Krieg oder nicht?

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Berliner, 2 Juli 2009.

  1. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    na, da weiß man doch wenigstens, wen man auf keinen fall wählen sollte. :floet:
     
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  3. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    mein Problem ist, ich weiß wen ich nicht wählen darf und wenn ich wähle, weiß ich nicht wen ich wählen soll und mache mein Kreuz eigentlich immer falsch....

    das einzige Mal wo ich richtig wählte war bei Schröder, als es darum ging..


    Irak mitmachen oder nicht....( oder zweifelt jemand daran, daß wir unter Merkel im Irak nicht gelandet wären????)


    und dafür bin ich ihm dankbar, daß er diesen Kelch an uns hat vorbeigehen lassen....
     
  4. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Ich halte das eigentlich für eine dämliche Diskussion: Krieg oder nicht Krieg.

    Klar ist das Krieg. Ein Partisanenkrieg, asymmetrischer Krieg, kleiner Krieg (Clausewitz). Was auch immer.
    Gegenüber unseren Soldaten sollte man aber so fair sein, und die Dinge beim Namen nennen und ihnen alle Waffensysteme zur Verfügung zu stellen, die sie anfordern.

    Ich werfe CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne (nein, den Linken nicht) - Feigheit vor. Feigheit vor dem Wähler und der Wahrheit.

    Ich finde aber auch, dass dieser Krieg auch im 9. Kriegsjahr richtig eingeordnet werden muss. Ein völkerrechtswidriger Krieg oder Angriffskrieg ist das nicht. Für beide parallel stattfindende Operationen gibt es UN-Mandate.
    Und man darf auch nicht vergessen - was mittlerweile immer öfters passiert - der Krieg ist eine Folge des 11. Septembers ist.
    Die NATO hat damals übrigens auch den Bündnisfall Artikel V ausgerufen (betrifft Operation Enduring Freedom).

    Was die Gesamtsituation betrifft, so muss ich sagen, ich bin geteilter Meinung: militärisches Ziel wurde verfehlt: Bin Laden noch immer nicht gefunden (echt lächerlich), Taliban wurden nicht dauerhaft besiegt. Auf der zivilen Seite gibt es einige Erfolge.

    Was die militärische Seite betrifft, so habe ich auch Zweifel, ob das jemals erfolgreich zu Ende geführt werden kann.

    Und trotzdem bin ich gegen einen voreiligen Abzug und insbesondere gegen einen einseitigen Abzug der Bundeswehr.
    Das geht nicht! Das wäre ein Vertrauensbruch sondersgleichen!!!!
    Deutschland ist Lead Nation im Norden Afghanistan. Die anderen Nationen im Norden (insbesondere Norweger und Schweden) verlassen sich darauf, dass Deutschland seine Mission erfüllt.

    Schröder/Fischer haben damals von "uneingeschränkter Solidarität" gesprochen. Unsere Partnerstaaten verlassen sich darauf.

    Deutschland ist mit seinen Partner gemeinsam rein gegangen. Es kann nur gemeinsam mit ihnen rausgehen. Als einer der 5 großen NATO-Staaten kann Deutschland bei einem derartigen Einsatz nicht das tun, was es will. Das ist Scheiße, ist aber so. Alles andere wäre verantwortungslos.

    @DeWollä
    Hier von totalen Krieg oder Angriffskrieg zu sprechen, halte ich für unangebracht. Die Bundeswehr hat keine schwere Waffen in Afghanistan. Das derzeitige Maximum sind (leichte) Mörser und die Maschinenkanonen der 4 Marder-Schützenpanzer (derzeit werden sie einsatzbereit gemacht und von Mazar-e-Scharif nach Kunduz verlegt). In Mazar-e-Scharif ist es relativ ruhig. Aber Kunduz ist derzeit tatsächlich Kriegsgebiet - wieder. Dort ruht auch weitgehend die Aufbauarbeit. Die Lage ist ernst, aber nicht außer Kontrolle. Die Bundeswehrführung lehnt bisher die Verlegung von schwerer Artillerie (z.b. Panzerhaubitze 2000) von Deutschland nach Afghanistan ab.
    Insgesamt führt die Bundeswehr dort nur "auf kleiner Flamme" Krieg.

    Im Süden schaut das ganz anders aus. Holländer und Kanadier sind dort quasi mit der ganzen Palette an Waffensystemen im Einsatz (schwere Artillerie, Kampfpanzer und Kampfjets zur direkten Kampfunterstützung). Sie müssen auch pro Kopf mehr Opfer hinnehmen als Deutschland.

    Was glaubt Ihr, wie das ankommt, wenn Deutschland sobald es gefährlicher wird, wieder abzieht und die anderen in Stich lässt?

    Als Informationsquelle zu aktuellen (oder vergangenen) Operationen taugen die englisch-sprachigen Wikipedia-Seiten zur ISAF oder dem Afghanistan-Krieg. Sie sind relativ aktuell. Zumindest aktueller und umfangreicher als das, was man hierzulande meist in dem Medien gelesen werden kann.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Juli 2009
  5. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    Die Grundlagen dafür sind geschaffen worden durch die neue Formulierung, die Du evtl. gelesen hast. Es wird nicht mehr von Verteidigung gesprochen, sondern von Angriff.
    Im Moment sind wir Teil des Angriffskriegs der Amerikaner durch Aufklärung bzw. Zielsuche.
    Aber der Sumpf wird tiefer und tiefer.....bis wir an dem Punkt sind, wo die Sovjets waren.
    Daß die Taliban, Mujaheddin und Al Kaida Gruppen Probleme haben sollten Waffen zu erhalten, da sie keine mehr von der USA ( wer weiß das schon wirklich) bekommen dürften, halte ich für unwahrscheinlich.

    Wir sind dort mit einem Auftrag und dem guten Willen der Soldaten, aber die Sache wurde durch sinnloses Bombardieren der USA für auf mindestens 1 Generation vergiftet. Deshalb wäre es mir lieber, man übergibt den Afghanen alles, unterstützt sie von mir aus logistisch aber läßt sich nicht auf die ewig amerikanischen Unsinnsinterventionen ein......deshalb

    danke Gerhart Schröder ! Mit Merkel würden heute noch paar tausend Deutsche im Irak Scheiße fressen und hunderte Mütter und Frauen, die keine üppigen staatlichen Politiker- Pensionsansprüche haben, würden schwarz tragen und müßten evtl. noch zuviel gezahltes Geld zurücküberweisen, wenn der Mann am 15. getötet wurde....es ist ein Wahnsinn für mich, daß es überhaupt Menschen gibt, die dazu JA sagen und im "fernen Ausland", tausende Kilometer entfernt töten oder getötet werden, im 21. Jahrhundert.....


    aber Bündnispolitisch hast Du natürlich recht, aber Afghanistan hat die USA nicht angegriffen, die Pashtunen haben USA auch nicht angegriffen, nicht einmal die Taliban haben die USA angegriffen, die hatten sogar vorgeschlagen die Sache friedlich zu lösen...... für was haben wir die Politiker gewählt? Daß sie den US Willen ausüben ?
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 Juli 2009
  6. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Vielleicht ist das ja gar nicht gewollt. Weder das eine, noch das andere.
     
  7. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Eine, mittlerweile, Untergrundorganisation (Widerstandskämpfer, wie auch immer man sie nennen will) wird auch nicht militärisch zu besiegen sein.
     
  8. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    YES! und: :hail:
     
  9. Schröder

    Schröder Problembär

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    Warum wird hier bei unseren Soldaten immer von "Berufsrisiko" gesprochen?
    Klar, im Krieg kann ein Soldat getötet werden. Aber auf welcher Grundlage sind unsere Soldaten denn in Afghanistan?

    Bündnisfall? Welcher unserer Verbündeten aus der NATO wurde denn von Afghanistan aus angegriffen, dass man das Land besetzen muss?

    Unsere Bundeswehr sollte eine reine Verteidigungsarmee sein. Verteidigt wird da aber nix. Wir sind Invasoren in einem fremden Land, und da sowas eigentlich seit dem 2. WK nicht mehr zum "Beruf" deutscher Soldaten gehören sollte, ist es für sie auch kein Berufsrisiko, wenn sie dort sterben.

    Sie sind schlicht zu Unrecht dorthin geschickt worden. Umso tragischer ist es für jeden einzelnen, wenn er bei diesem Einsatz ums Leben kommt.
     
  10. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    UN-Mandat: Kampf gegen den Terrorismus?

    Ich weiss nicht genau. Aber setzt die Ausrufung des Bündnisfalls tatsächlich voraus, dass ein Mitgliedsstaat von einem anderen Staat (Drittstaat) aus angegriffen wird?
     
  11. Schröder

    Schröder Problembär

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    Soweit ich weiß, haben unsere Soldaten noch nicht 1 Schuss auf Terroristen abgegeben. Wo bekämpfen sie ihn denn?

    Es sollte zumindest die Voraussetzung sein, um diesen Drittstaat gegen dessen Willen zu besetzen.
     
  12. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    In Afgahnistan? Dächte ich. Und: Schüsse gehören nicht zwangsläufig dazu. Ist ja bei anderen UN-Mandaten auch nicht immer zwingede Voraussetzung, ala, "Ihr dürft nur rein, wenn ihr auch ballert!". Wobei da mit Sicherheit auch schon welche gefallen sind. Ich meine von deutscher Seite aus. Oder meinst du, die Angriffe auf die Patroillen laufen so ab, dass sie die Deutschen freiwillig und widerstandslos beschiessen lassen?

    Sollte, ja, vielleicht. Ist aber nicht, offenbar. Und das von allerhöchster Stelle gedeckt.
     
  13. Berliner

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    Da weißt du ja nicht besonders viel.

    Oder glaubst Du, das der Bundeskanzler Helmut mit Vornamen heißt?
     
  14. Schröder

    Schröder Problembär

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    Nein, natürlich schießen die dann zurück. Frage ist, ob die Angreifer zu den gesuchten Terroristen gehören, oder einfach nur die "Eindringlinge" von afghanischen Boden vertreiben wollen.

    Gegen die sovjetische Armee haben sie damals ja auch einen Partisanenkrieg geführt. Nur da waren sie für viele hier Freiheitskämpfer und die "Russen" die Bösen. Und jetzt sind sie Terroristen, weil sie jetzt gegen die "Guten", die westlichen "Alliierten", die das Land besetzen, kämpfen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 Juli 2009
  15. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Nu, Schröder, genau da sind wir am Punkt der Definition von Terroristen und in der Abgrenzung dieser von anderen Truppenteilen, Guerillias, Widerstandskämpfern und anderen. Da gehe ich mit dir sogar konform. Aber genauso, wie es unsinnig ist zu behaupten (oder "soweit ich weiss" zu formulieren), man habe noch keinen Schuss auf Terroristen abgefeuert, weil das eben nicht beweisbar ist, ist es unsinnig, zu behaupten, die Angreifer von diversen Patrouillen seien Terroristen oder auch nicht. Ist nämlich auch nicht erschöpfend hier beweisbar. Und womöglich nicht nur hier nicht, sondern überhaupt nicht.

    Grundsätzlich ist es demnach so, dass man hinter jedem dieser potentielle Terroristen vermuten kann - oder auch nicht - jeder wie er will, und natürlich immer unter völliger Ignoranz der entsprechenden DPA-Meldung, oder von wem sie auch immer kommt.

    Das macht aber das eigene Bild, was man dann gewinnt nicht besser.

    Um es drastisch auszudrücken: Wenn ich behaupte, meines Wissens nach wurden sämtliche (oder die überwiedende Anzahl, oder auch nur einige) Schüsse, die die Deutschen abgefeuert haben, auf Terroristen abgefeuert, fängt die Auseinandersetzung um die Beweise an.

    Fakt ist nur, meine ich, dass die Deutschen an einer von der UNO gebilligten "humanen" und "militärischen" Operation teilnehmen, dies (auch) als Bündnispartner der gemäß der entsprechenden Resolution angegriffenen USA (die damals sehr wohl den Verteidigungsfall innerhalb der NATO ausgelöst hatten), dass sie (auch) in Kampfhandlungen verwickelt sind, und das die Abwehr dieser zu ihrem Mandat selbstredend dazugehört.
     
  16. Schröder

    Schröder Problembär

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    Ich könnt mich ja mit "durch UNO und NATO gebilligt" anfreunden, wenn ich diese beiden Organisationen nicht für bessere Handlanger der USA halten würde. Die segnen doch alles ab, was die USA als "Kampf gegen den Terrorismus" durchgesetzt haben will. Oder gab es vielleicht eine Resolution wg. des amerikanischen KZ in Guantanamo, wo angebliche Terroristen unter unwürdigsten Bedingungen gehalten werden, täglicher Folter ausgesetzt?

    Oder wurden die Amerikaner für ihren Irak-Feldzug bestraft, den sie mit der Lüge, die Iraker würden die Welt mit chemischen Waffen bedrohen, begründet hatten?

    Die größten Terroristen sitzen in Washington. Aber die jagt keiner.
     
  17. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Siehste....In dem Punkt sind wir uns sogar einig......:top:
    Auch mir der Einschränkung. Aber das ist höhere Politik. Die internationalen Regeln werden eben nicht von Gahna, Afgahnistan, Uruguay oder Togo gemacht, sondern von den großen Jungs. Demokratie ist da nicht unbedingt angesagt. Von wegen, jedes Land eine Stimme oder soviele Stimmen, wie Bevölkerungsanteile oder Flächenquote oder so. Spielt alles keine Rolle. Leider.
     
  18. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    zur erinnerung:
    fünf staaten haben dauerhaft ein vetorecht, von dem auch lebhaft gebrauch gemacht wird.
    jeder dieser staaten wird von diesem vetorecht gebrauch machen, wenn der sicherheitsrat gegen ihn selbst oder befreundete staaten resolutionen erlassen will.
    damit läuft der sicherheitsrat zumindest in diesen wichtigen fällen völlig ins leere.

    Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ? Wikipedia
     
  19. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    natürlich kein Krieg...

    eine militärische Polizei- Ausbildungseinheit um den Afghanen zu zeigen, wie sich Leben zu schützen lohnt.....solange man nicht von US Bombern weggemacht wird....
     
    Zuletzt bearbeitet: 12 Juli 2009
  20. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    Die Briten haben mehr Verluste in Afghanistan wie während der Enduring Freedom Kriegsmission im Irak.
    Aus diesem Grund ist die britische Regierung unter Druck und es werden Töne laut, die anstatt einer Erhöhung um 2000 Soldaten eine Verringerung um 1500 Einsatzkräfte herbeirufen.

    Was bedeutet das für unsere Soldaten? Stocken wir dafür immer mehr auf ?

    Ich höre immer wieder das Argument, daß durch erfolgreiche Operationen in Afghanistan die Terrorgefahr bei uns reduziert werden würde. Was steckt hinter diesen Argumenten? Stimmt die Doktrin ?
    Nehmen wir einmal an der Krieg sei zu gewinnen, würde das den Terrorismus beenden? Sind die Ideen der Terroristen in dem Moment, wo man Afghanistan erobert hat, vernichtet ?
    Ich persönlich glaube das nicht, man vernichtet keine Idee indem man die Felsen Afghanistans von Koranschülern säubert, denn mehr sind die Taliban vom Wort her nicht....ich sehe eigentlich ein Faß ohne Boden, nach Afghanistan, wenn man da überhaupt zu Potte kommen sollte ( wovon ich nicht überzeugt bin), was kommt nach Afghanistan? Iran ? Pakistan.....hört das irgendwann einmal auf ?

    Für die toten Soldaten hat es aufgehört....muß man sich mal vorstellen....

    von 1979 bis 1989, 10 Jahre lang dauerte der Krieg....man muß sich mal verdeutlichen, daß

    Soviet-Afghan relations
    die Afghanen Militärhilfe von den Russen bekamen und afghanische Soldaten und Offiziere von Russen trainiert wurden ab 1956, aber schon vorher waren die Russen immer in Afghanistan aktiv...man gab Rubel, Waffen, Munition und sogar Flugzeuge um den Widerstand im Dritten Anglo-Afghanischen Krieg ( also gegen die Briten ) die Afghanen zu unterstützen....

    Danach....im Schnelldurchgang


    bekam die russisch freundliche Regierung Probleme mit den Parteien, die den Islam im Namen haben.....

    So wurden Reformen durchgezogen, die abgehoben von der Einstellung des Volks dort, ohne Opposition zuzulassen, durchgepeitscht wurden, unter anderem mit blutiger Niederschlagung von Unruhen. Vom April 1978 bis zur Sovjet Invasion im Dezamber 1979 wurden

    27000 politische Gefangene exekutiert !

    Etliche Mullahs und Stammesführer inbegriffen ! In dieser Zeit floh das religiöse Etablishement und die Intelligenz das Land....


    soweit ein kleiner Geschichts- Exkurs...


    Soviet war in Afghanistan - Wikipedia, the free encyclopedia




    d.h. auf deutsch, obwohl man zehntausende von Menschen abgeschlachtet hat kommen hundertausende Jahre später wieder hervor und das wird auch nicht aufhören.
    Auch unsere Soldaten werden nur eine Episode sein, die am Ende nichts anderes erreicht haben, als eine noch stärkere Position der radikalen Islamisten.
    Das wäre meine Prognose, die ich aus dem wenig Geschichte rausziehe....


    Warum sind wir dann doch dort ? Und auch noch die Briten....gegen die in Afghanistan vor 100 Jahren schon Krieg geführt wurde ? Die Afghanen kennen vielleicht nicht die Weltgeschichte, aber sie kennen die Geschichten der Urgroßväter, die auch schon im Anglo -Afghanischen Krieg gegen die Kolonialherren gekämpft hatten....ganz ehrlich....

    das ist eine ganz große Scheiße und je mehr ich davon durchlese, je eher bin ich der Meinung. Sperrt Eure Söhne lieber im Keller ein, als sie dorthin gehen zu lassen !
     
  21. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    wenn man das dann weiter liest....wer da alles Waffen und Militärhilfe gegeben hat....



    nachdem die Sovjets einmarschiert sind haben die Afghanen von den rot angezeigten Staaten Hilfe bekommen....

    von wem bekommen die Taliban eigentlich Hilfe?????? Das hört ja nicht auf....man muß auch sagen...was als Afghanen angezeigt wird sind nicht immer auch Afghanen. Die Mujaheddin waren zum Großteil aus dem Ausland, ebenfalls haben Volksgruppen, die in verschiedenen Grenzregionen leben ihre Unterstützung und Kämpfer aus dem Ausland und die Taliban selbst, sind auch keine 100% Afghanen....also

    kämpft in Afghanistan eigentlich jeder gegen jeden....seit hundert Jahren...

    mal die Russen mit Afghanen gegen Engländer...
    dann die Engländer mit Afghanen gegen Sovjets
    dann die Nato mit Afghanen gegen die Taliban

    usw. usw. da schüttelt ich mit dem Kopf....ein Dauerschlachtfeld...

    und unsere Jungs sind jetzt....mittendrin, statt nur dabei....
     
  22. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    das Rauchen soll bei den Amis verboten werden für Soldaten....

    dann lohnt es sich ja überhaupt nicht mehr die Hanf Felder zu bewachen....


    dann holt man sich den Kick mit dem einen oder anderen Extra Kill eben.....wo ist das Problem ?


    Gesundheitsstudie: Experten fordern totales Rauchverbot für US-Militär - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft




    also....Rauchen ist ungesund und Krieg kein Grund gestresst zu sein.....
     
  23. Schröder

    Schröder Problembär

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    Richtig. Die haben ein Veto-Recht. Das macht die Sache aber nicht besser.
    Ich frag mich immernoch, warum die NATO und die UNO diesem Feldzug überhaupt erst zugestimmt haben. Denn Veto-Recht sollte eigentlich nicht heißen, dass diese Staaten alles durchgedrückt bekommen, was sie wollen, sondern nur, dass sie sich von Verfehlungen selbst freisprechen können (was an sich schon schlimm genug ist. Man stelle sich vor, Freisler wäre selbst der Richter bei den Nürnberger Prozessen gewesen, mit Göring als Staatsanwalt).

    Sollen die Amis ihre Scheiße doch selbst auslöffeln, wenn sie so gerne Weltpolizei spielen wollen. Deutsche Truppen haben da jedenfalls nix verloren.
     
  24. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Du schreibst es ja oben selbst: Die NATO rief den Verteidungsfall gemäß Artikel 5 aus und deswegen haben dann auch deutsche Soldaten da einzurücken. Ausscheren geht da nicht.

    Fraglich bleibt allerdings, ob die Sicherheit des nordatlantischen Gebiets gefährdet war und sie wiederherzustellen ist - womit wir auch wieder bei Deiner Frage sind - und ob es überhaupt zielführend ist, Kriege gegen Länder zu führen, wenn man Terroristen jagt.
     
  25. Schröder

    Schröder Problembär

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    Ist das so richtig?
    Im Verteidigungsfall sollte man annehmen, das die anderen Staaten Truppen zur Verteidigung in den angegriffenen Staat schicken. In diesem Fall also in die USA.

    Das ist hier zwar genauso sinnlos, aber in jedem Fall sicherer für unsere Soldaten. ;)
     
  26. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Sicherer isses in dem Falle dann auch nicht, denn wenn's mal so weit ist, dass deutsche Soldaten in die USA müssen, dann ist sowieso schon alles aus.

    Den Weltenbrand male ich mir lieber gar nicht aus.
     
  27. Schröder

    Schröder Problembär

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    Nein, ich meinte, das sie JETZT dort sein sollten. Immerhin sind die USA "angegriffen" worden, nicht Afghanistan. Also jedenfalls nach dem NATO-Beschluss.
     
  28. BoardUser

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    Naja. Die Frage ist eben, ob es gemäß der Nato-Doktrin, der Bündnis-Verträge, dem allgemeinen Sprachgebrauch oder wonach auch immer, ausreichend ist, das eigene Territorium zu schützen, indem man den Angreifer von dort verjagt, oder ob zur Abwehr der unmittelbaren Gefahr (auch) gehört, den Gegner bis in seine Schlupfwinkel zu verfolgen und "auszuräuchern".

    Nimm mal als Vorlage den 2. WK. Gemäß deiner "Forderung" hätten seinerzeit (immer vorausgesetzt, die Nato hätte es damals schon gegeben, mit den Inhalten, wie du sie vorschlägst) die Alliierten an der deutschen Grenze halt machen müssen. Die Frage wäre dann gewesen, wem man damit geholfen hätte....

    Ich denke daher, einfach nur den Angreifer rauswerfen geht da etwas zu kurz. Nun und dann ist die zweite Frage, wie man mit Gruppierungen umgeht, die zwar Agressor spielen, aber selber keine Staaten, sondern einfach nur Organisationen sind. Noch dazu welche, die dann nicht in einem offenen Krieg auftreten, sondern subtiler, versteckter, hinterlistiger. Nur rauswerfen kann man die auch nicht.
     
  29. Schröder

    Schröder Problembär

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    Im 2. Weltkrieg waren es aber keine "Befreiungsaktionen" von angegriffenen Staaten durch 3., eigentlich unbeteiligte. Hitler selbst hatte den USA den Krieg erklärt. Und die haben uns dann, zusammen mit den anderen abenfalls im Krieg befindlichen Alliierten besiegt. Auch auf deutschem Boden, weil Deutschland vorher nicht kapituliert hat.

    Ausgangsposition war die Befreiung der besetzten Länder. Die USA sind aber gar nicht besetzt von Al Quaida.

    Zum Vergleich: Als bei uns der RAF-Terror seinen Höhepunkt hatte, gab es auch keine NATO-Hilfe für Deutschland.
     
  30. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Jep...Vergleiche hinken, ich weiss.

    Dennoch müsste man natürlich mal durchdiskutieren, ob es gereicht hätte, den Angreifer gemeinsam aus dem angegriffenen Land zu vertreiben und es dann dabei zu belassen. Wobei die Antwort darauf eigentlich ziemlich banal iat. Denn der war da gar nicht mehr vor Ort. Zumindest nicht sichtbar. Wie willste aber eine nicht sichtbare Bedrohung beseitigen, eine Gruppierung (keinen Staat) an weiteren Taten hindern bzw. dein Land vor weiteren Nadelstichen schützen, wenn du nicht dahin gehst, wo diese ihren Unterschlupf haben?

    Und dies meine ich unabhängig davon, ob man der Ansicht ist, 9/11 war tatsächlich die Kaida oder nicht, sondern eher grundsätzlich.

    Die andere Frage ist, welche Voraussetzungen tatsächlich gegeben sein müssen, um einen "Verteidigungsfall" in der NATO auszulösen. Und ob diese gegeben waren. Ist aber wieder kein Problem des gesunden Menschenverstandes, sondern ein juristisches. Halt Textfummelei.
     
  31. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Der Vergleich hinkt jetzt nicht, der sitzt im Rollstuhl.

    Die RAF war ein rein nationales Problem, so wie es die ETA für Spanien oder die IRA für Großbritannien sind.
    In der Logik der NATO, die man nicht teilen muß, aber die nachvollziehbar ist, kannst Du auch präventive Verteidigungsmaßnahmen ergreifen, die einen Einsatz im Ausland rechtfertigen.