Merkel mal wieder

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von pauli09, 9 September 2010.

  1. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Nö, unvorstellbar so etwas.
     
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  3. Schröder

    Schröder Problembär

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    Nun, ob ich mich damit beschäftigt habe, dürftest du kaum wissen.
    Zu 1. Das hab ich auch nie behauptet. Weder das Touristen nur in muslimischen Ländern entführt werden, noch das es in anderen Ländern okay ist.
    Zu 2. Richtig. Aber es geht ja auch um Entführungen von Angehörigen christlicher Hilfsorganisationen. Und da werden sehr viele ermordet, erst jetzt wieder in Afghanistan.
    Zu 3. Aha, Statistiken sagen also nur etwas aus, wenn sie einem in den Kram passen. Warum glaubst du, sie würden nur der "stupiden These" dienen? Nach deiner Meinung sind doch Moslems und Christen gleichermaßen betroffen, das würde dann bei der Statistik auch rauskommen. Damit wäre doch die These sogar widerlegt und damit die Statistik sogar hilfreich, um mein "Vorurteil" auszuräumen.
    Zu 4. Natürlich können die Entführungen mehrere Ziele haben. Ich hab ja nur behauptet, das in muslimischen Ländern hauptsächlich Christen dafür herhalten müssen. Und als Hilferuf sind sie denkbar ungeeignet. Wer hilft schon Menschen, die seine Landsleute entführt haben?
    5. Ich fühle mich auch nicht angegriffen. Wir haben verschiedene Meinungen. Wenn alle denken würden wie ich, wär mir langweilig. ;)
     
  4. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Was würde diese Statistik nützen? Es werden dort sicher mehr Christen entführt, weil die meisten Touristen Christen sind. Du verstehst? Egal wie, es würde immer auf "mehr Christen" hinauslaufen.

    Die Entführer stammen ja nicht von Regierungsparteien sondern von selbsternannten Freiheitskämpfern. Aufmerksamkeit bekommen sie dadurch jedenfalls zu genüge. Und wovon hätte eine solche Organisation mehr als von Aufmerksamkeit und "die sind da!"-Stimmen in der einfachen Bevölkerung ihres Landes?
     
  5. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Wir sind ja meilenweit weg vom Thema aber ich stelle mir die Frage:

    Was bringt's denn einem Entführer ein, wenn sein Hauptkriterium der christliche Glaube bei der Wahl seines Opfers sein sollte? Meiner Meinung nach: Nix!

    Warum? Weil die christliche Religion seine Motivation nicht ausreichend unterstützt.


    • Um Lösegeld zu bekommen, benötigt man ein Opfer, das selbst (oder seine Angehörigen) über viel Geld verfügt oder eben aus einem reichen Land kommt.

    • Um politische Forderungen durchdrücken, braucht man Menschen, die die Staatsangehörigkeit dieses Landes haben, das man erpressen will.

    • Um sich vor militärisichen Aktionen zu schützen, braucht man Opfer, die aus den Ländern kommen, die die Militäraktionen durchführen.

    • Um das Land touristisch unattraktiv zu machen, braucht man Opfer, die aus den Reiseländern kommen - und v.a.: Dazu braucht's keine Entführung.
    Hauptkriterien sind also entweder Vermögen oder Herkunftsland.
     
  6. Gablonz

    Gablonz Well-Known Member

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    Google halt. Die weltweit meisten Entführungen gibt es wohl in Südamerika. Inwieweit die kolumbianischen Muslime bevorzugt Ungläubige entführen, habe ich allerdings nicht gefunden. ;)

    Mal im Ernst, der Hauptgrund für Entführungen weltweit dürfte wohl schlicht und ergreifend eine der stärksten Triebfedern sein, nämlich "Kohle".

    Wenn jedoch politische Motive dahinter stecken, dann ist das in den von dir gemeinten Ländern ja irgendwie logisch, dass mehrheitlich Ausländer dran glauben müssen und die haben dann wiederum häufig einen anderen Glauben. Was würde es auch für einen Sinn machen, wenn man z.B. die so empfundenen "Besatzer" los werden will, (innenpolitischen) Druck auf andere Regierungen ausüben will, ... die "eigenen Leute" zu entführen. Ich denke, das hat dann wirklich mehr mit Nationalität, Status, Rolle im Land als mit dem Glauben zu tun.

    Meinst du die RAF hatte ihre Entführungsopfer aufgrund ihres christlichen Glaubens ausgewählt?

    edit: Sehe gerade dass meine Vorredner schneller waren.
     
  7. Schröder

    Schröder Problembär

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    Na, wenn das Herkunftsland ein Hauptkriterium ist, sollte es ja halbwegs ausgeglichen sein. Gibt ja auch deutsche Muslime, die in muslimisch geprägten Ländern Urlaub machen. Wahrscheinlich sogar `ne Menge, die dort z. B. ihre Verwandten besuchen.

    Aber wir schweifen ab. Worauf ich eigentlich hinaus will:
    In muslischen Ländern werden Entführer und Terroristen zumindest von der einfachen Bevölkerung vielfach gedeckt und sogar für ihre Verbrechen gefeiert. Das stört dort keinen (und hier anscheinend auch nicht). Hier in Deutschand und den USA regen wir uns auf, weil ein Karrikaturist `n Preis bekommt oder `ne kleine Gemeinde Bücher verbrennt.

    Und ich hab auch in Deutschland nix von irgendwelchen spontanen Straßenfesten mitbekommen, als unsere Luftwaffe den Tanklaster und dabei soviele Zivilisten in Afghanistan in die Luft gejagt hat. Auf der anderen Seite wurde durchaus auch gejubelt, nach dem Anschlag auf das WTC mit Tausenden von Toten.

    Irgendwie stimmt da die Verhältnismäßigkeit nicht. Wo bleibt denn hier der Aufschrei, wenn im Irak christliche Symbole verbrannt werden?

    Wenn man jetzt mit dem Hinweis auf mögliche Anschläge der Merkel und dem kleinen Haufen amerikanischer radikaler Christen ans Bein pinkeln will, liefert man den radikalen Moslems doch gleich noch die passende Rechtfertigung, wenn wirklich was passiert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 September 2010
  8. Detti04

    Detti04 The Count

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    Und nun?

    Irak-Konflikt: Mitarbeiter der Hilfsorganisation Roter Halbmond entführt

    Kann ja gar nicht vorkommen, wenn es bei Entfuehrungen um die Religion der Entfuehrten geht.

    Ansonsten hat Rupert die Beweggruende von Entfuehreren ja vermutlich ganz gut erlaeutert: Geld und/oder Einflussnahme. Mit Religion hat das bestenfalls indirekt zu tun, naemlich dann, wenn das Ziel der Einflussnahme Laender mit mehrheitlich anderem Glauben sind bzw. das Geld in solchen Laendern sitzt.

    ---

    Mal ganz davon ab, eine Anmerkung zu diesem als auch zum Sarrazin-Thread: alleine die Annahme, dass Moslem=Moslem ist, zeugt von (vorsichtig ausgedrueckt) absoluter Oberflaechlichkeit. Diese Gleichung gilt ebensowenig wie Christ=Christ; dass letzteres so ist, kann man ja mal in - sagenwamal - Nordirland erfragen.
     
  9. Schröder

    Schröder Problembär

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    :aufgeb:Ich geb`s auf.

    Alles was ich wollte war, die Anfeindungen gegen Merkel (und ich bin weiß Gott kein Sympathiesant von unserer Kanzlerin) in eine Relation zu dem gesetzt wissen, was in einigen muslimischen Staaten mit Andersgläubigen passiert, und wofür sich keine Sau interessiert. Weder hier noch da.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 September 2010
  10. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Dann haste ein, vorsichtig ausgedrückt, unglückliches Beispiel gewählt, denn Entführungen, Geiselnahmen und Attentate interessieren hier schon, v.a. wenn sie in islamisch geprägten Ländern stattfinden.
    Der Großteil der Entführungen hingegen interessiert keinen Menschen, denn die gibt's in Kolumbien.

    Worüber wir uns hier anfangs unterhielten, war ausserdem keine Anfeindung sondern Kritik daran, gerade jetzt, einen Karikaturisten als Beispiel für Mut auszuzeichnen, weil er Mohammed vor x Jahren persiflierte.
    Nicht falsch verstehen, bitte: Der Mann kann karikieren wen er will und es ist in meinen Augen auch sicher nicht verkehrt das mit dem muslimischen Propheten zu tun. Nur isses im Augenblick sehr einseitig und v.a. hat's einen argen Beigeschmack, denn eine Karikatur bei der das Christentum auf's Korn genommen würde, würde gerade von Anhängern der C-Partei im besten Falle ignoriert, im härteren Falle "verteufelt" und als gefühls- und glaubensverletzend hingestellt werden.

    Sprich: Ich halte die ganze Auszeichnung für einseitig, nicht integrationsfördernd - womit wir beim Thema des Sarrazinthreads wären - der gerade bestens den "Zeitgeist" trifft.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 September 2010
  11. Schröder

    Schröder Problembär

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    Entführungen interessieren natürlich, werden ja auch alle Anstrengungen unternommen, die Opfer frei zu bekommen. Was keine Sau interessiert, sind die Reaktionen darauf. Und während hier jede auch nur andeutungsweise Anti-Islamische Reaktion groß debattiert und angeklagt wird, finden dort Straßenfeste anlässlich terroristischer Anschläge mit hunderten von Opfern statt, unter anderem auch des Anschlags auf das WTC.

    Wie gesagt: Der Verantwortliche des Lockerbie-Absturzes hat nach seiner Freilassung einen Staatsempfang bekommen und wurde von allen bejubelt.
    Letzteres sollte genauso angeprangert werden, nicht nur die Tat an sich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 September 2010
  12. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Naja, wegen des WTC: "Angeprangert" wurde das schon: Mit zwei Invasionen. Eine in Afghanistan, eine in den Irak.
     
  13. Schröder

    Schröder Problembär

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    Ja, die Tat an sich. Nicht aber, das sich da welche drüber gefreut haben.
     
  14. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Wer ist wegen seiner Karikaturen entführt worden?
     
  15. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    der mit dem islam tanzt?