GEMA erhöht die Preise - Diskotheken bald tot?

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von André, 27 April 2012.

  1. André

    André Foren-Capo Administrator

    Beiträge:
    43.848
    Likes:
    2.741
    Ein neuer GEMA Tarif soll alles viel einfacher und transparenter machen.
    Die Gebühren für Diskotheken erhöhen sich wohl zwischen 400 bis 1300%.

    So stelle ich mir modernen Urheberschutz vor, wir schließen alle Diskotheken dann spielt auch keiner mehr Musik. :D

    Vielleicht sollte die GEMA sich mal bei der Taliban in Afghanistan informieren, die sind sogar noch einen Schritt weiter und haben sogar Datenträger verboten. Ist doch sicher auch für hier erstrebenswert.

    Groove: News - NEUE GEMA-TARIFE

    Ich bin alles nur kein Diskothekengänger, aber dieses moderne Raubrittertum ist für mich pure Abzocke. Aber sicher gibt es da auch andere Möglichkeiten. Geschlossene Gesellschaft nur für Mitglieder des Disko-Clubs oder so was.

    Ist schon irgendwie witzig der Verein, man zahlt Pauschalen wenn man ein Handy kauft, oder einen Datenträger. Gleichzeitig sind aber bei youtube alle Musikdateien durch die GEMA gesperrt. Das stört sogar die, die die GEMA eigentlich schützen soll:

    Edgar Berger, Präsident und CEO International von Sony Music Entertainment außerhalb der USA, äußerte am 23. Februar 2012 in einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt Kritik an der Urheberrechtspraxis der Gema bezüglich der Frage, warum man in Deutschland im Unterschied zu anderen Ländern keine offiziellen Musikvideos bei YouTube sehen kann. Wörtlich sagte er: „Es liegt nicht an uns. Wir haben den Marktteilnehmern unsere Inhalte lizenziert. Sie müssen diese Frage an die deutsche Verwertungsgesellschaft Gema richten, die Urheberrechte sehr restriktiv lizenziert. Uns gehen dadurch Millionenumsätze verloren. Diese Praxis ist übrigens mit einer der Hauptgründe, warum der digitale Musikhandel in Deutschland weniger stark ausgeprägt ist.

    GEMA

    Gleiche Quelle:

    DRMV-Sprecher Ole Seelenmeyer kritisiert, dass das PRO-Verfahren in einer "Nacht-und-Nebel-Aktion" ohne Beschluss der Mitgliederversammlung vom Vorstand eingeführt worden sei und hauptsächlich dessen Mitgliedern, so auch dessen damaligen Vorsitzenden Otto Krause zugutekomme. Diesem wirft er Ausbeutung und persönliche Bereicherung vor, da er mitunter das 100fache der für die Aufführung seiner alten Schlager eingenommenen Lizenzgebühren kassiere, während Rockmusiker nur 10% der eingezahlten Lizenzgebühren zurückerhielten. Ein für ein Gutachten zur Begründung des Verfahrens eingesetzter Universitätsprofessor für Statistik hätte zudem keinerlei Expertise auf dem Gebiet der Livemusik gehabt und wäre vom Vorstand gezielt fehlinformiert worden. Ein Urteil des Bundesgerichtshofes von 2005 [31] habe außerdem verlangt, dass es zum PRO-Verfahren eine Mitgliederabstimmung gäbe, was bis heute nicht geschehen sei.

    Ne, darf gar nicht weiter drüber nachdenken. Sonst bekomme ich noch Atemnot ...
     
  2. Anzeige für Gäste


    um diese Anzeige auszublenden!.
  3. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.748
    Likes:
    2.755
    Also ich finde es eigentlich gut, wenn die Leute, die die Musik machen (Musiker), auch Geld dafür kriegen und nicht nur die, die die Musik von anderen abspielen (Diskothekenbesitzer, youtube,...)...
     
  4. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

    Beiträge:
    10.150
    Likes:
    182
    Ist halt die Frage, wie viel von dem Geld wirklich bei den Musikern hängen bleibt. :D
    Zweite Frage wäre, wie verhältnismäßig diese Preiserhöhungen sind, sollten sie denn wirklich so extrem sein, wie im Artikel beschrieben.
     
  5. André

    André Foren-Capo Administrator

    Beiträge:
    43.848
    Likes:
    2.741
    Ja aber es muss doch im Rahmen bleiben. Preiserhöhungen von bis zu 1000% finde ich nicht normal. Zudem fehlt mir die Transparenz, wie schon im Wiki Artikel beschrieben, scheint da einiges nicht ganz normal zu laufen. Und da sind auch eine Künstler unter den Kritikern dabei.

    Und angenommen man hört ein cooles Lied in ner Disse, und besorgt sich paar Tage später die CD. Könnte da die Diskothek nicht auch Geld für die Werbung bzw. Verbreitung verlangen?

    Oder nehmen wir Justin Bieber. Ohne youtube würde der heute vermutlich an ner Tanke arbeiten ...

    Das System ist aus dem letzten Jahrhundert und bedarf meiner Meinung nach einer dringenden Überarbeitung.
     
  6. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.748
    Likes:
    2.755
    Eben. youtube=google spielt musik ab, macht milliarden Euro/Dollar Gewinn und zahlen nix an die GEMA, also an die Künstler (in D). Das ist Raubrittertum!


    Prozentmäßige Erhöhungen hören sich ja immer viel an, aber es kommt ja auf den Absolutbetrag an. Und der Diskothekenbesitzer schlägt es ja sowieso auf das Eintrittsgeld oder die Getränke um, es zahlt also der Höhrer. Und das ist doch auch richtig, dass der Konsument den Produzent bezahlt und der Händler nur einen Teil davon behält.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 April 2012
  7. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

    Beiträge:
    10.150
    Likes:
    182
    1. Sicherlich wäre es richtig eine Regelung zu finden, die besagt wie youtube die Künstler zu entlohnen hat. Dabei sollte auch bedacht werden, dass youtube eine unglaubliche Marketingplattform für jeden Künstler darstellt.

    2. Der Hörer zahlt es eben ab einem bestimmten Betrag nicht mehr, da kann man nicht einfach 1:1 die Mehrbelastung auf Eintritt und Getränke klatschen und denken, das läuft schon. Absolute Zahlen wurden ja im Artikel auch genannt, das hört sich immer noch viel an. ;)
     
  8. André

    André Foren-Capo Administrator

    Beiträge:
    43.848
    Likes:
    2.741
    Richtig. Bevor ich 100 Euro Eintritt in ner Disse zahle, erweitere ich lieber meine Plattensammlung um 10 CD´s.

    Außerdem wenn ich das Lied höre, ist es ja noch lange nicht in meinem Besitz. Nehmen wir mal einen Schaufensterdekorateur. Das ist auch eine Kunst, eine Welt zu schaffen. Viele Leute flanieren nur durch die Städte um Schaufenster zu gucken. Da käme auch niemand auf die Idee was abzuführen. Die verdienen Ihr Geld halt dann wenn was gekauft wird, ebenso sollte es bei einem Künstler sein. Ist er gut und spricht viele Leute an, soll er halt auch viel verdienen. Ist er aber nicht gut, muss er nicht subventioniert werden.

    Und ein Künstler ohne Publicity ist heute gar nichts. Die Industrie setzt doch teilweise bewusst auf youtube weil sie genau wissen welchen Effekt sie damit auslösen. Und bevor jemand Deine CD kauft, muss er Dich erst mal irgendwo gehört haben, sonst kauft er sie sicher nicht.
     
  9. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.748
    Likes:
    2.755
    zu 1. Klar, dann dürfen eben nur die Künstler persönlich oder ihre Plattenfirma ein Lied einstellen, das würde ich noch einsehen. Macht aber Hinz und Kunz und youtube kassiert über die Werbung. Das ist für mich Raubrittertum.

    2. Ja, hört sich viel an, aber oder Jahresumsatz oder Gewinn bleibt das alles unbeurteilbar. Wobei ich eine Erhöhung von 7000 auf 87000 auch etwas happig finde. :D
     
  10. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

    Beiträge:
    10.100
    Likes:
    465
    Wer geht denn wegen der Musik da hin?!
     
  11. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.748
    Likes:
    2.755
    Na, wenn da sowieso keiner wegen der Musik hingeht, dann brauchen die ja einfach keine Musik abspielen, dann fallen auch keine GEMA-Gebühren an!
     
  12. Untouchable

    Untouchable Well-Known Member

    Beiträge:
    10.100
    Likes:
    465
    Eine DJ feat. Ballermann Komposition in Endlosschleife reicht für den ganzen Abend.

    Bunte Pillen und Alkohol machen es möglich. :)
     
  13. derblondeengel

    derblondeengel master of desaster

    Beiträge:
    4.556
    Likes:
    1.736
    Die Weiber,die wollen doch nur tanzen...:zahnluec:

    Ansonsten hat man bei der GEMA in letzter Zeit das Gefühl, das der Laden in den letzten Zügen liegt und verzweifelt eine Daseinsberechtigung sucht.
     
  14. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.748
    Likes:
    2.755
    Nee, das Problem sind eher die Musiker, denen tatsächlich das Wasser bis zum hals steht, seit kaum noch Tonträger verkauft werden. gerade die Kleineren und Mittelständigen Bands und Labels gehen ja ein bzw. sind schon eingegangen. Und das ist echt eine Schande! Insbesondere wenn man sieht, wie andere damit Geld scheffeln. Lady Gaga dagegen wird das relativ wurscht sein.
     
  15. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.748
    Likes:
    2.755

    :D Stimmt auch wieder. Mein Lieblingssong für solche Fälle: Taking the Hobbits to Isengard 10 hours - YouTube geht 10 Stunden, müsste reichen. :D
     
  16. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

    Beiträge:
    10.150
    Likes:
    182
    1. Gut, Raubritter hatte ich mir bisher immer etwas actionlastiger vorgestellt, aber sei's drum. ;)
    Das Lustige ist ja, dass auch Lieder, die von Bands oder Plattenfirmen eingestellt wurden, teilweise nicht abrufbar sind. Passiert mir immer wieder. Die Frage vorhin war übrigens ernst gemeint: Wie viel würde am Ende wirklich beim Künstler landen? Finde, das ist der wichtigste Punkt. Wenn's einem wirklich darum geht, dass Künstler fair entlohnt werden und schlussendlich landen 5 oder 10% der Einnahmen bei diesem, dann wäre das fragwürdig.

    2. Na immerhin.
     
  17. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.889
    Likes:
    971
    Da wird bestimmt wieder ´ne Pauschale fällig, weil sie ja rein theoretisch Musik abspielen könnten.
    Bei der GEMA würd´s mich im Moment nicht mal wundern, wenn man Gebühren dafür zahlen muss, dass man ´n bekannten Schlager selber vor sich hin singt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 April 2012
  18. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.748
    Likes:
    2.755
    Die GEMA macht nix anderes als das Geld einzusammeln und an die Künstler auszuzahlen. Wenn die mehr einnehmen, dann kommt auch mehr bei den Künstlern an.
     
  19. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.889
    Likes:
    971
    Aha, die GEMA arbeitet also kostenlos?
     
  20. derblondeengel

    derblondeengel master of desaster

    Beiträge:
    4.556
    Likes:
    1.736
    Wer sind den die "Anderen" - die aufgeblähte Musikindustrie?
     
  21. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

    Beiträge:
    10.150
    Likes:
    182
    Das sie mehr weiterleiten können, wenn sie mehr einnehmen ist ja logisch. Gerade mal geschaut: GEMA zahlt ca 85% der Einnahmen an die Rechteinhaber aus. Das müssen nicht die Künstler sein.
     
  22. wupperbayer

    wupperbayer *Meister 20xx*

    Beiträge:
    2.990
    Likes:
    20
    Die Möglichkeit gibt es bereits heute. Die Rechteinhaber(!)-Lobbyisten verschweigen das gerne, weil sie dann nicht mehr so schön jammern können und außerdem auf das böse, böse Google zielen können, aber dem ist nicht so.

    Künstler (im Unterschied zu Rechteinhabern) können bereits heute einen Vertrag mit Google abschließen, der sie zu 50%(!) an den Werbeeinnahmen beteiligt. Egal, wer das Video hochgeladen hat, so lange es als Video, das die entsprechende Musik enthält, erkannt wird. 50% sind mehr, als der durchschnittliche Künstler von seinem Plattenvertrag erwarten kann.
    Nun ja, es gibt heute mehr Musik als jemals zuvor, also sehe ich nicht so das große Problem. Selbst Sparten und obskure Subgenres bekommen durch YouTube & Co. mehr Aufmerksamkeit als früher. Dass hier und da Labels eingehen ist schade, aber doch ganz normal. Bands gehen außerdem, sofern wir nicht vom Mainstream sprechen, eher selten wegen finanzieller Gründe ein. Dass Musiker von ihrer Musik leben können sollten, ist zwar eine schöne Vorstellung, hat mit der Realität aber doch eher wenig zu tun, auch ganz unabhängig von „neuen Medien“. Selbst mit klassischen CDs müsste man ~10.000 pro Monat verkaufen, ein wenig illusorisch für den Großteil der Musiker außerhalb des Mainstream.

    Andere als die Künstler haben nebenbei bemerkt schon immer „Geld gescheffelt“, und meistens deutlich mehr als die Künstler selbst. Nur nennen die sich „Rechteverwerter“.
    Na, wenn das mal wirklich so wäre...
     
  23. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.748
    Likes:
    2.755
    nein, youtube zum Beispiel oder spotify. Hat neulich ein Musiker aus England gepostet: 90.000 mal wurde sein Lied auf spotify gehört. Was hat er dafür bekommen? 9 Pfund. Das ist natürlich ein bisschen wenig.

    Aber das ist keine wirkliche Alternative, denn youtube ist nur ein "Anbieter" von tausenden, wenn nicht gar Millionen. Da soll ein Künstler dann mit jedem einen eigenen Vertrag abschließen? Richtig, das ist unmöglich, und das wurde sogar schon lange vor dem Internet festgestellt, denn genau aus dem Grunde haben die Künstler einen Vereinen gegründet, der ihnen diese Arbeit abnimmt: die GEMA.


    das ist so.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 April 2012
  24. André

    André Foren-Capo Administrator

    Beiträge:
    43.848
    Likes:
    2.741
    Und wie viele CD´s hat er durch die Bekanntheit verkauft? Wie viele hätte er verkauft wenn niemand auf ihn aufmerksam geworden wäre?

    Jeder rennt doch allem hinterher, Firmen optimieren Ihre Webseiten, hauptsache das wird bei fb geshared, Nutella, Cola, tausend Millionen andere stellen extra Mitarbeiter ein, die die Marken im Netz präsentieren und pushen, und eine Band oder ein Musiker, der berühmt werden will, will das nicht? Sorry, kann ich nicht glauben.

    Justin Bieber ist doch das beste Beispiel: Der wurde auf youtube entdeckt. Hat deswegen einen Plattenvertrag bekommen, und deswegen heute vermutlich bereits einen hohen 2 stelligen Millionenvertrag verdient.
    Wenn der jetzt noch rumheulen würde, er hätte von youtube nichts bekommen, dann müsste man ihn wohl direkt irgendwo einliefern. ;-)
     
  25. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

    Beiträge:
    17.897
    Likes:
    2.981
    Ich finde es fast wie überall: das Internet fördert hier ein wenig die Beliebigkeit, kostet insoweit nix und daher nimmt man das.

    Nehmen wir diese Combo, die "Somebody that I used to know" gecovert hat (4 Männekens und eine Maus um eine Gitarre).

    DIESE Version hätte ich mir früher SOFORT gekauft. Jetzt schmeiß ich Schleppi oder I-Dingens an, höre mir die Nummer doof und habe dafür nüscht bezahlt.

    Geht nicht.

    Auf der anderen Seite zahlt jeder Schützenverein an die GEMA, wenn der 18hundertdriessinnepief aufgelegte Pepitamarsch gespielt wird.

    Geht auch nicht.

    Fazit: keine Ahnung, aber so isses alles wirklich überholt.
     
  26. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.748
    Likes:
    2.755
    Das ist aber so. Kann ich ja auch nix für. :weißnich: Von CD-Verkäufen kann (fast) kein Künstler mehr leben. Und es trifft (wie immer) die Kleinen. Das die Produzenten von Contenten (fast) kein Geld kriegen, die Plattformen, die es verbreiten, daraus aber ein Geschäft machen, das ist halt einfach mal schon von der Logik völlig falsch. Das sich gerade youtube/google, die die allermeiste Kohle machen, gegen die GEMA Krieg führt, das hat sicher Gründe, und zwar Machtgründe (siehe oben), denn alle anderen Videoplattformen haben sich ja problemlos mit der GEMA geenigt.
     
  27. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.748
    Likes:
    2.755
    Guter Beitrag, aber das stimmt nicht ganz. GEMA-freie Musik
     
  28. JayJay

    JayJay Well-Known Member

    Beiträge:
    1.681
    Likes:
    248
    Mag ja sein, dass du für das viele Anhören vom "Somebody that I used to know"-cover nix bezahlt hast aber das wird "Walk off the earth" (die 5 Typen da) nicht stören, denn:


    Gerade durch Youtube/Internet sind die so bekannt geworden und haben dann in der Folge viele Auftritte in vielen Shows weltweit bekommen.

    Ganz einfaches Prinzip: Ne gute Idee+Musikalische Umsetzung -> kostengünstig auf Youtube gepackt -> virales Marketing -> Bekanntheit -> Geldgewinn durch Auftritte in Shows etc.

    Is doch prima für alle Beteiligten.
     
  29. André

    André Foren-Capo Administrator

    Beiträge:
    43.848
    Likes:
    2.741
    Genau so läuft das im 21. Jahrhundert.
    Ohne Publicity verkauft man halt keine Platten. Nehme ne Band und stell die CD ins Regal, wenn das keiner kennt, kauft das auch keiner.
    Und man darf hier als Künstler auch nicht zu engstirnig denken, der Erfolg kommt mit der Bekanntheit. Und Bekannt wird man vor allem durch virales verbreiten. Ob Mund zu Mund (früher) oder via Net (heute) ist dabei zweitrangig.

    Wie gesagt die Plattenindustrie stellt zum Teil doch selbst die Lieder ein bei youtube, weil sie eben wissen wie der Hase läuft. Siehe auch mein Ausgangsposting, das wiki Zitat der Typ von Sony, der sagt dass denen da zig Millionen durch die gema durch die Lappen gehen.

    Oder kurz: Sony hat was - Millionen wollen das - Sony würde es ihnen geben - Alle wären zufrieden

    Dann kommt die GEMA, handelt nach einem 150 Jahre alten, längst überholten Grundsatz und verbietet das.

    Ich finde das völlig absurd, und dass müsste eigentlich eine große Szene in der Reihe: "Die Götter müssen verrückt sein" einnehmen.
     
  30. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.748
    Likes:
    2.755
    Solange eine Band das freiwillig macht, weil sie das als marketinginstrument nutzen möchten, ist das ja auch kein Problem. Aber wie viele Musik wird denn auf z.B. youtube von den Musikern selber (oder deren Label) eingestellt? 1%, 5% 10%?

    Der Rest ist geklaut und wird einfach so zur Verfügung gestellt und youtube generiert damit Werbeeinnahmen. Das ist Raubrittertum.
     
  31. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.889
    Likes:
    971
    Wenn joutube und Co. für die eingestellte Musik zum freien Download was abdrücken müssen, seh ich´s ja noch ein. Aber glaubst du wirklich, da rennt ein "Raubkopierer" mit ´nem Aufnahmegerät durch die Disco und verbreitet die Aufnahmen dann im Internet?

    Als wenn durch Discos die Einnahmen aus Plattenverkäufen sinken würden. is eher andersrum: Hör ich ´n Lied in der Disco und es gefällt mir, kauf ich mir die Scheibe.