Schundfilme

Dieses Thema im Forum "Multimedia" wurde erstellt von Dilbert, 7 September 2008.

  1. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Du meinst den "Sexstrahl" :D ?

    In der Flash Gordon Verfilmung von 1980 ist auch was sehr entzückendes zu sehen, soweit ich mich erinnere: Ornella Muti - auch mit viel flesh.
     
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  3. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Und jetzt rate mal, was flesh heißt... :floet:
     
  4. goalkeeper

    goalkeeper Active Member

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    Ist das der Porno Thread:weißnich::undweg::zeitung::schock::schock: :schock::schock::schock::warn:
     
  5. lenz

    lenz undichte Stelle

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    ja, "". :D
     
  6. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Es wird mal wieder Zeit, das Ding hier an die Oberfläche zu wühlen. Woanders passt der Unsinn einfach nicht hin.

    "Air Marshal - Horrorflug ins Ungewisse"

    Tja, Leute, was soll man dazu schreiben. Diese Produktion mit einem Budget von ca. 25 Dollar lief im Nachtprogramm auf RTL II (nicht einmal Tele 5 würde sich trauen so etwas zu senden, und die zeigen alle paar Wochen die komplette Quadrilogie von "Der Stählernde Adler"). Als Trittbrettfahrer des 11.Septembers 2001 entern ein paar durchgeknallte und strohdoofe Terroristen einen Linienjet, ohne sich selbst darüber einig zu sein, was sie denn überhaupt wollen. Der eine hat den genialen Plan das Ding auf 'nem US-Navy-Flugzeugträger zu schrotten, der andere will einfach nur 'n bissken Geld (30 Millionen Dollar). Während die sich also uneins sind was sie aus der günstigen Gelegenheit machen sollen, stellt sich das Oberass der US-Flugsicherheit, das sich zufällig genauso an Bord befindet wie ein US-Senator, nach einer kurzen Schiesserei mal eben tot, obwohl der Fuchs ja eine schusssichere Weste anhatte. Verdammt, was gerissen! Anschliessend sabotiert er völlig unauffällig die Terroristen (schreit zum Beispiel bei einem Kampf so laut dass es selbst die Lachmöwe zwanzig Kilometer hinter dem Jet noch gehört haben dürfte), was uns RTL II im Videotext als "Stirb Langsam"-Stil verkaufen möchte. Und am Ende rettet er in einer an Stümperhaftigkeit nicht zu überbietenden Tricksequenz den Flieger davor, in einen Luxusliner zu kacheln.

    Soviel zur "Story".

    Was macht man, wenn man keinen einzigen Schauspieler hat, der einen Kampf echt aussehen lassen kann? Genau - Man dreht die Kloppereien in Zeitlupe, und lässt den "Helden" ganz dolle böse Gesichter ziehen und laut herumschreien (siehe oben). Auf so einen Mist wäre man bei "Stirb Langsam" aber nicht gekommen, RTL II...

    Dann kommt noch die höchst geniale Idee, wirklich den ganzen Film über die Kamera wackeln zu lassen, damit es so aussieht als wäre der Flieger wirklich in der Luft. AUTSCH!

    Logik braucht auch keiner. So wird der startende Jet ungefähr eine Sekunde vor dem Abheben noch von einer fahrenden Gangway eingeholt. Klar, die Dinger kacheln ja immer mit ca. 300 Sachen über das Rollfeld... Im Flieger wird während eines Flugs durch einen Sturm ein Fenster zerschossen, woraufhin ein Junge schon Kopf voran bis zum A... rausgezogen wird, der aber natürlich (unverletzt!) gerettet werden kann. Ähm... ja. Der Pilot soll auf einer Notfallpiste landen, startet aber durch weil er zwanzig Meter hinter dem Beginn der Landebahn aufsetzt, mit der Begründung, er bräuchte jeden Meter. Beim nächsten Anlauf setzt er die Kiste dann in der Mitte der Bahn auf. Für die nächste Landung (um die cineastische Folter zu verlängern musste der Jet ja nochmal starten) reichen dann aber auch die Grünanlagen rund um den Flughafen aus. Bevor der Flieger das erste mal landet schiesst ein Sonderkommando den dortigen Stützpunkt der Terroristen in Schutt und Asche, was ein Feuer mit einer riesigen Rauchwolke zur Folge hat. Wird da einer der Ganoven irgendwie misstrauisch? Aber nein. Passt scho.

    Tja, und zu guter letzt haben es die Trickspezialisten dann geschafft, dass wirklich nichts in diesem Gurkenstreifen echt aussieht. Das Flugzeug nicht, der Innenraum nicht (trotz Wackelkamera), und das Kreuzfahrtschiff schon gar nicht.

    Ein Film, den man gesehen haben sollte. Damit man die Qualität von solide gemachten Durchschnittswerken erst wieder richtig zu schätzen lernt.
     
  7. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Tele5 macht´s möglich...

    "Ninja Revenge"

    Ja, ich mag Gammelfilme. Filme, die unfreiwillig komisch sind oder sich selbst nicht zu ernst nehmen. DER hier hat leider keinerlei Ambitionen in diese Richtung. Er ist wirklich und wahrhaftig einfach nur schlecht.

    Einmal haben wir hier den ersten "Helden", der keine einzige Klopperei gewinnt. Für ´nen Ninja ja irgendwie ziemlich erbärmlich, aber wenn´s so im Drehbuch steht...

    Der "Held" gurkt mit seinem Motorrad in ein Kuhkaff voller Rassisten. Ehrlich, bis auf ein Mädel wohnen da nur Weisse, die Farbige hassen und Farbige, die dagegen den Arsch nicht hochkriegen. In dem Kuhkaff geht leider das Motorrad des Helden irgendwie kaputt, und er gerät so zwischen die Fronten.

    Als ein Farbiger von den Weissen, die sich allesamt als Mitglieder des Ku-Klux-Klans erweisen (inklusive des dämlichen Dorfsheriffs) zu Tode geprügelt wird, springt der Held ein und versucht die Deppen aufzumischen, wird aber stattdessen unter Mordverdacht verhaftet. Nebenbei gibt es noch ein paar sinnlose Rückblenden in seine Ninja-Ausbildung, und nachdem er im Vorweg schonmal seine Ninja-Klamotten auf dem Bett ausgebreitet hatte, durfte man auf ein paar schöne Kämpfe hoffen. Leider zieht er nichtmal seinen Anzug an, dementsprechend dürfte das auch der erste Ninja-Film sein, in dem kein vernünftig ausgerüsterer Ninja vorkommt. Boing!

    Okay, der Typ flieht mit Hilfe der Tussi (die nebenbei mit dem strunzblöden, rassistischen Dorfbullen liiert ist, was nicht gerade für ihre Intelligenz spricht) aus dem Knast, und weil er so schlau ist, lässt er seine Tasche mit der Ninja-Ausrüstung im Polizeirevier zurück, wo sie völlig offen und für jeden greifbar auf einem Stuhl steht. Wer braucht für den Kampf gegen ein halbes, bewaffnetes Dorf auch schon solche Sachen wie Wurfsterne oder einen Tarnanzug, wenn man im Wald Matsch findet in dem man sich wälzen kann (und trotzdem mehrmals aufgespürt wird). Nach eingen mehr oder weniger langweiligen Kämpfen, in denen der Held ständig Prügel bezieht (toller Ninja, wirklich), kommt es zum Showdown auf einer Wiese, bei dem dann tatsächlich auch mal die Farbige Dorfbevölkerung den Arsch hochkriegt, und die Tussi (die vorher zumindest eine sinnlose Sexszene mit dem Helden hatte) den Sheriff, mit dem sie ja eigentlich liiert ist, abknallt, weil der Held mal wieder am verlieren ist. Anschliessend rennt sie hin und heult um den Blödarsch.

    Nu kommt der Knaller: Die Staatsbullerei taucht auf, und alle werden verhaftet bzw. zur Befragung mitgenommen... nur nicht die Tussi, die den Sheriff abgeknallt hat, und der blutende, humpelnde Kerl mit der Schusswunde, der ja auch am ganzen Ärger nur der Hauptbeteiligte war (und aus dem Knast ausgebrochen ist).

    Tja, was soll man dazu schreiben? Die Schauspieler sind allesamt schlecht, aber damit war bei dieser abgerissenen Gurke, die mich irgendwie an peinliche Chuck-Norris-Filmversuche (nur noch billiger und blöder) erinnert hat, auch zu rechnen. Die Logik der handelnden Personen bleibt mal eben völlig auf der Strecke, der Ninja ist die untalentierteste Kampfkunstwurst der Filmgeschichte. Die absolute Krönung ist ein Spruch während seiner Ausbildungs-Rückblende: "Ein Ninja arbeitet hauptsächlich mit dem Geist" (oder so ähnlich). Äähm... also wenn ich mich recht erinnere waren Ninjas einst Auftragskiller, sehr geistreich, ihr Pappköppe. Und die konnten auch kämpfen, und hätten sich nicht von irgendwelchen dummdreisten Hinterwäldlern verdreschen lassen, deren geistiges Niveau knapp 10% von dem der grottigen Fakefiguren bei "Familien im Brennpunkt" erreicht.

    Wenn man das gesehen hat, dann wird man bestimmt nie wieder über Michael Dudikoff-Streifen lachen...
     
  8. Stofftier

    Stofftier Adler im Pott

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    Angriff der Killertomaten ist schon eher Kult als Schund. Waterworld war ne geile Idee die leider nur Assig verarbeitet war.

    Persönlicher Schund ist für mich z.B. Karate Tiger, inklusive dem Geist von Bruce Lee.
     
  9. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Ich empfehle euch The Toxic Avenger! Gedreht 1985.



    Wie ein Loser zum Superhelden wird, auch wenn er nicht so typisch superheldisch aussieht unser Toxie!

    10/10 Punkten (und Teil 2 bis 4 nicht verpassen ;))
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9 September 2013
  10. Westfalen-Uli

    Westfalen-Uli Frühaufsteher

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    Assreine Kommentare Dille.....

    Mich wundert nur: Warum tust du dir solche Filme an??????

    :gruebel:
     
  11. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Weil es lustig ist. ;)
     
  12. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Auch zehn von zehn. Das beste daran ist, wie die in den Trailern das Toxic Avenger in einem lang gezogenen Wort aussprechen. Ui, das Ding hat echt Qualität. :zahnluec:
     
  13. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Amputiert - Der Henker der Apocalypse

    Dieses Filmreview wird ziemlich kompliziert. Warum? Ich hab den Streifen nur einmal gesehen, und das ist mal locker 17 Jahre her.

    Aber ein paar Filme sind so schräg, die vergisst man eben nicht.

    Die Story: Ein lustiger Haufen von Hobbyhöhlenforschern wird dummerweise bei einer Expedition verschüttet. Nach ein paar Tagen fängt denen dann doch der Magen etwas zu knurren an. Als sie vor Kohldampf sowas ähnliches wie wahnsinnig werden, beschliessen sie sich dem Kannibalismus hinzugeben.

    Wenn ich mich recht erinnere werden Streichhölzchen gezogen, und wer das Kurze hat, der muss einen Arm opfern. Dazu hat der arme Verlierer nun aber mal gar keine Lust, was glaube ich jeder von uns gut verstehen kann. Das ist seinen Kollegen leider herzhaft wurscht, und so wird der Arm abgesägt. Dummerweise kommt ein paar Minuten später schon das Rettungsteam. Weil ja keiner gern zugibt dass man seinen Kumpel fressen wollte, einigen sich die Knallköppe darauf eine Geschichte von einem eingeklemmten Arm zu erzählen, der leider notfallmässig amputiert werden musste.

    Ein paar Jahre später werden die Typen dann einer nach dem anderen mehr oder weniger spassig abgemurkst, wobei immer ein Arm draufgeht. Wer mag da wohl dahinterstecken?

    Der Film ist teilweise sowas von bescheuert, dass er wirklich Laune macht. Gerade über die Figur des durchgeknallten Radiomoderators "Mad Man Hermann" haben wir uns noch Jahre später kaputtgelacht. Und die Schlussszene ist recht makaber.

    Trinkt aber vorher lieber ein paar Halbe, dann kommt der Quatsch doppelt gut.
     
  14. Stofftier

    Stofftier Adler im Pott

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    Na dann muss aber auch ein Filmhier erwähnt werden der auch locker da mithalten kann.

    SURF NAZIS MUST DIE!

    Die Story ist so hohl wie der Titel es vermuten lässt. Surfende Nazis terrorisieren die Strände mit anderen Surfergangs wie den surfenden Samurais etc. Die Effekte sind kacke, die Story ist kacke und surfende Nazis sind auch nicht gerade das was ne gute Story hergibt, auch wenn der Nazi Boss Adolf heisst. Die Mutter eines Schwarzen der ermordet wurde nimmt blutige rache denn SURF NAZIS MUST DIE!:lachweg:



    Den Film hab ich noch nicht gesehen, aber bei dem Trailer muss der Kacke sein. Muahahaha....
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9 September 2013
  15. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Surfnazis must die! Das ist allerdings auch ein echter Klassiker des Schundfilms! :top:
     
  16. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Sauber, Stofftier, ich zähl jetzt schon die Monate runter, bis der irgendwann auf Tele5 kommt! :danke:
     
  17. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Godzilla vs. Space-Godzilla

    Ganz ehrlich: Ich bin ein grosser Fan der Japanischen Monsterfilme, und gerade Godzilla ist eine absolute Kultfigur.

    Wie bei vielen Filmreihen gibt es aber auch hier solche und solche Streifen. Der hier gehört zu den Komplettnieten aus der zweiten Generation von Godzilla-Filmen.

    Die Story: Ein paar Filme vorher war eine Art Godzilla-Rose-Klon mit Namen Biolante Godzillas Widersacher (der Film hiess "Godzilla - der Urgigant" und ist ehrlich gesagt einfach stinklangweilig). An dessen Ende löste sich Biolante zu goldenem Staub auf (Warum? Keine Ahnung), der dann ins Weltall aufstieg. Irgendwie ist da irgendwas mit dem ganzen Kram passiert, jedenfalls eiert jetzt ein Godzilla-Mutant aus dem Weltall auf die Erde um (natürlich) Tokio plattzumachen. Warum sie die Stadt nach jedem Monsterangriff immer wieder aufbauen ist mir seit jeher ein Rätsel, lohnt sich doch sowieso nicht.

    Die Menschen waren nicht faul und haben sich einen Superroboter mit Namen Moguera zusammengeklötert, der wie eine Mischung aus billigstem Power-Rangers-Schrott und Low-Budget-Transformers daherkommt, und es eigentlich nur mit Godzilla aufnehmen sollte. Aber wenn dat andere Vieh schonmal da ist...

    Godzilla selbst mag nu gar keine Konkurrenz auf dem Städte-Zertrümmer-Arbeitsmarkt, und knöpft sich seinen... - ja wat eigentlich nu? Halbbruder? - vor, was aber erstmal in die Hose geht die er gar nicht anhat. Space-Godzilla bezieht nämlich seine Kraft aus kosmischen Strahlen, die er über zwei riesige Kristalle auf seinen Schultern einfängt. Zudem wachsen um ihn herum überall Kristalle aus dem Boden.

    Da Space-Gozilla der eindeutig stärkere Gegner ist, verbünden sich die Menschen mit Godzilla um ihn zu besiegen. Dabei wird Moguera (zum Glück, sah eh scheisse aus) völlig geschrottet, und Space-Godzilla kann besiegt werden, indem man einen Tower kaputtmacht den Moguera als Kosmische-Energie-Antenne benutzt, und anschliessend die Kristalle auf seinen Schultern zerbröseln lässt. Am Ende steht (wie immer) nur noch einer. Und wie in den 70ern mutiert dieser allmählich wieder zum Beschützer der Menschheit.

    Wie schon geschrieben: Ich bin ein grosser Godzilla-Fan, und es macht mir da auch gar nichts aus wenn sämtliche Logik über Bord fliegt (z.B. dass ein Monster, welches die ganzen Granaten und Laserstrahlen abschüttelt wie Juckpulver von einem anderen Monster durch Faustschläge und Zähne verletzt werden kann...), und die Tricks nicht so ganz echt aussehen. Aaaber: Hier ist einfach alles schlimm. Die Story, die Schauspieler, die Synchronisation, die Pappkulisse, Moguera und dann noch Space-Godzilla. Konnte man bei den Filmen in den 70ern solche Faxen noch belächeln, so sollte es Anno 1994 doch möglich gewesen sein, das alles ein bisschen liebevoller zu gestalten, Explosionen nicht wie alberne Silvesterraketen aussehen zu lassen und bei einem Roboter eben nicht ganz knapp über dem Trickstatus der Power-Rangers zu wurschteln. Dass dieser Roboter dann durch die Gegend fliegt, läuft und herumgeprügelt wird, aber die Typen inner Kommandozentrale immer aufrecht sitzen, setzt dem Gurk dann die Krone des Stümperdaseins auf.

    Irgendwie kein Wunder, dass einen Film (Godzilla vs. Destoroyah) später die Reihe wegen akuter Erfolglosigkeit an den Kinokassen für ein paar Jahre wieder inner Versenkung verschwand, bis sie tricktechnisch erheblich aufgepeppt Anfang der 2000er wiederbelebt wurde. Zum Glück da auch ohne die olle Kotztüte Godzilla Junior bzw. Minilla.
     
  18. GilbertBrown

    GilbertBrown Green Bay Packers Owner

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    absoluter pflichtfilm, dille: xaver und sein außerirdischer freund :D :D absoluter kultfilm, für bayern und preiss'n :huhu:


     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9 September 2013
  19. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ich guck gerade "Bloodfist Fighter IV", dat is ja auch mal wieder... Rezension folgt auf diesem Kanal. :D
     
  20. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Wie angedroht:

    Bloodfist Fighter IV

    Juhuu! Was passiert, wenn einer auf den Trichter kommt, man müsse "Die Klapperschlange", "Mad Max II", diverse Bruce Lee-Streifen, "Karate Tiger", "Mortal Kombat" und "Stirb langsam" zusammenzupfriemeln? Also ungefähr sowas...

    Ich hab vom Vorgänger die letzte halbe Stunde gesehen, und weiss daher, dass die Typen, die dem Helden hier helfen wollen, sich (bzw. ihre Kumpels) vor ´ner Woche noch gegenseitig abgemurkst haben. Wer den Sinn findet, darf ihn behalten.

    Also: Eine Bande megadilletantischer Räuber überfällt das Juweliergeschäft, in dem gerade Arzt Johnny (Don "The Dragon" Wilson muss wirklich Geld gebraucht haben, als er sich für diese Gurkenreihe verpflichten liess) mit seiner Verlobten herumhängt. Weil Johnny rein zufällig ein superduper Kampfkünstler ist, haut er dem einen Typen was inne Fresse, als der seinem Hasischnucki den Ring klauen will. Hasischnucki wird daraufhin von dem Kumpel des Auagesichts angeschossen, woraufhin die Bullen anrücken und einen von den Verbrechern abknallen.

    Auagesicht und Hasischnucki kommen ins Krankenhaus, in dem Johnny ja eh arbeitet. Weil er den anderen nach vollführter Gesichtsmassage noch durch die Scheibe geschmissen hat (haben Juweliergeschäfte eigentlich kein Sicherheitsglas?), hat der nun ganz viele Verbände umme Birne. Der Bruder vom Splitterkopp rückt mit seinen Kumpels an, um ihn aus dem Krankenhaus zu holen, woraufhin es zu einem Handgemenge mit Johnny kommt, der dem Verletzten lieber noch einige weitere ärztliche Behandlungen zukommen lassen möchte. Dabei zieht Brother Lockenkopp unerfreulicherweise eine Wumme und knallt seiner eigenen Keule versehentlich ´ne Kugel in die Gipsrübe. Die Freude darüber fällt bei ihm dann doch eher verhalten aus, zumal er auch noch verhaftet wird.

    Sein bester Kumpel hat die Verwirrung allerdings genutzt und Hasischnucki aus ihrem Zimmer entführt. Später verhilft er seinem Bandencheffe auch zur Flucht aus dem Gefängnisbus, und ich frage mich mal wieder, warum Autos grundsätzlich wild inner Gegend rumexplodieren, sobald da einer gegenfährt.

    Johnny macht sich auf die Suche, und erfährt auf der Strasse, dass man sein Mausezähnchen in den "Underground" verschleppt hat, wo Locke und Kollegen ihr Zuhause haben.Die wollen von ihm dann auch ratzfatz 250000 Dollar plus seine Person geliefert bekommen, sonst drehen sie der Angebeteten demnächst ein wenig die Rübe ab.

    Nun frägt sich der Chefarzt "Wat zum Hinnerk is eigentlich der Underground?" Tja, der Underground ist ein Labyrinth aus alten Häuserkellern, Leitungsschächten und sonstigen nicht abgerissenen unterirdischen Baulichkeiten, auf die man später einfach neue Butzen geschustert hat (ich möchte zu gern mal den Knaben sehen der für solchen Irrsinn die Baugenehmigungen erteilt hat...), und in dem man (wenn man nicht gerade von irgendwem verdroschen wird) quasi unter der ganzen Stadt herumlatschen kann.

    Johnny geht also in den Underground und wird gleich darauf von irgendwelchen albernen Gestalten angegriffen die ihn mit Taschenlampen blenden / vermöbeln wollen. Er bekommt aber Hilfe von Ernest, einem höchst griesgrämigen Gesellen mit Hinkebein, der sich dazu berufen sieht Johnny zu helfen, weil er selbst mit Freund Locke auch noch das eine oder andere Beinchen zu rupfen hat (seine Gehbehinderung verdankt er nämlich dem Bösewicht). Der Underground erweist sich schliesslich als Zufluchtsort für allerlei seltsame Gestalten, die alle ihr eigenes Revier haben und teilweise auch gern mal Kloppe verteilen. Ganz ehrlich, wären bei der Freakshow auch noch die Teenage Mutant Hero-Turtles aufgetaucht, mich hätte es nicht gewundert. Locke setzt unterdessen ein Kopfgeld von 50000 Dollar aus, für den, der ihm Johnny lebendig bringt. Da etwas später auch noch vier von Johnnys Freunden (u.a. der Ex-Verlobte von Hasi und ihr Bruder, der Johnny einen Film vorher noch umnieten wollte... geht es noch dämlicher?) nachkommen, gibt es dann eine Weile lang mehr oder weniger spassig erstmal ordentlich was auffe Omme, zumeist für die Freaks.

    Tja, dann soll nach gut einer Stunde Underground-Irrsinn (inklusive eines schwuchteligen Underground-Radiomoderators, der tatsächlich noch blödere Sprüche ablässt als die Pfostenköppe von Delta-Radio) eigentlich der Showdown kommen. Die Käfighauerei zwischen Johnny und dem Kumpel von Locke wird allerdings von Ernest abgebrochen, der dann doch lieber mit ´ner Kanone und Sprengstoff aufräumt. Dabei können Johnny und seine Bande zunächst abhauen, allerdings haben auch Locke und sein Spiessgeselle unversehrt die Kurve gekratzt, und sinnen jetzt nach Rache. Johnny kloppt sich dann mit Locke, allerdings bleibt dem geneigten Tele5-Schrottfilmfan diese Hauerei zu wohl mindestens 50% wegen eines akuten Filmzerschnippelanfalls vorenthalten.

    Damit könnte ja nu gut sein, aber Locke und Kumpel leben immer noch, und fahren mit dem Auto einen von Johnnys Freunden über´n Haufen. Johnny klaut Ernest dann entnervt den Rucksack, springt den beiden Tunichtguten auf´s Dach, wird dort durch das Dach beschossen (fünf Schüsse, alle daneben, ja sicher...) und schmeisst ihnen Ernest ihm seine letzte Zeitbombe in die Karre, ehe er abspringt.

    Zum Abschluss macht es nochmal gar kräftig Kawumms, Ernest humpelt zurück in die Unterwelt (ich überlege gerade ob die Jungs von Futurama da die Idee für die Kanalisation voller Mutanten gemopst haben), und der Doc geht mit seinen Leuten nach Hause.

    Leute, der Streifen ist echt der Knaller. Ich hab keine Ahnung, was für einen Drogencocktail man intus haben muss, um sowas zu fabrizieren. Vielleicht hat auch nur ein Vampir versehentlich erst Lemmy und danach Pete Doherty angezapft, und dann im Vollrausch das Drehbuch geschrieben. Das ist schräg, das ist blöd, das ist schrill, das ist grottenschlecht, das ist vollkommen unglaubwürdig, das... macht einfach wegen der totalen Übertreibung des hirnverbrannten Irrsinns einen Heidenspass. Setzt euch mit euren Kumpels hin, macht ein Fass auf (oder lieber acht), schaltet das Gehirn auf Durchzug und geniesst den absoluten, hochkonzentrierten Schwachsinn.
     
  21. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Geil, das hat ja schon Louis de Funes-Dimensionen. Hübsche Modellbahn-Kulisse am Anfang. :lachweg:
     
  22. GilbertBrown

    GilbertBrown Green Bay Packers Owner

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    dille, den streifen musst du dir reinziehen, am ende fühlst du dich wie loisl in oberbayern, auch wenn du keine isetta fährst :D :D leider gibt es den film nicht mit deutschen untertitel, aber du wirst schon zurechtkommen ;)
     
  23. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ich hab noch Frau Schwarzmann auf DVD hier, da kann ich meine Bayrisch-Kenntnisse mit auffrischen. :)
     
  24. Stofftier

    Stofftier Adler im Pott

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    Louis und Herr Müller - YouTube Luis de Funes verbinde ich immer damit :D
     
  25. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Godzilla vs. Destoroyah

    Der finale Film der zweiten Godzilla-Serie. Man kann schon fast sagen: Zum Glück.

    Godzilla ist durch eine unterirdische Uranspaltung starker Radioaktivität ausgesetzt gewesen. Seitdem leuchtet sein Körper teilweise rot, und seine ehemals blauen Energiestrahlen sind auch rot (waren sie allerdings auch schon im Space-Godzilla-Schrottstreifen, da hat das nur keiner der menschlichen "Helden" gepeilt). Ausserdem scheint er seine Strahlen auch nicht mehr gut kontrollieren zu können, und greift erst Hong Kong, und später Thailand an. Dabei schlägt der Angriff auf Thailand dem Fass der unüberlegten Spezialeffekte die Krone auf: Während der ins Bild projezierte Godzilla im Hintergrund wütet, gehen scheinbar 300 Meter weiter vorn die Leute noch ganz gemütlich shoppen, und selbst die Linienbusse fahren noch... und zwar in die Richtung des Monsters. AUEH!!!!

    Unterdessen wird in der Godzilla-Zentrale gemutmasst, dass Godzilla gar kein Herz, sondern ein kleines Atomkraftwerk in sich drin hat. Na ja, wenn ihr meint... Ein Student stellt daraufhin die These auf, dass Godzilla bei dem Uranvorfall zuviel Radioaktivität abbekommen hat, und nun sein Kühlsystem nicht mehr ausreichend gegenanarbeiten kann. Übersetzt: Die Kacke ist am dampfen, unser aller Gummistar droht zu explodieren, und so ganz nebenbei die komplette Atmosphäre der Erde verbrennen zu lassen, was sich auf die Gesundheit der ganzen Viechers obendrauf nicht gerade förderlich auswirken würde.

    So ganz nebenbei experimentiert ein Wissenschaftler unter der Erde mit einer Art Oxygen-Zerstörer, und wer den allerallerersten Godzilla-Film gesehen hat, bei dem klingelt es jetzt. Auch der Collegetyp ist der Meinung, dass man so eine Kiste lieber zusammenschrauben sollte, um Godzilla wie seinen Urgrossvater abzumurksen, bevor er den ganzen Laden grillt.

    Aus einer Bodenprobe des Meeresgrundes, welcher an der Stelle entnommen wurde wo der alte Godzilla einst vom Qxygen-Zerstörer getötet wurde, brechen in einem Labor kleine Lebewesen aus, die man aber gar nicht so klein bleiben...

    Man versucht den neuen Monstern per Spezialeinheit zuleibe zu rücken. Die scheinen aber eher beleidigt: Wo für andere seltsame Viechers zumindest schonmal ´n paar Panzer und Raketen klargemacht werden, versucht man diesen mit profanen MGs und Handgranaten die Lampe auszuknipsen, was ja zwangsläufig mit einer etwas zermetzelten Spezialeinheit enden muss.

    Und, guten Morgen, der Stargast des heutigen Tages taucht auch in Japan auf. Der grandiose Student ist der Meinung, dass Godzilla nun mehr radioaktive Energie brauchen würde, weil dieser erstmal ein Atomkraftwerk frühstücken will. Ja, wie jetzt?! (Vielleicht brauchte er auch nur ein paar Ersatzteile, meine Meinung...) Als Geheimwaffe muss da die Super X III herhalten, die mit Cadmium-Granaten zur Kühlung des in die Jahre gekommenen Gummimonsters beitragen soll. Ähm, Jungs: Super X I + II (die ebenfalls Cadmiumgranaten hatten) liegen, seit sie sich mit Godzilla angelegt haben, unter irgendwelchen Trümmern in Tokio begraben, warum soll jetzt ausgerechnet dieser Blechhaufen die Pannenserie beenden?

    Ach ja, wegen der zusätzlichen Gefrierraketen...

    So wird Godzilla vorerst zum Schneemann, und seine Radioaktivität sinkt. Alles wird wieder gut...

    (Pöh!)

    Unterdessen sucht das segelohrige Medium Micki (selten ging mir eine Figur in den Godzilla-Filmen so auf den Keks) verzweifelt nach Godzillas Nachwuchs, der sich auch noch irgendwo rumtreiben müsste, falls er nicht bei der Uranspaltung zu Filmbeginn draufgegangen ist.

    Nein, Freunde, isser nicht! Nur gewachsen. Er sieht Paps langsam ähnlicher und geht erstmal am Strand spielen. Komischerweise rückt ihm bei der günstigen Gelegenheit keiner mit irgendwelchen Waffen auf die Pelle, solange man ihn noch umnieten könnte.

    Bei Godzilla mutmasst der Klugscheissstudent, dass bei Godzilla die Kühlung des Herzens / Reaktors langsam zusammenbricht, es jetzt aber nicht mehr zu einer Explosion, sondern einer Kernschmelze kommen wird, die den ganzen Planeten undsoweiter undsofort... Kann der sich so langsam mal entscheiden?

    Die anderen Monster sind den Japanern inzwischen immerhin auch mal Laserstrahlen und Freezer-Kanonen wert, und meine Güte, sieht das Gefecht scheisse aus! Durch Mikrosauerstoff wachsen die kleineren Einzelmonster nun zu einem grossen zusammen (Warum? Na weil... weil... ääh... ach, das muss man nicht immer erklären...).

    Das neue Monster wird nun kurzerhand Destoroyah getauft. Warum? Na weil... weil... ääh... Weil es die Lebensform ist, die aus dem Oxygen-Zerstörer aus dem allerersten Film entstand. Das weiss doch wirklich jeder, das da sowas bei rauskommt... (Oh Mann, wat für ein Quatsch...)

    Da dieses Vieh eine Waffe gegen Godzilla sein könnte, lockt das Medium Nicki (nerv) den Godzilla-Nachwuchs trotz schlechtem Gewissen per Gedankenübertragung in dessen Richtung, in der Hoffnung, dass der alte Herr schon folgen wird. Zu irgendwas muss so ein dusseliges Monster ja gut sein, wenn es schon die Stadt umdekoriert (warum bauen die Tokio nur immer wieder auf...?).

    Der Plan haut so leidlich hin. Junior scheint Dextroseheinz dann tatsächlich zu besiegen (war aber andersrum geplant), Paps taucht vor sich hin qualmend und glühend auf. Und der Verkehr läuft ganz easy weiter, das ist entweder coole Routine bei den Autofahrern ("Hier die Verkehrsnachrichten: Auf dem Tokio-Highway kommt ihnen Godzilla entgegen." - "Schade, da komm ich vielleicht zu spät zur Arbeit, falls meine Fabrik noch steht..." ), oder wirklich ein ganz bescheuerter Filmfehler.

    Aber Destoroyah kann doch nicht nach knapp über einer Stunde Film schon den Löffel abgeben, da wäre der Quatsch dann doch ein bisschen kurz. Stattdessen wächst der nochmal, und Junior zieht den sehr kürzeren, woraufhin Micki und Godzilla anfangen zu weinen. Papa und Destoroyah kloppen sich noch ´ne Runde (und das Leben auf dem Flughafen nebenan geht locker weiter...), während die Super X III ausrückt um wieder Kühlschrank zu spielen.

    So, nach kurzer Trauerphase hat Godzillas Temperatur nicht nur den kritischen Punkt erreicht, sondern er selbst auch eine ziemlich miese Laune. Destoroyah teilt sich deshalb erstmal wieder in kleinere Monster auf, weil viele kleine ja auch schwerer zu treffen sind als ein grosser. Was für ein Fuchs, ääh Monster. Hilft aber letztlich auch nicht so wirklich weiter, die Aktion.

    Godzilla latscht erstmal zu seinem eigentlich schon krepierten Nachwuchs, und spendet ihm Lebensenergie (sozusagen ein Atomatem-Defibrilator), da taucht Destoroyah wieder als Riese auf. In der letzten Schlacht beginnt Godzilla langsam zu schmelzen, während Destoroyah sich lieber auf dem Luftweg dünne machen würde. Die Menschen frieren das Vieh sicherheitshalber ein, und Godzilla besorgt dann in seiner letzten Amtshandlung den Rest.

    Danach beginnt er sich so langsam aufzulösen (schnief), wobei die Menschen mit ihren Kältekanonen dafür sorgen wollen, dass die radioaktive Katastrophe sich halbwegs in Grenzen hält. Die Menschen, und... Jippieh! Junior! der hat den ganzen atomaren Strahlenmüll nämmelich in sich aufgesaugt, und ist jetzt ganz der Papa!

    Film Ende, Gehirn bitte wieder einsetzen.

    Verglichen mit dem grottigen Space-Godzilla ist das hier schon wieder ganz grosse Filmkunst. Ein paar Kritikpunkte gibt es aber auch:

    Das Leben in den Städten ganz normal weiterlaufen zu lassen, während Godzlla durch Nachbars Garten latscht, ist schon mehr als hirnrissig. Hallo, wenn der ankommt und zudem noch über 900 Grad heiss ist, machen sogar Samurais und Ninjas ´ne Fliege, aber die ganzen Büroangestellten fahren weiter zur Arbeit und die jungen Paare gehen einkaufen. Und so´n Quatsch kommt nicht nur einmal im Film vor.

    Der ewig klugscheissende Student gehört zu den miesesten Hauptdarstellern in einem Godzillafilm aller Zeiten. Abgesehen von seinen abstrusen Schlussfolgerungen, hat er ausserdem ein Mienenspiel, welches jede Puppe in der Muppet-Schow trotz aufgeklebter Plastikaugen besser auffe Kante bekommt. Der Typ ist voll der Pinocchio.

    Destoroyah sieht zumindest im Kleinformat schlichtweg saualbern aus. Kommt irgendwie rüber wie ´ne olle Plastikpuppe von "Masters of the Universe" (ich glaub, Mantenna hies das Vieh) oder das Zahnwehmännlein in einem uralten Kinderbuch.

    Insgesamt ein halbwegs würdiger und spassiger Abgang eines ganz grossen Stars der Kinogeschichte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 September 2011
  26. Alberto

    Alberto Member

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    Gute Nachricht für alle Schundfilme-Fans!!

    Das Warten hat ein Ende! Am kommenden Samstag zeigt RTL 2 um 22:15 Uhr "Sharktopus". Ein echter Schundfilm mit erheblichem Fremdschämfaktor, der uns bereits freundlicherweise von User "Stofftier" angepriesen wurde. Habe neulich die Reklame im TV gesehen und musste sofort an diesen Thread denken.
     
  27. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Jepp, und der Knaller Mega-Shark vs. Giant Octopus läuft später in der Nacht auf Tele 5.
     
  28. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    "Sharktopus": wie geil!!!!

    Weiber in Bikinis, Blut, Monsterkreaturen, scheiß Handlung: klingt nach dem PERFEKTEN Film!!!! :)
     
  29. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Nicht verpassen!

    Mega Shark vs Giant Octopus - Official Trailer - YouTube
     
  30. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Er war nicht ganz so krank, wie ich gehofft hatte - aber definitiv noch unterhaltsam genug! Vor allem die "Special Effects" waren ganz großes Kino :))
     
  31. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Shadow of the Dragon

    Der Film beginnt in naher Zukunft, in der das Klonen verboten wurde. Und zwar beknackt wie nur sonstwas. Ein Oppa eiert mit seinem Cabrio gemüselich in einen Tunnel, als er oben eine schwarze Gestalt stehen sieht. Der (ich petzt mal) Ninja springt ihm ins Auto und sägt mit dem Schwert ein bisschen anner Rübe rum, bevor der Wagen mit einem entgegenkommenden Wagen zusammenkachelt und in einem mehr als lächerlichen Feuerball wild durch die Gegend explodiert.

    Nächste Szene: Ein Irrer Wissenschaftler bastelt annem Ninja herum. Es ist (wie sich später herausstellt) Dr. O, gespielt von "Mr. Miyagi" Pat Morita (wer Karate Kid nicht gesehen hat: Biiiildungslücke!). War das wirklich nötig, Pat?!

    Übernächste Szene: Beim versoffenen Mr. Madsen kommt ein Typ vonner Nova Coorporation angeschissen, und belabert ihn mit ins Labor zu kommen. Dort wird Mr. Madsen über Dr. O aufgeklärt, und darüber, dass der Bratopa einer von ihren Wissenschaftlern war.

    Mr. Madsen, der wohl mal irgendwie sowas wie ein Profikiller oder Sicherheitskasper oder sonstwas war, wird angeheuert, Do. O bzw. dessen Ninja-Klone zu beseitigen.

    Madsen schleicht sich auf Os Laborgelände und randaliert dort das unfähige Wachpersonal auseinander, bis nur noch Os Superwaffe, der Ninja-Klon Takero übrig bleibt. Der drischt dem arroganten Schnüffler auch gleich mal gepflegt die Scheisse aus dem albernen Mantel, nietet ihn aber auf Os Geheiss nicht um. O labert ihm in bester "wahnsinniger Bösewicht ist doof"-Manier ein paar Knöppe anne Backe, was ihm nicht gerade zum Vorteil wird, weil so ein Nova-Scherge die Zeit hat ihn abzuknallen. Takero guckt seinem Erschaffer beim Abnibbeln zu und geht erstmal stiften, während Madsen mehr oder weniger ramponiert vom Acker geschafft wird. Aus Blut von Madsens Klamotten wird bei Nova das Gehörsamkeits-Gen extrahiert, und es stellt sich heraus, dass bei Nova selbst menschliche Klone erschaffen werden.

    Madsen wird eröffnet, dass seine Leber wohl bald den Löffel abgibt, und er deshalb nun Takero ranschaffen muss, weil der "perfekt" ist und seine Leber ein ebenso perfektes Spenderorgan abgeben würde. Bei der Diagnose gibbet nur eins: Madsen geht erstmal einen saufen (AUTSCH!!!!), während Takero durch die nächtliche Bagalutenszene latscht und sinnentleert mit seinem Schwert rumfuchtelt.

    Jetzt läuft gerade die erste Werbepause, und ich bin der absoluten Verblödung schon ein gutes Stück nähergekommen. Hoffentlich kann man sich von dem Quatsch innerhalb von sechs Stunden erholen, sonst sitze ich nachher sabbernd und mit dem Kopp auf´n Tisch dengelnd inner Schule. Wie doof kann das jetzt noch werden? Und warum verschwende ich dafür meine Zeit?

    Weil´s lustig ist!

    Oh, es geht weiter.

    Der Kneipenwirt Sam nimmt Madsen mit in seine geheime Waffenkammer, und versucht ihm da alle möglichen und unmöglichen Ballerpuffuntensilien anzudrehen. Dort kommt heraus, dass Madsens Leber voller Tumore ist, was aber ganz bestimmt nicht vom Saufen kommt...

    The Day after: Madsen geht zu einem Doc von Nova und schwafelt ihn voll, dass er ja in grösster Gefahr ist, und versetzt dabei ganz rücksichtsvoll die komplette Familie in Panik. Gar nicht mal zu Unrecht, denn Takero ist auch schon da. Während der durchs Haus schleicht spielt Madsen ´ne Runde Klavier. Takero überumpelt Madsen und schaltet die dusseligen Schlipsträger aus, die den Wissenschaftler eigentlich bewachen sollten. Dessen Kehle macht dann auch unerfreuliche Bekanntschaft mit dem Schwert.

    Überblende: Nova-Labor. So langsam fragt man sich, wer da der wahnsinnige Wissenschaftler ist. Bei Nova jedenfalls rennt auch einer rum, weshalb die halbwegs ansehnliche Dr. Foster (die angeblich von alledem nichts mitbekommen hat) doch sehr entsetzt aus der Wäsche schaut, während dort Kampfmaschinen gezüchtet werden, die weder Schmerz noch Angst kennen. Unter anderem müssen dafür auch Kinder herhalten.

    Madsen hat einen Flashback in seine Armee-Vergangenheit, während Takero eine leichte Armblessur bei der Bordsteinschwalbe Sascha (?!) verarzten lässt, und ihr dort erzählt, dass er kein Mensch sei.

    Dr. Forster kommt inzwischen bei dem mal wieder stockbesoffenen Madsen an, und so sehr sie sich auch Mühe gibt (jetzt mit offenen Haaren), irgendwie kann sie mit ihrer gusseisernen Mimik die Rolle als Filmschnuckel nicht so wirklich ausfüllen.

    Takero hat bei Sascha übernachtet (weil man ja gern einen zu Gast hat, der pausenlos davon redet, dass er jemanden umbringen muss). Die bekommt kurz nach seinem Abgang unerfreulichen Besuch von ihrem Zuhälter, was Takero zur Umkehr bewegt. Im Sinne von "wenn ich schonmal hier und ein Killer bin" prügelt er dem Zuhälter und seinen dummdreisten Spiessgesellen ein paar Manieren ein, und Zack, da ist eine Love-Story, weil sich Sascha jetzt an seinen Mantel klettet.

    Madsen ist inzwischen wieder sowas ähnliches wie nüchtern, und unterbreitet Dr. Foster einen genialen Plan: Sie ist der Köder für Takero, und muss ihm vertrauen. Macht Sinn, nachdem Takero Madsen vorgestern schonmal gezeigt hat, dass der keine Sonne gegen ihn hat. Dementsprechend geht der Plan aber auch sowas von schief, wie er nur gehen kann, und keine halbe Minute nach "Sie müssen mir vertrauen" hat Madsen auch schon wieder die Klinge anner Gurgel kleben. Gerettet wird die Situation von Sascha, die dem Killerklon ins Gewissen redet, und vom nächsten Werbeblock.

    Was soll man dazu nu sagen: Die hätten Pat Morita ruhig noch ein bisschen weiter den Wahnsinnigen spielen lassen sollen, der hätte dem Schwachsinn nicht weiter geschadet. Und ich hätte vor dem "Genuss" dieses Streifens wohl lieber drei Halbe saufen sollen...

    Weiter geht´s.

    Statt Kopp ab gibbet ein Küsschen von Sascha. Und (Fair Play geht wirklich anders) ein paar Kugeln von Madsen. Undankbares Arschloch, dieses.

    Irgendwie muss der Kuss etwas mit Takero gemacht haben, denn er spürt plötzlich Schmerzen. Ist aber auch kein Wunder, schliesslich beherbergt sein Körper jetzt so an die sieben Kugeln. Eine davon muss einen eingebauten Sender haben, jedenfalls kann man Takeros Weg jetzt auf ´nem Monitor verfolgen.

    Sascha kann mal wieder ein bisschen an Takero rumoperieren, wahrend sich Madsen ein paar Claymore-Minen bei seinem Stammkneipenwirt Sam besorgt. Takero kommt durch Saschas Labereien auf den Trichter "ich will nicht töten", was die holde Maid dazu bringt sich augenblicklich ihrer Klamotten zu entledigen. Okay, hab schon grässlichere Anblicke in solchen Billigfilmen gesehen.

    Madsen verbuddelt fleissig Minen... Sach mal, wenn du die Leber von dem Knaben noch brauchst, isset da so sinnvoll den in 20000 Einzelteile zu sprengen? Zwischen Foster und ihm bahnt sich so langsam ein leichtes Techtelmechtel an, welches aber von Madsen mit derben Sprüchen gleich mal wieder plattgekloppt wird. Foster labert Mitchell (Madsen) ins Gewissen, dass man Takero doch vielleicht ´ne Chance geben sollte, weil sie in seinen Augen etwas menschliches gesehen hat .Das ist Madsen eher wurscht, er will nur seine Leber haben (anscheinend zur Not auch gebraten?). Er erzählt ihr darauf etwas von einem traumatischen Giftgaskriegserlebnis auf den Kommoren, das ihn zum Seelenkrüppel machte, weil seine ganze Kompanie dabei draufging. Das ist normalerweise immer der Startschuss für ´ne Alibi-Sexszene, aber die Einlage hat uns Sascha ja schon verschafft.

    Die hat sich mit Takero anscheinend mehr als blendend amüsiert, und geht erstmal einkaufen. Ein Nova-Klon hat unterdessen Takero gefunden, und hetzt ihn gegen die inzwischer der Firma abtrünnige Dr. Foster auf, bevor ihm der Hals gebrochen wird. Takero (erinnert an seinen alten Auftrag und sein Gehorsamkeits-Gen) macht sich alsdann auf die Socken, wobei sich die Frage stellt, warum er dem Nova-Deppen dann die Lampe ausgeknipst hat.

    Er kommt mal wieder zu einer sinnlosen Ballerei zwischen Madsen und Takero, so mit ganz vielen Zeitlupen und billigster Bontempi-Supermarkt-Orgelmucke.

    Takero will Madsen nu aber gar nicht umnieten (Gelegenheit dazu hatte er ja auch mehr als genug), was dem aber egal ist. Er provoziert immer weiter, bis Takero doch sein Schwert zieht... und Sascha ihm mal wieder den runzeligen Arsch rettet. Wie doof kann man eigentlich sein? Tut einerseits alles um selbst gekillt zu werden, und hofft trotzdem noch auf das Spenderorgan des Mannes, den er nebenbei ständig beschiesst und versucht in die Luft zu sprengen.

    Takero fesselt Madsen und geht zu Dr. Foster. Die hält ihm einen Vortrag und versteht dann irgendwie sogar, warum er sie durch seinen programmierten Auftrag killen muss. Gleichzeitig möchte sie von ihm aber, dass er für sie ihren inzwischen durchgesemmelten Kollegen aufhält, wenn er ihr schon die Rübe absägt. Takero bekommt Gewissensbisse, und ich bei diesem hirnverbrannten Schwachsinn so langsam Magengeschwüre... uns beide rettet die Werbung.

    Neben mir steht ´ne Buddel Korn, und glaubt mir, wenn ich so´n Zeug noch trinken würde, bei dem Streifen hätte ich sie aus Notwehr inzwischen wohl halbleer. Allein schon um die dümmlichen Dialoge zu ertragen.

    Sascha rettet (mal wieder, die schlag ich für den Friedensnobelpreis vor) ein Leben, da rücken die Nova-Klone an. Nach kurzem Knallepeng liegt Sascha im Sterben in Takeros Armen, und der einstige Killer fängt erstmal in der schauspielerisch übelsten Leistung des Jahrhunderst an zu flennen.

    Abgesehen davon isser nu aber auch wütend, und zum Einsatz von noch mehr Bontempi-Mucke geht er auf den Nova-Klon los. Der scheint ihn aber mit ´ner Handgranate zu schrotten, und obwohl er eigentlich mit in die Luft fliegen müsste, kommt er doch ohne Kratzer aus dem Krater heraus. Unterdessen denkt Madsen auf der Flucht nur an seine jetzt verkohlte Leber...

    Oder doch nicht verkohlt? Takero gibt Lebenszeichen von sich, und tatsächlich ist der Krater leer. Stattdessen sieht man den Totgeglaubten, wie er seine kurze Liebe Sascha beerdigt (mit Blümchen, schnief....). Foster soll wohl betroffen aussehen, aber ihre Gipsmiene und mangelndes schauspielerisches Talent lassen das einfach nicht zu.

    Mal wieder stehen sich nun Madsen und Takero gegenüber. Takero will Madsen jetzt freiwillig seine Leber spenden, aber der will die gar nicht mehr haben, sondern sich (wer hätte das gedacht... okay alle) mit seinem einstigen Kontrahenten gegen die Nova-Übermacht verbünden. Nach kurzer stupider Laberei klappt das sogar.

    Madsen, Foster und Takero fahren zum Firmengelände, und Madsen bekommt nun doch sein Küsschen. Er und Takero entern den Laden, und sehen sich nicht nur dem arroganten Irrren ausgeliefert, sondern auch einer ganzen Armee Kampfklone. "Was meinst du Killer, legen wir mal los?" - Wenn Madsen für den Spruch keinen Oscar bekommt, weiss ich auch nicht weiter.

    Es beginnt eine hundsmiserabel choreografierte Hauerei, und Madsen muss einsehen, dass er gehen mehr oder weniger unverwundbare Klone irgendwie alt aussieht.

    Auch Takero sieht die Felle davonschwimmen, bittet Madsen (wie soll der da denn heil rauskommen?) sich seine Leber zu nehmen und ihn dann neben Sascha zu verbuddeln. Er opfert sich um den letzten Kampfklon (Hä?! Wozu denn vorher der Spruch "Wir haben keine Chance - aber das macht nichts"?!) umzunieten, und Madsen plättet den irren Wissenschaftler. Der Film endet an Takeros Grab .


    Wie soll man sowas nun analysieren?

    Dumm, blöd, hirnrissig, hundsmiserabel, bescheuert, untalentiert, grottenschlecht, wirr, unglaubwürdig... ich kann auch sagen: Einfach nur Scheisse!

    Der einzige halbwegs bekannte und fähige Schauspieler in dem ganzen Murks ist der olle Pat Morita, und der überlebt ja nichtmal die ersten zehn Minuten dieses Quatsches. Wahrscheinlich hat man ihn nach Stunden am Set bezahlt, und da sein ganzer uninspirierter Auftritt mit Albert-Einstein-Gedenkfrisur wohl kaum mehr als zwanzig Minuten Drehzeit in Anspruch nahm, kann er wohl froh sein, wenn er seine Anreise und das kalte Buffet nicht zum Teil noch selbst finanzieren musste.

    Der Rest der Crew macht seinen Job so schlecht es geht. Weder nimmt man Madsen den coolen versoffenen Kriegsveteran mit schlimmen Hintergrund ab (der soll wohl ein wenig wie Snake Plissken rüberkommen), noch Takero die geläuterte Kampfmaschine. Die Tusse, die Foster spielt, hat noch weniger Gesichtsausdrücke drauf als Frodo Beutlin oder Stephen Seagal, und wirkt immer so als hätte man sie irgendwo beim Frauentausch gecastet. Sascha bringt die herzensgute Hure auch nicht wirklich in neue Dimensionen.

    Vielleicht hat man bei so einem hirnrissigen Bockmist aber auch gar keine Lust, irgendeine Miene zu verziehen. Die Klone überleben nahezu unverletzt ´ne Handgranate, die sie bei der Explosion in der Hand gehalten haben (!) können aber von Pistolenkugeln verletzt werden und gehen schliesslich im Nahkampf gegeneinander durch Schlagwirkung drauf. So ein unlogischer Mist funktioniert vielleicht bei Godzilla, aber in einem solchen Film wie diesem hier klappt das vorn und hinten nicht. Die Filmmusik kann insgesamt nicht mehr als 200 Dollar gekostet haben, 70 Dollar für die gebrauchte Bontempi-Orgel, und den Rest für den Musikschüler im ersten Ausbildungsjahr, der den Müll "komponiert" und eingespielt hat. Die Kampfszenen erfolgen grösstenteils in ganz dramatischen Zeitlupen (oder sind die einfach so langsam, weil sie sonst die ganzen Bewegungen nicht hinkriegen?) und sind dermassen schlecht, dass nichtmal Michael Dudikoff auch nur ansatzweise anerkennend mit der Augebraue zucken würde.

    War Bloodfist Fighter IV durch seine komplette Überdrehtheit und seinen absoluten Irrsinn noch ein absolutes Trashvergnügen, so kann ich hier wirklich nur entweder den Vollrausch oder die Mülltonne empfehlen.