"Retorten-Clubs" im Profi Fussball

Dieses Thema im Forum "Fussball Stammtisch" wurde erstellt von TRK, 16 Mai 2013.

  1. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Nö, nicht unsinnig, der Verein kann das Geld ganz normal verbraten. Wenn ich das richtig verstehe ist der Sinn eher, dass ein Verein dann gezwungen wird auch aus anderen Quellen genug Geld zu generieren, um die Lizenzaufklagen zu erfüllen und nicht nur aus einer.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 Mai 2013
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  3. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Wozu denn das? Geld kommt rein, also Einnahme, ist doch komplett wumpe, ob das nun von Adidas und Reebok stammt oder von Adidas und der der Münchner Rück.
     
    pauli09 gefällt das.
  4. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Die Idee ist wohl, dass dadurch verhindert wird, dass eine Firma wie RB in einen Unterklassigen extrem viel Geld stecken kann. Und zwar so viel, dass das sportlich nicht gerechtfertigt ist: Wenn der TUS Leipzig als 5. Ligist von seinen lokalen Sponsoren wie alle anderen Vereine so um die 5000 Euro von seinen Sponsoren einimmt und dann kommt RB daher und zahlt 500.000, um den Durchmarsch zu starten, dann könnte das durch das vorgeschlagene System verhindert werden. Von daher ist die Idee nicht schlecht. (Die 1. Liga würde das ja sowie nicht betreffen.)

    Wenn man mit solchen Praktiken keine Probleme hat, dann ist der Vorschlag natürlich doof.
     
  5. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Achsoooo - verstanden.

    Bin ich ja schon immer dagegen für Fußball Extrawürste zu braten; die sollen behandelt werden, wie jedes andere Unternehmen auch.

    Ich finde RB Leipzig war wenig "sexy" aber kann gut damit leben, dass es die gibt.
     
  6. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Ich tendenziell auch eher, solange das Ausnahmeerscheinungen bleiben. Aber das ist halt vorallem ungerecht gegenüber den anderen Vereinen, die ohne so einen Übersponsor gute Arbeit machen um dann um ihren "Lohn" betrogen werden.

    So eine Fair-Finance-Regelung ist daher eine gute Überlegung.
     
  7. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Letzteres: Wäre denkbar, die Kohle ist ja tatsächlich da. Immerhin muss ja auch im Moment im Lizensierungsverfahren nur nachgewiesen werden, dass man in der Lage ist, den laufenden Spielbetrieb finanziell durchzustehen. Und warum will man den nicht im Zweifel aus Kapitalrücklagen bestreiten. Ob man hingegen, wie angedeutet, diese virtuelle Rücklage in nachfolgenden Spielzeiten zur Bundgeterhöhung nutzen dürften sollte, muss man sicher durchdenken. Spricht einiges dafür aber auch dagegen. Ich könnte mir z.B. auch vorstellen, dass man diese Mittel unschädlich für Ablösesummen verwenden darf, sofern damit wirklich nur Ablösen bezahlt werden und keine Gehaltsbestandteile. Klar würde man damit trotzdem die Konzentration der Spitzenkräfte der Liga auf den einzelnen verein fördern, das ist aber m.E. auch so und so nicht aufzuhalten. Weil nämlich auch die Perspektive des Vereins mit eine Rolle spielt. Die Unterschiede der angemessenen Budgets sowieso. Letztlich soll damit nur verhindert werden, dass sich ein 5.-Ligist mit einem Zweitligakader ausrüstet, weil er es finanziell stemmen kann - UND weil er diese Mittel, gelinde gesagt, anstrengungslos in den Hintern geblasen bekommt, und damit die Liga überrollt. Aber wie schon einigemale beschrieben: Die Faktoren, die in die Angemessenheitsbewertungen mit einfliessen sind sicher vielfältig. Ganz pauschal gesagt wird sich sicher nicht in einem Satz begründen lassen, warum ein Etat von 2 Millionen angemessen sein soll, von 2,2 Millionen aber nicht mehr. Das hängt eben von vielen Faktoren ab, die da mit berücksichtigt werden müssen. Ggf. kann dabei auch rauskommen, dass bei Verein x ein Etat von 3 Millionen mit 20 Einnahmequellen angemessen ist, bei Verein y aber der Etat von 2,5 Millionen nicht mehr, weil dieser bspw. nur aus 2 Einnahmequellen bestritten wird, von denen eine auch noch weit überwiegt.
     
  8. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Die Formulierung der WK ist anders und folglich auch der Inhalt. Betriebsausgaben sind viel weiter gefasst, hier reicht eine schlichte Veranlassung aus, das ist bei WK nicht der Fall.

    Der Begriff Fremdvergleich wird im Zusammenhang bei Beziehungen verwandter/verbundener Personen angewendet, die man vergleicht mit fremden Dritten. Hier passt das überhaupt nicht in den Kontext.

    Was du machst ist ein Vergleich mit einem idealtypischen Verein, den es in der Praxis gar nicht gibt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 Mai 2013
  9. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Na meinetwegen verstehst du was anderes darunter, damit kann ich leben.

    Ich glaube, ich habe deutlich genug gemacht, was ich meine.

    Nur mal so: http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebsausgabe

    Demnach gibt es auch bei Betriebsausgaben eine Grenze dem Grunde und der Höhe nach. Schlichte Veranlassung reicht entgegen deiner Auffassung nicht aus.

    Nu können wir ja wieder zum Thema zurück kommen, wenn es recht ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 Mai 2013
  10. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Nö, ich habe nur darauf hingewiesen, dass die Begriffe WK und BA nicht deckungsgleich sind, das ist alles!
    Auch der WIKI-Hinweis ist nicht hilfreich, weil ein Erfolg als Voraussetzung für BA noch nie vorliegen musste, da könnte man ja nicht mal Personalaufwand abziehen. Für BA reicht die schlichte Veranlassung aus. Ob nun angemessen oder nicht entscheidet sich auf der nächsten Stufe. Es bleiben aber immer BA, entweder abzugsfähige oder eben beschränkt abzugsfähige oder nicht abzugsfähige BA. Aber immer Betriebsausgaben. Schmiergeldzahlungen z.B. sind eindeutig durch den Betrieb veranlasst, also Betriebsausgaben.

    Jetzt gerne wieder zum Thema !
     
  11. soccerfan86

    soccerfan86 New Member

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    Ich bin Werder Bremen Fan und muss sagen: Das mit Hoffenheim ist dreist. Man kann doch nicht auf einmal einen Dorf-Verein zu einem Bundesliga-Verein machen. Werder Bremen bedeutet für mich Freude, Trauer, Emotionen und Tradition. Und natürlich habe ich auch vor Fans des FC Bayern, Dortmund, HSV, etc. sehr großen Respekt und achte sie.
     
  12. derblondeengel

    derblondeengel master of desaster

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    Hehe gerade erst gestern Nachmittag gesehen, der ultimative Film für alle Freunde von Retorten-Vereinen:




    Vom Zeitkolorit her absolut sehenswert zeigt der Film den Aufstieg und Fall einer ganzen Retorten-Liga am Beispiel des Ober-Retorten-Vereins. Sehr Lehrreich.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9 September 2013
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  13. michi1989

    michi1989 New Member

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    Hallo Fußballfans,

    im Rahmen meiner Masterarbeit brauche ich EURE Hilfe!

    Ganz Fußball-Deutschland diskutiert über die Einflüsse von Retortenklubs….
    Auch mich als großen Fußballfan interessieren die positiven und negativen Einflüsse dieser Klubs, daher habe ich diese Thematik für meine Masterarbeit gewählt.

    Wenn Ihr auch eine Meinung dazu habt und mir helfen wollt einen Denkanstoß an Vereine und Verbände zu liefern, wie die Fußballfans die Situation sehen, dann füllt bitte kurz meinen Fragebogen aus. Die Beantwortung dauert ca. 10 – 15 Minuten und ihr würdet mir sehr helfen.

    Hier geht’s zum Fragebogen: https://ubayreuthmarketing.qualtrics.com/SE/?SID=SV_5AXnyKGjOvHtA7H

    Die Umfrage ist natürlich komplett unabhängig von Vereinen und Verbänden.

    Vielen Dank für eure Mithilfe!

    Sportliche Grüße, Michael
     
  14. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Eigentlich ganz einfach. ein gewisser Prozensatz des Umsatzes muss durch Eintrittsgelder bestritten werden. Das reicht schon.