Geh nicht wählen!

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Philipe, 28 Juli 2009.

  1. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

    Beiträge:
    15.459
    Likes:
    986
    ... womit man noch immer eine Stimme abgibt, nicht um eine Partei zu wählen, sondern eine andere nicht zu wählen. Kann das im Sinne einer Wahl sein?
     
  2. Anzeige für Gäste


    um diese Anzeige auszublenden!.
  3. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

    Beiträge:
    6.855
    Likes:
    221
    Das Wahlsystem mag nicht perfekt sein, aber mir ging es ja nur darum, dass Nichtwahl auch bei dem derzeitigen System vollkommen hohl ist.
    Seinen Unmut über das Wahlsystem darf man gerne auch anders zum Ausdruck bringen.
     
  4. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

    Beiträge:
    15.459
    Likes:
    986
    Nichts ist vollkommen. ;)

    ... und wie, wenn ich den Otto-Normalwähler mal als politisch mittelmässig interessiert ansehe? Der Mensch lebt seit eh und je nach dem Weg des geringsten Widerstandes. Das einfachste für den Frustrierten ist es, dem Wählerkreis seine Stimme komplett zu entziehen. Auch das ist aus meiner Sicht eine klare Aussage. Sie wird vielerorts zumindest zum Teil leider falsch interpretiert.
     
  5. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

    Beiträge:
    6.855
    Likes:
    221
    Otto-Normalwähler macht das vielleicht so, anchvollziehen, kann ich das jedenfalls nicht. Es muss einem doch klar sein,d ass das so so schnell nichts bringen wird. Da muss man sich schon bissl mehr einfallen lassen.
    Wenn die Leute da fest dahinter stehen würden mit etwas handfesterem als "das Wahlsystem gefällt mir nicht, regiert mich doch wie ihr wollt" dann wär das vielleicht ne andere Geschichte.
     
  6. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

    Beiträge:
    15.459
    Likes:
    986
    Sehe ich eben nicht so. Weshalb fliesst meine Stimme, die ich dem Wählerkreis entzogen habe (der Grund spielt gar keine Rolle), prozentual eigentlich in das Endergebnis ein? Wie kann das funktionieren? Würde das nämlich nicht sein und die Prozente nur nach den Wahlberechtigten (und nicht nach den Wahlbeteiligten - denn nur 40% der 60%-Wahlbeteiligten haben die etablierte Partei gewählt, können wir ja ausrechnen, was dabei rumkommt)) berechnet werden, dann würde es eine Diskussion über die NPD gar nicht geben. Das Problem hätte sich von selbst gelöst. Zugegeben, nicht nur dieses, denn die etablierten Parteien müssten von ihrem 30-40%-Ross runterkommen und der Öffentlichkeit preisgeben, das weitaus weniger sie gewählt haben.
     
  7. Philipe

    Philipe Guest

    Wieso sollte das vollkommen hohl sein? Wenn jemand zu dem Schluss kommt, dass keine der Parteien seine Meinung/Wünsche/Erwartungen wiederspiegelt oder aber zum Schluss kommt, dass die zur Wahl stehenden Parteien, seiner Ansicht nach "schlecht" sind, und sich deshalb dazu entscheidet nicht zur Wahl zu gehen, ist das alles andere als hohl.

    Hohl wäre es, irgendwelchen Scheinargumenten wie "wer nicht wählt, wählt rechts" zu folgen und irgendeine Partei zu wählen von der er ebenfalls glaubt, dass sie nichts taugt.

    Die Folge ist nämlich folgende: Ein Herr Westerwelle (zum beispiel) stellt sich dann hin und sagt: Wir haben mehr Wähler als letzte Wahl, das bedeutet, unsere Art Politik zu machen wird vom Wahlvolk akzeptiert, da machen wir gerade mal so weiter.

    Eine politische Richtung zu unterstützen, obwohl man der Meinung ist, dass aus ihr ein Schaden hervorgeht, dass ist wirklich hohl.
     
  8. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

    Beiträge:
    6.855
    Likes:
    221
    :gruebel: Ok deine Meinung will ich dir nicht nehmen.

    Das Wahlsystem halte ich auch nicht für perfekt, aber es gibt eben mein Erachtens andere und bessere Wege seinem Unmut Ausdruck zu verleihen.
     
  9. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

    Beiträge:
    6.855
    Likes:
    221
    Dann hast du das Prinzip der Protestwahl wohl nicht verstanden, wähl halt irgendeine Tierschutzpartei, da passiert gar nix, weil die niemals einen nenneswerten Stimmenanteil erreichen werden und das sollte auch jeder mit seinem Gewissen vereinbaren können.
    Wenn du es wirklich nicht übers Herz bringst bei irgendeiner Partei ein Kreuz zu machen (kaum vorstellbar), dann musst du eben selbst politisch aktiv werden.
     
  10. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

    Beiträge:
    15.459
    Likes:
    986
    Um es auf den Punkt zu bringen: eine nichtradikale Partei zu wählen, egal welche? Nun das ist Dein Standpunkt, den kann und will ich Dir nicht nehmen, nur achte bitte darauf, dass die, die nicht wählen u.U. auch etwas ausdrücken, evtl. sogar etwas mit Hintergrund.

    Ansonsten vielen Dank für Deine Sachlichkeit. Ist selten in politisch gegensätzlichen Argumentationen. :top:
     
  11. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

    Beiträge:
    6.855
    Likes:
    221
    Das ist mir soweit schon klar, nur steht da für mich immernoch dick und fett FAULHEIT dahinter, wenn man ein soclhes Bestreben hat und das dann "nur" durch eine Nichtwahl kundtut, nebenbei aber noch den negativen Effekt mit akzeptiert.
    Das wäre wie schon erwähnt auch in Ordnung, wenn da ein bisschen mehr dahinter stehen würde.
    Im Endeffekt muss das jeder für sich selbst abwägen und entscheiden was ihm wieviel Aufwand wert ist, nur verstehen kann ich es nicht.

    Kann jedem mal passieren. ;) Ich will ja nicht unhöflich sein, also danke auch. ;)
     
  12. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

    Beiträge:
    2.099
    Likes:
    7
    Meines Erachtens bringt das gar nichts. Bestes Beispiel CSU (ich beziehe mich jetzt nicht direkt auf die letzte Wahl): Da wurde auch schon vorher hingewissen, dass sie keineswegs die Stimmen von über 50% aller Wahlberechtigten bekommen hat, sondern dass die absolute Stimmenanzahl unter 50% liegt. Auch die SPD hat gerne darauf hingewiesen. Das war der CSU wurscht, weil sie im Landtag hatte immer noch die absolute Mehrheit hatte und entsprechend war ihr Auftreten. Erst als die CSU bei der letzten Wahl auch relativ nicht mehr die absolute Mehrheit hatte, war es ihr nicht mehr wurscht. Erst das hat Konsequenzen ausgelöst.

    Fazit: Die relative Stimmenanzahl ist sehr wohl entscheidet - denn sie entscheidet wieviel Sitze sie im Parlament bekommt.
    Den Grünen oder Linken ist es auch egal, wieviel Stimmenanteil sie von der absoluten Stimmenanzahl bekommen, solange sie die relative Quote von 5% überschreiten.


    Dies kann man nur ändern, wenn man zum reinen Mehrheitswahlrecht übergeht: es ziehen nur die Kandidaten ins Parlament, die die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen - so wie bei der Kommunalwahl.
    Das hätte aber zur Folge, dass Grüne und Linkspartei 1 - 2, max. 5-6 Abgeordnete im Parlament hätten. Der Rest wäre CDU, CSU und SPD.
    Das ist Deine Wunschvorstellung?

    Die andere Möglichkeit wäre direkte Demokratie/Basisdemokratie. Wenn das gewollt, dann muss man eben die Parteien unterstützen die das wollen. Dann wäre Nicht-Wahl die schlechteste Wahl.
     
  13. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

    Beiträge:
    19.919
    Likes:
    1.053
    Es gibt noch eine Möglichkeit. Nämlich die, dass zum einen der Direktkandidat nur mit 50% Gesamtstimmenahl (also 50% der Wahlberechtigten) einziehen kann, zur Not über eine Stichwahl, zum zweiten, dass das Parlament eine Maximalgröße hat, es aber regelmäßig kleiner ist, weil die tatsächliche Größe der Wahlbeteiligung entspricht und dass Gesetze trotzdem mit 50% (plus eine Stimme) der Maximalgröße des Parlaments benötigen. Mit dem Ausweg, dass auch nach einer zweiten oder dritten Wahl ohne 50% Wahlbeteiligung ein Notparlament für ein oder 2 Jahre regiert welches aber in der Gesetzgebungskompetenz beschnitten wird.

    Heisst auf Deutsch: Jeder muss dann versuchen, soviele wie möglich Stimmen insgesamt zu bekommen und nicht soviele wie möglich auf Kosten des politischen Gegners.

    Im Moment habe ich nämlich den Eindruck, dass sich die Politik zwar um die Wähler kümmert, die potentiellen Nichtwähler inhaltlich aber völlig ignoriert. Anders kann ich mir Wahlaufrufe ala "Geht wählen, egal wen" nicht erklären.
     
  14. Mister-X

    Mister-X Active Member

    Beiträge:
    9.561
    Likes:
    1
    Hab ich nicht behauptet. Hier geht es um was anderes. Ich kauf mir auch nicht beim Metzger eine Boulette, auch wenn ich Vegetarier bin, um den Bäcker, den ich nicht leiden kann zu schädigen.

    Zu kompliziert! Entweder ich wähle die dir mir zusagen oder niemanden und bleib daheim und schau Sportschau.
     
  15. Rupert

    Rupert Je suis soleil

    Beiträge:
    36.126
    Likes:
    3.165
    Verstehe ich nicht, was Du damit sagen willst.
    Das ist doch überhaupt nicht der Fall, wie Du später ja auch erklärst. Wer nicht wählen geht, dessen Stimme spielt beim Endergebnis keine Rolle.

    Dass nur die Stimmen der Menschen gezählt werden, die wählen gehen, und die Stimmen pro Partei zu den gesamt abgegebenen Stimmen ins Verhältnis gesetzt werden, ist doch auch klar: Wer nicht wählen geht, der hat sich doch willentlich dazu entschlossen, dass er nicht zur Mehrheitsfindung beitragen will und deswegen isser auch raus. Alles andere wäre ja ein Witz.
     
  16. Mister-X

    Mister-X Active Member

    Beiträge:
    9.561
    Likes:
    1
    Die Meinungsforscher stellen natürlich Überlegungen an, welche Partei diese Nichtwähler normal gewählt hätten, und wie es dann ausgegangen wäre:also Stichwort: Nichtmobilisierung
     
  17. Rupert

    Rupert Je suis soleil

    Beiträge:
    36.126
    Likes:
    3.165
    Meiner Meinung nach hätten diese Nichtwähler kaum eine der existierenden Parteien gewählt, denn ich halte den Anteil der Wähler, die bloß mal nicht zur Wahl gehen, weil sie es den etablierten Parteien mal "zeigen" wollen für nicht so hoch.
     
  18. Mister-X

    Mister-X Active Member

    Beiträge:
    9.561
    Likes:
    1
    Weiß nicht, ob ich es richtig verstanden hast: Du willst sagen,dass es einen festen Bodensatz von überzeugten Nichtwählern gibt?
     
  19. Rupert

    Rupert Je suis soleil

    Beiträge:
    36.126
    Likes:
    3.165
    Ich will sagen:
    Der Anteil unter den Nichtwählern besteht aus mehr Menschen, die aus einem anderen Grund als gegen die 3, dann 4 und nun 5 großen Parteien protestieren zu wollen, nicht zur Wahl gehen als aus den Menschen, die aus Protest gegen diese Parteien nicht wählen, sonst aber sie wählen würden.
     
  20. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

    Beiträge:
    6.855
    Likes:
    221
    Und du findest, das ist jetzt ein passender Vergleich? :rotwerd:
     
  21. Mister-X

    Mister-X Active Member

    Beiträge:
    9.561
    Likes:
    1
    Ja!
    Was mache ich denn anders, wenn ich zu Wahl gehe, irgendeine Partei wähle, von der ich nicht überzeugt bin und mich dann aber hinstelle:" Aber die NPD hab ich geschädigt".
    Da ist mir lieber die NPD bekommt mehr Zulauf und die anderen Parteien wachen endlich auf. Das gibt dann wenigstens die wahren Verhältnisse wieder.
     
  22. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

    Beiträge:
    6.855
    Likes:
    221
    Und wenn du irgendeine no-name Partei wählst, dann wachen die andern Parteien nicht auf?
    Wenn du damit leben könntest, eine NPD im Bundestag sitzen zu haben, dann bitte, für mich wäre das ein Grund auszuwandern.
     
  23. Rupert

    Rupert Je suis soleil

    Beiträge:
    36.126
    Likes:
    3.165
    Sorry, nö, denn der Erfolg des Bäckers wird nicht daran gemessen, wieviele der Vegetarier an einem Tag zum Metzger oder zu ihm gehen :D
     
  24. Mister-X

    Mister-X Active Member

    Beiträge:
    9.561
    Likes:
    1
    Dann müßtest du eigentlich schon auswandern, weil diese Partei nicht verboten ist, oder?

    Länderparlament und Kommunen sind für dich kein Grund zum Auswandern. Oder würdest du dann nur aus dem Bundesland auswandern?
     
  25. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

    Beiträge:
    6.855
    Likes:
    221
    Ich gebe mich noch mit Plakate verbrennen zufrieden, wobei die die mittlerweile so hoch hängen, das ist echt nen Akt.
     
  26. Philipe

    Philipe Guest

    1. Wenn man aus Protest eine kleine Partei wählt, von der man selbst vermutet, dass sie die 5% Hürte nicht schafft, macht man doch eigentlich nur eines, man hebt den Wähleranteil künstlich nach oben. Der Sinn einer Nichtwahl (oder einer ungültigen Wahl - wobei hier sicher auch ein wirtschaftlicher Aspekt eine Rolle spielt), kann ja aber gerade darin bestehen, deutlich zu machen, dass man mit keiner der zu wählenden Parteien zufrieden ist.

    2. Auch Dir erkläre ich es gerne (scheint hier wirklich eine unart zu sein). Ob ich wähle oder nicht oder ob ich mich politisch engagiere oder nicht, ist nicht bestandteil dieser Diskussion ;).


    Also ich fand ihn passend :).




    Nee, hat sich darauf bezogen, welche Parteien von Nichtwählern profitieren... aber den letzten Satz musst Du mir jetzt wirklich mal erklären.
     
  27. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

    Beiträge:
    6.855
    Likes:
    221


    1. Nein, man macht nicht nur dieses eine, denn man senkt auch den prozentualen Anteil der anderen parteien am Gesamtstimmergebnis, das trifft dann insbesondere die Parteien, die in die Nähe der 5% kommen könnten und das könnte unter anderem eine NPD sein.
    Die sind nunmal mit das größte Übel oder willst du das bestreiten? Wenn wir die Nazis wieder im Bundestag haben, na dann gute Nacht.

    2. Das war mehr als unpersönliches "du" gemeint, ich meinte das also eher allgemein, als dich speziell.


    Zuerstmal schadest du dem Bäcker wohl kaum wenn du zum Metzger gehst, außerdem ist der Unmut über einen Bäcker wohl kaum zu vergleichen mit diesem NPDpack. Zumal es hier nicht nur um Symphatien geht sondern um weitreichendere Dinge.
    UND: Du hast bei der Bundestagswahl doch wesentlich mehr Auswahlmöglichkeiten, als dass man das mit dem zum Metzger gehenden Vegetarier vergleichen könnte. Irgendeine Partei gibt es doch wohl der dud eine Stimme geben kannst ohne in eine Sinneskrise zu fallen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29 Juli 2009
  28. Mister-X

    Mister-X Active Member

    Beiträge:
    9.561
    Likes:
    1
    Es ging mir nur um die Motivlage und nicht darum, ob man einen Bäcker mit der NPD vergleichen kann (deine Interpretation) Und die (Motivlage) ist in beiden Fällen ziemlich jämmerlich.

    Gaudloth, du bist doch Vegetarier.
    Soll ich dir 150 Wurstsorten vor die Nase halten und sagen: " Du wirst dich doch wohl entscheiden können, die Auswahl ist groß, irgendeine Wurst wird dir doch noch schmecken,du wirst doch nicht in eine Sinnkrise verfallen"
     
    Zuletzt bearbeitet: 29 Juli 2009
  29. Philipe

    Philipe Guest

    Das könnte aber auch eine Partei, zumindest auf Länderebene, sein wie die Linke oder die Grünen. Oder aber eine andere kleine Partei, die vielleicht sehr gute Ideen hat, von der Du aber gar nichts weißt. Wieso willst Du deren arbeit sabotieren?

    Na dann ist ja gut

    Wenn alle so denken würden wie Du, gibt es bald keine Bäcker mehr. Die Auswahlmöglichkeiten kannst Du natürlich beliebig weit erweitern.

    Kannst das auch mit Krankheiten und einer freiwilligen Ansteckung machen. Wenn jeder Bürger das Recht hat, sich entweder mit einer Grippe oder zum Beispiel der Pest anstecken zu lassen, dann wähle ich die Grippe und nicht die Pest, weil die Pest schlimmer ist. Nicht anstecken kommt da natürlich nicht in Frage.

    UND: Aus Deiner Sicht mag das vielleicht stimmen, dass Du immer eine Partei findest. Aber wenn Du trotz Suche keine findest (Das "Du" meine ich hier übrigens allgemein)
     
  30. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

    Beiträge:
    6.855
    Likes:
    221
    Danke danke. Um die Motivlage beurteilen zu können braucht man ein adäquates Beispiel, man KANN das einfach nicht vergleichen, deshalb war dieses Beispiel einfach nur deplatziert. Genauso wie es absurd ist einem vegetarier ne Wurstbude als Alternative zu bieten, wo es eine ordentliche Bandbreite an Parteien gibt, wo auch nicht nur Arschlöcher zu finden sind.

    Dann vergleichst du die Nichtwähler also mit Politikverdrossenen, die das alles gar nicht interessiert. :top:
    Oder aber du du setzt alle Parteien auf den Status unwählbar, das kann ich mir aber nicht vorstellen, dass dem so ist, die Auswahl ist da schon ein bisschen besser als für einen vegetarier zwischen den Wurstsorten zu wählen. Es gibt übrigens auch Vegetarier, die sich ab und an untreu werden, zwar aus anderen Gründen, aber das mal nur so nebenbei.
     
  31. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

    Beiträge:
    6.855
    Likes:
    221
    Das will natürlich gut überlegt sein, aber wenn du Nichtwähler bist, dann sind alle andern Parteien eurer Argumentation folgend auch alle schlecht.


    Aha.
    Also ich weiß nicht, die Vergleiche hinken hier alle mächtig, aber im Grunde kann man das hier auch ohne Vergleiche diskutieren.

    Ich kann es mir eben nur nicht vorstellen, dass man hier alle Parteien so verteufelt, dass da wirklich nichts dabei ist, das man mit seinem Gewissen vereinbaren kann.
    PS: Das kleinere Übel gibt es übrigens immer.