Konzept "Sicheres Stadionerlebnis" - erste Vereine lehnen ab

Dieses Thema im Forum "Fussball Stammtisch" wurde erstellt von André, 23 Oktober 2012.

  1. Diego

    Diego Well-Known Member

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    Für mich fallen Zündler auch unter Gewaltbereite "Fans"

    Sie gefährden die Gesundheit anderer Fans unter anderem auch Kindern.
     
  2. Anzeige für Gäste


    um diese Anzeige auszublenden!.
  3. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Gute Idee!! Wie bringe ich meinen Lieblingsverein ganz nach oben. Schade nur dass auch andere auf diese Idee kommen werden und so unter Umständen die komplette Liga dann pleite geht.
     
  4. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das Gesundheitsargument sollte man dann aber mal umfassend bringen und nicht nur in Punkto Bengalo sondern dann eben auch in Punkto: Lärm, Enge, Gedränge, etc.

    Ausserdem, man mag mich dafür kreuzigen: Eine Fankurve ist kein Platz für Kinder und war auch noch nie einer, v.a. dann nicht, wenn die Eltern sich so besorgt um die Gesundheit ihrer Kinder zeigen.
     
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  5. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Anscheinend ist es noch viel gefährlicher fuer die Gesundheit, in Rimschweiler zu wohnen.
     
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  6. Schröder

    Schröder Problembär

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    Wenn es nur um die Gesundheit geht, sollte Skifahren verboten werden. Dabei verletzen sich wesentlich mehr Leute als beim Besuch eines Fußballspiels. :floet:
     
  7. Raul Marcelo

    Raul Marcelo Well-Known Member

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    seh ich auch so, kinder haben in der kurve wenig zusuchen, allein bei einem tor gibt es so eine explosion an energie das selbst erwachsene rumgeschuppst werden, was soll das mit nem kind werden.
    Ist zu gefährlich für kinder, selbst wenn die 10 leute direkt um dich aufpassen, wenn von hinten der ruck kommt, dann wars das.

    Ich für meinen teil hab nix gegen pyro, ne tolle show macht was her.
    Pyro ist schließlich keine waffe in dem sinne.

    es sollten die leute bestraft werden die daraus eine waffe machen... und nicht die masse.
     
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  8. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Weil ich lese immer, auch hier wieder, von 36 Vereinen.
    Sicherheit in Fußballstadien - Es hat sich etwas aufgestaut - Sport - Süddeutsche.de
    Muss natürlich nicht stimmen.
     
  9. André

    André Foren-Capo Administrator

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    „Wer – wie der Bundesinnenminister – regelmäßig vor apokalyptischen Gewaltausbrüchen beim Fußball warnt, sollte zumindest Daten vorlegen, die das belegen“ kommentiert der Fragesteller Jan Korte die Ausführungen der Bundesregierung, „Eine ernsthafte Diskussion über die Entwicklung von Gewalt in und außerhalb der Stadien kann man auf Basis einer so dünnen Faktenlage nicht führen.“

    Stehplätze sind vor Innenminister Friedrich sicher
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 September 2013
  10. André

    André Foren-Capo Administrator

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  11. TRANSPARENT MAGAZIN

    TRANSPARENT MAGAZIN Member

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    Gerade findet in Frankfurt die Abstimmung über das DFL-Papier „Sicheres Stadionerlebnis“ statt – Wir sind Live vor Ort und berichten bei interessanten Neuigkeiten über unseren Twitter-Kanal:
    www.twitter.com/Transparent_Mag
     
  12. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Laut eurem twitter: "Alle Anträge wurden laut Rauball mit großer Mehrheit erfolgreich verabschiedet - allerdings wurden Anträge noch verändert."

    Also alles durch. Man wird sehen, ob das irgendwelche Konsequenzen haben wird. Mal gespannt.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10 September 2013
  13. Keule

    Keule Geile Oma aus deiner Nähe

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    Alle Punkte angenommen. Selbst die, die eine 2 Drittelmehrheit brauchten. Ich geh mich übergeben...
     
  14. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sagte: "Wir haben uns von den Fans nicht entfernt, es scheint nur in der Kommunikation etwas schiefgelaufen zu sein."

    DFL-Sicherheitskonzept in allen Punkten verabschiedet - Bundesliga - kicker online
     
  15. Raul Marcelo

    Raul Marcelo Well-Known Member

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    bin ich mal gespannt, wie die punkte nun lauten und was sich verändert
     
  16. Schröder

    Schröder Problembär

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    Na herzlichen Glückwunsch. Damit ist die Sippenhaft in Deutschland nun auch offiziell wieder eingeführt worden. :suspekt:
     
  17. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Dann werden die Kurven am Wochende wohl leer bleiben?
     
  18. kleinehexe

    kleinehexe SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16

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    Laut Sky News ist wohl tatsächlich angedacht dass die Stadien an einem Spieltag leer bleiben.
    So der Tenor der ca. 1000 Fans in Frankfurt. Auch dass die Proteste weiter gehen.
     
  19. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Die Gästekurve in Karlsruhe wird ziemlich sicher leer bleiben, der VfBII kommt.

    Was die Experten nicht davon abhält, es zu einem Risikospiel zu machen, obwohl VfBI gleichzeitig in Mainz spielt.
     
  20. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Schöner kann man es nicht formulieren:

    „Aktuell genügt scheinbar politischer Druck, uns zu Handlungen zu zwingen, obwohl der behauptete Anstieg von Gewalt im Fußball gar nicht belegt werden kann. Damit riskieren wir, auch künftig zum Spielball von Politikern zu werden, die das populäre Thema Fußball zur eigenen Profilierung nutzen. Dass sich die „Solidargemeinschaft Fußball“ in so eine Situation begibt, ist unnötig.“

    1. FC Union Berlin - Verein - 1. FC Union Berlin lehnt Antragspaket
     
  21. Keule

    Keule Geile Oma aus deiner Nähe

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    Caffier hat seinen Willen durchgesetzt und damit haben wir wohl bald im ganzen Land "Rostocker Verhältnisse"... http://suptras.de/bilder/fotos/1112/frankfurtheim/fch_frankfurt1112_7.jpg
     
  22. Ostmiez

    Ostmiez Fußballgott a.D.

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    Sicherheitskonzept soeben beschlossen, es wurde mehrheitlich angenommen!
     
  23. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Soeben vor einer Stunde..
     
  24. Keule

    Keule Geile Oma aus deiner Nähe

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    btw: Hattest recht, haben tatsächlich nur die Bundesligisten abgestimmt.
     
  25. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Ich weiß nicht, ob man sagen kann, dass sich die Politiker, hauptsächlich in Person von Caffier, Schünemann, Jäger und Friedrich durchgesetzt haben. Immerhin, auch wenn es vielleicht wenig scheinen mag, wurden einige Punkte verändert. Wichtiger ist aber wie ich finde
    - dass DFB/DFL diesen Politikern den Hebel aus der Hand genommen haben, auch wenn mir persönlich einige Punkte nach wie vor nicht gefallen. Wie sich das jetzt in der Praxis auswirken wird, muss man abwarten.
    - dass sich ein recht großer und breit gefächerter Widerstand gezeigt hat, der bis in einige Vereinsführungen hineingeht und beileibe sich nicht auf ein paar Ultras beschränkt. Auch was man zum Teil über dieses Konzept lesen konnte, war Kritik in einer Form wie man sie auch bei der DFL eigentlich wünschen sollte.
     
  26. Keule

    Keule Geile Oma aus deiner Nähe

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    Ich habe mich mal mit folgenden Aussagen auseinandergesetzt: Der Boykott eines kompletten Spieltags ist eine Option - Bundesliga - kicker online

    DFB-Präsident Wolfgang Niersbach: "Dass die deutliche Mehrheit der Lizenzvereine Geschlossenheit demonstriert und für das Sicherheitskonzept gestimmt hat, ist ein wichtiges Zeichen für den gesamten Fußball und die überwältigende Mehrheit der friedlichen Fans in Deutschland. Wir brauchen den Dialog zwischen allen Beteiligten, aber auch einheitliche Leitplanken, an denen sich alle orientieren können."

    Das stimmt so nicht, etwa die Kölner haben auf der Mitgliederversammlung deutlich dagegen gestimmt, dennoch hat der Verein ja gesagt und damit nicht im Sinne der Fans gehandelt, dadurch wird der Anschein einer breiten Masse geweckt, der aber auf die Mitglieder definitiv nicht zutrifft. Und welchen Dialog? Es gab schlicht und ergreifend keinen, sogar Kritiker wie der Herr Felten wurden einfach aus der Arbeitsgruppe geworfen, weil er für Dialog war.

    DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock: "Nach den vielen Diskussionen der vergangenen Wochen und Monate ist diese Entscheidung ein wichtiger Schritt, der hoffentlich weiter zur Versachlichung dieser Thematik beiträgt. Wichtig ist nun, dass alle Vereine die beschlossenen Maßnahmen konsequent und im Dialog mit ihren Fans umsetzen."

    Ach plötzlich fordert man einen Dialog, den man vorher so ablehnte. Und das Paket wird definitiv zu allem führen, aber nicht zu einer Versachlichung der Thematik. Wenn die ersten Rentner sich in Nacktzelten ausziehen dürfen oder den Lütten wegen des Vermummungsverbotes der Schal abgenommen wird, wird man sicher nicht mit einer freundlichen Zustimmung rechnen können.

    Philipp Markhardt, Sprecher der Organisation "Pro Fans" und der Aktion "12:12 - Ohne Stimme keine Stimmung": "Das Ergebnis ist sehr unschön. Ich gehe davon aus, dass es neue Proteste geben wird. Das wurde auch am Mittwoch in Frankfurt von den rund 1000 Fans, die vor Ort waren, schon diskutiert. Neue Stimmungsboykotte oder andere Aktionen könnten sich bis in den März hineinziehen. Auch der Boykott eines kompletten Spieltags ist eine Option. Aber es ist noch nichts in trockenen Tüchern. Wenn die DFL sagt, nach uns die Sintflut, wäre das das komplett falsche Zeichen."

    Wenn bis März da mal reicht. Ansonsten ehrlicher Beitrag.

    Bernhard Witthaut, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei: "Ich bin froh, dass das Konzept von allen Vereinen mitgetragen wird. Es ist ein klares Signal der Vereine gegen Gewalt. Das Strategiepapier löst jedoch nicht das Gewaltproblem außerhalb der Stadien und mindert auch nicht die massive Einsatzbelastung der Polizei, besonders bei der An- und Abreise der Fans."

    Es wurde nicht von allen Mitgetragen, Union hat ganz abgelehnt, St. Pauli sicher auch, 5 wollten eine Verschiebung, viele haben einzelne Punkte abgelehnt. Ist ja übrigens was ganz neues, dass alle deutschen Vereine sich gegen Gewalt aussprechen. Ansonsten hat er Recht, die Probleme außerhalb sind deutlich größer, allerdings könnte er da auch auf seine eigenen Mitarbeiter verweisen, die öfter als jede Ultragruppe über die Stränge schlagen.

    Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft: "Es war höchste Zeit, dass der zunehmenden Gewalt in und um deutsche Fußball-Stadien mit konkreten Maßnahmen begegnet wird. Die Richtung, die die DFL jetzt einschlägt, ist nachvollziehbar. Strengere Einlasskontrollen, verstärkte Videoüberwachung und Sanktionsmöglichkeiten können dafür sorgen, Gewalt gar nicht erst aufkommen zu lassen. Es hängt nun vom Verhalten der Fans ab, ob es tatsächlich zu schärferen Sicherheitsmaßnahmen kommt."

    Wie ich diesen Mann hasse. WELCHE ZUNEHMENDE GEWALT?! Welche konkreten Maßnahmen? Die Intimbeschau von 14 jährigen oder was? Videoüberwachung gibt es wirklich noch nicht genug in Deutschland und man weiß ja von diversen U-Bahnhöfen wie abschreckend die wirkt. Und die Sanktionen führen zum Glück nicht etwa zu einem Solidarisierungsprozess, der Gewalt noch heraufbeschwört. Und die Fans von der Haupttribüne dürfen schön das mittragen, was ein paar in den Kurven verzapfen, deshalb hängt es eben nicht von den Fans ab, schließlich sind Gewalttäter doch keine richtigen Fans!

    Carl Jarchow, Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV: "Dem überwiegenden Anteil der 16 Einzelanträge haben wir inhaltlich aus Überzeugung zugestimmt. Allerdings hatten wir den Antrag auf eine Vertagung zur Abstimmung bezüglich des Sicherheitskonzeptes gestellt, der aber mehrheitlich abgelehnt wurde. Aus unserer Sicht ist es bedauerlich, dass wir es nicht geschafft haben, mehr Zeit zu gewinnen, um im Dialog mit den Fans für mehr Vertrauen in und Verständnis für das Sicherheitskonzept zu werben."

    Verständliche Aussage, der nichts hinzuzufügen ist. Allerdings wäre es spannend zu Wissen wie viele Mitglieder und Fans des HSV die Überzeugungen von Jarchow teilen.

    Dirk Zingler, Präsident von Zweitligist Union Berlin, der das Sicherheitspapier abgelehnt hat: "Alle in der Debatte der letzten Monate ins Feld geführten Zahlen zeigen, dass die Vereine in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Sicherheitsbehörden und den Verbänden alles tun, um die sichere Austragung von Fußballspielen in ihrem Zuständigkeitsbereich, also den Stadien, zu gewährleisten. Es gibt keinerlei Veranlassung, sich einem wodurch auch immer motivierten politischen Druck zu beugen und zum jetzigen Zeitpunkt symbolisch eine Handlungsfähigkeit unter Beweis zu stellen, die überhaupt nie in Frage stand. Bereits die Sicherheitskonferenz im Sommer in Berlin bediente mit reiner Symbolik Forderungen der Politik. Für ein solches Handeln steht der 1. FC Union Berlin nicht zur Verfügung."

    Gott wie ich mir wünsche, dass unser Präsident solche Balls of Steel hätte. Der einzige der klar ausspricht, dass das Ganze auf dem Druck der Politik gewachsen ist und dass man Populistische Forderungen nicht einfach mit trägt.

    Martin Kind, Präsident von Hannover 96: "Die mehrheitliche Zustimmung ist eine Entscheidung der Vernunft."

    Die Entmündigung von Herrn Kind wäre eine Entscheidung der Vernunft. Ich sehe an dem Paket wenig Vernünftiges, allein weil der Grund für das Paket nicht gegeben ist.

    Max Eberl, Manager von Borussia Mönchengladbach: "Wir sind zufrieden, dass es im Sinne des Fußballs so verabschiedet wurde. Wer das Papier liest wird sehen, dass in dem Papier nichts wirkliches Dramatisches steht."

    Wozu braucht man es dann, wenn sich damit doch nichts ändert? Stehen doch keine großen Veränderungen drin. Und was ist eigentlich dieses "Im Sinne des Fußballs"? Fußball lebt durch seine Fans und die lehnen das ganze zu großen Teilen ab.

    Stefan Kuntz, Vorstandsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern: "Wir haben in der Kommunikation vorher nicht ganz glücklich agiert. Es ist zur Verpflichtung gemacht worden, mit den Fans in Dialog zu gehen. Es ist individuell wichtig, auf die Fans zuzugehen."

    Wow, einer der Fehler in der Kommunikation zugibt. Ich bin positiv überrascht Herr Kuntz.

    Axel Hellmann, Finanzvorstand von Eintracht Frankfurt: "Wir sind zufrieden mit den Ergebnissen. Dieses Papier ist mit dem Papier vom Anfang nicht zu vergleichen. Da haben die Fans einen großen Anteil dran. Die Verankerung von Dialog zwischen Fans, Vereinen und Verbänden erhält meiner Meinung nach die Fankultur."

    Dann sei mal nochmal die Frage erlaubt, warum man nicht in den Dialog gegangen ist, wenn der doch die Fankultur erhält? Oder andersrum gibt der Mann damit nicht zu, dass der Maßnahmenkatalog, da das Paket ohne Dialog zur Stande kam, der Tod der Fankultur ist?

    Harald Strutz, Präsident des 1. FSV Mainz 05: "Ich bin sehr froh, dass alle Vereine hinter uns waren. Es muss ein Bewusstsein geschaffen werden, dass es um ein Miteinander und nicht um ein Gegeneinander mit den Fans geht. Zu sagen, es wäre ein Triumph, wäre einfach nur sarkastisch. Ich bin froh, dass die Solidarität der Vereine heute so groß war."

    Es haben immer noch nicht alle und vor allem in allen Punkten zugestimmt, egal wie oft man das sagt, es wird davon nicht richtiger. Und auch hier noch mal die Frage: Wenn das Miteinander so wichtig ist, warum dann kein Dialog oder kein Mitgliederentscheid durch die Fans und Mitglieder? Und die Solidarität der Vereine bedeutet nichts so lange diese nicht von den Fans getragen wird. Ich bin mir sicher, wir sehen am Wochenende wie sehr die Fans hinter dem Paket stehen.

    Klaus-Dieter Fischer, Geschäftsführer von Werder Bremen: "Wir hätten es begrüßt, wenn diese Debatte nicht unter dem gegenwärtigen Zeitdruck hätte stattfinden müssen. Die Vertagung wäre ein hilfreicher Schritt gewesen, die aktuelle Hektik aus den Diskussionen zu bannen und intensive Gespräche abseits aktionistischer Reflexe zu führen. Wir haben uns in den vergangenen Wochen intensiv gemeinsam mit unseren Fangruppierungen und Fanclubs mit dem Positionspapier der DFL beschäftigt, haben Änderungsanträge eingereicht und konnten an einigen wichtigen Stellen Verbesserungen erzielen. Diese Möglichkeit der Einflussnahme hat uns bewogen, keine Blockadehaltung einzunehmen."

    Mensch, das is ja mal was. Ein weiterer Kritiker, daran dass man den Vereinen zeitlich die Pistole auf die Brust gesetzt hat und dann auch noch mit den Fans gesprochen hat. Würden alle so handeln wäre meine Sorge um das Paket deutlich kleiner.

    Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund: "Es gibt keine Sieger und Verlierer. Mit diesem Kompromiss können sich die meisten arrangieren. Nur diejenigen, die auf Gewalt und Pyrotechnik aus sind, werden damit nicht zufrieden sein."

    Im ersten Moment dachte ich Herr Caffier hat sich eingeschlichen, aber nein, diesen Bockmist hat her Watzke gesagt. Ich bin mir sicher nur wenige werden sich darüber freuen wenn beim nächsten Risikospiel das Gästekontingent runter geschraubt wird oder wenn ein Fanclub aufgrund des Vergehens eines Mitgliedes verboten wird, nicht nur die Gewalttäter und Pyromanen werden dann nichts zufrieden sein.

    Gerd Mäuser, Präsident des VfB Stuttgart: "Ich denke, das Ergebnis ist insgesamt positiv für den deutschen Fußball und seine 36 Profi-Clubs zu werten. Mit den heutigen Entscheidungen ist ein wichtiger Schritt getan, die Unabhängigkeit des Fußballs gegenüber der Politik zu wahren. Wir haben allen 16 Einzelanträgen zugestimmt."

    Ähm, was? Andersrum wird ein Schuh draus, viele haben sich wohl eher gebeugt, weil sie Angst davor hatten, dass die Innenministerkonferenz wie angekündigt bei einer Ablehnung gleich mit der ganz großen Keule inklusive Kostenbeteiligung an Polizeieinsätzen und Abschaffung der Stehplätze um die Ecke kommt.

    Fritz Keller, Präsident des SC Freiburg: "Es wurde sehr gewissenhaft diskutiert. Das Konzept hat noch einmal deutliche Veränderungen erfahren im Vergleich zur Ausgangssituation. Ich hoffe, dass den Kritikpunkten nach der ersten Version Rechnung getragen wurde. Nahezu allen Vereinen ist klar geworden, dass die jetzt beschlossenen Inhalte der beste Weg sind."

    Aber warum ist das der beste Weg? Die Stadien in Deutschland sind sicher und werden nicht sicherer werden durch diesen Kappes, nur zwingt man somit allen Besuchern unnötige Repressalien auf.

    Martin Bader, Sportvorstand des 1. FC Nürnberg: "Über jeden der 16 Anträge haben wir unsere Vorstellungen sehr differenziert eingebracht, kontrovers diskutiert und dann in einigen Punkten zugestimmt, aber auch einige Punkte abgelehnt."

    Auch da fehlt mir wieder in wie weit die Fans in der Meinungsfindung mit eingespannt waren, ansonsten aber okay.

    Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München: "Es war eine gute Sitzung der DFL. Rausgekommen ist das, was ich erwartet hatte. Die Bundesliga hat sich gegen Gewalt, Rassismus und Pyrotechnik ausgesprochen - und das ist gut so."

    ...und das ist nichts neues wofür man neue Maßnahmen brauchte. Und Pyrotechnik auf diesem Wege auf ein Level mit Rassismus zu setzen ist eine absolute Frechheit!

    Ben Praße von der Fanvereinigung "Unsere Kurve": "Wir sind enttäuscht, dass der Antrag der Vertagung nicht stattgegeben wurde. Wie die einzelnen Fans reagieren, wird man am Wochenende sehen. Es sind jedoch keine organisierten Maßnahmen geplant."

    Scheiße bleibt Scheiße auch wenn sie später durch gewunken wird, aber der Beitrag geht schon in Ordnung.

    Alex Schulz von der Fanvereinigung "Pro Fans"): "Die Frustration ist bei vielen Fans groß. Die Gefahr ist groß, dass jetzt Probleme auftreten, die es vorher nicht gab. Wir können unsere Gruppen nur aufrufen, weiter am Dialog zu arbeiten."

    Damit ist zu rechnen.
     
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  27. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Bin jetzt, ähnlich wie HT, darauf gespannt, wie das nun umgesetzt wird und was sich alles ändern soll.

    Zum Thema Fans: Ich habe gestern erst wieder geschmunzelt, ne, eigentlich war ich leicht verärgert, als ich einen Kumpel traf, der, was Fußball betrifft, so die Marke ist: "Der FC Bayern ist die der beste Verein der Welt und solange, die eine Show bieten und viel gewinnen, ist alles gut". Der geht öfter mal, seit vielleicht 3, 4 Jahren, während der Saison zu Spielen (Karten entweder über die Arbeit organisiert oder von anderen organisiert, die mal ihre Dauerkarte nicht nutzen) und hat sonst gar keinen Plan was das ganze Thema betrifft.
    Eben jener stößt natürlich auch in das Horn "Die Ultras müssen alle raus."
    Als ich dann sagte "Moment, Moment mal. Erstens geht's bei den Maßnahmen nicht um Ultras sondern um Besucher von Fußballspielen im Allgemeinen und zweitens, mit welchem Recht sollte man bitteschön einfach Leute rausschmeissen, die zum größten Teil auch nur ein Spiel anschauen wollen und dazu sogar noch für etwas Lautstärke und Farbe in den Stadien sorgen?", kommt natürlich: "Ja, natürlich kann man nicht alle über einen Kamm scheren aber diese Feuerwerke sind zu gefährlich."
    Als ich dann wiederum sage: "Darum ging's doch vorher mal, das so zu lösen, dass es nicht mehr so gefährlich ist, wurde dann aber eingestellt und ausserdem geht's bei der momentanen Diskussion auch um weitere Einschränkungen bei der Kartenvergabe, unabhängig ob Ultra oder nicht und um eine sehr bedenkliche Auskunftspflicht zu laufenden Verfahren, etc. Das lässt sich teilweise nicht mit Rechtsstaatlichkeit begründen und desweiteren wird gerade eine Gefährlichkeit bei Fuppesspielen herauf beschworen, die es so ja gar nicht gibt oder fühlst Du Dich bedroht, wennste in die AA gehst?"
    Nö, bedroht fühlte er sich natürlich auch nicht aber sofort wird das nächste Thema in den Raum geschmissen "Da sind soviele Rechtsradikale darunter." Ich dann: "Bei den Ultras?" Er: "Ja, z.B. in Dortmund." Ich: "Dir ist schon klar, dass v.a. die Ultragruppen nicht dem rechten Spektrum zuzuordenen sind und in Dortmund geht's aktuell gar nicht um Ultrasgruppierungen bei dem rechten Problem." Auch hier dann wieder nur ein "Doch, is so."
    Dann wurde das nächste Thema in den Raum geschmissen: "Du weisst schon, warum es in England keine Stehplätze mehr gibt? Hillsborough." Ich daraufhin:"Du weisst schon, dass sich vor ein paar Monaten der englische Premierminister bei den Angehörigen der Opfer von Hillsborough entschuldigt hat und eine unabhängige Kommision diese Katastrophe neu untersucht hat und der unbestrittene Schluss ist, dass die Ursachen für dieses Unglück auf seiten der Sicherheitskräfte zu suchen sind und die Staatsanwaltschaft in England jetzt endlich mal genau in diese Richtung ermittelt?" Ich hab's dann gelassen, weil ich keine Lust auf Diskussionen habe, wo ich bei Adam und Eva anfangen muss.

    Was will ich damit sagen?
    Es ist anscheinend eben mittlerweile bei einem gar nicht so kleinen Teil der Besucher erwünscht, dass man sich Sündenböcke sucht und die einfachste Lösung "Die anderen müssen raus." anstrebt. Ahnung von der Situation oder mal umfassender informiert sind die alle nicht und wollen sie auch alle nicht sein. Es wird einfach abgelehnt, was man nicht kennt und wenn einem das Äussere eines anderen nicht gefällt, bzw. er sich zu sehr von der Masse abhebt, dann hat der zu gehen.
     
  28. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Ist im Fußball eben nicht anders als sonst: ne meinung hat jeder, aber kaum jemand ahnung.

    Gibt es eigentlich einen Link zu den Beschlüssen?

    Gesendet von meinem GT-S5830i
     
  29. Ostmiez

    Ostmiez Fußballgott a.D.

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    Wie sagte Rambo- kommt mir bekannt vor!
    Genau diese Situation gabs 1989 in der DDR, sagen wir Anfang 1989.
    Ich war auch ein Kämpfer an vorderster Front und die Meinungen meiner Kollegen,
    solln se doch in den Westen, da haben wir sie los, ist aber keine Lösung.
    Trotzdem haben wir mit allen Mitteln gekämpft mit Überzeugung und Argumenten und es hat sich gelohnt, auch für die die weggeschaut haben!
     
  30. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich frag mich sowieso was die immer mit ihrem g'schissenen Stadion haben.
    Wenn mich manchmal was nervt, dann sind's irgendwelche Typen in Schals irgendeines Fußballvereins, davon die Hälfte zu wie ein Hochhaus, die am Hbf. rumhängen, irgendwas skandieren und wehe, ein Mädl kommt vorbei, dann unbedingt diejenige anlallen müssen doch ein Foto mit sich und dem Haufen machen zu lassen. Kommt aber recht selten vor und unter Gewalt im eigentlichen Sinne läuft das bei mir auch nicht. Es nervt mich nur, v.a. wenn es sich dabei um die eigene Freundin oder eine Bekannte handelt
     
  31. Zerrwerk

    Zerrwerk Well-Known Member

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    Ich hab mich nur marginal mit der Thematik beschäftigt. Da es aber vor allem diese sogenannten "Ultras" waren und sind, die dagegen mobil gemacht haben (und wohl weiter werden), ist das sicher auch nicht mein Terrain. in der Rheinischen Post gab es heute ein Interview mit zwei (offenbar führenden) MG-Ultras - wen´s interessiert: KLICK! Adoleszentes Gefasel und völlig aus dem Ruder gelaufene Ideologien von Kameradschaft und Nibelungentrue. Von diesen Ultras wird doch ohne Umschweife eingeräumt, dass man weiterhin unkontrolliert Pyrotechnik zünden will und wird und das es gewaltbereite unter ihnen gibt, die völlig "legitim" ihr Revier verteidigen... Geisteskrank! Somit befürworte ich zutiefst jedwede Verschärfung im Umgang mit denen! Zudem hab ich keine Zweifel, dass es die Richtigen treffen wird. Dem Otto-Normalstadionbesucher, Familienvater etc. werden wohl kaum Ganzkörperkontrollen drohen. Und wenn ich zu einem Auswärtsspiel möchte gebe ich Borussia oder dem gastgebenden Verein gern meine Daten, Perso, Kontonummer für eine personalisierte Karte - kein Problem. Wenn also dieses neue Konzept offenbar die richtigen trifft, die ihre pseudoelitäre Gesinnung im Stadion ausleben wollen und mit Feuer spielen möchten - dann ist das ein guter Tag für den Fußball!