Randale - wiedermal...... 2010/11

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von faceman, 16 August 2010.

  1. Schröder

    Schröder Problembär

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    Zu 1. Ja, stehen sie. Werden aber in der Regel nicht weiter verfolgt, selbst wenn du Strafanzeige stellst. Selbst wenn der Täter bekannt ist, wird meist wg. Geringfügigkeit das Verfahren eingestellt.

    Zu 2. Da bin ich mal gespannt, wenn du mit gebrochener Nase und ausgekugelten Gelenken im Dreck liegst. Wie willst du den denn rausfinden? Glaub bloß nicht, das irgendein Polizist dir da was sagt, selbst wenn er es nach Recht und Gesetz müsste. Polizisten brauchen sich anscheinend nicht daran zu halten.

    Zu 3. Selbst wenn du es beweisen kannst und 20 Zeugen hast, stehen dir mindestens 10 Aussagen von Polizisten entgegen. Beweise musst du außerdem der Staatsanwaltschaft oder der Polizei vorlegen, damit sie vor Gericht Gültigkeit haben und sich die Verteidigung darauf einstellen kann. Und was dann mit den Beweisen passiert... Die Videoaufnahmen von div. umstrittenen Polizeieinsätzen verschwinden doch kurioserweise ständig oder werden geschnitten.

    Zu 4. Richtig. Allerdings sind diese "Verfahrensfehler" bei Ermittlungen gegen Mörder und Vergewaltiger meist unabsichtlich. Es wird trotzdem seitens der Ermittlungsbehörden alles getan, den Täter zu überführen und hinter Gitter zu bringen. Bei Polizisten dienen diese "Pannen" dazu, den schuldigen Beamten vor Gericht freizusprechen, sofern überhaupt in notwendigen Maße ermittelt wird. Meist wird ja nur in die Richtungen ermittelt, die den Polizisten entlasten können und das eigentliche Opfer als Schuldigen hinzustellen.

    Zu 5. Beschwert wird sich darüber, das die Staatsbediensten die eigentlich ausreichenden Gesetze zum Schutz vor polizeilichen Übergriffen nicht durchsetzen. Die Gesetze sind eigentlich in Ordnung. Leider nützt die beste Absicht der Legislative nix, wenn die Executive sich selbst über das Gesetz stellt und von der Judikative dabei noch unterstützt wird.

    Zu 6. Ja, gab es. Was mich sauer macht: Diesmal ist die Ungerechtigkeit staatlich so gewollt. Anders kann ich mir z.B. die gezielte Tötung eines Flüchtenden mit der einzigen Konsequenz einer Bewährungsstrafe für seinen Mörder nicht erklären.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 August 2010
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  3. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Wer schreibt denn sowas? Ich schreibe doch, dass es wenn dann an der richtigen Stelle getan werden soll und muss. Ich halte eben die Straße für falsch über etwas, was ich falsch finde zu diskutieren. Was hat das denn mit abducken zu tun?

    Auch hier, wer behauptet das denn? Wo steht denn, das Polizei immer recht hat? Wann habe ich das behauptet? Was interpretierst Du eigentlich in meine Zeilen? Lies doch bitte was ich schrieb.

    Na dann ist doch alles Banane. Wenn Du weisst wer schuld hat und wer nicht, dann braucht man doch auch gar nicht zu diskutieren. Worauf willst Du mit solchen Aussagen eigentlich hinaus?
     
  4. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Selten das wir uns einig sind, aber hier gebe ich Dir unumwunden recht. ;)
     
  5. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Woher kommst du eigentlich?
     
  6. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Schon wieder sowas ... wo habe ich Dich als Randalierer hingestellt oder betitelt?

    Was soviel heisst wie, der Rechtsweg wurde eingeschlagen und läuft derzeit noch. Das ist doch das was ich schrieb. Das Du eine andere Auffassung vom Ablauf eines solchn Verfahrens hast, damit kann ich doch leben. Die Realität sieht aber nunmal so aus. Und da sind wir bei Unterschieden zwischen Recht und Gerechtigkeit.

    Vor Gericht geht es aber nunmal nicht darum, ob etwas geglaubt wird, sondern ob etwas nachgewiesen wird. Auch nicht meine Erfindung.

    Das mag sein, das die Uhren bei Euch anders ticken. Das kann ich nicht einschätzen, ich muss zugeben, in München war ich noch nicht. Ich weiss allerdings, dass ich in anderen Städten solcherlei Erlebnisse nunmal nicht hatte und aus meinem näheren Umkreis sowas mir auch nie berichtet wurde.
     
  7. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Was mit grosser Sicherheit im Einstellungsschreiben mit einem Gesetzestext auch begründet wird, mal unabhängig das der Täter dabei eben nicht zu 100% bekannt sein dürfte. Auch hier, das Du Dich damit u.U. nicht abfinden kannst verstehe ich, da Du es eben nicht für eine Geringfügigkeit erachtest. Die Rechtslage sieht bei dieser Begründung dann aber nunmal so aus, im übrigen bei 10.000en anderen geringfügigen Anzeigen ebenso, die der jeweilige meist nicht als geringfügig erachtet. Und nun?

    Nochmal, ich schrieb es doch oben bereits, der Einsatzleiter ist in einem solchen Falle stets im Boot, zudem dürftest Du mit Deinen aufgezählten Verletzungen verdammt harte Argumente haben, wenn Du den entsprechenden Weg gehst. Die Frage ist hier natürlich wieder die des Nachweises eines Vorgehens, welches die Befugnisse des Beamten überschritten hat. Das dies schwierig ist, da sind wir doch auch gemeinsam, dies aber pauschal als Bestand bei jedem Einsatz zu sehen und genauso kommt es rüber, sehe ich eben nicht so.

    Stets, ständig etc.pp. nein es gibt eben sehr viele Polizisten die verurteilt wurden und das eben auch ohne Videobeweise. Erzähl mir doch bitte nicht, das das, was Du schreibst die Regel ist. Ich hatte oben google verlinkt, da sind genügend Beispiele drin.

    Klingt nach einem brutalen willkürlichen Polizeistaat. Auch hier, ich spreche es doch gar nicht ab, das es da Einzelfälle gibt, Du hast es andernorts doch auch schonmal geschrieben, das 95% der Beamten ihren Job ehrlich machen (Quelle fehlt mir jetzt gerade). Weshalb pauschalisierst Du hier aufs Neue?

    Ich sehe das eher so, das überall da, wo Menschen am Werk sind auch menschliche Fehler dazugehören, leider auch solche, die eigentlich Ahnundungswürdig sind, aber ehrlich, über wieviele sprechen wir hier? Denn das Zusammenspiel zwischen Legislative, Judikative und Exekutive funktioniert immer nur, wenn jeder seine jeweiligen Aufgaben ernst nimmt. Das dem nicht so ist, ich glaube darüber müssen wir uns nicht grundsätzlich unterhalten. Schwarze Schafe usw. ...

    Lass mich raten, Du zielst auf das hier ab. Genau bei sowas bilde ich mir eben kein Urteil ohne die Faktenlage, die zweifelsohne vielschichtig ist, komplett zu kennen. Auf den ersten Blick gebe ich Dir recht, klingt wahnsinnig milde. Auf den zweiten Blick fällt mir auf, das sehr wohl zunächst erstmal gegen den Beamten ermittelt wurde, was hier ja pausenlos abgestritten wird, dass dem so ist. Es wurde gar nachgewiesen, dass die Notwehrversion nicht stimmen kann. Auch eine Aussage gegen die Beamten. Um sich einen Überblick verschaffen zu köönen ... hast Du das Urteil und die entsprechende Begründung dazu vorliegen? Dann könnte man in der Tat ernsthaft darüber diskutieren. An allem andere will ich mich nicht betiligen, weil dann Emotionen, evtl. falsche Schlussfolgerungen, Spekulationen etc. im Raume stehen und daher sowas nicht zielführend ist.
     
  8. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Und ich weiß aus unzähligen Bayern-Heimspielen, dass es in München keinerei Probleme mit der Polizei gibt. Ebensowenig in Nürnberg.
     
  9. BoardUser

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    Das ist zumindest für meinen Fall falsch. Ich habe lediglich geschrieben, dass zum einen mir noch nix passiert ist, weswegen ich mich darüber angesichts der hier immer wieder vertretenen Auffassungen wundern müsste, und dass ich meine, jedermann kann dafür sorgen, dass er selbst (und sein direktes persönliches Umfeld) von solchen Situationen fernbleibt und eben nicht betroffen wird. Und das alles ohne auf seine Freiheit, die einem von Gesetzeswegen zusteht, zu verzichten. Das ist schlicht meine Erfahrung. Und nur noch zur Anmerkung: Ich war schon in den Wendewirren, also den Jahren 1988 bis 1993, regelmäßig beim Fussball. Und da gab es noch ganz andere Ereignisse als heute.

    Viel zu lange, keine Frage. Aber - dass da welche laufen heisst ja nunmal eben gerade nicht, dass diese Verfahren stets wegen Geringfügigkeit eingestellt werden, dass nicht ermittelt wird, dass es keinerlei Chancen gibt, dagegen vorzugehen.

    Aaalso...da muss ich dann schon mal weiter ausholen. Meine Handlungen sind nämlich von diversen Grundvoraussetzugen getragen.

    Zunächst mal kenne ich (und damit meine ich wörtlich, dass ich mich intensiv damit beschäftigt habe) die Kriterien nach denen solche Einsätze zum einen geplant werden bzw. z.T. auch "spontan" stattfinden.

    Zum Zweiten erkenne (!) ich durchaus auch an, dass der Einsatzleiter bei der Erfüllung seiner Weisung hinsichtlich der Angemessenheit einen gewissen Beurteilungsspielraum hat.

    Schon von diesen beiden "Erkenntnissen" her fallen von den Einsätzen, die besonders in der einschlägigen Szene schon als "nicht notwendig", "nicht zielführend" oder "übertrieben" angesehen werden etliche durch, bei denen ich aufgrund dieser Kenntnisse zu einer anderen Einschätzung gelange. Und deswegen selbstredend mangels Erfolgsaussichten natürlich nichts unternehme (auch weil ich gar nicht betroffen bin) bzw. auch wenn ich betroffen wäre, nix unternehmen würde. Was nicht heisst, dass mir da alles "gefällt", was da geplant wird oder stattfindet. Aber ich behaupte mal, dass ich zwischen dem, was ich mag oder nicht mag und dem, was (noch) rechtens ist, unterscheiden kann.

    Zudem weiss ich, dass "vor Ort" i.d.R. wenig geht. Das liegt auch daran, dass solche Situationen häufig unübersichtlich sind und die Polizisten zudem Menschen sind, die auch (und nicht nur der Anhänger) Adrenalin produzieren und bei solchen Schüben ähnlich unzurechenbar sind (obwohl sie es möglicherweise sein müssten) wie eine Anhängermeute.

    All dies zusammengefasst bedeutet dies, dass ich Augen und Ohren offenhalte, mich von einschlägig (misstrauisch) beobachteten Gruppen fernhalte, ansonsten gesprächsbereit und kooperativ bin, allerdings nicht übertrieben zu dem, was ich auch sonst bin, irgendwelchen Weisungen auch dann Folge leiste, wenn sie mir im ersten Moment nicht unbedingt begründet erscheinen.

    Für den Fall, dass ich dann doch reigerate, trotz aller Vorsicht würde ich sicher schauen, dass ich der Polizei keinen Anlass gebe, auch gegen mich direkt vorzugehen (so geschehen bei den Ausschreitungen gegen MD letzten Jahren, in welchen ich mittendrin war).

    Anders kann ich das auch nicht beschreiben. Meinetwegen hilft da auch Ausstrahlung, Körpersprache, Mimik und Gestik weiter. All dies ist bei mir sicher erkennbar darauf angelegt, eben deeskalierend zu wirken, würde ich meinen.

    Bei dem, was dann noch übrig bleiben sollte reicht die Palette von einer Anzeige gegen bestimmte Personen, den Einsatzleiter oder die entsprechende Polizeibehörde. Und mit der entsprechenden Beharrlichkeit geschieht dann auch was, wie du ja selbst in deinem zitierten Fall aus München sehen kannst.

    Und - logisch fallen auch von den angezeigten Straftaten welche durch, andere kommen mit Bewährungs- und Geldstrafen weg, klar, das gibts alles.

    Aber andersrum (also auf Seiten der Bevölkerung) gibts das auch alles. Ersttäter werden hierzulande nur selten mit hohen Geldstrafen oder Gefängnis bestraft. Vielmehr ist doch Usus, dass es entweder Bewährungsstrafen hagelt oder aber das Verfahren im Strafbefehlsverfahren eingestellt wird, meine ich.

    Nu, und wer sich als verurteilter oder bereits aufgefallener (und im Strafbefehlsverfahren abgeurteilter) Ersttäter dann nochmal "erwischen lässt"....

    Das was sicher einzuräumen ist, und das auch (für mich) völlig unproblematisch zuzugeben, ist, dass man bisweilen ziemlich viel Geduld und Kraft, Energie, Zeit und Geld aufbringen muss, um da was vorwärts zu bringen. Und dass die öffentliche Hand regelmäßig über andere Ressourcen verfügt als du oder ich, dürfte auch nicht neu sein. Ebenso, dass die Polizei (als "militärische" Einheit) ganz sicher einen gewissen Ethos fährt, worin auch falsch verstandene Loyalität seinen Kollegen und Kameraden über zählt, ist auch nicht ganz neu.

    Andererseits muss ich eben auch sagen, dass dies schon immer so war, was es nicht besser macht, aber eben auch nicht neu, und dass sich in gewissen Umfeldern solche Ard von Kameradschaft auch ausserhalb von staatlichen "militärischen" Gruppierungen wiederfindet, die versuchen, genauso Deckung zu gewähren.

    Was die Einschätzung der Glaubwürdigkeit von Zeugen vor Gericht anbelangt, dazu hatte ich schon an anderer Stelle mal was geschrieben. Bei einem 2:2 verlierste gegen die öffentliche Hand. Nicht aber bei einem 20:2. Und wenn doch, dann gibts die nächste Instanz.

    Aber auch da, fürchte ich, würden regelmäßig "deine" Zeugen, d.h. die i.d.R. rechtlich unkundigen Privatpersonen Schilderungen von sich geben, die (schon aus Unwissenheit heraus) die vorgeworfene Tat nicht unbedingt entkräften, von widersprüchlichen (und deswegen unglaubwürdigen) Aussagen ganz zu schweigen. Da ist die Seite der Polizei wohl i.d.R. besser geschult. Oder geimpft, wie man auch sagen kann.
     
  10. A-Team MB

    A-Team MB Verrückter

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    das verfahren läuft aber nur noch, weil die x-te aufrollung läuft. ich bin es leid ständig alles zu erklären, echt. du weißt nicht um was es geht, stellst uns hier aber als schwachköpfe hin. es ist bewiesen, das hat sogar der urteilsspruch ergeben, aber es hat keine folgen, weil nicht geklärt werden kann, wer nun von polizeiseite definitiv in der kurve war und geprügelt hat. da muß man sich als einsatzleiter, der das mit sicherheit weiß, nur doof stellen, das reicht. und im gegensatz zu dir, weiß der ruppi um was es geht und von was ich rede... mich langweilt die diskussion hier. es ist alles gesagt, wie bei so vielen anderen themen auch. ich bin nur froh, dass ich nicht der einzige bin, der das so sieht.
     
  11. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Gut, er schrieb ja auch Bayern und das besteht bekanntlich nicht nur aus München und Nürnberg. Weshalb gibt es da aber dann wiederum keine Probleme, wenn A-Team MB schreibt:
    Das suggeriert mir nämlich, dass das, was er schreibt dort allgegenwärtig ist.
     
  12. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Hätte gerne mal eine Quellenangabe, konnte nichts finden.
     
  13. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Dann bitte ich Dich jetzt endlich mal eindringlich solche Aussagen zu unterlassen. Dagegen verwehre ich mich. Ich habe hier niemanden als Schwachkopf bezeichnet und werde es auch nicht tun.


    Dann ist das Thema ja durch.
     
  14. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Ich darf gar nicht daran denken, wenn ich das gefragt hätte.
     
  15. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Schon seltsam, dass in diesem Zusammenhang München und Nürnberg genannt werden. Die einzigen zwei bayr. Städte mit Erstligamannschaften und generell jeder Menge Fußballmannschaften zwischen Liga 1 und 5.

    Wie's in Cham in der Oberpfalz abläuft, weiß ich auch nicht. Schätzungsweise so, wie überall in Liga 8 oder 9.
     
  16. A-Team MB

    A-Team MB Verrückter

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    @ BU
    danke für die lange, ausführliche antwort! damit kann ich etwas anfangen.
    leider ist mit reden in vielen situationen, wo man schlichten will, einfach nichts drin. und lange haare reichen bei einigen einheiten schon aus um suspekt zu wirken - wie gesagt, bei uns in münchen ist manches anders als woanders.
     
  17. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Google hilft gerne und fast immer.
     
  18. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Danke, allerdings hatte ich nach einer Quelle gesucht und nicht nach einem "süddeutschen" Artikel, der ein einziger großer Konjuktiv ist.


    Was soll das jetzt aussagen? :D
    Nach über 150 Bayern-Heimspielen und ca 30 Spielen in Nürnberg habe ich nie einen Hauch von Polizeigewalt feststellen können.

    Kann ich absolut NICHT bestätigen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 August 2010
  19. A-Team MB

    A-Team MB Verrückter

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    wenn es wirklich wen interessiert: wendet euch an löwenfans gegen rechts, die sind federführend in dieser sache und ihnen ist es zu verdanken, dass es immer noch läuft. wie das urteil im wortlaut heißt, weiß ich nicht. und schon wieder muß man sich rechtfertigen...

    und face, natürlich machst du das, aber nicht direkt. jede antwort suggeriert ein "selbst schuld", "ja dann", "ich mach das so, hab keinen ärger, aber du/ihr...". und deine letzte antwort kannst du dir auch sparen! (da sind wir dann wieder beimd reck unter den fingernägeln)
     
  20. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Bei uns sinds - wennschon - dann eher die kurzen haare.

    Aber daran alleine will ich das auch nicht festmachen. Ich hab nämlich selbst ziemlich kurze Haare.

    Was den Schlichtungswillen anbelangt, nuja, da stellt sich wirklich die Frage, was da im Einzelfall "geschlichtet" werden soll. Einen angeblichen, subjektiv als unnötig, unzielgerichtet oder übrtrieben empfundenen Einsatz "schlichten" zu wollen, erscheint mir in der Tat als unmöglich. Das fängt schon damit an, dass ich mir bewusst bin, dass ich meiner eigenen Einschätzung eben nicht sicher sein kann.
     
  21. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Aber sicher. Das sind extreme Anschuldigungen, mit bescheidenen "Quellen". Kann nicht sein sowas, egal was passiert ist und wer wen geschlagen hat. Diese Form der Propaganda sollte nicht geduldet werden.
     
  22. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    War das jetzt der Versuch von Ironie?

    Was willst'n als Quelle?

    Den Polizeibericht?
    Live-Videos?
    Die Mitschriften aus dem Gerichtssaal?

    Meinetwegen zweifel an der Quelle. Dann glaub aber bitte in Zukunft auch nur was Du selbst gesehen und erlebt hast.

    "Irgendeinen Artikel der SZ" Ich lach mich tot.

    Da steht schlicht, das was bisher in diesem Falle passierte und das nicht mal im Konjunktiv sondern im Indikativ mit u.a. diesem Zitat der Staatsanwaltschaft: "Zwar räumte man "massive Aggressionshandlungen von "schwarz-gekleideten Polizeibeamten mittels Schlagstöcken" ein, jedoch könne man keinen Schuldigen ermitteln, zumal das USK weder durch Namen oder Nummern gekennzeichnet sei."
    Desweiteren: "Nach anwaltlicher Beschwerde und öffentlichem Druck ermittelte die taatsanwaltschaft erneut - erfolglos. "Bis heute sind die eingesetzten Beamten nicht zu den Vorfällen befragt worden, nur deren Vorgesetzte"
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 August 2010
  23. A-Team MB

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    Teil 1: :0)
    Teil 2: wenn man, wie du auch schreibst, mitten drin ist, ist das schwierig, stimmt. wenn man aber mit erhobenen händen versucht sich dazwischenzustellen und die eigenen leute zu bändigen versucht, sollte das schon erkannt werden, meine ich. egal - um diese situationen geht es nicht. wir sind uns scheinbar einiger, als es den eindruck hatte.
     
  24. BoardUser

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    Nicht wenn beide Seiten soviel Adrenalin im Kreislauf haben, wie das in solchen Situationen anzunehmen ist. Kühlen Kopf kannste da bestenfalls verlangen, nicht aber voarussetzen. Auch bei bester Stress-Schulung nicht.
     
  25. A-Team MB

    A-Team MB Verrückter

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    das kann ich nicht beurteilen, inwiefern stress-schulungen helfen bzw eher nicht helfen. bei pferden funktioniert das doch recht gut soweit ich weiß, dann sollte es bei menschen doch auch gehen. wie gesagt, das sind nicht die situationen, über die ich mich aufrege, da kann ich irgendwie noch nachvollziehen, dass einem die gäule durchgehen. ich rege mich über situationen auf, die völlig unnötig provoziert werden und völlig unnötig passieren. eigentlich sollten die jungs mit helm doch auch froh sein, wenn nichts passiert, oder? leider hat man öfters den eindruck, dass sie enttäuscht sind, wenn nichts war.
     
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    Also ich weiss nicht, wer "man" ist. Ich für meinen Teil hatte den noch nie.
     
  27. A-Team MB

    A-Team MB Verrückter

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    "man" sind in dem fall ich und genug andere beider lager. also neutralität war da ;0)
     
  28. Schröder

    Schröder Problembär

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    Zu 1. In diesem "Einstellungschreiben" kannste alles Mögliche erklären. Bei den Gesetzestexten blickt doch `n Normalsterblicher gar nicht durch. Ich halten keinen Fall von schwerer Körperverletzung für geringfügig, ob der Täter nun Polizist ist oder nicht.

    Zu 2. Natürlich ist der mit im Boot, im Gefecht aber schwer auszumachen. Und jede meiner aufgeführten Verletzungen kann und wird mit der Gegenanzeige "Widerstand gegen die Staatsgewalt" zum Boomerang, wenn du selbst Anzeige erstattest. Da landet man sehr schnell selbst auf der Anklagebank. Und wird auch aufgrund der Zeugenaussagen der Polizisten verurteilt, selbst wenn sonst keine Beweise vorliegen.

    Zu 3. Und in wievielen Fällen waren Fußballfans oder Demonstranten die Opfer? Gegen einzelne Polizisten bekommt man natürlich eher Recht, weil sie in der Regel schlecht auf Kollegen als "Zeugen" zurückgreifen können und auch nicht bis zur Unkenntlichkeit vermummt sind, so dass sie vom Opfer und Zeugen schneller erkannt werden. Das würde nun doch selbst dem blindesten Staatsanwalt auffallen. Mir geht es um Einsätze von Hundertschaften.

    4. Ich pauschalisiere nicht alle Einsätze der Polizei, schon gar nicht, das alle mit sinnloser Gewalt einhergehen. Ich pauschalisiere aber, das bei den (wenn auch wenigen) Übergriffen, die es im Rahmen solcher Einsätze gibt, keine vernünftigen Ermittlungen getätigt werden und die Polizisten, die eigentlich für Recht und Gerechtigkeit einstehen sollten, ihre gewaltätigen Kollegen auch noch vor Gericht decken. Und solange die Polizei sich gegen jedwede Kenntlichmachung ihrer Polizisten bei diesen Einsätzen wehrt, werd ich das Gefühl nicht los, die wollen bis in die obersten Kreise hinein ihre schwarzen Schafe gar keiner ordentlichen Gerichtsbarkeit unterziehen und setzen eher auf interne Disziplinarmaßnahmen. Davon haben die Opfer aber nix, wenn es dann vor Gericht um Entschädigung und Schmerzensgeld geht.

    Das sie sich gegen Namen auf den Uniformen wehren, seh ich ja bedingt noch ein. Aber auch Nummern werden ja strikt abgelehnt. Warum wohl? Damit das Opfer den Polizisten nicht indentifizieren lassen kann, und mögliche unbeteiligte Zeugen dann natürlich auch nicht.

    5. Ja, wo Menschen sind, werden Fehler gemacht. Aber wenn diese "Fehler" von Gewaltausbrüchen und Körperverletzung bei Zivilisten zur Verurteilung führen, sollte dies auch bei Polizisten so sein. Und es sollte auch mit der gleichen Härte und Unnachgiebigkeit gegen sie ermittelt werden wie gegen jeden anderen auch. Wenn das wg. der Angst als "Netzbeschmutzer" dazustehen nicht innerhalb der Polizei geschehen kann, brauchen wir endlich eine von der Polizei völlig unabhängige Ermittlungsbehörde, die sich meinetwegen auch nur mit diesen Fällen beschäftigt

    Und die Strafe sollte auch genauso hoch ausfallen. Eher noch höher, erwarte ich doch gerade von Gesetzeshütern ein etwas anderes Rechtsbewusstsein als von `ner Putzfrau oder `nem Fabrikarbeiter.

    Zu 6. Es blieb den Ermittlungsbehörden wohl nichts anderes übrig als zu ermitteln, dafür hatte der Fall schon zu hohe Wellen in der Öffentlichkeit geschlagen. Ich glaub, die Faktenlage ist vom Gericht auch eindeutig beschrieben worden. Ein ganzes Magazin wurde auf den Flüchtenden aus nächster Nähe abgefeuert, auch die Tötungsabsicht wurde durchaus erkannt. Jeder andere wäre dafür minimum 6-8 Jahre hinter Gittern gelandet. Aber das Polizisten da nicht viel passiern kann, wissen wir ja schon seit Benno Ohnesorg.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 August 2010
  29. BoardUser

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    Das stimmt schon. Leider. Dann sollte man sich aber auch nicht aufregen, wenn ein anderer (angeblich) seine Befugnisse überschreitet, wenn man diese nichtmal versteht.

    Was das Verlangen nach dem Strafmaß (Punkt 5) anbelangt: Die anegdrohte Strafe ist (insgesamt gesehen) schon höher.

    Während gefährliche Körperverletzung bei einfachen Personen 6 Monate bis 10 Jahre bringt, geringe Fälle ab 3 Moante, bringt zwar die Strafnorm für Körperverletzung im Amt ein pauschal geringeres Strafmaß, über eine Verweisung gelten jedoch auch die Normen für Privatpersonen entsprechend. (§340 Abs. 3 StGB)

    Hinzu kommt das Disziplinarrecht, was bei Strafen von über einem Jahr wohl zwingend den Rausschmiss bedeutet. Das haben Zivilpersonen kaum.

    Allerdings kann es schon sein, dass die Rechtssprechung da insgesamt milder urteilt. Wobei das sicher auch Gründe hat.
     
  30. BoardUser

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    Ohne jetzt zu weit abzuschweifen: Mit der publizierten Begründung des milden Urteils kannste so rein gar nix anfangen? Und dass es eine Revision gibt und auch dass die beiden "Zeugen" wegen Falschaussage dran gekommen sind?
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 August 2010
  31. faceman

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    Klingt ziemlich viel nach Wunsch und nicht nach Realität. Im übrigen, wer ermittelt denn gegen die unabhängigen Ermittlungsbehörde, wenn die doch nicht unabhängig ist oder bleibt?
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 August 2010