Jahreshauptversammlung - Wutrede Uli Hoeneß

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Markus0711, 13 November 2007.

  1. Markus0711

    Markus0711 Well-Known Member

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    Wie können "300-500 Leute" die komplette Macht über die Südkurve bekommen?
    Wenn ihr mit so einer handvoll "Fans" nicht fertig werdet, wundert mich das doch sehr. :gruebel:

    Es dürfte doch nicht allzu schwer sein diese Gruppierungen nicht ins Stadion zu lassen, oder?
     
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  3. Markus0711

    Markus0711 Well-Known Member

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    Ich kram das mal wieder hervor.

    Luca Toni hat ein Interview gegeben - und zwar im Focus.
    Die deutschen Frauen, die's ihm angetan haben, lasse ich hier mal außen vor... ;)

    Aber auch er beklagt sich über die Stimmung im Stadion.
    Luca Toni: Dem Stürmer ist es im Stadion zu ruhig - Bundesliga - FOCUS Online

    Warum werden solche Statements nicht von Vereinsseite unterbunden?
    Es gab so viel Theater um diese Rede von Uli Hoeness. Warum lässt man den Toni schon wieder Öl ins Feuer gießen?

    Gezielte Provokation?
     
  4. Calo

    Calo The Italian Stallion

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    Das ist seine Meinung...und er ist nicht der einzige...wievielen Leuten soll diese Meinung verboten werden? Tatsache bleibt Tatsache...
     
  5. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Weil der FCB davon lebt, daß er dauermedienpräsent ist. Wie willst Dich denn sonst während der Winterpause im Gespräch halten?
     
  6. Markus0711

    Markus0711 Well-Known Member

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    Meinst du der FC Bayern will von solchen Schlagzeilen leben?
    Erst Kahns Suspedierung, dann Riberys Panikmache, jetzt Tonis Fangemotze.

    Die könnten sich Themen aussuchen, die ein positiveres Licht auf die Mannschaft bzw. den Verein werfen...
    -> zumal das jetzt drei der prominentesten Spieler waren...


    Calo: Es gibt viele Leute, denen kann man diese Meinung nicht verbieten. Aber beim eigenen Personal sollte das in diesem Fall möglich sein...
     
  7. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Naja Markus dann müsste es ja nen umfangreichen Katalog für jeden Bayern Mitarbeiter geben:

    Sag nicht das die Stimmung schlecht ist
    Sag nicht das 7 Euro Fans arm sind
    Sag nicht das wir momentan schlechten Fussball spielen
    Erzähl keinem das wir manchmal nach dem Training ein Weizen trinken
    Sag niemanden das der FCB Dir vorschreibt was Du essen sollst
    etc...

    Die Liste ist beliebig erweiterbar. Und wenn Toni sagen würde, die Stimmung ist gut, würde Ihn doch eh niemand mehr ernst nehmen. :D
     
  8. Markus0711

    Markus0711 Well-Known Member

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    Man könnte einfach sagen: 'Hau deinen Verein nicht in die Pfanne.'

    Sollte eigentlich bei einem Interview für die Öffentlichkeit eine Selbstverständlichkeit sein... :gruebel:
     
  9. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Was heißt hier "will" von diesen Schlagzeilen leben?
    Er lebt mittlerweile davon, daß jeder Huster eines Spielers, Trainiers, Funktionärs oder Rasenzupfers von der Nation gehört und kommentiert werden will und er lebt blendend davon. Entweder lässte Dich halt auf das "Spielchen" mit der Presse ein oder nicht. Falls Du Dich für's erste entscheidest musste auch damit leben, daß hin- und wieder nicht ganz so nette Schlagzeilen über Deinen Laden erscheinen - zumal ich nirgendwo erkennen kann, wo das großen Schaden hinterlässt. Es wird kein Zuschauer weniger in die Allianz Arena kommen, kein einziges Trikot weniger verkauft, kein Sponsorenvertrag schlechter ausfallen nund nicht weniger Fernsehgeld ausgeschüttet wegen Luca Tonis Interview.
    Außerdem sucht sich nicht der FCB den Inhalt der Schlagzeilen aus - gottseidank nicht :D

    Nimm doch mal den VfB. Meinst Du, da äussern sich Spieler nicht mal bedenklich über irgendwas in der Fußballfirma, dem Stadion oder den Fans? Beim VfB juckts halt keinen, außer vielleicht ein paar Fans, damit lässt sich aber keine Zeitung verkaufen und keine Einschaltquote erhöhen, deswegen juckt's auch niemanden der Pressevertreter groß.

    PS: Jetzt lese ich erst den Teil mit der "Pfanne".
    Siehste, das ist das gute an diesen Schlagzeilen, der Toni sagte, er wünsche daß der FCB mehr über die Flanken spielen sollte, daß in Italien die Stürmer besser in Szene gesetzt werden und daß er es gerne hätte, wenn die Zuschauer lauter wären und machst ein "den eigenen Verein in die Pfanne hauen draus". Mission completed: Die Nation ist mit dem FCB beschäftigt, auch wenn dieser gar nicht spielt, sie liest jede Meldung von ihm, kommentiert sie, selbst wenn große Teile von ihr gar keine Bayern-Fans sind :D
     
  10. Markus0711

    Markus0711 Well-Known Member

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    Mir ist schon klar was du meinst.
    Der FC Bayern ist der größte Verein in Deutschland und sicher auch der, der am meisten polarisiert.
    Demzufolge werden Aussagen der Angestellten kritischer bewertet und ausführlicher kommentiert als bei anderen Vereinen.

    Du sagst der Verein lebt von diesen Meldungen. Richtig.
    Aber ich frage nochmal: Wie lebt ein Verein von solchen (negativen) Meldungen? Die Flanken, die Toni anspricht sind nicht das Problem. Das liegt an der Taktik, die der Trainer vorgibt.
    Es geht um die Fans, die erst vor wenigen Wochen schon extremst in der Presse thematisiert wurden. Aufgrund dieser Aussage werden sicher keine Zuschauereinbußen zu befürchten sein, aber der FC Bayern hat auch ein gewisses Image, dass man sich nach und nach versauen kann. Das geht nicht von jetzt auf nachher, aber solche Meldungen tragen 100%ig nicht dazu bei, dass man im Ausland Angst vor den Bayern hat.

    In der Champions-League hat man Respekt, wenn man nach Mailand, nach Madrid, Barcelona, Liverpool oder sonstwo fahren muss. Es erwartet einen die Hölle (stimmungstechnisch) -> in München ist man im Zitat: "Theater"...

    Musst das mal von dieser Seite sehen.
     
  11. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Mailand, Madrid, Barcelona, etc. sind zwar die Namen mit denen sich der FCB immer gerne vergleicht und auch gerne verglichen wird, nur ich persönlich fand diesen Vergleich schon immer ein wenig gewagt, denn der AC und Real waren schon immer eine andere Hausnummer und Barca ist es seit Jahren nun mittlerweile auch - und das aber sicher nicht ausschliesslich wegen der Fans ;)

    Ich glaube auch nicht wirklich, daß sich, beispielsweise, der FC Liverpool mehr oder weniger Sorgen macht, wenn er in München antritt, wenn da nun lautere oder leisere Fans sind. Der wird eher danach gehen, ob im Sturm Toni und Klose oder Schlaudraff und Podolski aufgestellt sind.
     
  12. Markus0711

    Markus0711 Well-Known Member

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    Meinst du?

    Also ich sehe einen gewissen Unterschied, ob ich als Auswärtsmannschaft in die ausverkaufte Anfield Road einlaufen muss/darf, oder in einem 08/15-Stadion in Europa.

    Da ist noch kein einziger gegnerischer Spieler auf dem Platz.

    Das ist der sportliche Aspekt, um den es ja eigentlich gar nicht geht :)

    Nimm Liverpool. Der Verein lebt von seinen Fans.
    Nimm Bayern München. Dort werden die Fans vom "Topstar" der Mannschaft kritisiert... :weißnich:
     
  13. U w e

    U w e Borussia Mönchengladbach Moderator

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    Bayern ist Bayern - die haben kein "Image", was Sie sich versauen können. Entweder man ist Fan und "liebt" diesen Verein, mit allen seinen Extremen und Typen und passt sich diesen auch in seinen eigenen Ansichten an oder man "liebt" Ihn nicht ganz egal was da jemand von sich gibt, dies ändert daran auch nichts mehr, bestätigt einen höchstens in seinen Ansichten.
     
  14. Calo

    Calo The Italian Stallion

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    Und was hast Du davon,wenn Du den Mitarbeitern die eigene Meinung immer wieder verbietest? Ruhe wird keine einkehren,eher verdrossenheit und wut.Und diese wird irgendwann mehr Probleme bereiten,als ein kommentar zur Stadionathmosphäre.
     
  15. Florian

    Florian Stadionhure

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    Was ich mal wieder richtig witzig finde ist, dass es bei Bayern niemanden interessiert. Nur alle die mit dem FC Bayern eigentlich nichts zu tun haben sollten machen daraus ein Thema. Von Fanseite hat er alles richtig gemacht, denn er hat dem großen Uli widersprochen. :D
     
  16. Markus0711

    Markus0711 Well-Known Member

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    Wie ich schon geschrieben habe. Seinem Arbeitgeben gegenüber hat man halbwegs loyal zu sein - zumindest nach außen hin.
    Wenn du deinem Arbeitgeber bzw. einem seiner Kunden Dreck vor den Karren kippst, ist dieser sicherlich höchst erfreut. Und wenn du nicht gerade ein Premium-Angestellter bist (im Fall Bayern millionenschwere Fußballspieler), darfst du dich womöglich über eine hübsche Abfindung freuen.


    @ 12 : 0: internationales Image (nicht Bundesliga) ;)

    @ Flo: Ich versuche seit längerem die Bayern überhaupt einmal zu verstehen :D
     
  17. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Versteh auch nicht warum das jetzt ein Problem sein soll? Was interessiert mich wie Toni das Münchner Publikum im Vergleich zu den Fans anderer Vereine findet? Findet er es halt zu leise...wow, Skandal.
     
  18. U w e

    U w e Borussia Mönchengladbach Moderator

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    Markus, ganz ehrlich - unter uns Beiden, liest ja sonst keiner mit -international gesehen juckt es niemanden bei Madrid, Milan, Manu usw. wer bei Bayern wann was sagt und ob die Fans in der Allianz Arena einen Hexenkessel entfachen oder eine Theateraufführung inszenieren.
    Die "Darsteller in diesem Theater" spielen momentan nämlich auf den Bretter Europas überhaupt keine Rolle mehr. Da haben die Direktoren, in den letzten Jahren, bei der Auswahl Ihrer Schauspieler nämlich nie Wert auf die Steigerung der Qualität des Ensembles gelegt, sondern waren darauf aus, anderen national erfolgreichen Theatern die Darsteller, abzuwerben.

    Den Erfolg sieht man ja nun, man wird in Europa nur noch für Auftritte zweiter Klasse gebucht.

    Die einzigen die immer noch davon reden, dass diese Ensemble hohes Ansehen, auf den Brettern der Welt geniessen, sind die Direktoren und Autoren selber. Selbst wenn man da den Regisseur in Frage stellt, die Versäumnisse der letzten Jahre wird der auch nicht auf Anhieb beheben können.

    Das Publikum, in diesem Schauspielhaus, war ja bekanntlich noch nie dafür bekannt, dass Sie die Stimmungsmacher der Nation sind. Auch nicht als man noch auf einer anderen Bühne spielte.