Keine Quelle

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von André, 20 Oktober 2009.

  1. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Quelle wird abgewickelt. Rund 7.000 Menschen verlieren Ihren Arbeitsplatz.

    FTD.de | Aus für Versandhändler: Quelle-Trauerspiel mit immer gleichen Fehlern

    Wo war die Kanzlerin? Was ist bei Opel anders als bei Quelle? Gleichberechtigung für alle?

    Um mich jetzt nicht falsch zu verstehen: Ich bin nicht der Meinung die Kanzlerin hätte hier helfen sollen, aber Sie hätte imo auch nicht bei Opel helfen sollen.

    Wieso soll der Staat für Fehler von Unternehmen haften? Und wenn Er das doch tut, müsste er das dann aus Wettbewerbsgründen nicht für alle tun?
     
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  3. Busti

    Busti Well-Known Member

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    Wie Karstadt-Quelle sieht die ganze Sache allerdings etwas anders aus. Da wurde der Karren vom Unternehmen ganz schön in den Dreck gefahren.

    Ich darf leider nicht mehr dazu schreiben.
     
  4. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Der Staat hatte bei quelle doch schon geholfen. Der letzte Katalog im Juni wurde doch auf Staatskosten gedruckt und Seehofer hat ihn stolz präsentiert.

    Scheiße das, wann werden die Heinis und Heininnen eigentlich endlich für dieses über das zustehende Wahlkampfgeld in Regress genommen?
     
  5. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Ich weiss nicht genau ob es hier passt. Aber für Staatshilfen wg. Unternehmenspleiten während der Finanzkrisen gibt es bestimmte Kriterien.
    Eines davon ist, dass Unternehmen, welche schon vor der Krise schlecht darstanden bzw. fast unlösbare Probleme hatten, kein Geld bekommen.
    Bei Quelle war das ja wohl der Fall.
    Der Mutterkonzern Arcandor schlingerte wohl schon eine Weile vor dem "offiziellen Beginn" der Weltfinanzkrise.
    Deswegen wurde wohl die Hilfe verwehrt.

    Mich persönlich trafen eher die Schliessungen etlicher Sinn & Leffers Filialen (gehörte ehemals auch zu Arcandor, wie auch Hertie) in ganz Deutschland. Das Sinn & Leffers Haus in meiner Stadt ist mittlerweile geschlossen. Einige meiner Bekannten verloren dadurch ihre Arbeit. Keiner einer ist bisher wieder beschäftigt.
     
  6. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Öhm, und bei Opel und bei den Banken war das unverschuldet? Ne, in allen drei Fällen war es einfach ein unfähiges Management, daß entweder durch hemmungslose Gier, hemmungslose Dummehit bzw einer Mischung aus beiden die entsprechenden Unternehmen in den Abgrund geführt hat. Einige hatten nun das Glück auf Staatskosten gerettet zu werden, andere werden einfach fallengelassen. Entweder rettet man da alle die durch Dummheit vor dem Ende stehen, oder aber man hilft allen.

    @NKF "In der Finanzkrise.." Die Verantwortlichen für diese Finanzkrise haben doch am meisten Staatshilfe kassiert.
     
  7. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Opel wurde von seinem Mutterkonzern kaputtgespart. Man setzte in den frühen Neunzigern auf das verkehrte Pferd, nämlich billigste Materialien und beschissene Verarbeitung, also den amerikanischen Stil. Ich hab vor einiger Zeit (ich glaube im Stern war es) gelesen, dass man dort dermassen billige Bleche verwendete, dass die Karren (gerade die erste Astra-Serie, mit dem man dem Golf Konkurrenz machen wollte) teilweise schon im Autohaus anfingen zu rosten. Das hat der Marke extrem geschadet.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21 Oktober 2009
  8. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich glaub' zwar nicht, dass das Hauptproblem bei Opel rostende Bleche waren aber es ist auch dann eins: Ein Managementfehler und dafür steht jetzt dann der Staat gerade? Kapier' ich nicht so wirklich; v.a. was ändert sich denn groß? Opel ist nachwievor nicht selbstständig (was sowieso niemals ginge bei der kleinen Größe) und gehört jetzt einem kanadisch-russischem Konglomerat und keinem US-Konzern mehr. That's all.

    Edit: Ich korrigiere mich. Ob GM Opel jetzt wirklich hergibt, ist ja nachwievor noch nicht klar. Darüber will der GM-Verwaltungsrat am 3. Nov. entscheiden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 Oktober 2009