Rind? Pferd? Die EU Landwirtschafts- und Ernährungspolitik

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Rupert, 14 Februar 2013.

  1. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    Eigentlich ist es schlimmer: Man nennt es naemlich eher Lebensmittelsicherheit, d.h. man muss das genauso handhaben wie ein Medikament. Du brauchst ein Standardprozedere fuer Produktions- und Verteilungsablaeufe, dass im Detail festgelegt sein muss und dass man *batch* fuer *batch* Schritt fuer Schritt nachverfolgen kann.

    EDIT: Errh...wie Du schon sagtest...:D
     
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  3. Schröder

    Schröder Problembär

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    Das es mit dem Verkürzen der Transportwege allein nicht getan ist, dürfte klar sein. Aber im eigenen Land kann man dann schneller aufklären und handeln als im bürokratischen Moloch der EU. Wenn die Waren ohne jede Kontrolle quer durch die Staaten gegondelt werden können, die Kontrollmöglichkeiten der eigenen Ermittlungsbehörden aber an der Grenze enden, sind die Panscher immer im Vorteil.

    Gerade in den nicht unbedingt wohlhabenden Ost-Staaten. Wenn du so 'nem unterbezahlten rumänischem Kontrolleur 100 Piepen in die Tasche schmuggelst, deklariert er dir auch Schweinedung als 1A-Trüffel. Und ich würd's ihm nicht mal übel nehmen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21 Februar 2013
  4. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

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    Bezogen auf die Industrieländer gab es in den letzten 10 Jahren eine leichte Zunahme, in den Schwellenländern hingegen eine deutliche prozentual zweistellige Zunahme. Auf Deutschland bezogen kann ich es auf die letzten 10 Jahre bezogen nicht genau sagen. Im Verhältnis zu vor Jahrzehnten wird aber auch deutlich mehr Fleisch in den Industrieländern, vergleichbar mit der Entwicklung in den Schwellenländern, gegessen.
    Das meiste Fleisch wird im Supermarkt zu Niedrigpreisen verkauft. Deshalb werden es ca. 500 Fachgeschäfte pro Jahr weniger. Etwa 1/3 ist Frischware. Der Rest ist weiter verarbeitet, z.B. als Wurst und von Vornherein in Plastik eingepackt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21 Februar 2013
  5. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ähm, nö, Mißverständnis, weil ich's schlecht ausgedrückt hatte. Ich meinte mit "man": Esse ich selbst mehr Fleisch?

    Ich kann's für mich nicht mit Sicherheit sagen. Ich würde sagen, mein Fleischkonsum hat so bis vor 2 Jahren zugenommen, jetzt geht er wieder runter.
     
  6. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Das hätte ich bis neulich auch für Pferdefleisch unterschrieben! :schock:
     
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  7. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Ok, wenn jetzt rauskommt, dass die Äpfel im Ökomarkt in Wirklichkeit Pferdeäpfel sind, dann bin ich auch echt gearscht! :D
     
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  8. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Vollkommen richtig und so geht es dem Verbraucher auch in der Metzgerei, dort werden an der Wand - sicher gut gemeinte- " Garantiebeteuerungen " ausgehängt, dass das Fleisch von x und y käme. Zum einen ist es schon mal leicht seltsam, dass man überhaupt mit solchen Garantien werben muss um den Verbraucher zu überzeugen und zum anderen, was nutzt mir als Verbraucher am Ende die Garantie eines Metzgers ( ein Stück Papier ), wenn es am Ende doch nicht so ist. Was habe ich da für eine Handhabe? Gar keine! Und der Metzger kann sich am Ende auf seine Gutgläubigkeit berufen. Die "Täter" bleiben unsichtbar.

    Letztlich nachvollziehbar ist das bei der Masse der Fleischtransaktionen, die ja naturgemäß nur stichprobenhaft geprüft werden können und dies auch wieder nur von Menschen. In der heutigen Zeit ist das letztlich alles Vertrauenssache.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21 Februar 2013
  9. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    mein fleischkonsum war bis in die 80er ziemlich hoch durch häufiges grillen qualitativ hochwertiger t-bone- und porterhouse-steaks.
    seit 20 jahren habe ich die grillerei stark eingeschränkt.
    seitdem habe ich einen gemäßigten fleisch-/fischkonsum.
     
  10. jambala

    jambala Moderator Moderator

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    Die einzigen Garantiebeteuerungen, sofern man sie als solche einstufen möchte, die neutral zu betrachten sind ist einmal der Meisterbrief (für die handwerkliche Befähigung) und zum Zweiten der Nachweis vom Amtsvetrinär (für die seuchenrechtliche Freigabe).

    Alles andere, da geb ich Dir recht, ist Geseiere um den Kunden einzulullen.

    Was aber die Metzger, bei denen ich einkaufe einfach nicht machen, weil sie es nicht notwendig haben. Bezug der Schlachttiere aus dem näheren Umkreis (maximal 30 km), eigene Schlachtung und kein Zukauf von Fleisch sorgen da schon für entsprechendes Vertrauen. Die Betriebe liegen jeweils mitten im Ort, und hier passt die Nachbarschaft noch aufeinander auf :), da fallen ungewöhliche Vorgänge auf und sind tags drauf spätestens Dorfgespräch.

    Wobei eine Halal oder Kosher Zertifizierung für mich noch etwas anderes ist, denn da geht es ja auch um die Einhaltung religiöser Vorschriften und Verhaltensweisen bei der Produktion, die durch einen entsprechenden religiösen Gelehrten geprüft und bestätigt werden müssen - so denn das Fleisch wirklich kosher bzw. Halal ist. Und das geht dann schon eher in die Richtung amtliches Dokument mit allen Konsequenzen.
     
  11. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Niebel will Pferde-Lasagne an Arme verteilen

    Finde ich eine gute Idee, vorausgesetzt (!!!) die die Ware ist i.o. und enthält keine schädlichen Medikamente und jeder weiss was er da bekommt. Ich kapiere auch die Aufregung, das man die Leute, die in solche Sozialeinrichtungen ihre Lebensmittel erhalten zu Menschen 2.Klasse machen würde.
    Das Essen was jetzt dort ankommt, würde ohne diese Einrichtungen komplett auf den Müll landen.
    Das Brötchen, das niemand mehr haben möchten und das der Bäcker am nächsten Tag nicht mehr verkaufen kann, den jeder "normale" Kunde möchte ja "frische" Brötchen und keine vom Vortag!!
    Den Salatkopf den der Händler nicht mehr verkaufen kann, weil er nicht mehr "schön" ist. Die Konservendose deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist oder die eine Macke hat.
    All das würde auf den Müll landen und wird dort "verwertet."
    Ausserdem wird uns allen der Respekt vor Lebensmitteln erklärt und das man eine Jogurt nicht unbedingt wegwerfen muss, wenn das MHD abgelaufen ist. Sondern das man erst mal gucken soll, ob man ihn nicht evtl. doch noch essen kann.
    Das selbst eine Konservendose noch Monaten (!!) nach Ablauf des MHD haltbar sein kann.
     
  12. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Der Respekt kommt aber sicher nicht, indem man nun Essen aus einem Betrugsfall, das keiner haben will, an Menschen verteilt, die sich nichts anderes leisten können.

    Wer bis heute noch nicht kapiert hat, was das Mindesthaltbarkeitsdatum aussagt, dem ist in der Beziehung sowieso nicht zu helfen.

    - - - Aktualisiert - - -

    Aaaaaah, der Niebel, lese ich da gerade.
    Da sieht man mal wie soziales Handeln à la FDP aussieht: Was die Wohlstandsgesellschaft nicht mehr brauchen kann, kippen wir gerne den Menschen ohne Geld vor die Tür.

    Schlimm, dass so ein Kerl Minister für Zusammenarbeit und Entwicklung ist.

    Ok, bin dagegen - schon aus Prinzip.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23 Februar 2013
  13. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    dass man lebensmittel nicht verkommen lassen darf, ist die eine sache.

    dass man sie den armen andienen will, ist die andere.

    typische menschenverachtende haltung, die nur aus den reihen der cdu und fdp kommen kann.

    es wäre so einfach gewesen, zu sagen: wer sie haben will, kann sie haben.
    und keine sorge, ein bänker mit 14 Mio bonus wird sich bestimmt nicht melden.
     
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  14. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Angenommen, ein Hersteller hätte betrogen, weil in seinen Marmeladen Gläschen 5 gramm weniger als die angegebene Menge gewesen wäre.
    Ebenfalls ein klarer Fall von Betrug am Kunden. Was ist mit der Marmelade zu tun? Ab auf den Müll?
    Nur wie gesagt, es müsste natürlich jeder wissen, was er dort bekommt.
     
  15. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Ich glaube auch nicht, das der so eine soziale Einrichtung aufsucht.
    Obwohl es manch einen vielleicht mal ganz gut tun würde 3 Monate von Durchschnittsgehalt eines Normalbürgers zu leben.
    Aber das ist eine andere Sache.
     
  16. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Genauso isses.
     
  17. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Lebensmittel ja, wie hochwertig ist dann eher eine andere Sache.
    Man muss Niebel oder die FDP ja nicht mögen (bin ich auch kein Freund von), aber ich glaube damit macht man es sich etwas zu einfach. Es ist nicht die Aufgabe irgendeines Politkers dafür zu sorgen, das sich jemand nicht ausschliesslich von McDoof, Zigaretten und Schokoriegeln ernährt.
     
  18. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Wie denn?
    Gut, man könnte jetzt hier die Diskussion um Mindeslohn ect. führen. Aber ich glaube das gehört nicht hier hin und würde zu weit führen. Und selbst wenn jeder noch so viel verdient, ist damit nicht sicher gestellt, das er damit "hochwertige" Lebensmittel kauft, statt in den Supermarkt zu rennen.
    Aber spricht also dagegen, in Sozialeinrichtungen ein Lebensmittel anzubieten, das falsch deklariert ist? Hätte es in der Vorweihnachtszeit sich z.B. um "echten Dresdner Christstollen" gehandelt, der aber gar nicht in Dreden gebacken wurde und/oder bei dem der Hersteller beim Rezept beschissen hat (dann darf er sich nicht Dresdener Stollen nennen!!) um zu spaaren - die Sozialeinrichtungen würde die Dinge mit Kusshand abnehmen. Warum auch nicht?
     
  19. kleinehexe

    kleinehexe SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16

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    Eben, sollen der Bund und die Länder mit gutem Beispiel voran gehen und in ihren Kantinen das Zeugs verramschen oder weiter verarbeiten lassen. Selbstverständlich werden die Kantinenbetreiber (die die Kantine selbst betreiben) so entlohnt wie immer. Und den Tafeln und anderen sozialen Einrichtungen bringt man im Gegenzug mal die Lebensmittel die in den Kantinen des Bundes und der Länder angeboten wird.
     
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  20. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Nun, das es hier einen fatalen Misstand beim Einkommen gibt z.B. bei der Zeitarbeit die für mich nichts anderes als moderner Sklavenhandel ist, stelle ich nicht in Abrede. Aber das ist ein anderes Thema.

    Genauso wenig, wie die angematschen Tomaten und abgelaufenen Konservendosen die sonst dort landen einfach für einen reduzierten Preis im Supermarkt zu verkaufen und die "1A Ware" kostenlos zu den Tafeln zu bringen.
    Wird aber wohl niemand machen.

    - - - Aktualisiert - - -

    Es handelt sich ja hier um Lebensmittel (wenn auch nicht grade Frischware) die falsch deklariert ist.

    Nimm mein Beispiel mit dem Dresdener Stollen.
    Was soll man damit machen?
    - Sozialeinrichtung oder Tonne?

    Was ist mit einer Tiefkühlpizza bei der die Verpackung beschädigt ist. Die kauft kein Mensch mehr, denn die ist ja nicht mehr "schön"
    - Sozialeinrichtung oder Tonne?
     
    Zuletzt bearbeitet: 23 Februar 2013
  21. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Nöö, man sollten den Herrschaften einfach mal für sagen wir 3 Monate alle Privilegien steichen und das Geld zur Verfügung stellen, das "Otto Normalerverbraucher" hat.
    Wie sie damit über die Runden kommen, ist dann ihre Sache.

    - - - Aktualisiert - - -

    Es wird dort entfernt, weil wir in einer Überfluss Gesellschaft leben. Wenn ich im Geschäft die Wahl haben, zwischen einem "schönen" Apfel und einem der Druckstellen hat nimm ich natürlich den "schönen" Apfel.
     
  22. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Nochmal, warum beklagt sich niemand in den Sozialeinrichtungen (Bäää, die sollen ihren Scheiss selber fressen), über die Lebensmittel die dort abgegeben werden? Die haben ja ihre oben angesprochenen "Schönheitsfehler".
    Oder nimm mein Beispiel mit dem Dresdener Stollen bzw. der Pizza.
     
  23. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Hab da kein gutes Gefühl. Die FDP ist wie Atommüll: Man kann sie eventuell mit viel Aufwand einlagern aber das Risiko bleibt. Und es kommt ständig Neues nach.
     
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  24. Monti479

    Monti479 Annemie ich kann nit mih

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    Frage mich, was daran so zynisch sein soll, den Sappelpappel zu verschenken, an wen auch immer, statt wegzupratschen. Kann ja jeder für sich entscheiden, ob er das Zeug essen mag oder nicht. Ich hätte keine Probleme, das zu essen. Die können mir gerne ne Palette Ravioli vorbeibringen. Bei den Tafeln gibt es sowieso schon das, was der gemeine Verbraucher nicht mehr kaufen will und eigentlich in die Tonne käme. Also, wieso nicht falsch deklarierte Ware, die nun richtig deklariert ist? Außerdem hat man anno 1986 nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl ähnliches getrieben. Als man süddeutsches Gemüse vorsichtshalber an die damalige DDR verramschte/verschenkte. Finde ich weitaus bedenklicher.
     
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  25. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Weil es, zumindest nach meinem Empfinden, ein gewaltiger Unterschied ist, wenn die Münchner Tafel Supermärkte und Restaurants abklappert um hier Lebensmittel zu erbitten, die sie dann an bedürftige Menschen verteilen können oder ob ein Politiker sich einen sozialen und effizienten Anstrich geben will, indem er vorschlägt verhunzte Fertigprodukte unter dem Anschein des Sozialen verteilen zu wollen, weil die sonst kein Mensch, sorry, fressen will.

    Im Einzelnen:
    • Die Initiative der Münchner Tafel, z.B., ist eine Initiative von Menschen, die helfen wollen und das im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit viel Kreativität tun
    • Die geben tatsächliche Lebensmittel aus: Obst, Gemüse, Nudeln, Butter,...
    • Der Hr. Niebel startet das jetzt gerade in keiner Weise aus dem Grund, weil er helfen will; er sieht nur: "Ui, da bleibt jetzt was übrig, was keiner will; prima, sollen's doch die armen Schweine fressen." Hr. Niebel täte das niemals, wenn er jetzt nicht sähe, dass es grad was zum Verramschen gibt. Dabei hätte er es sogar in der Hand als hochrangiger Politiker, der, was für ein Hohn, der "wirtschaftlichen Entwicklung" vorsteht, dass eben bedürftige Menschen auch durch soziale Einrichtungen mit gescheitem Essen versorgt werden. Passiert aber kaum - das leisten meist private Initiaven.
    • Was hier desweiteren ausgegeben werden soll, ist nur eins: Junk Food, das für den Überflussmarkt gedacht war und vor dem sich genau dieser Markt nun ekelt.

    Der ganze Vorschlag stinkt genau auch deshalb zum Himmel: Da stellt sich einer nun hin und sagt vollen Ernstes, nachdem die ganze Nation vor Empörung und teilweise Ekel aufbrüllte: Nun, bevor wir's wegwerfen, kriegen es die "Armen".
    Das ist, wie pauli sagte, menschenverachtend.

    Würde ich in der Münchner Tafel arbeiten, ich würde es diesem Kerl genauso sagen: "Friß den Scheiß selbst und mach nie wieder so einen zynischen Vorschlag."
     
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  26. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    der voerschlag dieses abscheulichen herrn niebel ist auch insbesondere deshalb zynisch, weil seine partei mit dafür verantwortlich, dass es in D einigen firmen erlaubt ist, dass dort menschen arbeiten, ohne den verfassungsrechtlichen standard eines existenzminimums zu erreichen.
     
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  27. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    ...und einer Partei angehört, die alles dafür tut und tat, dass Lebensmittel weggeworfen werden und diese Sauereien bei der Ernährung und in der Lebensmittelproduktion erst möglich wurden.
     
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  28. Monti479

    Monti479 Annemie ich kann nit mih

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    Zynisch ist auch, dass alle vier Sekunden auf dieser Erde ein Mensch an Hunger stirbt. Und wir tonnenweise Lebensmittel wegwerfen und uns darüber streiten, ob es unwürdig ist, falsch deklarierte Ware die nicht verkauft werden darf, zu verschenken. Sollen die das Zeug einfach in den Markt stellen, mit dem Hinweis "Zu verschenken". Der Vorschlag von Niebel, es an Bedürftige zu verteilen, ist zugegebenermaßen, sehr unglücklich formuliert.
     
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  29. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

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    In Deutschland verhungern aber die wenigsten. Und der Grund für den Hunger ist ja der gleiche, wie der dafür, dass das Zeug eben nicht kostenlos in den Markt gestellt wird. Die Preise müssen hoch bleiben.
     
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  30. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    ...und hier die Reaktion derjenigen, die da angesprochen wurden, die Hilfsorganisationen.

    Alles total begeistert von Niebels Engagement: Lebensmittel: Hilfsorganisationen lehnen Pferdefleisch-Produkte ab - SPIEGEL ONLINE
     
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  31. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Und als nächstes wird der Niebel dann medienwirksam vor laufenden Kameras eine Pferdelasagne fressen, so wie damals der bayerische Umweltminister vertstrahltes Moltkepulver gegessen hat und gesagt hat " Schauts her ich lebe noch".
     
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