Rind? Pferd? Die EU Landwirtschafts- und Ernährungspolitik

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Rupert, 14 Februar 2013.

  1. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Pferd? EU drängt auf Massengentest für Rindfleischprodukte - Panorama - Süddeutsche.de

    So, jetzt brauchen wir mal wieder Massengentests um festzustellen, ob Rindfleisch auch Rindfleisch ist.

    Das Kind liegt seit Jahren tief drunten im Brunnen und, auch wenn jetzt da natürlich die EU handeln muss, bleibt's mit 99,99% Wahrscheinlichkeit genau wieder dabei: Bei der Symptombekämpfung.
    Da werden in der Lebensmittelindustrie auf verschlungen Pfaden über x Zwischenhändler Tiere von Irgendwo im Irgendwoanders geschlachtet und dann wieder irgendwoanders zu einem industriellen Produkt umgearbeitet, das dann anoymisiert im Regal eines Supermarktes landet.
    Das wäre die Ursache, die es zu bekämpfen gilt und nicht die Frage: Ist Rind auch Rind?
     
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  3. jambala

    jambala Moderator Moderator

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    Hallo.

    Grundsätzlich ist Pferdefleisch - sofern aus einer nachvollziehbaren Quelle und unter Beachtung der gültigen Gesetze produziert - gar nicht mal so schlecht, auch wenn es hier in D einen Ruf als minderwertig hat. Zu Unrecht aus meiner Sicht und einer gewissen Satuierung geschuldet. Der klassische rheinische Sauerbraten ist übrigens Pferd. Das Problem bei diesem Skandal ist zum einen ein Deklarationsproblem und zum anderen ein hygienisches Problem. Solange aber die EU die Überwachung so lasch handhabt und den Briten nach wie vor Sonderrechte auch in Bezug auf das Lebensmittelrecht einräumt, werden wir immer wieder von solchen Skandalen hören. Würden endlich auch mal konsequent die Kontrollen auf einheitlichem Standard europaweit durchgeführt, würde sich auch was ändern.

    Die Verbraucher sind es doch wirklich selbst schuld. Wer kann denn für knapp über einem Euro für eine TK-Lasagne erwarten, dass er hochwertiges Rindfleisch bekommt? Trotzdem wird der Scheiß gekauft und konsumiert. Gleiches gilt für Frischfleisch, Billigpizza und Co. Da sagt der gesunde Menschenverstand schon, dass das so nicht gehen kann. Daher lieber weniger Fleisch aus einer vertrauenswürdigen Metzgerei aus dem Umkreis statt Discounterware.
     
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  4. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Schon klar, dass Pferdefleisch an sich kein Problem ist.
    Es sollte halt, wie Du schon sagst, nur auch Rind drin sein, wo Rind drauf steht und ausserdem sollte es auch nicht passieren, dass der Behälter, ich werde mal etwas polemisch, wo zuerst Pferdefleisch drin war, nicht sauber gemacht wird bevor Rindfleisch reinkommt.

    Außerdem, so meine Vermutung, handelt es sich hier um gezielten Betrug, weil eben Rindfleisch zu deutlichen höheren Preisen verkauft werden kann als Pferdefleisch, also streckt man's.
     
  5. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Gebe ich dir zu 100% recht, aber es ist es ja nicht nur bei Pferdefleisch so, das zuletzt die Quelle falsch deklariert war.
    Da war z.B. BIO dann oft gar nicht BIO (Sowohl bei Fleisch als auch bei Obst und Gemüse). Oder das Haltbarkeitsdatum wurde etwas frisiert.
    Du hast auch sicher recht, das man sich echt 3 mal überlegen sollte, ob man eine TK Pizza für 99 Cent kauft - denn da kann einfach nur Schrott drinstecken.
    Übrigens kann ich bestätigen, das Pferdefleisch eine feine Sache sein kann. :top:
     
  6. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Noch isses bei höherwertigen Marken vllt, nicht aufgefallen oder vorgekommen. Aber ohne da jemanden was unterstellen zu wollen: das kann da genauso passieren.

    Heutzutage wird doch fast überall geschummelt. Kaufste ne Geflügelsalami (so steht's drauf) guckste hinten drauf steht da was von 10% Geflügel-Anteil(!).

    Ok, da steht's zumindest drauf. Ist aber trotzdem Verarsche aus meiner Sicht. :(

    - - - Aktualisiert - - -


    Ist doch genau wie zB einige Mütter kenne die für Ihre Kinder fast ausschließlich Bio-Zeugs zu essen kaufen. Am besten immer frisch beim Bauern vor Ort (was ja grundsätzlich löblich ist). Und rennen dann aber nach Aldi oder Kik um das Shirt für 1,50€ im Super-Sonder-Angebot zu bekommen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14 Februar 2013
  7. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Wird Zeit, dass diese ganze Fleischfresserei mal irgendwann ein Ende hat, das ist ja schon pervers.
     
  8. lenz

    lenz undichte Stelle

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    Mir gefallen Pferde in der Form am besten......
     
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  9. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Im Prinzip hast Du ja Recht, aber.
    Bio nur vom Erzeuger, keine Billig Erzeugnisse aus Asien (Wobei seibst Adidas und co. Produzieren dort.), Brot/Brötchen und von heimischen Bäcker um der Ecke und nicht der Schnellbäckerrei (wobei ersteres gibt es bei uns immer weniger und die Qualität sinkt auch ständing)
    Sorry, aber wer kann sich das Leisten? Sind nur ein paar Euro. Klar, aber ein paar Euro hier, ein paar Euro da. Am Ende ist es doch eine Stange Kohle. :suspekt:
    Trotzdem kaufe ich keine Fertigpizza für 99 Cent, alleine weil man rein vom Geschmack nicht weiss, ob man da grade die Pizza oder den Pappkarton futtert.
     
  10. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    was machen wir dann mit den Millionen arbeitslosen Metzgern, Kopfschlächtern und Schlachterei-Verkäufern? Kräuterfarmen bewässern?

    Wir sind Raubtiere, Fleischfresser, Proteinjunkies, Killer, feige noch dazu....wir sind nicht pervers, wir sind im Normalfall so, pervertiert ist vielleicht die Verarbeitung und die Menge, ich würde mal sagen, Fleisch sollte man in Maßen essen. Aber wir fressen und wir saufen auf der einen Seite ohne Halt und die andere Seite hat nichtmal einen Handballen Reis oder Getreide....Mensch sein ist nicht einfach.
     
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  11. jambala

    jambala Moderator Moderator

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    Ich hab einmal aus Eigeninteresse und zum Zweiten durch einen Neffen, der Metzger und Fleischer gelernt hat etwas Einblick in die Materie.

    Geflügel- und Wildwurst kann man nicht oder nur sehr schlecht aus 100% dieses Fleisches machen. Der relative Fettgehalt ist zu gering, der Brät würde zu trocken und damit durchs Brühen bröselig. Das kann man zwar essen - ist aber geschmacklich aufgrund der Konsistenz nicht wirklich ein Genuss. Von daher ist auch bei selbst produzierenden Metzgern das Zugeben von Schweinefett bzw. Fleisch vom Schwein ein notwendiges Muss.

    Fleischkonsum ist an sich nur bedingt verwerflich (ich gehe jetzt mal von Fleisch aus einem nachvollziehbaren Produktionsprozess aus, bei dem Aufzucht, Herkunft, Schlachtung und Verarbeitung nachvollziehbar ist) und kann ein Genuss sein. Das Problem ist aber, dass heute kaum eine Metzgerei noch selbst schlachtet und man teilweise sogar nicht mehr selbst produziert sondern nur noch verkauft.

    Die Perversion, die aber in den letzten knapp zehn Jahren vermehrt auf dem Markt stattgefunden hat ist das eigentliche Problem.

    Bäckereien, auch kleine Inhabergeschäfte und nicht nur die Ketten bieten fast nur noch Backmischungsbrote und andere Ware aus der Tüte an. Da kann ich mir auch gleich im Supermarkt ne Mischung kaufen und selbst backen. Gleiches gilt für den massiven Preisverfall bei diversen Lebensmitteln und Konsumgütern. Was dabei rauskommt, sieht man allerdings nur dann, wenn man sich diverse Kennzeichnungen anschaut: Scampis aus Bangladesch, Rosen aus Äthiopien, Trüffel aus China, Analogkäse, Surimi, Separatorenfleisch, Hackfleisch mit Beimischung pflanzlicher Fette, was angeblich gesünder sein soll wegen des geringeren Fettgehaltes - Hmmm, lecker Sachen. Tütenkochen wird zur Haute Cuisine stilisiert.

    Aber solange sich der Verbraucher über den Tisch ziehen lässt aufgrund mangelnden Interesses wird sich nix ändern. ich hab meine Schlüsse gezogen, koche wenn dann frisch aus Rohzutaten - und es geht. Selbst solche Sachen wie Eis und Pudding bekommt man problemlos hin, ohne auf Fertigzubereitungen zurückzugreifen. Und mehr Zeit benötigt man in der Regel auch nicht, es ist zudem generell gesehen billiger und ich weiss weitestgehend, was drin ist. Ich kanns nur empfehlen.
     
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  12. diamond

    diamond Well-Known Member

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    alle verharzen! Ich würde lieber Zigarettenkippen aus den Strassenbahnschienen mit der Greifzange aufsammeln, als Schweine im Akkord abstechen. Das sind für mich Menschen ohne jede menschliche Regung.
    Mir wäre lieber es gäbe auf der Welt nur vegetatrische Sexisten als fleischfressende Moralisten, um mal auf die Verhältnismässigkeit gewisser Diskussionen zurückzukommen.
     
  13. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Och nöö, nicht schon diese Diskussion. :suspekt:
     
  14. diamond

    diamond Well-Known Member

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    verstehe ich nicht! :suspekt:
     
  15. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    pferdefleisch zu essen ist nicht gefährlich, außer für die pferde.
     
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  16. jambala

    jambala Moderator Moderator

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    Zwingt Dich ja keiner dazu.

    Das ist die typische Tolleranz, wie ich sie schon mehrfach von Hardcore Veganern und Vegetariern kennen gelernt habe. :suspekt:
    Bloss weil man im Fleischereigewerbe arbeitet bedeutet das noch nicht, dass man ein gewissenloser Mistkerl ist. Ganz im Gegenteil: Wie bei jedem Handwerk gehört hier der Respekt gegenüber dem Tier zur Arbeit dazu. Leider kommt dieser Respekt in modernen Großschlachtereien zu kurz. MIR persönlich sind Leute, die das Handwerk ernst nehmen lieber als Scheinheilige, die ohne Unterscheidung verurteilen, weil es nicht mit ihrer Überzeugung konform geht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14 Februar 2013
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  17. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Ich habe noch nie mit Hardcoreveganern gesprochen, noch habe ich je einen getroffen-
    Wenn ich das schon wieder höre " Respekt gegenüber dem Tier" , das ist genau so zynisch wie die lachenden Schweinepappfiguren vor den Metzgereien. Alles von A-Z verlogen.
    Wenn du Respekt vor dem Tier oder anderen Geschöpfen hast, dann quält man sie auch nicht und bringt sie nicht um. Das ist die einfachste Sache der Welt. Aber das einzige was zählt ist: " Mir schmeckt mein Rumpsteak"

    Du kannst sicher sein, dass man in 100 Jahren über eine Einstellung, die du hier vertrittst, keinen Funken Verständnis mehr haben wird und in der Rückschau, das was heute mit Tieren geschieht, als Verbrechen gegeißelt wird.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14 Februar 2013
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  18. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

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    Klingt schön. dazu muss man aber auch erstmal die Zeit haben.
     
  19. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Wenn er sich pudding und kuchen macht, ist das doch o.k.!:)
     
  20. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Huiuiui, wieder mittendrin :D

    Mir ging's ursprünglich "nur" um diese irrsinnigen Liefer- und Produktionsketten, die kein Mensch mehr nachvollziehen kann.
     
  21. U w e

    U w e Borussia Mönchengladbach Moderator

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    Fast nur, ist wohl etwas übertrieben.
    Was aber soll ein kleiner Familienbetrieb denn machen? So billig wie die Ketten kann ein Familienbetrieb nicht herstellen und muss zwangsläufig auf Backmischungen zurück greifen um die Kosten für ein 500 g Brot annährend dem der Ketten angleichen zu können.
    Die Verbraucher gehen doch immer mehr zu billig Produkten über.
    Kauf Dir Brötchen, Süsse vom Bäcker oder von ner Kette. Dann lass die mal einen Tag liegen. Mit der von der Kette kannste dann Nägel in die Wand schlagen.
    Brote die mit Sauerteig (der einen Tag vorher gemacht werden muss um die Brote dann herzustellen) gemacht werden sind in der Herstellung natürlich teurer. Das schmeckt man aber dann auch. Will aber kaum noch jemand weil es teurer ist als Mischbrote mit massenhaft Konservierungsstoffe.
     
  22. jambala

    jambala Moderator Moderator

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    Mit Hardcoreveganern meine ich die Sorte, die a) versuchen jeden zu missionieren und b) bei ausbleibendem Erfolg der Missionierung zu Beschimpfungen und Diffamierungen in entsprechender Lautstärke greifen. Sind für mich die Zeugen Jehovas der Kulinarik. Extremismus egal welcher Form ist kontraproduktiv.

    Und ja, ein echter Metzger wird immer darum bemüht sein, dem Tier so wenig Stress und Schmerzen wie möglich zu bereiten. Alleine schon, weil Streß sich auch auf die Qualität des Fleisches auswirkt. Aber dazu muss man sich auch mal die Mühe machen und sich mit Leuten aus der Branche unterhalten. Aber das liegt ja außerhalb des Möglichen für einen Veganer.
     
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  23. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Ich hab mich über dieses Thema mit ner Kundin mal unterhalten die jahrelang in Afrika gearbeitet hat und dort halt auch solche Ausbeutungen auf Kaffeeplantagen etc. mitbekommen hat. Sie versucht zB nur fair-trade-Kaffee zu kaufen.

    Selbst die sagt, wenn sie hier bei uns im nächstgrößeren Nachbarort einkaufen geht kann sie fast nicht nur fair-trade-Bekleidung kaufen. Es sei einfach fast nicht möglich wenn man auch was an Wechselgaderobe haben wolle.

    Ich trag auch Adidas-Klamotten (allein diverse FuBa-Trikots). Kann aber für mich sagen, dass wir Brot/Brötchen fast ausschließlich bei einem normalen Bäcker und Aufschnitt/Fleisch beim hiesigen Metzger kaufen.

    Klar kostet das mal ein paar Euronen mehr, aber das isses mir dann wert auch in der Hinsicht solche Läden die seit 50 Jahren + x hier ansässig sind zu unterstützen.

    Ich sag aber auch so frei, dass ich es mir zumindest jetzt noch leisten kann ohne groß woanders Einschnitte zu haben. Dann trink ich lieber mal ein Glas Bier weniger! ;)
     
  24. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

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    Das ist auch ganz klar ein Verbrechen!
     
  25. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Der threadersteller hat leider keine weitreichenden Befugnisse:

    Jetzt sind wir hier in der Weihnachtsbäckerei.

    - - - Aktualisiert - - -

    laut jambalas Toleranzbegriff ist das "nicht verwerflich".
     
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  26. jambala

    jambala Moderator Moderator

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    @ 12:0: Und genau das ist doch der Denkfehler, den viele Verbraucher machen: Ein echtes Brot kann ich mehrere Tage liegen lassen und es bleibt genießbar - muss also nicht entsorgt werden. Das Backautomatenbrot kann ich nach etwa einem Tag wegwerfen - ergo Verlust. Kommt am Ende teurer als das echte Brot. Gleiches gilt für Gemüse: Bei vielen Billigangeboten ist die Lagerzeit auf wenige Tage begrenzt, dann kann ich es größtenteils wegwerfen, auch wenn ich einen Kühlschrank mit BioFresh oder ähnlichen Systemen habe. Da kommen mich dann meist die 20% Mehrausgabe beim kleinen Gemüsehändler billiger, weil ich weniger Ausschuß und längere Lagerfähigkeit habe. Macht sich speziell bei Karotten und Kartoffeln bemerkbar.

    @ Gaudloth: Die Mähr, dass frisch zu kochen wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt ist so nur teilweise zutreffend. Ich arbeite Vollzeit, koche dennoch täglich frisch - in knapp zwanzig Minuten ist das Essen fertig. Geht auch mit Fertiggerichten meist nicht schneller.
     
  27. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Richtige Bäcker gibt es aber kaum noch. Die Brötchen in den als Bäcker getarnten Verkaufstellen sind 7-8 mal so teuer wie Pennyaufbackbrötchen und schmecken um ein vielfaches schlechter. Genauso verhält es sich mit dem Wochenmarkt. 95 % der Stände sind reine Händler und keine Bauern, die ihr Gemüse in den gleichen Kisten da stehen haben, wie ich sie später beim Discounter oder beim REAL sehe.
     
  28. jambala

    jambala Moderator Moderator

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    Wenn dann bitte richtig diffamieren, ich habe bedingt verwerflich geschrieben, nicht "nicht verwerflich". Danke.
     
  29. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Fellatio und Cunnilungus werden auch masslos überschätzt!
     
  30. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Da hst du scheinbar keine Ahnung von einem richtigen Metzgerbetrieb. :weißnich:

    Und was soll das werden mit man bringt keine Tiere um?! :suspekt: Also ich kann dem Ansatz folgen (den Jambala ja meine ich auch unterstütz hat), dass man seinen Fleischkonsum einschränken sollte und vor allem nicht blind das Kilo Hack für 50 Cent (überspitzt) kauft.

    Aber so wie du es darstellst...da dürfte der Löwe in der Savanne nichtmal mehr der Antilope hinterherjagen.

    - - - Aktualisiert - - -


    Keine Ahnung wie das bei dir im Ort ist. Wir haben hier in unserem 20.000 Einwphnerkaff 3(!!!) richtige Bäcker! Und nein, da schmeckt idR kein Penny-Brötchen besser! Was letztenendes eh Geschmackssache ist.
     
  31. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Ich habe für einem Menschen nix übrig, der dem Tier DESHALB weniger Stress aussetzt, damit er hochwertigeres Fleisch produzieren und teurer verkaufen kann. Das ist doch wieder der gleiche Zynismus. Im Umkehrschluss heißt das, das der Metzger das Tier noch wehr quälen würde, wenn dies zu einem hochwertigerem Fleisch führen würde.

    Was soll ich mit Leuten, die in dieser Branche " Mord und Totschlag" unterwegs sind, unterhalten?