Mexico

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von DeWollä, 26 Juni 2012.

  1. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    Man hört nicht viel von Mexico, aber wenn, dann von dutzenden Morden täglich und dem Krieg der Drogenkartelle. Von abgrundtiefer Korruption, Polizei, Armee und Politik verstrickt im Drogensumpf. Ich habe jetzt mal keinen link gepostet, aber man kann es schnell finden wenn man will, kaum eine Woche ohne Meldungen von schrecklichsten Verbrechen, Massenerschießungen mit Verstümmelung usw.
    Das ist ein Kriegsgebiet schlimmer als Afghanistan inmitten Amerikas und wird täglich genährt durch den Verbrauch von Drogen. Die Drogenkranken und die Lustdrogen- Verbraucher finanzieren das Ganze. Unglaublich traurige Welt, gebaut von Menschen. Was für einen Sinn macht das Leben noch in so einer Hölle?
     
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  3. dobby

    dobby Member

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    auch nur in den großten Städten so und nichtmal da lebt sichs in vielen Teilen so.
    sehr große Verallgemeinerung.

    kann man übrigends mit Brasilien und Kolumbien genauso aufziehen.
    wobei sichs da auch nur auf die großen Städte bezieht.
     
  4. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Naja, es gab in den letzten Jahren schon eine klare Verlagerung von Kolumbien nach Mexiko hin, was den Drogenhandel betrifft. In Kolumbien haben die Regierung und die USA den Bossen das Leben ein wenig schwerer gemacht zuletzt, und Mexiko liegt ja auch viel näher am Markt USA, auch wenn es das Koks (um das es hauptsächlich geht) kaum selber produziert.

    "In der Vergangenheit sind die Drogen in einem verstärkten Maße über den Seeweg und über den Luftweg in die USA transportiert worden. Die zunehmende Kontrolldichte in den Vereinigten Staaten, insbesondere auch als Konsequenz der Terroranschläge des 11. September, haben dazu geführt, dass diese Wege stärker kontrolliert worden sind. Und man hat selbstverständlich dann Ausweichrouten gesucht, die über die Landbrücke Mittel- und Zentralamerikas gegangen sind." (Quelle)

    Man muss aber sicher differenzieren innerhalb von Mexiko, das ja auch nicht gerade ein kleines Land ist. Zwar ist wegen der weit verzweigten Organisationen das ganze Land involviert, und es gibt auch Tote bei Kämpfen in den mittleren und südlichen Landesteilen. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt aber eindeutig an der US-Grenze, so dass Städte wie Ciudad Juárez an der texanischen Grenze in den letzten Jahren zu den gefährlichsten in Lateinamerika geworden sind, was die Mordrate angeht.
     
  5. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    Also so wie es in einigen Teilen Mexikos abgeht gehts in Brasilien bei weitem nicht ab.

    Wie hulle schon sagt - die Naehe des groessten Absatzmarktes USA hilft kein Stueck; institutionell sieht es in Mexiko happig aus, die haben die 70 Jahre Filz mit PRI immer noch nicht ueberstanden.
     
  6. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    Yep. So in die Richtung.
    Ich glaube echt, dass die direkte Grenze mit dem Hauptabnehmer wohl der Hauptfaktor ist.
    Schwer zu sagen, ob die das auf die Reihe kriegen. Mit den Summen, die da fliessen, haben sich die Kartelle schon gut in die Institutionen eingekauft...wobei die neueren Kartelle ja eh schon von ex-Polizisten / ex-Militaers gegruendet wurden.
    Ganz knifflige Kiste.