Pro und Kontra Mindestlohn

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Schröder, 7 April 2011.

  1. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Tja, dann ist der Mindestlohn eben zu gering.
     
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  3. Schalke-Königsblau

    Schalke-Königsblau Derbysieger 2012/13

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    Und diese Aussage ist aber richtig.
    Natürlich betrifft es nicht die Beamten, oder die im öffentlichen Dienst. Also die, in der Richtung, eh keine Ahnung haben. Die hatten noch nie Existenzängste. Existenzängste, sogar und extra noch oben drauf, weil sie eben den Mindestlohn bekommen haben. Denen wurde und wird nie, so wie den von den von mir genannten Arbeitern, auf die Füsse getreten.
    Ebenso mach andere, denen es ähnlich ergeht. Letztens weil sie eh mehr Geld verdienen, oder vielleicht weil sie selbstständig sind, oder so on.
    Für die Minderverdienenden geht es, schlicht und einfach und nicht unbekannt, zum Zweitjob.
    Das ist die reale, und auch nicht unbekannte Richtung.
    Nicht alle von denen hier vertretenen usern haben eben den nötg. Dazu kannste mal ne Rundfrage starten, ob so manche hier ihn nötig haben. Ich behaupte mal, du wirst auf eine Minderheit treffen. Auf vereinzelte User. Wenn sie es den überhaupt zugeben wollen. Denn nicht jeder gibt zu, dass es ihm finanziell schlecht geht. Oder, sie schweigen schlicht und einfach. Z.B. weil sie sich mit all dem und den Existenzängsten so gut auskennen wie der Uli H. mit der Wahrheit.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 August 2015
  4. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Darin sehe ich weniger den Grund. Ich denke das hier im Forum die politische Einstellung und das meine ich gar nicht böse, eher links zu finden ist. Und da finde ich mich politisch nun mal gar nicht wieder.

    Es gab hier mal ne Umfrage, "was würden sie wählen" oder so ähnlich da war die Linke die stärkste Partei hier :)
     
  5. Schröder

    Schröder Problembär

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    1. Das wir nicht freiwillig bereit sind, mehr zu bezahlen, ist ja ein Grund FÜR den Mindestlohn. Jetzt kann es z. B. auf regulärem Wege keinen Haarschnitt mehr geben für 9,- €, weil es sich sonst für den Inhaber des Salons nicht rechnet und er daran kaputt gehen würde. Wer jetzt zum Friseur möchte, dem bleibt nix anderes übrig, als die höheren Preise zu zahlen, da nützt ihm sein Geiz gar nix. Alternativ kann er sich die Haare nur noch selber schneiden.

    Auf der anderen Seite führt der Mindestlohn gerade dazu, das sich jetzt auch die einen Friseurbesuch leisten können, die sich vorher von ihren 5,- € Stundenlohn gerade mal Miete und was zu Essen leisten konnten (wenn überhaupt).

    2. Verkehrt daran ist, das sie dadurch anderen, die sich in Vollzeitarbeit ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, den Job "weggenommen" hat. Das ist logischerweise nicht ihre Schuld. Es war halt für die Unternehmen billiger, 3 Minijobber anzustellen als 1 Vollzeitkraft. Da konnte man sich auch so schön um bezahlten Urlaub, bezahlte Überstunden und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall drücken. Jetzt läuft der Hase andersrum: Stunden müssen aufgezeichnet werden und weil zu den 8,50 netto noch die Pauschalabgaben von 30 % draufkommen, sind Minijobs inzwischen für den Arbeitgeber sogar teurer als Vollzeitjobs, wo die 8,50 Brutto sind und nur noch ca. 20 % Arbeitgeberanteil zusätzlich anfallen.

    3. Im Internet kaufe ich nur Geburtstagsgeschenke für diejenigen, die weiter weg wohnen. Hat aber nichts mit Geiz zu tun, sondern mit der Faulheit und Zeitersparnis, die Pakete selber zu verpacken und dann zur Post zu bringen. Wenn das dann in Zukunft 5 € mehr kostet, weil die Zusteller endlich vernünftig bezahlt werden, dann trag ich die Mehrkosten gerne.

    Halt neee... unser Staubsauger ist auch aus ´m Intenet.

    Ich werde jedenfalls nie im Internet kaufen, weil die Sachen da billiger sind. Da müsste ich ja vorher trotzdem in die Geschäfte rennen nur um die Preise zu vergleichen und die Bequemlichkeit wäre dahin. Und vorher zum Fachhändler und beraten lassen ist schon mal gar nicht drin, das wär mir dann zu blöd.

    4. Ich war selber mal Leiharbeiter. Eine Festanstellung hätte ich damals nie bekommen. Analog zu deinem 2. Punkt: Was ist daran verkehrt, sofern die Leiharbeiter vernünftig bezahlt werden? Werden sie aber auch erst seit Einführung des Mindestlohns (jedenfalls ansatzweise, ich zumindest hätte damals gerne 8,50 / Stunde gehabt). Und Leiharbeit verbieten ohne Mindestlohn bringt gar nix. Dann verdienen die neuen Festangestellten eben soviel wie vorher die Leiharbeiter und damit weniger als den Mindestlohn.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 August 2015
  6. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Zu 1.
    Da sich aber auch die Ausgaben erhöhen (Preiserhöhungen beim Frisuer zB) wird am Ende kaum etwas übrig bleiben.

    Zu2
    Stimmt, damit nimmst Du aber vielen Leuten die Möglichkeit einen Zweitjob anzunehmen um sich mehr Leisten zu können. Weil nicht so viele angeboten werden. Du triffst halt genau die, die es nicht treffen sollte. Die Leute, die genau darauf angewiesen sind. Und 2 Vollzeitjobs geht halt nicht oder Kinder erziehen und Vollzeitjob. Zumindest bei Alleinerziehenden

    Zu3
    Sehr löblich aber da bist Du die Ausnahme. leider.

    Zu4
    Da stimme ich Dir nicht zu und zwar nur aus einem Grund. Die Zeitarbeitsfirmen gehören verboten!
     
  7. Schröder

    Schröder Problembär

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    Zu 1. Wenn ich am Ende des Monats dank Mindestlohn 200,- bis 250,- € mehr in der Tasche habe, kann ich mir die 3-5 € mehr beim Friseur auch eher leisten als vorher. Es wird ja nicht alles teurer.
    Zu 2. Der Mindestlohn soll ja gerade dazu führen, das viele keinen Zweitjob mehr brauchen. Zumindest bringt ein Zweitjob nichts, wenn ich mit dem Zweitjob ohne Mindestlohn vorher nicht mehr verdient habe als jetzt dank dem Mindestlohn bei einem Job. Wer vorher trotz Vollzeitbeschäftigung nur 750,- Netto bekommen hat und dann nochmal 250,- über einen Zweitjob hinzuverdienen musste, ist jetzt mit 1.000,- allein für den 1. Job doch viel besser dran.

    Also ich arbeite monatlich lieber 160 Stunden zu 8,50 / Stunde als 272 Stunden zu 5,- / Stunde. Kommt aber Brutto auf´s selbe raus, sind jeweils 1360,- € . 100 Stunden weniger Arbeit bei gleichem Geld, da sagt kaum einer Nein und verzichtet gerne auf den Zweitjob.

    4. Dann wäre ich wohl 2 Jahre länger arbeitslos gewesen. Kann ich mich nicht mit anfreunden, sorry. Verboten gehören nicht die Zeitarbeitsfirmen, sondern deren teilweisen Umgang mit ihren Leiharbeitern. Aber auch da sorgt der Mindestlohn in Verbindung mit den Aufzeichnungspflichten schon für Besserung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 August 2015
  8. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Zu1.
    es ist ja nicht nur der Friseur, nahezu alle Dienstleistungsgewerde sind betroffen.
    Das sind 5,-€ beim Friseur, 4,-€ beim Bäcker, 15,-€ beim Taxi, 2 euro beim Paket u.s.w

    Zu2.

    Du hast da zwei kleine Denkfehler drin. Erstens sind von den 8,50 am wenigsten die Vollzeit beschäftigten betroffen. ca 9% der Arbeitnehmer. Wo hingegen 20% auf Teilzeitjobs entfallen und dann noch knapp 60% auf die Leute die nur einen Teilzeitjob machen.
    Und zweiten und da wiederhole ich mich es trifft diejenigen die es nicht treffen sollte.

    http://www.iwh-halle.de/d/publik/presse/19-13L.pdf

    Das ist ja nu absoluter Quatsch, wenn man mit Brutto 1360 nicht auskommt, kommt man doch nur durch weniger Arbeit nicht plötzlich aus?. Ne unterm Strich beleibt immer noch der selbe Verdienst, also finanziell kein Vorteil. Ergo musst doch doch wieder einen Zweitjob haben, die aber immer weniger werden. Da führst du deine eigene Argumentation ad absurdum.

    Zu4
    Sehe ich anders, aber ganz anders. Denn:

    Zeitarbeitsfirmen kreieren keine Jobs, sie vergeben nur Jobs die es gibt! Und das zu menschenunwürdigen Bedingungen und machen sich obendrein noch die Taschen voll.

    Das Prinzip Leiharbeit funktioniert doch so:
    Der AG hat eine offene Stelle zu besetzten, die ihn durch den Tarifvertrag 20,-€ die Stunde kosten würde.
    Also ruft er bei der Zeitarbeitsfirma an. Die bietet Ihm den Mitarbeiter an für 16,- die Stunde.
    Ankommen tun beim AN aber nur 8,50.
    Das ist nichts anderes als ein Zwischenhändler, der erstens den Gewinn des Auftraggebers optimiert und seinen eigen auch noch erwirtschftet. Und das nicht weil er irgendetwas "erschaffen" hat, nein sondern nur auf Kosten des AN!


    PS nicht falsch verstehen ich kritisiere nicht das Du bei einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet hast. Aber dein Schluß, das Du dann ev länger arbeitslos gewesen wärst, den Glaube ich nicht, wahrscheinlich hättest Du den Job auch so bekommen, ohne Zeitarbeitsfirma, nur hättest Du das doppelte verdient.
     
  9. Verdandi

    Verdandi Männerversteherin

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    Also bei uns ist der Stundensatz, den die Zeitarbeitnehmer bekommen von uns vorgeschrieben und der ist genauso hoch wie bei einem Festangestellten. Nennt sich "equal pay" und sollte mittlerweile normale Praxis sein. Lediglich wenn der Zeitarbeitnehmer Urlaub hat oder in puncto Weihnachtsgeld sind eigene Mitarbeiter noch teurer. Der Vorteil der Zeitarbeit ist, dass man als Arbeitgeber flexibler ist, da die Zeitarbeitsveträge halbwegs kurzfristig kündbar sind.
    Das ist bei uns eben der wichtigste Aspekt, da wir gerade im Sommer die umsatzstärksten Monate haben, wo von unserer Stammbelegschaft die Hälfte im Urlaub ist.
     
  10. Schröder

    Schröder Problembär

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    Zu 1. Die Hauptausgaben für Menschen in diesem Verdienst-Bereich sind Miete und Lebensmittel, die aber nicht betroffen sind (Ausnahme Bäcker). Der Anteil am Verdienst für Extra-Ausgaben steigt also mehr als die Ausgaben in diesem Bereich: Wo vorher im Monat gar kein Geld für "Dienstleistungen" übrig blieb und man am Existenminimum darbte, sind es jetzt 200,-. Da kann das Brötchen auch mal 5 Cent mehr kosten oder der Friseur, das Taxi 5 €. Tatsache bleibt, das man es sich überhaupt mal leisten kann, wenn es auch teurer geworden ist.

    Zu 2.:
    Was heißt mit "Mit 1360 Brutto nicht auskommt?" Ist man doch vorher auch, bzw. hat es müssen, da man trotz Zweitjob nicht mehr hatte. Wieviele Jobs willst du denn machen, wieviel Stunden arbeiten, um mit deinem Geld auszukommen? Klar, du kannst auch bei 5,- € / Stundenlohn 3 Jobs machen und 300 Stunden arbeiten, für Brutto 1.500,- Piepen, da sind dann 10 Stunden am Tag, inkl. Sonntags. Viel Spaß! Hat aber der Gesetzgeber einen Riegel vorgeschoben, da er nicht mehr als 60 Wochenstunden erlaubt. Da fällste dann schnell auf die Nase.

    Da führst du dann deine Argumentation ad absurdum: Wer mit 1360 € bei einem Job nicht auskommt, kommt mit demselben Geld auch bei 2 Jobs nicht hin. Zumal noch Ausgaben wie Fahrkosten zum 2. Arbeitgeber etc. das Budget belasten und er trotz Zweitjob ausgabenbereinigt vorher weniger Geld hatte als jetzt mit einem.

    Zu 4. Der AG würde diese Stellen aber eventuell nicht besetzen, wenn er sich dadurch längerfristig einen AN ans Bein binden würde, den er evt. nicht so schnell wieder los wird. Er würde dann die Unterbesetzung durch Überstundenanordnung ausgleichen, gerade wenn nur Auftragsspitzen abzuarbeiten sind und er die neuen Festangestellten danach eigentlich nicht mehr braucht. Außerdem kann er Leiharbeiter nach Personenzahl ordern und braucht sich nicht um Urlaub, Elternzeit etc. zu kümmern. Fällt einer aus, kommt ein anderer und er muss nichtmal Urlaubsgeld oder Lohnfortzahlung bei Krankheit etc. bezahlen. Es sitmmt also nur zum Teil, das Zeitarbeiter die Rolle von Festangestellten übernehmen, weil sie billiger sind. Und gerade der Mindestlohn oder die Bestimmungen zur gleichen Bezahlung von Festangestellten und Leiharbeitern, die damit einhergehen, lassen diesen Anteil immer weniger werden.
     
  11. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Ich geb auf..... :)
     
  12. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Dass dieses neoliberale Denken Freunde unter Arbeitgebern und konservativen Politikern hat leuchtet mir ja ein. Aber ich wundere mich schon, dass sie es geschafft haben eine große Anzahl Arbeitnehmer davon zu überzeugen für weniger zu arbeiten als drin wäre. Und die feiern auch noch die Gewinne ihrer Arbeitgeber.
     
  13. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Hatten wir hier in ähnlicher Form schon mal vor etlicher Zeit als ein Artikel aufgegriffen wurde, dessen Aussage in die Richtung ging: Ein guter Teil der Arbeitnehmer beutet sich mittlerweile freiwillig selbst aus und fühlt sich auch in irgendeiner Form wohl dabei.
     
  14. Detti04

    Detti04 The Count

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    Einfache Erklaerung: Bueroarbeiter verstehen schlichtweg nicht, dass sie zur Arbeiterklasse gehoeren.
     
  15. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Und findet es Scheisse wenn andere streiken.
     
  16. Schalke-Königsblau

    Schalke-Königsblau Derbysieger 2012/13

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    Einfachste Erklärung: Beamte und Menschen, die im ÖD arbeiten wissen anscheinend nicht, dass sie nicht zur Arbeiterklasse gehören.
     
  17. fabsi1977

    fabsi1977 Theoretiker

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    Es gibt viele im ÖD die zur Arbeiterklasse gehören. Bauhof, Wasserwerk, Abwasserbeseitigung, Grünpflege, Fahrer............

    Ansonsten versteh ich den Zusammenhang nicht so recht. Warum haben nur Beamte keine Existenzängste? Bei uns sagt man nicht umsonst, man IST beim Daimler.
     
  18. Schalke-Königsblau

    Schalke-Königsblau Derbysieger 2012/13

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    Klar. Die im ÖDienstverhältnis gehören auch zur Arbeiterklasse. Is doch klar. Von daher, lass ma.
    Ansonsten dürfte nicht schwer zu erkennen sein, was gemeint ist.

    Im Kreis drehen ? Nee. Dazu nich. Tut nich Not.:top:
     
  19. Schröder

    Schröder Problembär

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    Vielleicht weil nicht jeder Arbeitnehmer seinen Arbeitgeber nur als Melkkuh ansieht, aus der es jeden Tropfen rauszupressen gilt, sobald mal das Unternehmenskonto in den schwarzen Zahlen ist.
    Vielleicht auch, weil es Arbeitnehmer gibt, die das Risiko und den Aufwand ihres Arbeitgebers kennen und schätzen, als dieser das Unternehmen gegründet hat.
    Vielleicht auch, weil er sieht, das Chef für seine 1000,- Euro mehr im Monat teilweise eine 60 Stunden-Woche hinlegen muss, während man selbst nach 40 Stunden die Bürotür zu macht.
    Könnte sogar sein, das einigen ein sicherer Arbeitsplatz und gutes Betriebsklima wichtiger ist als höchstmöglicher Verdienst und Jeder gegen jeden aber alle gegen den Arbeitgeber, weil der einen ja eh nur ausbeuten will.
    Am Ende haben welche sogar Spaß an der Arbeit und arbeiten deswegen mal 'n Stündchen länger, um z. B. bei hohem Arbeitsanfall nicht unter Streß und Zeitdruck zu geraten, damit auch alles nach Stechuhr fertig ist.

    Zusammenfassend: Nicht für jeden ist der Arbeitgeber der Klassenfeind und nicht für jeden ist die Arbeit nur ein notwendiges Übel zur Unterhaltssicherung.
     
  20. fabsi1977

    fabsi1977 Theoretiker

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    Nö, versteh es immer noch nicht, aber egal, lass es gut sein.

    Als Ergänzung zu Schröder vielleicht noch weil die überwiegenden Mehrheit in diesem Land gut verdient, vom Mindestlohn weit entfernt ist und daher diesen einfach ablehnt aus Angst er macht die Wirtschaft kaputt.

    Und bevor der Shitstorm kommt, ist nicht meine Meinung.
     
  21. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Na dann ist ja alles gut, wozu dann die Diskussion hier?
     
  22. Schröder

    Schröder Problembär

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    Weil es hier um den Mindestlohn geht und nicht um "weniger als möglich wäre". Warum soll jemand mit 30,- € Stundenlohn sich nicht über ein gutes Betriebsergebnis freuen, wenn er mit seinem Gehalt gut klar kommt und mit seiner Arbeit zufrieden ist, obwohl vielleicht auch 33,- € / Stunde "möglich wären"?

    Bei AN am Existenzminimum würde ich es auch nicht verstehen, wenn sie übermäßig große Sympathie für ihren AG hegen und eigene Ansprüche zugunsten des AG zurückstellen, damit dieser seinen neuen Benz finanzieren kann. Gibt aber GottseiDank auch noch andere Jobs.
     
  23. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Du übertreibst mal wieder, von denen rede ich ja auch nicht
    sondern von denen, und von denen kriegen hinreichend viele den Mund nicht auf. Oder siehst du sie protestieren? Nö, die kuschen doch alle, weil sie noch froh und dankbar sind für ihren Mindestlohn. Weil ohne den hätten sie ja gar keinen Job. Kriegen wir doch hier auch noch erzählt.
     
  24. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Dabei sollten sie besser aufpassen, nicht irgendwann von nem Leiharbeiter ersetzt und selber einer zu werden. Und dann wieder dankbar sein sollen, dass sie einer werden durften.
     
  25. Schröder

    Schröder Problembär

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    Du schreibst, das sie die Gewinne von ihren Arbeitgebern feiern. Wieviele die gerade mal und nur aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen den Mindestlohn bekommen wissen überhaupt, ob ihr Arbeitgeber Gewinn gemacht hat, den sie feiern könnten? Da liest von denen doch keiner die Bilanzen. Geschweige denn, kann er damit was anfangen.

    Nein, diejenigen, die sich derart mit ihrem AG identifizieren, gehören im Allgemeinen nicht zu dieser Verdienstgruppe.
     
  26. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Dann nimm meinetwegen "Die deutsche Wirtschaft".
     
  27. Schröder

    Schröder Problembär

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    Ob sie die deutsche Wirtschaft feiern, weiß ich nicht. Kann mir aber gut vorstellen, das sie ganz froh sind, wenn sie statt 6,50 jetzt 8,50 / Stunde verdienen. Immerhin ca. 30 % mehr als vorher.

    Warum sie ohne den Mindestlohn aber gar keinen Job hätten, ist mir erstmal schleierhaft.
     
  28. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    War ein Fehler von mir. Der Mindestlohn gefährdet ja Arbeitsplätze. Bei soviel Unsinn kann man schon mal durcheinander kommen.
     
  29. fabsi1977

    fabsi1977 Theoretiker

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    Glaubst du ehrlich daran dass Ingenieure irgendwann durch Leiharbeiter ersetzt werden?
     
  30. Schröder

    Schröder Problembär

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  31. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Wer als Ingenieur mal nen neuen Job gesucht hat, der weiß ungefähr, wieviele Angebote von Zeitarbeitsfirmen kommen.
    Kannst dich ja mal bei den größeren Vertretern der Branche umsehen, was die so anbieten.