Krieg oder nicht?

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Berliner, 2 Juli 2009.

  1. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Guter Vorschlag, den ich sofort unterschreiben würde. Das aber mit letzter Konsequenz durchziehen, sprich wenn jemand dieses Gebiet bedroht gibts eins auf die Nase!
     
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  3. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    habe die Idee nochmal mit anderen Sätzen formuliert, ungefähr so könnte ich mir vorstellen, wäre es möglich ( mir fehlt echt immer noch das Strategiebuch der Nato, was sie eigentlich plant mit welchen Zielen )




    wenn ich logisch denke würde es die Taliban sehr schwächen, wenn man den Süden in Ruhe läßt und im Norden wirklich massiv mit der Infrastruktur beginnt, und zwar abgesichert durch ein wirklich ausreichendes Truppenkontingent.
    Man müßte eine Grenze ziehen, die durch UNO gesichert wird und durch NATO
    technisch beobachtet wird, aber auf keinen Fall mehr Luftangriffe innerhalb ziviler Gegenden durchführen. Am besten wäre wirklich die Grenze so zu ziehen, daß keine zivilen Dörfer in einem bestimmten Radius angesiedelt sind.

    Die Taliban würden zwar immer noch `gen Norden infiltrieren können, aber durch eine zügige und wirkungsvolle und vorallem schnelle Hilfe mit

    Bürokratie/Gesetzgebung/Basis
    Schulen
    Einkaufsmöglichkeiten
    Krankenhäuser
    Wasserversorgung
    Hygieneversorgung
    Stromversorgung
    Medienversorgung
    Straßennetz und auch ein Nahverkehrsnetz
    bis hin zur Bereitstellung von Mitteln, die der Durchschnittsafghane braucht, Lebensmittel, Vieh usw.

    stellen wir uns einmal vor es gäbe stetig Terror im Norden und an der Grenze öfters auch mal Kämpfe, so würde das meiner Meinung nach dennoch immer mehr zu Lasten der Taliban gehen. Warum ?

    Erstens, weil der Pashtunen Bauer im Süden seine Ruhe hat und überhaupt keinen Grund hat die Waffe in die Hand zu nehmen, er hat andere Probleme
    und da er sich nicht mehr persönlich angegriffen fühlt durch Luftschläge und
    Bodentruppen, wird er sich um seine eigenen Belange kümmern und eben nicht mit den Taliban gen Norden gehen, denn der Norden geht dem normalen Menschen da unten am Arsch vorbei, sie reden sogar eine andere Sprache....

    Die Taliban müßten, wenn überhaupt, außerhalb rekrutieren oder die Leute im Süden zwingen. Das wird über kurz oder lang Flüchtlinge generieren oder sogar Widerstand im Süden gegen die Taliban, so ungefähr, wie im Irak die Al Kaida auf längere Sicht hin die Basis verloren hat.

    Um das zu verwirklichen bräuchten wir nicht einmal Amerikaner am Boden, nur noch zur Aufklärung, es wäre von Vorteil, wenn die gesamten Bodentruppen raus gingen aus Afghanistan....das würde wahrscheinlich ebenfalls zur Beruhigung der Iraner beitragen.

    Mit den deutschen, französischen und türkischen Natoverbänden könnte man im Norden humanitär Nägel mit Köpfen machen und die Grenze verteidigen...

    Klar würden sich am Anfang die Taliban konsolidieren, aber wer einen gefühlten Sieg im Süden schon in der Tasche hat, warum sollte der im Norden, tausend Kilometer von seinen Basen entfernt alles wieder riskieren ?

    Bis die Taliban dann mit größeren Verbänden angreifen, hat die afghanische Armee genügend ausgebildetes Fußvolk und wir können unsere Artillery und die Air Force auf militärische Ziele außerhalb von Ortschaften einsetzen.

    Evtl. müßte man dazu einige Clans überreden in neue Ortschaften zu ziehen, mit dementsprechend Unterstützung.

    Ich sehe keinen Grund warum wir nur halbe Sachen machen sollen, entweder ganz oder garnicht....was bringt es Afghanistan und was bringt es uns, wenn wir in 5 Jahren abhauen müssen wie einst die Amis aus Vietnam...? Nichts....

    Also mein Vorschlag....richtige Taktik mit taktischem Rückzug.....die Taliban werden, wenn ich mir das vorstellen darf, Probleme haben diejenigen zu überzeugen, die den Unterschied an Lebensqualität und Dienstleistungen schätzen gelernt haben. Und diejenigen, die es vom Hörensagen mitbekommen, werden sich auch früher oder später die Frage stellen, ob man nicht lieber auf der richtigen Seite stehen will.....und wegen dem Drogenanbau, den hatte man nie im Griff, nicht heute und nicht morgen. Dazu müßte man seine eigenen Drogen- konsumierenden- Gesellschaften bearbeiten.
    Denn wo Bedarf ist, wird Angebot immer entstehen, nicht umgekehrt.
     
  4. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Früher oder Später.....genau da liegt das Risiko. Denn zum einen weiss man natürlich nicht, wieviel Zeit das alles braucht, zum anderen weiss man nicht, wieviel Leute aus dem Volk in der Zwischenzeit übern Jordan gehen bzw. wieviel Generationen sozial und bildungsmäßig versaut werden bzw. bleiben. Zum Dritten gibts dann auch immernoch das religiöse "Problem". Und das Problem, dass die Taliban möglicherweise nicht nur mit dem Islam überzeugen, sondern mit 'ner MPi.

    Das mit 'ner Grenzziehung als "Aussperrung" oder sich selber "Einsperrung" sehe ich auch kritisch. Denn eine wesentliche Taktik des radikalen Islamismus ist es, gerade dort mit "Zivilen" Kräften Unruhe zu schüren, wo der "Wiederaufbau" besonders gut funktioniert. Z.B. auch zur Zeit im Norden, wo die Deutschen hocken. Da war es nämlich lange Zeit (verhältnismäßig) friedlich. Und da hat der Wiederaufbau - so viel auch lief bzw. so schleppend er auch lief - offenbar nicht erreicht, dass sich das gesamte Volk aus materiellen Gründen von den Taliban abwendet. Sonst würden die da nämlich keinen Fuß reinbekommen.
     
  5. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    man muß dabei auf den ersten Satz von mir achten...


    das ist eine Grundvoraussetzung, es ist doch so, daß je mehr der Druck unten wächst durch massive Ausweitung des Bodeneinsatzes im Norden mehr und mehr Gegendruck entsteht.
    Natürlich klappt meine These keinesfalls, solange im Süden zehntausende GI´s sind.
    Vorallem auch deshalb, wenn Du diese Landkarten mal anschaust, die ich in diesem thread gepostet hatte, weil in der Mitte bis zum Norden iranisch ( Farsi ) gesprochen wird und diese Bevölkerungen wohl medial auch vom Iran beeinflusst werden. Da könnte ich mir schon vorstellen daß Widerstand gundsätzlich gegen US Truppen besteht.
    Müßte man aber jemanden kennen aus dem Gebiet, der weiß das genau. Ich mutmaße ja nur, bzw. kann mir logisch nicht vorstellen, daß iranisch sprechende muslimische Menschen, die dort leben ( also nicht in Beverly Hills) die Amis ohne sichtbare und meßbare Gegenleistung unterstützen würden.
     
  6. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Hab ich. Ändert aber nix. Die Taliban geben sich genausowenig mit 20, 40, oder 60 "ruhigen" und sicheren Prozent zufrieden wie die Guerilla in Kuba, Nikaragua, die Kommunisten in Afgahnistan oder die Alliierten heute. Da zählt nur "alles". Dessen bin ich mir sicher.

    Des weiteren bleibt das Abschottungs-Problem und das Zeit-Problem dennoch.
     
  7. jambala

    jambala Moderator Moderator

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    Hallo.

    DeWolla, ein paar kleine Anmerkungen meiner Einschätzung zu den von Dir vorgeschlagenen taktischen Änderungen bei der Vorgehensweise gegen die Taliban:

    Sowohl die Mudschahedin als auch die Taliban haben höchst selten in großen Verbänden agiert, es handelt sich meist um Aktioenen in Gruppen- bis Zugstärke, also höchstens 100 Mann oder ein paar mehr. An der Taktik werden diese auch nciht rütteln da sie sich als erfolgreich erwiesen hat und die Kräfte effektiver eingesetzt werden können (ganz nebenbei ist das auch die klassische Guerilla-Taktik, viele aufeinander abegestimmte Aktioenn mit kleinen Gruppen). Und genau diese Art der Taktik behindert teilweise auch die Ausbildung der reulären Truppen der afghanischen Armee.

    Daß ein Abzug vor allem der amerikanischen Truppen zu einer Deeskalation fürht wage ich zu bezweifeln, siehe Somalia. Nach Abzug der UN-Truppen wurde das Land zu einem rechtsfreien Raum und ähnlich würde es meiner Einschätzung nach auch mit Afghanistan verlaufen, da sich die Taliban wie es schon geschrieben wurde eben nicht mit einem Teil abfinden werden. Einen Abzug würden sie aus meiner Sicht eher als Zeichen der Schwäche deuten - und was dies im sozialen Kontext bedeutet dürfte klar sein.

    Und daß bei einem Abzug die Zivilbevölkerung dauerhaft herausgehalten werden kann ist Wunschdenken. Alle Konflikte der modernen Zeitrechnung seit der Jahrhundertwende des 19. zum 20. Jahrhunderts zeichnen sich dadurch aus, daß zivile Bevölkerung bewußt in die Taktik der Konfliktparteien heriengezogen wurden und die Taliban praktizieren diese ja anschaulich. Und genau das ist es doch, was diesen Konflikt so problematisch macht: Der Gegner ist eben nicht eindeutig zu verifizieren und somit sind Kollateralschäden (ein Begriff, der mir eigentlich zuwider ist aber eben auch eindeutig) in der modernen Kriegsführung unumgänglich. Was aber nicht davon abhalten sollte, diese so gering wie möglich zu halten.
    Und die Einführung der Sharia wie sie in der Vergangenheit durch die Talbian bereits praktiziert wurde, wird ihren Teil dazu beitragen das Land noch weiter zurückzuwerfen, als es bisher der Fall war. In wieweit dies der zivilen Bevölkerung (und hier vor allem dem weiblichen Teil) dabei helfen soll zur Ruhe zu kommen erscheint mir leider etwas schleierhaft.
     
  8. borussenflut

    borussenflut Active Member

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    Ich muß DeWollä absolut rechtgeben.
    Propaganda und hohles Gesülze seitens unserer "Volksvertreter"

    Fakt ist doch das die Bundeswehr nur dort ist, um US Wirtschaftsintressen
    zu verteidigen und sonst gar nichts.

    Es geht ums Ergas und wer es nicht weiß sollte nach UNOCAL googlen,
    die Sache mit dem Ergas wurde schon vor dem Krieg , der keiner sein darf, geplant.


    Und die Regierung wird sich hüten das ganze als Krieg zu bezeichnen,
    sonst hätte man, wenn es denn Krieg wäre, nach X.a Verteidigungsfall
    Grundgesetz Artikel 115h , die Bundestagswahlen abblasen müssen.
     
  9. Mister-X

    Mister-X Active Member

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    Das Interview mit dem Statthalter von Kundus im Spiegel hat alles wichtige aufgezeigt und das dilettantische Verhlaten der deutschen gut beschrieben. Entweder es ist Krieg oder es ist keiner.
     
  10. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Das ist m.E. nicht korrekt. Der Verteidigungsfall ist im GG ausdrücklich genormt.
     
  11. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Der Grundsatz von DeWollä ist der Richtige, ich kann kein Volk oder Volksgruppen durch gewalt von etwas überzeugen.
    Primitiv gesehen müssen ein paar Meter nach den Soldaten Arzte und lebensmittel folgen.
    Denn wenn es den menschen gut geht, wollen die auch nix ändern geschweige denn Gewalt anwenden.
    Auch den Vorschlag sich zunächst auf ein teilgebiet zu konzentrieren, aber hier mit letzter Konsequenz halte ich für den richtigen Weg.
    Klar das kostet Geld, aber mit Sicherheit nicht mehr als ein jahrelanges militärisches Engagement. Ausserdem wären mit Sicherheit Firmen bereit dorthin zu gehen (natürlich um letztendlich geld zu verdienen) und sich am Wiederaufbau zu beteiligen. Wenn denn das Gebiet sicher ist.
    Auch, das die Amis sich da raushalten sollten, zumindest militärisch, ist mehr als eine Überlegung wert.
    Die Amis sind da unten nun mal nicht gut gelitten. Da stehen unter Anderem wir Deutsche besser da.
    Nur sehe ich den Rückzug anders. Um ein Gebiet, das groß genug ist um Infrastruktur aufzubauen, brauchst Du mehr Soldaten als jetzt insbesondere wenn die Amis abziehen. Und die Soldaten müssen sehr gut ausgerüstet sein und auch dementsprechend agieren dürfen um Abschreckung zu produzieren.

    Also Mein Vorschlag:
    Mehr bewaffnete Truppen aus Europa
    Amerkaner ziehen ab.
    Einen Kernstaat Afgahnistan bilden und unter Schutz der UNO stellen.
    Aufbauarbeit leisten
    Anreize für Firmen schaffen, um sich am Wiederaufbau zu beteiligen.
    Afgahnisches Militär und Polizei ausbauen
    Dann nach und nach den Kernstaat erweitern
    Und nach und nach kann man die Truppenstärke verringern

    Was wird in Zukunft passieren? (Mutmaßung)
    Die militärischen Möglichkeiten der Taliban werden eingeschrängt
    Die Bevölkerung wird mit jedem Tag mehr davon überzeugt, das die Terroristen nix sind.
    Die wirtschaft Afgahnistan´s wird aufgebaut.
    Den Taliban wird Langfristig der Nachschub an Menschen abgegraben.
     
  12. jambala

    jambala Moderator Moderator

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    Hallo.

    Einen Abzug der amerikanischen Streitkräfte im großen Stil können die Europäer in gewissen Bereichen aktuell aber nicht kompensieren:

    Bezogen auf meine eigenen Erfahrungen ist im Bereich der kampfunterstützenden Truppen einmal zu wenig wirklich geschultes Personal verfügbar (z. B. Sanitäter, Heeresflieger, Fernmelder, Pioniere) um in bestimmten Bereichen diese abgezogenen Kapazitäten auszugleichen. Es war ja schon zu meiner aktiven Zeit teilweise so, daß bestimmte Einheiten permanent im Einsatz befindlich waren und etliche Leute deutlich im dreistelligen Bereich waren, was abgeleistete Auslandsverwendung anbelangt.Das hat sich sogar noch (gemäß dem, was ich aus aktiven Kreisen gehört habe) verschärft.

    Dann fehlt es teilweise an geeignetem Material, was die Amerikaner haben, die Europäer aber erst bekommen bzw. nicht haben. Genannt seien hier vor allem Kampfhubschrauber, großvolumige Transportflugzeuge und Drohnen zur Aufklärung.
    Die Anzahl der verfügbaren und voll einsatzfähigen Tiger-Hubschrauber kann man z. B. bei der Bundeswehr an einer Hand abzählen (überspitzt gesagt) und kompensieren nicht das, was die Amis mit ihren Apaches aufzubieten haben. Gleiches gilt für die Fernaufklärung per Drohne, wo die neuen europäischen Systeme momentan noch nicht voll verfügbar sind.

    Zusätzlich ist das von den Europäern (und hier vor allem auch den Deutschen) eingesetzte Material nicht auf den Einsatzbereich Afghanistan wirklich abgestimmt. Das fängt bei den Sandschutzsystemen für Hubschrauber und Fahrzeuge an, fehlende Klimatisierungen in den Fahrzeugen bis hin zu Panzerungen, die auf die Bedrohung durch improvisierte Sprengsätze in der Stärke einer Panzermine ausgerichtet sind.

    Aber das Hauptproblem ist schlicht die strategische Vorgabe des Einsatzzieles, die sich mit regulären militärischen Truppen nicht umsetzen lässt, weil es eben Polizeiarbeit ist.
     
  13. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Ob die Europäer das so nicht leisten können, möchte ich nicht bezweifeln. Aber da könnte man doch die Nationen auf andere Länder wie zB Kanada mit erweitern also Nationen die nicht vorbelastet sind.
    Ausserdem könnte man ja Teile der benötigten Waffen von den Amerikanern leihen oder aber Amerikanische Soldaten unter UN Komando stellen. Damit die Amerikaner nicht als aktive Soldaten wahrgenommen werden.
    Wenns dann immer noch nicht geht, die Amerikanische Truppenstärke auf ein Minimum beschränken.
     
  14. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    absolut die richtige Strategie meiner Meinung nach. Egal wie lange die Medien schon versuchen mir die Moslems als barbarisch und unfähig zu verkaufen, glaube ich nicht daran, weil es Menschen sind mit genau den gleichen Grundbedürfnissen wie wir und gerade die Afghanen selbst haben vom Krieg aber sowas die Schnauze voll, da braucht man kein Prophet sein. Trotzdem finden die Taliban immer wieder neue Kämpfer, warum ?
    Ist auch logisch erklärt, wenn ein Stamm aus vielen Familien besteht, dann besteht fast in jeder Familie ein direktes Verwandtschaftsverhältniss zu einem Opfer. wenn beispielsweise eine Hochzeitsgesellschaft von den Amis in verbrannten Fleischbrei verwandelt wird, sollten von den Hinterbliebenen nur 1% bereit sein sich zu rächen oder gegen die bewaffneten Fremden zu kämpfen, haben wir wieder eine Gruppe Taliban oder wie man sie auch nennen mag, man sagt ja

    Aufständige ( wenn man genau hinhört wird nicht immer Taliban gesagt )

    insofern würde eine ehrenvollen Verabschiedung ( Ami go home )
    meiner Meinung nach auf Dauer zumindest die Aufständigenzahl verringern, die Taliban selbst hätte noch viele Rekrutierungsmöglichkeiten im fundamentalistisch religiösen Sumpf in Pakistan und außerhalb, aber die Wege bis zu "unserem" Verteidigungsring um "Kernafghanistan" wären viel weiter und vorallem, sieht man dann ja genau was los ist, an den Flüchtlingsfamilien, denn wenn die Taliban wirklich die Leute zwingen zum kämpfen, dann werden die Menschen dorthin fliehen, wo sie sich Schutz erhoffen, nämlich in den Norden oder ins Kernland Pakistan.

    Klar, die Terroristen werden Anschläge machen, das machen sie aber auch wenn alles so bleibt wie jetzt, mit dem Unterschied, daß die Front viel breiter ist und wir viel anfälliger.
     
  15. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Dann haben wir ja ein konsenzfähiges Konzept erarbeitet.
    Müssen wir nur noch Angie schicken. :)
     
  16. Itchy

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    Konsenzfähiges Konzept - Angie, irgendwie eine Ungleichung.

    Ersetze das KK durch öffentlichkeitswirksames Aussitzen, dann passt es.
     
  17. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    och menno, Du kannst einem auch jede Illusion nehmen........
     
  18. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Ich fraach ma, weil ja die Angie nu wieder angemacht worden ist, dattse das gaa nich machen kann, weil fraachlich iss, ob Konsenz wat mit Essenz zu tun hat... :undwech:
     
  19. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Watt meinste nu mit der Essenz? Alles Essig?
     
  20. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    Die Essenz aus der Geschichte...

    "Wir verteidigen die Demokratie in Afghanistan"

    kann man schon mit dem Begriff "Alles Essig" beschreiben.
     
  21. DeWollä

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    Und eine Teilung Afghanistans mit Angliederung an die ethnischen Nachbarstaaten würde auch nicht passen.....vielleicht sollte man wirklich die inneren Angelegenheiten jedem Staat selbst überlassen. Denn das sieht mir ehrlich gesagt nicht kontrollierbar aus




    http://www-tc.pbs.org/wnet/wp-content/blogs.dir/2/files/2008/06/hellofanation_infographic_011.gif
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17 September 2009
  22. DeWollä

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    eine Reportage vom August diesen Jahres in der FZ, für alle, die sich ein Bild machen wollen, wie es nun um Afghanistan bestellt ist.

    Habe es selbst erst gefunden und es scheint auch Afghanistan Kenner als gute Quelle zu dienen.

    Reportage: Im Land der Taliban | Frankfurter Rundschau - Top-News


    zur Person der Quelle



    Inhalt Auszug





    sehr gute Formulierungen, muß ich schon sagen....ich lese weiter...
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 September 2009
  23. DeWollä

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    Meine Fresse, der macht ein Interview mit dem 3. höchsten Taliban Führer...eine Stunde Zeit bis die Amis davon Wind bekommen und natürlich ihre Bomber losschicken....echt spannend und gut geschrieben....ich empfehle es zu lesen !




    Reportage: Im Land der Taliban | Frankfurter Rundschau - Top-News



    wenn man von Propaganda redet, dann doch bitte die westliche Propaganda nicht vergessen, die solche Informationen tunlicht vermeidet.




    Umso schlimmer, daß wir uns dazu haben leiten lassen einen US Bombenangriff zu ordern....die Aufklärung machen wir schon seit ein paar Jahren mit Hilfe von AWACS Crews....
    Ich muß schon sagen, mir tun die Afghanen mindestens so leid, wie die Toten und Hinterbliebenen des 11. September. Sind die Afghanen mehr oder weniger auch....Tote und Hinterbliebene.














    Mir dreht sich der Magen....


    okay, ich weiß nicht ob das stimmt, vorstellbar ist es....:(




     
    Zuletzt bearbeitet: 17 September 2009
  24. DeWollä

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    wer interessiert ist bitte die Beiträge oben auch lesen, es war hochinteressant und erscheint mir von echter Suche nach Wahrheit getrieben. Immerhin ist der Autor nicht gerade aus meiner politischen Ecke, dennoch muß ich ihm Respekt zollen....



    und siehe da, er bestätigt im Grunde unsere Ideen, die wir gemeinsam ausgedacht haben...



    also erstmal die Amis raus.....wir machen dann den Rest.....
     
  25. DeWollä

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    Und zum Abschluß fühle ich mich in fast allen Schlußfolgerungen bestätigt, da dieser Artikel in einer deutschen Zeitschrift veröffentlicht wurde kann mir diesmal niemand billig Propaganda vorwerfen, vorallem wenn ein Journalist mit gutem Leumund und einwandfreier Beurteilung seiner Kenntnis, gerade auch wegen seiner politischen Laufbahn in Zeiten, als wir die Sovjets in Moskau boykottierten wegen Afghanistan, diesen Bericht verfasst hat...

    Abschluß Statement des Verfassers




    Reportage: Im Land der Taliban | Frankfurter Rundschau - Top-News


    ich muß noch dazu anmerken, daß der Verfasser zu diesem Zeitpunkt nicht wußte, wie die Wahl in Afghanistan verschoben wurde zugunsten Karzai...

    alles in allem finde ich als Demokrat und Humanist die Situation unerträglich, wie kann man so eine Politik beschönigen und unterstützen? Nur Vasallen und Lobbyisten machen so etwas, oder nicht ?
     
  26. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    Afghanistan: Italien will schnellstmöglich abziehen - Ausland - FOCUS Online



    Das bedeutet für deutsche Soldaten eine erhöhte Gefahr, ich will nicht sagen, daß ich die Italiener deshalb minder bewerte, ganz im Gegenteil, deren Regierung fühlt sich für die Sicherheit ihrer Soldaten in erster Linie verantwortlich und das ist richtig so....

    ich hoffe, daß unsere Politiker sich einmal genauer mit der Materie Afghanistan auseinandersetzen und unsere Soldaten ihnen näher sind, als die Rohstoffinteressen von irgendwelchen Multi Nationalen US dominierten Großkonzerne.

    Es soll an der Küste vor Ghana eine neue riesige Ölquelle gefunden worden sein mit Milliarden Barrel Öl, mit US Firmen als Anteilseigner..vielleicht ändert das die Begehrlichkeiten wieder Richtung Afrika, denn unbegrenzt einsetzbare Soldaten haben die Amis nun auch nicht.....


    dann könnte Afghanistan wieder von vorne anfangen und erstmal die anderen Nicht Europäischen Ausländer rauswerfen.....
     
  27. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Ist ein netter Artikel, den du da zitierst aber wir wissen alle nicht wie glaubwürdig Mullah Nasrat ist.
    Klar das er in einem Interwiew sich als jemanden darstellt, der gar nix böses will.
    Hinterfragen wir den Artikel doch mal:

    Wer ist Mullah Nasrat ?
    Er ist Sprecher der Taliban in einem Teilgebiet Afghanistans. Was wir von Aussagen von Pressesprechern zu halten haben, wissen wir ja. Von einem solchen Einlenken der Taliban war bisher noch nie die Rede, was natürlich nicht bedeutet das es vollkommen gelogen ist.

    warum gibt er ein Interview?
    Um die Taliban nach aussen als nette Leute von Nebenan darzustellen, die Ja nur Ihr Land befreien wollen. Das unter der Regierung der Taliban tausende Menschen verschleppt wahrscheinlich sogar ermordet wurden und ein ganzes Volk unterdrückt wurde und alles moderne und westliche zerstört wurde, bleibt unerwähnt.

    Warum gibt er das Interview gerade einem Deutschen Jornalisten?
    Die Taliban sehen uns als schwächstes Glied der Truppen und hofft so, das die Stimmung in Deutschland soweit umschwenkt, das wir unsere Truppen komplett abziehen. Das größte Problem für die Taliban sind die deutschen Truppen, da die in weiten Teilen der Bevölkerung das höchste Ansehen genießen. Also wenn wir weg sind steigt wahrscheinlich die Bereitschaft in der Bevölkerung gegen die ausländischen Truppen zu kämpfen.
    Oder er findet die Deutschen einfach nett und will uns nix böses.

    Mein Fazit aus dem Interview:
    Für mich beachtenswerte Aussagen, wenn Sie denn so stimmen. Leider kann ich Ihm aber nicht so viel Glauben schenken. Ich würde Ihm mehr Glauben schenken, wenn er nicht von dieser Verschwörung gesprochen hätte und Taten folgen würden.

    Wenn die Führer der Taliban jetzt folgendes sagen würden und sich in Verträgen auch dazu verpflichten würden
    1. Die Taliban legen die Waffen nieder und beenden den Kampf
    Im Gegenzug ziehen alle US Truppen bedingungslos ab.
    2. Die Taliban verzichten auf die Einführung der Scharia
    Im Gegenzug ziehen alle Kampftruppen ab und werden durch UN Blauhelme ersetzt.
    3. Die Taliban arbeiten mit allen anderen Stammesführern ein "Grundgesetz" aus auf dessen Grundlage eine Neuwahl unter Aufsicht der UNO erfolgt.

    Solange nicht ein einziger Punkt angestoßen worden ist glaube ich den Worten der Taliban nicht mehr als einem verurteilten Strafgefangenen, der angeblich in meiner Küche mit dem Dolch nur Kartoffel schälen will.
     
  28. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    der Journalist hat seine Schlußfolgerungen gezogen mit klaren Aussagen, egal ob der Taliban nun die Wahrheit sagt oder nicht.
    Das ist beachtlich,

    ist die Generation meiner Mutter, in den 2. Weltkrieg hinein geboren, er war nicht bei der 68 er Generation, das war er schon zu alt für....er war

    "rüstungspolitischer Sprecher der Fraktion von CDU/CSU"

    der Mann hat eine große Schippe mehr Lebenserfahrung als meine Wenigkeit und, er muß nicht soviel spekulieren und mutmaßen und im Dunkeln tappen, wie unsereins, weil er mittendrin war....wenn der den Taliban für wert erachtet, daß man seinen Aussagen Glauben schenkt...

    ist meiner Meinung nach eine kategorische Ablehnung unpassend, deshalb halte ich mich an meinem Bauchgefühl und lasse es gerne bestätigen durch die Arbeit des Journalisten.
     
  29. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Dein Zitat sagt nichts über seine Qualifikation zum Thema Afghanistan.
    Das er Mehr lebenserfahrung hat ist richtig.

    Ausserdem lehne ich sein Interwiev nicht kategorisch ab. Nur habe ich eine für mich gültige Schlußvolgerung daraus gezogen.
    Sagen kann irgendein Talibansprecher was er will, solange er die Vergangenheit aussen vor lässt und jetzt einen auf lieber Nachbar macht und noch dazu mit irgendwelchen Verschwörungstheorien kommt. Und keine Taten folgen lässt Ist der Mann (nicht der Jornalist) nicht wirklich überzeugend.

    Wenn Herr Todenhöfer, seine Schlußfolgerungen zieht, egal ob der Taliban lügt oder nicht, warum hat er dann überhaubt mit dem taliban gesprochen?
     
  30. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    weil er vielleicht auch die andere Seite mal eine Aussage machen lassen will ? Wir hören eigentlich meistens nur die westliche Auslegung, wer sagt Dir, daß die stimmt ?

    Mir geht es um die Fragen, die ich alle schon gestellt habe...

    ist es sinnvoll in Afghanistan einen Krieg zu führen ?
    schützen wir Deutschland mit einem Krieg in Afghanistan ?
    schützen wir Europa ?
    sind wir dort um unsere Interessen zu wahren ?
    ist der Krieg gewinnbar ?
    sind die Ziele klar definiert ?
    wird alles getan um erfolgreich zu sein am Ende ( das sicher kommen wird )

    ich sage zu all diesen Fragen nach Tonnen Infomaterial aus jeder Ecke der Welt..

    nein! Was der Taliban gesagt hat oder nicht, spielt in meiner Schlußfolgerung eine sehr geringe Rolle, denn seine Aussage geht eigentlich nur die Afghanen was an und die USA...und die will wohl nicht raus sondern noch mehr rein, ok

    aber ohne uns wenn es nach mir geht.
     
  31. DeWollä

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