Schundfilme

Dieses Thema im Forum "Multimedia" wurde erstellt von Dilbert, 7 September 2008.

  1. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "Islands of Beasts"

    Hirn aus - Film ab!

    Die Insel, nicht so ganz unendliche Weiten. Drei Menschen rennen durch den Busch, und suchen nach der Kokosnuss... ach nee, sie flüchten vor einem der schlechtesten Computereffekte aller Zeiten. Eine Art Riesenvaran ist hinter ihnen her.

    Lustigerweise sagt dann einer von denen "Nicht bewegen", nachdem sie vorher ´nen halben Kilometer gerannt sind. Ähm, ja. Einer von denen will trotzdem flitzen, und wird (weil man ja immer auf den weisen Schmalspurbiologen mittleren Alters hören sollte) selbtverständlich von diesem Computereffekt aufgefressen.

    Die beiden Überlebenden schwimmen weg (ist das keine Bewegung?), kommen aber nicht weit. Denn es gibt dort auch gefrässige Computerschlangen, die gern mal Leute verputzen. Und so kam gerade eine von denen (in einer Tricksequenz wie man sie sonst höchstens "The Asylum" zutraut) aus dem Wasser und fresste (gewolltes Ausdeutsch als Huldigung für Onkel Hotte) den netten Onkel auf, weshalb nun nur noch seine zugegebenermassen halbwegs hübsche Tochter übrig ist. Dann fängt der Vorspann an, und man ist sich sicher, dass der Film wirklich nicht von "The Asylum" produziert wurde.

    Szenenwechsel: Irgendein Militärbüro. Bla bla bla, schnack mal mit einem auf´m Flugzeugträger, da wird jemand vermisst.

    Szenenwechsel: Ein Pärchen Unweltschützer will von einem ganz vertrauenserweckenden Typen (von dem der eine sagt "Er hat einen guten Ruf, es heisst, er wäre so eine Art Pirat" - AUA!) auf eben diese Insel gebracht werden, wo gerade die beiden Typen verknuspert wurden. Ob das so eine gute Idee ist? Ich tippe grob mal auf... Nö! Stoddart (der Pirat) will nicht, weil die Insel militärisches Sperrgebiet ist, lässt sich aber von 10000 Dollar umstimmen.

    Hafen: Die beiden Dussel und ein paar andere Monsterfutterazubis gehen bei Stoddart auf den Kahn und lassen sich zur Insel fahren. Darunter ist auch eine Journalistin.

    Während die Gruppe vor der Insel auf einen günstigen Zeitpunkt wartet auf der Insel zu landen, schwirren Computerhelikopter über sie hinweg, die noch blöder aussehen als dat Getier von vorhin. Eine Gruppe Militärs stapft kurz darauf durch den dunklen wald, und mir schwant, die macht gleich einer kalt...

    Warum gibbet in solchen Filmen eigentlich immer soviel Bodennebel?!

    Ehe der eine furzen kann wird er schon von einer langen Zunge weggezerrt. Der Kollege Computervaran ist wieder unterwegs. Nach und nach werden sämtliche Armeekasper weggemampft.

    Nächster Morgen: Die Umweltheinis, Stoddart und die Journalistin landen. Einer Schnitte kommen da langsam Zweifel... "Ich bin mir gar nicht sicher, ob die uns hier wollen..." - Ja, wenn man ins Sperrgebiet fährt, ist man meistens unerwünscht, aber alle die euch da hätten verhaften können, werden derzeit ja netterweise von Magensäften zersetzt.

    Das ist jetzt so ungefähr der Zeitpunkt an dem der geneigte Filmfreund sich fragt, ob man das alles nüchtern überhaupt aushält, aber ich bleibe standhaft bei Cola-MIx...

    Stoddart lässt ein paar coole Sprüche ab, und wächst so langsam in die Rolle des Typen rein, der den Unsinn am Ende überleben könnte. Auch weil er der einzige ist, der ´ne Wumme mit hat... allerdings verhält er sich jetzt wieder wie´n arroganter Arsch, und seine Überlebenschancen sinken irgendwie. Ausserdem haben Knarren den Militärfuzzis und den beiden Dödeln vom Anfang auch nullkommanüscht geholfen.

    Die Gruppe tapert weiter und findet erst weit übermannshohe Maisgewächse, und dann die gesuchte Laborbude. Die sollte eigentlich bewacht sein, aber da ist gerade keiner. Sind wohl schon zu Mutantenkacke verdaut. Wie es sich für Geheimeinrichtungen gehört ist die Hintertür nicht abgeschlossen. Der Kameramann von der Journalistentrulla will eine rauchen gehen, was ihn dann wohl gleich aus dem Film nehmen wird...

    Oha, die halbwegs schnuckelige Tante vom Anfang hat überlebt, und ist wenig begeistert, dass da jemand in ihrer Hütte rumlatscht. Ausserdem warnt sie verzweifelt vor dem, was da draussen vor sich geht, und ist dafür dass ihr Vater vor kurzer Zeit von einer Riesenschlange verputzt wurde, irgendwie ganz schön lässig.

    Die Schlange hat es inzwischen auf den Kamerafatzke abgesehen, und sieht sogar noch billiger aus als zu Filmbeginn. Der kann noch um Hilfe schreien (anstatt die Biege zu machen, brüllt er rum, die anderen sollen die Kamera holen... gefressen werden für ´ne gute Show, das nenne ich Idealismus), und Stoddart sein ganzes Magazin (muss ´ne olle Wumme aus den alten "Western von gestern"-Streifen sein, die mussten auch nie nachladen) auf dat Vieh losballern, aber die Schlange hat letztlich den längeren Atem und den grössten Appetit.

    Im Militärbüro werden von Flugzeugen aus gemachte Fotos ausgewertet, und die Doofköppe halten ein eindeutig vierbeiniges Wesen (wird wohl der Varan sein) für einen Felsen. AUA!

    Die Restgruppe begegnet gerade eben diesem Varan, und nachdem ein Blondchen den Befehl "Nicht bewegen" natürlich nicht befolgen konnte, geben alle Fersengeld. Blondchen wird daraufhin erstmal plattgetreten, und das zwei Minuten, nachdem ihr Macker ihr noch versprochen hatte "Alles wird wieder gut". Na ja, so merkt Blondchen wenigstens nicht, wie es gemampft wird...

    Die Tante vom Filmbeginn rettet den Rest des Haufens in ein unterirdisches Labor, und klärt die anderen auf, was eigentlich los ist. Das ganze ist ein ein wenig aus dem Ruder gelaufenes Gen-Experiment, mit dem man eigentlich Riesenpflanzen unter Verwendung tierischer DNA züchten wollte, um die Welt vom Hunger zu befreien... Na ja, also ungefähr zehn Menschen weniger gibt es jetzt ja, die ernährt werden müssen...

    Rückschau: Paps (inzwischen ausgeschissen) und Tochter treffen sich mit einem General (der vorhin im Büro den Varan für ´nen Stein hielt). Der will die beiden finanziell weiter unterstützen, wenn sie ihm dafür auch einen militärischen Nutzen liefern. Und so wird eine Kiste reingeschleppt, aus der ein Schlangenauge rausguckt...

    Tja, eigentlich wollte man nur ´nen Impfstoff gewinnen, stattdessen krauchen jetzt zwei oder mehr Riesenbiester herum, und mampfen sich die Plauze speckig. Die sind übrigens so dermassen billig gemacht, dass sich nichtmal der Boden verändert, über den sie latschen / schlängeln. Da biegen sich nichtmal die Äste weg.

    Die Tochter erzählt was davon, dass das Militär wohl inzwischen weiss, dass da einiges aus dem Ruder gelaufen ist, und die Insel wohl demnächst ein wenig zerbombt werden wird.

    Also: Abmarsch zum Boot. Wobei Ted für mich eindeutig der nächste auf der Speisekarte sein wird. Ted hat vorhin Blondchen zu Tode beruhigt und jetzt selbst die Hosen gestrichen voll.

    Im Büro der Lamettaträger wertet man unterdessen Videoaufnahmen aus, und der General ist wenig erfreut. Einmal krauchen da zwei eindeutig zu grosse Varane durchs Bild, und dann ist da noch der Kutter der ungebetenen Gäste. Man gibt den Befehl zur sofortigen Versenkung, und der kompletten Bröselierung der Insel, falls sich keiner aus dem Labor bis 12.00 Uhr Mittags am nächsten Tag meldet.

    Auf dem Weg zum Ankerplatz stolpert die blutverschmierte Visage eines Laborarbeiters aus dem Busch, die vorher eine unerfreuliche Begegnung mit dem Computervaran hatte, der ihn angerotzt hat und jetzt mit seinem Gift die Haut zersetzt. Kurz darauf isser dann auch tot.

    Die Gruppe erreicht die Landestelle, und muss dann dummerweise mit ansehen, wie ihr Schiff vonnem Flieger zerbombt wird. (Schlechte Filmexplosionen, Teil 376) Wie auf Kommando taucht auch die Amiga-Schlange auf und frisst Ted (interne Wette mit mir selbst gewonnen).

    Geniale Idee: "Ich schlage vor, wir bauen ein Floss" - Ähm, ihr habt da ein grosses Schlauchboot am Strand, das dürfte weniger Arbeit bedeuten. Käpt´n Stoddart will lieber zum Hubschrauber, mit dem die Armeemonstersnacks vorhin gelandet sind, weil er den fliegen kann. Was seine Überlebenschancen wieder erhöht.

    Die Journalistin labert unterdessen Dünnpfiff inne Kamera. Ich glaub ja, die wird noch gefuttert...

    Die Tochter von Dr. Frank Enstein bändelt unterdessen mit Stoddart an... und die beiden saufen erstmal ´n Schnäpperchen. Sie vergleicht ihn mit Käpt´n Blaubär, als ob die Amis den kennen würden.

    HAAALT HAAAAAAALT, Lachkrampf! Pause-Taste!

    Original-Zitat der Journalistentante: "Die monströsen Ungetüme, die sie gleich sehen werden, sind nicht das Werk von Hollywood Special-Effect-Genies..." Brüller! Mega-Brüller! Mehr unfreiwilliger Humor und gleichzeitig realistische Beschreibung des hier produzierten Schrotts geht nicht.

    Militärbüro: General Arschkopp (wird am Ende bestimmt entweder gefressen oder geht sonstwie den Bach runter) freut sich, dass der Kahn abgesoffen ist, und ordnet an, dass die Insel am nächsten Tag zur Mittagszeit geplättet wird (schlafen die Piloten alle so lange? - Und warum wurde das nicht zusammen mit dem Schiff erledigt?), egal wer darauf noch rumhampelt. Dat ist aber auch ein Schweinepriester...

    Die Nacht ist vorbei, und nachdem die Überlebenden vorher festgestellt haben, dass die Viecher Kaltblüter und nachts deshalb nicht aktiv sind, wundert mich irgendwie, dass die nicht da schon den einen oder anderen Kilometer hinter sich gebracht haben, zumindest in der frühsten Morgendämmerung. Sooo dunkel war es (dank der Setbeleuchtung) nu auch wieder nicht.

    Der Haufen muss durch ´nen Fluss, und ich fress freiwillig Labskaus, wenn die das alle unbeschadet überleben... Okay, überlebt haben alle, aber der Umweltfuzzi wird von halbmetergrossen, hellbrauenen Blutegeln angezapft (sind die nicht eigentlich schwarz?). Frau Doktore vermutet, dass die Egel die anderen Biester angezapft, und so was von deren Mutanten-DNA aufgenommen haben.

    Büro... Der Assistent des Generals ist vom Plan seines Chefs nicht angetan, und versucht diesen zu belabern, die Menschen zu retten. Der General watscht ihn ab, weil wie üblich vertuschen alles ist, wenn man Scheisse gebaut hat.

    Umweltheini zeigt inzwischen Nebenwirkungen der Egelbisse und ausserdem Reue, weil er seine Ollsche da mit reingezogen hat. Der erste Teil vom Haufen erreicht den Heli, und Stoddart sammelt die Ökofritzen ein, während die Bomber auf die Insel zufliegen. Dummerweise latscht ausgerechnet jetzt ein Varan um den Hubschrauber herum, und ich wittere ein Heldenopfer...

    Jepp, und da isser, unser Held. Jerry, der Umweltmeister schleicht sich davon und schlägt dann Krach, um dat Vieh von den anderen abzulenken. Vielleicht isser zu dem Ergebnis gekommen, dass er nach den Egelbissen eh bald zu sonstwas mutieren wird, vielleicht isser wirklich ein Held, vielleicht einfach ´nen Happen doof... Aber wahrscheinlich macht er das einfach, weil es im Drehbuch steht, falls es bei diesem Schwachsinn sowas überhaupt gibt.

    Stoddart nimmt das Geschenk nicht an, und ballert gar dämlich auf das Mistgetier ein, was im ganzen Film noch keins von den Biestern gejuckt hat. Jerry wird nicht vom Varan, sondern vonner Schlange gefressen, welche anschliessend Stoddart rettet indem sie sich in einer selten bescheuerten Computersequenz mit dem Varan beult. Die Flieger rücken an, und erste Teile der Insel gehen grottig getrickst in Flammen auf, während Stoddart nach mehreren Versuchen den Hubschrauber angeschmisssen bekommt und die vier Überlebenden flüchten können. Unter anderem tatsächlich auch die Reporterin, die die Medien über den Skandal unterrichtet.

    The General is not amused... dat gibt bestimmt Mecker...

    Die letzte Filmsequenz geht nochmal auf die Insel (Sollte die nicht komplett plattgemacht werden? Auf dem was davon noch alles völlig unzerbombt ist könnte Godzilla gemütlich ein Nickerchen halten...). Weil so ein absoluter Kackstreifen ja ein ganz fieses Ende braucht, das zeigt dass es eben nicht vorbei ist und das Böse irgendwie überlebt hat, sieht man in der letzten Einstellung den angeblich verreckten Laborarbeiter mit den Hautschäden, der in einer zum Film passend grottigen Trickaufnahme Augen und Klappe aufreisst und dabei grüne Guckerchen und eine gespaltene Zunge zeigt. Boah, wat gruselich...


    Fazit: Man kann immer wieder erstaunt sein, wie einige Filmemacher aus ausgelutschten Ideen und zusammengeklautem Gammel Streifen zusammenbasteln können, die noch billiger wirken als der Schund bei dem sie den ganzen Humbug geklaut haben. Klar kann nicht jeder das Budget und die Computermöglichkeiten eines Emmerich haben (wobei der ja auch viel bis sehr viel unfreiwilligen Trash aus der vielen Kohle zaubert), aber das hier sieht aus als hätte man einen Aldi-PC von 2001 mit leicht defekter Grafikkarte benutzt.

    Pluspunkte:

    - Öhm... zwei hübsche Mädels
    - Zwokommadrei coole Sprüche
    - Das Fazit der Trickaufnahmen schön peinlich im Film vorweggenommen

    Minuspunkte:

    - Grottige Tricks
    - Grottige Schauspieler
    - Grottige Story
    - Grottige Dialoge
    - Logik unter Null
    - Jede Szene vorhersehbar
    - Absolut dummes Ende

    Gerade die Logik der mehr oder weniger handelnden Personen stösst übel auf. Die Gruppe marschiert inner Nacht nicht weiter, obwohl sie wissen wo sie hin müssen, und dass die Biester alle schlafen / wegen der Kälte träge sind. Der General lässt das Boot versenken, wartet aber mit der Bombardierung der Insel noch fast ´nen ganzen Tag, obwohl er doch eh schon beschlossen hat, dass es keine überlebenden Zeugen geben darf. Die Doktorentochter sabbelt was davon, dass man mit den Tieren über Monate experimentiert hätte ohne das was passiert wäre bis der erste Techniker verputzt wurde - also ich finde "nichts passiert" ganz schön balla balla, wenn die Viecher dabei das 50-fache ihrer normalen Grösse annehmen. Abgesehen davon, dass keins davon am Ende noch in das Labor gepasst hätte... Von solchen dummdreisten Denkfehlern gibt es etliche, sie ziehen sich durch den ganzen Steifen. Und hätte "The Asylum" nicht schon solche Kracher wie Mega-Piranha oder die "Mega-Shark"-Reihe rausgebracht, würde dieser Unsinn hier mit ziemlicher Sicherheit als der am schlechtesten getrickste und blödeste Monsterfilm der letzten zehn Jahre in die Geschichtsbücher eingehen.
     
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  3. Dhünnufer

    Dhünnufer Gieriger Pillenfresser

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    Hi Dilbert!

    Mir ist dein Uralt-Eintrag von 2009 zu "Flucht aus L.A." ins Auge gesprungen.

    Zu meiner Schande gestehe ich, dass ich den Film beim ersten Sehen als ganz passable Unterhaltung empfand ... was jedoch nur daran gelegen haben kann, dass ich den Vorgänger "Die Klapperschlange" damals noch nicht kannte. Seit ich den gesehen habe, grüble ich ebenso wie du über die Beweggründe eines Regisseurs, sich selbst zu kopieren.

    Sie haben Geld dafür bekommen! ;) Buscemis Gage war sicher höher als die für den makabren Low-Budget-Krimi Fargo, in dem er im gleichen Jahr mitgespielt hat (und der, nur am Rande bemerkt, um Welten besser :D und weiß Gott kein Schundfilm war).
     
  4. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "Frogs - Killer aus dem Sumpf" (0 - 7 / 10, je nach Alkoholpegel)

    Der Film gehört zu den vermeindlichen Spassgranaten, die ich mir immer mal ansehen wollte, aber trotz etlicher Wiederholungen auf allen möglichen (und unmöglichen) Sendern in den letzten Jahren immer wieder verpasst habe.

    Als Olli Kalkofe und Peter Rütten den dann im Voting für ihre "SchleFaZ"-Reihe auf Tele5 anboten, musste ich nicht lange überlegen, für welches cineastische Verbrechen ich meine Stimme abgeben sollte. Und es hat (zum Glück) funktioniert.

    Das gute daran, mit einer Gastroenteritis flachzuliegen, ist dass man endlich mal Zeit hat sich die ganzen aufgenommenen Fernsehdingse, die sich auffer Festplatte angesammelt haben, auch mal anzugucken. Das schlechte ist, dass man dabei aus Befindlichkeitsgründen nüchtern ist...

    Aaalso:

    Ein Fotoreporter (from Zero to Hero) gurkt im längsten Filmvorspann aller Zeiten durch ein Sumpf- / Seengebiet per Kanu durch die beschädigte Botanik, und fotografiert dabei gefühlte zwanzig Minuten lang (lass es in Wirklichkeit fünf bis acht gewesen sein, es kommt einem länger vor) abwechselnd irgendwelches (harmlos herumsitzendes) Getier und grobe Fälle von Umweltverschmutzung. Ein blöder Schnösel gurkt den armen Kerl dabei halb besoffen mit seinem neuen Sportboot nach erledigter Arbeit leider fast über den Haufen, weshalb der Knipsekastenmann kentert, und seine ganzen Bilder samt dem Rest seiner Ausrüstung unfreiwillig versenkt. Wozu man dann den ellenlangen Bildervorspann brauchte...? Ja weil weil weil... Weil es auf´m Plakat besser ausieht, wenn der Film ein paar Minuten länger ist, schätze ich mal.

    Schnösel und seiner mit im Boot hockenden Schwester tut das alles sogar ein bisschen leid, weshalb sie den Knipseheinz aus dem Fluss angeln und zum Trocknen mit zu Vaddis protzigen Anwesen auf einer Insel mitten im Sumpfgebiet nehmen. Vaddi sitzt im Rollstuhl, ist ungefähr so liebenswert wie ein Warzenschwein mit Tollwut, und hält seine Familie und seine Angestellten im Rahmen seiner Geburtstagsfeierlichkeiten am Independence-Day übelst unter der Fuchtel. Da sich das umgebende Getier seiner Meinung nach auch ein bisschen zu dolle vermehrt hat, schickte er zudem einen seiner Angestellten mit ´ner Giftspritze los, welcher aber schon seit einiger Zeit als vermisst gilt.

    In der Folgezeit gehen Mitarbeiter wie Familienangehörige nach und nach durch mehr oder weniger hinterlistige Angriffe der Tiere kaputt, was Opa Knarzkopp aber nicht sonderlich stört, der Geburtstag soll so durchgezogen werden. Warum die teilweise sterben ist eh schleierhaft. Einer wird (nachdem er sich dummdusselig selber ´nen lächerlichen Streifschuss am Bein verpasst hat) von Spinnen mit lockerem Heu (!) zu Tode beworfen, Oma stürzt erst sinnbefreit auf der Flucht vor friedlich dasitzenden Schlangen in einen Tümpel voller Blutegel, um anschliessend (ohne zu stolpern oder schwer verletzt zu sein) einfach auf ´ne Klapperschlange zu kippen. Die Frau vom Suffkopp-Schnösel bleibt im Uferschlamm stecken und wird von einer Schildkröte gekillt, und ein anderer Blödmann rennt in einem Gewächshaus (nachdem er gesehen hat wie ein Leguan Giftflaschen umgeworfen hat) drehbuchgesteuert direkt in die deutlich sichtbare Gaswolke.

    Nachdem die Restfamilie die Flucht ergriffen hat, bleibt Rollstuhl-Opa allein in seiner grossen Villa zurück und stirbt (wohl)... Warum weiss eigentlich niemand, fällt er doch einfach nur aus dem Rollstuhl, und in seinem Haus hüpfen ein paar dutzend Frösche rum, die ihn wohl kaum zu Tode gebissen haben.

    "Frogs - Killer aus dem Sumpf"... Wenn man ehrlich ist, sind die Frösche die einzigen, die niemanden offensichtlich umgenietet haben. Der Filmtitel ist also so sinnig wie ´ne Spültoilette in einem aktiven Vulkan zu installieren. Schildkröten, Krokofanten (deutlich mit Klebeband ums Maul..), Vögel, Eidechsen / Leguane, Schlangen, Spinnen, alle haben irgeneinen aktiven Part was die Dezimierung der Humanoiden angeht. Nur die Frösche machen nichts ausser quaken und springen. Auch ansonsten ist das einfach so dermassen dämlich, dass es mit mehreren Personen und ebensovielen Kisten Bier durchaus zu ´nem passablen Partykracher mit mehr unfreiwilliger Komik als ein Fussballkommentar von Heribert Fassbender herhalten könnte. Allein und nüchtern ist der Spass leider durch sehr viele Längen und die Tatsache, dass der ganze Kram sich viel zu ernst nimmt, eher reduziert.

    In der SchleFaZ-(bzw. bei mir Schundfilm-) Reihe ist dieser grobe Öko-Stuss aus den 70ern (oder 80ern?) somit bestens aufgehoben.
     
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  5. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Hulk Hogan - Der Hammer

    Es war einmal.. Eine der technisch untalentiertesten Show-Wrestling-Nulpen aller Zeiten. Er war blond, hatte unter gar kräftigem Haarverlust oben auf der Rübe zu leiden, was er mit einem pompösen Schnauzbart auszugleichen gedachte, und verfügte über einen Hauch von Ausstrahlung, was ihn trotz der mangelhaften Fähigkeiten zu einem der beliebtesten Wrestler seiner Zeit machte. Nun kam der windige Direktor seiner Wrestling-Liga auf den Trichter seine Popularität auch auf der Kinoleinwand zu Kopeken zu machen, und drehte deshalb mit ihm einen Film, in dem der Star sich selbst nur mit anderem Namen spielen sollte.

    Und das Ergebnis, oh diejenigen die mein elendig langes Vorwort schnarchfrei überstanden haben, das Ergebnis sollte eine der miesesten Kinograupen der Filmgeschichte werden.

    Wir steigen ein mit einem "Kampf" zwischen Rip (Hulk Hogan) und irgendeinem Typen, dessen Namen ich vergessen habe (und welcher vom ehemaligen Demolition-Mitglied Smash gespielt wird). Nun waren die Kämpfe von Hulk Hogan schon unter normalen Umständen meist ein eher lahmarschiges Ereignis, bestehen seine Fähigkeiten doch nur aus Hoch das Bein, Kraftproben und sich schwungvoll auf den A.. setzen. Wenn man sieht was heutzutage Typen wie Dean Ambrose im Ring leisten, wirkt das so als würde man ein Fussballspiel auf´m C 64 mit FIFA 15 auffer X-Box One vergleichen. Da liegen Welten zwischen. Dummerweise ist der Anfangskampf dieses Schrottstreifens noch schlechter choreografiert als es Hulks Matches damals waren, und trieft vor Klischees bis hin zu Rips kleinem Bruder, der am Ring steht und Hulk ääh Rip anfeuert als es im Sleeperhold so aussieht als würde er besiegt werden. Rip verzieht sein Gummigesicht als müsste er ein paar kräftige Blähungen entweder unterdrücken oder loswerden und sein ach wie toller Herausforderer wird mit 2,5 hölzern ausgeführten Aktionen ins Land der Träume geschickt.

    Das Publikum jubelt, warum weiss bei der miesen Show wirklich keiner.Weniger erfreut ist Fernsehfatzke Brell, der vor einiger Zeit einen ziemlichen Gurkensender übernommen hat, und sich nun ärgert weil er Rip nicht unter Vertrag hat. Das muss geändert werden, und so wird der Champ Tags darauf zum Sender gekarrt, wo ihm Brell einen Blancoscheck anbietet, was Rip aber dankend ablehnt. Als Brell danach frech wird, bekommt er seinen Scheck zum Frühstück. Nun isser aber wirklich sauer. Rip wird nicht wieder nach Hause gefahren, sondern in ein Lagerhaus entführt (warum der in die Limousine des Senders einsteigt nachdem er den Vertrag nicht unterzeichnet hat und der Chef eindeutig stinkig auf ihn ist, weiss wohl nur er selbst). Rip merkt natürlich (....) dass er verschleppt wird und tritt von innen gegen die Autotür, was die tonnenschwere Karre bedenklich zum schlenkern bringt (also der Fahrer gurkt zielsicher jede Mülltonne und Telefonzelle über den Haufen, die er an den Strassenrändern auftreiben kann, Hilfe wat für´n Käse). In dem Lagerhaus angekommen fliegt der Gurke dann mal flott das Dach weg (ääh, ja) und Rip springt wie ein Kastenteufel mit ´nem Knallfrosch im Arsch raus und vermöbelt mal eben so´n halbes Dutzend Fieslinge. Zuletzt baut er die Fahrertür aus und will dem Fahrer ein paar semmeln, verzieht dann aber die Schnute weil es da wohl weniger nett riecht. Der Fahrer stammelt dann auch (ich zitiere) "Kacka... in der Hose.. aus Versehen..." AUTSCH!

    Brell unternimmt zwei Dinge. Einmal schickt er Rip eine neue Assistentin (und der wird selbstverständlich nicht misstrauisch als eine ganz hübsche Dame sich als seine neue PR-Managerin vorstellt, obwohl er doch gar keine engagiert hat), und dann gründet er in einer Hinterwäldler-Spelunke (später im Film als "Abschaum-Bar in der Innenstadt" bezeichnet) eine Art eigene Wrestling-Liga. Jeder der will darf einem anderem im Ring was vor´s Maul hauen, der Sieger kriegt 100000 Dollar. Bei der ersten Show taucht dann Zeus auf (gespielt von Tiny Lister) und wischt mit dem bisherigen Gewinner den Boden auf.

    Ich kürze mal etwas ab: Zeus gewinnt noch zwei weitere Kämpfe, wobei beim zweiten der dusselige Bruder von Rip im Rip-Fanshirt zuguckt und anschliessend für seine Blödheit verdiente Kloppe bezieht. Sam (die Assistentin) verknallt sich natürlich in Rip und wechselt die Seiten, was ihr eine Entführung einbringt mit der Brell den Sieg von Zeus gegen Rip bei der finalen Schlacht erpressen will. Denn Rip muss ja seinen Bruder rächen und nimmt die Herausforderung von Zeus dann an. Selbstverständlich kann Sam fliehen (weil die Wächter den Kampf in der Glotze gucken und doof genug waren die Tür nicht abzuschliessen). Rip dreht im Ring und drumherum den Spiess um, was Brell noch wahnsinniger werden lässt als er es eh schon ist, weshalb er in seiner Wut sein eigenes Übetragungsstudio zerlegt. Als Rip ihm schnaufend entgegenlatscht weicht er zurück und verkohlt sich den A... an von ihm selbst vorher aus der Wand gerissenen Starkstromkabeln, was dafür sorgt dass sein innerer Sender verlischt.

    Da ist jetzt also die Halle, Brell ist gerade vor den Augen von hunderten von Menschen abgenibbelt, und im zusammengebrochenen Ring liegt Zeus auch eher krepiert rum. Wenn das kein Grund zum Feiern ist, was dann? Jedenfalls verlässt die Rip-Sippe unter tosendem Applaus die Bude und der Quatsch ist zuende.

    Der Film lief am Freitag bei Tele 5 im Rahmen der "SchleFaZ"-Reihe, und wenn es eine cineastische Schrottgurke verdient hat da reinzugeraten, dann diese. Hulk Hogan ist als Schauspieler wirklich noch unglaubwürdiger und schlechter als als Wrestler, die ganze Story hat mehr Logiklöcher und Hirnschwund als alle Godzilla-Filme zusammen. Es wird wirklich kein Klischee ausgelassen. So ist Rips Schiessbudenfigur von Trainer auch der Ex-Trainer von Zeus, welcher ihn aber verlassen hat weil er ihn nicht kontrollieren konnte... "Der hat sogar Kakerlaken gefressen, und im Ring einen umgebracht - nach dem Gong!" (Vor dem Schlussgong wäre es okay gewesen, oder wie?). Und die grandios eingestreute Comedy... So müssen Sam und Rip wegen einer Fehlbuchung in einem Bett schlafen, wobei Sam nachts durch Ruckelbewegungen aufwacht, und alle sollen denken dass Hulk gerade seinem kleinen Ripper einen Schleuderkurs verschafft. Dabei macht er doch gerade nur seine allnächtlichen 2.00 Uhr-Liegestütze mit den Zehenspitzen auf der Bettkante, wie jeder normale Mensch auch... Dazu die "Kacka... aus Versehen"-Szenerie und die verwüsteten Gestalten in der "Abschaum-Bar" also wer sich da nicht vor lachen auf dem Fussboden krümmt, der hat wohl gerade die Zehenspitzen auf der Bettkante und macht Liegestütze....

    Leute, dieser Film ist sowas von kreuzdämlich, den muss man zumindest einmal gesehen haben. Er läuft noch bis Donnerstag bei Tele5 kostenlos auffer Homepage, also stellt ein paar Dosenbrötchen parat, und lasset den Schwachsinn mit euch sein!
     
  6. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Freitag im SchleFaZ-Theater:

    "Battle of Los Angeles", die 25-Dollar-Asylum-Version von dieser grandiosen Ballerbrühe hier:

    http://www.soccer-fans.de/forum/thr...ten-filme-bewertung.33407/page-10#post-853436
     
  7. Dilbert

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    Scorpius Gigantus

    Tele5 macht es möglich. Egal wie mies ein Film auch immer sein mag, die zeigen ihn. Das Senderkonzept heisst ja nicht umsonst "anders ist besser", und ich persönlich liebe den Laden dafür. Sie wissen, dass sie Mist senden, und da sie für´n vernünftiges Programm kein Geld haben und sich nicht so tief erniedrigen wie RTL (II) und Sat.1 selber irgendwelche grottenschlechten "Schauspieler" für totale Volksverblödung wie "Verdachtsfälle" oder "Anwälte im Einsatz" zu engagieren, lassen sie lieber billige Filme oder günstig erworbene Klassiker auf die Menscheit los.

    "Scorpius Gigantus" dürfte so ungefähr der billigste Film sein, den ich (abgesehen von "Violent Shit 1") je gesehen habe. Gedreht wurde die ganze Schose in Kroatien. Die Zusammenfassung in ziemlich kurz:

    Da man in Amerika nicht so ganz einverstanden mit diversen Gen-Experimenten war, hat eine Wissenschaftlerin ihre Kreuzung aus Kakerlake und Scorpion lieber in Osteuropa zusammengebastelt. Durch diverse andere Zutaten sind die Viechers nun nicht nur ziemlich aggro, sondern auch ganz schön gross. "Sicher" transportiert werden die Mutanten in einem Lastwagen, der in Germanien wohl Schwierigkeiten hätte durch den TÜV zu kommen. Die Russenmafia nimmt doof wie sie ist an, dass man in dem Gefährt statt Mutanten"nur" Uran transportiert (in so ´ner 20 Jahre alten Fliessband-Gurke, logo), legen mit dem dämlichsten Trick der Welt (kaputter Handkarren und arme, hilflose Frau) den dazugehörigen Sicherheitstrupp auf´s Kreuz (schöne Szene, dass aus einem Messer schon Blut spritzt bevor es am Hals des Armeefuzzis angekommen ist) und gurken mit der Kolonne zum Hafen, wo die Käufer schon sehnsüchtig auf das Uran warten, was ja aber gar nicht da ist. Die drei Scorpion-Mutanten amüsieren sich ein bisschen (und ziemlich blutig) mit den anwesenden Mafiosis, während etwas das eine amerikanische Spezialeinheit sein soll anrückt und unter der Leitung der Wissenschaftlerin versucht die Biester lebend zu fangen. Dass das in die Hose gehen muss, versteht sich von selbst...

    Tja, was soll man sagen: Ich tippe mal ganz grob auf ein Budget (inklusive Honorare für "Schauspieler" und Crew von 10000 Euro. Die Kamera ist wahrscheinlich eine Pocket-Digicam aus´m Second-Hand-Shop, anders kann ich mir nicht erklären dass das Bild bei Kamerafahrten immer ruckelt wie bei FIFA 99 auffer Playstation 1. Als Polizeiauto muss ein ca. 25 - 30 Jahre alter Opel Kadett (!) Kombi herhalten (und natürlich sind die Bullen so doof einen Gangster auffe Rückbank zu schmeissen, wegzugehen und sämtliche Fenster offen sowie den Autoschlüssel im Wagen zu lassen... und der Typ ist so doof nicht abzuhauen!!!). Von den Schauspielern kam mir keiner namentlich oder vom Gesicht her auch nur ansatzweise bekannt vor (die Namen klangen aber fast alle osteuropäisch, auch wenn das angeblich ´ne Ami-Produktion ist). Die Monster erkennt man auf den ersten Blick als Computeranimation, die reichlich vorhandenen Splattereffelte reichen von abgerissenen Armen bis hin zu halbierten Menschen und sind qualitativ zwischen ganz gut gelungen und absolut lächerlich. Sinn macht der ganze Humbug zu keiner Sekunde, auch wenn ein Soldat andauernd über die böse böse Gentechnik und die Einmischung in die Natur schwadroniert und somit versucht diesem Quatsch einen Hauch von Moral zu verpassen.

    Und das ist auch das, was wirklich traurig ist: Obwohl der Streifen trotz oder gerade wegen seiner Hirnrissigkeit und billigen Machart durchaus zu unterhalten weiss, nimmt er sich viel zu ernst. Es erfordert einen Haufen Mut so einen Stuss überhaupt zu drehen, etwas mehr Selbstironie und sichtbare Freude am eigenen Dilletantismus wäre wirklich schön gewesen.

    Wer wie ich Spass an bescheuerten Trash-Filmen hat, kommt hier voll auf seine Kosten. Alle anderen werden wahrscheinlich schon nach der ersten Explosion beim Überfall auf den Transport entsetzt umschalten, wenn die Soldaten sich beim herumfliegen in der Luft gefühlte fünfmal um die eigenen Achse drehen als wäre es ein Turmspringwettbewerb.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Juli 2015
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  8. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ich hab bei youtube gerade die "Neuauflage" von 1999 / 2001 (überarbeitet mit angeblich neuen Effekten) laufen..

    Ich hasse diesen Film! Nicht weil er im englischen Orginalton ist, ich habe die Hälfte rum und bin schn fast froh, dass man uns mit diesem Kram verschont hat.

    Nein, es sind die Effekte! Jede noch so verkackte Asylum-Gurke sieht besser aus als dieser Haufen Computerspiel-Saurier-Bullshit. Das soll damals angeblich die teuerste Koreanische Kinokanone gewesen sein. Wofür? Ich kann das nicht mehr weitergucken, sonst hau ich meinen armen Monitor zu klump. Das Monster ist dermassen beschissen, beschissener geht es nicht mehr. Die Hubschrauber sehen scheisse aus, die Schauspieler sind megamies, die Story (das Vieh ist am Anfang ein angegammeltes Gerippe und wird von Aliens zum Leben erweckt) noch hirniger als die von Scorpius Gigantus. Bah! Pfui!

    Dann doch lieber ein Mensch im Gummikostüm! Echt...

    Dieser Schrott hier: war eine Millionenproduktion... Und das sind die besten Szenen...

    Nachtrag... natürlich gucke ich doch weiter, da kommt ja anscheinend noch ein zweites beschissenes Monster...

    Ich fasse es gerade nicht. Die haben den Urzeitotto mit Hubschraubern mit Raketen angegriffen, dann mit Kampfjets mit Raketen, das hat beides den Computerkasper nicht im geringsten gejuckt.

    Jetzt haben sie gerade Menschen mit Düsenrucksäcken und Maschinengewehren aus ´nem Hubschrauber geschmissen, die das Vieh mit ihren (vergleichsweise gefühlten) Erbsenpistolen da beschiessen. Wer zum Deibel dreht sowas? Und warum? Wer hat dem ins Gehirn gesch...en? Was kommt als nächste Geheimwaffe? Hägar der Schreckliche mit seinem Schwert? Irgendein Hobbyangler mit ´ner Madenschleuder? While E. Coyote? (Okay, der könnte sogar Erfolg haben...)

    Ich berichte weiter...

    So, Schulz, aus, Ende.

    Nachdem einer von den Raketenköppen dem Monster vorn anne Stirn gedengelt ist, wurde Yonggary zum guten Monster, weil da wohl die Kontrolleinheit der Aliens war. Die aktivierten darauf lieber noch eins, welches aber eine ziemliche Nulpe war und von Yonggary nach kurzer Kappelei die Birne weggeblasen bekam. Die Aliens, die das ganze Gehampel wohl irgendwie als Spiel gesehen haben (überhaupt sehen die komischen Knochenschädel im Raumschiff irgendwie nach ´nem kaputten Terminator-Modell aus), machen daraufhin die Biege, Yonggary wird an Hubschrauber geknotet scheinbar leblos aus der Stadt rausgeflogen und gibt dabei natürlich doch noch ein leicht gnaddeliges Grummeln von sich, und der ganze Quatsch ist vorbei. Fortsetzung folgt... (hoffentlich nie...)

    Irgendjemand hat hier mal sinngemäss geschrieben, er sieht as "Schundfilm" Filme an, die mit hohen technischen und finanziellen Aufwand total in die Grütze gegangen sind.

    Das hier ist ein absolutes Paradebeispiel... Wobei ich mich irgendwie frage, was die Koreaner mit dem ganzen Murks zu tun haben sollen, spielt hier doch irgenwie keine einzige Szene in Korea und soweit ich das gesehen habe auch kein koreanischer Schauspieler mit.

    Wer Spass an der Scheisse hat, gucke hier:
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Juli 2015
  9. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "Mega Python vs. Gatoriod"

    Um den Irrsinn dieses Films irgendwie greifbar zu machen, ist es leider notwendig mit Spoilern um sich zu schmeissen...

    Das cineastische Kunstwerk lief auf Tele5 im Rahmen der SchleFaZ-Reihe, moderiert von Peter Rütten und Olli Kalkofe. Und verdammt, der hat sich seine Aufnahme in die schlechtesten Filme aller Zeiten aber sowas von verdient... Und genu deshalb ist er auch so lustig.

    Aaaalso, willkommen in den Everglades. Hier bricht gerade eine Gruppe Umweltschützer in ein (ja, was ist das eigentlich, Versuchslabor?) ein, dessen Alarmanlage so grandios gesichert ist, dass man sie mit einem Schaltkasten an der Aussenwand des Gebäudes ausser Gefecht setzen kann. Dieser besteht dann auch nur aus Plastik und lässt sich ohne jedes Werkzeug noch leichter öffnen als ein Smartphonegehäuse von Samsung beim Akkuwechsel. Ebensogut könnte man ein Murmeltier als Wachhundersatz einsetzen oder die Tür einfach mit ´ner Rolle Bindfaden absichern. Die Truppe um (keine Ahnung mehr wie die hiess, sie wird jedenfalls von Sängerin Debbie Gibson gespielt die uns schon in "Mega Shark vs. Giant Octopus" mit herrlichem Overacting und hahnebüchenem Dilletantismus erfreute) klaut ein paar Schlangen und setzt diese nach einer Verfolgungsjagd mit der Polente, bei der der Bullereiwagen geschrottet wird in den Everglades aus.

    Aus Gründen die uns der Film freundlichst verschweigt wachsen die Schlangen (die haben da vielleicht zehn gemopst, am Ende treiben aber grob geschätzt mindestens 25 ihr Unwesen) zu abnormer Grösse an und metzeln sich gar lustig durch die Sumpfgebiete und drumrum. Die zuständige Rangertante (gespielt von Poptante Tiffany) ist so ziemlich das dämlichste Menschenwesen auf Gottes Erdball. Nachdem ihr Verlobter von einer Schlange verputzt wurde, schmiedet sie den beknacktesten Plan der Welt. Erst sorgt sie bei Wiesenhof für einen Rekordumsatz, und dann versetzt sie die toten Gockel mit irgendwelchen von einem Bodybuilder erschlichenen Steroiden und verfüttert diesen wohl nicht mehr ganz gesunden Teil der Nahrungskette an eine Gruppe Alligatoren, damit diese sich der Schlangenplage annehmen.

    Die Echsen lassen sich das schmecken und mutieren fröhlich durch die Gegend, legen dann grosse Eier (was die Pythons ganz nett finden weil man so ja zu ´nem zweiten Frühstück kommt) und verteilen damit die Steroide weiter in der umliegenden Fauna. Zu guter oder dochnichsoguter Letzt krauchen da jetzt also etliche monströse Kaltblüter durch die Botanik und machen aus den Einwohnern Hackfleisch. Die Spur der (mies getricksten) Verwüstung zieht sich bis nach Miami...

    Dieser Film ist geradezu unfassbar blöde. So guckt Debbie Gibson mit scheinbar entsetzter Miene zu wie ihr Team von den Alligatoren uffjefuttert wird, meckert dann aber ´ne Minute später darüber herum dass die bösen Viecher ja ihre heissgeliebten Schlangen killen könnten. Wer die zur Freundin hat, benötigt wirklich keinerlei Feinde mehr. Tiffany hingegen läutet ihre hirnverbrannte Steroid-Aktion mit den Worten "Wir müssen das Gleichgewicht der Natur wieder herstellen" ein, weil ja mutierte Tiere ganz der Natur entsprechen. Aua aua aua! Während sich die Monster durch eine Benefizverantaltung mampfen, sind die beiden blöden Elsen dann auch damit beschäftigt sich gegenseitig die Visage zu polieren, und kriegen davon deshalb auch gar nichts mit, obwohl sie höchstens 50 Meter weg sein können, und auf der Fete aus allen Rohren geballert wird. Am Ende gibt es eine Rettungsaktion bei der Tiffy an der Strickleiter die aus einem Hubschrauber rausbaumelt bestimmt zwei Minuten rumhängt, und es der Pilot nicht für ansatzweise notwendig hält mit der Rotorkiste vielleicht mal an Höhe zu gewinnen...

    Nach dem Motto: "He, da hängt so ´ne doofe Rothaarige anner Leiter und es schnappen die ganze Zeit Monsterschlangen und Riesenalligatoren nach ihr" - "Okay, ich geh noch ein Stück runter, sonst erwischen die sie nicht..." Überhaupt ist der einzige Job von Tiffany (neben doof sein) das männliche Publikum mit ihren (entschuldigt die Ausdrucksweise) im zweiten Teil des Films stets auffällig in Szene gesetzten Monstertitten bei Laune zu halten.

    So weit, so dämlich. Warum man sich den Kram trotzdem angucken sollte? Die Mädels haben sichtlich Spass an ihrem Dauerzickenkrieg, und das färbt irgendwie auch auf den Zuschauer ab. Die Tricks sind dermassen dilletantisch (na ja, The Asylum eben) dass sie schon wieder lustig sind. Und wer es wie ich lustig findet nach völlig behämmerten Filmfehlern zu suchen, stösst hier auf eine Goldgrube vor dem Herrn. Denn eins darf man mit Asylum-Filmen wirklich nie machen: Sie ernst nehmen! Filme dieser Produktionsgesellschaft zu gucken ist wie früher einem Fussballkommentar von Heribert Fassbender zu lauschen: Mit der richtigen Einstellung (und ein paar Dosen Bier) ist gute Laune garantiert.

    Die SchleFaZ-Folge findet ihr noch bis Freitag auf der Tele5-Homepage in voller Länge. Es lohnt sich!
     
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  10. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Sharknado musst dir auch mal antun.
    Ich hab gestern den 2. Teil davon gesehen und mich köstlich amüsiert.
     
  11. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Als SchleFaZ-Fan hab ich natürlich beide schon mehrfach gesehen. :) Und wenn jetzt einer einwendet dass es doch gar keinen Sinn macht wenn Haie aus einem oben geschlossenen Fahrstuhl kommen wenn es draussen regnet, dann hat er noch nie den N24-Allroundwissenschaftsjapaner gesehen, der da durch jede Pseudodokumentation turnt und dabei durchgeknallten Mumpitz von sich gibt, der nie von jemanden widerlegt werden kann. Dagegen ist Sharknado noch die reinste auf Logik basierende Doktorarbeit. :D
     
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  12. Ostmiez

    Ostmiez Fußballgott a.D.

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    Habe jetzt gerade festgestellt, dass dieser Thread wahrscheinlich anlässlich des 120. Geburtstages meines
    Urgroßvaters (der Himmel sei ihm gnädig) aufgemacht wurde. 7.9.1888 gut was :)
    Aber mit schlechten Filmen hatte er wenig zu tun, eher sein Umfeld.:opa:
     
  13. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Total gut. Ich kann mich kaum halten vor Begeisterung.
     
  14. derblondeengel

    derblondeengel master of desaster

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    Kann mal jemand dem @Dilbert Tele5 abdrehen...
     
  15. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Nö, ich find die Rezensionen klasse!
     
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  16. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Geheimtipp: dann einfach nicht lesen!
     
  17. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Mach so weiter, und ich schreibe eine Rezension zu dem wirren Quark, der da gerade läuft... Wobei ich da nun wirklich gar keinen Sinn mehr drin finde.
     
  18. derblondeengel

    derblondeengel master of desaster

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    Turmbräu und Tele5 ist ja fast so schlimm wie RTL2 & Sion Kölsch :zank:
     
  19. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Du hast es so gewollt...

    "Riverworld" (Basiert wohl auf einer Romanserie...)

    Dieser Zweiteiler läuft jetzt seit über zweieinhalb Stunden, und ganz ehrlich: Ich weiss bis jetzt nicht was jemand uns damit sagen will.

    Matt kauft sich inner Disse von einer Asiatin einen Ring mit dem er seiner Jessie eben in diesem Jabbelschuppen einen Antrag machen will. Weil das Schicksal das wohl für ´ne ziemlich idiotische Idee hält, entpuppt sich die Asiatin als akut suicidal, und sprengt sich und den ganzen Kackschuppen per Dynamitgürtel in Fetzen. Komischerweise liegen da dann zwar überall halb- bis ganz tote Menschen herum, aber sie sind alle noch vollständig, selbst Matt der von der Tante mit der Bombenidee nur zwei Meter weg stand japst noch ein paar mal und geht dann in die ewigen Jagdgründe ein...

    Oder nicht? Irgendein grosser Raum, Menschen liegen in Reih und Glied in irgendwelchen Wasserbecken...

    Dann wacht irgendwie die ganze Discobesatzung am Ufer eines Flusses auf, bis auf Jessie. Zwischendurch erscheinen irgendwelche seltsamen Gestalten von der Blue Man Group inner Mönchskutte auf und labern obskuren Unsinn, aus dem keiner schlau wird oder werden will. Die meisten der Gruppe werden dann von Spaniern gefangengenommen, dann rennen da auch noch Inkas rum und ein von einem Engländer Namens Burton angeführter Haufen mischt auch noch mit. Bei diversen Kloppereien werden Leute abgemurkst und erstehen danach woanders wieder auf, Matt gelingt es abzuhauen und von einer Blue-Man (bzw. Woman)-Tante geleitet einen Raddampfer mit Sam drauf zu finden, der mit Burton im Clinch liegt und ihm hilft die Spanier zu besiegen. Dann wird Matt von Burton erschossen und säuft ab, um nach etlichen wirren Rückblenden, Visionen und Blue-Man-Depperein dann doch wieder zurückzukehren. Derweil hat Burton den Dampfer geklaut und will damit die ganze Welt schrotten...

    Also so weit sind wir bisher, und ganz ehrlich ist das alles ein völlig beknackter Haufen verworrener filmischer Hühnerscheisse (jetzt taucht auch noch wie Kai aus der Kiste ein Zeppelin am Himmel auf...) Dieses ganze Hin und Her zwischen tot, dochnichsotot und wiederauferstanden macht einen komplett kirre in der Rübe, sowas wie einen roten Faden wer da nun warum wieder auferstehen darf scheint es kaum zu geben, die blauen Klapsköppe sind sich irgendwie selbst nicht einig was sie nun wollen und erscheinen je nach Bedarf wenn wohl gerade mal wieder eins von den kilometerbreiten Logiklöchern überbrückt werden muss. (Jetzt gerade ist Ludwig Dürr noch in die Landschaft getreten, der Erbauer der Hindenburg, der hier im Film aber ein Zeppelin mit dem Namen "Herumfurzen" fliegt... das steht auf dem Ding wirklich drauf!) Und überhaupt und so!

    Das einzige was die da alle gemeinsam zu haben scheinen: Sie sind nicht eines natürlichen Todes gestorben.

    Warum ich den Kram trotzdem weitergucke?

    Ich hab keine Ahnung, vielleicht weil ich es jetzt so weit geschafft habe, und ein kleiner Funken Resthoffnung besteht, dass man irgendwann begreift wat zum Deibel der ganze Schiss da eigentlich soll. Ausserdem rennt da eine ganz nett anzusehende Samurai-Tante rum. (Warum? - Woher soll ich das wissen, jedenfalls ist sie auf Seite der Guten und kann anständig mit ihren Schwertern herumfuchteln.)

    Wenn ich es rausfinde geb ich Bescheid...

    Okay, Nachtrag kurz vor dem Ende: War ja klar, dass da noch ein UFO fehlte. Und alles irgendwie immer noch keinen Sinn macht. Jedenfalls liegen da jetzt wieder die ganzen Protagonisten in ihren blubbernden Waschbecken herum, oder sind gerade mit dem Raddampfer unterwegs, oder beides gleichzeitig.

    ICH WEISS ES NICHT!

    Zumindest ist die Hirnentsorgungsautomatik jetzt vorbei.

    Sollte dieser Quatsch irgendwann mal wiederholt werden: Macht ´nen grossen Bogen drum. Das ist nicht einmal mehr so doof, dass es lustig wäre. Das ist einfach nur ganz grosse Scheisse!
     
    Zuletzt bearbeitet: 21 Juli 2015
  20. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Dann wirds dich freuen, dass sie Serie weiter geht.
    http://www.filmstarts.de/kritiken/228680.html
    Ich muß mir jetzt unbedingt auch noch den ersten ansehen und 3. Teil ansehen.
    Im 3. spielt wohl auch David Hasselhoff mit. :lachweg::lachweg:
     
  21. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ja, und die SchleFaZ-Moderatoren Kalkofe und Rütten haben einen Gastauftritt. :D

    http://www.presseportal.de/pm/43455/3069398
     
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  22. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    Dille, Dille, Dille...- Du willst Scheisse...und gibst Dich mit halbausgegorener Scheisse zufrieden ?
    Ts, ts.

    Ich biete Dir hier die ABSOLUT, TOTALE Scheisse.
    Leider nur auf Englisch.
    Aber derartig Schund as Schund can, dass es fast schon wieder kultig ist.
    Denn dies ist echt nur...Scheisse.
    :lachweg::beifall:

     
  23. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Das kann nur jemand behaupten, der den hier



    und den hier



    sowie das Ding



    Noch nicht gesehen hat...

    Ich habe es getan... ich bin nicht immer stolz darauf, aber der wahre Scheissfilmfreund erträgt auch die grössten Qualen mit einem Hauch von Würde.

    Oder ganz viel Bier. :D
     
  24. Detti04

    Detti04 The Count

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    Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute (also Schlechte) liegt so nah:

    http://www.imdb.com/title/tt0421051/?ref_=fn_al_tt_1

    Den Film gibt es sogar in voller Laenge auf youtube! Hurra!

     
  25. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Nenn noch einmal mein geliebtes "Turmbräu" und Kölsch in einem Satz, Du!!!!!!!:hammer2:
     
  26. Detti04

    Detti04 The Count

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    So, knappe 2 Stunden spaeter hab ich den Kueblboeck-Film (keine Angst, er dauert nur 1:17 Stunden) nun tatsaechlich geschaut. Fazit: Sen-sa-tio-müll.
     
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  27. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Gibt´s dazu noch ´ne kurze Zusammenassung der dämlichsten Szenen? *hoff
     
  28. Detti04

    Detti04 The Count

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    Der Film besteht nur aus daemlichen Szenen, schlechter Schauspielkunst, komplett hirnloser Pseudosymbolik, einer unterirdisch dummen Handlung und einem laenglichen Konzertmitschnitt. Ich kopiere mal wikipedias Wiedergabe der Handlung hier rein, mit ein paar Anmerkungen:

    "Der erfolgreiche Sänger Daniel Küblböck wird „von Millionen geliebt, von Vielen gehasst“ (so der Untertitel). Die beiden Teenager Rike und Tom fassen schließlich den Entschluss, Daniel zu töten. Moralisch, nicht aber direkt unterstützt werden sie dabei von Baltazar. Daniel hingegen wird von seinem toten Großvater Johnny [Eh klar.] unterstützt, der meist ein Tenorhorn und einen Zauberstab [Logisch, was sonst?] bei sich trägt, manchmal nur einen Arm hat [Wieso das so ist, wird uebrigens nicht erklaert.] und eine Mütze unter seinem Zylinderhut trägt.

    Ein erster Mordanschlag auf Daniel schlägt fehl, da die Teenager von Daniels Gesangslehrer entdeckt und verscheucht werden. Daniel soll an einem Screen Test für Hollywood [Hier wird dann ploetzlich Englisch gesprochen, aber ausschliesslich von Deutschen.] teilnehmen. Dabei sprechen Johnny und Baltazar miteinander. Balthazar wird von Johnny unvermittelt in eine Kakerlake verwandelt und bekommt erst nach dem Satz „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ wieder seine menschliche Gestalt zurück. [Kein Kommentar.] [Bei diesem Test erzaehlt ausserdem ein Maedchen Daniel, dass er ihren Vater vorm Ertrinken gerettet hat, weil Daniel ihrem Vater beim Ertrinken als Engel erschienen ist. Alles klar, oder?]

    Später besucht Daniel das Mädchen Petra, das sich bei Daniel zuvor in einem Fanbrief gemeldet hat und in Daniels Heimatort Eggenfelden im Café seines Großvaters (Opa Winter) arbeitet. Dieser kann Daniels Musik nicht ausstehen und wird darin von seinen Gästen bestärkt. Daniel kostet einige Torten mit seinem Finger, [Was man halt als schraeger Star zum Anfassen so macht - naemlich beim Baecker die dreckigen Griffel in die Torte stecken.] kauft diese und schenkt Petra zwei Karten für sein letztes Konzert dieses Jahres, das in Passau stattfindet.

    Bei ebendiesem Konzert soll Daniel auf der Bühne erschossen werden. Stattdessen entführt ihn Rike nur und schafft ihn in ihr Haus. Wenig später trifft auch Tom dort ein. Dieser wird zuvor nochmals von Baltazar bestärkt, Daniel zu töten. Die beiden Teenager wollen die Hinrichtung filmen, um so selbst zu „Superstars“ zu werden. Als Daniel im Raum alleine ist, wird er nochmals von seinem Großvater besucht, der ihn für seine schwerste Prüfung ermutigt. [Eine gnadenlos peinliche Szene, weil hier echt versucht wird, eine Botschaft zu vermitteln. Das macht uebrigens den ganzen Film so furchtbar miserabel: Der Film ist vollkommen ernst gemeint.] Rike und Tom hingegen schaffen es nicht, Daniel zu töten. [Wer braechte das auch uebers Herz, schliesslich ist Daniel so ein toller Typ.] Stattdessen reden sie über ihre schweren Kindheiten [Natuerlich. Die hatte Daniel uebrigens auch - wer haett's gedacht!] und Tom gibt zu, Daniels neuen Song nicht schlecht zu finden. Rike geht und Daniel einigt sich mit Tom darauf, freigelassen zu werden und die beiden im Gegenzug nicht zu verraten. So kehrt Daniel zu seinem Konzert zurück. [Wo die Fans uebrigens noch geduldig warten. So eine Entfuehrung und ein Mordversuch gehen schliesslich ruck-zuck.] Opa Winter wird dabei von Daniel überzeugt und ist schließlich ein Fan, der sich „wie ein Teenager“ [Nein, wie lustig, ich haette fast gelacht. Neben den Fingern in der Torte ist das der einzige Humorversuch des Films.] benimmt.

    Am Abend erscheint Johnny erneut. Als Daniel nach seinem Weihnachtsgeschenk fragt, bekommt er zur Antwort, dass er Rike und Tom vergessen habe und diesen seine Gitarre schenken soll. Daniel ist damit zuerst nicht einverstanden, tut es dann aber doch, worauf die drei beste Freunde werden. [... und wie die Vollidioten im winterlichen Garten rumtollen und Luftgitarre spielen.]

    Unter dem Weihnachtsbaum findet Daniel schließlich einen Zauberstab mit der Bemerkung „von dem Einarmigen“. Daniels Großmutter erzählt, dass ihr Mann nur einen Arm hatte. Dieser war Musiker auf dem Oktoberfest. Sie zeigt ein Bild von ihm und erfährt, dass er Daniel mehrmals erschienen war. Auch sagt sie, dass Daniel den Zauberstab nur einsetzen darf, um Menschen zu helfen. [Mal wieder: Kein Kommentar.]

    Johnny und Baltazar treffen nochmals aufeinander. Dabei sagt Baltazar, Johnny habe die Schlacht gewonnen, der Krieg sei aber noch nicht vorbei und der neue Zauberer wisse nicht richtig mit seinem Zauberstab umzugehen."

    Wiki unterschlaegt hier, dass anschliessend noch eine mit Sicherheit sehr symbolisch gemeinte Szene folgt, in welcher Daniel in einer weihnachtlich dekorierten Kirche betet. Wie gesagt, der Film hat eine vollkommen ernstgemeinte Botschaft des "Liebet einander" mit Daniel als quasi-Verkoerperung dieser Botschaft. Totaler Schrott.

    Ansonsten waere da noch (ich zitiere wieder wiki):

    "- Als Daniel einen Albtraum hat, werden Szenen aus der RTL-Sendung "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" eingeblendet, an der Küblböck teilgenommen hatte. Gegen Ende des Films werden Schlagzeilen gezeigt, die unter anderem Küblböcks Verkehrsunfall mit einem Gurkenlaster dokumentieren.
    - Neben Daniel sind weitere Mitglieder der Familie Küblböck zu sehen, die bedeutendste Rolle hat dabei Daniels Vater Günther Küblböck. Ebenso sind weitere Mitglieder der Familie Lommel [Uli Lommel hat das Machwerk als Regisseur verbrochen.] zu sehen."

    Der ganze Film wirkt uebrigens, als waere er fuer 3,50 Euro mit der Digicam gedreht worden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21 Juli 2015
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  29. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Detti, ich danke dir!

    Sollte mir Tele5 heute abend keine Amspruchsvolle Unterhaltung liefern, werde ich mal nach der Schei... ääh dem Film mit diesem talentierten Charakterdarsteller Küblböck suchen.

    Meine Lieblingsseite für vermurkste Filmverbrechen sieht es übrigens ähnlich: http://www.badmovies.de/Daniel_der_Zauberer
     
  30. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Das Ding funktioniert in Deutschland leider nicht. :(

    Im Trailer sieht Küblkopp aus wie die (hässliche) schwule Schwester von Stefanie Heinzmann....
     
  31. Detti04

    Detti04 The Count

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    Danke fuer den Link zu badmovies, Dilbert. Die dortige Kritik des Films ist extrem unterhaltsam.