Flüchtlinge ....hilft das Deutschland ich sage " Nein "!!!!

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Catweezle, 9 September 2015.

  1. Schröder

    Schröder Problembär

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    Es zielt auch auf deine Aussage ab, das die Hürden der Integration in Deutschland exorbitant hoch sind und das es eine Schande ist, wie in Deutschland Integration betrieben wird. Das ist mir zu pauschal.

    Und dann gucke ich auf die Herkunftsländer und den Kulturkreis der Flüchtlinge und frage halt, wie es dort mit der Integration aussieht. Was würden die jetzigen Flüchtlinge machen, kämen wir auf der Flucht vor Krieg in ihr Land? Würden die uns mit offenen Armen empfangen?

    Das Problem mit dem Arbeitsverbot muss gelöst werden. Einige andere auch. Aber als abschreckendes Beispiel taugt Deutschland doch nun wirklich nicht. Ansonsten frag ich mich, warum wollen soviele von denen ausgerechnet hier her und nicht in Länder, wo sie viel besser behandelt würden?
     
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  3. MrBurnz

    MrBurnz Member

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    Ich gehe davon aus dass du schon Flüchtlinge bei dir aufgenommen hast und nicht nur einer der tausenden Pseudogutmenschen bist die nur labern und sich dumme sticker aufkleben um sich moralisch höherwertig zu fühlen.

    Also erzähl doch einfach mal wie du mit den Flüchtlingen so zurecht kommst bei dir im Wohnzimmer.
     
  4. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Wow, der nächste Kämpfer gegen die Gutmenschen; schau doch einfach bei den Schlechtmenschen vorbei, wenn es da angenehmer ist.
     
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  5. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Das willst Du doch gar nicht wissen, also troll Dich zu Deinesgleichen und sieh zu, dass Du der Islamisierung nicht zum Opfer fällst. :aua:
     
  6. theogBVB

    theogBVB Drachmenbesitzer

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    Was bist du fuer einer...
     
  7. MrBurnz

    MrBurnz Member

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    also keine aufgenommen sondern nur n weiter realitätsferner dampfplauderer der es ' so romantisch und richtig findet dass wir den ganzen armen Flüchtlingen helfen' aber wahrscheinlich noch nie abends in Mannheim/Duisburg/Berlin etc. unterwegs war um mal zu hautnah zu sehen was aus der letzten Einwanderungswelle so geworden ist..
     
  8. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Dicker, ich wohne in Berlin und komme mit den Menschen hier bestens klar. Hier machen vielmehr Idioten Deines Schlages Probleme. :huhu:
     
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  9. MrBurnz

    MrBurnz Member

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    dann bist du schonmal kein polizist...
     
  10. theogBVB

    theogBVB Drachmenbesitzer

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    Also ich haette eher Angst vor einigen Wirtschaftsfluechtlingen aus Sachsen...
     
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  11. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Willste jetzt so lange suchen, bis Du Dir was bestätigen kannst?
     
    Zuletzt bearbeitet: 21 September 2015
  12. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das sind doch die besorgten Bürger, Maaaaaaaann!
     
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  13. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Das wären viel mehr Intelligenzflüchtlinge. :D
     
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  14. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Oh Hilfe, warum hab ich hier bloss reingeguckt...

    @Catweezle :

    Wenn dir ein Mensch ohne Sprachkenntnisse, ohne Schulbildung, ohne Berufsausbildung, ohne Kontakte und ohne Geld wirklich deinen Job wegnehmen kann, dann biste vielleicht nur ein ausgemachter Vollidiot!

    Sorry, das musste raus...

    Ich hab auf facebook kürzlich einen fürchterlichen Post (nur teilweise, weil mein Gehirn dagegen rebellierte) gelesen. Da meckerte so ein Honk darüber rum dass da ja fast nur junge Männer einreisen würden, bezeichnete die (seiner Ansicht nach grösstenteils Wirtschafts-)Flüchtlinge durchweg als "Invasoren" und liess auch ansonsten einen Haufen geistigen und mit Tippfehlern durchsetzten Dünnschiss ab, mit der angekündigten Konsequenz Deutschland mit seiner Familie jetzt verlassen zu wollen, weil es ihm hier nicht mehr gefällt.

    1. Ja, bitte, verpiss dich!

    2. Ist es nicht höchst doppelmoralisch, aus einem Land auszuwandern weil es einem da nicht mehr gefällt und man mit der Politik nicht einverstanden ist, aber andere für genau diesen Schritt in einem Atemzug zu verurteilen?

    3. Ich empfehle eine Ausreise nach Polen, da hat seinesgleichen ja schon Erfahrung drin...
     
    Zuletzt bearbeitet: 21 September 2015
  15. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Das mit den Sprachkenntnissen war jetzt echt belustigend.
     
  16. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

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    Jedenfalls wenn der Mindestlohn für bestimmte Bevölkerungsgruppen, wie Zuwanderer, nicht gelten würde, kann ich mir schon eine entsprechend verschärfte Debatte um Arbeitsplatz- und Jobwegnahme vorstellen, trotz geringerer Kenntnisse oder Qualifikationen.
     
  17. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Nö Kamerad, mir ist da ein Zitat eines schwarzafrikanischen Immigranten im Ohr, der anderen Immigranten hilft. "In Deutschland will man nicht integrieren, sondern assimilieren". Das glaube ich auch. Verglichen mit Frankreich oder England ist unser "Problem", das andere Kulturkreise erzeugen eigentlich ein Lacher. Wir haben ein Problem mit Türken, weil sie Machos sind und schnelle Autos geil finden. Warum eigentlich? Muss an der Haarfarbe liegen.

    Wir sind nach wie vor mehr als andere Völker davon abhängig, was uns als politisch korrekt dargestellt wird, sei es von oben, sei es von den Medien.

    Das ist beispielsweise ein guter Beleg, wie wir ticken. Wir katalogisieren, das ist das Maß aller Dinge. Dem entgegen steht die vergleichweise geringe Anzahl der Übergriffe in unserem Land. Spricht nur für unsere verkümmerte Ader der Eigeninitiative und -beurteilung.
     
  18. Schröder

    Schröder Problembär

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    Mir doch egal, was Türken für Autos fahren. Und solange sie nicht glauben, sie könnten sich alles erlauben, sollen sie doch den Macho spielen.

    Ansonsten muss man halt jedem seine Rückzugsgebiete lassen. In Offenbach hat so ziemlich jede Bevölkerungsgruppe ihre eigene Kneipe, ihre eigene Begegnungsstätte, ihren eigenen Fußballclub (aus den Offenbacher Kreisklassen kannste 'ne eigene WM zusammenstellen) ihren eigenen Kulturverein (Auf dem Offenbacher "Fest der Vereine" sind's alleine deren 4 aus Bangladesh). Wenn jetzt die Flüchtlinge aus Syrien hierbleiben sollten, werden die auch bald dort vertreten sein (hoffe ich, war noch nie syrisch essen ;) ). Vielleicht ist Offenbach da speziell, vielleicht liegt es daran, das hier keine Gruppe so stark ist, dass sie andere unterdrücken kann. Wichtigstes Instrument ist die Sprache. Krümel mit seinem Gebrabbel und seinem Wortschatz von vielleicht 30 ist es eh noch Wurscht, aber ich find's gut, dass ich mich mit den meisten anderen Eltern auf dem Spielplatz austauschen kann, egal wo die ursprünglich herkommen.

    Sprachkurse sollten Pflicht werden. Es kann nicht sein, dass jemand 20-30 Jahre hier lebt und kein Wort Deutsch spricht. Mehr Integration fordere ich zunächst gar nicht, der Rest kommt dann über die Kommunikation von allein. Zumindest reicht s dann, den anderen zu verstehen. Man mus die Bräuche ja nicht übernehmen.
     
  19. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ich weiss, aber dass das Wiesel an Legasthenie leidet, heisst ja nicht, dass es nicht sprechen kann. ;) Lesen geht ja auch.

    Abgesehen davon sind die Doku-Einträge von einigen Leuten in meinem Berufszweig auch ziemlich abenteuerlich (und von meiner Handschrift sprechen wir lieber gar nicht, ich begründe das mickrige Gekrakel immer mit der Schweigepflicht :D).
     
  20. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    http://dejure.org/gesetze/AufenthG/44a.html

    Und weisst Du seit wann das so ist? Erstmalig wurde das von der Union um die Jahrtausendwende überhaupt erst gefordert!!!! So viel mal zu den Integrationsmöglichkeiten in Deutschland. Jahrzehntelang waren die weder Pflicht, noch überhaupt im Angebot. Und wie kannst Du ne Pflicht durchsetzen? Richtig, wenn der Ausländer Anträge stellt, egal welcher Art (Sozialleistungen, Aufenthaltstitel etc.). Ein Ausländer der bereits seit Jahrenzehnten hier lebt, einem regulären Job nachgeht und Steuerzahler ist, kannst Du in der Praxis kaum dazu verpflichten.
    Und damit Du mir nicht vorhälst, dass Du einen Sprachkurs meintest und keinen Integrationskurs ... in welchen Integrationskurs ein Ausländer kommt, richtet sich nach der Fähigkeit, wie gut er unsere Sprache kann. Dies wird vor Beginn der Teilnahme an einem Integrationskurs getestet und eingestuft. Hier dazu die Einstufungen
    --> http://www.deutschakademie.de/online-deutschkurs/choosereference.php
    (Interessant übrigens die Kommentare darunter. :floet: )
    alternativ
    --> http://www.einbuergerungstest.biz/fakten-zum-test/infos-zum-sprachtest

    Im übrigen sei mal angemerkt, wenn nicht wenige Deutsche diese Einstufungskurse bzw. später den Integrationstest absolvieren müssten, würde man sie aufgrund ihrer Ergebnisse ausbürgern müssen. Die können schlicht froh sein, hier geboren zu sein. Schau Dir solche Tests einfach mal an, am besten hier, wo Du die 310 zugelassen Fragen für einen Integrationstest seitens des BAMF findest.
    --> http://oet.bamf.de/pls/oetut/f?p=514:1:3698894936454:::::

    Ich hoffe Du merkst, dass Deine Forderung daneben ist, weil sie bereits Realität ist, wenngleich auch erst in den Anfängen. Diese Angebote bzw. Verpflichtungen existierten seit den 50ern für wieviele Generationen und damit für wieviele Menschen nicht? Alleine an diesem Beispiel sieht man recht gut, dass Deutschland mit dem Integrationswillen erst am Anfang steht. Um es genau zu nehmen muss man da ca. 50 Jahre aufgrund verfehlter bzw. nicht existenter Integrationspolitik aufholen. Das dies nicht in einem Jahrzehnt abgeschlossen sein kann, dürfte sich dabei von selbst erklären.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22 September 2015
  21. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Meine Ausrede ist die mit dem umgewöhnten Linkshänder.
     
  22. Schröder

    Schröder Problembär

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    @ faceman: Ich lass das jetzt mal mit dem Zitieren.
    Zunächst ist eine Forderung ja nicht daneben, wenn sie bereits umgesetzt wird, sondern sie ist dann überholt. Aber immerhin: Es tut sich was, und mein Einwand bezog sich nicht auf die Zeit vor der Jahrtausendwende (Das da die Integrationsmöglichkeiten katastrophal waren, wird kaum einer abstreiten) sondern auf den heutigen Stand und auf welchem Weg wir inzwischen sind.

    Der Einbürgerungstest ist in der Tat happig, ich hab jetzt mal die ersten 100 Fragen durch und dabei 4 Fehler. :rotwerd:
    Sieht so aus, als wären die eingebürgerten Deutschen die einzigen, die wirklich stolz darauf sein können, Deutsche zu sein, wenn sie den Test erfolgreich absolviert haben. ;)

    Ansonsten bleibe ich dabei: Auch für Leute, die schon lange hier leben, sollte ein Deutschkurs Pflicht werden. Zur Not muss der Arbeitgeber sie eben für die Zeit freistellen. Ob er sie unbezahlt freistellt und sie dann den Lohnausfall anderweitig bekommen oder der AG sie weiter bezahlt und dann das Geld erstattet bekommt, sollte jetzt nicht das große Thema sein. Er profitiert ja schließlich auch davon, nicht jedesmal einen Übersetzer zu brauchen, wenn er mit seinen Arbeitern spricht. Und die Betroffenen sollten die neuen Möglichkeiten auch im Berufsleben durch so eine "Weiterbildung" durchaus zu schätzen wissen. Und nicht zuletzt profitiert der Staat davon, weil besser ausgebildete Leute nicht so leicht arbeitslos werden bzw. dann schneller wieder einen Job finden.
     
  23. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    22 Fehler bei 310 Fragen.
    Und ich behaupte einfach mal, eine gute Allgemeinbildung zu haben.
     
  24. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Nee. Du stellst aus Unwissenheit ne Forderung, die seit ca. 10 Jahren bereits gängige Praxis ist. Da kann ich nur sagen, das ist eben ne Forderung, die daneben ist. Informiere Dich einfach, bevor Du forderst.

    Du siehst ne rechtliche Möglichkeit eingebürgerte Personen zu Deutschkursen zu verpflichten? Alter Schwede. Weisst Du was Du da forderst? Hier haste ne Übersicht über diejenigen, die nur seit 1990 eingebürgt wurden.
    https://www.destatis.de/DE/ZahlenFa...len/EinbuergerungenEinbuergerungsquoteLR.html

    Hinzu kommen diejenigen, die seit 1950 in Deutschland leben ... und aus Gründen des Gleichbehandlungsgrundsatzes müssten dann wieviele Deutsche zum verpflichtenden Deutschkurs? Und was passiert mit all denen dann, wenn sie den Sprachkurs nicht bestehen, geschweige sich weigern, den durchzuführen? Ich meine, ich habe keinen Sprachkurs absolviert und würde auch nicht einsehen, weshalb ich einen absolvieren sollte.
     
  25. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Aus Bayern schickt man ein paar CSUler zum Sprachtest und schon ist Bayern raus aus Deutschland :D
     
  26. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    In Bayern gilt noch immer die Sippenhaft? Schröder meinte doch, dass alle Ausländer zu diesem Test sollten. Mach Dich schonmal frisch Rupert. Einfach zwei CSU-Deppen zu schicken reicht nicht, um Dich einzustufen. :D
     
  27. Schröder

    Schröder Problembär

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    @ faceman:
    Weia, du tust ja gerade so, als wollte ich sie in den Steinbruch abkommandieren. :nene: Bei den meisten in deiner Erhebung dürfte das sowieso wegfallen, die dürften aus dem Alltag heraus genug Deutsch gelernt haben, um sich hier verständigen zu können. Um mehr geht´s ja nicht, ich will da kein halbjähriges Studium draus machen. Das soll keine Strafe sein, da steht auch keiner mit der Peitsche daneben und abgeschoben im Falle eines Nichtbestehens wird natürlich auch keiner. Die müssen auch ihre Arbeitsstelle dafür nicht verlassen, sondern da kann vielleicht 2x die Woche jemand von der IHK oder so hingehen und dann wird vor Ort gelernt. Am Ende gibt´s auch keine Prüfung, sondern eine Teilnahmebestätigung. Wenn einer nun absolut nicht will, hat er halt Pech gehabt. Ich kann mir aber schon vorstellen, das viele mitmachen werden. Zumal es ja als Arbeitszeit vergütet wird.
     
  28. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Moment, ruderst Du jetzt zurück? Du sprachst davon, dass für Leute , die schon lange hier leben ein Deutschkurs verpflichtend sein sollte. Und eine Pflicht hat eine Folge wenn man dieser fernbleibt. Ich kann mir dieses Konstrukt eben so gar nicht vorstellen, was Du forderst. Ich tue nicht so, als ob Du jemanden in einen Steinbruch abkommandieren willst. Ich erkenne den Sinn einer Verpflichtung für alle, die schon lange hier leben eben nicht, wenn sie bei Nichtbestehen oder Nichtantreten eben konsequenzlos bleibt. Und ne Arbeitsstelle müssen sie für solche Kurse nicht verlassen? Du meinst die Lehrer kommen dann auf den Bau oder in die Fleischerei und machen dort Unterricht? Zudem dauert ein Deutschkurs 600 Stunden, aufgeteilt in 4 - 5 Stunden pro Tag über 6 - 7 Monate.
    http://www.goethe.de/lrn/prj/wnd/faq/iku/deindex.htm

    Also ist da nichts mit eben mal so nebenbei. Und weshalb sollte der Arbeitgeber seinen Arbeiter dafür entlohnen? Ich meine, der produziert in diesem Zeitraum ja nichts, verdient also quasi sein Geld nicht und soll es dennoch erhalten. Wer soll das denn bezahlen? Würdest Du einen Deiner Angestellten über solch einen Zeitraum finanzieren? Oder gar mehrere? Also es türmen sich immer mehr Fragen auf.
     
  29. Schröder

    Schröder Problembär

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    Natürlich nur dann verpflichtend, wenn sie nicht sowieso schon Deutsch können. Alle, wo man aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit davon ausgehen kann, das sie der deutschen Sprache halbwegs mächtig sind, fallen also schon mal raus. Meistens bleiben dann noch ungelernte Hilfsarbeiter übrig.

    Eine "Bestrafung" kann ja auch die Zurückhaltung von etwas Positivem sein. Man kann z. B. den Arbeitgeber verpflichten, die Teilnahme an dem Kurs z. B. im Arbeitszeugnis zu erwähnen - wenn der Eintrag fehlt, lässt das auf wenig bis gar kein Interesse an Weiterbildung des Bewerbers vermuten, sollte er einen neuen Job suchen (müssen). Steht die Teilnahme drin, zeugt das wiederum von Eigenverantwortung des pot. Arbeitnehmers (vor allem, wenn dann noch die gute Mitarbeit erwähnt wird).

    Der Arbeitgeber soll seine Arbeiter entlohnen, bekommt dann aber das Geld anderweitig zurück - oder er stellt sie unbezahlt frei und die Arbeiter bekommen ihren Lohnausfall aus der Staatskasse ersetzt, hab ich weiter oben auch schon geschrieben. Wenn der Arbeitgeber das erstmal weiter bezahlt hat es nur den Vorteil, dass sich die AN nicht ohne Deutschkenntnisse daran setzen müssen, entsprechende Formulare auszufüllen. Das dürfte die Staatskasse auf Dauer weniger kosten als potenzielle neue Langzeitarbeitslose mit geringer bis gar keiner Qualifizierung. Der Arbeitgeber kann sich mit seinen Arbeitnehmern besser verständigen, vielleicht flexibler einsetzen und zahlt nichtmal die Fortbildung. Von den eingesparten Kosten kann er Teilzeitkräfte zur Vertretung einstellen, was wiederum neue Arbeitsplätze schafft und die Sozialkassen wieder entlastet. Die Arbeitnehmer hingegen profitieren am meisten, sie können sich hier besser verständigen und der Weg ist frei für höher bezahlte Jobs, ohne das es sie Zeit und Geld kostet. Außerdem dürfte es eine willkommene Abwechslung zu den doch meist körperlich schweren Arbeiten dieser Gruppe sein. ;)

    Über das Ausmaß der Weiterbildung muss man sich natürlich Gedanken machen. 600 Stunden sind ´ne Menge. Aber wie geschrieben, das muss kein Realschul-Deutsch sein, was da rauskommt, sondern Deutsch für den Alltagsgebrauch. Ob dann die Grammatik nicht so ganz hinhaut oder einer "Tomatensupe" schreibt, hat keine Priorität. ob die Leute dann sich privat weiter verbessern wollen, ist natürlich ihnen überlassen. Vielleicht gefällt´s ihnen ja und poliert ihr Selbstvertrauen auf, wenn sich erste Fortschritte bemerkbar machen. Die "interressanten Kommentare" unter dem von dir oben verlinkten Integrationskurs machen da durchaus Hoffnung. Wenn erst der Anfang gemacht ist... Abendschule rulez!

    Du kannst ja gerne weiter das Haar in der Suppe suchen, zielführend ist das aber nicht, wenn du dich andererseits über exorbitant hohe Hürden bei der Integration aufregst.

    P.S.: In einer Fleischerei gibt es Pausenräume (nehme ich jetzt einfach mal an) und auf dem Bau gibt es auch mal Phasen, wo wegen Schlechtwetter nicht oder kaum draußen gearbeitet werden kann. Legt man den Kurs halt für die Bauarbeiter in die Wintermonate, das muss ja nun nicht überall und innerhalb der nächsten 2 Jahre durchgeboxt werden. Es wird sich schon ein Raum für die Fortbildung finden lassen. Mit "Arbeitstelle nicht verlassen" meinte ich selstverständlich nicht, das der Lehrgang am Fließband stattfindet, sondern das die Teilnehmer in den Räumlichkeiten des Arbeitgebers bzw. zumindest in unmittelbarer Nähe unterrichtet werden und nicht ins nächste Schulungszentrum 20 Kilometer fahren müssen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22 September 2015
  30. theogBVB

    theogBVB Drachmenbesitzer

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    baaeehh...kann sein, dass 2 Millionen Fluechtlinge den Einbuergerungstest gleichzeitig anklicken??? Ich wollte ihn mal durchfuehren, aber das Laden dauert ewig (meine Leitung ist tiptiptoptop!). Immerhin aber: 100% richtig bei den ersten 2 Fragen :p
     
  31. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ne, weil der braucht erstmal keine Einbürgerung sondern Asyl.