Hoeneß verbreitet Angst und Schrecken: Bald 25 Millionen mehr pro Jahr

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von André, 20 Dezember 2011.

  1. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Schrecken verbreiten die Bayern erstmal keinen mehr. Es rächt sich, dass man nicht richtig in Spieler investiert hat. Alle Neuzugänge entpuppen sich als reine Mitläufer. Klarer Rückschritt unter Heynckes im Vergleich zu van Gaal. Der Holländer hat wenigstens Robben in Szene gesetzt und man hat die Topvereine reihenweise an die Wand genagelt, auch wenn man mal gegen kleinere Vereine Probleme hatte. Unter Heynckes haut man die Kleinen weg und hat gegen jeden größerern Verein Riesenprobleme.
     
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  3. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Gestern hat man aber eher gegen einen Underdog als gegen einen Topverein verloren.
    Von daher passt es doch.
     
  4. Junker

    Junker Altborusse

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    Für diese Saison stimmt das so nicht, insgesamt gesehen schon. Definiere mal Underdog
     
  5. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Gegen alle Mannschaften, die ein wenig System haben, lassen die Bayern Punkte. 2 x gegen Gladbach, gegen den BVB, gegen Hannover, Mainz. Topverein ist vielleicht der falsche Ausdruck.
     
  6. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Sehe ich ähnlich - wenn's auch Jammern auf höchstem Niveau ist - aber das was man unter Spiel"philosophie" verstehen würde, entdecke ich aktuell beim Südstern nicht.
     
  7. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Wobei der FCB zumindest national schon immer ohne richtige Philosophie gut gefahren war. Es war eigentlich immer die Qualität des Kaders entscheidend. Ich sag nur Hitzfeld. Dessen Kunst war Einkaufen und Aufstellen. so gesehen auch eine Philosophie, aber nicht die hier wohl gemeinte Taktik. Van Gaal war auch nur Robben, Robben und Robben. Der einzige Trainer mit philosophischen Ansatz über Disziplin hinaus in den letzten 30 Jahren war schon bei Amtsantritt gescheitert.
    Man schaue sich die Mannschaften an, die sowas wie eine Philosophie haben. Die haben im Gegensatz eines nicht: einen definierten Leitwolf. Was wiederum bei Bayern immer gesucht wird. Mit Blick auf die Verantwortlichen bei Bayern ist dieser Anspruch auch kein Wunder, wenn auch etwas ewiggestrig. National ist da ein Umdenken aufgrund der finanziellen riesigen Überlegenheit auch nicht zwangsläufig notwendig, da es zumeist ausreicht, jede Philosophie alleine eben auch nicht der Schlüssel ist.
    Wenn aber hier die fehlenden Verpflichtungen moniert werden, isses auch nicht der richtige Ansatz. Wobei Boateng, Neuer und Rafinha auch nicht eben nur Füllmasse sein sollten. Der Kader kann es nicht sein, da gibt es in Dtl. keinen Besseren. Zumindest nicht die Einzelspieler. Ob die dann zusammenpassen hinsichtlich einer Philosophie ist eine andere Frage. Wenn ich mir meine Spieler immer einkaufe, größtenteils aus bestehenden Verträgen heraus, kann ich mir keine 100%ige Identifikation und somit Unterordnung aller erwarten. 26-30 Ärsche kann auch keiner pudern.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22 Januar 2012
  8. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Im Prinzip hat der Verein in den vergangenen Jahren keinem Trainer die Chance geboten, seine Philosophie zu integrieren. Ich denke schon, dass Louis van Gaal auf einen sehr guten Weg war, dem FC Bayern eine moderne Spielphilosophie zu geben. Er unterstützte viele junge Spieler: Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger machte als neuer zentraler Mittelfeldspieler einen riesigen Leistungssprung, Thomas Kraft, Holger Badstuber und viele mehr.Es spricht schon für sich, dass dem Vorstand in sportlichen Entscheidungen "der Kragen platzt", beispielsweise, als Jörg Butt auf die Bank gesetzt wurde und Kraft als neue Nummer 1 im Tor gebracht wurde. Uli Hoeneß sagte zu diesem Torwartwechsel schließlich wortwörtlich: "Da ging doch die ganze Schei*** erst richtig los." Im Prinzip steht es ihm nicht zu, diese Einzelentscheidungen des Trainers zu beurteilen und daraus Schlussfolgerungen, die Entlassung, zu ziehen.

    Ich werde mich noch lange an das taktische Bollwerk des FC Bayern unter van Gaal erinnern, speziell bei der Meisterschaft und Champions League-Saison 2009/10.
     
  9. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Natürlich steht es Hoeness als Chef des ganzen Haufens zu einen Trainer zu entlassen. Ob's überlegt und sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt Papier.

    2009/10 wurde eben in der CL einiges von sehr glücklichen Momenten übertüncht: Siehe das 3m Abseitstor gegen Florenz, siehe die katastrophale Vorstellung Man. Utd.'s im Rückspiel.
    Ein Bollwerk war der FC Bayern da international auch nicht, was ja auch allerallerspätestens im Finale klar war: Da war er nämlich chancenlos.
     
  10. Detti04

    Detti04 The Count

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    Ich verstehe nicht, wo bei Bayern das Problem sein soll. Im Moment weisen die Bayern 37 Punkte und eine Torbilanz von 44:13 auf, was ja alles andere als schlecht ist. Das ist sogar so gut, dass Bayern nach saemtlichen anderen 18. Spieltagen dieses Jahrtausends genau 3-mal besser dastand - Meister wurde man im selben Zeitraum aber 6-mal. Dazu wurde vor der Saison eingekauft, um tatsaechlich mal Schwaechen zu beheben, und nicht, um den Kader mit neuen Stars aufzupeppen; wie gut das funktioniert hat, kann man u.a. den Auftritten in der CL entnehmen. Soll Bayern ausserdem noch die Liga mit 10 Punkten anfuehren? Wozu denn? Meister kann Bayern doch auch so einfacher werden als all die anderen Teams an der Tabellenspitze.

    Dass Bayern keine richtige Spielphilosophie und auch - im internationalen Masstab - keine Identitaet hat, ist ja nix Neues. Aber wer hat das schon? Was ist z.B. Inters Philosphie oder Identitaet? Dass Barca oder Ajax (Spiel-)Philosophie und Identitaet Dank lang eingefuehrter Fussballschulen besitzen und manch englischer Klub Philosphie und Identitaet durch jahrzehntelanges Festhalten am Coach erwirbt, das ist doch eher die Ausnahme und nicht die Regel.
     
  11. tohe77

    tohe77 Active Member

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    Ich hoffe mal, dass das Spiel gegen Gladbach ein Weckruf an die Verantwortlichen war und man endlich sieht, dass dieser Angsthasenfussball, wo man lediglich auf einen Fehler des Gegners wartet und sonst 90 Prozent Sicherheitspässe spielt ein eher fragwürdiges "System" ist. Van Gaal hat das ganze auf den Weg geschickt, was als Grundgerüst sicher perfekt ist, so kann man gut Spiele verwalten, wenn man mit ein oder zwei Toren in Führung ist. Aber sobald sich die Gegner darauf eingestellt haben, fehlen einfach die Räume, die man nur durch einstudierte Laufwege und den ein oder anderen Risikopass (was es eben beides nicht gibt, auch wenn eig. die Räume da wären) bekommen kann. Hätte das eig. von Heynckes erwartet, da er ja bei Leverkusen auch schnellen erfrischenden Fussball spielen ließ, man beschränkt sich aber lediglich auf das Van Gaal System, weil man an die Formel "wenig Risiko, viel Ballbesitz und dem Fehler des Gegners" festhällt. LEUTE, das ist zu wenig.. Vor allem von einem Verein, der vom CL Finale im eig. Stadion träumt.
    Dass Schweinsteiger den schlechten Rasen bemängelte und Lahm im Interview nach dem Spiel den Patzer von Neuer als Ausrede heranzog und sonst ein gutes Spiel der Bayern gesehen haben will, zeugt nicht wirklich von Einsicht. Hoffe mal, dass die Verantwortlichen das anders sehen...
     
  12. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Ich denke, der Maßstab, wodurch eine Vereinsführung ebenso beurteilt wird, liegt darin, wie sehr man auf die sportliche Leitung baut, die man selbst installiert hat. Louis van Gaal besaß die Fähigkeit, eine ausgeglichene Mannschaft ins Spiel zu schicken. Sie war mit internationalen Topspielern, wie Robben und Ribery, mit jungen Talenten, wie Badstuber und Müller, und mit jungen Nationalspielern, wie Schweinsteiger und Lahm, besetzt. Van Gaal verstärkte intensiv das Standbein der Talentförderung, womit gleichzeitig sich ein bayrischer Spielernkern aufgebaut wurde. Ich empfand dies als eine klug durchdachte Spielphilosophie. Rückblickend hat sich an dieser "eingeführten Philosophie" nichts geändert, da sie prinzipiell durch Heynkes auch heute getragen wird.

    Der einzige Unterschied liegt wohl daran, dass Heynkes ein viel anerkannter Trainer ist beim Vereinspräsidenten Uli Hoeneß, da beide bekanntlich freundschaftlich miteinander verbunden waren. Eine Frage bleibt aber für die Zukunft auch offen: Schafft der Verein irgendwann den Sprung, einen neuen, jüngeren Trainer einzustellen, der länger als dreie Jahre Cheftrainer bleiben darf. Dies war bei Felix Magath, Jürgen Klinsmann und Louis van Gaal (+Andries Jonker) schließlich nicht der Fall. Ihre Nachfolger waren jeweils Sechzigjährige, die schon einmal den Verein trainiert hatten. Mit Heynkes als neuen und alten Trainer haben sie diese Entscheidung letztendlich nur hinausgeschoben.
     
  13. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Ich halte diese Zielsetzung für lächerlich. Allein schon die ständige Betonung, deshalb das Finale erreichen zu wollen, weil es in München ausgetragen wird. Seit Jahren wird von diesem Ziel "gesungen", aberwarum entließ man dann gerade den Trainer, der dem Verein vor anderthalb Jahren diese Finalteilnahme, nach 9 Jahren, "bescherte". Weil er ein Holländer war oder das Verhältnis mit dem (deutschen) Vorstand nicht in das Duzen überging?
     
  14. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Chancenlos würde ich nicht sagen, aber kalt durch Milito/ vBuyten erwischt. Müller hatte vor Inters Führung eine dicke Chance zur Führung. Aber danach-stimmt schon- gab es nichts mehr zu ernten.
     
  15. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Ich sehe es nicht als Problem dass der FCB keine Philosophie hat, sondern als Chance für die Bundesliga auf einen offenen und spannenden Meisterschaftskampf.

    Ich bin mir aber sicher mit einer klaren Philosophie und einem Konzept würde der FC Bayern viel besser da stehen können, aber dann wäre die Liga halt langweilig. Deshalb hoffe ich auch dass der FCB noch lange so weitermacht wie bisher. :top:
     
  16. Detti04

    Detti04 The Count

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    Bayern hatte noch nie eine Philosophie und hat noch nie fuer eine bestimmte Art von Fussball gestanden - und trotzdem die Haelfte aller Bundesligameisterschaften gewonnen. Es gibt eben keinen Bayern-Fussball, wie es z.B. Ajax-Fussball oder seit Wenger Arsenal-Fussball gibt. Am ehesten ist Bayern-Fussball noch typisch deutscher Fussball, oder um Lineker zu paraphrasieren: Ein Bundesliga-Fussballspiel ist ein Spiel fuer 22 Spieler, bei welchem am Ende Bayern gewinnt.

    Das, was noch am ehesten als Konzept der Bayern durchgehen wuerde, wurde hier ja auch schon angedeutet: Das knallharte Ausnutzen wirtschaftlicher Vorteile in der Liga. Soll heissen: Das Abwerben von allem, was in der Liga gut und teuer ist, weil man das Geld dazu hat, und die daraus resultierende Staerkung des eigenen Kaders (neben der willkommenen Schwaechung der Konkurrenz, die aber wohl nachrangig ist).
     
    Zuletzt bearbeitet: 23 Januar 2012
  17. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Ja bin da absolut bei Dir. Aber eine Kombination aus Konzept und den wirtschaftlichen Vorteilen würde Sie tatsächlich international zu einer richtig großen Nummer machen.

    Aber wie gesagt, ich bin froh für jeden weiteren Tag, wo sie das nicht erkennen. ;-)
     
  18. innoclip

    innoclip New Member

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    Na da muß sich die Liga ja warm anziehen. 25 Mio für neue offensive Spieler die auf der Bank verrotten. Die auf dem Platz ziehen dann in aller Ruhe ihren Handballkreis auf. Bayern zahlt doch schon bestimmt doppelt so viel an Gehalt als Dortmund. Bringt auch nix. Dann ists halt das dreifache. Trotzdem bleibt es ein Grottenkick!