Löw raus!

Dieses Thema im Forum "Deutsche Nationalmannschaft" wurde erstellt von André, 28 Juni 2012.

  1. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich würdige das auch, dass gegen F zweimal gewonnen wurde aber so stark wie die Spanier die letzten 5 Jahre aufspielen, sah ich F damals echt nicht, was vielleicht auch an meinem jungen Alter gelegen hat. Gerade 1982 glänzten die Franzosen in den Vorrunden ja nicht gerade vor Glanz und Gloria; das sah im Halbfinale dann anders aus und da kann man dann, meinetwegen, tatsächlich davon reden, dass die dt. Mannschaft nie aufgab - tat sie ja auch nicht; allerdings schweige ich, mich schon fast schämend, über das Zustandekommen dieses Sieges.

    Auch dem 2:1 Sieg gegen NED billige ich eine Willensleistung zu, das war stark.
     
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  3. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    Wir haben in der WM Qualifikation so und so sehr selten verloren, auch vor der Ära Löw, das Argument für seine Klasse zählt nicht.

    Wenn wir wirklich einen hervorragenden Kader haben, dann muß man wohl oder übel über den Trainer und seinen Stab diskutieren, auch wenn man ihnen noch so positiv gegenübersteht.

    Das ich nicht davon ausgehe, daß Löw lernresistent ist, halte ich eine Überraschung in Brasilien nicht für ausgeschlossen, aber dazu müßte er diesmal absolut fehlerfrei aufstellen und alles Glück der Welt bekommen. Wetten auf das Halbfinale wären nicht verrückt, das traue ich
    selbst Löw mit so einem Kader zu.
     
  4. Detti04

    Detti04 The Count

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    Tschuldigung, aber der Vergleich passt hinten und vorne nicht. Das Einzige, was Frankreich in den fruehern 80-ern erreicht hat, war der Gewinn der EM im eigenen Lande, sonst nichts. Daneben eben noch die zwei WM-Halbfinals gegen Deutschland, und drumherum: Keine EM-Teilnahme von 1964 bis 1980 und 1988, Vorrundenaus bei der WM 78, keine Teilnahme an der WM 1990. Daneben gab es auch auf Klubebene keinen einzigen europaeischen Titel fuer einen franzoesischen Klub. Frankreich war damals sicher recht stark, aber laengst keine solche Uebermannschaft, wie sie Spanien heutzutage darstellt. Das damalige Platini-Frankreich war nicht einmal so stark wie das Zidane-Frankreich der Jahrtausendwende.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 September 2012
  5. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    Nochmal wegen dem Respekt gegenüber Deutschlandsd Fußballnationalmannschaft.
    Selbstverständlich haben auch die großen Fußballnationen Respekt vor uns, sonst werden sie abgestraft. Das Problem ist, daß wir zu großen Respekt haben vor ihnen. Das sieht man in Taktik und Aufstellung und hört es in den Interviews vor dem Spiel. Erinnert Euch an Spanien, die hatten doch schon gewonnen nachdem sie das Interview von Löw und Lahm gehört hatten, der eine verneigte sich ständig vor den Spaniern, der andere hatte nur die Kapitänsbinde im Kopf.
    Auch außerhalb zählt mit, man erinnere sich an Schweinsteigers Kampfrede gegen die Argentinier, da hatten wir 0 Respekt vor dem Trainer Maradonna....das war genug um daran zu glauben!

    Und ich glaube ernsthaft, wenn irgendwo ein erfahrener Profi mit 200+ Erstligaspielen in Serie A oder sonstwo in seiner Nationalmannschaft gegen Löw spielen muß, der hat keine besondere Sorge wegen Taktik, Strategie und Aufstellung, denn er weiß

    mein Trainer ist besser! Und genau das zählt, so wie ein guter Kapitän schon viel ausmacht, selbst da nimmt man uns doch nicht ganz ernst oder.....( hallo Schieri, zupf zupf...ich bin der Käptn....)







    http://www.focus.de/sport/fussball/...ew-und-der-nationalmannschaft_aid_817220.html


    Das ist echt nur arm, ein Fußball- Lehrer müßte wissen, daß Spiele durch Standards entschieden werden können und sollte das auch trainieren und nicht abschreiben. Das ist ja noch ärmer als ich die ganze Zeit vermutete.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 September 2012
  6. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Der übermenschliche Respekt kam aber eben nie von Gegnern, die auf gleicher Höhe oder darüber waren: Siehe BR, siehe I, siehe ARG in seiner Hochzeit

    Und die Legende um die Turnierstärke ist eben den Achtzgern bzw. 1990 geschuldet, wo man 3 mal hintereinander ins Finale kam über das "wie" fragt da ja kein Mensch mehr.

    Nehmen wir 1982 und greifen da mal die Highlights raus:
    - In der ersten Vorrunde die Schande von Gijon
    - In der zweiten Runde bangte man, völlig unfähig noch eingreifen zu können, dass sich die Spanier nicht gegen die Engländer hängen lassen sonst wäre D raus gewesen; Spanien schaffte ein Unentschieden
    - Im Halbfinale dann tatsächlich mal eine Energieleistung allerdings so dreckig erzielt, dass man besser nicht drüber spricht
    - Im Finale dann untergegangen

    Dann 1986:
    - In der Vorrunde gerade mal so durchgekommen mit einem Unentschieden gegen Uruguay und einem knappen Sieg gegen Schottland
    - Dann gab's im Achtelfinale, dem Glück der Auslosung geschuldet, einen knappen Sieg gegen Marokko; die Dänen als Gruppenerster mussten gegen Spanien ran, das Dänemark mit 5:1 heimschickte, welches zuvor die Deutschen besiegt hatte
    - Im Viertelfinale Elferlotterie gegen Mexiko
    - Im Halbfinale dann mal richiger Fußball gegen F, das war teilweise starker Konterfußball
    - Im Finale war dann zumindest auch Kampfeswille auf dt. Seite da

    Nehmen wir mal 2010:
    England, Argentinien und dann Spanien in der KO-Runde; etwas andere Kaliber als diejenigen mit denen sich Derwall und Beckenbauer rumschlagen mussten.

    Was will ich damit sagen?
    Turnierstärke, ja, aber dann bitte auch so fair bleiben und anerkennen, dass da auch schon ein gutes Quentchen Glück betreff anderer Ergebnisse und Zufall mit günstigen Auslosungen dabei war.

    Edit:
    Ausserdem bringt die Nachhintenschauerei nix. Die Achtzger sind vorbei, der Fußball hat sich stark gewandelt, alles Geschichte.
    Um zu sehen, dass das Halbfinale gegen I auch zu einem nicht unmaßgeblichen Teil wegen einer wunderlichen Aufstellung verloren ging, muß man nicht auf 1990 schauen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 September 2012
  7. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das halte ich auch für eine Legende, dass es so arg entscheidend ist, was die Spieler von sich geben.
    Schweinsteiger hat sich zwar rotzfrech und despektierlich gegenüber den Argentiniern geäussert, ja und?
    Die Gauchos traten, sicher auch v.a. Maradona geschuldet, etwas wirr auf, fingen sich gleich mal ein extrem frühes Tor und die Deutschen kombinierten dann schnellen Konterfußball. Klasse Leistung, keine Frage aber das hat nicht der Schweinsteiger heraufbeschworen mit seinen, sorry, bescheuerten Sprüchen sondern System Argentinien unterlag, weil es System Deutschland in den entscheidenden Punkten unterlegen war und die Spieler diese Punkte nutzten.

    So, dann kommt im Halbfinale der Turnierfavorit, der bekannt ist für seine schon fast unglaubliche Paßsicherheit und sein bedingungsloses Pressing. Genau das zogen die Spanier dann auch durch, sie spielten ihr Spiel, erstickten nahezu jeden deutschen Angriff im Mittelfeld und warteten eben auf ihre Chance, die bei der spielerischen Überlegenheit ja auch mal kommen musste.
    Was, bitteschön, hätte denn da ein dt. Spruch im Vorfeld von wegen "Wir spielen unser Spiel und kümmern uns nicht um Spanien." bringen sollen? Recht wenig. Das dt. "Argentinensystem" passte halt null und gar nicht gegen die Spanier, weil die das im Ansatz mal schön unterbanden.
    Man kann jetzt sagen: "Dann spielt ein anderes System", von mir aus, aber rumzujammern "Die haben das ja schon im Vorfeld verloren" ist recht witzig, finde ich, denn gegen so eine spielstarke Mannschaft trat Deutschland kaum jemals zuvor an.

    Was bleibt also hier für mich?
    Die Spanier waren in dem Spiel immer der Favorit und es wäre echt eine Überraschung gewesen, wären die Deutschen als Sieger vom Platz gegangen. Als Kritikpunkt führe ich hier an, dass man mit der gleichen Taktik wie gegen Argentinien angetreten ist und die auch im Verlaufe des Spiels nicht geändert hat. Es wurde eben von dt. Seite auf den lucky punch gehofft und das war einfach zu wenig.
     
  8. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Sonst nichts... Jo weil 2x Deutschland im Weg stand. 82 war das auf deutscher Seite mehr Glück als Verstand und 86 standen sich zwei Klassemannschaften gegenüber.
    Und da ich sowieso was gegen die Ueberhoehung der Aera Zidane habe (die Leistungen 98 waren bis zum Halbfinale nicht sehr dolle) denke ich das die Platinimannschaft nur den Makel hat nicht Weltmeister geworden zu sein. Deswegen konnte sie auch nicht stilprägend sein. Die Qualität aber war auf jeden Fall da.
     
  9. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    Ich sehe, Jogi-Fan wartet getz erstmal das Spiel ab, bevor er sich manifestiert.
    Man kann halt nie vorsichtig genug sein, wenns ums professionelle Drehen und Winden geht...:D:D
     
  10. Schalke-Königsblau

    Schalke-Königsblau Derbysieger 2012/13

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    Nach hinten schauen und sich an die guten alten Zeiten zu erinnern ist für die Tonne.
    Es sind hier und in den Medien schon einige Fehlerpunkte genannt worden. Das Pressing, die Abwehr, die manchmal nicht so ganz sattelfest ist, die Standarts, die gar nicht geübt werden, die mangelnde Chancenverwertung...............und ein Trainer, der die Mannschaftsaufstellung nicht beherrscht, alles schönredet und meint, dass unsere NM auf einem guten Weg ist und die Fehler, und auch seine Fehler, nicht einsehen will,
    der teilweise tiefenbeleidigt auf mMn berechtigte Kritik reagiert. (Kahn)
    Solange wir auf diesem "guten Weg" sind und der Jogi genau diesen Weg auch für gut hält und stur weitergeht, ohne Einsicht zu zeigen um genannte Punkte zu verbessern, werden wir nie einen Titel holen.

    Z.B. Ösireich hat sich sicherlich weiterentwickelt. Die Spieler, die sich heute in der Startformation befinden tummeln sich, bis auf 2 Spieler, alle in der Bundesliga herum.
    Einer in Bologna und einer .....:suspekt:......ich glaube, bei Besiktas.
     
  11. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Damit beschreibst du doch wunderbar die Turnierstärke, die sich nämlich auch darin ausgedrückt hat, dass man nach bescheidenen Vorrundenspielen, sich eben doch wieder gesteigert hat oder verlorene geglaubte Spiele wie nach dem zwischenzeitlichen 1:3 gegen Frankreich 1982 das Ding doch noch gedreht hat, dass man Elfmeterschiessen in schöner Regelmäßigkeit für sich entschieden hat (und wenn man auch in den 120 Minuten die schlechtere Elf war) und dass man sogar nach einem 1:3 Rückstand gegen Argentinien 1986 noch mal alles mobilisiert hat und das 3:3 gemacht hat. War das ein nächtlicher Aufschrei als Völler das 3:3 gemacht hat.
    Du kannst es Dusel und Glück nennen, aber gerade diese seriellen Vorkommnisse haben uns bei den Gegner den Respekt eingebracht.
    Heute sind wir mausetot, wenn wir in einem wichtigen Spiel zurück liegen.

    zu 2010: Also England und Argentinien kann man nun beim besten Willen in deren Verfassung als große Kaliber bezeichnen. Da war das England vom 1990 oder das Frankreich von 1986 wesentlich großkalibriger.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 September 2012
  12. diamond

    diamond Well-Known Member

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    2010 war der Höhepunkt der Mannschaft. Seit dem geht es nur noch abwärts. Brasilien kann man sich schenken.
     
  13. bayer04_princess

    bayer04_princess Well-Known Member

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    LÖW RAUS !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
     
  14. Detti04

    Detti04 The Count

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    Okay, die Turniere zaehlen. Dann zaehle ich mal alle Gegner auf, gegen die Deutschland bei seinen WM-Gewinnen antreten musste:

    Tuerkei, Ungarn, Tuerkei, Jugoslawien, Oesterreich, Ungarn
    DDR, Chile, Australien, Polen, Schweden, Jugoslawien, Holland
    Jugoslawien, Kolumbien, VAE, Niederlande, Tschechoslowakei, England, Argentinien

    Yepp, da wimmelt es geradezu vor Topnationen, die Deutschland geschlagen hat. Zum Vergleich mal eine Liste all der Mannschaften, gegen die Deutschland ein WM-Finale verloren hat:

    England, Italien, Argentinien, Brasilien

    Und gegen folgende Laender flog man in WM-Halbfinals raus:

    Tschechoslowakei, Schweden, Italien, Italien, Spanien

    Stimmt, die Turniere zaehlen! Und da heisst es nun mal in der Regel: Von den Grossen gibt es fuer Deutschland aufs Maul.

    ---

    Um es mal auf den Punkt zu bringen: Deutschlands Vorteil ist seine Soliditaet. Auf dem Papier schwaechere Gegner werden recht zuverlaessig geschlagen, daher kommt man im Turnier vergleichsweise weit; wenn aber die richtig guten Gegner kommen, dann wird es eben meist mehr als eng.
     
  15. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Wobei man das im zeitlichen Kontext sehen muss.

    Ungarn war 1954 DER Favorit. Die Ösis waren zu dieser Zeit auch noch durchaus ernstzunehmen. Das 6:1 kam in dieser Deutlichkeit sehr überraschend.

    1974 hatte man es mit den Gegnern wirklich sehr gut getroffen, wobei die beste Mannschaft des Turniers im Finale wartete und geschlagen wurde. Die Jugoslawen und Polen waren damals auch nicht zu verachten, aber bei ner Heim-WM sollte man die schon schlagen

    Jugoslawien war zu Beginn der WM 1990 recht hoch eingeschätzt, die Niederlande als Europameister von 1988 sowieso. Dann noch England und Argentinien geschlagen. Also dass man da aufgrund schwacher Gegner durchmarschiert ist, das sehe ich nicht so.
     
  16. Detti04

    Detti04 The Count

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    Ich glaube, dass Deine Wahrnehmung der Platini-Mannschaft da ueberhoeht ist. Vergleichen wir doch mal '98 mit '82 und '86:

    Gruppenphase:
    '98: 3-0-0 (3:0 gegen Suedafrika, 4:0 gegen Saudi-Arabien, 2:1 gegen Daenemark)
    '82: 1-1-1 (1:3 gegen England, 4:1 gegen Kuwait, 1:1 gegen CSSR), Gruppenzweiter
    '86: 2-1-0 (1:0 gegen Kanada, 1:1 gegen UdSSR, 3:0 gegen Ungarn), Gruppenzweiter

    Danach:
    '98: 1:0 nach Golden Goal gegen Paraguay im AF, Sieg im Elfmeterschiessen gegen Italien im VF, 2:1 gegen Kroatien im HF, 3:0 gegen Brasilien im Finale
    '82: 2. Finalrunde mit 2-0-0 (1:0 gegen Oesterreich, 4:1 gegen Nordirland), danach im Halbfinale raus gegen Deutschland
    '86: 2:0 gegen Italien im AF, Sieg im Elfmeterschiessen gegen Brasilien im VF, raus gegen Deutschland im HF

    Ich sehe nicht, wie '86 oder gar '82 besser gewesen sein soll als '98. Das einzig wirklich schwache Spiel Frankreichs '98 war das Gewuerge gegen Paraguay, denn im Viertelfinal-Elfmeterschiessen schlug man immerhin den Vize des letzten Turniers. Dazu verpasste man dem Titelverteidiger im Finale noch eine schoene Abreibung. Die '86-er gewannen zwar auch gegen den Titelverteidiger, aber dafuer war damals ja gegen amtierenden Vize Schluss.
     
  17. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Wenn Du meinst Marokko und Mexiko waren stärker: Bitte, Deine Meinung, lass ich Dir gern :D
     
  18. U w e

    U w e Borussia Mönchengladbach Moderator

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    1990 hätte man uns quasi jeden Gegner vor die Nase setzten können. So verdient ist bisher selten eine Nation Weltmeister geworden wie 1990 Deutschland. :)
     
  19. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Die Auswahlmannschaft eines Verbandes wird Weltmeister, aber doch nicht die ganze Nation...
     
  20. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Kann man aus Zahlen auch nicht.
     
  21. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Mit diesen Aufzählungen kannst du nichts auf den Punkt bringen.

    Ohne jetzt jedes Vorkriegsergebnis zu kennen, kann ich das ganz anders interpretieren.

    Es ist gerade umgekehrt, dass man gegen vermeintlich schwächere den Hang zum Patzen hat und gegen die großen gut aussah.
    z.B. 1974: Niederlage gegen die DDR, die Übermannschaft Holland geschlagen
    z.B. 78: Blamage gegen Österreich, und gegen Holland und Italien sich behauptet
    z.B. 80:0:0 gegen Griechenland, Holland souverän besiegt
    z.B. 82: Blamage gegen Tunesien, Siege gegen Spanien und Frankreich.
    z.B. 86: Weitergequält gegen Kleinere, aber Frankreich besiegt und gegen Argentinien im Endspiel sich teuer verkauft.
    z.B, 88 Spanien besiegt, gegen das starbesetzte Holland bis zur 88.Minute mitgehalten.
    z.B. 1990: gegen Kolumbien gequält, gegen die Tschechen nur per Elfmeter weiter, aber Holland und Argentinien besiegt und beherrscht
    z.B. 2004: gegen Weißrussen versagt, aber gegen Holland bestanden.
    Wie sonst ist denn der Begriff TURNIERMANNSCHAFT geprägt worden! Weil man eben am Anfang gegen kleinere bescheidene Erfolge erzielt hat und sich im Verlauf des Turniers ( wo es dann naturgegebenermaßen gegen die Größeren geht) sich gesteigert hat.

    Uns so zieht sich das durch mit Niederlagen gegen Kroatien und Bulgarien oder Dänemark in den Folgeturnieren. Unter Löw ebenso mit Niederlagen gegen Serbien, Kroatien, Zittersiegen gegen Dänemark und Österreich.

    Der Unterschied ist, dass wir vor Löw gegen die Großen nicht wiederstandslos untergegangen sind, oder kannst du ein Spiel der letzten 30- 35 Jahre außer das Italienspiel 1982 benennen, wo wir gegen Große abgeschenkt haben wie zuletzt 2 x gegen Spanien und gegen Italien!

    Zudem kommt hinzu, dass wir nicht wissen, wie Deutschland gegen andere Große vor Löw abgeschnitten hätte, wenn sie nicht zuvor gegen Kleine schon ausgeschieden wären.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12 September 2012
  22. Untouchable

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    2002 gegen Brasilien. 2006 gegen Italien. 2000 gegen England und Portugal. Dann fallen mir spontan noch so Spiele wie das 0:3 gegen Kroatien bei der WM 98 ein und natürlich die EM 2004. Um mal nur die jüngste prälöwsche Geschichte anzuschneiden.
     
  23. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    War 2002 und 2006 tatsächlich so widerstandlos? :gruebel: Detti, du hast doch immer nette Statistiken parat. ;) Nach meiner Erinnerung war das nicht so ohnmächtig wie 2010 gegen Spanien.
     
  24. Schalke-Königsblau

    Schalke-Königsblau Derbysieger 2012/13

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    Was mich doch immer wieder erstaunt. Man könnte meinen er hat zu allem und jedem iweche Zahlen und Statistiken.
    Da wirste oft von Zahlen regelrecht erschlagen. ;)
     
  25. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Deswegen geht u.a. auch bei Wetten immer mit Plus raus, er schaut sich halt die Zahlen an :)
     
  26. Schalke-Königsblau

    Schalke-Königsblau Derbysieger 2012/13

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    Na dann weißt du ja wie es geht. Viel Spaß beim Gewinnen. :)
     
  27. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Schätze der bleibt dann auf der Strecke... ;)
     
  28. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Ich sprach von widerstandslos. Italien wurde in der Verlängerung entschieden, gegen Brasilien haben wir mit einem desaströsen Kader über weite Strecken mitgehalten.
    Ist England wirklich ein großer Fisch ??, auf jeden Fall nicht 2000, da ist man m. Wissens auch in der Vorrunde raus und Keagan mußte gehen ( Ein Shearer macht noch keine große Mannschaft). Abgesehen davon, dass das Turnier 2000 wohl der absolute Tiefpunkt der deutschen Fußballgeschichte war, und zwar aus dem gleichen Grund wie heute, weil man einen überforderten Trainer verpflichtet hatte.
     
  29. diamond

    diamond Well-Known Member

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    schön wärs!
     
  30. Detti04

    Detti04 The Count

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    Im Prinzip sehe ich das aehnlich wie Du.

    Ich halte 1990 auch fuer die grosse Ausnahme, denn da hat sich Deutschland den Titel redlich verdient.

    1974 traf man eben auf einen einzigen starken Gegner, der bis dahin nicht mal als solcher bekannt war, denn Holland hatte bis dahin absolut nix gerissen: 1974 war die erste WM-Teilnahme nach dem Krieg, und auch fuer eine EM hatte sich Holland bis dahin noch nie qualifiziert. Die einzigen Hinweise darauf, dass Holland stark sein koennte, bestanden in Ajax' Erfolgen im Pokal der Landesmeister und Feyenoords Gewinn des UEFA-Cups. Einfacher konnte es gar nicht sein, noch dazu bei einer Heim-WM.

    1954 profitierte Deutschland u.a. vom bizarren Modus, bei welchem man nur gegen 2 Teams aus der Vierergruppe antreten musste. Als ungesetztes Team musste Deutschland gegen die gesetzten Mannschaften der Tuerkei und Ungarn antreten. Nach dem Sieg Deutschlands gegen die Tuerkei im ersten Spiel war klar, dass man auf jeden Fall mindestens Zweiter werden wuerde, in welchem Fall es zu einem Entscheidungsspeil gegen eben jene Tuerken kommen wuerde; demnach konnte man getrost gegen Ungarn verlieren, was man dann ja auch tat. Im Viertelfinale traf man spaeter als Gruppenzweiter aus Gruppe 2 auf den Gruppensieger aus Gruppe 1, Jugoslawien. Letztere waren nur durch Losentscheid Gruppensieger geworden, denn sie waren punktgleich mit Brasilien, wiesen aber die schlechtere Tordifferenz auf. Mit dem Vize von 1950 durfte sich stattdessen Ungarn im Viertelfinale rumschlagen und bekam es anschliessend zur Belohnung im Halbfinale noch mit dem Titelverteidiger zu tun. Auch da scheint mir der deutsche Weg ins Finale doch deutlich einfacher gewesen zu sein.

    Natuerlich wird man nicht nur durch Glueck Weltmeister, sondern muss auch schon ab und an ordentlich spielen. Aber es ist eben ein Irrglaube, dass ein Weltmeister (insbesondere Deutschland) bei einem Titelgewinn jede Menge gute Teams rausgekegelt hat, denn oftmals erkennt man bei genauerer Betrachtung, dass der Weltmeister (wieder insbesondere Deutschland) einen eher leichten Weg erwischt hat. Das ist aber auch keine Ueberraschung, denn je staerker ein Gegner ist, um so hoeher ist die Wahrscheinlichkeit des Ausscheidens; trifft eine Mannschaft im Verlauf eines Turniers auf viele starke Gegner, dann wird die Chance aufs Ueberleben (also den Titel) eben immer kleiner. Wie gesagt, Deutschlands Vorteil ist die Soliditaet: Man fliegt selten gegen nominell schwaechere Gegner raus.
     
  31. diamond

    diamond Well-Known Member

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    78: Österreich, 84 Spanien, 92 Dänemark (nicht mal qualifiziert), 94 Bulgarien!!!, 98 Kroatien, 2004 gegen Tschechien B-Elf,

    Alles durch die Bank zum damaligen Zeitpunkt nominell schwächere Gegner!