Offener Brief der FCK-Fans an Hopp

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Kuzze1904, 25 Oktober 2007.

  1. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Kann ich so nicht sagen. Auf jeden Fall war Borussia immer ein Verein und sollte es in Zukunft auch bleiben. Ein Verein mit Entscheidungsgewalt und nicht ein Business Club in dem derjenige die Musik macht, der die Kohle hat.

    Ich freue mich wenn Borussia nen Sponsor findet der bereit ist 10 Millionen im Jahr für die Trikotwerbung zu zahlen. Dann weiß ich was als Gegenleistung diesem Wert entgegen steht und für 10 Millionen pro Jahr wäre das ein gutes Geschäft. Bei einem Investor weiß man erstmal nichts über die Pläne und ich will Sie auch gar nicht wissen.

    Egal aus welchem Motiv ein Investor handelt, ich würde Ihn wohl immer ablehnen.

    Stellt Euch mal vor es gäbe noch 30 andere Hopps, die Ihr Dorf auch in die Bundesliga bringen möchten. Dann spielt da demnächst FC Buxtehude gegen Barfuß Rolandseck vor 899 Zuschauern.

    Wer will das denn bitteschön sehen, außer ein paar Fantasten?

    Aber Ihr habt Recht, immerhin haben die sich sportlich qualifiziert und deshalb kann man nicht viel anderes tun als Ihnen immer wieder zu zeigen wie scheiße man Sie findet, und da bin ich bei Euch, dies sollte auf optischer und verbaler Ebene ablaufen.
     
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  3. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Kann ich mir vorstellen, aber dann werden die Massen wohl lieber in die 2. Liga gehen und sich dort das Spektakel ansehen. Zumindest wäre das wünschenswert.

    Prinipiell habe ich ja auch was gegen die Übernahme durch Investoren, aber ich verschliesse meine Augen eben nicht vor den Realitäten, und die sehen so aus:

    Das Geschäft Fußball lebt von medien- und somit zuschauerwirksamen Auftritten. Solange die Volksmassen dem runden Leder hinterherrennen, zu tausenden ins Stadion gehen, vor dem Fernseher sitzen und darüber reden, schreiben und lesen, solange werden irgendwelchen Leuten immer neue Dinge einfallen um werben zu können bzw. an Geld zu kommen. Bis hin, dass man Investoren ins Boot holt, die 10 oder 15 Jahre lang oder noch länger einen langen Atem mitbringen.

    Gegensteuern kann man nur über den Zusammenhalt der Massen, Boykott der Spiele, und zwar auf breiter Front. Ich glaube, dass dann das Interesse der Spitzenspieler schnell schwindet, für so einen Verein zu spielen, dass die Firmen nicht mehr soviel für ihre Werbung bezahlen und das Fernsehen nicht soviel für die Übertragungsrechte.

    Und ich glaube letztlich auch, dass ein Herr Hopp unterm Strich sich seinen Verein nicht zum Hobby hält sondern irgendwas wirtschaftlcihen damit bezweckt. Aufbau einer Infrastruktur z.B. ist letztlich auch etwas wirtschaftliches.

    Zur Zeit läuft der Zuge jedoch in Richtung der weiteren Stärkung der Finanzkraft der Vereine. Das Stadionmarketing ist da nur ein Anfang (Im übrigen habe ich, mit meiner Bemerkung, das machten doch alle, bewusst provoziert, klar machen es nicht alle, aber z.B in der Bundesliga schon so um die 10 Vereine, also über die Hälfte), irgendwann wird ohne dieses Finanzierungsinstrument gar nix gehen, ähnlich wie heutzutage ohne Bandewerbung oder Trikotaponsorung nix geht (mal von Einzelausnahmen abgesehen), weil dann schlicht die 10 oder 15 Mille fehlen im Etat. Weitere Instrumente werden folgen.

    Ich sehe aber auch, dass das irgendwann vielleicht mal kippt. Dann nämlich, wenn die Zuschuer vor Ort oder im Fernsehen nicht mehr zuschauen, wenn das Interesse an einem kommerzialisierten Verein so stark schwindet, dass deren Öffentlichkeitswirksamkeit nachlässt und somit die Werbepreise zu fallen beginnen.

    Es ist eben eine Gratwanderung, die der Fussball da veranstaltet, aber noch ist der eigentliche Grat nicht erreicht, glaube ich.

    Naja, und wenn irgend ein zurückgebliebener, weil in seinen Traditionen verwurzelter Verin über die zunehmende Kommerzialisierung schimpft (oder deren Fans), dann ist das sicher zum Einen Ausdruck der Unzufriedenheit über die Tatsache des Kommerzes an sich, zum anderen aber auch sehr wohl Ausdruck über die Unzufriedenheit, mit seinen eigenen Mitteln nicht mehr die Rolle zu spielen (oder die Angst davor, zukünftig nicht mehr die Rolle zu spielen), die ürsprünglich mal gespielt wurde, und das vor allem sportlich, aber auch vom Einfluss auf die Liga her gesehen. Und das ist und bleibt letztlich Neid. Dut mir leid, wenn das als Vorwurf empfunden wird, aber mir ist außer des Neidgrundes (und natürlich der Fussball-Ethik) kein tieferer Grund eigefallen, warum FCK-Fans auf Hoffenheim so sauer sind. Es gibt nur 2 Gründe, erstens weil der FCK das Geld von Hoffenheim nicht hat oder zweitens weil die Fans des FCK fürchten, dass er sogar sportlich von Hoffenheim überholt wird. Wenn beides nicht zutrifft, dann verstehe ich die Kritik der FCK-Anhänger an Herrn Hopp erst recht nicht.

    Ändern werden dass die Fans nur dadurch, dass sie sich der Idee der Kommerzialisierung öffnen, indem sie nahezu jede Geldquellenerschließung befürworten oder aber durch mitunter langes Stillhalten zw. Ausharren in mittleren bzw. unteren Ligen und der Hoffnung, dass die Kommerzialisierung irgendwann zusammenbricht.

    Ich finde, dass die Fans einiger Vereine zurecht gegen die Vermarktung ihres Stadions protestieren und einer zunehmenden Kommerzielisierung kritisch gegenüber stehen. Aber zu Ehrlichkeit dieser Ablehnung gehört eben dann auch, dass man mit Platz 12 oder 15 oder einem Platz in der 2., 3. oder 4. Liga zufrieden ist, weil mehr eben finanziell nicht drin ist. Beides zu woillen, nämlich höchsten sportlichen Erfolg (und deswegen spielt man ja in der Bundesliga "um die Meisterschaft") und gleichzeitig so wenig Kommerz wie möglich, wird nicht gehen bzw. nicht zufrieden stellen. Zumindest keine Massen.
     
  4. powerhead

    powerhead gesperrt

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    Was freu ich mich jetzt schon drauf wenn in 3 bis 4 Jahren S04 mal wieder nicht deutscher Meister wird weil die TSG Hoppenheim ihn 2x besiegt hat . Mir sind deutsche Milliarden auch viel lieber als russische...........

    Wie schrieb Hopp so schön in seinem Bief an den FSV : ".....ich gehe heute jede Wette ein das in 5 Jahren mehr deutsche Nationalspieler in Hoffenheim spielen als in den übrigen 35 Profivereinen !":hail:

    Freut euch drauf !!
     
  5. Detti04

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    So, wie andere sich gefreut haben, als Bayer nicht Meister wurde, weil sie in Unterhaching verloren haben? Aber nee, Unterhaching war ja sooo sympathisch! Dass die nur deshalb in der Bundesliga spielten, weil Hauptsponsor Erich Lejeune ordentlich Kohle in den Verein gesteckt hat - das interessiert natuerlich keinen. Hauptsache, Hoffenheim ist beispiellos und boese.
     
  6. drunkenbruno

    drunkenbruno Keyser Söze

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    Ich habe ein paar Anmerkungen...

    Was ist genau der Unterschied bei der TSG Hoffenheim und anderen Vereinen?

    Ich Deutschland gibt es immer noch die 50+1 Regel! Eine Übernahme eines Klubs ist absolut nicht möglich! Das hat der Hopp nicht gemacht. Er hat halt nur sein eigenes Geld in den Verein gesteckt.... Zwar ein wenig mehr als für so einen Verein üblich, aber er hat nichts anderes getan als andere Sponsoren auch!!!!!!

    Ich habe mehr Probleme mit der Tatsache, dass ein Verein sich komplett an der Börse verkauft hat, eigentlich schon pleite war und sich nur durch mehrere Kapitalerhöhungen, die durch Leute wie Sahin und Homm sowie der Firma Morgans Stanley unterstützt wurden, retten konnte!!!!

    Das ist viel schlimmer als das, was der Herr Hopp mit seinem eigenen Geld macht! Es gibt keine einzige SAP Bande im Stadion! Außerdem spielte der Herr Hopp als Jugendlicher in diesem Verein. Nun gibt er sein eigenes Geld! Was ist daran schlimm? Die Telekom gibt, Signal Iduna gibt, Evonic gibt, Kyocera gibt......und der Hopp gibt! Nicht mehr und nicht weniger......

    In der heutigen Zeit sind solche Großmäzene keine Seltenheit mehr und über kurz oder lang, so Herr Rauball will, so wird sich das nicht mehr verhindern lassen..... Gucke dir doch mal Duisburg an....und was der Präsi da gemacht hat.... Ist das weniger schlimm?

    Ich habe schon seit einigen Jahren Schwierigkeiten mit dem modernen Fußball, so würde mich der letzte endgültige Schritt zur vollkommenen Aufgabe des eigenen Vereines auch nicht mehr großartig stören, es ist mir pupsegal, ob es ein russischer Ölfuzzi ist oder ein japanisches Elektrounternehmen, der meinen Verein finanziert.
     
  7. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Ich hasse modernen Fussball.
    Ich liebe Geldverschwendung und Vereinspleiten ohne Rückhalt.
    Ich liebe Zwangsabstiege, solange Frankfurt nicht dazu gehört (war eher Spass).
    Ich mag "angeblich" mittelmässige Deutsche Fussballer.

    Ich mag keine Sponsoren, auch nicht die Comerzbank und Fraport.
     
  8. K-Town-Supporter

    K-Town-Supporter Mentalität Lautern

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    ....nur weil dieser Scheissverein nen Pseudovorstand hat??? Du glaubst doch net im Ernst, dass da außer dem Hopp irgendwer auch nur ansatzweise was zu sagen hat....?!?!
     
  9. drunkenbruno

    drunkenbruno Keyser Söze

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    Darum geht es doch gar nicht..... De facto ist der Herr Hopp nichts anders als ein Sponsor! Nicht mehr und nicht weniger....egal wieviel der Herr Hopp da zu sagen hat, rein rechtlich zumindest.

    Wenn man diesen Gedankengang weiter denkt, so haben doch selbst in der Liga viele Großsponsoren schon sehr viel Einfluß auf die Vereine.... Ich glaube kaum, dass z.B. Gazprom sein Engagement auf Schalke nur unter Good will Bedingungen abgeschlossen hat.

    Es gibt diese Abhängigkeiten im Fußball seit es das Sponsoring gibt. Und da ist es letztendlich egal, ob das eine Privatperson oder ein multinationales Unternehmen. De facto gibt es imho auch kaum einen Unterschied.

    Auch dieses Traditionsgeschwaffel sollte mit dem Verkauf der Stadionsnamenrechte bei fast allen Bundesligaklubs ad acta gelegt werden. Es zählt nur noch das Geld, welches man irgendwo erlösen kann. Wir werden als Fans diese Übernahmen nicht verhindern können. Ob wir das gutheißen oder auch nícht.

    Das eklatanteste Beispiel ist Rotes Bullengesöff Salzburg, wo sogar Vereinsfarben in der Tonne landen.
     
  10. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Maximal durch Missachtung des jeweiligen Vereins oder des Sports. Denn die Geldgeber geben dieses vorrangig wegen des positiven Marketings. Wenn aber die Aufmerksamkeit schwindet, dann auch die Preise für die Werbung bzw. die Anzahl der Sponsoren.
     
  11. Schröder

    Schröder Problembär

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    Ehrlich: Je mehr diese Traditionsjünger jammern, desto mehr Sympathien hege ich mittlerweile für Hoffenheim.

    Die haben nämlich einen Sponsor aus der eigenen Region, dem auch wirklich was am Verein liegt. Da besteht eine Verbindung. Was hat der HSV mit der Fluggesellschaft der Vereinigten Emirate zu tun? Beide wollen hoch hinaus? :gruebel: Oder Schalke mit Gazprom? Interessiert die wirklich der Verein?

    Man muss das ganze doch mal realistisch sehen:

    Tradition ist im Fußball nix mehr wert. Jeder Verein würde das Geld nehmen, egal woher es kommt. In Hoffenheim zumindest weiß man es, bei Schalke bin ich mir da nicht so sicher...
     
  12. K-Town-Supporter

    K-Town-Supporter Mentalität Lautern

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    Ohne Worte....du hast nichts, aber auch garnichts verstanden...überhaupt mal die Mühe gemacht den Brief durchzulesen???
     
  13. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Du aber auch nicht, gelle?

    Quelle: Der Brief im Eingangsposting

    Was ist daran denn bitte realistisch? Diese Zeile drücken puren finanziellen Neid aus. Das was da geschrieben steht, wird seit Jahren in allen anderen Vereinen praktiziert. Nur weil jetzt eine Einzelperson (im Gegenteil zu einem Konzern) einen Verein massiv unterstützt, geht ein solcher Aufschrei durch das Land? Ich verstehe schröders Meinung und teile sie auch.
     
  14. Schröder

    Schröder Problembär

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    Hab ich nicht? Ich mach`s mal deutlicher: Auf Tradition im Fußball scheiß ich. Weil`s sowieso keine mehr gibt. Der BvB hätte zum Zeitpunkt, als die Lizenz in Gefahr war, wohl auch den Vereinsnamen verkauft, wenn es denn geholfen (und erlaubt) wäre. Und ob irgendwann mal Buxtehude gegen Oberammergau vor 1000 Zuschauer um die deutsche Meisterschaft spielt, weil irgendein Sponsor pro Saison 20 Millionen in die Mannschaften pumpt, ist mir auch egal.

    Der HSV spielt in der HSH-Nordbank-Arena mit Fly Emirates als Trikotsponsor gegen Bayer Leverkusen, die für RWE werbung machen. Wir hatten vorher eine Fernsehzeitung und einen koreanischen Automobilhersteller als Trikotsponsor und unser Stadion war nach einer Amerikanischen Online-Softwarefirma benannt.

    So gut wie kein Verein im Profifußball hat irgendeinen Bezug zu seinen Sponsoren. Einge kommen nicht mal aus Deutschland. (Im Gegensatz zu Hoffenheim, dort sitzt der Geldgeber direkt "vor Ort") In Hamburg stehen meist nur 3 Deutsche im Team, gebürtige Hamburger schon mal gar nicht.

    In der Bundesliga spielen keine Vereine, sondern Wirtschaftsunternehmen gegeneinander, denen es egal ist, woher das Geld kommt und was dafür verkauft werden muss. Ob es nun der Siganal-Iduna-Park ist oder der Lagnese-Familienblock in irgendeiner Arena. Inzwischen werden sogar die Gelben Karten und die Zuschauerzahlen in den Stadien von irgendeinem Geldgeber "präsentiert". Ich bin mir sicher, das auch Kaiserslautern seine bisher errungenen Titel von einem Sponsor präsentieren würde, wenn der genug Kohle auf den Tisch legt.

    Wacht doch mal auf! Den Fußball, den ihr hier verteidigen wollt, existiert doch schon gar nicht mehr, jedenfalls im Profibereich! Dann geh (wie ich) lieber jedes Wochenende zu den Spielen der lokalen "Dorfklubs". Mit den Spielern kannste dann jedenfalls anschließend noch im Clubheim ein Bierchen trinken. Und da kostet ein Bier auch nicht 4 € für 0,4 Liter. Und man kann zum Spiel sein eigenes Bier mitbringen, um evt. zu hohen Preisen zu entgehen.
     
  15. K-Town-Supporter

    K-Town-Supporter Mentalität Lautern

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    Herzlichen Glückwunsch, nur immer schön abnicken und "Ja" sagen...:frown:
     
  16. Schröder

    Schröder Problembär

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    Das hat mit "Ja-Sagen" und abnicken nicht viel zu tun. Das Beschriebene ist nicht meine Wunschvorstellung sondern auch durch solche Schreiben nicht mehr zu ändernde Realität (leider).

    Ich kann jetzt einerseits auch wütende Prostestbriefe schreiben, die von den Verantwortlichen sowieso keinen interessieren (so sie überhaupt gelesen werden, vielleicht mal ab und zu zur Belustigung), oder ich mach das Beste daraus und genieße dann ab und zu mal van der Vaarts Fußballkünste im Stadion (Verzeihung: Arena), die ich ohne Sponsoren dort sicher nie sehen würde.

    Als Ausgleich hab ich dann zumindest jeden Freitag "ehrlichen" Fußball mit "wahren" Fans (und wenn`s nur 20 sind) auf dem hiesigen Sportplatz, wo ich umsonst teilweise 3 Spiele gleichzeitig überblicken kann. Scheißegal, wie kalt es ist und ob mir der Regen den Rücken runter läuft. Da kann ich die Mannschaft anfeuern, wie mir das passt, ohne einen Megaphonkasper am Zaun.
     
  17. Detti04

    Detti04 The Count

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    Da will ich dann jetzt doch mal nachfragen.

    Sagenwamal, der Mainzer Praesident hatte einen Sponsor aufgerissen, der 5 Mio in den Verein pumpen konnte; und der Hoffenheimer Praesident einen Sponsor, der 50 Mio in den Verein pumpen kann. Wo ist da jetzt noch mal der Unterschied? Haette der Hoffenheimer Praesident vor Jahren zu Hopp sagen sollen: nee, lass mal, soviel Geld wollen wir nicht, wir wollen auch in Zukunft lieber bestenfalls in der Landesliga spielen? Oder glaubst Du, dass der Mainzer Praesident nicht auch mehr Kohle genommen haette, wenn er sie denn haette auftreiben koennen?
     
  18. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Schade daß Meister Hopp nicht sein Herz für den armen, von einer Reihe von Profilneurotikern, Vollversagern und ähnlichen Deppen systematisch heruntergewirtschafteten KC Kaiserslautern entdeckt und mal locker einen hohen zweistelligen Betrag in den Stolz aller Pfälzer investiert.

    Zahllose Vereinsaustritte wären ja die Folge und der Verein hätte sich über kurz oder lang erledigt...
     
  19. drunkenbruno

    drunkenbruno Keyser Söze

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    Hier ist nochmal ein Artikel, der sich mit dieser Thematik bschäftigt. er beleuchtet die ganze Sache aber aus einem etwas anderen Winkel und ich bin NICHT unbedingt der Meinung des Verfassers!

    SEITENWAHL - Das Online-Magazin für Fans von Borussia Mönchengladbach - Ein Plädoyer gegen die Verzerrung des Wettbewerbs
     
  20. powerhead

    powerhead gesperrt

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    Natürlich ist es in Ordnung wenn jemand wie Hopp sein Geld in den Fussball investiert , von den 36 Profivereinen sind doch eh nur eine Handvoll (Bayer , Wolfsburg, Schalke, Bayern) so gut bei Kasse das sie wirtschaftlich voll abgesichert sind , es kommt halt einer dazu .
    Und genau da lag die Kritik von Heidel der lediglich meinte das das Beispiel Hoffenheim nun keine Schule machen darf und Superreiche wie zB. Frau Qandt (BMW ca. 20 Milliarden Vermögen) oder ihr Sohn daran gefallen finden könne die Spvvg Bad Homburg auch in die BuLi bringen zu wollen.
    Für Vereine die ihre Existens praktisch jeden Tag erarbeiten müssen ist so eine Konkurrenz logischerweise nicht wünschenswert . Für benachbarte Vereine von Hoffenheim wie etwa Waldhof Mannheim oder der KSC kann das auch zur Bedrohung werden , der KSC hat glücklichweise fast im richtigen Augenblick den Aufstieg geschafft aber man weiss ja nie.
    Einmal Bayer , VW und nun SAP reicht auch durchaus.
     
  21. Detti04

    Detti04 The Count

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    Ne Bedrohung fuer Waldhof Mannheim ist in erster Linie Waldhof Mannheim. Abgesehen davon hab ich gerade gelesen, dass Hopp Anfang des Jahres dem Waldhof 3 Mio fuer die Jugendarbeit gespendet hat. Da hat der Waldhof natuerlich nicht nein gesagt.

    Wohlgemerkt: 3 Mio fuer einen Oberligisten. Wie war das doch noch mit "aus eigener Kraft" und "im normalen Rahmen", eckham?
     
  22. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    In Karlsruhe durfte einst ein Sponsor einen Trainer rauskicken. Der ist übrigens immer noch da (der Sponsor, nicht der Trainer). Ist Karlsruhe jetzt böse?

    Niemand ist begeistert davon, wenn ein Stadionname verkauft wird, und man freut sich auch, wenn der alte erhalten bleibt. Aber: Ihr Lauterer habt kein Geld. Eure Mannschaft ist knapp zweitligatauglich, und wenn es so weitergeht, wird sie es in ein oder zwei Jahren vielleicht nicht einmal mehr sein. Der Aufstieg in den nächsten Jahren erscheint in etwa so wahrscheinlich wie die Landung von ´nem UFO im Heide-Park Soltau. Eure "Traditionsvorstände" haben einen Club, der eigentlich was Stadion, Fanbasis usw. angeht die Möglichkeit haben sollte im gesicherten Mittelfeld der Bundesliga zu kicken, komplett in die Grütze gesetzt, an den Rand des Ruins. Wenn jetzt Firma Hüpenbecker ankommt, und euch anbietet für drei Millionen Euro pro Jahr für die nächsten fünf Jahre den Stadionnamen in "Hüpenbecker-Bretterbude" umzubenennen, was meinste, wie schnell der jetzige Vorstand da zuschlägt? Dann trabt noch der höchst erfolgsreiche Geschäftsmann und seit jeher Dauerkartenbesitzer Herr Klüterkopp mit einer sofortigen Finanzspritze von fünfzehn Millionen an, und möchte dafür dann aber für zwei Jahre einen Posten im Aufsichtsrat haben. Denkst du wirklich, da lehnt jemand die Möglichkeit ab, den Verein wieder auf finanziell gesunde Füsse zu stellen? Mit der Möglichkeit, eine Mannschaft zusammenzubasteln, die 2009 vielleicht den Aufstieg schafft?

    Als Gladbach das erste mal abstieg, waren wir im Arsch. Rüssmann hatte nichts als verbrannte Erde und eine Menge Hirngespinste von Superarenen und UEFA-Cup-fähigen Mannschaften hinterlassen, die er allerdings versuchte aus völlig überbezahlten Leuten zusammenzubauen, die selbst für die Ersatzbank des MSV Duisburg noch zu übel waren, und später fast komplett in der Versenkung verschwanden. Die Lizenz stand auf extrem wackeligen Beinen, und dann kam ein Typ vonner Kinowelt an, und bot einen Haufen Kies für die Vermarktungsrechte. Glaub mir, ich war nicht begeistert, aber eine andere Chance gab es nicht mehr, den Verein vor dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit zu retten. War das nun schlecht? Lieber Oberliga als Kohle annehmen? Wir haben zum Glück die Kohle genommen, auch wenn diese später nicht mehr gezahlt wurde und der ganze Vertrag hinfällig war, nachdem wir finanziell halbwegs saniert und der Geldgeber, bzw. dessen Firma, pleite waren. Aber diese Starthilfe haben wir bitter gebraucht, um überhaupt wieder Land zu sehen. Gehört deshalb Gladbach jetzt nicht mehr in den Profifussball?

    Und wieder die Frage: Welcher Verein würde in so einer Lage eine solche Spritze ablehnen?

    Im Fussball ist fast jeder käuflich, sei es Spieler oder Management. Die letzten Idealisten stehen / sitzen auffer Tribüne, und die ganz realitätsfremden wünschen sich dringend einen Verein in die Bundesliga zurück, weil der 1892 mal den Westfälischen Rübenackerpokal gewonnen, und deshalb ja eine ach so wichtige Tradition hat. Die vergangenen Erfolge von Vereinen wie Lautern oder Gladbach sind höchstens noch bedeutungsvoll, weil man damit Schals bedrucken kann. Und natürlich für die, die es miterlebt haben, damit dann einer wie ich noch in zwanzig Jahren sagen kann: "Du, bei unserem letzten Pokalsieg in Berlin, da war ich live dabei."

    Versteh mich nicht falsch, ich finde die ganze Entwicklung ziemlich traurig, aber ein Manager wie Grashoff könnte in der heutigen Zeit wirklich absolut nichts mehr bewegen. Das hat er mit einem Trainer wie Jupp Heynckes gemeinsam.

    Und irgendwann werdet ihr auch die Kohle nehmen, falls sie euch angeboten wird. Und ihr werdet trotzdem noch ins Stadion latschen. Ich hab die AOL-Arena überlebt, ich werde hoffentlich auch die HSH-Nordbank-Arena überleben. Für mich heisst das Ding innerlich eh immer noch Volkspark.

    Gruss
    Dilbert
     
  23. wuser

    wuser Well-Known Member

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    Das fände ich sehr schön. Falls ich später reich sein sollte, mache ich das auch.

    Aber es wäre der BSV Buxtehude.
     
  24. wuser

    wuser Well-Known Member

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    Ey sachtmal: ist da was im Gange ?!
     
  25. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Aus dem verlinkten Artikel:

    Genau dieser Satz ist die Zusammenfassung der Problematik. Nix anderes. Und wenn ich ehrlich bin, ich kann beiden Lösungen etwas abgewinnen, dann aber bitte konsequent. Wenn die FCK-Fans die Kommerzialisierung nicht wollen, dann bitte kein Gejammere mehr über Platz 14 in der 2. Liga.
     
  26. eckham

    eckham Mit Herzblut zurück

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    Ich sage ja nicht, dass es nicht legitim ist, was Hopp macht. Trotzdem muss es mir nicht gefallen. Was für ein Ziel er mit der Spende an Waldhof Mannheim verfolgt - keine Ahnung :weißnich:
    Was im "normalen Rahmen" ist, ist Ermessenssache des Einzelnen. Kein "normaler" Sponsor pumpt aber 50 Millionen pro Jahr in einen Zweitligaverein. Wenn das einem Verein doch gelingt, hat er richtig gut verhandelt - und einen richtig blöden Verhandlungspartner erwischt. Hoffenheim musste nicht mal verhandeln...

    Was den Stadionnamen betrifft, bin ich ganz ehrlich: Wenn unser Stadion nicht Fritz Walters Namen träge, hätte ich überhaupt kein Problem mit dem Verkauf. Es wird eh immer der Betze bleiben.
    Den Namen Fritz Walter verkauft man aber nicht. Womit wir wieder beim Thema Tradition wären.
     
  27. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Erklär' sie mir, gerade mit Bezug zu dem von Dir gewählten Zitat.

    Und noch ganz allgemein:

    Die Motivation der meisten, die Hopps Engagemant verteufeln, kann nach meiner Auffassung nicht den Grund haben, daß Sponsoring grundsätzlich für unschön erachtet wird. Das wäre nun oberlächerlich. Daher meine ich, daß sich jegliches Aufrechnen oder Gegenüberstellen von hypothetischen Einnahmen durch einen Sponsor bei Verein X oder Y verbietet.

    Es gibt für mich nur drei denkbare Gründe:

    1. Allgemeine Kommerzkritik,
    2. Neid,
    3. "Wir" sind Tradition, der nicht.

    Meine Kommentare dazu:

    1. Die allgemeine Kommerzkritik darf sich dann aber nicht vorrrangig gegen Hopp richten. Da fängt man beim eigenen Verein an, bügelt runter bis mindestens in die Landesliga und irgendwo dabei streift man auch mal Sinsheim.

    2. Neid ist für mich nachvollziehbar, aber auch in dieser Gemütslage sollte man fein säuberlich trennen. Lieber ein Mäzen, der wegen seiner scheinbar "unbeschränkten" Mittel wenigstens all seine Verpflichtungen bzw. die seines Vereins gegenüber Dritten bedient, als solche, die auf dicke Tasche machen, aber nichts haben. Und jeder weiß, wie viele "Traditionsvereine" von genau diesem Phänomen betroffen sind.

    3. Hat schomma jemand die Fans von der starken Traditions-Vereinen der 70er-, 60er-, 50er-Jahre befragt, was sie von diesen beschissenen Emporkömmlingen aus Leverkusen, Gladbach, München, Bremen, oder Köln halten? Im Grunde wird bei diesem Traditionsgemupfel, in dessen Zentrum man natürlich immer den eigenen Verein stellt, genau so argumentiert, wie man es bei Spielereinkäufen gerne mal macht: Man bestimmt nach eigenem Gusto selbst, wann etwas tunlich ist und wann nicht.
    Kaufe ich Jena das größte deutsche Fuppestalent als UEFA-Cup-Anwärter weg, isses ok. Geht das wieter gereifte Talent 2 Jahre später dann zu den Bayern, heißt es Zeter und Mordio. Weil man aber derartig subjektiv entscheidet, ist die Argumentation auch vollständig egozentrisch ausgerichtet.

    Schomma jemand über nachgedacht, was ich z.B. ich auf die Tradition eines Vereins X oder Y gebe?

    Nüscht?

    Röchtöööch. Und ich lebe damit, daß es anderen mit Blick auf Gladbach ähnlich geht. Also möge man Hopps Hoffenheimern weiter zeigen, daß sie genau so doof sind wie Traditionsvereine, die man auch nicht leiden kann, aber ich bin nicht zum Schulterschluß bereit, wenn es darum geht, den Hopp anzugreifen.
     
  28. Herr_Tank

    Herr_Tank Sympathieträger

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    Also, spätestens, seit er uns vor Jochen Seitz bewahrt hat, mag ich den Hopp.

    Gut, man könnte jetzt sagen, einen Spieler der schon auf dem Weg zur Vertragsunterschrift bei einem anderen Verein ist, anzurufen und ihm noch mal schnell ein verbessertes Angebot zu machen, ist nicht die feine angelsächsische, aber wer wird denn da so kleinlich sein?

    Ist schließlich eine Charakterfrage, auch beim Spieler.
     
  29. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Einem Verein mit dem Geld vom Hopp auf dem Weg in Liga 1 zuzuschauen, ist etwa so langweilig wie Doom mit Schummelcodes spielen, oder die kleine Schwester beim Maumau zu bescheissen.

    Und weil es so langweilig ist, macht es auch kaum einer, oder wenn dann nur manchmal.

    Das ist kein Neid, von mir aus kann er das gerne machen. Zum Glück macht er es woanders.
    Jedes Gegenargument gegen dieses Modell mit "Neid" abzutun, ist jedenfalls Totschlagargumentiererei.
     
  30. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Grundsätzlich hast Du recht, aber wenn die Kritik ausgerechnet aus dem Lager kommt, das jahrelang Abermillionen aus Steuergeldern kassiert hat und sich damit auch einen Wettbewerbsvorteil erzielt, dann mutet es schon grotesk an.

    Zudem, soo groß ist der Unterschied auch nicht, ob ein Verein das Geld aufgrund guter Sponsorenverträge bekommt oder ob es die Vereinsführung gleich selbst reinpumpt. Von einer Warte aus ist es sogar besser, wenn einer seinen Verein so fördert. Das ist nämlich Geld, das andernfalls nicht investiert worden wäre, während die Sponsorengelder zum großen Teil anderen Vereinen oder auch Sportarten fehlt.

    Um Missverständnissen vorzubeugen, ich bin auch kein Freund des Modells Hoffenheim. Aber mehr aus dem Grund, daß das Beispiel Schule machen könnte und sich andere, auch etablierte Vereine mehr und mehr dem Gutdünken einzelner Geldgeber aussetzen werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
     
  31. HoratioTroche

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    Abgesehen davon, dass es dummerweise die Preise verdirbt, auch für die anderen.
    Aussetzen werden müssen. Das wird das Problem.

    Noch was zur Kommerzkritik: Da wird immer verlangt, Kommerz entweder komplett und unreflektiert zuzulassen, oder komplett und rigoros abzulehnen. Ich verstehe nicht, warum es keinen Mittelweg geben darf. Ist doch klar, dass Fussball in weiten Teilen komerzialisiert ist. Deswegen muss ich aber nicht alles gut finden und zulassen, was den Marketingstrategen durch den Kopf geht.