Hartz 4 Broschüre - Leitungswasser trinken und Möbel verkaufen

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von André, 18 Juli 2013.

  1. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    mich wundert, dass sich die irrmeinung von der sanktionsmöglichkeit von hartz4-geld so beständich hält.
    kürzungen durch die jobcenter sind verfassungswidrich.

    (BVerfG v. 18.07.2012 – 1 BvL 10/10, Abs-Nr. 98).
    (BVerfG v. 18.07.2012 – 1 BvL 10/10, Abs-Nr. 120).

    ausgehend vom wort "existenzminimum" muss doch jedem einleuchten, dass es nicht weniger geben kann!
    das existenzminimum ist ein grundrecht.
    es ist unverfügbar.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18 Dezember 2013
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  3. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Das bedeutet aber nicht im Umkehrschluß, das es Geld geben muß.
    Ausserdem ist ein Hartz 4 Empfänger zur Mitarbeit verpflichtet.
     
  4. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich weiß gar nicht was es da groß zu diskutieren gibt.
    Ein Mensch hat Anrecht darauf, dass er leben kann und dazu gehören nun mal Essen und eine Unterkunft.
    Aus die Maus; so schaut's nun mal aus und wer Menschen alles nimmt, der verweigert ihnen dieses Recht und nein, diese Gesellschaft in diesem Land hat kein Recht darauf sog. "Unwillige" verhungern zu lassen.
     
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  5. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Es muß auch keiner hungern. Deshalb anstatt Geld Lebensmittelgutscheine. Für die jenigen, die Sanktioniert werden, weil sie sich dementsprechend oder eben nicht verhalten haben.
     
  6. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Du siehst doch in dem vorher genannten Beispiel, dass es genau das nicht gibt: Lebensmittelgutscheine.

    Desweiteren halte ich es da genau mit dem von pauli Zitierten: Ein Minimum, das dazu da ist um die Existenz zu sichern, ist nicht nochmal kürzbar. Das ist ja ein Widerspruch in sich, denn dann wäre ja die Existenz eben nicht mehr gesichert.
     
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  7. Schröder

    Schröder Problembär

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    Doch, die gibt´s. Nur halt nicht bei der MainArbeit Offenbach. Lt. Gesetz müssen die in solchen Fällen ausgegeben werden. Das muss nichtmal als Sanktion bzw. Bestrafung gesehen werden, die gibt´s auch wenn andererseits davon auszugehen ist, das der Bedürftige die ganze Kohle in Alkohol "investiert" (weil er z. B. Schwerstabhängig ist) und darunter der Rest der Familie leidet.
     
  8. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    man muss es nur verstehen:

    sanktionieren kann nicht bedeuten "kürzen".

    dabei kommt es nicht darauf an, wie sie sich verhalten.

    wer das nicht wahrhaben will, befindet sich im widerspruch mit dem grundgesetz.
     
  9. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Bargeld kann man kürzen. Um Das Überleben zu sichern kann auch mit LM Scheinen gearbeitet werden.
     
  10. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    nein!
    man kann es nur ersetzen!
    z.b. durch lebensmittelgutscheine.
     
  11. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Lebensmittelgutscheine für faule und beratungsresistente Zeitgenossen sind mMn okay.
    Die Stütze in Geldform wird gekürzt jedoch durch Gutscheine ausgeglichen.

    Das Gejammere hier im Land nervt mich extrem.
    Ich arbeite seit ich 16 bin und musste mir alles selbst kaufen und erarbeiten.

    Das System scheint mir ungerecht. Grundsätzlich faule Menschen werden genauso behandelt wie ein Mensch der versucht seinen Teil beizutragen oder auch schon etlich Zeit beigetragen hat.
    Gerade bei den grundsätzlich Faulen wird übers Maß gejammert.
    Habe ich hier vor Ort ungemein oft.
     
  12. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Du vergisst nur eines. Wer entscheidet denn, ob einer faul ist oder nicht? Und in welcher Verfassung? Guten Tag oder scheiße drauf? Korinthenkacker oder Lockerheimer? Solange sie sich im Rahmen der Regeln und Vorschriften bewegen, haben diese "Entscheider" eine unglaubliche Macht über das Wohl oder Wehe der "Bittsteller". Und von Letzteren werden die wirklichen Schmarotzer sich wehren, die zu Unrecht Betroffenen ein Problem bekommen. Denn die scheitern an eigenen Skrupel und Zweifel.

    Ungerecht, unwürdig.
     
  13. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Diejenigen, die ich eine Weile regelmäßig erleben durfte (weil meine Straßenbahn an ihrer Agentur hielt), und die sich nicht schämten in dieser Straßenbahn so dass es jeder hören konnte zu erzählen, wievielen sie schon wieviel gekürzt haben oder noch kürzen müssen, um auf ihr Kürzungssoll zu kommen oder es zu übertreffen.
     
  14. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Ach ja, die sportliche Ausübung der Tätigkeit hatte ich vergessen.
     
  15. Schröder

    Schröder Problembär

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    Das ist ja der Schwachsinn überhaupt. Die Mitarbeiter bekommen Prämien dafür, wenn sie Existenzen vernichten. Da werden dann auch mal unlautere Mittel eingesetzt und die Geschädigten eingeschüchtert, in der Hoffnung, das sie sich nicht wehren. Teils aus Angst, teils aus Unwissenheit um ihre Rechte.

    So steht die Mitarbeiterin, um die es hier geht, wohl aufgrund ihrer hohen "Einsparungen" eher vor dem Sprung in die nächsthöhrere Gehaltsklasse anstatt wegen der ganzen Ungesetzlichkeiten vor der Strafversetzung ins Archiv.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 Dezember 2013
  16. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Mit eines der Kernprobleme ist das:
    Millionen von Menschen zahlen aus gesetzlichen Gründen in die Renten- und Sozialkassen ein um eben ein Auffangnetz zu schaffen, wenn es mal nicht so gut läuft aufgrund von Arbeitslosigkeit, Krankheit oder anderen äußeren widrigen Umständen, die eben eine Weiterbeschäftigung verhindern.
    Warum man dieses System dann mittels privatisierten Jobcentern betreibt, die nach "Kürzungspauschalen" arbeiten, ist mir komplett schleierhaft. Warum überhaupt privatisierte Unternehmen über die Kompetenz verfügen über Geld zu entscheiden, das einer ganz anderen Bevölkerungsgruppe gehört und zusteht, ist mir schleierhaft; das ist ja noch übler als wenn Vater Staat darüber entscheidet.
     
  17. fabsi1977

    fabsi1977 Theoretiker

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    Mir wäre neu dass die Jobcenter privatisiert sind. Zumindest in BW werden die von den Land- bzw. Stadtkreisen sowie der Agentur für Arbeit getragen
     
  18. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Dann war's falsch von mir angenommen - kommt davon, wenn man sich nicht gescheit informiert; dann bleibt "nur", dass eine Zielvorgabe "Spare ein und kürze" nicht dazu passt um das Geld von Menschen zu verwalten, das den Verwaltern nicht gehört.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Dezember 2013
  19. SUPI

    SUPI Active Member

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    Da ich mich auch für andere Dinge interessiere als nur Fußball,gebe ich auch mal mein Senf dazu ab.Das ist eine Riesensauerei was die da in der Broschüre schreiben und fordern ,sollen die mal nur einen Tag so leben und die Hartz 4-Empfänger und dann bestimmen mal die Hartz 4 Empfänger was die ***** Bosse machen sollen.Tut mir leid, aber über so was muss ich mich aufregen.
     
  20. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    vielleicht sollte man nicht gar so sehr über die mitarbeiter dort schimpfen.
    wie neulich zu lesen war, werden die selbst so schlecht bezahlt, dass die mit hartz aufstocken müssen.
    die bösen sind die politker, die die vorgaben machen.
     
  21. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

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    Viele Menschen wären, glaube ich, glücklicher, wenn sie nicht so sehr darauf schauen würden, ob sie besser oder genauso gut, mehr oder weniger arbeiten als andere, ob es dem anderen möglicherweise besser oder schlechter geht, sondern sich auf eine eigene Lebensweise besinnen würden, mit der sie für sich zufrieden sind und die sie mit ihren ethischen Werten im Rahmen der gesellschaftlichen Normen für vertretbar halten.

    Es gibt zudem nicht grundsätzlich faule und fleißige Menschen. Zwar gibt es da natürlich schon allgemeine Unterschiede, ohne Zweifel, aber es hängt bei jedem Menschen auch von den Arbeiten und Aufgaben ab, die zu verrichten sind und wie viel man dafür bekommt. Jeder kennt anderes, was ihn motiviert; neben Aufgaben, die fast keinem Freude machen, aber erledigt werden müssen. Hinzu kommt, dass nicht jeder jeden Job verrichten kann und daher auch nicht angeboten und vermittelt bekommen sollte, da es unterschiedliche Talente und Qualifikationen gibt. Dies ist im Interesse aller.

    Prinzipiell finde ich ein Anreizsystem besser als ein Sanktionssystem. Wenn sich ein Arbeitsloser ehrenamtlich gemeinnützig einbringt, könnte man das ggf. auch unterstützen.
     
  22. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Yupp - alter Grundsatz: Assign the right tasks to the right people.
     
  23. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Korinthenkacker....... :) das meinte ich doch
     
  24. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Die Riesensauerei ist was anderes, das sich einige (NICHT ALLE!) es sich auf der Allgemeinheit breit machen. Und es nicht mal für nötig halten sich an die allerkleinsten Vorgaben zu halten. Pünktlichkeit, vereinbarte Termine einhalten usw. Deren Faulheit bezahlen wir alle. Und das kotzt mich an. Deshalb werden mMn diese Leute noch viel zu wenig sanktioniert. Hier müsste man "Zwangsjobs" einführen. wie Parks reinigen oder so. Nirgendwo stehet, das Sozialleitungen ohne jegliche Gegenleistung gezahlt werden müssen.
     
  25. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Und? Die erziehste jetzt mit Zwangsjobs zu besseren Arbeitern, die jede Aufgabe, die grad anfällt mit Freude erfüllen?
     
  26. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Wenn nur 10 % Umdenken, hat es doch schon was gebracht oder? Und wenn nicht, dann bleiben die halt dabei.
     
  27. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Nö, was soll das bringen? Menschen zu Jobs zwingen, die ihnen nichts bringen und auch der Gesellschaft so gut wie nix.
    Desweiteren stellt sich die Frage nach dem Recht.
    Wenn jemand partout kein Arbeitsverhältnis "im Sinne des Staates" eingehen will, dann kann man ihn auch nicht dazu verdonnern es zu tun. Ich sehe da einfach kein Berechtigung dazu.
     
  28. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Kommt darauf an, was die machen müssen, ich rede von Jobs, die der Allgemeinheit was bringen wie zB Parks oder Rastplätze entmüllen. Mit Sicherheit nicht bei einen privaten Unternehmer kostenlos arbeiten!

    Anders herum haben die das Recht nichts zu tun und das noch vom Staat bezahlt zu bekommen?
     
  29. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Wer Park- und Rastplätze vermüllt sollte empfindlich sanktioniert werden. Solche Assis kotzen mich an. Da wünscht man sich doch die Sharia herbei, wenn man sieht, wie solche Subjekte in Deutschland ungestraft davon kommen.
     
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  30. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Wenn einer nichts in der Form von bezahlter Arbeit, in dem Sinne, dass er in einer Anstellung arbeiten muss, zum Staate beitragen will, dann kann er das, meiner Meinung nach. Ich halte den Schaden, den diese Person anrichtet auch für ziemlich gering.
    Es steht diesem Menschen, so ist nun mal der Konsens in unserer Gesellschaft, ein Recht zu, dass er sein Leben im Sinne von Essen und einem Schlafplatz gesichert bekommt und das finde ich richtig. Er hat ja auch keine andere Möglichkeit sich sein Überleben sonst zu sichern, er kann ja schlecht jagen gehen oder irgendwo sein Zelt aufschlagen, denn das gehört ja alles schon jemand anderem.
    Ich halte es für grundverkehrt jeden zur Arbeit zu zwingen, weil es ja Arbeiten sind, die er dann für andere ausführen soll und die alle anderen nicht machen wollen bzw. die denen nichts wert sind.
    Raffelhüschen führt es ja an: Warum denn dem einen oder anderen nicht eine Form von ehrenamtlicher Arbeit honorieren? Z.B. in der Form, dass er dann halt frei zu essen bekommt und ein Dach über dem Kopf hat?
    1000mal besser als Parks zu säubern, die erstens von gesellschaftlich akzeptierten "Wildschweinen" verschmutzt werden und die genauso gut von der Stadtverwaltung, dazu ist die nämlich da, in Stand gehalten werden können.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Dezember 2013
  31. Schröder

    Schröder Problembär

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    Sorry, aber aus eigener Erfahrung kann ich da nur :lachweg::lachweg::lachweg:...
    Du wirst nämlich erstmal mit Vorgaben "unterstützt", darfst nur 14,9 Stunden / Woche ehrenamtlich tätig sein und musst dir das von der Stelle, wo du arbeitest, bescheinigen lassen. Andernfalls stehst du nämlich dem "Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung" und die streichen dir die Kohle. Sich jede Woche 20 Stunden in der Kneipe besaufen wäre dagegen kein Problem gewesen. :D

    Ich hab damals ehrenamtlich im Altenheim gearbeitet, die alten Leute zum Arzt gebracht etc.. Im Zweifelsfall hätte ich die Omas und Opas im Wartezimmer beim Arzt sitzen lassen müssen, wenn meine Stunden voll sind bevor die da fertig waren.

    Natürlich hat das Altenheim in solchen Fällen die Stundenzettel "frisiert", aber auf Unterstützung durch Arbeitsamt und Co. kannste wirklich nicht zählen.

    Kommt aber natürlich auch wieder auf deinen zuständigen Betreuer an. Mit meiner späteren gab´s diese Probleme dann nicht mehr, der war das mit der Zettellage vom Altenheim zu blöde und überhaupt fand sie die Bestimmungen selbst völlig absurd (Originalzitat: "Wer von uns zum Teufel macht sich denn soviel Arbeit mit so´nem Quatsch?"). :) Hätte ich die mal vor meinem Praktikum gehabt...
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Dezember 2013
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