Sankt Martin verbieten?

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von André, 5 November 2013.

  1. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Das fordern zumindest die Linken weil sonst die muslimischen Kinder unserern christlichen Glauben aufgezwängt bekommen.

    Komisch. Habe bisher noch nie gehört dass irgendwer zum St. Martin Fest geprügelt wurde. Ich dachte bisher diese Veranstaltung sei freiwillig.
     
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  3. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich geh mit meiner Laterne
    und meine Laterne mit mir.
    Dort oben leuchten die Sterne und unten,
    leuchten wir.

    Lalalalala :)

    Bei uns gab's da immer zuhause die sog. Martinsgans - einen Braten mit Knödel und Blaukraut und es wurde sozusagen die Winterzeit eingeläutet.

    Ist halt immer so ein Ding mit den christlichen Feiertagen; streng genommen haben die, meiner Meinung nach, nix in staatlichen Institutionen verloren, andererseits kann man's schlecht trennen, denn die Menschen geben ihre Gebräuche ja nicht an der Eingangstüre ab.
    Meines Erachtens ist den meisten Menschen hier in D'land St. Martin ziemlich wurscht und das wird wohl auch die Nicht-Christen betreffen; ich schätze mal die Allerwenigsten werden sich da missionarisch bedrängt fühlen.
     
  4. kleinehexe

    kleinehexe SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16

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    Ich glaube es hackt. Die Linken haben die Schuss nicht gehört.
    So eine blödsinnige Forderung.
     
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  5. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Richtig, und es geht ja um Werte wie Nächstenliebe und Teilen etc. Und diese Werte gibt es wohl in jeder Religion.
     
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  6. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Die St. Martin historisch zu Grunde liegende Person, Martin von Tours, war halt ein Missionar, wenn man's verkürzt ausdrücken will, aber ich schätze mal, das wissen die Allermeisten sowieso nicht.
     
  7. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    naja, es gibt schlimmere.
    z.b. verzicht auf mindestlohn oder einführung der herdprämie.

    martinstach ist doch was feines:
    keiner weiß, warum es ihn gibt, teilen ist eh völlich out.
    und zum gänsebraten fehlt sehr vielen das nötige kleingeld.
     
  8. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Meine weltoffene, verständige Gattin sagte nur heute Morgen nach dem Lesen der RP:

    "Die hammse nicht mehr alle!"

    Hammse auch nicht. Und wenn das so weitergeht, ersetze ich "Tomaten-Paprika-Zwiebel" zumindest durch "Puszta" auf der Speisekarte!
     
  9. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Das haben laut Pauli die meisten Erwachsenen vergessen. Daher macht es wirklich keinen Sinn, zu versuchen, den KINDERN als kommende Erwachsene diese Werte zu vermitteln :aua:.

    Und womit vermittelt man sowas am besten? An plastischen Beispielen, die auch noch Spass machen.
     
  10. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich fand's ja den St. Georg besser als Bub, der packte seine Lanze und erlegte einen Drachen und zerschnippelte nicht einen Mantel mit'm Schwert :D
     
  11. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    diejenigen, die werte vermitteln können, werden auch immer weniger.
     
  12. kleinehexe

    kleinehexe SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16

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    Ich mochte St.Martin immer gerne. Und meine Buben auch. Besonders die Martinsbrezel.
    Der Laternenumzug mit Pferd und Martin und Co.
    Sogar das Lied fanden wir prima :)
     
  13. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    und wie fanden sie das teilen?
     
  14. kleinehexe

    kleinehexe SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16

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    Das kennen sie ja nicht anders. Das Teilen haben wir ihnen beigebracht als sie noch klein waren.
    Wie meine Eltern es meinen Geschwistern und mir beigebracht haben, und meine Schwiegereltern es meinen Mann und seinen Geschwistern beigebracht haben.
    Teilen gehört zu stinknormalen Erziehung dazu.
     
  15. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    (...) und findet seinen Niederschlag in besonders prägenden und vitalen Erinnerungen an die Kinderzeit, wie sie das Martinsfest mit seiner Geschichte schafft.

    Klar höhlt steter Alltags-Teiltropfen den Stein, aber in Erinnerung bleibt dann das Teilen des Mantels. Oder es kann in die Erinnerung gerufen werden.
     
  16. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Das ist Alltags-Nihilismus.
     
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  17. kleinehexe

    kleinehexe SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16

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    Ja, das Teilen des Mantels und die Geschichte haben sich bei mir auch eingeprägt. Auch weil es so ein schöner Rahmen war im Kindergarten und mit meinen Eltern.
    Und das helfen und teilen eben schön ist.
     
  18. Raul Marcelo

    Raul Marcelo Well-Known Member

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    aufzwängen? Es wäre angebracht sich mehr einzufügen in das land in den man lebt. Und nicht zu versuchen das Land zu ändern nur weil man kein bock hat sich anzupassen.
     
  19. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich zitiere mal aus dem Artikel:

    "Vor allem in den Großstädten von NRW fordern immer mehr Eltern eine Säkularisierung der Kita-Erziehung."
    Wenn dem so ist, dann kann das ja wohl jede Kita für sich festlegen, denn das liest sich so, dass diese Forderung generell über Konfessionen hinweg erhoben wird.

    "Sankt Martin sei eine große historische Gestalt mit sehr wichtigen Impulsen für die Sozialgeschichte Europas."
    Das stimmt sicherlich nur dem gedenkt doch kein Mensch an St. Martin: Der Sozialgeschichte Europas und dem Bischof Martin von Tours.
    Ich wette, dass nahezu keiner mit dem Namen was verbinden kann ohne jetzt zu googlen.

    "Die Figur des heiligen Martin könne auch muslimischen Kindern den Gedanken des Teilens näherbringen."
    Das ist schon eher dreist. Als ob Kinder muslimischer Familien ein St. Martin brauchen um zu lernen was Teilen ist. Klar, dass das von der katholischen Kirche kommt. Alleinvertretungsanspruch, olé.
     
  20. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Zumal ...

    Wenn es denn ne überkonfessionelle Botschaft ist, muss man sie ja nicht auf den christlichen Glauben beschränken. Einmal mehr wird deutlich, dass Religion ne Privatkiste ist. Jeder soll glauben was er will und soll dies auch ausleben wie er will. Aber mehr und mehr zeigt sich auch, dass es nahezu unmöglich ist, es in einer weltoffenen und damit auch Glaubensoffenen Gesellschaft jedem in allen Situationen alles recht zu machen. Obwohl, wenn es denn ne Privatkiste ist, weshalb ist es dann eigentlich nicht völlig privat? Ich meine so ganz und völlig? Aber ich fürchte diese Frage ist zu weit links angesiedelt, wenn nicht schon kommunistisch. :floet:
     
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  21. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Der Sperber würde jetzt sagen:
    Da sindse wieder, Euere westeuropäischen Nicht-Probleme einer saturierten Gesellschaft über die Ihr Euere wirklichen Probleme vergesst :D
     
  22. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    ... und so ganz unrecht hätte er damit auch nicht. :floet:
     
  23. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Lass das nicht die Linken lesen, als nächsten kommt die Forderung hier den Ramdan inkl Zuckerfest einzuführen.
    Als Zeichen der Integration.
     
  24. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    Danke ! Suchte gerade meine Kinnlade ob des Themas. :lachweg:

    Und da unsere Faehigkeit zum Teilen eh immer geringer wird, bleiben die Riojakeller Deutschlands auch unangetastet geschuetzt...:troet::laola::zahnluec:
     
  25. Schröder

    Schröder Problembär

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    Ich steh den Linken ja ziemlich nahe, aber das ist mal völlig absurd. Ich kann mit´m St. Martin nix anfangen, aber soll doch jeder feiern, der möchte. Und man muss auch nicht dauernd aus Rücksicht vor irgendwem seine eigenen Traditionen abschaffen.

    Sonne-, Mond- und Sterne-Fest. Bloß damit die Muslims mitmachen können. :vogel: Ich glaub, es hackt. Verbietet denen doch keiner, am St. Martin teilzunehmen.
     
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  26. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Der Ramadan wird doch schon in D'land begangen - einfach aus eigener Überzeugung und eigenem Glauben derjenigen die ihn halt haben wollen.
     
  27. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Es gibt da ja auch keine kirchliche oder staatliche Diktion. Selbstredend schreibt der Staat auch nicht vor, dass das Martinsfest in Kindergärten oder Grundschulen begangen werden muss; allerdings, und das geht nun wirklich in die Betrachtungsrichtung des Sperbers, ist es nach meiner Meinung schon absolut grenzwertig, wenn Hexe oder ich sachliche Argumente dafür aufbieten müssen, dass Kinder ein Fest als Kinder und für Kinder feiern, ob es nun St. Martin oder das heilige Selassiusfest ist.

    Ich frage heute Abend beim Training mal "meine" Jungs Yunus, Halil und Hamit (Namen geändert) und auch ihre Eltern, ob sie sich beengt fühlen, wenn ihre Kinder mit ihren Freunden eine Laterne basteln und zusammen mit ihnen die Früchte der Gribscherei teilen. Am besten frage ich die Eltern, warum sie ihre Kinder bei dichter Grundschulausstattung auf katholische Grundschulen schicken...

    Meine Fresse, was für eine beschiffte Kinderkacke, dieses Suchen nach falsch verstanden politischer Korrektheit. Ich hätte ja beinahe schon mit den Holländern gejault, weil da der Sinterklaas wegen seines Helfers Zwarter Piet (schwarzer Peter) auf dem Prüfstand steht, erkenne da aber im Wege der Auslegung noch wesentliche Unterschiede, die es gebieten könnten, Alltagsrassismus über Kindeswohl zu stellen.

    Aber beim Martin? Never ever.
     
  28. Schröder

    Schröder Problembär

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    Ich seh gerade, geht um die Linken in NRW. Na denn, die waren ja schon immer nicht ganz dicht inne Birne.
     
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  29. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Easy, easy, ich hab doch nix gegen Hexes oder Deine Argumente.
    Schrieb ich doch gleich zu Eingang, dass sich meiner Meinung nach kaum ein Nicht-Christ von St. Martin und den Laternenumzügen bedrängt fühlen wird.

    Ich finde es eher befremdlich, dass so bummseinfache Argumente nicht zu lesen sind bei der Politikerkaste: Es ist ein nettes Fest für Kinder mit einer völlig lobenswerten Nachricht.
     
  30. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Ne sie werden damit aber genauso konfrontiert, wie Du mit dem Zuckerfest, was Dich sicherlich genausowenig interessiert, wie Muslime den St. Martinstag.
     
  31. Schröder

    Schröder Problembär

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    Ja und? Wenn ich in einem muslimischen Land leben sollte, werd ich auch damit "konfrontiert", das da ´n paar Mal am Tag der Muezzin zum Gebet ruft. Das ist da halt eben so, kann ich entweder konvertieren und mir ´n Gebetsteppich zulegen oder halt die anderen machen lassen. Da kann ich mich doch nicht ausgeschlossen fühlen. Und hier rennen eben die Kinder beim St. Martinsfest hinter nem weißen Pferd her. Schadet doch keinem. Und kann man auch als Kind muslimischen Glaubens mitlaufen.
     
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