Harry Wörz zu 100% freigesprochen - mutmaßlicher Täter: Ein Polizist

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von DeWollä, 24 Oktober 2009.

  1. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    Freispruch im Fall Harry Wörz: Triumph des Richters - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama


    Muß man sich mal überlegen....

    als Normalmensch hast Du da keine Chance, gäbe es nicht doch nicht "unabhängige und unbestechliche Richter"....wäre dieser Fall in der Nazi Zeit geschehen hätte Harry den Henker erlebt und wäre für immer als Mörder abgestempelt gewesen, während der Polizist seine Rente erlebt und evtl. noch mit Belobigungen überschüttet wird.

    Für mich ist das ein eindeutiges Plädoyer für unsere freien Richter und gegen die weisungsgebundenen Staatsanwälte, korrumpiert durch eitle Sesselpfurzer.





    Auf jeden Fall ist es eine gute Nachricht, obwohl man sich vorstellen kann....Harry ist kein Einzelfall, ich will nicht wissen wieviele dutzend Mensch in Gefängnissen sitzen und der Täter, jemand mit mächtiger Lobby oder Staatsapparat im Rücken, arbeitet weiterhin in Freiheit.

    Das war sogar ein Mord an einer Polizistin, also eine Kollegin und trotzdem wurde der mutmaßliche Mörder gedeckt....und die Leute arbeiten immer noch .... :suspekt:



    Wird in irgendeinem Markt eine leere Plastiktüte von der Kassiererin mitgenommen wird ihr gekündigt....
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24 Oktober 2009
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  3. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Nö. war es nicht.

    Aber egal, der Fall geistert hier ja seit 10 Jahren immer wieder durch die Lokalpresse. Und mir kam das von Anfang an alles mehr als dubios vor, für eine Verurteilung gab es von Anfang an zu viele Ungereimtheiten.

    Ironie des Schicksals ist, dass die Wiederaufnahme nur deswegen zustande kam, weil der Vater des Opfers einen Zivilprozess gegen den angeblichen Täter führen wollte, bei dem sich dessen Täterschaft als nicht mehr so wahrscheinlich herausstellte.
     
  4. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    4 1/2 Jahre hat er gesessen, wegen versuchten Mordes. Dann wies ein Zivilgericht 2001 im Streit um Schadenersatz auf massive Ermittlungsfehler der Polizei hin und bekräftigte den Verdacht, dass der Lover der Frau, Polizist wie sie, tatverdächtig sein könnte. In einem Wiederaufnahmeverfahren wurde er freigesprochen, die Staatsanwaltschaft und der Vater des Opfers (Polizist wie Tochter und Freund) legten aber wiederholt Revision ein.

    Jetzt sprach ihn der BGH endgültig frei. Nach 13 Jahren. Und Staatsanwaltschaft sowie Polizei müssen sich fragen lassen, wer denn nun der wahre Täter ist. Und wo man ihn suchen muss...

    Der Fall Harry W
     
  5. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Wundert mich eigentlich nicht. Ich sehe es wie DeWollä, Gerechtigkeit gilt halt nur für manche.

    Mich würde auch mal die Dunkelziffer interessieren.
     
  6. kleinehexe

    kleinehexe SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16

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    Inzwischen hat Harry Wörz auch einen Vorschuss (rund 40.000 €) auf seine Haftentschädigung erhalten.

    Aus aller Welt: Harry Wrz wird entschdigt
     
  7. Schröder

    Schröder Problembär

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    Ich würde die Haftentschädigung von den "Ermittlern", die vorsätzlich Beweise manipuliert und damit diesen "Schaden" zu verantworten haben, als Schadenersatz einklagen. Ebenso wie die Kosten der Haftunterkunft und Verpflegung und alle weiteren finanziellen Folgen, für die sonst der Steuerzahler aufkommen müsste oder schon bezahlt hat.
     
  8. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Hat man die Leute den ermittelt, die da nachgeholfen haben sollen?
     
  9. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    40.000 € für für ein vom Staat ruiniertes Leben - ich geh gleich brechen.
     
  10. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Und spätestens nach dem dritten Urteil gegen Ermittler in ähnlich gelagerten Fällen, würde sich jeder Ermittler fragen, welche Mittel, die auch nur ansatzweise grenzwertig sein könnten, er noch in Anspruch nimmt.
     
  11. Schröder

    Schröder Problembär

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    Es geht mir nicht um die Wahl grenzwertiger Mittel sondern um die vorsätzliche Herbeiführung eines Fehlurteils mit dem Ziel, den wahren Täter bei einem derart schweren Verbrechen zu schützen. Eigentlich gehören diese "Ermittler" selbst hinter Gitter, und zwar lebenslänglich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22 Januar 2012