Griechenland: Die Lichter gehen aus...

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von theog, 9 Februar 2012.

  1. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    Wie, glaubste etwa, der ist freiwillig hier ? Den hat die EU doch unter Waffengewalt aus Griechenland entfuehrt und an ein Giessener Teleskop gekettet, fuer Naturalienkompensierung in Pizza und entsorgbaren Dauerkarten...:floet:
     
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  3. theog

    theog Guest

    das hoffe ich auch.:isklar:
     
  4. lenz

    lenz undichte Stelle

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    Das hat mit der EU gar nix zu tun.
     
  5. theog

    theog Guest

    der Grund mag ja plausibel klingen, aber man darf doch nicht medien deswegen komplett und zu 10000% ausschalten...:suspekt:
     
  6. theog

    theog Guest

    ohne eu wäre deutschland ein nix mitten in europa:isklar:

    der eu ist es scheiss egal, wie die Griechen die paar oliven finden...sei es mit demokratischen oder eben undemokratischen Mitteln.
     
  7. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Bei uns haben sie einen Kanal sogar ganz dicht gemacht, den zweiten öffentlichen andalusischen Canal Sur2... und wenn man die Entlassungen in anderen öffentlichen Medienanstalten (des Staates und der Regionen) zusammennimmt, kommen wird da in noch ganz andere Dimensionen. Eine Bekannte von mir war lange Regieassistentin bei Canal Sur - seit 1 Jahr arbeits- und aussichtslos, was einen Job für diese Tätigkeit betrifft...

    Ist zwar schon ein paar Monate alt, aber das hier beleuchtet die Situation ganz gut:
    "Säuberung" im spanischen Fernsehen | Telepolis
     
  8. theog

    theog Guest

    krassX(...aber bei euch machen sie die staatlichen sender nicht ganz dicht.
     
  9. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

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    Was mich verwunderte. Es gab im Vorfeld keinen Parlamentsbeschluss. Also konnte das die Regierung nach eigener Vorstellung machen?
     
  10. theog

    theog Guest

    Ob man dazu einen Parlamentsbeschluss braucht, weiss ich nicht. Jedefalls scheint mir, dass in GR inzwischen alles möglich ist...:suspekt: Was die da machen, finde ich aufgrund der relativ jungen Geschichte sehr gefährlich, denn es gibt noch sehr viele in GR, die die Diktatur und den Putsch 1974 miterlebt haben, so dass alte Ängste bei vielen wieder hochkommen (auch wenn dies wohl unbegründet wäre), und die Situation eskalieren könnte.
     
  11. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    Uii, die EU ist dran schuld, dass Ihr undemokratisch seid...? :staun::staun:
     
  12. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Och, theo, weisste: Leb weiter hier gut im Nix und viel Spaß bei Deinen Konferenzen, die Dir ja die Steuerzahler D's und der EU auch ermöglichen aber schalt ab und an mal Dein Hirn ein, insbesondere dazu warum ein Konstrukt wie die EU gegründet wurde und warum nahezu alle, gerade das von Dir jetzt als alleiniges Opfer dargestellte Griechenland, auch rein wollte und reinkam.

    Bis dahin: Viel Spaß mit der Bild.
     
  13. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Ich könnte damit gut leben, also nicht "mit ohne EU", sondern mit dem Nichts. Ein Nichts wird nie befragt, ein Nichts wird nie in die Mitverantwortung genommen und wenn ich meinen Beitrag zu Nichts leiste, wäre ich mir jedenfalls vorher darüber klar, dass ich von meinem Nichts nicht allzu viel erwarten sollte.

    Ach, wäre das schön, ein Nichts zu sein und im Nichts zu leben...
     
    Princewind und Simtek gefällt das.
  14. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Wie würde es den Griechen denn dann erst ohne EU gehen?
     
  15. Schröder

    Schröder Problembär

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    Natürlich könnten die Krisenstaaten dann weiter laufend ihre Währung abwerten. Aber dann bekommen sie auch keine Kredite zu "marktüblichen" Preisen mehr, erst Recht nicht von den Staaten, die eine stabile Währung haben. Als Bank würde ich denen dann keine Kredit zu weniger als 15-20 % geben, wenn die Währung laufend 10 % an Wert verliert. Oder aber die Währung für den Kredit sowie die Rückzahlung auf D-Mark festschreiben. Keine Investoren (auch die griechischen) würden mehr griechische Staatsanleihen kaufen, wenn die bei Rückgabe nur noch die Hälfte wert sind. Das Land wäre über kurz oder lang bankrott. Die Infrastruktur würde zusammenbrechen, weil kein Bauunternehmer mehr ohne Vorauszahlung irgendwas bauen würde. Der Gegenwert der Bezahlung (bei festgeschriebenem Preis) am Ende würde kaum noch die Investitionen zu Beginn decken.

    Abgesehen davon dürfte Griechenland etc. nun nicht den Großteil unserer Exporte ausmachen, der dürfte in die USA und nach China gehen. Was nützen uns Rekorde an Exporterlösen in die Krisenländer, wenn wir die über faule Kredite dann selber finanzieren müssen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 Juni 2013
  16. Schröder

    Schröder Problembär

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    Wenn sie keine Kredite oder sonstige Hilfen aus den Ausland brauchten, woher kam dann der hohe Schuldenstand? Die waren doch schon vor Eintritt in die Währungsunion verschuldet.
    Und Deutschland zahlt, wenn auch nicht direkt. Wir sind der größte Nettozahler der EU, die die Kredite an Griechenland gibt, und bürgen auch noch dafür. Und ich würd jetzt schon darauf wetten, das diese Bürgschaften irgendwann auch fällig werden.

    Ob den Deutschen das dann egal ist, bleibt abzuwarten.
     
  17. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das ist Holgys Traum, Schröder, hatten wir ja auch schon mal:
    Griechenland ist wirtschaftlich leistungsfähig genug und auch von ausländischen Investionen unabhängig, indem es dann z.B. "einfach" seine Währung abwertet, so dass es komplett abgeschottet von der Finanz- und Wirtschaftspolitik seiner Nachbarn gut bestehen kann. :D

    Das hatten wir schon mal vor einiger Zeit diskutiert - verstanden habe ich's bis heute nicht, zumindest nicht in einem wirklichkeitsnahem Kontext.
     
  18. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Ich glaube ja, so Generationenübergreifend, dass (Staaten-)Bündnisse dazu geboren sind, geraume Zeit zu funktonieren, bis es irgendwann einmal nicht mehr funktioniert, weil sich manche mehr nehmen, als ihnen zusteht, andere weniger geben, als sie sollten, wieder andere nicht mehr können, als sie vorgaben etc. pp.

    Bleibt dann nur die Hoffnung, dass man in Europa aufgeklärt genug ist, sich dabei keine nicht nach dem Leben zu trachten - blutige Lippen gibt es schon genug.
     
  19. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich schreie null rum; ich bezweifle nur die Richtigkeit Deiner These, dass Griechenland ohne ausländische Investitionen und mit der wirtschaftlichen Struktur und Effizienz seiner Industrie so die blühende Wirtschaftsnation sein wird wie Du immer gerne proagierst.

    Zum Rest Deines Erheiterungsbeitrages: Danke für's Geld 'schland :D
     
  20. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das glaube ich auch, dass ein Staatenbündnis nicht ewig währt, wenn es sich nicht weiter entwickelt.
    Diese Weiterentwicklung ist ja auch ein Kerngedanke der europäischen Union und schaut man sich mal an, was die Montanunion war und heute die EU ist, dann ist diese Weiterentwicklung ja auch zu sehen.
    Aktuell sehe ich es so: In der letzten Zeit wuchs die EU v.a. zahlenmässig jetzt ist es an der Zeit, dass sie weiter zu einem "integrierten" Staatenbund wird und damit tut sie sich eben so lange sehr schwer wie es Nationalstaaten gibt, die im Endeffekt jede Entscheidung für sich fällen wollen.
     
  21. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Angie rettet in allererster Linie die "Finanzeliten" und weniger die Wirtschaft und das nicht 'schlandweit sondern international.
     
  22. Schröder

    Schröder Problembär

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    Wir zahlten 9 Mrd. mehr als wir bekommen haben, Italien 5,93. Und da sind die gegeben Bürgschaften noch nicht mal mit drin.
    Was du meinst, ist der Anteil am BIP. Ich rede aber von Geld, nicht von Prozenten.

    Aber gut, wenn es den anderen ohne uns so viel besser gehen würde, sollen sie uns doch aus der EU werfen. Dann gibt´s aber auch keinen Cent mehr. Brauchen sie dann ja nicht mehr.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 Juni 2013
  23. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Grundsätzlich meine ich, in einer auf Solidarität ausgerichteten Gemeinschaft ist jeglicher Leistungsvergleich ein Zeichen dafür, dass es keine wahre Solidarität gibt.

    Mit meinem wirklich sehr limitierten (Markt-/Volks-)wirtschaftlichem Denken würde ich allerdings eine EINZIG prozentuale Beteiligung nach erzieltem BIP oder einfach nur nach anderen Parametern nicht für glücklich halten.

    Wo issen da der Ansporn?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13 Juni 2013
  24. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Korrekt - dieses "D zahlt x, ITA zahlt y" etc. ist einfach für'n Arsch und sollte da bleiben wo es am wenigsten Schaden anrichten kann: Am hinterletzten Biertisch. Wobei ich mir wünschen würde, dass es auch da so langsam mal ausstirbt.

    Wer soll denn bitte sonst den größten, absoluten Geldbetrag in die Gemeinschaft einzahlen, wenn nicht der größte und leistungsfähigste Teilnehmer?
     
  25. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Euren prozentualen BIP-Anteil könnt' Ihr Euch auch schenken: Die einen zahlen 0,38%, die anderen 0,34%; das ist bei keinem eine Heldentat und der Unterschied von 0,04% auch nicht.
     
  26. Schröder

    Schröder Problembär

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    Es geht nicht darum, das ich die Zahlungen einstellen wollte, egal in welcher Höhe. Mir geht´s auf den Sack, das dann wir auch noch Schuld (möglichst noch alleine) an der Not der anderen sein sollen. Das passt vorne und hinten nicht zusammen.

    Es geht auch nicht um Dankbarkeit oder sowas, aber das Geld aus der Solidarität anderer nehmen und dann auf die draufhauen ist doch Sch...
     
  27. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    hatten wir den schon?

    "Neulich in Europa

    10 Männer ein Grieche, ein Italiener, ein Franzose, ein Portugiese, ein Spanier, ein Zypriot, ein Finne, ein Österreicher, ein Holländer und ein Deutscher treffen sich regelmäßig zum Essen. So war es auch wieder in der letzten Woche. Die Rechnung für alle zusammen betrug genau 500,00 Euro, denn man speiste schon sehr gern auf hohem Niveau. Die Gäste zahlten ihre Rechnung wie wir unsere Steuern und das sah ungefähr so aus:

    - Vier Gäste (der Grieche, der Portugiese, der Spanier und der Italiener) zahlten nichts.
    - Der Zypriot zahlte 1 Euro. Der Franzose 5 Euro.
    - Der Österreicher 50 Euro. Der Finne 80 Euro.- Der Holländer 100 Euro.
    - Der Zehnte (der Deutsche) zahlte 264 Euro.

    Das ging schon eine ganze Weile. Immer wieder trafen sie sich zum Essen und alle waren zufrieden. Bis der Wirt Unruhe in das Arrangement brachte in dem er vorschlug, den Preis für das Essen um 50 Euro zu reduzieren. Weil Sie alle so gute Gäste sind!

    Wie nett von ihm! Jetzt kostete das Essen für die 10 nur noch 450 Euro, aber die Gruppe wollte unbedingt beibehalten so zu bezahlen, wie das bisher üblich war. Dabei änderte sich für die ersten vier nichts, sie aßen weiterhin kostenlos. Wie sah es aber mit den restlichen sechs aus? Wie konnten sie die 50 Euro Ersparnis so aufteilen, dass jeder etwas davon hatte?

    Die sechs stellten schnell fest, dass 50 Euro geteilt durch sechs Zahler 8,33 Euro ergibt. Aber wenn sie das von den einzelnen Teilen abziehen würden, bekämen der fünfte und der sechste Gast noch Geld dafür, dass sie überhaupt zum Essen gehen. Also schlug der Wirt den Gästen vor, dass jeder ungefähr prozentual so viel weniger zahlen sollte wie er insgesamt beisteuere. Er setzte sich also hin und begann das für seine Gäste auszurechnen.

    Heraus kam folgendes:

    - der Zypriot, ebenso wie die ersten vier, zahlte ab sofort nichts mehr (100% Ersparnis).
    - Der Franzose zahlte 3 € statt 5 € (40% Ersparnis).
    - Der Österreicher zahlte 45 € statt 50 € (10% Ersparnis).
    - Der Finne zahlte 72 € statt 80 € (10% Ersparnis).
    - Der Holländer zahlte 90 € statt 100 € (10% Ersparnis).
    - Der Deutsche zahlte 239 € statt 264 € (11% Ersparnis). Jeder der sechs kam bei dieser Lösung günstiger weg als vorher und die ersten vier aßen immer noch kostenlos.

    Aber als sie vor der Wirtschaft noch mal nachrechneten, war das alles doch nicht so ideal wie sie dachten. Ich hab nur 2 Euro von den 50 Euro bekommen! sagte der Franzose und zeigte auf den Deutschen, Aber er kriegt
    25 Euro!. Stimmt!, rief der Zypriot, Ich hab nur 1 Euro gespart und er spart mehr als zwanzigmal so viel wie ich.
    Wie wahr!!,rief der Österreicher, Warum kriegt er 25 Euro zurück und ich nur 5? Alles kriegen mal wieder die reichen Deutschen!.
    Moment mal riefen da der Grieche, der Portugiese, der Spanier und der Italiener aus einem Munde, Wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System beutet die Ärmsten aus!!. Und wie aus heiterem Himmel gingen die neun gemeinsam auf den Deutschen los und verprügelten ihn.

    Am nächsten Abend tauchte der Deutsche nicht zum Essen auf. Also setzten sich die übrigen 9 zusammen und aßen ohne ihn. Aber als es an der Zeit war die Rechnung zu bezahlen, stellten sie etwas Außerordentliches fest:

    Alle zusammen hatten nicht genügend Geld um auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können..."
     
  28. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Ich glaube theog wird gleich den :isklar: Simley rausholen und Dir vorjammern dass das alles so nicht stimmt und die böse EU insbesondere die Deutschen die armen Griechen schon seit Jahren brutal ausnutzten.
     
  29. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Wisst Ihr: Diese "netten" Vergleichsrechnungen kann man sich auch schenken, wie oben schon getippert.
     
  30. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Hübsche Geschichte, Prince - aber das einzige, was die derzeitige Realität in Spanien mit "umsonst essen" gemeinsam hat, ist, dass die Suppenküchen für die Armen überquellen... :isklar:
     
  31. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    In der Not ist alles nicht mehr rational gesteuert. Mich kümmert es nicht, wenn Georgios auf Merkel und die Deutschen schimpft. Das kann ich ohnehin nicht ändern, wie ich auch nicht ändern kann, in welcher Form die inländische Allgemeinheit solidarisch ist.

    Das einzige, was ich ändern ggf. ändern könnte, ist die Sichtweise derer, die schimpfen. Und da bin ich ziemlich sicher davon überzeugt: setzt man sich in Griechenland mal mit einem Griechen zusammen und kann sich über die Sprachbarrieren hinweg unterhalten, wird er entgegenkommender sein als die "graue Masse", der man vorwirft, sie hauen drauf.

    Das ist - zugegeben - kaum zu glauben, wenn man hier im Fred so rumliest ;) . Aber den Glauben an die Erkenntnis des Einzelnen habe ich nicht verloren. Erst Recht, weil wir hier nur fast "intern", jedenfalls aber nur unter in Deutschland Lebenden diskutieren.