Kein erstligataugliches Stadion für 1860

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Rupert, 23 März 2010.

  1. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Heute stellte die Stadionkommission des TSV 1860 München der Stadt München ihre Pläne zum Umbau des Grünwalderstadions in Giesing zu einem erstligatauglichen Stadion vor.

    Das Ergebnis: Die Stadt München liess sich nicht überzeugen und es wird keinen Um-/Neubau in Giesing geben.

    Wirklich überraschend ist es nicht: Es scheiterte wohl am Geld und am Zweifel, ob das Stadion den Bewohnern Giesings zuzumuten sei.

    Schade.

    Statement von 1860
    Pressemitteilung der Stadt München mit den Worten des OB Christian Ude
    Machbarkeitsstudie zum Um-/Neubau des Grünwalder Stadions
     
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  3. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Kein Wunder.

    Bielefeld und Duisburg haben sich mit ihrer Finanzplanung zuletzt inne Grütze geschaufelt, auch weil die Kosten für das Stadion den Geldbeutel schrumpfen lassen.

    Die 60er haben schon zur genüge bewiesen, dass sie, was das Planen von Stadien bzw. die dafür nötige Finanzierung angeht, zuletzt eher mit der Augenbinde agierten. Abgesehen davon, dass der Umbau des Grünwalders seit gefühlten Jahrhunderten immer wieder von den Anwohnern abgelehnt wurde. Für mich wirkt das alles nur noch wie blinder Aktionismus, weil man sich mit den alten Verträgen und der dauerhaften Zweitligazugehörigkeit selbst das eigene Grab schaufelt.
     
  4. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das mit den Anwohnern wäre mir jetzt zumindest neu, dass die geschlossen gegen Erstligafußball in Giesing gewesen wären.
    Das ist eher Spekulation oder Du weisst mehr.

    Womit Du recht hast, ist, dass 1860 in der AA und v.a. zu den aktuellen Bedingungen keine großen Chancen hat, deswegen müssten sie da auch raus.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23 März 2010
  5. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Das sickerte doch immer wieder durch die Presse. Es sei denn, ich verwechsle da jetzt etwas. Und nein, ich verwechsle es nicht mit dem Bökelberg, auch wenn der Ausbau da mit an den Anwohnern scheiterte.
     
  6. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Durch die Presse geisterte bezüglich Stadien in München viel.
    Viel dran war auch selten ;)

    Im Ernst: Es gab niemals eine belastbare Umfrage, dass die Anwohner gegen ein Erstligastadion in Giesing wären. Es gab sicherlich Telefonaktionen der AZ und TZ aber die sind nicht das Papier wert auf das sie gedruckt wurden.

    Was natürlich stimmt ist, dass die Bevölkerung Giesings im Jahre 2010 eine andere ist als in den Achtzgern als man sich mit roter Kleidung gar nicht dahin verirren durfte ohne nackt wieder rausgejagt zu werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23 März 2010
  7. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Bist jetzt ja 60iger geworden, Rupert? :floet:

    Was heißt denn da "Kein erstligataugliches Stadion für 1860"? - Klar, haben sie eines. Sogar zwei. Die Allianz Arena bzw. das Olympiastadion - beide als Mieter. :zahnluec:

    Ist wohl in der Tat am Geld gescheitert. Die Stadt hat keinen Bock. Und 60 hat kein Geld und findet keine finanzkräftigen Investoren.

    Die Stadt finanziert nur den drittligatauglichen Umbau.
    Dann muss halt 60 absteigen, um mit der Profi-Mannschaft in Giesing spielen zu können.
    Auch recht. :D
     
  8. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Sechzigiger? Nein - keine Gefahr.

    Die 10 Millionen für den Drittligaumbau sollte sich die Stadt zu Zeiten knapper Kassen auch sparen.
    Sechzig braucht's nicht und Bayern kriegt's auch auch so hin.
     
  9. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Gut, dass ich damals noch nicht in Giesing unterwegs war. :D
    Ich habe gute, enge Freunde, die ungefähr gleich weit weg um Grünwalderstadion und vom FCB-Vereinsgelände in Giesing wohnen (und mit dem FCB symphatisieren).
    Meine Freunde hätten nichts gegen Erst-/Zweitligafußball im Grünwalder.
     
  10. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Das was man im Löwenforum zur Grünwalderstadion lesen kann, ist ja teilweise übelst (Ude hat nicht mehr viele Freunde unter den 60-Fans).
    Zum Teil ist es aber auch nachvollziehbar.

    Dennoch ist eine Machbarkeitsstudie unvollständig, wenn der Finanzierungsteil fehlt.
    Da muss man sich nicht wundern, wenn es dann nicht klappt.:warn:

    Aber dass dann nicht wenige Löwen-Fans jetzt wo es mit dem Grünwalder nicht klappt, auch die Fanschaft gleich beenden, das kann ich nicht nachvollziehen. :vogel:


    EDIT:
    @GilbertBrown
    Wie sollte es aus Deiner Sicht mit 60 und der Stadionfrage weitergehen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 24 März 2010
  11. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das ist halt die erste Wut und Enttäuschung; das ziehen auch nicht alle durch.
    Etliche der "Altlöwen" halten es ja sowieso so: AA nein, Amas im Grünwalder ja.

    Der Gilbert muß wahrscheinlich gerade im Augustiner Hefesatz lesen.
     
  12. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Also das würde ich an Eurer Stelle machen, liebe 60iger - durchaus ernst gemeint:


    - Das GWS wie von der Stadt geplant renovieren lassen. Das GWS - die Erfolgsstätte der (frühen) Erfolge von 60 (und Bayern) ist dann eine würdige, langfristige Spielstätte der Amateure. Die GWS-Fundamentalisten können dort auf Dauer dann die Amatuere unterstützen.

    - 1860 schafft Kontinuität und Seriösität in der Club-Führung. Die letzten 10 Jahre waren eine Katastrophe und haben das Image beschädigt. Der Aufsichtsrat wird durch 2 prominente Mitglieder (nicht der Ude oder andere unbeliebte VIP) erweitert.

    - Die Club-Führung tritt in sofortige Verhandlungen mit der FCB-Führung über einen Ausstieg aus dem Allianz Arena-Vertrag, zum 30.06.11. Aber je früher desto besser. Die FCB-Führung wird dem Ausstieg von 1860 letztendlich zu stimmen, weil die den Streit Leid sind und sich es nach dem Einstieg von Audi finanziell leisten können auf die Mieteinnahmen von 60 zu verzichten und weil U.H. schon angekündigt hat, die AA nach dem Ausstieg von 60 mit roten Sitzen auszustatten.

    - Der Verein beginnt mit der Suche nach einem geeigneten Grundstück (unter der Berücksichtigung der Infrastruktur) innerhalb der Stadtgrenzen Münchens. Irgendwo wird es noch was vernünftiges geben.

    - Der Vorstand geht bei der Münchner und bayerischen Wirtschaft Klingen putzen, um zu testen und mit den Ziel, Investoren zu finden: z.B. Verkauf von Anteilen an der KG an einen strategischen Investor, Sponsoring für Stadionnamen, Verkauf von VIP-Logen.

    - Der aufgerüstete Aufsichtsrat unterstützt dabei im Hintergrund den Vorstand.

    - 1860 stellt mit Hilfe einer geeigneten Beratungsfirma und der Hausbank sowie mit dem strategischen Investor ein tragfähiges Finanzierungskonzept für ein neues 35.000 Zuschauerstadion auf die Beine. 1860 kann sowas alleine offentsichtlich nicht erstellen.

    - Zeitrahmen für Suche und Erstellung der Konzepte: 1,5-2 Jahre.

    - Das Stadion sollte nMn ca. 35.000 Zuschauerkapazität haben (etwa die Zuschauerkapazität von Dresden u. Aachen). Es sollte erstligatauglich sein, aber auf überflüssigen Fierlefanz verzichten. Es sollte aber aus ökologischer Sicht ein Vorzeigeprojekt in Europa werden, auf das die Fans stolz sein können.

    - Nachdem Ausstieg aus der AA, sollte 1860 vorübergehend in Haching spielen (eine Notlösung).

    - Zur Finanzierung sollte heran gezogen werden:
    - Sponsoring Stadionnamen: langfristig, 20-30% der Investitionssumme sollte damit gedeckt werden, es sollte ein Unternehmen sein, mit dem 1860 gut leben kann
    - Bürgschaften durch die Stadt und/oder Freistaat sollten in diesem Fall möglich sein, und so zu einem günstigen Darlehen beitragen
    - 1860 stärkt sein Eigenkapital der KG durch einen Verkauf von Anteilen an einen strategischen Investor
    - 1860 beginnt frühzeitig um neue Sponsoren zu werben und startet frühzeitig mit dem Verkauf der VIP-Logen


    Das Jahr des 150. Jubiläums wird für 1860 kein Jahr des Aufstieges sein, aber es kann dennoch noch immer ein Jahres des Aufbruchs werden. Wieso nicht jetzt erstrecht?
     
    Zuletzt bearbeitet: 24 März 2010
  13. Stuhlfelden

    Stuhlfelden New Member

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    Was bringt es, immer alten Zeiten nachzuhängen? Die Probleme sind im jetzt und morgen.
    Wer die Gegenwart hasst und die Zukunft schon abgeschrieben hat, der soll weiter von einem erstligatauglichen Grünwalder Stadion träumen. Für mich hat das schon krankhafte Züge! 1860 ist aus freien Stücken in die AA gegangen. Das es wirtschaftlich nicht läuft, hat allerdings nicht nur mit der AA zu tun: Das hängt auch mit der Tatsache zusammen, dass 1860 seit Jahren im Mittelmaß rumkrebst. Jedes Jahr wird vom Aufstieg geredet, den man dann allerdings meilenweit verfehlt. Trainer kommen und gehen und kosten beim Gehen vermutlich jedesmal Geld. Wie viel eigentlich seit Wildmoser? In die AA passen auch deutlich mehr 1860 Fans als tatsächlich kommen - warum kommen sie nicht und bringen ihrem Verein damit Geld? Die Schuld immer nur bei anderen zu suchen (die bösen Roten, die böse Stadt, auch rot) ist billig!
    Die Vereinsführung klammert sich an jeden Strohhalm. Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht ist es nur naheliegend, dass man eine Kommission einsetzt - allein schon, um sich innovativ zu geben und von den eigenen Versäumnissen abzulenken. Pläne, die allerdings auf Luftbuchungen beruhen und davon ausgehen, dass der Steuerzahler sie finanziell absichert, sind - egal wie toll sie sind - nichts wert! Ich könnte mir auch eine tolle Hütte mit Pool und eigenem Tennisplatz leisten, wenn mir ein Dritter das Ganze bei der Bank absichert!
     
  14. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Genau, haben aber ihre Gründe in der Vergangenheit.
    Deshalb wollen ja auch einige raus aus der AA und machen sich Gedanken über ein eigenes Stadion.
     
  15. Obelisk 09

    Obelisk 09 Member

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    Der Meinung bin ich auch. Besser kann man den Zustand des TSV nicht beschreiben.