Pro und Kontra Mindestlohn

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Schröder, 7 April 2011.

  1. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

    Beiträge:
    10.100
    Likes:
    465
    Um das durchzurechnen müssten wir uns mal ein bestimmtes Produkt eines bestimmten Herstellers heraussuchen. ;)
     
  2. Anzeige für Gäste


    um diese Anzeige auszublenden!.
  3. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.886
    Likes:
    971
    Hehe, ich glaube kaum, das dir irgendein Hersteller seine genauen Kalkulationsdaten herausgibt. :D
     
  4. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

    Beiträge:
    10.100
    Likes:
    465
    Deshalb sag ich ja: heraussuchen. :D
     
  5. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.886
    Likes:
    971
    Na dann such mal. Wenn du irgendeine findest, die meiner Darstellung widerspricht, lass es mich wissen. :)
     
  6. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

    Beiträge:
    10.100
    Likes:
    465
    Dazu braucht man nicht zu suchen.
    ;)

    Um was für ein Produkt handelt es sich denn bei deinem Beispiel?
     
  7. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.886
    Likes:
    971
    Is doch egal, such dir eins aus!
     
  8. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

    Beiträge:
    6.019
    Likes:
    622
    Das ist korrekt und genau deswegen empfehlenswert
     
  9. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

    Beiträge:
    14.238
    Likes:
    1.901
    machst du dich jetzt über die user lustig ! ?
     
  10. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

    Beiträge:
    19.919
    Likes:
    1.053
    Und nu ist die Überlegung, was bei Portugal, Griechenland und Spanien der Mindestlohn mit der Staatsverschuldung zu tun hat. Oder in Frankreich der Mindestlohn mit der Jugendarbeitslosigkeit. Da kommste nur über Ecken hin und dann auch mit der Erkenntnis,, dass der Mindestlohn bestenfalls eine Einflussgröße, nicht aber ausschlaggebender Faktor ist.

    Für hier hat ja Schröder schon ganz gut erläutert, inwiefern die Verweigerung des Mindestlohns unter Hinweis auf die globale Konkurrenz auch nicht ganz ehrlich ist. Denn bei vielen Branchen gibt es diese internationale Konkurrenzsituation gar nicht oder - wenn - dann nür über die Kosten für z.B. einen externen Wachschutz, die dann aber bestenfalls an der Marge kratzen, keinesfalls auf die Absatzsituation.

    Weiterhin finde ich auch die Position der Regierung diesbezüglich scheinheilig. Also die Position der Parteien, die an der Regierung beteiligt sind.

    Was hat der Rüttgers (CDU) bsw. geschäumt, als Nokia von Bochum nach Rumänien zog, u.a. auch deswegen, weil es dort niedrigere Löhne gibt. "Raubtierkapitalismus" hat er gesagt, gerade so, als ob das was völlig neues ist, dass sich global operierende Unternehmen auch global nach niedrigen Kosten umsehen.

    Nur in Deutschland findet er einen "Dumpinglohn" plötzlich völlig normal und angebracht, und verweist u.a. auf das Argument: "Besser eine schlecht bezahlte, als gar keine Arbeit" oder auf die Tarifautonomie, die bspw. im Friseurhandwerk gar nicht funktioniert, weil es da gar keine Tarifparteien gibt, die da was aushandlen können.

    Neben der ganzen wirtschaftlichen Seite gibt es natürlich auch eine rechtliche: Man könnte glatt auf die Idee kommen, eine Aufstockung eines Lohns unterhalb des Existenzminimums mit ALGII sei eine (versteckete) Subvention des Staates für die Lohnkosten des Unternehmens - und die ist moglicherweise sogar rechtswidrig, weil wir als Land da auch mit europäischem Recht gebunden sind.

    Nicht zuletzt gibt es da aber auch die ethische Komponente. Für mich die entscheidende, weil man bei der wirtschaftlichen und juristischen möglicherwiese tatsächlich bei der Abwägung von Pro und Contra auf keine klare Position kommt. Und die heisst: In einer der wohlhabendsten und wirtschaftlich stärksten Länder der Welt kann es nicht angehen, dass es Leute gibt, die Vollzeit arbeiten und mit dem Lohn, den sie dabei erhalten, objektiv nicht über die Runden kommen.

    Das ist schlicht ein Armutszeugnis für das Land, wenn es sowas gibt.

    Und ja, das ist auch ein Armutszeugnis, ein humanistisches, ethisches, für alle anderen Länder, wo das so ist.
     
  11. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

    Beiträge:
    14.238
    Likes:
    1.901
    bei der derzeitigen regierung können wir getrost davon ausgehen, dass diese subvention gewollt und beabsichtigt ist.
    1. man begünstigt die zielklientel (geldgeber der parteien und politiker) durch niedrige lohnkosten.
    2. man hält die hartz-aufstocker durch den makel und die dadurch bestehende scham ruhig und von protesten ab.
     
  12. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

    Beiträge:
    6.855
    Likes:
    221
    Peinlich ist es dann trotzdem, wenn ein reiches Land wie Deutschland das nicht auf die Reihe bringt.
     
  13. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

    Beiträge:
    6.855
    Likes:
    221

    Geld lässt sich ja nicht einfach irgendwoher zaubern, jedenfalls nicht ohne Inflation. Aber für eine gerechtere Verteilung in der Bevölkerung kann man schon sorgen.
     
  14. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.886
    Likes:
    971
    Naja, was soll ein Politker auch anderes sagen, wo doch die Regierung selbst nur Dumpinglöhne zahlt, bzw. zahlen lässt? Ich erinnere mich noch an die Diskussion im Bundestag damals, als ein Grünen-Sprecher ans Rednerpult getreten ist und mal aus dem Vertrag mit dem Wachschutz des Bundestages zitiert und damit die ganze Scheinheiligkeit der Diskussion ("Wir wollen ja, aber...") mal zur Schau gestellt hat. Demnach zahlt(e) die Regierung an den Wachschutz 8 € für jeden Wachmann / Stunde an den Arbeitgeber. Davon soll der nun neben den eigenen Kosten wie die Ausrüstung und die anfallende Logistik auch noch die Sozialabgaben und evt. Ausfälle (Urlaub / Krankheit) absichern, denn wenn ein Wachmann krank wird, bekommt er natürlich weiterhin Lohn, den aber die Regierung nicht zahlt. Außerdem will der Betreiber des Wachdienstes ja auch noch was für sich übrig behalten.

    Es kann sich also jeder ausrechnen, das für den Wachmann selbst nicht mehr als 4 - 4,50 € / Stunde übrigbleiben, Brutto. Davon soll er in Berlin nun leben können und dafür soll er nun im Zweifelsfall sein Leben riskieren, um das unserer gutbezahlten Politiker zu schützen. Ehrlich gesagt: bei dem Lohn hätte ich als Wachmann dem mutmaßlichen Attentäter noch gezeigt, wo er seine Bombe am effektivsten verstecken soll damit auch möglichst viele von den Schweinen, die mich für diesen Hungerlohn Tag und Nacht arbeiten lassen, dabei draufgehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 April 2011
  15. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

    Beiträge:
    19.919
    Likes:
    1.053
    Jep. Ich glaube ernsthaft, dass ist das größte Manko unserer Gesellschaft. Dass man in der Politik sich nicht traut, das zu äußern was man tatsächlich will, ein ehrliches, schlüssiges Gesellschaftskonzept vorzulegen, welches man dann auch entsprechend argumentativ verteidigen kann. Sicher aus dem grund, weil ´dann klar ist, dass man niemals die Chance bekommen wird, dieses Konzept auch umzusetzen. Aus der Diskrepanz zwischen dem, was man als politischen Willen äußert und dem, dass man innerlich tatsächlich will, und dem, was man dann tut (nämlich eher nach dem inneren Willen), resultiert das, was wir hier erleben.

    Da fehlt schlicht die Aufrichtigkeit.
     
  16. André

    André Foren-Capo Administrator

    Beiträge:
    43.844
    Likes:
    2.739
    Der Friseurvergleich gefällt mir. Habe ne weitläufig bekannte, die hat 2 Friseursalons, und fährt nen Porsche Cayenne. Die Mädels verdienen wohl kaum mehr als 800 Euro netto.

    So und jetzt rechnen wir mal, ne Oma geht da rein, Dauerwelle, Haare waschen und schneiden und föhnen. Oma zahlt 80 Euro, das ganze dauert eine Stunde. Von den 80 Euro sieht das Mädel, vielleicht 5 Euro. Rechne nochmal 5 Euro für Farbe, Gel oder was weiß ich. ;)

    Es geht eben nicht drum, dass sich das ganze nicht mehr rechnen würde, sondern es geht drum, dass meine weitläufig Bekannte nichts von Ihrem Profit abgeben will. Noch lieber wäre Ihr, sie könnte sich noch nen zweiten Porsche Cayenne leisten, und die Mädels kämen ganz für nichts arbeiten.
     
  17. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

    Beiträge:
    6.019
    Likes:
    622
    Nicht, also bei den Banken gings auch, Leitzins runter und die Drucker anwerfen.....
     
  18. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

    Beiträge:
    7.141
    Likes:
    801
    Selbst wenn man einen Mindestlohn einführen würde, muß man sich die Frage stellen: Was passiert dann und wie hoch sollte der sein?

    Der Mindestlohn sollte sich an den Lebenshaltungskosten orientieren.
    Da wir in der BRD verschiedene Lebenshaltungskosten haben, dürfte der Mindestlohn nicht überall gleich sein, wäre doch ungerecht oder?
    Dann würden aber Hersteller in gebieten mit niedrigeren Lebenshaltungskosten Ihre Produktpreise Preiswerter anbieten können als zB Hersteller in Berlin.
    Und ein Arbeiter, der in Berlin (teuer) wohnt aber in Brandenburg (niedrigere Lebenshaltungskosten als Berlin) zur Arbeit geht, welchen Mindestlohn hat er dann? Den von Berlin oder den von Brandenburg (nur so als Beispiel)

    Bei Mindestlöhnen würden die Produktionskosten steigen, was letztendlich höhere Preise nach sich zieht. Provokante Frage: was sage die "Geiz ist geil" Fraktion dazu? Leider hat es sich in Deutschland auch zu einem Volkssport entwickelt, das für service nicht mehr bezahlt werden will.

    Ich bin am Ende gegen die gesetztlich festgelegten Mindestlöhne.

    Aber ein "normaler" Arbeitnehmer muß in der Lage sein von seinem Gehalt seine Familie zu ernähren.

    Aber was ist ein normaler Arbeitnehmer?
    Soweit ich weiß haben wir 1,5 Millionen Hartz 4 Aufstocker davon sind 50% die keinen vollzeitjob haben, da frage ich mich warum?
    ich könnte (wie gesagt könnte) den 400,-€ Jobbern unterstellen, das die Arge denen ja nicht die Leistungen kürzt solange die einem 400,-€ Job nachgehen, also warum 8 Std am Tag arbeiten wenn 2 auch reichen?. Für diese personengruppe würde ein Mindestlohn nichts ändern.

    Bei den 50% die einer 8 Std beschäftigung nachgehen, muß definitiv etwas getan werden.
    Aber mMn bringt uns hier ein Mindestlohn nicht weiter.

    Was aber definitv gemacht werden muß, ist den unsäglichen Zeitarbeitsfirmen den Hahn abzudrehen, hier muß eine Regelung her, das zB ein Arbeitnehmer einer Zeitarbeitsfirma nicht weniger als 90% bis 95% der Stammbelegschaft verdienen darf. Dann fallen wahrscheinlich auch schon 70% der Aufstocker mit Vollzeitjob weg.

    Ich denke somit brauchen wir keine Mindestlöhne sondern eine echte soziale Marktwirtschaft
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 April 2011
  19. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

    Beiträge:
    19.919
    Likes:
    1.053
    Woanders bekommen die ausgeliehenen Arbeitnehmer sogar mehr als die Stammbelegschaft. Das hält die Arbeitgeber an, diese nur dann und nur solange zu holen, solange sie wirklich zur Abdeckung von Sonderbedingungen erforderlich sind.

    Ansonsten: Klar kann man (einige Gebiete in) McPomm nicht mit München in einen Topf werfen. Aber wenn es Leute gibt, die nichtmal in McPomm soviel verdienen, dass sie in McPomm ohne staatliche Hilfe auskommen können, obwohl sie Vollzeit arbeiten, dann stimmt was nicht.
     
  20. André

    André Foren-Capo Administrator

    Beiträge:
    43.844
    Likes:
    2.739
    Die zwei Wörter stehen aber in einem krassem Widerspruch.
    Mal ehrlich, sowas gabs vielleicht in Zeiten des Wirtschaftswunders noch. Heute gibts das wohl nur noch äußerst selten. Alles ist auf Gewinnmaximierung aus, und das soziale wird dabei unter den Tisch gekehrt.
    Rücksicht auf Einzelschicksale gibts doch gar nicht mehr, sobald irgendeine Kennzahlen überschritten ist, wird gehandelt und fertig.

    Manche Unternehmen erzählen Ihren Mitarbeitern auch schon seit 20 Jahren, dass ja alles so schwierig ist, eigentlich kein geld da sei, nur um die Arbeiter mehr oder weniger vorzuwarnen, bloß nicht nach einer Gehaltserhöhung zu fragen. Da wird die Angst der Mitarbeiter ausgenutzt um Druck auf diese auszuüben.

    Soziale Marktwirtschaft gibbet nicht!
     
  21. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

    Beiträge:
    7.141
    Likes:
    801
    Da hast Du vollkommen Recht, aber ich denke ein gesetzlicher Mindestlohn ist hier nicht zielführend, sondern die Bekämpfung der Ausbeutung durch Zeitarbeit. Meine Lebensgefährtin hat mangels Alternative 6 Monate für eine Zeitarbeitsfirma gearbeitet, zufällig in einer Firma in der ein bekannter von uns auch arbeitete (Festangestellt). unser Bekannter bekam 10,80 die Stunde und Sie 6,90 noch krasser war der Unterschied bei den Zulagen für zB Wochendarbeit. Bekannter 100% Zulage, über die Zeitarbeit gerade noch 40%.
    Die Zeitarbeitsfirmen machen sich die Taschen voll und lachen sich eins, da der Staat das noch unterstützt.

    Ich finde leider keine Zahlen, wieviele der hartz 4 aufstocker mit Vollzeitjob bei einer Zeitarbeitsfirma haben. Ich denke aber das ist der Größte Anteil
     
  22. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

    Beiträge:
    7.141
    Likes:
    801
    Finde ich nicht, da wo nötig muß der Staat eingreifen, nämlich dann, wenn die allgemeinheit zahlen muß.
     
  23. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.886
    Likes:
    971
    1. Natürlich bräuchte man da Abstufungen. Aber auch ein Arbeitnehmer in Brandenburg sollte nicht weniger als 7,50 / Stunde verdienen. In Berlin entsprechend dann vielleicht 8,50.
    2. Sie hätten evt. etwas niedrigere Lohnkosten als Ausgleich für die schwächere Infrastruktur (Verkehrsabindung etc.) Das gibt es jetzt aber auch schon, durch entsprechend unterschiedliche Hebesätze bei der Gewerbesteuer z. B..
    3. Er hätte den von Brandenburg, weil sich der Mindestlohn am Sitz des Unternehmens richtet. Aber warum sollte jemand, der in Brandenburg arbeitet, in Berlin wohnen? Oftmals ist es doch genau umgekehrt: Im Umland wohnen, in der Stadt arbeiten. Jemand, der in Brandenburg wohnt und in Berlin arbeitet hätte entsprechend den etwas höheren Berliner Mindestlohn, dafür aber auch die weiteren Arbeitswege als "erschwerenden Ausgleich" zu den niedrigeren Lebenshaltungskosten in Brandenburg.
    4. Die ist mir ziemlich egal. Es müssten aber nicht mehr soviele "Geizen", wenn der Lohn entsprechend wäre.
    5. Es geht hier in 1. Linie um vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Allerdings darf es sich für die "Geiz ist Geil"-Arbeitgeber natürlich auch nicht lohnen, eine Volltagsstelle in 2 oder 3 400-€-Jobs umzuwandeln, so das der Mindest-Stundenlohn auf alle Fälle auch hier gelten muss.
    6. Bei den Zeitarbeitern scheint sich wirklich was zu tun. Nur muss man hier aufpassen, das sich der Mindestlohn auch am Einsatzort orientiert und nicht am Sitz der Zeitarbeitsfirma.
    Damit nicht "reguläre" Arbeitsplätze in z. B. München auf eine Zeitarbeitsfirma im "billigeren" Umland ausgelagert werden können.

    Insgesamt könnten Mindestlöhne also dazu führen, Betriebe aus "Ballungszentren" in lohnkostengünstigere Gebiete mit schwacher Industrie umzusiedeln (bzw. Neugründungen dort attraktiver zu machen) und somit die Arbeitsplätze etwas gerechter in Deutschland zu verteilen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 April 2011
  24. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

    Beiträge:
    19.919
    Likes:
    1.053
    Jep. So sollte es eigentlich sein.

    Blöderweise greift der Staat immermalwieder da ein, woes nicht notwendig wäre, bspw. eben durch die Subventionierung von Personalkosten, und greift da nicht ein, wo es nötig wäre, bspw indem er festlegt, dadd die Allgemeinheit nicht die Lohnkosten der Arbeitgeber bezahlt.
     
  25. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

    Beiträge:
    7.141
    Likes:
    801
    1. + 3. Aber nicht alle wohnen im Umland und gehen in der Stadt Arbeiten, dadurch würde ja eventuell jemand der in Berlin wohnt ja einen niedrigeren Mindestlohn haben als einer der in Brandenburg wohnt. Dann müsste der Berliner ja ev doch wieder aufstocken.

    2. Die Hebesätze der Gemeinde haben mit den Löhnen aber nu gar nix zu tun. Mit den Hebsätzen wird die Gewerbesteuer festgelegt, und die Gemeinden mit schlechter Infrastruktur haben keine Hohe Gewerbesteuer. Sonst würden sich da ja keine Firmen ansiedeln oder sogar die vorhanden wegziehen.

    4. Hier liegst Du falsch, die "Geiz ist geil" Mentalität hat nix mit der Höhe des Einkommens zu tun. Ich rede von Mentalität also diejenigen, die sich Höhere Preise Leisten könten, es aber trotzdem machen. Wenn Du die nicht hast, umso besser, dann sind wir ja schon zwei.

    5. Ich glabe hier hast Du mich missverstanden, ich meine Hartz4 Aufstocker, die nur einen 400,-€ Job haben. warum gehen die nicht 8 stunden arbeiten?

    6. Das erübrigt sich wenn bei Zeitarbeitsfirmen nachezu das selbe gezahlt wird wie im richtigem Arbeitsverhältniss
     
  26. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

    Beiträge:
    7.141
    Likes:
    801
    Genau so muß es sein.
     
  27. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.886
    Likes:
    971
    1+3 Richtig, ja. Aber nochmal: Warum sollte jemand in Brandenburg arbeiten und in Berlin wohnen, wenn er auf Mindestlohn angewiesen ist? Wenn er sich von seinem Lohn Berlin nicht leisten kann, muss er eben nach Brandenburg umziehen. Wäre auch nicht der erste, der jobbedingt seinen Wohnsitz ändern muss. Andere werden über 100te von Kilometern versetzt, wenn sich dort ein besserer Job findet oder das Unternehmen umzieht.

    2. Auch richtig, es ging mir aber darum aufzuzeigen, das es auch jetzt schon Kostenunterschiede zwischen Betrieben in Brandburg und Berlin gibt.

    4. Auch die gibt´s. Es sollte aber keine Rücksicht drauf genommen werden, wenn sie menschenwürdigen Mindestlöhnen im Weg stehen. Wenn das gewünschte Produkt oder die Dienstleistung nunmal teurer wird, müssen sie den höheren Preis zahlen oder ganz verzichten. Ich kann doch auch nicht zum Frisör gehen und sagen" Du schneidest mir jetzt die Haare für 5 €, Basta!"

    5. Kann verschiedene Gründe geben. Entweder bietet der Arbeitgeber keine Vollzeitbeschäftigung an, weil er 400-€-Jobs z. B. pauschalversteuern und /-versichern kann, oder die haben Kinder, auf die sie nachmittags nach der Schule aufpassen müssen und deswegen nur vormittags arbeiten oder, und die gibt es auch, sie sind mit ihrem Leben so wie es ist zufrieden.

    6. Trotzdem muss sich die Entlohnung am Einsatzort orientieren. Aus schon genanntem Grund. Auch bei regulären Jobs gibt es Löhne unterhalb des Mindestlohns.
     
  28. Rupert

    Rupert Je suis soleil

    Beiträge:
    36.158
    Likes:
    3.172
    Man kann 2 400,- Jobs machen und es fällt dann keine Steuer und dergleichen an?
     
  29. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

    Beiträge:
    10.100
    Likes:
    465
    Doch, genau das kannst du.
     
  30. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.886
    Likes:
    971
    Meine treu, bist du ein Erbsenzähler: Richtig, das kann ich. Aber er wird´s nicht machen. Würde er es doch tun, würde ich da nicht mehr hingehen. Weil ich mir dann sicher sein kann, das er seine Angestellten nicht vernünftig bezahlt. Das geht nämlich von 5 € nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 April 2011
  31. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

    Beiträge:
    7.141
    Likes:
    801
    Da bist Du aber eine der gaaaaanz wenigen Ausnahmen!