keinen Sinn, aber immerhin halbwegs kurzweilig. The Asylum hat sich was die Kulissen angeht sogar mal richtig ins Zeug gelegt und viele Szenen auf einem echten Kriegsschiff gedreht, bei dem der teilweise zwölfundvierzigfach aufgetragene Lack und diverse Roststellen das Alter der "Iowa" glaubhaft rüberbringen (auch wenn ein anderer Dampfer für die Aufnahmen herhalten musste). Vieles ist natürlich an den Haaren herbeigezogen (z.B. dass man um den Eimer auch realistisch in seinen Urzustand zurückversetzen kann extra 40,6 cm-Granaten auf den Pott geschafft hat). Dann schickt die Navy alles was irgendwie an alten Schiffen halbwegs flottgemacht werden konnte zur Hilfe, nur damit die komplette Blechbüchsenflotte ohne Gegenwehr nach zwokommanulldreiachtzwölf Minuten absäuft. Geile Aktion, wahrscheinlich wollten die nur die Verschrottungsgebühr sparen. Die Computerdarstellung der Gefechte ist dann eindeutig als Asylum zu identifizieren, wobei diese Firma schon weitaus schlimmere Dinge abgeliefert hat.

    Okay, dass die Aliens dann aussehen wie Puck die Stubenfliege nach einer Mästung mit 50 kg Haferschleim, ist schon ziemlich albern...

    Fazit: Billig, blöd, unlogisch wie ´n Film von Michael Bay. Die Hauptrolle des Kommandanten der "Iowa" spielt übrigends der so halbwegs bekannte Mario van Peebles ("New Jack City"), und als oberster Millitärkapeike im Pentagon stümpert niemand anders als Carl Weathers ("Apollo Creed" in den ersten vier "Rocky"-Filmen und bei "Action Jackson" als Titelheld) mit der schauspielerischen Tiefe eines platten Ersatzreifens herum.

    Ich hab aber schon weitaus dämlichere Streifen gesehen, die viel mehr gekostet haben.