Max Eberl

Dieses Thema im Forum "Borussia Mönchengladbach" wurde erstellt von Zerrwerk, 1 November 2010.

  1. Zerrwerk

    Zerrwerk Well-Known Member

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    BB, Du bist ja - was das hiesige Forum angeht - "mein Ziehvater", ohne Dich würde ich es nicht kennen und wäre hier nicht heimisch geworden. Von Deiner Intention bin ich völlig bei Dir! Mir ging es damals so mit Luhukay und Ziege, die ich menschlich und fachlich für hervorragend erachtete! Offenbar - mal abgesehen von Anachronismen wie in Bremen - scheint es aber im Fußball fast nur noch über Lebensabschnittsgefährtentum zu funktionieren. Ziege und Luhukay in Liga 2 prima, in Liga 1 nicht gut, Uns Hans als Retter prima, als Architekt nicht gut, Eberl und Frontzeck ereilt evtl. gerade genau dieses fiese Ding. Vielleicht wäre ja ein ultimatives Statement vom Verein ja auch was gewinnbringendes - das man selbst einen Abstieg mit den beiden in Kauf nimmt, weil man an das Große Ganze glaubt. Stellt man aber ganz rational den Verbleib in Liga 1 als einzig wahrhaftig in den Raum, dann könnte Eberl sich im Ist-Zustand längst abgenutzt haben (so man ihn denn als Symbiose zu Frontzeck erachtet - was seiner Glaubwürdigkeit wegen eigentlich unabdingbar wäre).
     
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  3. GGBorusse

    GGBorusse Guest

    Nochmal an alle die behaupten die ganzen Trainerwechsel hätten uns nicht weitergebracht...

    Erstmal haben uns einige Trainerwechsel den Klassenerhalt beschert. Und ihr behauptet immer das hätte uns nicht weitergebracht? Ich möchte nicht wissen wo wir zur Zeit wären, hätte es so manchen Trainerwechsel nicht gegeben und damit so mancher Abstieg stattgefunden...

    Der Fehler in diesem Denkansatz ist der, dass man automatisch davon ausgeht, dass es in jedem Falle ohne Trainerwechsel besser gelaufen wäre. Ist es nicht vermessen, so etwas anzunehmen? Aufgrund welcher Basis tut man das?

    Außerdem besteht immer noch die Möglichkeit, dass derjenige, der alle diese Trainer eingestellt hat, einfach nur ein Scheiß-Händchen für solche Verpflichtungen hat. Wieso setzt man zwingend voraus, dass all diese Entscheidungen richtig waren und es mit einem anderen auf gar keinen Fall geklappt hätte? Aufgrund welcher Basis tut man das?

    Das sind mir alles viel zu viele Einschränkungen dieser höchst spekulativen Denkrichtung ohne auch nur einen Ansatz von vernünftiger Basis, die die Erfolgsaussichten der Reaktionen auf ebendiese in meinen Augen massiv vermindern...

    Deshalb bleibt für mich unterm Strich nur der nötige Schritt...
     
  4. HansWurst

    HansWurst Active Member

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    Mittlerweile bin ich auch der Ansicht, dass ein Trainerwechsel sowie ein Managerwechsel durchaus angebracht wären. Kontinuität gerne, aber nicht um jeden Preis. Außerdem kann ich bei der gegenwärtigen Mannschaft weder einen Stil noch eine Philosophie erkennen. Seit mindestens 10 Jahren ist die Gurkentruppe auswärts Punktelieferant und lässt sich mehrfach pro Jahr schön abschlachten. Das einizg erkennbare Konzept ist der Glauben daran, dass es irgendwann besser läuft.

    Das Absteigen mit Frontzeck um daraus einen gewisse Kontinuität abzuleiten ist reichlich naiv, da wir weder in Freiburg noch in Mainz sind. Und der Anspruch in Gladbach muss ein anderer sein, als bei irgendwelchen Dorfvereinen (die anscheinend besser ihre geringen Mittel einsetzen).

    Eberl labert ständig was von Jugendstil, den kann ich momentan bei der Borussia überhaupt nicht erkennen kann. Wenn sich einer der 18 Stammspieler verletzt hat oder gesperrt ist, dann darf ausnahmsweise mal ein anderer in die Startelf. Ob wir 0:7, 0:4 oder 1:4 auf die Fresse kriegen, ändert an den Stammplatzgaratien gar nichts. Das hat zwar in erster Linie nichts mit dem Manager zu tun, jedoch unterstützt er allem Anschein nach diese stoische Ignoranz.

    Mit Bohnhof würden wir wahrscheinlich in der 3. Liga gelandet sein. Aber der darf ja jetzt als Vize die Geschicke der Borussia leiten. Vom Abstiegs- und Erfolglostrainer gleich in den Vorstand befördert. Sowas gibt es nur beim Dreamteam vom Niederrhein. Wir sollten Dick Advocaat und Holger Fach als technische Berater einsetzen, die Jungs wissen ja auch, wie man uns so richtig in den Abgrund schickt.

    An igendwas oder irgendwem muss es doch liegen, dass wir permanent seit 12 Jahren als Fahrstuhltruppe durch Liga 1 und 2 dümpeln. Wahrscheinlich an uns Fans.
     
  5. Bökelberger

    Bökelberger Gladbach-Gepeinigter

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    Exakt so, würde ich das machen, Zerrwerk. Sozusagen das Freiburger Modell. Dass man selbst die guten Spieler bei Abstieg halten kann, haben wir kürzlich erst in Berlin gesehen. Irgendwann muß man aus diesem verdammten Kreislauf rauskommen und mit so einem - von dir angesprochenen - ultimativen Statement würde man ab heute die Spieler komplett in die Pflicht nehmen. Die können sich dann ab jetzt überlegen, ob sie nächstes Jahr lieber in Paderborn oder gegen Bayern spielen wollen.

    Was Eberl betrifft, fällt mir da gerade ein gewisser Herr Zorck ein, der von der Dortmunder Fanszene schon gleich xfach regelrecht zum Teufel gewünscht wurde. Der Gelassenheit, der Sturheit, der Klugheit und der Überzeugung eines gewissen Herrn Watzke hat Dortmund es nun zu verdanken, dass Herr Zorck seine Ernte einfahren kann, dessen Saatgut in erheblichem Maß auf seinem Mist gewachsen ist.

    @GGBorusse
    du wirst zunehmend lustiger. Obwohl dir nach eigenen Angaben nicht ein einziger unserer gefühlten 25 Trainern der letzten 10 Jahren in den Kram passte, erzählst du uns nun, dass einige von diesen Wechseln schon etwas gebracht hätten. Interessanter Umkehrschwung. Mal ganz abgesehen davon, war meine Aussage ja nicht temporär situationsbezogen, sondern im Hinblick auf das Große und Ganze zu sehen. Und mit Verlaub, deine ständigen Hinweise auf Königs Griffe ins Klo werden langsam auch albern. Du weisst selbst, dass ich mit diesem Mann auch erhebliche Probleme hatte, aber dass angesichts der völlig unterschiedlichen Trainertypen, die wir in all dieser Zeit schon hatten, anzunehmen, dass der jetzt alles schuld sei, ist mir schlichtweg zu einfach. Genau weil wir an unterschiedlichen Trainertypen schon alles durch haben, wie bsw. den braven Herrn Köppel, die harten Hunde Heynckes, Advokaat oder Meyer, die "Taktiker" Fach oder Luhukay, den Zettelmeister Lienen, oder jetzt halt Frontzeck, der augenscheinlich sein Team sehr wohl erreicht und bisweilen wirklich ansehnlichen Fußball spielen lässt, war dir im Grunde keiner von denen genehm. Im Gegenteil, du regierst bei aufkommenden Krisen immer mit dem gleichen Reflex, der da heisst: RAUS! Da spielt der Name keine Rolle. Ich hatte ja schon mal angedeutet, dass viele Leute selbst bei Klopp oder Tuchel und bei aufziehendem schlechten Wetter wahrscheinlich exakt so reagieren würden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 November 2010
  6. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Mit ansehlich meinst Du aber nicht unsere Defensivleistungen? Oder setzt Du jedes Wochenende ne Bank gegen Gladbach, und freust Dich deshalb über die ansehnlichen Leistungen? ;) :zahnluec:
     
  7. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Den Beitrag erkenne ich allumfassend an. Der stellt exakt das dar, was man normalerweise erwartet bzw. erwarten müßte.

    Da setzen dann meine Alternativüberlegungen, die ich regelmäßig vertreten habe, ein:

    Wenn die Kontinuität einen (weiteren) Abstieg braucht, sei es nun einmal so. Was nutzt aber ein weiterer Heilsbringer für das "große Ganze"? Wem traut man zu, weitestgehend mit dem vorhandenen Spielermaterial

    1. drinzubleiben und
    2. etwas zu entwickeln?

    Ich bin nicht destruktiv. Aber meine Überlegungen letztlich als unflexibel darzustellen, wie es einige machen, nur weil ich im Grunde vertrete, dass es kaum einen anderen gibt und allein schon aus diesem Grund man einfach mal weitermachen sollte, ist mir zu wenig.

    Vielleicht ist genau das der Stein der Weisen. Neue Spieler wissen nämlich, dass ihnen in Gladbach kein Alibi gegeben wird. Vorhandene Spieler wissen es aus eigener Erfahrung. Wer damit leben kann, bleibt, wer nicht, geht oder kommt erst gar nicht. Wie heißt es doch in Bremen immer, wenn da Spieler geholt werden?

    "Ich weiß, dass hier kontinuierlich gearbeitet wird."

    Ich sach's nochma und ich kann dennoch keinen Anspruch auf Richtigkeit erheben:

    Was verschafft den meisten hier den Eindruck, dass es mit einem erneuten Wechsel in der sportlichen Leitung mittelfristig besser laufen wird als bei den vergangenen Abstiegen?

    Und warum kann man nicht versuchen, da einmal auszubrechen und es anders zu machen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 November 2010
  8. Bökelberger

    Bökelberger Gladbach-Gepeinigter

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    Ich könnte es mir ja im Grunde einfach machen, Andre.

    Aber ich unterschlage die personelle Notsituation, die wir gerade zurzeit massiv im hinteren Bereich haben eben nicht. Und noch viel weniger würde ich dafür irgendeinen Trainer verantwortlich machen. Keinen Trainer kann man dafür verantwortlich machen, wenn in der Abwehr ein bis dahin guter Torwart anfängt zu schwächeln, die gesamte Innenverteidigung ausfällt, der erste Backup für die Linksverteidigung ausfällt, weil der etatmäßige Linksverteidiger dort nicht spielen kann, weil der in der Innenverteidgung aushelfen muß usw. usw. Stattdessen wäre es natürlich viel einfacher mit dem Strom zu schwimmen und zu schreiben: Was für ein grottiger Trainer, der das alles nicht hinbekommt. Aber das wäre mir echt zu läbsch.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 November 2010
  9. GGBorusse

    GGBorusse Guest

    So, ich hab deinen blödsinnigen "Matchboxauto-Ferrari-Vergleich" oben einfach mal weggelassen...

    Bin ich eigentlich das Maß aller Dinge? Das ehrt mich natürlich, wenn das in deinen Augen so ist, Bökelberger. Aber frage dich bitte mal, ob es nicht auch sein könnte (nur so vielleicht am Rande des höchstunwahrscheinlich Möglichen), ob bei uns nicht auch Trainer den Abstieg haben verhindern können, die mir nicht 100%ig in den Kram passten? Ich behaupte nur: Es waren bei jeder Verpflichtung Alternativen dabei, die ich für passender gehalten hätte. Aber du hast grad "Makro" auf und suchst bei Flöhen die Arschhaare, oder wie?

    Ganz ehrlich, ich frag dich noch einmal:

    Was soll dieses subtile "Wort in den Mund legen" von dir, wo du mir unterstellst, dass mir kein einziger Trainer der letzten 10 Jahre passte. Deine Frage aber war, ob ich je einen davon "konsequent verteidigt" hätte. Muss ich das, bevor ich seine Leistung bei uns beurteilen kann? Daraus aber abzuleiten, dass mir keiner von denen "passte", ist echt frech...

    Weißt du eigentlich wirklich nicht, was du manchmal für einen Müll schreibst? Behauptest ständig etwas, lieferst keine einzige Quelle in deinen Beiträgen, revidierst, stellst immer wieder neue Fragen, beantwortest selber keine einzige. Zerstückelst und interpretierst Aussagen hier zu deinem Zweck völlig um. Sag mal, merkst du eigentlich wirklich nichts mehr?
     
  10. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Ach, wieso denn? Bei den spochtlichen Ansprüchen, die dieser Verein sich gerade in jüngerer Vergangenheit - also so vor ungefähr 35 Jahren - erarbeitet hat, muss das schon sein ;) .
     
  11. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Aber Du kannst sicher auch verstehen, wenn als Grund Nummer 1 für die derzeitige Misere, das fehlen einer Innenverteidigung angeführt wird, die gegen Stuttgart 7 Buden gefangen hat.
    Wenn man fies ist, könnte man sagen: Seit die verletzt sind, haben wir nicht mehr so hoch verloren.

    So sieht das für mich und für einige andere nach ner billigen Ausrede aus, weil die es eben vorher auch nicht besser gemacht haben. ;)

    Klar viel kommt zusammen, wenn aber plötzlich der halbe Kader nicht in der Form ist wie letzte Saison, dann frage ich mich schon, ob nicht der Trainer dafür verantwortlich ist?

    Das einzelne Spieler mal neben sich sind, ist völlig verständlich, und dafür kann auch kein Trainer was, wenn aber nahezu das ganze Team außer Form ist, dann denke ich schon, dass der Trainer was dafür kann.

    Vor allem waren wir letzte Saison zur gleichen Zeit genau so schlecht, alles nur Zufall, oder liegts vielleicht an einer falschen Vorbereitung?

    Ich habe wie gesagt kein Problem mit Kontinuität, wenn ich das Gefühl habe, es wird an den richtigen Dingen gearbeitet,m und die Fehler werden erkannt und irgendwann mal abgestellt. Aber genau dieses Gefühl habe ich bei Frontzeck und Eberl in letzter Zeit nicht.

    Die 15 Minuten nach der Halbzeit gegen Bayern waren nochmal ein kleiner Lichtblick, die erste Hälfte allerdings eine totale Katastrophe. Wir stürzen von jetzt auf gleich ein und schaffen es uns 3 Gegentore in 2 Minuten zu fangen, und das obwohl der Trainer ja für unsere Verhältnisse ewig da ist.

    Dann das Spiel in Stuttgart, gegen Lautern, erste Hälfte gegen Bayern, das sind total Verweigerungen die einfach nicht gehen, vor allem nicht in der Häufigkeit, da erwarte ich, dass ein Trainer sowas abstellt. Denn daerin sehe ich unser wahres Problem und nicht in dem Fehlen von 2 Spielern oder in magelnder Qualität des Kaders.

    Wer gegen Bayern remis spielt, wer Leverkusen besiegt, der kann mit der richtigen Einstellung sicher auch in Lautern was erreichen, denke da sind wir uns alle einig.
     
  12. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Es ist halt schwieriger, in prekärer Lage Nachweise für einen bisher in der Vergangenheit nicht gegangenen Weg zu finden. Leichter isses, mit Statistiken der Vergangenheit zu arbeiten.

    Sollten die Gegner unseres Standpunktes auch mal anerkennen.
     
  13. Bökelberger

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    Doch!

    Ich merke, dass eine solche Diskussion zwischen uns keinen Zweck hat.

    Unabhängig davon, wer da nun hauptursächlich die Schuld dran trägt.

    Und genau deshalb, stell ich das jetzt auch ein.

    Wir werden uns ohnehin nicht gegenseitig überzeugen können.
     
  14. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Ich habe mal eine andere Quelle bemüht, die ihrerseits auf einer empirischen Untersuchung der Trainerwechsel in der Primera Division in den Jahren 2002 bis 2005 beruhen soll:

    Was bringen vorzeitige Trainerwechsel? - Diskussionsforum - Thema - Seite 1 - transfermarkt.de

    Ist schon beeindruckend, wie sehr sich genau das hier in den Mehrheitsverhältnissen der jeweiligen Auffassungen widerzuspiegeln scheint.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 November 2010
  15. Detti04

    Detti04 The Count

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    Hertha hat vor der Saison verloren:
    - Ihren einzigen deutschen Nationalspieler und Kapitaen Arne Friedrich
    - Stammtorwart Jarolsav Drobny
    - Spielmacher Gojko Kacar
    - Lukas Piszczek (31 Spiele), Steve van Bergen (25 Spiele), Gekas (17 Spiele in der Rueckrunde, war aber eh nur geliehen)
    - Diverses anderes Gedroesel (Wichniarek, Kringe usw.), das man wohl gerne los geworden ist

    Von allen Spielern, die in der Vorsaison 20 oder mehr Spiele fuer die Hertha bestritten haben, sind genau Lustenberger, Raffael und Ramos uebrig geblieben. (Von mir aus zaehlen wir noch Kobiashvili dazu, denn der kam ja erst in der Winterpause). Hat man da wirklich alle guten Spieler halten koennen?
     
  16. GGBorusse

    GGBorusse Guest

    @Ichsachma:

    Weißt du was der Fehler an dieser Statistik ist?

    Sie KANN gar NICHT die Situationen mit einbeziehen, die sich ergeben hätten, wenn man an den ganzen erfolglosen Trainern festgehalten hätte. Außerdem behaupte ich, dass man ja eigentlich nur im Erfolgsfall gerne am Trainer festhält, was zwingend eine soche Statistik entstehen lässt. Aber was kann diese Statistik beweisen, wenn alle Fälle von vorzeitigen Trainerentlassungen dort keine Beachtung mehr finden (können)?

    P.S.: Andererseits können ebenfalls keine Fälle beachtet werden wie es ausgegangen wäre, wenn man nicht so lange an den übrigen Trainern festgehalten hätte. Vielleicht wärs ja dann sogar noch höher hinaus gegangen?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 8 November 2010
  17. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Wenn ich mir das Elend momentan angucke, dann fällt mir auch kaum einer ein der unbedingt bleiben müsste. Reus und Herrmann.

    de Camargo könnte vielleicht noch einer werden, und Dante, sollte er seine alte Form wiederfinden. Der Rest ist einfach nur Durchschnitt und beliebig austauschbar.

    4 Spieler wenn es hochkommt.

    Was noch viel schlimmer als die ganzen Durchschnittspieler ist, sind die unterdurchschnittlichen Spieler die wir seit Jahren mitschleppen wie z.b. Callsen-Bracker, Jaures, Meeuwis. Die will wahrscheinlich noch nicht mal jemand geschenkt haben.
     
  18. Bökelberger

    Bökelberger Gladbach-Gepeinigter

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    Stuttgart erkenne ich an, Lautern zum Teil ebenfalls, wenn so ein Spiel am Ende auch noch ganz anders laufen kann, wenn Idrissou nicht so schwachbegabt an der leeren Bude vorbeischiesst...

    Bayern ist aber ein ganz anderer Fall. So erstaunlich ist dieses Zurückziehen gar nicht Mir ist zwar bewusst, dass es ein paar Leute gibt, die genau das Frontzeck in die Schuhe schieben wollen, aber angesichts der enorm hohen Balldominanz der Bayern, die sie ja weiss Gott nicht nur gegen Gladbach ausüben und der Tatsache, dass es mit unserem Selbstvertrauen nach den ganzen Niederlagen - die ohne Frage zu einem erheblichen Teil auch unglücklich zustande kamen - nicht gerade zum Besten stehen kann, ist das irgendwo schon nachvollziehbar.

    Fußball spielt sich viel im Kopf ab. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir qualitätsmäßig zumindest über dem Strich stehen müssten, aber dieses Jahr ist auch verdammt viel zusammen gekommen. In solch einer Situation ist es eben auch mit Selbstvertrauen nicht so weit her und es regiert mehr die Angst. Wer selbst schon mal Fußball gespielt hat, kennt diese Nummer ganz genau. Alles keine besonders guten Voraussetzungen, um befreit Fußball spielen zu können. Erst recht nicht gegen Bayern.

    Umso erstaunlicher war für mich die Reaktion nach der Halbzeit, die eben aber auch zum Teil auf Bayerns Lässigkeit zurückzuführen war und sicher nicht darauf, dass Frontzeck denen jetzt erst erzählt hätte, mal anzugreifen. Genauso macht der das andersrum bestimmt auch nicht. Insofern braucht man sich also nicht wirklich zu wundern, wenn Bayern uns nach einem Rückstand hinten reindrückt.
     
  19. André

    André Foren-Capo Administrator

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    65% Ballbesitz und wir 35% da hätte ich noch gesagt, ok ist zwar doof, aber sind halt die Bayern. Das eine Heimmannschaft aber 21% Ballbesitz hat, habe ich im Profi-Fussball noch nie gesehen!
    Mit der Qualität sehe ich ähnlich, da müssten wir auf jeden Fall überm Strich stehen. Natürlich ist auch einiges gegen uns gelaufen, will ich ja gar nicht bestreiten. Wenn man aber kein Selbstbewusstsein hat, alles gegen einen läuft, dann könnte man doch zumindest erwarten, dass man beißt, und kämpft, oder? Und das hat in Lautern, im bisher wichtigstens Spiel der Saison völlig gefehlt!
    Erstaunt war ich auch. Ich sehe das aber anders. Wieso soll die Mannschaft da von selbst plötzlich anders spielen? Denke schon dass dioe wachgerüttelt geworden sind.

    Und wäre die zweite HZ so verlaufen wie die erste, dann wärs sehr ungermütlich im Stadion geworden, oder andersrum, das Auftreten nach der Pause hat M.F. vorerst den Arsch gerettet.
     
  20. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Wegen des Bayernspiels: Finde ich nicht im Geringsten erstaunlich, dass BMG von Bayern hinten reingedrückt wird, weil:
    - Bayern hat seine ganz maue Phase ja überwunden - trifft halt blöderweise immer noch nicht ausreichend das Tor
    - Bayern wusste, dass sie dominant auftreten müssen, wenn sie nicht komplett den Anschluss verlieren wollen, was ja nun fast der Fall ist, und sie haben die Spieler das auch umzusetzen

    Ich fand es eher sehr gut von BMG, dass sie genau die übliche Schlafphase des FC Bayern optimal genutzt haben.
     
  21. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Die Tatsache dass Bayern uns hinten reindrückt habe ich ja auch nicht kritisiert, sondern das wie.

    21% Ballbesitz, das ist eigentlich nur möglich, wenn du jeden Ball direkt zum Gegner schießt, und da musst Du aufpassen, dass Du nicht drüber liegst. Dazu hat von diesen 21% ja mit Sicherheit 11% Heimeroth beim den Abschlägen ausgemacht. :p

    Also nochmal, das Bayern drückt ist klar, trotzdem darf man sich zumindest im Ansatz ein bissel Gegenwehr erwarten. Wenn ich zuhause vor 54.000 zu 21% Ballbesitz komme, muss ich mich fragen, ob ich nicht vielleicht die falsche Sportart betreibe, egal wie der Gegner heißt.
     
  22. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Das wiederum fand ich natürlich auch gut! ;-)
     
  23. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich würde Dir zustimmen, wenn die 80% Ballbesitz des FC Bayern fast nur aus Pässen in den Raum und Querpassgewitter vor dem Gladbacher Sechzehner bestanden hätte. Hat's aber nicht. Zieh mal da "Hintenrumspiel" der Bayern ab, dann sind's wahrscheinlich nur noch 65%.
     
  24. Bökelberger

    Bökelberger Gladbach-Gepeinigter

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    Klar war die Nummer nach dem 1-0 mau, um nicht zu sagen sehr mau. Der Ausgleich fiel leider aber auch viel zu früh, verurascht durch 50:50 Fehlerquote Heimeroth und Anderson. Und dieser frühe Ausgleich schien in allen Belangen regelrecht zu lähmen. Stichwort Kopfsache. Sowas gibts tatsächlich. Der Umschwung wurde sicher auch in der Kabine verbal eingeleitet. Aber nicht nur das. Die extrem hohe Fehlerquelle auf links wurde beseitigt und einen Idrissou - den ich die ganze erste Halbzeit nicht gesehen habe - wurde folgerichtig durch De Camargo ersetzt. Das waren zwei herausragend erzielte Tore jeweils in Kombination Reus/De Camargo. Insofern kann man sagen - aber nur wenn man will - dass Frontzeck absolut richtig reagiert hat.

    Und ganz ehrlich, ich habe mir die Szenen von Frontzeck bei den beiden Toren mehrfach angesehen, seine Reaktionen, wie es regelrecht aus ihm herausbrach und mich für ihn gefreut. Dieser Trainer lebt und dieser Trainer erreicht auch die Mannschaft. Was wir brauchen, ist so ein Erlebnis wie letztes Jahr beim HSV. Am besten gleich in Köln.
     
  25. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Genau das gibt mir ja wieder ein wenig Hoffnung. Der kann es anscheinend doch, Dinge sehen, ansprechen und handeln. Frage mich nur wieso er bisher immer bis zur 85. Minute damit gewartet hat. Die Tore waren wirklich klasse, und bei de Camargo gefällt mir auch die Körpersparche. Der hat alle anderen ja immer wieder zum rauslaufen animiert, der Junge weiß halt auf dem Platz was nötig ist, und wenn er so weiter macht ist er schnell Chef bei uns.
    Das war in der Vergangenheit ja immer ein großer Kritikpunkt, dass Frontzeck Fehler nicht sieht, zu spät oder gar nicht reagiert, hier hat er es endlich mal gemacht.
    Mich natürlich auch. Ganz ehrlich, ich wünsche mir und Ihm natürlich auch den Erfolg, ist mir viel lieber als hier rumzumeckern. ;-)
    Und genau das bezweifele ich. Das Erfolgserlebnis hatten wir ja gegen Leverkusen. Helmes verschießt 2 Elfer und wir gewinnen das Elfmeterschießen gegen den Favoriten und gehen am Ende als Sieger vom Platz.

    Dachte eigentlich, dass wäre das nötige Erfolgserlebnis gewesen, bis wir dann 3 Tage später in Lautern mit 3 Toren Unterschied untergegangen sind. Wir hatten also unser Erfolgserlebnis schon, aber es hat nichts genutzt und genau das macht mir wiederum Angst.
     
  26. Bökelberger

    Bökelberger Gladbach-Gepeinigter

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    @Andre,

    ich glaub mittlerweile, dass wir in unseren Auffassungen gar nicht so weit auseinander liegen. Das von dir angesprochene Erfolgserlebnis gegen Leverkusen,ist grundsätzlich stimmig. Nur leider gibts in Pokalspielen keine Punkte. Das ängstliche Verhalten in Lautern hat mich auch enttäuscht. Aber ich bleibe dabei. Trotz diesem unansehnlichen Fußball wäre die Nummer womöglich anders gelaufen, wenn Idrissou nicht so einen Karnickelfangschlag macht, der ihn bis ans Ende seiner Tage verfolgen wird.

    Und was passiert dann? Genau, Lautern geht durch einen Sonntagsschuß in Führung. Anschließend geben wir alle Ordnung auf, um das Ding umzubiegen und fangen uns auf fremdem Platz postwendend die Konter ein. Ich glaube kaum, dass das im Sinne von Frontzeck war, rund zwanzig Minuten vor Schluß alles aufzumachen. Dumm gelaufen.

    Maßlos enttäuscht war ich auch, aber ich mache das nicht in erster Linie am Trainer fest. Wobei ich die Kritiker in Sachen der Bobadilla-Suspendierung zum Teil verstehen kann. Aber auch da könnte man locker sagen, egal wie man es macht, es ist am Ende immer falsch.
     
  27. U w e

    U w e Borussia Mönchengladbach Moderator

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    Da ja hier einiges durcheinander läuft mal ein Paar Einwürfe.

    1.Rüssmann - nach Grashoff ein Erbe angetreten aus deren Schatten er raus wollte/musste! So ohne kleinere Differenzen ging die Ablösung auch nicht über die Bühne. Dafür hatten beide zu unterschiedliche Ansichten. Grashoff immer auf schwarze Zahlen fixiert und alles alleine regelnd und seit 1980 mit eher durchwachsenen Erfolgen (einige EC Teilnahmen), Rüssmann pochte auf Einstellung einer Sekretärin, eines Organisations-Assistenten, eines zusätzlichen Geschäftsstellen Leiters und eines technischen Assistenten um für den Marketingbereich, der damals mit Beginn des Internets viel umfangreicher war als zu Helmuts Zeiten und für den sportlichen Bereich mehr Zeit zu haben.

    Der Verein wurde quasi von schwarz auf weiss gedreht!

    Andersson, Dahlin, Herrlich, Petterson, Effenberg sind z.B. auf seinem Mist gewachsen, wenn ich nicht irre. Der Pokalsieg 95 gab Ihm sportlich Recht. Das Rüssmann finanziell nicht so auf der Höhe war ist bekannt. Z.B. bei der Verpflichtung von Witeczek. Der kam zur Verhandlung und Rüssmann begrüsste Ihn mit den Worten:" Mehr als 2 Millionen kannst Du hier nicht verdienen!" Nach Aussage von Marcel hätte er damit überhaupt nicht gerechnet. Was bleibt - ein Titelgewinn nach 16 mageren Jahren andem wir "Alten" mal wieder Grund zum Jubeln hatten, mit der Hoffnung wieder langfristig bei den Grossen mitspielen zu dürfen.
    Leider ging dies dann nach hinten los. Dies war der Anfang vom ersten Abstieg 1999!

    Dann zu Bailly - der hat sich nicht erst seit dieser Spielzeit eine Auszeit gegönnt, das begann schon in der letzten Saison.

    Fehlen der Innenverteiligung, Brouwers wird jetzt hier als Turm in der Schlacht und unverzichtbar hingestellt, bisserl übertrieben find ich - er war nicht wegen seiner Abwehrleistung in der letzten Saison unverzichtbar (immerhin 60 Gegentore) sondern weil er vornegeknipst hat.
    Dante fehlt, der Rest beliebig austauschbar ohne Qualitätsverlust in der Defensive!

    Auch die restlichen Ausfälle fallen nicht ins Gewicht, die Doppelsechs funktioniert eh nicht ob Marx da jetzt spielt oder nicht.

    Einzig vielleicht Arango, wenn ich die ersten 15 Minuten der 2.Halbzeit gegen Bayern sehe aber auch nicht so richtig.

    Zu Eberl, alles was er angefasst hat ist ja nicht so schlecht gewesen, was mich stört ist dieses Schöngerede von absoluten Murksspielen - das ist einfach lächerlich und auch die Aussage ohne Verstärkungen in die Rückrunde gehen zu wollen ist schlichtweg fahrlässig.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 November 2010
  28. luckie

    luckie Active Member

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    http://fohlen-hautnah.de/news/gladbach-marcel-meeuwis-mit-situation-unzufrieden/
    Naja bei Meeuwis kann es sich schnell erledigen. Möchte da aber nicht rechnen, wieviel er je min (zurZeit 1322) gekostet hat inc Beraterhonurar, Ablöse, Abfindung, Gehalt, Handgelt, dazu noch der verhinderung der Entwicklung von Jantschke im Wege zu stehene.. Nur mal so, wieviel wäre der heute mit 30 Spielen und einigermaßen Anknüfung an seinen Leistungen vs Leverkusen oder Dortmund wert ? Aber bei zwei Wunschspieler von unsere sportlichen Leitung (Marx + Meeuwis) konnte er ja nicht eingesetzt werden auf DM, wie hätte es denn ausgesehen, falls er seine Leistungen aus der Vorrunde 08 bestätigt hätte und schlechte Spiele haben wir ja auch von Marx oder Meeuwis ala Jantschkes Leistungen in Bremen auch gesehen. Aber vielleicht kann mir einer auch erklären, warum es unser sportlichen Leitung nicht in den Sinn gekommen ist, Jantschke wenigstens zu verleihen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 November 2010
  29. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    @ André

    ARD Text - Der Teletext im Ersten

    Deine These mit dem Ballbesitz ist eine bißchen wie Pipi Langstrumpf.

    Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt.
     
  30. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Hömma, GG,

    7 Punkte aus 11 Spielen sind 7/11 Punkte im Schnitt. ob Du jetzt 0/11 oder 7/11 ansetzt, spielt eine untergeordnete Rolle.

    Nach den Untersuchungen waren die Punkteerfolge der Nachfolger jedenfalls immer noch höchst gering.
     
  31. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Ich sprach ja bewusst von der Quote in der ersten Halbzeit und schrub auch, dass wir in Hälfte zwei zum Glück nicht nochmal so passiv waren!