Schiedsrichterentscheidungen bei der WM in Südafrika

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Bierbaron, 18 Juni 2010.

  1. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Zumindest kann ich erkennen, dass Valdez zu 100% nicht im Abseits steht. Dass sich Spanien über die Schiedsrichterleistungen nicht beklagen kann und mit richtigen Entscheidungen höchstwahrscheinlich längst draussen wäre, darüber möchte ich nicht mehr diskutieren.
     
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  3. großstadtheld

    großstadtheld New Member

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    Immer diese Leute, di egar keine Ahnung von den Regeln des Fußballs haben... schlimm. :nene:

    Alle die sagen, es war in dieser Situation Abseist : Richtig. Gratulation. :respekt:

    Alle anderen... lernt!


    Ich bin schockiert über mich, dass ich das sogar schreibe bzw. schreiben muss.

    Also. Was ist den Abseits... Was ist aktiv/passiv.

    Der hintere Stürmer von Paraguay ist klar im Abseits - Valdez nicht!
    Der Ball wird gespielt... der im abseitsstehende Spieler geht zum Kopfball -aktiv-
    und greift somit ins Spiel ein. Auch wenn er den Ball gar nicht berühert hat! :warn:
    Und was wäre wenn er einfach stehen geblieben wäre? Das Tor -so- wäre nie geschehen. Dieses aktiv/passiv ist in Einzelfällen unklar - jedoch in solchen Situationen wie diese... völlig klar.
     
  4. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Dito...:D

    Falsch! Definition, in Spiel eingreifen: "„Ins Spiel eingreifen“ heißt, dass der Spieler einen Ball berührt oder spielt, der zuletzt von einem Mitspieler berührt oder gespielt wurde."

    DFB - Fussballregeln Seite 71ff. Klick

    Spekulativ. Ich sehe es eben anders.


    Noch was zum Kopfballsprung: Mich deucht, wenn sowas bei einem Pass ähnlich stattfindet, darf der im Abseits stehende Spieler sogar in Richtung Ball laufen, nur wenn er ihn auch bekommt, ist Abseits, wenn sein Mitspieler, der aus der Tiefe in den freien Raum geht, ihn bekommt, ists kein Abseits.

    Insofern ist dann auch der im Abseits stehende Spieler nicht schon dann aktiv, wenn er sich in Richtung des Balles bewegt, sondern erst, wenn er ihn auch berührt.

    Zumindest habe ich diesbezüglich einige Szenen im Kpof. Bei Gelegenheit verlinke ich mal eine solche Szene. Gibt es ja nicht selten.
     
  5. Schröder

    Schröder Problembär

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    Da ist die Regel aber nicht eindeutig:
    Zitat: „Einen Gegner beeinflussen“ heißt, dass der Spieler einen Gegenspieler daran
    hindert, den Ball zu spielen oder spielen zu können, indem er eindeutig die Sicht
    des Gegners versperrt oder Bewegungen oder Gesten macht, die den Gegner
    nach Ansicht des Schiedsrichters behindern, täuschen oder ablenken."


    Im vorliegenden Fall lenkt er zumindest den Verteidiger ab, der mit ihm zum Kopfball hochgeht, wobei der eigene Kopfballversuch durchaus auch als Täuschung gesehen werden kann... Außerdem stieg er vor dem Verteidiger hoch, was diesem die Sicht auf den Ball versperrte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 Juli 2010
  6. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    @Schröder: Ja, das mag sein. Aber die Regeln trennen eben zwischen "beeinflussen" und "eingreifen". Einen Eingriff sehe ich nicht, aus besagten Gründen. Eine Beeinflussung sehe ich kritisch, aber nicht eine gegenüber dem Torwart. Da gab es m.E. keine. Aber gegenüber dem mitspringendem Abwehrspieler schon. Die Frage ist halt, ob das reicht.

    Man stelle sich wiederum entsprechende Szenen vor einem Pass in die Tiefe vor. Der Spieler, der im Anseits steht und sogar in richtung des Raumes, in welchen der Pass gespielt wird, rennt, beeinflusst den Gegner auch (immer irgendwie). Auch wenn er nicht selbst, sondern ein Kollege, der aus dem Nicht-Abseits in den freien Raum läuft, den Ball dann tatsächlich spielt.

    Ähnliches gilt auch im einfacheren Fall für denjenigen, der im Abseits steht zum Zeitpunkt des Passes aber den Raum verlässt und demjenigen Platz macht, der aus der Tiefe kommt. Auch der rücklaufende Spieler "beeinflusst" den Gegner alleine schon durch seine Stellung im Abseits die Abwehr. Besonders dann, wenn er vorher noch einen Schritt in Richtung Grundlinie macht, bevor er aus dem Abseits rausläuft.

    Im Endeffekt ist die Frage der "Beeinflussung" in gewissen Bereichen eine Auslegungssache, meine ich. Und diese hier, über die wir konkret reden, gehört m.E. dazu. Im übrigen auch aus derm Grund, weil ganz offensichtlich der Abwehrspieler dem im Abseits stehenden (und trotz Sprung nicht an den ball kommenden) Spieler zugeordnet war und der Valdez dann doch noch 3 Meter weit weg stand. Das relativiert m.E. den Grad der Beeinflussung gegenüber dem Abwehrspieler.

    Ansonsten stehts ja auch schon in der Regel: "Nach Ansicht des Schiedsrichters". Also Ermessen. Und wenn man pflichtgemäß davon Gebrauch macht, kann man es ihm hinterher - und zwar egal wie er entschieden hat - eigentlich nicht als Fehlentscheidung ankreiden. Sofern er dieses Ermessen nicht überschritten hat. Das erkenne ich aber nun gerade nicht.

    Dann könnte man (bestenfalls) sagen, dass man selbst anders entschieden hätte (so wie z.B. ich auch), aber nicht dass "deswegen" seine Entscheidung falsch ist. Der Ermessensspielraum heisst hier dann nämlich: Er kann es sich aussuchen, oder: Er kann nicht falsch entscheiden.

    Und deswegen geht für mich die Entscheidung auch in Ordnung. Auch wenn ich sie selbst anders getroffen hätte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 Juli 2010
  7. Schröder

    Schröder Problembär

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    Also zunächst mal ist es völlig egal, ob die Beeinflussung nun einen Abwehrspieler oder den Torwart betrifft. 2. Kommt es auf die Art der Beinflussung an, wie im Text angegeben. Sie muss nämlich so ausfallen, das dem Verteidiger die Möglichkeit zumindest erschwert wird, an den Ball zu kommen. Ein Angreifer, der einem Steilpass hinterherrennt (ihn aber nicht annimmt), obwohl er im Abseits steht, hindert normalerweise (es sei denn, er blockt ihn ab, dann wird`s wieder aktiv) den Verteidiger nicht daran, den Ball zu spielen. Daher passiv. Turnt er aber vor dem Verteidiger rum und versperrt diesem Sicht und / oder Weg, ist es aktiv, und das lag hier m. E. vor. Also (da muss ich meinen 1. Post korrigieren) richtige Entscheidung des Schiris - Kein Tor.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 Juli 2010
  8. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Das ist die schlechteste Schiri-WM aller Zeiten.
     
  9. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    Ich behaupte mal, daß mit guten Schiedsrichterleistungen die Finalpaarungen anders gewesen wären, daß ich bis jetzt kaum eine WM in Erinnerung habe, wo von Anfang an so gravierend durch die Pfiffe der Schiedsrichter auf den Verlauf der WM Einfluß genommen wurde.
     
  10. theog

    theog Guest

    :hail: endlich, der erste sinnvolle und vernueftige Beitrag zur WM (keine Ironie!)
     
  11. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Ich fand, die entscheidenden Fehler haben eher die Assistenten gemacht. Die reinen Schiri-Fehler lagen völlig im Rahmen des Normalen.

    Zu Beginn der WM gab es noch krasse Unterschiede in der Kartenvergabe, aber dann hat sich zum Glück immer mehr die eher großzügige Linie durchgesetzt. Verbunden mit einem durchaus positiven Auftreten der Schiris. Wenig Selbstdarsteller, die meisten wirkten eher beruhigend auf die Spieler ein, weshalb es auch nicht zu Skandalspielen wie Portugal-Holland vor 4 Jahren gekommen ist.

    Die besten waren für mich der Usbeke Irmatov, der Ungar Kassai, und vor allem Howard Webb - für mich schon nach seinem ersten Auftreten einer der Finalkandidaten. Er hat sich das Endspiel sicherlich verdient.
     
  12. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Wobei sich die Mannschaften auch entsprechend verhalten haben. Ziemlich fair das Ganze. Wobei man den Deutschen schon hätte empfehlen können, den Spaniern mit etwas mehr Härte zu begegnen.
    Womit im Fall der ersten beiden Herr Hitzfeld widerlegt wäre: Man muss nicht aus einer großen Liga kommen.
     
  13. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Das kommt einem immer so vor.
    Der Grund ist einfach. Von Runde zu Runde müssen mehr der schlechten Schiris die Heimreise antreten, während die guten bleiben dürfen.
    Letztendlich bleiben aber eher die Viertelfinal, Halbfina oder Finalspiele in Erinnerung.

    Deswegen würde ich mir auch nicht zutrauen ein zuverlässiges Urteil über die Schirileistungen 2006 abzugeben.
    Ist einfach zu lange her und in Erinnerung sind mir da eher die Spiele ab dem Viertelfinale.
    Von da an gibt es aber nicht mehr so viele Fehlentscheidungen.

    Ist eigentlich wie bei den Spielen.
    Man behauptet z.B., dass die Vorrundenspiele der momentan laufenden WM grösstenteils Grütze sind und dies schlimmer als bei anderen Vorrunden.
    Wenn man aber zu sich selbst ehrlich ist, sieht man, dass man sich an die Vorrundenspiele vergangener WMs kaum erinnern kann.