Griechenland: Die Lichter gehen aus...

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von theog, 9 Februar 2012.

  1. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Natürlich nicht.

    Musst mich ja für total bescheuert halten...

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  3. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    :top:

    Ohne Merkel wäre das in Deutschland auch passiert.
     
  4. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

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  5. Schröder

    Schröder Problembär

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    Gut erklärt, Lösung einfach:

    Immer schön jedes Jahr die Zinsen zahlen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9 September 2013
  6. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Womit willst du die Zinsen zahlen?
     
  7. Schröder

    Schröder Problembär

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    Da muss ich halt meine Ausgaben woanders kürzen oder neue Einnahmen generieren. Werden halt ´n paar Straßen weniger gebaut oder es gibt für die Beamten mal keine Gehaltserhöhung. Oder ich muss bei den Vermögenden die Steuern entsprechend erhöhen bzw. dafür sorgen, das die überhaupt ihre Steuern zahlen.

    Außerdem kann man auch die Kosten für bestimmte Anschaffungen gering halten, indem man Korruption unterbindet und entsprechend unter Strafe stellt: Sofortige Entlassung und Einstellung aller Bezüge bei den entspr. Beamten / Politikern.

    Und zwar rechtzeitig und nicht erst, wenn mir die Zinsen über den Kopf wachsen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18 Mai 2012
  8. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Eine Stunde nachsitzen! ;)



    Geld kann nicht erwirtschaftet werden, die Banken erschaffen es durch Kredite.

    Wenn ich als Staat mehr Einnahmen generiere, dann müssen die Bürger eben direkt für die Schuldlast aufkommen. Ändert am Problem nichts.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9 September 2013
  9. Schröder

    Schröder Problembär

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    Natürlich kann Geld erwirtschaftet werden. Ich z. B. arbeite und schaffe damit anteilsmäßg Werte, die mein Chef wieder gegen Geld veräußert und ich bekomme dann meinen Anteil daran (nennt sich Lohn). Also erwirtschafte ich gewissermaßen Geld.

    Ich kann also mit dem Geld entsprechende Gegenwerte erschaffen (z. B. in dem ich dafür Arbeitsleistung und Material kaufe und beides dann einsetze um ein höherwertiges Gut zu produzieren.). Diese Gegenwerte kann ich dann gegen Geld eintauschen und so meine Schulden oder zumindest die Zinsen dafür bezahlen.

    Das ist auch Staaten nicht verboten, wie man an den Staatsunternehmen sieht, die es ja immer noch gibt. Wenn´s unproduktiv wird, muss es halt geschlossen werden. Es sei denn, die produktiven Unternehmen werfen soviel ab, das ich mir auch Unproduktive leisten kann.

    Wenn ich das Geld natürlich hauptsächlich für unproduktive Arbeiten und Konsumgüter ausgebe, wird das nix.

    D. h. ein Beamter oder anderer Staatsbediensteter muss durch seinen Dienst die Kohle die er bekommt wieder für den Staat hereinholen bzw. seinen Teil dazu beitragen, dass anderen die Erwirtschaftung von Gütern ermöglich wird, was dem Staat Steuereinnahmen bringt, die es ihm ermöglichen, den Lohn von diesem Beamten zu zahlen. Schafft er das nicht, muss ihm halt der Lohn solange gekürzt werden, bis ein Ausgleich geschaffen ist. Wenn das nicht möglich ist, weil schlicht nicht genug Arbeit für ihn vorhanden ist, muss man ihn entlassen. Genau wie in jedem anderen Unternehmen auch.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18 Mai 2012
  10. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Kurz gesagt: Nein.

    Das Geld, das du für deine Arbeitsleistung erhältst wurde nicht erwirtschaftet sondern entstand durch Kreditaufnahme.
     
  11. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    V.a. kann man kein Geld quasi erzeugen sondern eben nur woanders wegnehmen.
     
  12. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Die Zentralbank kann das.
     
  13. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Der Witz ist: Jede Bank kann das.
     
  14. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Ich würde sagen: die Zentralbank kann Geld erzeugen, die anderen Banken nur wegnehmen.
     
  15. Schröder

    Schröder Problembär

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    Wenn aber dem Geld keine entsprechenden Sachwerte entgegenstehen, ist es nix wert. Dann gibt´s Inflation, siehe Deutschland Anfang der 20er Jahre. Da war jede Menge Geld vorhanden, wollt bloß keiner haben, weil ´ne Stunde später nur noch die Hälfte wert.

    Geld mag durch Kredite entstehen, der Wert des Geldes entsteht aber durch Produktivität.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Mai 2012
  16. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Inflation haben wir deshalb ja jetzt auch. Damit meine ich die Realinflation, nicht das, was uns vorgegeben wird.

    Und das wird immer so weiter gehen. Ist systemimmanent, wie man so schön sagt.
     
  17. Schröder

    Schröder Problembär

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    Fragt sich nur, wie ausgeprägt das abläuft. Griechenland hat einen enormen Importüberschuss im Vergleich zum Export. Der muss bezahlt werden, und ich frage mich, womit die Griechen das refinanzieren wollen, ohne weiter Schulden aufzubauen? Das geht aber nur über den Euro. Führen die Griechen die Drachme wieder ein, wird sich kein Lieferant finden, der nach Griechenland exportiert, weil er mit der Drachme nix anfangen kann. Und der Umtauschkurs von Drachme zu Euro wird ständig steigen.

    Die einzige Möglichkeit sehe ich darin, die Produktivität zu steigern um Gegenwerte zum Geldkreislauf zu schaffen. Und das wird im Fall Griechenland sehr problematisch. Also muss der Geldkreislauf eingedämmt werden: -> Sparen und alle unproduktiven Geldausgaben drastisch zusammenstreichen. Und eben auch die Löhne dem Ertrag anpassen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Mai 2012
  18. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Wer sagt denn dass die Machthaber dort aus dem System ausbrechen möchten?
     
  19. Schröder

    Schröder Problembär

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    Wer sagt denn, dass sie eine Alternative haben?

    @ Holgy: Das, was dafür bezahlt wird. ;)
     
  20. Schröder

    Schröder Problembär

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    Aber wer wird heute noch Brötchen herstellen und verkaufen, wenn er morgen für das Geld, was er dafür bekommt, nicht mal mehr die Zutaten für ein neues kaufen kann?
     
  21. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Da ist die Frage: Wer sind die Machthaber in Griechenland und suchen die überhaupt eine Alternative? ;)


    Der Euro war nie zum Vorteil der Bevölkerung gedacht.
     
  22. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Das ist natürlich Quatsch, denn ebenso ist es ja nicht. Trotz Zwangskapitalisierung der Banken nichts.
     
  23. Schröder

    Schröder Problembär

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    Das, was dafür bezahlt wird, IST doch die Produktivität. Ein Bäcker, der sein Brötchen für 30 Cent verkauft, war halt auch für 30 Cent produktiv, als er das Brötchen gebacken hat.

    Er wird nur keine Brötchen für 30 Cent mehr herstellen, wenn diese 30 Cent morgen umgerechnet nur noch 10 Cent wert sind, weil zu viel Geld im Umlauf ist.

    So war es früher z. B. mit dem Salz. Damals ein absoluter Luxus, weil sehr selten. Aber je mehr Salz und je einfacher es gewonnen werden konnte, desto schneller sank sein Wert. Weil eben jeder das Zeug leicht und billig bekommen konnte, war sein Wert dann im Tauschhandel drastisch gesunken. Mit Geld ist es dasselbe: Je mehr es davon gibt, desto geringer die Nachfrage, wenn man dagegen nix mehr eintauschen kann. Also muss es einen Sachgegenwert geben, den man dagegen eintauschen kann, um den Wert des Geldes zu stabilisieren. Viel Geld und fast keine Güter = Inflation. Dagegen viel Geld und viele Güter: Stabilität.
     
  24. Schröder

    Schröder Problembär

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    Nein. Er verkauft heut ein Brötchen für 30. Diese 30 sind umgerechnet morgen nur noch 10 wert, weil er diese 30 morgen für etwas eintauschen kann (meinetwegen Kaugummi), was heut nur 10 kostet. Die 30 Cent haben also im Vergleich bis morgen 66,7 % ihres Wertes verloren. Heut sind die 30 Cent für´s Brötchen noch 3 Kaugummis wert, morgen kriegt er nur noch 1 dafür.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Mai 2012
  25. Schröder

    Schröder Problembär

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    Bevor jemand auf die Idee kommt, das sei doch gut zur Entschuldung: Die Zinsen für Kredite steigen natürlich minimum in Höhe der Inflation. Bei einer Inflationsrate von 300 % werden wohl mindestens 400 % Zinsen fällig. Andernfalls wird kein Geld mehr verliehen.
     
  26. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

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    Bei solchen Inflationsraten bricht die gesamte Wirtschaft innerhalb weniger Wochen zusammen. Da braucht man über Kredite nicht mehr nachdenken. ;)
     
  27. Schröder

    Schröder Problembär

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    Wohl wahr. Es ist aber das Ergebnis, wenn ein großes Missverhältnis von Geldmenge zur Produktivität entsteht. Daher sollte für Geld auch ein entsprechender Gegenwert an Gütern vorhanden sein, wie ich schon geschrieben habe. Geld ohne Güter ist nix wert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Mai 2012
  28. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

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    Geld ohne Vertrauen nix wert.
     
  29. Schröder

    Schröder Problembär

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    Und wie schaffe ich Vertrauen? Bestimmt nicht, indem ich meine Schulden und Kredite nicht zurückzahle und bereits beschlossene Sparmaßnahmen zur Erlangung zukünftiger Kreditwürdigkeit nun doch nicht durchführe oder gar aus der Währungsunion austrete und mich der Inflationsanfälligkeit meiner eigenen Währung aussetze.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Mai 2012
  30. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    In dem Du gescheite Renditeversprechen abgibst. Das mag das Kapital - bis die nächste Blase platzt :D
     
  31. Schröder

    Schröder Problembär

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    Das muss mir "das Kapital" aber auch erstmal glauben. ;)