Pfandbon-Kündigung vom BAG aufgehoben

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von BoardUser, 10 Juni 2010.

  1. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

    Beiträge:
    19.919
    Likes:
    1.053
    Klick

    Hauptgründe: geringer Schaden, kein vollständiger Vertrauensverlust wegen der langen Betriebszugehörigkeit.

    Ich denke, das ist in Ordnung so.

    Feuer frei für die Diskussion!
     
  2. Anzeige für Gäste


    um diese Anzeige auszublenden!.
  3. TRK

    TRK Well-Known Member

    Beiträge:
    2.696
    Likes:
    17
    diese Bagatellkündigungen kotzen mich an. Egal ob es um Pfandbons für 1,30 € geht, oder um ne Semmel.
     
  4. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

    Beiträge:
    17.885
    Likes:
    2.978
    Mich im Grunde auch, wenn da nicht der Vertrauensverlust und das Vorleben der Vertragspartnerschädigung immer in der Luft herum wabern würden.

    Ich meine jedoch, in diesem Fall sollte das Urteil jenseits jeglicher Kritik stehen.
     
  5. Simtek

    Simtek Well-Known Member

    Beiträge:
    15.910
    Likes:
    847
    Wo ist denn da überhaupt ein Schaden für Supermarktkette?!? :suspekt:
    Die hätten das Pfandgeld doch auch auszahlen müssen, wenn irgend jemand anders diese Pfandbons gefunden und eingelöst hätte.
     
  6. André

    André Foren-Capo Administrator

    Beiträge:
    43.821
    Likes:
    2.736
    Irgendjemand anders, ist im Handel in der Regel aber sehr viel mehr wert, als der eigene Mitarbeiter.

    Es gibt auch Geschäfte die geben Ihren Kunden Artikel mit, die kurz vorm ablaufen sind, aber nur dem Kunden, wehe der Mitarbeiter holt sich da was weg, dann gibts direkt ne Abmahung.

    Traurig aber wahr, aber gerade im Einzelhandel haben viele Chefs und Unternehmen noch nicht begriffen dass ein motivierter Mitarbeiter Gold wert ist. Und so lange die Mitarbeiter so behandelt werden, muss sich auch kein Kunde über die Servicewüste, oder die oftmals weniger gut gelaunten Verkäufer wundern. ;-)
     
  7. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

    Beiträge:
    19.919
    Likes:
    1.053
    Keine Gegenargumente? Schade...:D

    Dann habe ich noch eine Frage zu diskutieren: Was ist denn "kein geringer Schaden"?
     
  8. kleinehexe

    kleinehexe SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16

    Beiträge:
    21.782
    Likes:
    2.032
    Hm..aber auch da hätten sie das ja quasi einem Dieb oder wie auch immer man einen Pfandbonfinder nennen will das Geld ausgezahlt. Wäre es beobachtet worden, hätte es vielleicht Hausverbot gegeben ...

    Das Urteil ist schon mal gut, vermutlich wird sich der eine oder andere Unternehmer jetzt zukünftig überlegen ob man auf diese Art einen Mitarbeiter auf die Straße setzt.
     
  9. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.733
    Likes:
    2.753
    keine angst, der kommt noch! :D


    Alles unter 1000 Euro.
     
  10. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.886
    Likes:
    971
    Dieb?
    Es dürfte unmöglich sein, den eigentlichen Eigentümer der Pfandbons noch ausfindig zu machen. Wie willste das anstellen? Fingerabdrücke?
    Ist denn jeder `n Dieb, der `ne 1-€-Münze auf der Straße (oder im Supermarkt) findet und behält, sofern er nicht gesehen hat, wer das verloren hat?

    Nö. Irgendwann übersteigt der Aufwand, den Besitzer ausfindig zu machen, den Wert des "Schadens". Und dann ist es kein Diebstahl.
    Ich würd`s eher umgekehrt sehen: Wenn der Ladenbesitzer einen Pfandbon, den er eigentlich auszahlen müsste, einfach so ohne Gegenleistung einfordert (egal von wem) ist das Diebstahl. Nicht alles, was jemand in seinem Laden verloren hat, gehört automatisch ihm.

    Anders verhält es sich natürlich, wenn die Kassiererin das Pfand an den Kunden ausbezahlt und den Bon nicht entwertet hat. Das ist dann Betrug.

    Ich hoffe, der Supermarkt muss seiner Angestellten den ganzen Lohn für die Monate nachzahlen, der ihr inzwischen durch die ungerechtfertigte Kündigung durch Lappen gegangen ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 Juni 2010
  11. kleinehexe

    kleinehexe SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16

    Beiträge:
    21.782
    Likes:
    2.032
    Watt weiß ich wer alles ein Dieb ist ? Da gab es mal einen Artikel in der SZ zu diesem Fall. Auf meinen Mist ist diese Auslegung nicht gewachsen.
     
  12. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

    Beiträge:
    19.919
    Likes:
    1.053
    Das ist eigentlich einfach. Ein Blick ins Gesetz hilft:

    Dieb ist einer, der einem anderen etwas (einen körperlichen Gegenstand) wegnimmt und diesen in sein Vermögen einverleibt.

    Mit dieser Erklärung dürften gut 90% aller Diebstahlsfälle völlig unproblematisch auskommen.

    Das was du meintest, war bestenfalls Unterschlagung. Da fehlte nämlich die Wegnahme.
     
  13. TRK

    TRK Well-Known Member

    Beiträge:
    2.696
    Likes:
    17
    Mitarbeiter sind bei vielen Unternehmen heute doch nur noch "Unkostenverursacher".
    Es ist zwar nicht immer leicht bzw. möglich, aber fällt eine Firma mit solchen Aktionen (die in meinen Augen absolut ungerechtfertigt und lächerlich sind) auf, versuche ich diese Firmen in Zukunft zu meiden.

    Das fing seinerzeit mit Walmart Deutschland an, geht über Schlecker, Kaiser und was sich sonst noch alles in der Zukunft so tun wird.

    btw: Ja, Nokia Produkte meide ich auch Aber das ist ja nicht wirklich schwer :)
     
  14. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.733
    Likes:
    2.753
    und auch iphones&Co?
     
  15. TRK

    TRK Well-Known Member

    Beiträge:
    2.696
    Likes:
    17
    dat Ei-Phone is imho eh Schrott. Aber das ist ein anderes Thema :)

    Sagte ja: "versuche", nicht das ich es immer kann.
     
  16. diavo

    diavo Member

    Beiträge:
    595
    Likes:
    0
    Diese Aussage ist in zweierlei Hinsicht falsch.

    Der Begriff "Unkosten" - gäbe es ihn offiziell - wäre ein Synonym für Ertrag oder Nutzen.

    Unkosten sind begrifflich ja gerade keine Kosten.

    Zum anderen ist jeder Firmeninhaber an motivierten Mitarbeitern interessiert.

    Gerade in der Lebensmittelbranche existiert jedoch ein enormer Preisdruck. Die Margen werden immer kleiner.

    Wenn nun aber jeder Mitarbeiter jeden Tag einen Bagatellbetrag von 2 oder 3 Euro verschwinden lässt, kann das für den Betrieb schon massive Folgen haben.

    Man sollte also immer beide Seiten sehen.
     
  17. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.733
    Likes:
    2.753
    jo, nobody is perfect, aber das ist natürlich schon eine noch härtere nummer: China: Zehnter Selbstmord bei Apple-Zulieferer - Wirtschafts-News - FOCUS Online (aus fainessgründen zitiere ich mal alle betroffenen firmen: Das Unternehmen fertigt für Weltkonzerne wie Apple, Hewlett-Packard, Dell oder Sony. )
     
  18. TRK

    TRK Well-Known Member

    Beiträge:
    2.696
    Likes:
    17
    Hätte ich ein ei-phone und zudem noch Steve Jobs-Jünger, würde ich wohl dennoch dabei bleiben.

    Hätte ich ein ei-phone und wäre kein Steve Jobs-Jünger und wollte nun Apple Produkte meiden, würde ich das zwar für die Zukunft tun, aber mir dabei nicht ins eigene Fleisch schneiden und mein aktuelles Gerät mit Verlust verkaufen, sondern bei der nächsten Anschaffung einfach Apple nicht mehr in Betracht ziehen.

    Theorie und Praxis

    wie schon durch andere Aussagen von Dir bemerkt, lebst Du offensichtlich in einer Scheinwelt. Schön für Dich :)
    Aber dadurch werden Deine Aussagen leider nicht realitätsnäher.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 Juni 2010
  19. diavo

    diavo Member

    Beiträge:
    595
    Likes:
    0
    Wer die Arbeitswelt als Scheinwelt ansieht, wer also Deine Perspektive inne hat, sollte sich bei solchen Themen zurück halten.

    Was Du so hörst oder liest ist die eine Seite, die Realität die andere.

    Du hast hier schon mehrfach sinngemäß geäussert, dass Arbeitgeber blöd seien.

    Der Virus des Kommunismus hat Dich offensichtlich bereits befallen.

    Ein Arbeitgeber ist immer an zufriedenen Mitarbeitern interessiert, weil er weiß, dass zufriedene Mitarbeiter bessere Leistungen bringen.

    Das ist in der Praxis die Regel.

    Und glaube mir, ich kenne die Praxis sehr gut.

    Früher als Arbeitnehmer, seit 20 Jahren als Arbeitgeber.
     
  20. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.733
    Likes:
    2.753
    wobei das fette ja das hauptargument ist und nicht der geringe schaden. und da nicht nur die betriebszugehörigkeit, sondern das durchweg positive verhalten der angestellten. und deshalb wird das urteil ja auch von allen zu recht begrüßt.
     
  21. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

    Beiträge:
    14.238
    Likes:
    1.901
    :lachweg::lachweg::lachweg::taetschel:
     
  22. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

    Beiträge:
    17.885
    Likes:
    2.978

    Ich möchte wie folgt Kritik anmerken:

    Sofern Du die Regel hinsichtlich kleiner Unternehmen, die nicht unter die Regelungen des KSchG fallen, und hinsichtlich derjenigen Personen- und/oder Kapitalgesellschaften mit einer "übersichtlichen" Anzahl an Beschäftigten formulierst, unterstütze ich Deine These die Regel betreffend.

    Bei den größeren bis großen Kapitalgesellschaften halte ich sie für falsch. Da ist nach meiner Auffassung die Regel eher eine Ausnahme.
     
  23. diavo

    diavo Member

    Beiträge:
    595
    Likes:
    0
    In den großen Aktiengesellschaften fehlt der "klassische Arbeitgeber", den ich meinte.

    Da hast Du insoweit Recht.

    Im Grunde ist jeder Mitarbeiter einer Aktiengesellschaft Arbeitnehmer. Der eine in höherer Position, andere weiter unten.

    Der Betrieb selbst gehört "niemandem".

    Deshalb ist diese Gesellschaftsform im Grunde eher schlecht.

    Die Manager wollen Kohle machen, denen ist das Schicksal der Firma eher zweitrangig.

    Dem echten Unternehmer und Arbeitgeber hingegen hängt das Schicksal seines Betriebes und seiner Mitarbeiter sehr am Herzen.
     
  24. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

    Beiträge:
    17.885
    Likes:
    2.978
    Bin bei Dir, wollte aber aus meiner Sicht die Einschränkung ausdrüchklich klargestellt wissen, da der Laie und auch das KSchG z.B. der AG den Arbeitgeberstatus zuweisen.
     
  25. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.886
    Likes:
    971
    Nehm ich dir glatt mal so ab.
    Wobei wohl alle Arbeitnehmer, die bei dir einen Betriebsrat gründen wollten, als Kommunisten entlassen werden. ;)
     
  26. Simtek

    Simtek Well-Known Member

    Beiträge:
    15.910
    Likes:
    847
    Mein Ex-Chef (ich habe dort auch gelehrt) hat mal knallhart gesagt, das er keine zu 100% zufriedene Mitarbeiter möchte. Weil zufriedene Mitarbeiter "satt" sind!!
    Betriebsrat - gabs nicht!
    Es könnte ja jeder mit seinen Problemen zu ihm kommen und um eine persönliches Gespräch bitten. :suspekt:
    Ausserdem hätte sich wohl eh niemand dafür gefunden, denn der wäre duch Mobbing (von oben) ganz schnell weg gewesen.
     
  27. diavo

    diavo Member

    Beiträge:
    595
    Likes:
    0
    Das Thema Betriebsrat ist ein eigenes.

    In großen Firmen kaum wegzudenken, in kleineren eher kontraproduktiv, auch oder gerade für die Arbeitnehmer.
     
  28. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.886
    Likes:
    971
    *Klugscheißmodusan*
    Wobei Firma in dem Zusammenhang nicht richtig ist, weil es nur der Name des Unternehmens ist.
    Von der Firma her wäre also "Reifen-Herbert" aus Kleinstöpselsdorf größer als z. B. "ALDI" ;)
    *Moduswiederaus*
     
  29. diavo

    diavo Member

    Beiträge:
    595
    Likes:
    0
    Okay.

    Das habe ich jetzt von meinen "Unkosten", ne?:D
     
  30. Simtek

    Simtek Well-Known Member

    Beiträge:
    15.910
    Likes:
    847
    Wie definierst Du kleine bzw. große Firmen.
    Wir hatten knapp 500.
     
  31. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

    Beiträge:
    17.885
    Likes:
    2.978

    Das wäre für MICH groß, also außerhalb der oben diskutierten Regel.