Koelner Diskoschlaeger muessen 101.000 Euro Strafe zahlen

Dieses Thema im Forum "Fussball Stammtisch" wurde erstellt von osito, 7 Dezember 2012.

  1. osito

    osito Titelaspirant

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    Gerecht oder ungerecht?
    Zu Hart oder zu wenig?
    Kadlec-Urteil : Kölner Disko-Schläger müssen 101.000 Euro zahlen - Nachrichten Sport - Fußball - Bundesliga - Bayer Leverkusen - DIE WELT

    Auf jeden Fall soll es abschrecken! Aber ob es dies wirklich tut, bleibt abzuwarten.
     
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  3. Aiden

    Aiden Kölsche Fetz

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    Machen die Pillendreher nur, weil es sich um FC-Anhänger handelt.

    Natürlich ungerecht.
     
  4. osito

    osito Titelaspirant

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    Aiden, Du empfindest das ja im Moment auch nur weil Du ein FC-Anhaenger bist. Andersherum.....ach lassen wir das..

    - - - Aktualisiert - - -
     
  5. Aiden

    Aiden Kölsche Fetz

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    Nö. Warum soll der Arbeitsgeber Schadenersatz bekommen? Kadlec war einsatzfähig. Die 5000 Euro Forderung von Kadlec sind dagegen berechtigt.
     
  6. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Mir, ehrlich gesagt, recht wumpe.
    Ich verabscheue Argressivlinge und ganz besonders verabscheue ich sie, wenn sie sich zu mehreren auf einen stürzen. Feige Schweine halt noch dazu.
     
  7. osito

    osito Titelaspirant

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    Schadensersatz! Das umfasst ja auch mehr wie nur das fehlen des Spielers. Die haben dem Kadlec unter anderem auch den Anwalt gestellt. Mit 5000 Euro nur fuer Kadlec waeren die Taeter nie aus dem Gerichtssaal gekommen. Dann jagt morgen jeder fehlgeleitete Koeln-Anhaenger der paar Euro uebrig hat, gegnerische Spieler durch die Stadt. 5000 Euro???
     
  8. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Wage ich ganz arg zu bezweifeln.
    Es jagt ja auch nicht jeder fehlgeleitete Aggro, der ein paar Euro übrig hat, andere Menschen durch die Stadt.
     
  9. klopp <3

    klopp <3 Active Member

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    Finde ich außerordentlich gut.

    Besonders freut mich dieser Satz:




     
  10. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Der erfreut mich eigentlich weniger so absolut wie er da steht.
     
  11. klopp <3

    klopp <3 Active Member

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    Wie würde der Satz denn aussehen wenn er relativ da stünde?
    "Sie könnten die Summe nun ein Leben lang abstottern, es sei denn einer von beiden gewinnt im Lotto?" ?
     
  12. osito

    osito Titelaspirant

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    Ein Aggro macht auch keinen Sinn. Aber wenn man einen verhassten Verein fuer laeppige 5000 Eier mit einem Spielerausfall schaedigen kann, dann wuerde ich meine Haende dafuer nicht mehr ins Feuer legen. Was die Hemmschwelle bei den meisten Fans betrifft allerdings, gebe ich Dir Recht. Aber Fussball und Alkohol sind ab einer gewissen Uhrzeit auch noch ein Killer, wenn es darauf ankommt.
     
  13. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ne, ich meinte: Mir gefällt das Konzept nicht, dass jemand Jahrzehnte dafür blecht, weil er einmal komplett neben der Spur war; selbst wenn es sich dabei um ein aggressives A...loch handelt, denn in meinen Augen bekommt man so Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben und das ist halt recht mäßig im Sinne von Prävention weiterer Taten.
     
    derblondeengel gefällt das.
  14. klopp <3

    klopp <3 Active Member

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    Na wie auch immer. Das ein Leben lang zahlen zu viel ist wenn man den angerichteten Schaden berücksichtigt ist schon klar.
    Der Punkt ist aber, dass einfach mal Exempel statuiert werden müssen. Wer jemanden schlägt, weil es ihm Freude bereitet andere Menschen zu schlagen, ist für mich die allerunterste Schublade. Da habe ich sogar für einen Bankräuber mehr Sympathie als für diese aggressiven Arschlöcher, die versuchen ihr jämmerliches Leben aufzuwerten, indem sie andere erniedrigen.

    Als ich noch jünger war, hab ich so viele Fälle dieser Art im Bekanntenkreis miterlebt. Exemplarisch: Ein Freund von mir wurde gemeinschaftlich von eine Gruppe von 5 Männern zusammengeschlagen, er lag auf dem Boden und sie haben zusammen auf ihn eingetreten. Die Täter waren stadtbekannte aggressive Idioten zwischen 15 und 20. Er selbst war damals 16. Die körperlichen Verletzungen waren nach 3 Monaten verheilt. Was aber halt viel mehr wehgetan hat waren die psychischen Schäden. Ihn hat das so sehr mitgenommen, dass er selbst heute nicht mehr ausgelassen feiern gehen kann.

    Ja, bei uns war das damals im Freundeskreis ein wirklich großes Thema. Das Urteil waren übrigens zwischen 10 und 40 Sozialstunden. Der 15-jährige Täter hat damit später sogar noch rumgeprahlt. Da kamen dann so Dinge wie: "Frau Lehrerin, ich kann die Klausur leider nicht mitschreiben, ich steh da vor Gericht (so ein harter Junge bin ich nämlich, leg dich nicht mit mir an)."

    Wir haben das damals einfach nicht kapiert warum die deutsche Justiz diesem Thema so wenig beimisst.

    Und klar @Rubert, dass generell überharte Strafen (gemeinhin als "hartes Durchgreifen" bezeichnet), dazu führen können, dass man sich eine Schicht von Leuten schafft, die nichts mehr zu verlieren haben sehe ich auch so. Bestes Beispiel: Ghettos in den USA. Ich denke niemand will, dass sich so etwas auch in Deutschland bildet. Allerdings finde ich eine Geldstrafe von 50.000&#8364; pro Person noch nicht so schlimm, als das das Leben keinen Sinn mehr machen würde. Für die Täter heisst es halt: Wohl eher erstmal kein dem Einkommen völlig unangemessenes Angeberauto. Und auch nicht jedes Jahr Saufurlaub auf Mallorca.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 Dezember 2012
  15. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Und dann ist ja klar, dass das gemacht wird wenn ein Fussballspieler betroffen ist. Bei irgendnem Bürger wäre das nämlich nicht der Fall gewesen.

    Dann finde du das mal weiter toll.
     
  16. osito

    osito Titelaspirant

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    Es ging ja auch um die 5000 Euro fuer Kadlec. Das nur diese Strafe zu wenig gewesen waere. Ein Leben lang zu zahlen, ist auf der anderen Seite zu hart. Aber das man ein Exempel statuiert ist doch wohl klar. Weil, wie gesagt, der Reiz einen anderen zu schlagen, zu hoch waere. Oder zumindest Schlaeger nicht abschreckt. Koeln-Leverkusen hin oder her. Hier geht es um das Prinzip.

    - - - Aktualisiert - - -

    Da waere es bei den 5000 Euro Schmerzensgeld geblieben. Weil dann sind wir wieder bei Aggro gegen Buerger. Ohne das sich ein benachteiligter Arbeitgeber fuer dich ins Zeug legt.
     
  17. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das ist auch der Punkt, der mir auch aufstösst. Es kommt ja nur zustande, weil es sich eben um einen Fußballprofi handelt bei dem der Arbeitgeber aktiv wurde.
    Beim Ottonormalverbraucher wäre also die Summe weitaus geringer und von daher empfinde ich das halt als seltsam.
    Nicht seltsam, weil es mich wundert, sondern seltsam im Sinne einer Gleichstellung und -behandlung von Menschen. Der monetäre Ausfall eines Fußballprofis ist wohl höher als der eines Büroangestellten aber dann kann man nicht mit "Exempel statuieren" argumentieren in dem Sinne, dass man Gewalt unterbinden will, denn das ist ja jetzt nur beim Fuppes-Profi in der Bundesliga relevant.
    Böse gesagt also: Fußballprofis eines Bundesligisten sind schützenswerter vor Gewaltakten als Lieschen Meier.

    - - - Aktualisiert - - -

    Genau das unterbindet ja jetzt dieses Zivilurteil nicht. Es kam ja nur zustande, weil es sich beim Opfer um einen Lizenzspieler des Bundesligisten Bayer Leverkusen handelt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 Dezember 2012
  18. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    sag mal, wollteste hier alle scheißhausparolen aufeinmal posten, oder schreibste hier für deinen stammtisch?
     
  19. Aiden

    Aiden Kölsche Fetz

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    Kann der Kadlec sich keinen Anwalt leisten?
    Sorry, das ging m.W.n. über ein zivilrechtliches Verfahren. Das heißt, dass Kadlec zurecht Kohle erhält, aber nicht der Arbeitgeber.
    Und gewiss keine 100.000 Euro.
    Natürlich ist die Aktion nicht zu verharmlosen, aber mal ehrlich. Sowas kommt am Wochenende immer vor. Ob in Stuttgart, Köln, Berlin oder Hamburg. Überall gibts diese feigen Aktionen. Aber dass der Arbeitgeber daran noch verdient, finde ich unnötig.
    Die beiden sollen die 5000 Euro zahlen, ihre Sozialstunden ableisten, die Gefängnisstrafen absitzen und haben zudem noch höchstwahrscheinlich, weil Deckmantel 1. FC Köln, ein ziemlich langes, bundesweites Stadionverbot.

    Für einen Fehltritt dürfen die beiden nicht lebenslang bezahlen. Zumal sie ja umfassende Geständnisse abgelegt haben.

    Und nein, ich befinde die 95.000 Euro nicht für ungerecht, weil sie Anhänger vom FC sind und ich Leverkusen nicht abkann.
    Meine Sätze würden auch so verfasst werden, wenn zwei Leverkusen-Anhänger einen FC-Profi verprügeln hätten. Die Zugehörigkeit spielt da keine Rolle, denn körperliche Gewalt geht gar nicht.
    Also lass das in dieser Thematik bitte künftig aussen vor.
     
  20. Detti04

    Detti04 The Count

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    Ich hab jetzt mal in den Link reingelesen, und die entscheidenden Worte waren da fuer mich "gezielt aufgelauert". Wenn das tatsaechlich so war, dann hat das mit einer ueblichen Kneipenschlaegerei ja weniger zu tun, denn eine solche geschieht ja meistens aus dem Affekt ("Was guckst Du meine Freundin an, du Arsch?"). Ich sehe also schon ein, dass die Schlaeger hier vom Gesetz vielleicht haerter rangenommen werden als ein "normaler" Kneipenschlaeger.

    Zum Verdienstausfall von Bayer: Wenn ich das richtig im Kopf habe, dann springt bei Verletzungen eines Spielers ja eine Versicherung fuer die Gehaltsfortzahlung ein. Allerdings tut sie das erst nach ein paar Wochen, glaube ich, und bis dahin zahlt der Verein dem verletzten Spieler ganz normal sein Gehalt weiter. Wenn Kadlec jetzt also nur fuer ein oder zwei Spiele ausgefallen ist, dann kann es also schon sein, dass Bayer Leverkusen Kadlec bezahlen musste, ohne dass dieser in der Lage war, eine Gegenleistung zu erbringen, also zu spielen. Da seh ich dann schon ein, dass dem Verein ein Schaden entstanden ist, und ich wuesste auch nicht, wieso der Verein auf die Wiedergutmachung des Schadens verzichten sollte.
     
  21. Schröder

    Schröder Problembär

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    Also mal ganz plump gesagt: Wer mit Absicht einen Porsche zu Klump haut muss halt mehr Schadenersatz zahlen als wenn er bei ´nem Trabbi die Scheiben einschlägt. Wenn Bayer durch die Verletzung ein Ausfall an Arbeit in diesem Gegenwert zu verbuchen hat (kann man ja anhand der Gehaltsabrechnungen nachweisen) dann sollen sie diesen Schaden auch beim Verursacher einfordern können.

    Und im Gegensatz zu dem dänischen Fan, der damals den Spielabbruch verursacht hat, ohne dabei jemanden wirklich zu schaden, sind diese 2 Idioten doch recht glimpflich davongekommen.

    Ein "einmaliger Fehltritt" war es wohl auch nicht, wenn die beiden aus der Kölner Hooligan-Szene kommen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 Dezember 2012
    osito gefällt das.
  22. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Du, wenn die Argumentation dann wenigstens genau die wäre:
    Dem Menschen wird eben mehr Kohle vom Arbeitgeber überwiesen, damit wiegt sein Ausfall schwerer und das hat der Verursacher zu tragen, v.a. wenn er weiß, wer derjenige ist, dem er eine auf die Glocke gibt, dann von mir aus.
    Aber nicht mit der Argumentation da müsse man mal durchgreifen, damit in Zukunft andere Menschen nicht Opfer einer Gewalttat werden.
     
  23. osito

    osito Titelaspirant

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    Was heisst hier, vor allem wenn er weiss wem er eine auf die Glocke gibt? Die zwei wollten nur, aber so etwas von geplant, nur dem Kadlec eine auf die Zwoelf geben. Die haetten sich nicht mit einem 0-8-15 Typen zufrieden gegeben. Die Argumentationsauslegung spielt auch keine Rolle, bei Leuten die wissen was falsch und was Richtig ist. Das man mit einem gesunden Verstand weiss das man einem Kadlec oder Otto-Normalverbraucher keine Nase bricht, vorausgesetzt!