Haus bauen oder Miete zahlen?

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von André, 8 Mai 2009.

  1. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Ist der Bau eines Hauses auf Dauer die bessere (günstigere) Lösung?

    Ich denke einige von Euch haben sich darüber auch schon Gedanken gemacht und hoffe auf ein wenig Feedback.

    Ich bin ja vor nem halben Jahr nach Trier gezogen und die Mieten sind hier doch ein wenig höher als in der tiefen Sack-Eifel am Ende der Welt.

    Ich zahle momentan 700 Euro kalt für ne 100m² Wohnung (kleines Reihenhaus mit Garten)

    Kohle für einen Hausbau habe ich leider nicht auf meinem Girokonto und so habe ich mir eigentlich auch keine Gedanken darüber gemacht.

    Bei google news habe ich heute einen Artikel gelesen, das die EZB wieder mal die Zinsen gesenkt hat und dass es noch nie günstigeres Baugeld gab.

    Daraufhin habe ich mir auf so ner Vergleichsseite mal ausrechnen lassen wieviel Miete ich in den nächsten 35 Jahren zahlen werde.

    Stand heute 700 Euro, jährliche Steigerung von 2 % und das 35 Jahre lang.

    Na was schätzt Ihr?

    430.000 Euro :staun:

    Ich bin jetzt 30 Jahre und hätte noch ne schöne lange Laufzeit, als Rentner könnte ich mir dann die Miete sparen und mein Sohn hätte später dann auch noch was davon.

    Ich werde mich jetzt zumindest mal intensiv schlau machen, aber die Zahl hat mich echt erschreckt.

    Wie seht Ihr das ganze? Jemand in einer ähnlichen Situation? Wer von Euch hat schon gebaut? Erfahrungen und Meinungen gerne willkommen, auch andere Rechenbeispiele.
     
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  3. Busti

    Busti Well-Known Member

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    Wir haben ein Haus geerbt.
    Müssen dann noch renovieren.

    Beides hat seine Vor- und Nachteile.
    Miete, das Geld ist weg, dafür musst du dich nicht um viel kümmern, wenn was kaputt ist.

    Eigenes Haus, gehört irgendwann dir, dafür musst du immer Geld auf der Seite haben, falls etwas anfällt. (Dach neu decken, Wasserrohrbruch etc.)
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 Mai 2009
  4. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Sieh es mal so: Ein Haus sollte für "Normalsterbliche" eine Lebensentscheidung sein. Meiner bescheidenen Meinung nach sollte es da zunächst von der Bausubstanz her gesehen keine Kompromisse geben, nur um den Preis zu drücken oder die Finanzierung hinzubekommen. Wenn ich mir teils im Fernsehen anschaue, dass und wie Makler versuchen, willigen Käufern Objekte zu "präsentieren", die überhaupt nicht ins Raster der Vorstellungen dere passen, dann weiss ich auch nicht. Für mich käme also nur dann ein gebrauchtes Haus in Frage, wenn es 100%ig passt. Einen Hausbau von der Stange würde ich persönlich auch nur dann durchziehen, wenn die Baufirma ein haus anbietet, welches 100%ig meinen Vorstellungen entspricht. Ansonsten würde ich mir lieber selbst eins entwerfen lassen. Kostet natürlich zusätzlich. Passt dafür umso besser.

    Mach dir also am besten Gedanken, wie deine Traumhütte aussehen soll. Baustil, Außenanlage, Zimmerschnitt, Einrichtung etc. Nimm dir Zeit dafür, am besten viel Zeit. Kommt nicht auf einen Monat und auch nicht auf ein Jahr an.

    Danach gucke, was das in etwa kostet, und ob du dir das finanzieren kannst. Aber Vorsicht.. Wenn deine Traumhütte 300 Riesen kostet, dann solltest du nicht nur 300 Riesen finanzieren können, sondern besser 400 oder 500. Erstens wegen dem Puffer, den man immer braucht, zweitens, wegen der weichen Kosten, drittens, damit bei Kenntnis neuerer, besserer Dinge immer noch Luft nach oben ist. Eine auf Kante genähte Finanzierung ist immer problematisch und macht selten glücklich.

    Was die Finanzierung anbelangt: Nur die jetzige Miete hochrechnen ist nicht das einzige, wenn man sich für's Bauen entscheidet. nachfolgend kommen u.U. höhere Nebenkosten, Sanierungsmaßnahmen, Reparaturen (bzw. Rücklagen hierfür), der ganze Kram, mit dem du dich als Mieter nicht beschäftigen musst. Und rechne auch immer mal damit, dass die Rate über lange Zeit fix ist. Die Bank will ihr Geld auch wenn du krank wirst, arbeitslos, einen Unfall hast. Knappe Kaseenlage ist da kein Argument bzw. sollte es nicht sein. Und vor allem: Versuche eine Finanzierung zu finden, die lange fix ist, insbesondere in Zeiten niedriger Zinses bieten sich trotz des Zinsaufschlages eher längere Laufzeiten an. Trotzdem solltest du dir die Möglichkeit einräumen lassen, Teile der Finanzierung vorzeitig zu tilgen.

    Letztes: Ohne Eigenkapital geht nix. Es gab mal Zeiten, da haben 10% der Gesamtinvestition gereicht. Zuletzt, als ich noch mit sowas beschäftigt war, hat man in meiner Ecke 20% gebraucht, damit die Bank sich den Antrag überhaupt angesehen hat. Neulich sagte mir ein Verwandter, dass im Moment nix unter 30% geht. Also fange schonmal an mit sparen.
     
  5. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Willst oder kannst Du denn für immer in Trier bleiben?
     
  6. drunkenbruno

    drunkenbruno Keyser Söze

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    Ohne einen finanziellen Hintergrund kannst du einen Baufinanzierung erst einmal vergessen. In der Regel solltest du etwa 25%-35% der Bausumme als Basis für eine Finanzierung haben. Ansonsten ist das ein Vabanquespiel....
    In Amerika ist ja gerade durch Häuslebauer, die wenig Basiskapital hatten, das gesamte Finanzsystem zusammengekracht.

    Ich würde an deiner Stelle das Ziel des Eigenheims, egal, ob jetzt selbstgebautes Haus, gekauftes Haus, als auch eine Eigentumswohnung ist, nicht aus den Augen verlieren, da es auf jeden Fall die beste Möglichkeit für die Vorsorge des Alters ist. Dazu ist es aber auch nötig Grundkapital zu schaffen. Falls du wirklich ein Haus kaufen/bauen willst, dann solltest du jetzt einen relativ langfristigen/ Bausparvertrag abschließen, da du jetzt die Grundlagen für niedrige Darlehenszinsen legst. Informiere dich da aber vorher und suche dir eine Bank/Bausparkasse aus, die ihre Verträge nicht über Provisionen verkauft, sondern über Qualität.
     
  7. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Nun, der Bausparer hat aber den Nachteil der kleinen Guthabenzinsen. Ich habs vor 10 Jahren, als der Marktzins auch mal "historisch niedrig" war, durchgerechnet gehabt. Bausparer mit 2% Guthabenzins (und 15 Jahre Anspardauer) gegen einen ratierlich angesparten Aktienfonds mit damals realistischen 10%, auch auf 15 Jahre. Ich meine mich erinnern zu können, dass man mit dem Aktienfonds - wohlgemerkt seinerzeit - nach 15 Jahren soviel Guthaben hatte, dass man - tehoretisch gesehen - auf das Bauspardarlehen hätte verzichten können. Nu sind 10% im Aktienfonds ziemlich viel, zugegeben. Aber in Sparplänen, die lang laufen mit ein bisschen Grobtiming m.E. gut zu erzielen.

    Vielleicht muss man das mal mit derzeitigen Zahlen und vor allem Zinsen bzw. Renditen durchkalkulieren. Seinerzeit hätte ich lieber langfristig volatil gespart und dann die Summe in einem Schlag in einen Bauparer eingezahlt. Dann hat man nämlich keinen "Zinsverlust" gehabt und musste nur die Zuteilung abwarten.

    Was natürlich nie schaden kann ist, die Wohnungsbauprämie bzw. Sparzulage abzufassen. VWL abgeschlossen? Wenn nicht, unbedingt nachholen. Aber wenn Bausparer, dann maximal 15.000 Bausparsumme hierfür.
     
  8. drunkenbruno

    drunkenbruno Keyser Söze

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    In der heutigen Zeit würde ich eher darauf aus sein, dass das angesparte Geld sicher ist. Natürlich sind die Chancen auf eine höhere Verzinsung beio anderen Formen des Sparens gegeben...aber in der heutigen Zeit kann man mit solchen Zwischenfinanzierungen ganz schön auf die Fresse fallen.
    Ich würde eine Mischfinanzierung sowieso vorziehen. Alleine mit einem Bausparvertrag kann man kein Haus finanzieren. Da gehören noch ganz andere Dinge dazu.
    Es ging mir in erster Linie darum, dass Andre´ erst einmal die Grundlagen für eine Baufinanzierung zu schaffen. Und man kann gegen die Bausparverträge sagen, was man will, aber trotz der niedrigen Verzinsung bieten sie Sicherheit, welches Aktienfonds/Aktiensparpläne nicht geben können und man dort temporär z.b. wenn man in unserer gegenwärtigen Zeit auf das Geld angewiesen ist, ganz schön auf die Nase fallen.
    Gerade bei Summen, die jenseits der 250000€ gehen, sollte man nie nur auf die Rendite schielen, sondern eher auf die Sicherheit achten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 Mai 2009
  9. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Ja, schoon klar. Aber genauso wie ein BSV nur einen Teil der Finanzierung abdecken sollte (die Tilgungsphase ist nämlich wegen des üblicherweise hochen Tilgungssatzes dann doch ziemlich "teuer"), so soll das anzusaprende EK mittels alternativer Ansparprodukte eben auch nur einen Teil abdecken. Und wie gesagt: Mit ein bissle Timing sind bei Aktienfonds auch heute noch gute Renditen möglich. Was nicht heissen soll, dass man täglich oder wöchentlich den Fonds wechseln solle.

    Aber ist ja nur eine Meinung. Die Befindlichkeiten liegen da wohl bei jedem anders.
     
  10. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Kann nur von mir sprechen:

    Haus bauen ist easy - Grund kaufen dagegen das Problem.

    Da wo ich es mir vorstelle, muss ich noch ein wenig viel sparen - knapp vierstellige Summen für'n Qm Baugrund sind etwas schwerer aufzubringen. Wär's deutlich weniger, würde ich mich auch mit beschäftigen.
     
  11. Verdandi

    Verdandi Männerversteherin

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    Muss ja nicht Grünwald sein! In Giesing isses auch schön!
     
  12. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Grünwald:
    Erstens will ich da nicht mal tot über'n Zaun hängen, zweitens wär' da der Preis eher gut vierstellig, drittens gibt's da eh nix mehr zu kaufen.

    Giesing:
    Knapp vierstellig für's Glasscherbenviertel mit dauerheulenden, dubiosen Typen, die ständig vor'm Wienerwald rumhängen? Also wirklich nicht! ;)
     
  13. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    :schock: Wie sacht man so schön? Wer hat, der kann. :D
     
  14. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich weiß, ich weiß - wird mir ja ständig hier vor Augen geführt :D
     
  15. Detti04

    Detti04 The Count

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    Rein auf dem Papier erscheint mir das Prinzip "property climbing" am besten: erst mal etwas Kleines kaufen, was man in 'ner vernuenftigen Laufzeit (und eben auch mit relativ wenigen Zinsen) abzahlen kann. Wenn das abbezahlt ist, kann man es verkaufen und dasselbe Spiel mit einem groesseren Haus abziehen (welches man vielleicht selber baut). Also erst mal Eigentumswohnung, danach dann eigenes Haus.

    Abzahlungen ueber 25 oder 30 Jahre sind fuer mich der totale Horror, da man bei sowas in den ersten Jahren praktisch nur Zinsen und kaum Grundschuld abtraegt. Da kann man das Geld auch gleich der Bank in den gefraessigen Rachen schmeissen...
     
  16. jung

    jung Well-Known Member

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    servus detti,

    solang das geld sprudelt, ist es eigentlich egal, was genau man aktuell abbezahlt.
    wird nur übel, wenn man plötzlich nicht mehr kann oder raus will, d.h. verkaufen will.

    von daher ist das eigentlich wichtige, dass man lange bzw. für immer dort wohnen möchte.

    wobei dein erster aspekt, klein anfangen und mit der zeit immer mehr wachsen, ideal ist.
    nur.....wer hat denn mit 18, 20, 22 oder 24 daran gedacht???
    da hat man die wenigen kröten, die man hatte, für wirklich wichtige dinge gebraucht ;-)

    da bei den meisten von uns der zug eh abgefahren sein sollte, mein tipp an die eltern: das ideale geschenk für den zehnjährigen nachwuchs ist ein dicker, fetter bausparvertrag. auch wenn dar nachwuchs es nicht verstehen wird, zehn jahre später seid ihr der held.

    so long.
     
  17. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Das hab ich noch nirgendwo gedacht, schon gar nicht, als ich jünger war. Ich gehöre wohl zu den Menschen, die sich schon immer in ihrem Leben absolut sicher waren, dass sie NIEMALS ein Haus bauen werden.
     
  18. jung

    jung Well-Known Member

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    servus huelle,

    glaub ich dir ja auf's wort.

    aber dann biste hier in diesem thread VOLL FALSCH.

    gnacht.

    so long
     
  19. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Ob ich 25 Jahre Miete zahle oder das Haus bezahle ist mir eigentlich egal. Gerade bei letzterem wiess ich, wofür ich zahle. Eine Eigentumswohnung würde bei mir gleich gar nicht in Frage kommen, da ich nicht bereit bin Renovierungsarbeiten durchzuführen, wenn die Hausgemeinschaft in der Mehrheit beschliesst. Schon muss ich das Geld zücken, na Danke.
     
  20. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Wenn ich einen relativ sicheren Job mit ausreichend Einkommen hätte und mich dauerhaft in einer Gegend niederlassen möchte, würde ich mich für ein eigenes Wohneigentum, weil es aus meiner Sicht langfristig mehr Vorteile gegenüber der Miete hat.
     
  21. Budmaster_Bundy

    Budmaster_Bundy Well-Known Member

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    Also eigentlich möchte ich absolut nirgends tot über'n Zaun hängen. Weder in Grünwald noch sonst wo.
     
  22. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Danke erstmal, also um es mal wieder aufzugreifen:

    Ein bissel was hab ich schon noch gespart, aber halt nicht wirklich viel. Sagen wir mal 25 - 30 k.

    Ich habe aber ein anderes Faustpfand. Mein Vater ist Maurer Polier und wird jetzt bald 60 Jahre. Er ist körperlich noch topfit und würde mir das Haus bauen können. Mein Schwiegerpapa ist bereits Rentner auch topfit und Elektriker, müsste für die Elektrik halt nen Meister für Planung und Abnahme haben.

    Den Rohbau inkl. Bodenplatte würde mein Papa, mein Schwiegerpapa meine 2 Schwager und ich machen. Estrich, Verputz, Fliesen könnten wir alles selbst machen, müsste halt nur das Material bezahlen und die Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft. Zimmermann, Dachdecker und Gas-Wasser-Sch... müsste ich extern machen lassen.
    Zudem hat der Bruder einer angeheirateten Tante hier eine große Baustoffhandlung inklusive Baumaschinenverleih, die hat sich auch schon angeboten.

    Ich glaube zwar nicht dass es bei den Baustoffen selbst soviel Marge gibt, dass man da mit erheblichen Prozenten rechnen könnte, aber die Maschinen (Rüttelplatten, Steinschneider etc.) würde ich wahrscheinlich sehr günstig oder vielleicht sogar kostenlos bekommen.

    Also meine Pro Kriterien:

    - derzeit günstige Zinsen
    - Vater und Schwiegervater noch fit, weniger Lohnkosten
    - günstigere Baustoffe / Maschinenleihe

    Jetzt wäre natürlich interessant, mit wieviel Euro man diese Eigenleistung in die Finanzierung einrechnen könnte. bzw. wieviel bezahlt man bei einem durchschnittlichen 1 Fammilienhaus für ca. 300.000 Euro an Personalkosten für Rohbau inkl. Kellerplatte, Estrich, Fliesen und Putzarbeiten

    Ich könnte jetzt auch 5 Jahre Hardcore sparen und hätte dann in 5 Jahren evtl. 60 k mehr, müsste aber weil mein Vater dann evtl. nicht mehr kann 75 k mehr an Löhnen bezahlen, dann hätte ich auch nichts verdient.

    Aber ich will mir das auch nicht selbst schön reden, von daher freue ich mich über kritische Antworten. Ist schon ne schwierige Entscheidung, aber im Moment hätte ich halt viele günstige Vorraussetzungen (abgesehen vom Eigenkapital :zahnluec: )
     
  23. Mister-X

    Mister-X Active Member

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    Grundsätzlich: Miete statt Eigentum

    Mit Eigentum hat man nur den einzigen Vorteil, dass man am Ende mehr Vermögen hat. Nicht weil man wie manche dummerweiese behaupten " dem Vermieter kein Geld in den Rachen wirft", sondern schlicht deshalb, weil man Eigentum und monatliche Tilgungslast dazu gewzungen wird, sparsam zu leben. Also morgens keine Brezeln mehr beim Bäcker, statdessen Lidl- Aufbackbrötchen. Wem es spasst macht so 30 Jahre zu leben, bitte sehr! Ich geb mein Geld lieber großzügig aus.
     
  24. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Gut das Du das Thema nochmal aufgreifst, hänge gerade beim Finanzierungskonzept.

    Die monatliche Belastung habe ich mir ausgerechnet, und die würde passen, allerdings muss ich als Eigentümer ja auch noch ein wenig mehr in Versicherungen investieren.

    Was muss man da haben?

    - Risikolebensversicherung um die Finanzierungssumme gegenüber dem Ehepartner abzusichern. (Ich für meine Frau, da wir die Finanzierung nur mit meinem Gehalt rechnen und Ihr Minijob uns noch ein bissel Geld für Urlaub und Luxus einbringt)

    Was muss man als Eigenheimbesitzer noch alles versichern? Wie sieht es mit einer BU-Versicherung aus, oder ist das Risiko in der Risiko LV mit versichert?

    Was kommt noch an nicht unmittelbaren Kosten auf mich zu? Grundsteuer, Straßenreinigung, Müll, Schornsteinfeger?

    Ich zahle jetzt 150 Euro Nebenkosten und 70 Euro Strom.

    Da ich ein KFW 55 Haus bauen möchte, liegen die Heizkosten und Stromkosten wohl nicht drüber, Müll bezahle ich ja auch mit in meinen derzeitigen NK. Aber halt die Versicherungen und zusätzlichen Steuern sind eine unbekannte Größe.

    Habe keinen Schimmer was ich da monatlich anrechnen muss. 100 Euro, 200 Euro?
     
  25. Eintracht-Fanatiker

    Eintracht-Fanatiker Leikeim Kellerbier-Fan

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    Wenn du ein Haus baust musste monatlich Grundsteuer und noch viel mehr bezahlen, ist quasi auch ne Miete.
     
  26. Gablonz

    Gablonz Well-Known Member

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    Zur Lebensversicherung nur für dich: Bedenke, wenn deine Frau sterben würde, fehlte ihr Minijob-Geldanteil halt in der Haushaltskasse. Je nach Alter des Kindes müsstest du evtl. deine eigene Arbeitszeit zur Kinderbetreuung reduzieren oder bräuchtest eine Haushaltshilfe etc.

    Zur BU: Nein, ist nicht in der Risiko-LV mit drin und eine der teureren Versicherungen. Und sie schützt euch nicht vor Arbeitsplatzverlust.

    Neben den von dir genannten laufenden Kosten musst du auch noch eine allgemeine Rücklage für Instandhaltungsarbeiten einplanen.

    Hast du dich mal erkundigt, ob du mit dem recht geringen Eigenkapital momentan überhaupt eine Finanzierung bekommst?
     
  27. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Meine Frau kann aber keine LV abschließen. Von daher müssen wir die Finanzierung voll auf mich bauen.
    Ja das passt, gibt sogar Banken die bei entsprechender Bonität über 100 % finanzieren.
    Bei mir wären es ca. 80%.

    Ich habe im Haushaltsplan gut gerechnet, Rücklagen für Auto etc. alles drin, Geld für Bier, Stadion usw. ;-).
    Am Ende bleiben noch 500 Euro monatlich übrig, davon muss ich halt die o.g Versicherungen und Steuern zahlen, und der Rest (250 Euro schätze ich mal) wird als Rücklage gespart und dann evtl. einmal jährlich sondergetilgt.
     
  28. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Grundsteuer ist auf das Jahr gerechnet nicht viel. Ich müsste nachschauen, aber bei uns isses glaube ich um die 200 Euro.

    Desweiteren sind zwingend notwendig Wohngebäudeversicherung (mit Elementarschäden? ), Hausratversicherung (die Du sicher jetzt auch hast, sie erhöht sich aber, weil Du mit grösserem Wohnraum zwangsläufig irgendwann mehr Hausrat hast), je nach Finanzierungsart Absicherungen für Dich und Deine Frau um auch in Notlagen das Haus nicht zu verlieren.

    Desweiteren steht Müll und die Biotonne (oder Du hast einen Komposthaufen) an. Papier und Kunststoff werden bei uns kostenlos abgeholt. Wasserkosten werden sich bei Gartennutzung verändern.

    Wie sieht die Straßenbebauung vor dem Grundstück aus? Schau hier nach und urteile, ob Du diesen Verband benötigst.

    Rücklagen für Reperaturen/Instandhaltungen darfst Du nicht vergessen. Tja, mehr fällt mir gerade nicht ein.
     
  29. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Summa sumarum: Plane mal zwischen 3 und 500 Euro monatlich an allen möglichen "Nebenkosten" ein, also alles das, was du bei Miete auch umgelegt bekommst. Und selbst wenn das ein bissle viel ist, dann hast du wenigstens genügend Puffer.

    Weiterhin eine Instandhaltungsrücklage nicht vergessen, also sparen, sparen, sparen. 1-2% der Anschaffungs- und Herstellungskosten pro Jahr.

    Versicherungen? Naja ist ja schon genannt wurden. Wohngebäude, Haus- und Grundbesitzer-Haftpflicht, möglicherweise die Rechtschutzvers. anpassen, für die Ratenabsicherung eine Risiko-LV, noch besser ist eine Restschuldversicherung, die auch bei Arbeitslosigkeit die Raten übernimmt. Was die kostet, weiss ich allerdings nicht. BU? Sollte eh jeder haben.
     
  30. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Hi Andre,

    Eigenleistung wird wie Eigenkapital behandelt zwar nicht vollständig aber zu einem guten Teil. Wenn Du also 25K Eigenkapital hast, und 20K Eigenleistung bringst bist Du rein rechnerich auf 45K.

    Zwei Tips noch fürs Gespräch mit der Bank:
    1. Erkläre denen wer mithilft bei der Eigenleistung und deren Qualifikation
    2. Verhandle bei den Zinsen sprich such dir Vergleichsangebote raus. Der Zins der draussen an der Bank dransteht ist nur für die, die nicht fragen :)
    Die Gladbacher Bank und die Deutsche Hypothekenbank Frankfurt haben eigentlich immer gute Zinssätze. Kannst ja mal im Internet nach den aktuellen sätzen fragen.

    Mein Vater hat früher Bausatzhäser verkauft, da gab es eine Vorlage in der die einzelnen Gewerke mit Ihrem Prozentualen Anteil aufgeschlüsselt in Material und Arbeit aufgelistet waren. Ich hab da mal ne Excell Tabelle draus gebastelt, ich seh mal nach ob ich die noch finde. Schicke ich dir dann.
    Ich weis nur noch das 51% der gesammten Bausumme auf Rohbau incl Dach entfallen und davon 40% Lohnkosten sind.

    Noch was, Du must deine Helfer während der Bauphase versichern. Kostet nicht viel aber so bist Du im Fall der Fälle abgesichert und niemand kann Dir wegen eventueller Schwarzarbeit ans Bein pinkeln.

    Vergess bei der Finnanzierung nicht die Nebenkosten (notar Gericht) und die Aussenanlagen, die Kosten auch Geld.
    Wenn das alles einberechnet ist nochmals 10.000 Euro für sonstiges, dann sollte nix passieren.

    Und gaaaaaaanz wichtig wenn Du in Eigenregie baust, kontroliere ob deine Ausgaben während der Bauphase nicht die kalkulation der einzelnen Gewerke übersteigt. Wenn man die Sachen immer nur nach und nach holt fällt einem gar nicht auf wieviel man schon ausgelegt hat. Hier ist Disziplin angesagt!

    Wenn Du noch Zeit hast, führe ein Haushaltsbuch, denn erst dann hast Du einen Richtigen Überblick über deine Ausgaben.