Fußball & Gewalt - Berichterstattung in den Medien

Dieses Thema im Forum "Fussball Stammtisch" wurde erstellt von André, 7 November 2012.

  1. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Ich möchte hier mal ein Thema eröffnen über die Rolle der Medien in der aktuellen Berichterstattung über Fußball, Gewalt, Ultras und Hooligans.

    Meiner Meinung nach wird sehr vieles viel zu hoch gekocht, wenn man die Blätter so liest muss man ja meinen in jedem Stadion gibt es jedes Wochenende mehrere Tote. Dass auf z.B. einem Oktoberfest viel mehr passiert wird unter den Tisch gekehrt.

    Wieso überziehen die Medien so und was wollen sie damit bezwecken?

    Dass Motiv des Boulevards kann ich ja verstehen, man braucht halt düstere Geschichten und da kommen Storys über gewaltbereite Fußballfans immer gut an. Demnächst gibt es wohl die ersten Hooligans, mit Massenvernichtungswaffen ... :D

    OK, aber was bringt einen Sender wie das MDR dazu, solch einen Bullshit zu fabrizieren:

    MDR Sachsenspiegel: Shitstorm wegen Dynamo-Symbolbild – Update: MDR-Stellungnahme

    Da wird also mit Zwangs-Gebühren eine miese Propaganda betrieben wie sie unfassbar ist. Da wird ein kompletter Hintergrund ausgetauscht, da wird dem Herren einfach mal was Pyrotechnik in die Hand gelegt, wieso hat man in die rechte Hand nicht noch eine Panzerfaust editiert?

    Muss ein unabhängiger Sender, so eine Stimmung machen? Wozu? Aus welchem Motiv? Oder ist man vielleicht doch nicht unabhängig? Gab es vielleicht doch einen Auftraggeber der ein Interesse daran haben könnte? Oder hat ein Redakteur nur jemanden einen Gefallen getan?

    Wie gesagt dass die Schmierenpresse nicht ganz objektiv ist verstehe ich ja noch, dass aber die unabhängigen, öffentlich-rechtlichen eigentlich noch schlimmer sind finde ich absolut daneben! Dass ich so einen Rotz als Gebührenzahler noch finanzieren muss finde ich noch mehr zum kotzen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 September 2013
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  3. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    ist in dem Artikel ja erwähnt und ich habe es in dem Pokalausschlussthread ja schon verlinkt:
    Grüße von den Taliban « Spuckelch

    Da steht sehr viel interessantes drin.

    Dieses gefälschte Bild - Fotomontage will ich das nicht nennen - ist mal wirklich geil. Reisserischer gehts ja nicht mehr. Die Krönung ist, dass das Original von 2007 Dresden II - Lok Leipzig ist. Die Oberkrönung, dass es öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist, der einen gewissen Auftrag hat und Anspruch haben sollte.
     
  4. osito

    osito Titelaspirant

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    Interessant finde ich auch folgenden Artikel=>Offener Brief mit Bitte um Planungssicherheit für Hooligans « Spuckelch
    Wenn man dann auf diesen peinlichen Artikel der Koelnischen Rundschau klickt(blau unterlegt), und dann noch die Zuschauerkritiken liesst, fragt man sich wo wir wirklich leben. Das ist in meinen Augen, unterster Journalismus, der verboten gehoert.
     
  5. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Wie jemand an anderer Stelle schon vermutet hat (ich weiß jetzt nicht mehr wer und wo) ist diese ganze Randale-, Pyro-, sonstwas-Diskussion nur ein Stellvertreterkrieg um was ganz anderes zu erreichen.

    Weiß noch jemand was ich meine? Dann muss ich mich nicht wiederholen bzw. was falsches zitieren.

    hier, der jung war's:
    http://www.soccer-fans.de/fans-ultr...nis-erste-vereine-lehnen-ab-3.html#post989666

    Jetzt müsste man nur noch rausfinden, welche Rolle diese Medien spielen. Ich vermute ja mal, die sind nicht so schlau um zu merken welchen Mist sie bauen und gucken dass sie mit möglichst wenig Aufwand möglichst spektakuläre Berichte, Artikel, Sendungen zimmern.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 November 2012
  6. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    gibt ja auch Beispiele seriöseren Umgangs mit dem Thema.
    Muss ich mir mal anschauen, dieses Sportstudio in der Mediathek:
    Gewalt im Stadion. Eine Sonderausgabe des Aktuellen Sportstudios | Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung

    Eigentlich war ich ja auf der Suche nach den Zahlen die mir letztens über den Weg liefen: 846 Verletzte 2010/11 in beiden Ligen bei 612 Spielen. Dagegen über 800 Verletzte täglich auf dem Oktoberfest :D

    Und jetzt kommts: Die eine Zahl ist aus dem ZIS-Bericht, die andere hat in dieser Sendung der Herr Spahn ins Spiel gebracht. Das ist genau der ehemalige Sicherheitschef, der kürzlich meinte dass sich in dieser Diskussion Leute zu Wort melden, die keine Ahnung haben. Damit meinte er nicht die Fanvertreter.

    In der Mediathek findet man es am 14.01.12
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 November 2012
  7. Monti479

    Monti479 Annemie ich kann nit mih

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    Tja, wenn die Presse die Geschichte zusätzlich noch mit "Fuballrowdytum von rechts" untermalen kann, kommt das Ganze halt noch besser rüber. Nicht wahr?!
     
  8. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Das gibt's doch gar nicht. Auch nicht tief im Westen. Wissen wir.
     
  9. Monti479

    Monti479 Annemie ich kann nit mih

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    Wer ist wir? Spielst du wieder das Sprachrohr für das Forum? Was denn jetzt? Presse reißerisch, oder doch alles wahr und richtig? Oder so, wie es dem Herrn gerade in den Kram passt? Oder liegt die Wahrheit vielleicht doch irgendwo in der Mitte?
     
  10. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Was meinst du denn konkret und wo berichtet die Presse da reißerisch?
    Meinst du die "Probleme" die es wie du erzählst gar nicht gibt?
    da lese ich gar keine Presse zu, da lese ich was die Beteiligten schreiben und das reicht mir eigentlich.
    Und "wir" sind in dem Zusammenhang alle denen du erzählst es gibt gar keine Probleme.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 November 2012
  11. Monti479

    Monti479 Annemie ich kann nit mih

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    Zum Thema Fußball und Gewalt kreidest du der Presse/Medien doch an, dass sie reißerisch sei. Habe ich doch richtig verstanden, oder? Als vor einiger Zeit die bundeweite Hetzjagd bezüglich rechter Gewalt in der Aachener Fanszene durch die Medien rauschte, hattest du nix besseres zu tun, als mit Hilfe von Presseartikeln die Missstände in Aachen aufzudecken. Meinen Hinweis, dass diese Artikel reißerisch seien und gewisse Vorgänge hochgekocht werden, hast du gepflegt ignoriert. Das irritiert mich jetzt ein wenig. "Es gibt gar keine Probleme" habe ich übrigens nie geschrieben.
     
  12. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Also gibt es Probleme? Welcher Art und von wem gehen sie aus? Werden Leute bedroht oder erfinden sie das?
    Ich habe nicht geschrieben dass alles stimmt was in Zeitungen steht. Aber ich kenne die Liste der Vorfälle.
    Ihr habt ein Problem in Aachen, wer das nicht sieht, der hat halt kein Problem mit Rechten. Kann ja sein.
     
  13. Monti479

    Monti479 Annemie ich kann nit mih

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    Ja, die Fanszene an sich hat ein Problem, das stimmt. Würde mal gerne wissen, auf wen oder was du dich berufst, dass du unterstellst, dass das ein Problem von rechts sein soll. Weil wir in Aachen und Umgebung die Fuzzys von der KAL haben? Oder weil ein gewisser Sascha W. Alemannia Fan ist? Oder weil es die Medien schreiben? Und welche Liste mit Vorfällen meinst du? Die selbsterstellte Liste der AC Ultras? Weißt du überhaupt, wie der Konflikt ACU/KBU entstanden ist? Du willst nur das glauben, was du glauben willst, so sieht es aus.

    Zum Thema gab es übrigens eine Aktion von den organisierten Fans, "Gegen Pressewillkür und Gegen Hetzjagd", von Leuten, die mit den zerstrittenen Gruppen nichts am Hut haben. Das wären also deiner Meinung nach alles Leute, die kein Problem mit Rechten haben, weil sie ein Problem mit Rechten in Aachen nicht erkennen. Schön! Alles Blödis! Hauptsache ihr Oberchecker wisst Bescheid!

    Nun gut, Thema gehört nicht in diesen Thread. Steht mir allerdings auch bis Oberkante Oberlippe. Lassen wir es gut sein.
     
  14. Detti04

    Detti04 The Count

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    Den Vergleich bzw. Verweis liest man ja oefter. Zugegeben, ich war schon laenger nicht mehr auf einem Oktoberfest, deshalb meine Fragen: Werden da inzwischen im Bierzelt Bengalos gezuendet? Braucht es inzwischen ein massives Polizeiaufgebot, um die Fans der Wilden Maus und die der Achterbahn auseinanderzuhalten?
     
  15. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Es gibt unverstaendlicherweise nach wie vor alkoholhaltiges Bier in Glaskrügen. Und irgendwie scheint das eine unheilige Allianz zu sein.

    - - - Aktualisiert - - -

    Dann gab es die Konflikte gar nicht?Die Liste ist erfunden? Auch gut.
    Unpolitisch ist auch viel schöner.
     
  16. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Das es in Aachen ein Problem mit Rechtsextremisten in der Kurve gibt, die auch gerne mal handgreiflich werden, ist ja nun wirklich kein Geheimnis mehr und da gibt es auch nix zu verharmlosen.

    Attacken in Aachen - Wie rechte Schläger antirassistische Ultras der | Sport | Deutschlandfunk
    Alemannia Aachen: Rechte Gewalt in der Fanszene | Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Köln
    liga3-online.de
    jungle-world.com - Archiv - 33/2012 - Sport - Nazi-Hools in Aachen
    Dritte Liga: Rechte Aachen-Fans verprügeln linke Aachen-Fans | Sport | ZEIT ONLINE
    Erneuter Angiff auf Aachener Ultras | 11 Freunde
    Angriff von rechts: "Karlsbande Ultras" attackieren erneut Alemannia-Fans - Lokaler Aktionsplan Aachen - TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN

    Das Aachen neben Dortmund eine Hochburg der Neonazis ist, ist ja auch kein Geheimnis, ebensowenig wie deren Versuche in der Fanszene Fuss zu fassen. Erst neulich wurde ja endlich ein paar Neo-Nazi-Organisationen verboten: Rechtsradikalismus - Nach Razzia gegen Rechts: NRW-Innenminister verbietet Neonazi-Gruppen - Politik - Hamburger Abendblatt

    Rechtsradikale Fanproblematik in Aachen - Sport - sueddeutsche.de
    Alemannia Aachen: Die rechten Rattenfänger vom Tivoli | Sport | ZEIT ONLINE

    Die Alemania und die Stadt machen zwar was:
    http://www.alemannia-aachen.de/aktuelles/nachrichten/details/Rechts-steht-im-Abseits-21534L/

    Aber wie üblich, kann man da nur sagen: Lippenbekenntnisse in Form von ein paar Plakaten, sind zwar nett, bringen aber wenig. Warum wird nicht mehr getan?
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 November 2012
  17. Monti479

    Monti479 Annemie ich kann nit mih

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    Gut! Wenn es die Presse so schreibt, dann wird es wohl stimmen. Punkt für Punkt,wa! Dann bitte ab sofort auch das Thema "Fußball und Gewalt" nicht mehr weiter verharmlosen und als Stimmungsmache der Presse bezeichnen. Danke.
     
  18. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Du willst da was nicht verstehen oder?
    so wie es falsch ist von "den Fans" oder "den Ultras" zu reden, weil sie nicht einheitlich sind, gibt es auch nicht "die Presse". Eigentlich logisch.
    Da hilft nur zur Erkenntnisgewinnung die Lektüre eines breiten Spektrums einerseits sowie das Suchen von Darstellungen Beiteiligter beider Seiten. Das habe ich im Fall Braunschweig so gehalten und genauso im Fall Aachen, um mal die jüngsten zu nennen. Und da komme ich eben zu dem Schluss, dass es vermutlich nicht so harmlos ist wie du es erzählst. Wobei du mir aber auch nix erzählst was ich nicht schon weiß, nur dass es eben für dich nicht so schlimm ist.

    Und das ist mal alles recht unabhängig von der Presse, die hat sich des Themas ja recht spät und eher randseitig angenommen. Da hatte ich schon einiges an presseferner Information. DIESES Thema wird doch eher wenig aufgebauscht.
     
  19. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Jup. Hier schreibt keiner: Es gibt keine Gewalt im Fußball und die Presse erfindet das nur, sondern es ist wohl allen klar, dass es im Fußball Gewalt gibt. Es wäre eben nur schön, wenn die Presse da adäquat und sachlich drüber berichet. So wie über die rechtsradikalen Fans in Aachen beispielsweise. Da wird doch sehr gut und sachlich berichtet, da sehe ich jetzt keinen Grund zur Beschwerde.

    Nur wird über Gewalt im Fußball oft eben nicht adäquat berichtet. Andererseits: Warum sollte das beim Fußball gerade anders sein als in anderen Bereichen. Es ist eben in einem Teil der Presselandschaft leider völlig üblich geworden, so zu berichten. Und schwappt leider auch manchmal in die seriöse über, wenn über Gewalt und Fußball berichtet wird. Siehe Eingangthread.
     
  20. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Beide Male: Nein
    Aber es braucht jede Menge Ordner, die die Menschenmassen im Zelt soweit im Zaum halten, dass die Bedienung durchkommt und welche, die dann wieder 3, 4, 5 Leutchen an die frische Luft befördern bzw. der Polizei übergeben, wenn sie sich gegenseitig an der Kehle haben. Von den Polizisten, derer es bedarf um Schlägereien und Schlimmeres ausserhalb der Zelt zu regeln, aufzunehmen und zu verfolgen mal ganz zu schweigen.
     
  21. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Das Problem mit der Berichterstattung ist doch wie überall, daß die einfachen Aussagen mit den einfachen Bildern und den einfachen Rollenverteilungen am besten gehen. Da lässt sich in kurzen und knackigen Schlagzeilen die Welt erklären, es gibt Gute und Böse.
    Differenzieren oder individuelle Betrachtungen sind da störend und doof. Und das gilt mittlerweile leider Gottes für die Mehrzahl der Medienorgane, Einschaltquoten und sonstigen Konkurrenzkämpfen sei dank. Und in jedem Bereich der Berichterstattung, auch der "braune Sumpf" wird ja als eben solcher verkauft.
     
  22. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Und wenn man sich nun Anzahl von Schlägereien und Qualität von Schlimmeren anschaut, frage ich mich schon, warum dem beim Fußball so anders begegnet wird. Zumal ein Kernmotiv des Oktoberfestbesuchers ja nun naturgegebenermassen der Alkoholkonsum ist. Der ist beim Fussball dagegen nachrangig. Und die, bei denen er vielleicht vorrangig ist, sind eher friedlich meiner Beobachtung nach. Typ Stehhallentrinker.

    Was nun Ursache und was Wirkung ist, also vergleichsweise wenig Verletzte beim Fußball durch viel Polizeigegenwart oder übertriebenes Aufgebot weil ja gar nix passiert - das wird immer ein gutes Stück Spekulation bleiben.
     
  23. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Nochmal zum Vgl. Wiesn-Fuppes: Ich glaub das ist auch eine Frage dessen was jeder einzelne so gewohnt ist, damit er es als schlimm empfindet.

    Beispiel meine Großmutter damals als ihr der Enkel von einer Schlägerei erzählte, die er auf der Wiesn beobachtete: "Ach, auf'm Volksfest is si scho immer g'schlogn worn."
     
  24. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Das geht sogar soweit, dass in diesem Fall Hannover - Dresden fast ausschliesslich auf die bösen Dresdener eingegangen wird. Was André gerade im Hannover-thread verlinkt hat sagt aber, dass die "seit langem für Zündelei bekannten" (sinngemäß) Hannoveraner gleichfalls es nicht nur ziemlich haben leuchten lassen sondern laut ihrem Präsi Kind ebenso Kontrollen durchbrochen haben. Was davon jetzt stimmt oder nicht sei mal dahingestellt, es wurde jedenfalls nicht oder so gut wie nicht berichtet.

    Mit Dresdnern kann dagegen inzwischen sogar der Fussball-Laie was anfangen.

    - - - Aktualisiert - - -

    Das gibts sogar in Kinderbüchern und -filmen. Knecht Alfred lässt grüßen.

    diese Aktualisierungsfunktion nervt mal gewaltig :D
     
  25. osito

    osito Titelaspirant

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    Absolut. In jedem Verein gibt es boese Buben, die sich als Fan's ausgeben. In Dresden werden es vllt. ein paar mehr sein. Aber damit, einen Verein oder gar eine ganze Stadt in den Verruf bringen, kann nur in einem wirrem Kopf eines fehlgeleiteten Journalisten entstehen. Warum ueber unangebrachtes Zuendeln der Hannoveraner berichten, wenn man "randalierende Ossi's" in der Stadt hat! Genauso wird in Koeln vorm Spiel vor dem Dresdner Anhang gewarnt, ohne das ein Wort ueber die eigenen Fans geschrieben wird. Auch Koeln besteht nicht nur aus Hool's, aber wenn gegnerische Spieler verletzt , Fan-Busse von der Autobahn gebremst, oder eigene Spieler bedroht werden, dann hat man die Chaoten auch vor der Haustuer, und muss nicht bei anderen die Fehler suchen.
     
  26. Detti04

    Detti04 The Count

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    Es ist nur eben so, dass der Vergleich eines Volksfests mit Fussball ziemlich schief ist, denn die sind konzeptionell einfach viel zu unterschiedlich. Mal grob vereinfacht:

    Fussball: Hinfahren, 2 Stunden Fussball gucken, zwischendrin vielleicht 'nen Imbiss und ein Bier
    Volksfest: Hinfahren, moeglichst lange da bleiben, sich (moeglicherweise ordentlich) betanken, Maedels angraben, ordentlich futtern, Fahrgeschaefte besuchen

    Wo liegt da der Vergleich? In der Masse der Leute? Dann kann ich Fussball auch mit einer Demo vergleichen, einem Rockkonzert, einem Papstbesuch, einem Kirchentag... Alles ziemlich beliebig.

    Wenn man die "Gefaehrlichkeit" eines Fussballbesuchs bewerten will, dann sollte man diesen mit dem Besuch einer anderen Sportveranstaltung vergleichen. Wenn man dann zum Ergebnis kommt, dass es - sagenwamal - in der 3. Liga bei einem Zuschauerschnitt von 5.000 Zuschauern oefters mal knallt, waehrend es in der DEL bei einem vergleichbaren Schnitt ruhig bleibt, dann hat der Fussball eben tatsaechlich ein Problem. Und wenn es nur das Problem ist, dass er die falsche Klientel anzieht.
     
  27. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Detti: Wenn dann aber so ein Volksfest schon wegen des Konzeptes ein höheres Konfliktpotential birgt, wieso ist dann weniger Security und Polizei anwesend?
     
  28. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich finde den Vergleich auch nicht passend, u.a. aus den von Dir genannten Gründen.
    Nur: Wenn es um die Verhinderung von Gewaltexzessen geht, dann scheint man eben bei Volksfesten es viel eher zu akzeptieren, dass es scheppert als es eben beim Fußball der Fall ist. Warum kann ich auch nur mutmassen. Vielleicht, weil eben ein viel größerer Teil der Bevölkerung mal gerne auf's Oktoberfest geht oder gehen würde als zum Fußball.

    Sprich: Eine in die Fresse ist nicht immer eine Fresse. Es gibt anscheinend Orte und Situtationen wo das eher mal halbwegs tolerabel ist für die Außenstehenden.

    Ich gehe sogar weiter: Während sich Außenstehende beim Fußball massiv bedroht fühlen, wenn sich 15, 20m weiter weg 10 Hanseln hauen, ist es auf'm Oktoberfest gar kein lang anhaltendes Problem, wenn sich 10m entfernt 2 Biertische in die Haare bekommen. 5 Minuten später sind die weg und die Party geht für alle anderen gleich fröhlich weiter und keiner wird am nächsten Tag sagen: Boah, ich hatte Angst um mein Leben, geht ja mal gar nicht, da muß viel härter durchgegriffen werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9 November 2012
  29. Detti04

    Detti04 The Count

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    Weil die Fronten weniger klar sind und es eben nicht zu Auseinandersetzungen zwischen den "Achterbahn Hooltras" und "Kommando Wilde Maus" kommt. Bei einem Volksfest legt sich meistens ein vorher eher unauffaelliger Betrunkener mit irgendjemand anderem an - und der naechste Zwischenfall findet dann ganz woanders zwischen ganz anderen Leuten statt. Wie will man da mit genug Polizei vor Ort sein, um das zu verhindern? Wollte man alle Vorfaelle verhindern, dann braeuchte man vermutlich ein Verhaeltnis von (sagenwamal) einem Polizisten pro 50 Gaesten, und das bei 300.000 Gaesten pro Tag und 13 Stunden Oeffnungszeit - Du kannst Dir selber ausrechnen, dass das wohl kaum geht.

    Um es auf den Punkt zu bringen: Weil bei einem Volksfest wenig klar ist, wann und wo etwas passiert, ist Praevention nicht gut moeglich. Beim Fussball sieht das prinzipiell anders aus, denn da kennt man die Fronten und Risikogruppen ziemlich genau.
     
  30. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Das heißt also, alles Kollateralschaden. Einschließlich allem, was über ne Standesgemäße Wirtshausschlaegerei hinausgeht, also versuchter Totschlag mit dem Maßkrug, Vergewaltigung, Nötigung, Raub etc. Ist ja ne übliche Sache auf so einem Volksfest. Quasi konzeptionell bedingtes Risiko.

    Wo war denn die Risikogruppe beim Becherwurf von St. Pauli so gut bekannt? Oder beim Wurf in Aachen damals, in Freiburg der Golfball?

    Ich denke, der erfahrene Wiesn-Polizist weiß schon recht genau, wo seine Kundschaft sitzt. Eben nicht an der Wilden Maus.

    Und das für dich inakzeptable Verhältnis 50:1 hab ich beim Fussball schon 10fach besser erlebt. Scheint also kein Problem zu sein.
     
  31. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Der erfahrene Wiesn-Polizist geht Streife über das gesamte Festgelände und wird meistens gerufen wenn's kracht.