Randale - wiedermal...... 2010/11

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von faceman, 16 August 2010.

  1. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Die Kritik an der Berichterstattung diesbezüglich kann ich voll teilen. Genau deswegen sammeln wir hier ja entsprechende Meldungen.
     
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  3. Schröder

    Schröder Problembär

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    Noch mal kurz, zum Abschluss meinerseits:
    Das es auch ganz anders geht, erlebe ich jede Auswärtsfahrt in Gladbach (und ich war jetzt schon 8 Mal da). Polizei nur das wirklich nötigste Aufgebot, sowohl am Bahnhof als auch am Stadion. Jeder kann sich frei bewegen, die Fans beider Teams laufen bunt gemischt durcheinander, auch in Bus und Bahn keine Fantrennung (und wir haben mit den Borussen nicht mal `ne Fanfreundschaft).

    Es passiert: NIX! Verbale Pöbeleien erledigen sich von selbst, da brauchts keinen Einsatz.

    Die Polizisten "am Stadion" sitzen auf dem benachbarten Parkplatz an / in ihren Einsatzwagen und verdienen sich ihr Geld beim Kaffeetrinken. Natürlich werden auch Kontrollrunden gelaufen, allerdings haben sie selbst dann den Helm höchstens bei Regen auf. Ich hab noch nie gesehen, das da `n Fan versucht hätte, Streit anzufangen. Wohl aber, das sich Fans mit einer Polizistin haben fotografieren lassen.

    Das Ganze hat schon fast was von Wacken.

    Das wird bei Spielen gegen Köln so natürlich nicht funktionieren. Aber ich glaube, man kann die meisten Fans Streitigkeiten untereinander (solange es beim verbalen Abtausch bleibt) auch alleine klären lassen ohne das alle Anwesenden präventiv in Gewahrsam genommen werden müssen. Und bei der Polizei liegt`s oftmals auch am Auftreten, ob`s Stress gibt oder nicht. Kopfhaube, Helm und ein gezogener Knüppel wirken für mich jedenfalls nicht deeskalierend.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 August 2010
  4. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Nein, das liegt einfach daran, dass du dich aus allem raushältst, was vielleicht unangenehm werden könnte. Selbst wenn es deine Rechte einschränkt. Solche Leute haben dann natürlich keine Probleme mit der Obrigkeit, büßen nur leider freiwillig etwas ein was man Freiheit nennt. Allerdings merken sie es nicht, weil sie gar kein Bedürfnis danach haben. Sonst würden sie ja dafür einstehen.
    Das ist heute nicht anders als zu anderen Zeiten, es gab immer Leute die keine Probleme hatten. Nicht mit heutiger Polizei, nicht mit der Stasi. Mit denen hattest du sicher auch keine Probleme, hast dich einfach rausgehalten. Vermute ich jetzt einfach mal.
     
  5. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Wie meinen? Ich büße Freiheit ein, die ich nicht suche und merke es nicht? Wie macht man denn das? Ist das sowas ähnliches wie: Auch wenn ich kein Bedürfnis nach Zigaretten habe, betrifft es mich, wenn diese höher besteuert werden?
     
  6. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Nee, das ist mehr sowas wie: "Die Berliner Mauer störte mich nicht, ich wollte sowieso nie verreisen."
     
  7. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Verstehe ich nicht, mich werde mit jeder Regel, die in der Gesellschaft aufgestellt wird in eines Teils (nicht in meiner) einer Freiheit beschnitten. Bei einer roten Ampel darf ich nicht weiterlaufen (deswegen darf ich aber bei grün laufen), bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung darf ich halt nicht schneller fahren (aber dennoch vorgeschriebenermaßen fahren) und wenn die Regel heisst, das hier aus Sicherheitsgründen eine Polizeikette ist, dann gehe ich halt woanders lang. Damit werde ich doch nicht in meiner Freiheit beschränkt, sondern halt in einer, nämlich jetzt genau dort lang zu laufen. Ich meine das ist im Gegensatz zum Mauerbeispiel von Holgy sehr wohl ein gravierender Unterschied. Widersetze ich mich diesen Regeln, dann gibt es zwei Möglichkeiten, ich werde erwischt oder halt nicht. Dagegen dann anzugehen ist sicherlich das Recht eines jeden, sicherlich auch manchmal erfolgreich, dennoch weiss man doch, worauf man sich bei einem solchen Verstoss einlässt. Das ist dann jedoch scheinbar wiederum Obrigkeitshörigkeit. Mmmmh, ich finde das eher inkonsequent. Wenn ich mich wissentlich gegen etwas widersetze, dann weiss ich doch, was mich erwartet. Scheinbar gibt es hier unterschiedliche Definitionen der Begrifflichkeit Freiheit.
     
  8. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Tja, face, es geht aber darum, dass eben desöfteren gar nicht gegen irgendetwas verstossen wird, wenn Du A-Teams Beitrag liest, aber die Reaktion der Sicherheitskräfte völlig daneben ist.

    Es geht darum, dass es Regeln gibt, die auch für die Exekutive gelten, wie z.B. ein angemessenes Verhalten den Menschen gegenüber für die sie arbeiten und die gelten eben auch gegenüber Fußballfans.

    Wenn sich ein Besucher eines Fußballpiels an diese Regeln hält, dann geht es schlicht nicht, dass er rumgescheucht wird oder mal präventiv mit dem Schlagstock bedroht wird (wenn er ihn nicht gleich mal zu spüren bekommt).

    Dem gegenüber kann man nun die Augen verschliessen und sich zur Maxime machen: Dann schau ich halt weg und geh woanders hin.
    Oder man macht den Mund auf.
     
  9. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Solange es nur der Mund ist....:floet:

    Ich hab dazu noch anzumerken, dass ich schon noch eher glaube, dass etliche mit dem Freiheitsbegriff gar nicht richtig umgehen können, diesen falsch bzw. übertrieben deuten oder glauben, Freiheitsrechte zu haben, die sie gar nicht haben. Und sich dann darüber aufregen, ihnen würden Freiheitsrechte genommen, wenn sie dies (häufig schmerzlich) mitbekommen.

    Ich meine, wenn es nach 911 neue Gesetze gibt zur Terrorbekämpfung, zu Datensammlungen, zu Rasterfahndungen und dergleichen, die kann ich als Beschneidung meiner Freiheit oder meiner Freiheitsrechte wahrnehmen.

    Im Umfeld des Fussballs wurden jedoch von Gesetzes wegen in den letzten 20 Jahren keinerlei Freiheitsrechte beschnitten. Halt, doch eins: Die Datei "Gewalttäter Sport". Nur die findet in den meisten Fällen bei direkten Einsätzen vor oder im Stadion gar keine Anwendung.

    Worin ich also nun eine Einschränkung meiner Freiheit wahrnehmen soll, wenn diese doch gar nicht tatsächlich (zusätzlich oder drastischer) eingeschränkt wird. Sondern seit 20 Jahren so eingeschränkt ist wie sie nunmal ist? Ist mir unverständlich.
     
  10. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    @Rupert

    ... und da hatte BU schonmal geantwortet, das nur, wenn der Betroffene sich unschuldig fühlt, er noch lange nicht unschuldig im Sinne der Polzeianordnungen sein muss. Ich kann das aus der Entfernung auch nicht einschätzen, sondern nur meine eigenen Erfahrungen einbringen. Das die nicht deckungsgleich mit allerlei Berichten aus dem Netz sind, dafür kann ich leider nichts. Sie sind nunmal so. Das es ebenso Regeln für Sicherheitskräfte gibt, dagegen gibt es doch gar nichts zu sagen. Nur frage ich mich, wieso ich als Besucher eben auf dem Grat wandern muss, das es passieren kann, das Regeln, egal von welcher Seite gebrochen werden. Eben diese Erfahrungen habe ich nicht, da ich über Massnahmen beim Fussball eben keine Übersicht habe und daher in der Tat nicht diskutiere, sondern präventiv für mich und meine Begleitungen (Oma, Opa, Eltern und Kinder sind dabei und es ist noch niemanden von uns etwas passiert) handele. Ich kann diese in ihrer Gesamtheit eben nie und zu keinem Zeitpunkt einschätzen. Andere wiederum glauben das zu können und urteilen über Einzelgeschehen, die sie sehen.
     
  11. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das ist doch die Crux: Es gibt keine gesetzliche Grundlage, dass ein stinknormaler Besucher eines Fußballspiels sich von der Polizei rumscheuchen lassen muss und dennoch kommt's immer wieder vor. Genau das beklagt der A-Team.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 August 2010
  12. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    face, wir kommen da nicht weiter: Es gibt polizeiliche Anordnungen und willkürliche Gewaltandrohungen und -ausübungen der Polizei gegen Fußballfans. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel: Das erste Paar ist unstrittig i.O., das zweite schlicht gegen das Gesetz und die Rechte eines Menschen und gegen das wehren sich halt manche.
     
  13. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Also, wenn das unter "rumscheuchen" verstanden wird, was ich auch darunter verstehe, dann schon.
     
  14. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Was unter "rumscheuchen" zu verstehen ist, findeste ja in A-Teams Beitrag. Man muss ja nicht alles wiederholen.
     
  15. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Richtig. Und machen sich ggf. damit strafbar. Und zwar in einem noch größeren Maße, als der seine Dienstbefugnisse übertretende Polizist oder sein Vorgesetzter. Denn dessen Vergehen sind Dienstvergehen, also Disziplinarvergehen oder Beleidigungenn bzw. Körperverletzung im Amt. Und die Vergehen des sich (gegen dieses tatsächliche Handeln) wehrenden vor Ort ist schonmal Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, (schwerer) Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung, Beleidigung bzw. Beteiligung an einer Schlägerei.

    Hier darf im übrigen erwähnt werden, dass bei einigen Tatbeständen die bloße Anwesenheit in oder bei der Gruppe für die Strafbarkeit ausreicht. Wird auch häufig vergessen. Unschuldig, weil der nix gemacht hat, zählt dann nämlich nicht.

    Zu diesem Ungleichgewicht in der formalen Strafbarkeit, die u.a. auch mit dem Gewaltmonopol des Staates begründet wird, kommt noch die i.d.R. größere Prozessualkraft der öffentlichen Hand. Die hat nämlich für die Durchsetzung ihrer strafrechtlichen "Ansprüche" als auch für die durchsetzung ihrer bzw. die Abwehr fremder verwaltungsrechtlicher Ansprüche nahezu unbegrenze Ressourcen zur Verfügung, von Geld über Manpower, Amtshilfe etcpp.

    Und da meine ich, dass alles sollte einem klar sein, bevor man der Meinung ist, sich vor Ort gegen eine Polizeimaßnahme zu stemmen oder sich in der Nähe einer solche aufhalten zu müssen. Freiheit hin oder her.
     
  16. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Der Kreis schliesst sich: Das ist ihm schlecht nachzuweisen, wenn seine Kollegen zu seinen Gunsten aussagen und er ausserdem gar nicht identifizierbar ist, weil er kein Merkmal trägt anhand dessen man ihn identifizieren könnte. Wenn Du jetzt den Polizisten meinst.

    Meinst Du den "Zivilisten" dann ist Deine Ausführung hier für mich nicht weiter tragbar: Überschreitet ein Polizist seine Befugnisse und das Gesetz und fügt im Schlimmsten Falle hier noch einem Menschen Schaden zu, dann ist es, in meinen Augen, schon fast Pflicht sich zur Wehr zu setzen.

    Zum Rest von Dir wurde in den Seiten vorher ja auch schon alles gesagt, deswegen: "ad acta".

    Nur noch soviel: Es stemmt sich keiner gegen eine Polizeimaßnahme, wenn er auf eine Frage, z.B. nach dem Namen oder der Dienstnummer aufeinmal die Antwort kriegt: "Hau ab oder es kracht." untermalt mit einem netten Schlagstockwedeln.

    Dir mag das wurscht sein, obwohl sich der Beamte über seine Befugnisse stellt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 August 2010
  17. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Siehste. Und da sind wir wohl beim Kernproblem m.E..

    Nämlich, dass da jemand eine Meinung hat, wie er reagieren müsste und sich dann aufregt, wenn die Reaktion offenbar falsch war, dennoch seine Meinung strikt verteidigt und sein Handeln mit irgendwelchen Rechtsbegriffen oder gar Grundrechtszitaten rechtfertigt. Ebenso wie allzuhäufig abstruse Vorstellungen von Handlungsfreiheit, Meinungsfreiheit, Demonstrationsfreiheit und anderer Grundrechte bestehen.

    Oder kurz: Was du und ich (und andere) meinen, wie es richtig wäre, auf irgendwas zu reagieren, insbesondere auf erkannte Dienstverfehlungen oder Straftaten der Sicherheitskräfte, auf übertriebene, unangemessene oder gar nicht angewiesene Maßnahmen, spielt schlicht NULL Rolle. Zumindest auf der Straße.
     
  18. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Wobei ich auch nicht erkennen kann, weshalb ich bei einer polizeilichen Massnahme nach einer Dienstnummer fragen muss. Wenn die als ausführende Beamte etwas im öffentlichen Raum anordnen, dann setzen die das auch durch, das ist deren Auftrag und Job. Diskutiere ich darüber vor Ort, mit der entsprechenden Gestik, Mimik und Körperhaltung dann ist eine Reaktion absolut vorhersehbar. Dabei spielt es dann überhaupt keine Rolle, ob der Diskutierende Bestandteil einer Fangruppe ist oder zufälliger Passant ist. Er widersetzt sich diesen Anweisungen. Zumal es diese dann auch nicht nur einmal gibt. Ob der Beamter sich über seine Befugnisse, sprich Dienstvorschriften, Anweisungen etc. stellt, steht dann auch noch auf einem anderen Blatt. Das einzuschätzen dürfte uns verdammt schwierig fallen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28 August 2010
  19. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    face, BU, Ihr geht eben ein wenig anders durch's Leben wie andere, stellt eben u.a. Polizeikräfte auf einen etwas höheren Sockel (z.B. jeder Mensch hat Rechte gegenüber der Polizei und darf sie wahrnehmen, seht Ihr eben anders) und handelt dann so wie es schon HT sagte.

    Mehr fällt mir zu dem Thema echt nicht mehr ein.
     
  20. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Ich weiss welche Rechte ich habe und ich weiss auch wie, wann und wo ich diese anwende bzw. diese nicht anwende. Die Polizei stelle nicht ich auf einen höheren Sockel. Sie sind es mit unserer Gesetzgebung (Exekutive). Sie setzen diese nämlich um, ob mir das passt oder nicht. Es gibt ne Menge Gesetze (Unmengen von freiheitlichen Einschränkungen im Sinne es vernünftigen Zusammenlebens aller!!) die mir nicht passen, dennoch werden sie umgesetzt. Gegen die Umsetzung an sich kann ich während des Aktes nicht vorgehen und genau das missachten sehr viele und fühlen sich damit vermeintlich auch noch im Recht. Genau da trennen sich aber die Wege, wie man hier an den Diskussionen sieht. Jeder der meint dort auf derselben Stufe mit der Exekutive zu stehen unterliegt aus meiner Sicht einem Irrtum. Dabei ist es immer wieder interessant zu lesen, das die Rechte und Pflichten der anderen vermeintlich genauestens gekannt werden, die eigenen hingegen jedoch nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29 August 2010
  21. Keule

    Keule Geile Oma aus deiner Nähe

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    Man waren das hier schöne Disskusionen die letzten 2 Tage, schade, hätte ich gern mit gemischt ;) :top: (WM vorbei - Qualität nimmt zu :hail:)

    Übrigends in und um Rostock alles ruhig, vor der Süd nur 5 grüne Transis, am HBF keine Robocops und im Block nur von der Fanszene gestellte Ordner :top:

    ...so bitte auch mal gegen Cottbus oder Berlin :)
     
  22. A-Team MB

    A-Team MB Verrückter

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    und irgendwann darfst du dann nur noch barfuß laufen, dann nur noch nackt zum fußball - aber das ist ja dann gesetz, da darf man nix sagen. das ist duckmäusertum!!! face und BU ich hab´s schonmal geschrieben: ich wünsche es euch nicht - aber ihr solltet doch mal völlig unschuldig mit der polizei zusammenrappeln, dann ändert ihr eure meinung und es wird gejammert werden was das zeug hält. denn mit der realität haben eure aussagen relativ wenig zu tun. wer seid ihr, das ihr solche meinungen raushaut? seid ihr in eurem verein dabei? kennt ihr leute, die dabei sind und die euch mal einblicke gewähren? ich kann dir sagen, was ich von diversen polizisten (und nicht der kleine streifenbeamte an der ecke, der meistens wirklich nett ist) schon für aussagen gehört habe - da wird einem angst und bange! aber sie haben ja recht, sind ja das ausführende organ und sorgen für ordnung und ruhe. ich kenne auch meine rechte aber auch meine pflichten - aber die haben die exekutiven auch!!! nur juckt es sie nicht! und folgen hat es auch keine, wenn sie sich nicht daran erinnern, das ist doch das schlimme! ich weiß ja nicht einmal wen ich melden kann!!! ich weiß nicht wie das in berlin oder halle abläuft (da hört man ja auch wilde geschichten) - bei uns in bayern schaut das scheinbar alles etwas anders aus. da werden nach einem fußballspiel schonmal ahnungslose radlfahrer die mit dem handy telefonieren mit 20mann unsanft vom fahrrad geholt, weil es beim spiel leider nicht gerappelt hat. und ihr glaubt doch wohl nicht, dass das für irgendwen aus der einheit konsequenzen hat??? DAS ist realität. aber auch hier war der radlfahrende mann wohl selbst schuld. klar. hätte ja nicht telefonieren dürfen. mir graut´s echt.
     
  23. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Hmm, naja, wie ich schon schrob: Wennfalls da mal ein Gesetz geändert wird, könnte ich ja noch nachvollziehen, dass man sich (weiter) eingeschränkt fühlt, als es derzeit der Fall ist. Blöderweise wurde in den Sicherheitsgesetzen in den letzten 20 Jahren (!) nix dergleichen geändert - bis auf die Gewalltäter-Datei, die aber mit akuten Ereignissen wohl nix zu tun hat. Auch diverse Verschärfungen nach dem 11. September 2001 betreffen den Fussball eher nicht.

    Dazu wird es auf absehbare zeit nicht kommen. Ich fürchte, du kennst mich dazu nicht gut genug. Denn bei Eingriffen der Executive, die es wirklich an allen möglichen Stellen zuhauf gibt, jammere ich nicht, sondern ich handle, wenn mir dies gegen den Strich geht. Aber dann auch immer angemessen, zielgerichtet und vor allem gegenüber dem, den es betrifft, und auf dem Weg, der am Erfolversprechendsten ist. Dass anderen schon was gegen den Strich geht, was ich noch für mich durchgehen lasse, damit kann ich umgehen. Und dass sie sich dann ggf. erfolgreich wehren, wo ich noch gar keinen Streitpunkt sehe, damit auch.

    Blöderweise sehe und erfahre ich die Realität nahezu jedes Wochenende in "meinem" Verein. Und auch wenn "man" da viel hört, sieht und liest, was ich zuweilen - wenn überhaupt - auch entsprechend kritisiere, die Realität, so wie ich sie wahrnehme, ist die, dass ich bisher jegliche Maßnahmen (auch hinterher) als notwendig, zweckmäßig und angemessen ansehen konnte, und was ich auch einschlägig insbesondere bei mir selbst komisch vorkommenden Situationen auch im nachhinein nachgeprüft habe. Und ja, ich kenne selbstredend auch Leute, die das im Einzelfall anders sehen, was ich zwar subjektiv nachempfinden kann, mehr aber auch nicht. Denn haltbar sind die meisten dieser Meinungsäußerungen selten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 August 2010
  24. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Zwischen nicht dürfen und in bestimmten Situationen nicht können gibt es immer noch einen gravierenden Unterschied. Und den wiederum nehme ich für mich in Anspruch. Das hat aus meiner Sicht nichts mit Duckmäusertum zu tun. Das ist meine höchst persönliche Deeskalation. Und kurioserweise funktioniert nunmal seit über 20 Jahren.

    Das wurde doch bereits lang und breit geschrieben, ja ich für meinen Teil bin es und BU hat es ebenfalls geschrieben. Das muss doch nun nicht alles wiederholt werden.

    Auch hier, hatten wir schon, ich habe eben völlig andere Erfahrungen gemacht. Das kann ich nunmal nicht ändern.

    ... und dann schreibst Du, dass Du Deine Rechte kennst?

    ... und genau deswegen tauscht man sich hier eben aus, weil die Erfahrung in unterschiedlichen Regionen scheinbar eben völlig andere sind. Deine oder Deine örtlichen Realitäten sind eben nicht meine Realitäten. Muss ich mich dafür dann rechtfertigen? Ich verstehe nicht, dass man sich dabei immer gleich angemacht fühlen muss.
     
  25. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Typischer Fall von: Nicht gelesen.

    Wenn willtste denn melden, wenn der Beamte nicht mal eine Nummer trägt?
    Den "Mann zwischen 20 und 40" im olivgrünen Kampfanzug mit Helm und Visier?
     
  26. A-Team MB

    A-Team MB Verrückter

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    scheinbar muß man sich rechtfertigen - denn was einigen incl mir hier unterstellt wird (dann aber so irgendwie doch zurückgezogen wird) ist das selbe nur andersrum.
    hier reden leute mit, die scheinbar nie irgendwas mitbekommen haben - aber die großen moralapoastel spielen so nach dem motto "die werden es schon verdient haben".
    und wenn ihr beide so toll im verein dabei seid (ich meine jetzt nicht im stadion zum support), kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen, dass alle einsätze bei euch immer gerechtfertigt waren. aber man hat viel gesehen und wundert sich wirklich, was im rest von deutschland so alles möglich ist und wo es zurecht ein einschreiten der polizei hätte geben müssen, aber nicht gab. bei uns ist es halt leider oft umgedreht. deswegen hau ich hier jetzt ein ei drauf - was soll man leuten erzählen, die nichts glauben und diesbezüglich nichts erlebt haben. ich verweise nur noch einmal auf meine 3 geschichten, die alle so passiert sind. das kann man nicht als "angemessen" oder "gerechtfertigt" ansehen.

    @ BU
    wie handelst du denn, wenn dir was gegend den strich geht? entweder ist das einschreiten der staatsmacht gerechtfertigt weil es knallt - dann bin ich im normalfall auch nicht mittendrin. oder es ist nicht gerechtfertigt: dann kannst du entweder auch weglaufen oder niedergemetzelt werden. hinstellen und sagen "moment mal, so nicht" geht da nicht. und hnterher beschweren kannst du dich auch nicht, weil du nicht weißt über wen. und wie du dich gegen prügelnden robo-cops wehrst würde ich auch gerne sehen.
     
  27. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Wenn Du das beim Lesen in der Tat fühlst, dann sollten wir aufhören uns darüber zu unterhalten. Hier reden Leute mit, die unterschiedlichste Erfahrungen gemacht haben und das über einen sehr langen Zeitraum. Wenn dieser Erfahrungsaustausch wiederum als Geschichten von Moralaposteln ankommt, dann erübrigt sich ein weiterer Austausch, mangels Gesprächsbasis.

    @Rupert
    Das hatten wir doch alles bereits. Die Rechtswege stehen jedem offen und sie werden doch auch genutzt. Die Mär, das Polizisten stets nicht verurteilt werden haben wir auch schon mehrfach diskutiert. Es gibt Fälle da werden sie und es gibt Fälle, da werden sie nicht und das aus den unterschiedlichsten Gründen. Von mir aus auch aus Gründen von gegenseitigem Decken. Das ist soll beileibe nicht gleichgültig rüberkommen. Das das nicht korrekt ist, darüber sind wir uns auch einig. Die Frage von Beweisführung und des Nachweises des Klägers von Taten sind aber nunmal Bestandteile des Rechtsstaates. Auch das ist nicht meine Idee, sondern die Realität. Wen also greife ich mir? Zunächst mal den Einsatzleiter (und den bekomme ich jederzeit raus) und weiter geht es, kann ich beweisen dass ...? Dann ...? So läuft es doch (und nicht nur theoretisch, so sieht auch die Praxis aus), andersrum übrigens auch. Und wenn der Beweisführende das aus welchen Gründen auch immer nunmal nicht kann, dann ... . Ich meine, es werden Mörder und Vergewaltiger wegen Verfahrensfehlern oder mangels eines 100igen Nachweises der Schuld freigelassen, obwohl jeder weiss, dass sie schuldig sind? Ist das korrekt? Rechtsstaatlich ja, moralisch sicherlich nicht. Und dennoch geschieht es. Klingt alles sehr theoretisch? Ja, ist es zum einen und zum anderen ist es eben die Praxis. Wenn ich in alledem keine Chance sehe oder von mir aus auch nicht daran glaube oder es idiotisch finde dann kann ich mich nur vor Ort wehren. Nur unterliege ich dann eben Folgen und Konsequenzen und wie diese aussehen ist ja bekannt. Worüber wird sich also beschwert? Über das Vorgehen oder über die Gesetzgebung, die scheinbar dann doch nicht so deutlich ist, wie sie in der Praxis benötigt wird? Über letzteres kann man immer diskutieren, weil es stets Fälle gibt, die noch nie so da waren. Zwischen Recht und Gerechtigkeit gibt es nunmal himmelweite Unterschiede und zwar nicht erst heute oder in den letzten 20 Jahren. Die gab es schon immer und wird es auch immer geben, leider stets zum Nachteil von Beteiligten/Geschädigten. Und um dem vorzubeugen habe ich eben meine eigene Deeskaltionsstrategie (andere nennen das Duckmäusertum), die bis dato eben aufgegangen ist und zwar immer. Und dass ich damit einen Teil meiner Freiheit eingebüsst habe sehe ich nicht. Ich habe das Ziel zum Fussball zu gehen und gehe dorthin und gelange auch wieder zurück, gefahrenlos. Wo werde ich also meiner Freiheit beraubt?
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 August 2010
  28. A-Team MB

    A-Team MB Verrückter

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    stimmt, die gesprächsbasis fehlt völlig! auf der einen seite menschen, die nichts derartiges erlebt haben und die, die was erlebt haben als randalierer darstellen - auf der anderen seite die, die was erlebt haben und wissen, dass man keine chance hat.
    du kannst übrigens viel über die zustände in münchen nachlesen, wenn du nach dem ama-derby 60 gg bayern suchst, als polizisten grundlos u.a. frauen und kinder niederprügelten. da laufen bis heute prozesse. lese nach (steht z.b. auch in der süddeutschen) und dann sag mir, ob das normal ist und ob man wirklich was gegen die polizei unternehmen kann. ich finde es wirklich wahnsinn, dass einem der dreck unter den fingernägeln nicht geglaubt wird, dass man hingestellt wird, als ob man nur provozierend in der gegend rumläuft und an allem selbst schuld ist. ich dachte eigentlich, dass hier normale fußballfans miteinander diskutieren... sei froh, dass du in berlin wohnst - ihr würdet euch wundern, was mit der bayrischen polizei dort los wäre!
     
  29. A-Team MB

    A-Team MB Verrückter

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    ach und face, wenn ich schon dabei bin: nur weil etwas so ist (und immer so war), soll ich es hinnehmen? ja mitnichten. wenn aber alle abtauchen und sich ducken, wird das halt nichts. provitieren wollen alle, aber was dafür tun dafür, da wird es mau... und nur weil sich zwischen theorie und praxis teilweise ein großer unterschied befindet, darf man nichts sagen und gibt der polizei immer recht? manmanman, ich kann dir geschichten erzählen, da fault einem das hirn raus, wenn man drüber nachdenkt. aber warum sollte ich? ich weiß ja wer dran schuld ist und wer unschuldig...
     
  30. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Allerdings und Du willst auch nicht weiter lesen, deswegen Schwamm drüber. Ich bin müde auf Deine theoretischen Beiträge bar etlicher Realität einzugehen und Deine, mir leicht abstrus anmutenden, Schlußfolgerungen, was dann nur noch überbleibt immer wieder zu kommentieren.
     
  31. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Realitätsnähe ist nicht jedermanns Stärke hier ;)