Gauck oder Wulff?

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Rumpelfux, 9 Juni 2010.

?

Ich würde ihn wählen ...

  1. *

    Gauck

    35 Stimme(n)
    89,7%
  2. *

    Wulff

    5 Stimme(n)
    12,8%
  1. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Das glaube ich auch.

    Für Rot-Grün wird es nicht ganz reichen.
    Rot-rot-grün ist seit heute ausgeschlossen.
    Am ehesten gibt es dann wieder eine Große Koalition.
     
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  3. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    Offensichtlich und hiermit unwählbar bis auf Weiteres, ich werde mich bei der nächsten Wahl daran erinnern, daß ich nicht aus Versehen irgendeinem ihrer Kandidaten ein Sympathiekreuzchen stecke, seit heut weiß ich wieder, wer diese Leute sind.
     
  4. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    für mich sind seit heute die linken kein thema mehr.
    121 ddr-geister enthielten sich der stimme.
    die werden sich wundern, dass sie bald keine mehr haben.

    das ende dieser regierung naht.
     
  5. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Dem kann man nur zustimmen.
    Was für eine rückständige Gruppe.

    Gerade bereue ich es ungemein, bei den Landtagswahlen den Linken verfallen zu sein.
     
  6. lenz

    lenz undichte Stelle

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    Wundert mich jetzt als Aussenstehenden, dass diese DDR-Leute immer noch überall drinhocken. Mal kucken, 1989 waren die Jüngeren vielleicht so etwa 40, jetzt sindse 60, d.h. es dauert noch 20 Jahre, bis das ausgewachsen ist.
     
  7. Keule

    Keule Geile Oma aus deiner Nähe

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    Bei aller Liebe, seid ihr nicht recht wiedersprchlich..? Es ist ne Klatsche wenn die CDU-Leute meutern, aber SED Kultur wenn die Linke zusammenhält..?! :suspekt:

    ...völliger Unsinn :lachweg:
     
  8. Keule

    Keule Geile Oma aus deiner Nähe

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    Tja, Sachen gibt es, dass sogar unsere Kanzlerin in der DDR aufgewachsen ist... :staun:

    :schlecht::schlecht::schlecht:
     
  9. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Ich glaub, du hast ihn da missverstanden. Er meinte sicher nicht die Leute aus der DDR allgemein, sondern die Ex-Parteibonzen.
     
  10. Keule

    Keule Geile Oma aus deiner Nähe

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    Ach okay, dann ebend auch so eine Sache, dass im nächsten Jahr ein früherer bekennender SED'ler für die Linke bei der Landtagswahl in MV antreten wird und noch viel wahnsinniger: Ich werd ihn wählen.. :schock:
     
  11. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Ach woher. Bei euch sehr jungen Leuten ist der Wahnsinn ja oft Programm.
     
  12. Keule

    Keule Geile Oma aus deiner Nähe

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    Willst nich langsam schlafen..? Morgen gar nich arbeiten..? [​IMG]
     
  13. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Braucht dich nicht zu interessieren, was ich tue oder eben nicht.
     
  14. Keule

    Keule Geile Oma aus deiner Nähe

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    Dann geh mir bitte nich auffe Eier... [​IMG] (Wie ich diesen Smiley nach deinen Beiträgen liebe...)
     
  15. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Hmm....bei aller Wertschätzung für Gauck und aller Kritik an den Linken....ist das nicht ein bissle zu einfach?

    Die Nichtwahl des Gauck von den Linken ausschliesslich auf seine Rolle als Regimekritiker und Stasi-Aufklärer zu schieben?

    Mich deucht, wenn es "nur das" gewesen wäre, hätte es womöglich kene 121 Enthaltungen gegeben.

    Ich denke mal, mit dieser Argumentation, die Linken hätten aus Gründen der immer noch nicht abgeschlossenen Vergangenheitsbewältigung die Wahl Gaucks verhindert, gibt man nur den Mainstream wider. Denn genau das Gleiche kam gestern 20 bis 30 mal von Politikern der SPD und der Grünen. Was davon glaubhaft ist, kann man sich leicht vorstellen. Die Glaubhaftigkeit dieses Arguments ist in etwa so, als wenn die Kanzelerin hinterher äußert, dess es nicht zuträfe, dass der nötige dritte Wahlgang (auch) ein Votum gegen die Arbeit ihrer Regierung sei.
     
  16. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    100% der Linke hält zusammen, das ist ungefähr so, wie Wahlen in Einparteiensystemen, 100% eben, kannste erzählen was Du willst, mich labern die nicht mehr voll. Daß 44 von über 500 CDSUFDP`ler gemeutert haben steht auf einem anderen Blatt, auf jeden Fall hat die Linke "eine" Meinung und sowas kann ich nicht leiden, "Einheitsmeinungen" bei geheimen Wahlen ohne Ausnahme sind mir suspekt und dementsprechend reagiere ich.
     
  17. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Keiner kann mir weismachen, dass die Linke gestern gezeigt hätte, dass sie bereit wäre bundespolitische/ gesamtdeutsche Verantwortung zu übernehmen.
    Bei der Linken geht es noch immer in erster Linie um Ideologie, und nicht um Politik für das ganze Land.
    Die Mehrheit der Deutschen (selbst im konservative Lager) sah Gauck als den besten der aufgestellten Kandidaten an. Nur die Linke sah das anders. Wieso?

    Vielleicht ist die Linke in 10 Jahren wählbar, wenn es einen Generationenwechsel dort gab.
    Vorher muss sie sich mit Regierunngsbeteiligungen wie in MV begnügen, wo sie zum Glück nicht viel anstellen kann.
     
  18. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Nu, zunächst muss man sicherlich dazu sagen, dass die SPD und die Grünen mit Gauck einen Kandidaten gezogen haben, den eigentlich auch das konservative Lager hätte auswählen können. Denn Gauck ist in wesentlichen Zügen nämlich eigentlich ein Konservativer. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass er auch viel Zuspruch aus diesem Lager erhalten hat.

    Und genau deswegen ist es eben auch NICHT verwunderlkich, weshalb die Linke ihn so vehement abgelehnt hat. Der ist ihnen einfach zu konservativ gewesen.

    Im übrigen haben sich auch etliche Leute von SPD und Günen gestern entsprechend zu Gauck positioniert. So mit Aussagen, wie dass der Gauck sicher auch viele Positionen vertritt, die eigentlich keinen Zuspruch bei SPD und Linken finden.

    Nee, nee, die Nominierung Gaucks war - wenn es wirklich um Parteitaktik ging - ein cleverer Schachzug von SPD und Grüne. Zum einen haben sie damit die Regierung(sfraktionen) in erhebliche Schwierigkeiten gebracht, zum anderen haben sie sich klar von den Linken abgegrenzt. Denn wenn diese (die Linken) im letzten Wahlgang nun den Gauck mitgewählt hätten, hätte der SPD und den Grünen keiner vorwerfen können, gemeinsame Sache mit den Linken zu machen.

    Umgedereht - wenn man sich auf der Oppositionsseite tatsächlich auf einen gemeinsamen Kandidaten geeinigt hätte, wäre das gestern sicher im ersten Wahlgang erledigt gewesen. Denn dann hätte es m.E. viel weniger (bis gar keine) Abweichler aus Union und FDP gegeben.

    Was die Nichtregierungsfähigkeit der Linekn anbelangt, die vermag ich indes natürlich nicht zu erkennen. Nur weil man mit 2 Kandidaten, die im wesentlichen gleiche Positionen vertreten, nicht einverstanden ist, folgt daraus nicht zwangsläufig eine mangelnde Regierungsfähigkeit.
     
  19. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Die Linke hat mit der FDP eine große Gemeinsamkeit: sie ist eine Klientelpartei - eben nur auf der komplett anderen Seite des politischen Spektrums.

    Meine Fresse, dass Gauck - den man eigentlich wirklich in die bürgerliche Mitte einordnen kann - für die Linke nicht wählbar ist, obwohl die Mehrheit der Deutschen findet, dass er sehr gut passen würde, sagt schon viel.

    20-30 Abweichler aus der rot-grünen Fraktion, ist normal. Die hatten das schwarz-gelbe Lager auch. Allen kann man es nie recht machen. Zumal es eigentlich keinen Fraktionszwang gab.


    Ne, sage mir, wo hat die Linke bewiesen, dass sie Verantwortung übernehmen kann, wenn es darauf ankommt?
    Seit der Wiedervereinigung kenne ich nur Ideologie und Probleme mit der Vergangenheitsbewältigung von der Linken.
    Für mich ist die Linke ein Partei von DDR-Symphatisanten und linker Fundamentalopposition. Mit sozialer, umsetzbarer Politik hat das wenig zu tun. Ich dachte (bis gestern) es wäre anders, ist es aber nicht.


    Klar ist es richtig, dass eine Partei ihre Werte vertritt. Nur ist es auch so, dass sie den Zeitpunkt erkennen muss, wann sie es nicht mehr kann und stattdessen das Machbare/ politisch Sinnvolle machen muss.
    Beispiel: Wenn die Grünen im März 1999 der Intervention im Kosovo nicht zugestimmt hätten, wäre die rot-grüne Koalition bereits nach 4 Monaten wieder zu Ende gewesen und sie hätten gar nichts durchsetzen können.
    In der Politik muss man auch Kompromisse machen.
     
  20. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Ich antworte mal ohne Zitat:

    Selbst wenn ein Kandidat in der Bevölkerung überragende 70 oder 80% Zustimmungsquote hätte, was hier wohl nicht der Fall war, dann folgt daraus aber eben auch, dass 20 oder 30% ihm nicht zustimmen. Und diese "wollen" natürlich in solchen Gremien auch vertreten sein. Ich sehe daran nix Verwerfliches oder Verantwortungsloses.

    Dass die Linke eine Klientelpartei ist (so wie die FDP offenbar auch), lässt auch den Schluss mangelnder Verantwortungsbereitschaft und -fähigkeit nicht zu.

    Das mit der "Freigabe" seitens der Linken vor dem dritten Wahlgang muss man sicher auch relativieren. Denn die Statements der Linken vorm Mikro, die im Anschluss an die Sitzung zwischen dem zweiten und dritten Wahlgang abgegeben wurde, lauteten anders. Da ist zwar der Begriff "Freigabe" auch gefallen, allerdings nicht mit dem Tenor, dass man die Wahlmänner und -frauen vorher gezwungen hätte, irgendeine Disziplin einzuhalten.

    Und wenn man jetzt meint, das sei klar, dass man das vor dem Mikro so und nicht anders äußern kann, dann mag das wohl zum einen stimmen, zum anderen aber eben auch die Äußerungen derjenigen, die in der Sitzung gar nicht dabei waren, relativieren. Denn die können nunmal überhaupt nicht wissen, was da nun konkret besprochen wurde.
     
  21. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Ich wusste nicht, dass Opposition sowas geiles ist.
    Ich kann mich an kein Beispiel erinnern, wo die Linke ihre gesamtdeutsche Verantwortung schon bewiesen hätte.
     
  22. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Ja warum denn sonst? Mir fallen keine anderen Gründe dafür ein. :weißnich:
     
  23. BoardUser

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    Gestern wurden etliche andere genannt, die alle nix, aber auch gar nix mit der DDR-Vergangenheit zu tun haben. Und nachvollziehbar ware die auch. Nicht nur vorgeschoben.
     
  24. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Das ist doch eine ganz andere Frage. Die These jedoch war, dass alleine der Status als Klientelpartei ihnen die Regierungsfähigkeit abspricht und dass das gestrige Auftreten dies bewiesen hätte. Über die Brücke zu gehen, ist jedoch ziemlich - naja.....
     
  25. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Welche denn? Ich hab mir das Spektakel nicht reingezogen, während der WM guck ich keine anderen Fernsehsendungen.
     
  26. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Seine Haltung zu Afgahnistan und zu Auslandseinsätzen des Militärs generell, seine wirtschafts- und sozialpolitische Position zum Beispiel. Ein paar andere auch noch, aber das beides sind wohl die gravierendsten.
     
  27. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Sorry, klingt für mich trotzdem nach Vorwand. Man muss auch Kompromisse schließen können. Sie wussten doch, dass sie damit nur den CDU-Fuzzi begünstigen.
     
  28. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Naja, wie hats einer von denen nach der Wahl geäußert: "Wenn Sie die Wahl zwischen Pes, Cholera und Wegrennen haben...."

    Ich bin ja, damit das nicht falsch verstandenn wird, auch nicht glücklich darüber, dass es der Gauck nicht geworden ist und dass die Linke nicht über ihren Schatten springen konnte oder wollte. Aber ich kann deren Haltung durchaus nachvollziehen und ziehe daraus möglichst keine einseitigen Schlüsse.

    Denn dass sich die Opposition nicht einigen konnte, liegt auch zu einem gehörigen Teil an den anderen beiden.
     
  29. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Ja, aber GENAU das zeigt doch, dass sich bei der Linken seit 20 Jahren gar nichts geändert hat, nicht zur DDR, nicht zur Bundeswehr, nicht zur Wirtschaftspolitik, nicht zur Gesellschaftspolitik.
    Fazit: die Linke ist schlichtweg regierungsunfähig, weil ihre Position nicht kompatibel zu CDU/CSU, FDP, SPD, Grüne.
    Die Folge: auf Bundesebene kann die Linke nicht koalieren --> Regierungsunfähigkeit.
     
  30. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Nuja.....dann verstehen wir was anderes darunter. Wenn du mit Regierungsfähigkeit meinst, dass man in der Lage ist, Partner für seine Auffassungen zu finden, dann sicher. Ich verstehe was anderes darunter. Nämlich eher was Grundsätzliches.

    Und ja, das haben sie noch nicht bewiesen. Aber eben nicht, sie es per sé nicht können, das ist nämlich noch nicht bewiesen worden, sondern eher, weil sie noch keine Gelegenheit bekommen haben, mangels Bündnispartner.
     
  31. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Nun, ohne Partner wird es aber nicht gehen. Die absolute Mehrheit an Sitzen im Bundestag wird die Linke nie schaffen. Da können CDU + SPD noch so schlecht sein.

    Die Linke muss halt überlegen was sie will.
    Ein Sammelspektrum für alle (linken) Unzufriedenen.
    Oder eine echte Alternative zu SPD/Grüne (dafür müsste sie halt einige Positionen endlich mal an die Realitäten/ Zukunftsfähigkeit anpassen).