Opel-Verkauf ist vom Tisch...

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Dilbert, 4 November 2009.

  1. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Weil ich heute wieder in der Zeitung drüberstolperte:

    Der von der Regierung eingesetzte Treuhänder für Opel enthielt sich ja damals der Stimme als der Magna-Deal eingefädelt werden sollte und meinte er wäre für einen Verbleib bei GM oder eine Übernahme durch ein britisches Finanzkonsortium. Jetzt sagt auch der Mann, dass die Geschichte ein rein politisches Spiel von deutscher Seite war und nicht wirklich wirtschaftlichen Aspekten folgte. Heute hat der Mann seinen Rücktritt eingereicht, weil's keinen Sinn mehr macht.

    Bestärkt mich immer mehr darin, dass die Magna-Geschichte nichts war um Opel nachhaltig zu helfen sondern nur ein politisches Powerplay darstellte ohne Wert für den Automobilbau.
     
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  3. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Was sollen die Leute denn tun?
    Opel boykottieren? Wäre nicht wirklich clever.
     
  4. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    die ist denen doch sicher längst erlassen worden, wie bei großkonzernen üblich in unserem lande.

    ps.
    hat der mit vorschusslorbeeren bedachte lodda den deal verpatzt?

    http://news.de.msn.com/politik/politik.aspx?cp-documentid=150745410

    interessanter artikel! wenngleich die dargestellten äüßerungen der politker rüttgers und steinmeier dazu die übliche sülze sind.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 November 2009
  5. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das pfiffen ja schon vor einigen Wochen die Spatzen von Dächern, dass die Richtigstellung der Politik, die Entscheidung auf Staatshilfen sei unabhängig vom Investor, weil sie sonst von der EU eine auf den Deckel bekommen hätten, ein Schuß nach hinten war.
    Da wurde monatelang mal wieder irgendwas behauptet, dann entschieden und dann schaute mal ein unbekannter Fachmann genauer drauf und stellte fest: "Da müsst Ihr schleunigst was ändern, denn so geht das überhaupt nicht.
    Ausserdem ist es ja an Frechheit nicht mehr zu überbieten den Eigentümer dazu nötigen zu wollen, er möge doch bestätigen, dass der Verkauf an Magna ohne politischen Druck zustande gekommen wäre.
    Genau so geht man auf jemand zu von dem man was haben will: Mal die Pistole auf die Brust setzen und dann feststellen: Oha, die ist ja gar nicht geladen und ausserdem schaue ich gerade in das Rohr einer doppelläufigen Flinte :rolleyes:

    Wie auch immer: Jetzt heisst es entweder das Gleiche für GM oder sich halt mal gar nicht mehr einmischen.
    Beim ersten halte ich noch finanzielle Mittel für GM sinnvoller als für Magna, denn denen hätte ja jeder Plan gefehlt wie sie mit Opel alleine auf dem Weltmarkt bestehen wollen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 November 2009
  6. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    geld ausgeben für bedürftige autobauer ist ohnehin wie investieren in dampflokomotiven oder raddampferbau.

    magna wollte den russischen markt mit dem corsa erschließen. das muss nicht sein.
    ebensogut kann vw den golf dort bauen.
    aber geld für gm, die noch nie autos bauen konnten, ist wie die blattfeder als neueste kfz-errungenschaft zu preisen.
     
  7. daubner

    daubner New Member

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    Schon traurig, wie sich Gutenberg und Merkel von US-Juristen der dritten oder vierten Ebene haben düpieren lassen. Ja, das kommt dabei raus, wenn man mit dem Gedanken der sozialen Martktwirtschaft mit Amerikanern verhandelt. Das war amateuhaft.
     
  8. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Bitte was?
    Was war denn an dem verwurschtelten Magna-Deal, der auf Imageversessenheit, Eingebildetheit, Wunschdenken und Verneinung der Realität beruhte, "im Gedanken der sozialen Marktwirtschaft"?

    Amateurhaft war's und traurig auch, ja, das stimmt.
     
  9. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    mein lieber Rupert, du vergisst eine Sache, in Deutschland ist die soziale Marktwirschaft das Maß aller Dinge, auch die letzten wrden das irgendwann merken, dann können Guido und Co so laut "Kommunisten" schreien wie sie wollen, weil sie , wenn auch der Letzte aufwacht, nichts mehr zu sagen haben. Die Umfragen ergeben ja, gerade die, die wählen sollten, die tun es nicht, weil sie sich keine Besserung erwarten.

    Amateuer? Klar sinds Amateuer, sind ja Politker. Dazu der Guttendorf, der bisher nur im verhätschelden Zustand im Familienbetrieb arbeiten durfte. Amateure halt, wobei stop! Selbst Amateure machen sich da besser. Amateure haben wenigstens noch Herz und ein Ziel
     
  10. Saro

    Saro Forza Milan

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    So leicht hat man die Regierung verarscht.
    Tja hättet ihr mal auf Fiat gesetzt
     
  11. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Ita est !
     
  12. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Vom Autobauerischen Know-How hergesehen, stimm' ich Dir zu.

    Von der Produktpalette des dann entstehenden Fiat-Chrysler-Opel-Konzerns empfinde ich es als zu große Innerkonzern-Konkurrenz.
    Von den nötigen finanziellen Ressourcen glaube ich nicht, dass Fiat mit den Chryslerbelastungen das überhaupt stemmen könnte.
    Vom Zeitpunkt her halte ich es für unmöglich, denn Fiat ist im Augenblick genug mit der Chryslerintegration beschäftigt.
     
  13. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Fehler in allen Teilen?

    Is ja nur Ford noch schlimmer, da fährste inne Werkstatt weil er Öl verliert, kommst zuhause danach an und er verliert immer noch Öl. Ist ja kein Wunder wenn da schon das nächste Teil verschlissen ist....
     
  14. Saro

    Saro Forza Milan

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    Lass die mal neuen Witz einfallen.
     
  15. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Naja, dem widerspricht die Pannenstatistik vom ADAC für'n Panda und Punto schon mal.
    Hart, Prinz, ich weiß ;)

    Aber Du wirst mir doch sicher nicht sagen wollen, dass Magna/Sberbank mehr Plan vom Autobau hat als FIAT?
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 November 2009
  16. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Mehr nicht, aber weniger geht ja auch nicht. Und die Pannenstatistik, naja, wo keine Technik drin ist, können auch keine Pannen auftreten.

    Aber mal ernsthaft, die ganze Sache stinkt doch irgendwie. Ham die Amis irgendwie Lunte gerochen, daß sie hier schnell an billiges Geld kommen können? Oder sind die da drüben so lahmarschig, daß sie monatelang brauchen, um so eine elementare Entscheidung zu fällen?

    Spricht beides nicht für die Fähigkeit des Managements.
     
  17. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Klar mieft das.
    Ich schätze nachwievor, dass das US-Management vor einem halben, dreiviertel Jahr keinen besonders starken Fokus auf seine Tochter in Europa hatte, weil sie ja vollauf damit beschäftigt waren bei der Mutter zu retten was zu retten war.
    Die Opelsache war ja klar: Opel gehörte (und gehört) zu großen Teilen GM und keiner konnte (und kann) GM zwingen es zu verkaufen.
    Als dann die GM-Insolvenz und Verstaatlichung geregelt war, haben sie sich auch wieder mehr auf ihre Autopalette und -strategie konzentriert und da kam halt dann die Entscheidung: Wir haben da unser R&D u.a. für neue, kleinere Motoren, wir bestreiten unser Europageschäft aus großen Teilen mit Opel. Wir wollen das auch weiter.
    Das war mal die Sicht ohne die total verunglückten Verhandlungen von Opel, der deutschen Regierung und Magna, Fiat, etc.
    In diesen Verhandlungen erkannte ja dann auch der letzte, noch so beschäftigte GM-Executive, dass die deutsche Regierung bereit ist Milliarden von Euros an Sicherheiten und Unterstützungen zu geben und das nahm natürlich GM auch gerne an.

    Als weitsichtiges Mgmt. würde ich also GM auch nicht bezeichnen.